Ausgabe 
25.2.1903 Erstes Blatt
 
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Frankfurt a. M., 24. Febr. Der Bnchhalter Wend­land, der iin September 1901 nach Unterschlagung von 50000 Mk. bei der Baufirma Beck u. Grünwald flüch­tig ging, hat sich gestern freiwillig der Polizei gestellt. Von dem unterschlagenen Gelde besitzt er nichts mehr.

Kleine Mitteilungen aus dessen und den Nachbarstaaten. Der Handwerkskunimerausschuß für Lehrlingswesen in Wiesbaden Beantragt eine Acnderung der Vorschriften dahin, daß bei Buchdruckern und Schuh­machern schon zu je einem Gehilfen zwei Lehrlinge eingestellt werden dürfen; für jeden weiteren Lehrling sollen dann je zwei weitere Gesellen erforderlich sein. In Mainz wurde beim Aufstellen des Rosenmontagszuges in der Schul­straße einem bei einem Gruppenwagen als Kellnerin ver­kleideten jungen Mann von einem Pferd die Nas e n sv i tz e total abgebissen.

lichkeit alles Irdischen gemahnenden Worte gesprochen werden: Gedenke, o Mensch, daß du Asche bist und wieder zu Asche werden wirst!" In diesem Zusammenhänge darf daran erinnert

Eisenbahn Zeitung.

Dresden, 24. Febr. Auf die Reformvorschläge der ächsischen Regierung, betreffend die Personentarife der Staatsbahnen, haben bisher nur Baden und Württem­berg geantwortet, beide in ablehnendem Sinne. In den Verhandlungen des Eisenbahnrats teilt Finanzminister Dr. Rüger mit, daß mit Preußen eine Einigung noch nicht erzielt worden sei, er habe aber persönlich die Ueberzeugung, daß Preußen später mit einer ähnlichen Reform Nach­folgen werde. (?) Man besitze in Preußen volles Verständnis für den sächsischen Standpunkt, vermöge sich aber wegen der finanziellen Einbuße, die sich für Preußen voraussichtlich er» geben würde, vorerst nicht anzuschtießen. Ebensowenig werde das Vorgehen Sachsens ein späteres Hand-in-Handgehen mit Preußen verhindern. Die Abschaffung der Rückfahrkarten sei ein so bedeutender Fortschritt, daß er sicherlich über kurz oder lang auch anderwärts Nachahmung finden werde. (? Vielleicht, aber schwerlich in der Weise, daß damit, wie in Sachsen, der Verkehr verteuert wird. D. Red.)

Der Eisenbahn Mini st er Budde erklärte am Dienstag im preuß. Abgeordnetenhause, in erster Linie solle eine Personenverkehrsreform, eine Vereinfachung der Personentarife erfolgen, sobald eine erhebliche Ver­ringerung der Einnahmen nicht zu erwarten sei. Tie vierte Klasse habe sich durchaus bewährt und müsse beibehalten werden. Wenn die preußische Verwaltung die neuen sächsis chen Tarife annehmen wollte, so würde sie immer noch ein Plus an Einnahmen von 10 Millionen verlieren, aber diese sächsischen Tarife seien für Preußen nicht ge­eignet. Der Minister teilt noch mit, daß er 200 Güter­wagen von 20 Tonnen Ladegewicht bestellt habe, um ein Seinen Wünschen nach großen, schweren Güterwagen gerecht zu werden. Dann giebt er noch eine Ucbersicht über die von ihm gezahlten Kohlenpreise. Der Minister protestiert dagegen, daß man ihm Beschränkung des Koalitions rechts oder Verletzung von Gesetzen vorwerfe. Es fiele ihm nicht ein, den Arbeitern vorzuschreiben, wie sie denken und stimmen sollten. Zider er bestehe darauf, daß Niemand sich an ordnungsfeindlichen Bestrebungen beteiligen dürfe. Ord- nungSfeindlich seien besonders die Bestrebungen des Central- verems der Eisenbahnarbeiter in Hamburg, der ihm und der Eisenbahnverwaltung den Krieg erklärt und ausdrücklich den Kampf um die Macht in der Eisenbahnverwaltung proklamiert habe. Die Beteiligung an diesem Verbände werde mit Ent­lassung beantwortet. (Lebhaftes Bravo rechts.)

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 25. Februar 1903.

** Der Reichsdeputationshauptschluß zu Regensburg kann heute fein lOOjähriges Jubiläum feiern. Wir bringen in der Unterhaltungsbeilage eine ausführliche Besprechung dieses für Hessen so bedeutsamen Beschlußes. Hessen, das infolge des Luneviller Friedens einige Gebiete verloren hatte, erhielt durch den Beschluß folgenden Zu­wachs: Das frühere kurkölnische Herzogtum Westfalen, die kurmainzischen Aemter Heppenheim, Gernsheun, Lorsch, Fürth, Steinhcun, Bensheim, Dieburg, die Abtei Seligenstadt, Hirsch­horn, Vilbel, Rockenberg, Marienschloß, die kurpfälzischen Aemter Lindenfels, Otzberg und Umstadt, soweit letzteres noch nicht hessisch war, die Reste des Bistums WormS: Lampert­heim und Neckarsteinach, die Reichsstadt Friedberg und die von Vaden eingelauschte Reichsstadt Wimpfen. Der Gewinn der erhaltenen Länder gegenüber den abgetretenen Gebieten betrug 69 Quadratmeilen mit 124 700 Seelen.

** Oberhessischer G e s ch i ch t s v e r e i n. Wir weisen auch an dieser Stelle auf den Dortrag hin, den Herr Professor Wolff aus Frankfurt überDie Eroberung und Sicherung der Wetterau durch die Römer" morgen, Don­nerstag, halten wird. Der Vortragende ist einer Der besten Kenner jener Zeit, deren Erforschung durch die Arbeiten der Limeskommission u. a. in den letzten Jahren einen sehr bedeutsamen Fortschritt genommen hat. Es steht zu hoffen, daß sich daZ für die Geschichte jener Periode vor- vandene Jnt^esse in einem ebenso starken Besuch der Ver­sammlung äußern wird, wie ihn die vorige Beranstclltuna des Vereins gefunden hat.

., ** ®lne Ausschutzs ung des landwirt- cha tlichen Vereins für die Provinz Oberhessen findet morgen Donnerstag, den 26. d. M., nachmittags 3 Uhr im Hotel zum Prinzen Karl statt. Die umfangreiche Taaes- ordnung umfaßt in der Hauptsache: Durchführung ver­gleichender ^rtenanbau-Versuche (Referent Schade-Alten- bürg), Errichtung von Z.egenzuchtstationen (Referent Korell- ^cuieli, Errichtung neuer und Erweiterung bestehender Ge­bäude aus den Eungviehweiden Lauterbach, Zell und Tier- 9^rten. " Errichtung einer Jungviehweide in Niederseemen. Beschickung der Ausstellung in Hannover. Wahl des Dorsitzenven der AufsichLsratskommission für die Zuüftvieh-

" Aschermittwoch! Der heutige Tag, auch Aschen­tag, ober Aschlag genannt, ist der cuic Tag der Fastenzeit. Seinen Siamen hat er von dem katholischen Brauche, wonach den Gläubigen vom Priester em Kreuz aus geweihter Asche auf die Stirn gezeichnet wird, wobei die, an die Bergäng.

rinf§, muß unseres Erachtens zu dem Bekenntnis fuhren: Nein, hier, wo bereits geschrieben steht,Bauplatz der neuen Kliniken", hierhin dürfen sie nicht kommen als hem­mender Riegel für Wachstum und Entwicklung der Stadt! Aber dort, neben den jetzigen, schön eingezeichneten neuen Kliniken: da ist der einzig geeignete Platz auch für die neuesten und dereinst allerneuesten Kliniken!

o. Bei unserem Vorschlag der Herrichtung einer beson­deren Zugangsstraße für die Chirurgische Kli n i k, die allerdings auch auf dem oberen Bauplatz ihre besondere Zufahrt haben muß und ohne jegliche Störung der Psychiatrischen und Augen H finit' erhalten soll, ist durch die Weglassung eines kleinen Wortes der Sinn eitoay un­klar geworden. Wir hatten sagen wollen, diese Straße soll im rechten Winkel von der Klinikstraße abzweigen und entlang der Medizinischen Klinik laufen und dann links umwenden hin zur Chirurgischen Klinik, die dann leicht und angemessen ebenso ihren Zugang zur FronL von Süden her erlangt, wie es auf dem anderen Platz vorgesehen ist. Hiermit sind aber die Einwendungen, die von der Baubehörde und der Lokalkommission am ein gehendsien und angelegentlichsten gegen den oberen Platz erhoben wurden, völlig beseitigt unseres Erachtens liegt nunmehr alles am guten Willen!

7. Unserer Mitteilung, daß Gail's Erben an Herrn Spamer an der Wilhelmstraße in 1898 Gelände zu 15 Mk. für 1 Quadratmeter verkauft haben, ist die andere hinzu zufügen, daß dieselben an denseiben an derselben Stelle in 1900 Gelände für 20 Mk. verkauften. Fortwährende Preiserhöhung des Geländes in den südlichen Stadtteilen ist Tatsache.

Im Auftrag verschiedener Bürger.

5 Pfennig-Reporter! Revolver-Reporter! Es ist cm ungeheuer leichter und bequemer Nebenoerdienst, wenn man etwa dreiteilige ylachrichten an 1012 Zeitungen versendet und für dieselben das Reporter Honorar einstreicht. Auf die Zuverlässigteit solcher Nachrichten kommt es ja nicht an, es ist int Gegenteil einträglicher, wenn man sie widerrufen kann und nochmals Gebühren bezieht. Das Ge­schäft eines solchen Revolver-Reporters ist aber geradezu gemeingefährlich. Durch eine gewissenlos in die Z^itungm gebrachte Notiz sind schon oft Familien und Gememoen in die hochgradigste Aufregung und Bestürzung versetzt worden, aber was liegt da dem 5 Pfennig-Reporter dran, wenn er nur Zeitungen genug findet, die seine Berichte auf nehmen. Solche Leute müßten haftbar gemacht werden können für ihr schlechtes Geschwätz. L. S.

land weder in Kriegs- noch in Friedenszeiten. Die Aus­gaben der Nation für kriegerische Zwecke |t ei gerten sich in unerträglicher Weise über die Mittel des Volkes. Die Regierung solle erst eine sorgfältige Untersuchung über die militärischen Erfordre- nisse des Landes anstellen und dann diese Erfordernisse erfüllen.

Haag, 24. Febr. Die liberal-demokratische Partei brachte einen Gesetzentwurf ein, welcher dahin geht, eine Aenderung der Verfassung hinsichtlich des Wahl­rechtes in Erwägung zu ziehen. In demselben wird das allgemeine Stimm reckt vorgeschlagen, auch für die Frauen. Nur Geisteskraute und nicht unabhängige Personen sollen kein Stimmrecht besitzen. Ferner wird das Alter für die Wähler aus 21 Jahre festgesetzt und der­selbe W a h l k ö r p e r soll für die erste und zweite Kammer wählen.

Paris, 24. Febr. Frankreich hat der venezola­nischen Regierung eine weitere Frist von sechs Monaten zur Tilgung der sogenannten diplomatischen Schuld zugestanden. Während dieser Zeit wird Frankreich den Einfuhrzoll auf venezolanischen Kaffee nicht erhöhen.

Der Kriegsminister Slnbre, wird am 27. März a l s Divisions-General zurücktreten. Es ist dies das erste Mal, daß ein Kriegsminister zur Reserve übertritt.

Wie derTemps" mitteilt, beabsichtigt die Re­gierung, das Gesetz gegen die anarchistische Propa­ganda durch die Schrift bedeutend zu verschärfen. Anlaß soll die massenhafte Einführung anarchistischer Bro­schüren aus der Schweiz fein.

Clärens, 24. Febr. Ter frühere Präsident des Oranje-Freistaates S t e i j n geht im 9)iai nach Reichenhall zur Kur. Sein Zustand ist noch immer schlimm, da sämt­liche Glieder gelähmt sind. Von der Rückkehr nach Süd­afrika ist bisher keine Rede.

Rom, 24. Febr. Heute war die K a m m e r der Schau­platz großer Skandalszenen. Es kam zu einem großen Wortstreite, wer mehr Patriotismus habe, die Re­publikaner ober die Monarchisten. Mit Mühe wurden Prügeleien verhütet. Die Sitzung mußte zweimal unterbrochen werden. Der Verlauf der Sitzung giebt zu denken, weil mehrmals der RufHoch die Republik" ertönte und die extremen Gruppen" ironisch den Drei­bund hochleben ließen.

B e r n, 24. Febr. Ter Bundesrat beschloß, entsprechend dem von der Haager Friedenskonferenz geäußerten Wunsche, zum 14. September eine Konferenz zur Revision der Genfer Konvention betreffend Erleichterung des Loses der im Kriege verwundeten Militärpersonen ein­zuberufen.

K o n st a n t i n o p e l, 24. Febr. Der Bescheid des Sul­tans auf das östreichisch - russische Reform - Pro - gram m wird, (wie derFrkf. Ztg." telegraphiert wird), den beiden in Frage kommenden Botschaftern zugestellt, womit die Aktion der Mächte zunächst erledigt sein dürfte. Eine regelmäßige Kontrolle üoer die Ausführung der Maßregeln scheint nicht vorgesehen zu sein, bis auf die Konsularberichte. Hilmi Pascha, der drei Jahre in Ma- eedonien bleibt, wird innerhalb gewisser Grenzen auch über die militäri^jen Streitkräfte verfügen. Die Steuern werden wie bisher verpachtet, jedoch nicht mehr nach Sandjaks, sondern nach Ortsbezirken.

Petersburg, 23. Febr. Es verlautet, daß der deutsche Marineattachee, Kapitän zur See Frhr. v. Schim­melmann, in einer Audienz, die er vorgestern beim Zaren hatte, diesem die letzten vom Kaiser Wilhelm ange- lertigten Marinetabellen auf des Kaisers Befehl über­reicht hat.

Newyork, 24. Febr. Baron Sternburg erklärt, kein Verlangen wegen sofortiger Zahlung gestellt, sondern lediglich eine Anregung gegeben zu haben, welche die so­fortige Wiederaufnahme gewisser Handels­beziehungen ermöglicht hätte. Venezuela erhielt fein KriegsschiffRestaurador" zurück.

werden, daß es schon bei den alten Israeliten hieß:In Sack und Asche Buße tun.* Der Volksbrauch hat sich der Einäscherung" in seiner Weise bemächtigt, nicht ohne dabei diesen oder jenen humoristischen Zug hinzuzutun. In Meck­lenburg verlangen die Kleinen ziemlich ungestüm ganz einfach: Heitwecken her, Hcitwecken her!" (Eine in plattdeutschen Gegenden beliebtes Fastengebäck.) Ein Zeichen, daß man auf dem Lande das katholische Fastengebot bisweilen etwas ein­seitig auffaßt, ist die Sitte desKreuzchen ertränken", d. h. man ißt wenig, trinkt aber dafür in der Schenke desto mehr. Betreffs des Fastens überhaupt ordnete schon die Beneoenter Synode vom Jahre 1901 an:Kein Laie soll sich unterstehen, nach dem Aschentage, der selber ein Hauptfasten bedeutet, Fleisch zu genießen." Noch setzt gelten die mit Aschermittwoch anhebenden Tage und Wochen bis zum Karsonnabend als wichtigste katholische Fastenzeiten, während die evangelische Kirche bekanntlich dem Fasten als solchem gegenüber eine freiere bezw. ablehnende Stellung entnimmt. Wie dem auch sei, der Gedanke, daß alles Irdische und Vergänglichenur einGleichnis" ist, bedeutet überall die Grundstimmung des Aschermittwochs. So hat man auch das, z. B. im Harz und in Westfalen bekannteBegraben der Fastnacht" ausgelegt, ein Glas mit Branntwein wird in ein Loch gestellt, oder eine Strohpuppe wird unter Halloh ins Wasser geworfen. Die ursprüngliche Bedeutung derartiger Sitten ist allerdings rein heidnisch-germanischer Natur. Frühlingsopfer und uralte Vorstellungen von einem Kampfe des Winters mit einer neues Leben spendenden Lichtgottheit mögen hier hereinspielen.

Offenbach, 24. Febr. Eine Affäre, die hier in Offen­bach mit größter Spannung verfolgt wurde, hat nun ihre endgiltige Erledigung gefunden: Das auf die Anzeige des Beigeordneten Wolff gegen den Armenhaus­verwalter Schiff eingebettete Verfahren wegen Mein­eids ist eingestellt worden. Bekanntlich war seinerzeit Herr Schiff in dem gegen den Beigeordneten Wolff schweben­den Disziplinarverfahren als Zeuge Vernommen und nach­träglich von Herrn Wolff beschuldigt worden, unter seinem Eide falsche Aussagen gemacht zu haben. Dem nun vorliegenden Beschluß des Großh. Landgerichts Darmstadt entnehmen wir folgendes: In Erwägung, daß die Vor­untersuchung hinreichende Verdachtsgr'ünde dafür, daß der Angeschuldigte sich durch seine in der Disziplinarsache gegen den Großh. Beigeordneten Wolff vor dem Großh. Regier- ungsrat, Hölzinger gemachten beeidigten Aussagen einer wissentlichen oder auch nur fahrlässigen Verletzung seiner Eidespflicht schuldig gemacht habe, nicht ergeben hat, wird beschlossen, daß der Angeschnldigte außer Verfolgung zu setzen und die Staatskasse mit den Kvsten des Verfahrens zu belasten fei.

Vermischtes.

Berlin, 24. Febr. Nach amtlicher Ermittelung wurde der Knall blätter enthaltende Brief, welcher gestern im Hauptpostamt explodierte, von dem Handlungsgehilfen Leopold Jacobowicz abgesandt.

* Berlin, 24. Febr. Der Kontorist Kral Werner, der bisher im Hotel Leipziger Hof angestellt war, ist heute mit 4000 Mk. durchgebrant. Werner ist 19 Jahre alt.

* Konstantinopel, 24. Febr. Gestern nachmittag mußten sechs tn ein Haus nächst der bulgarischen Agentur in Pera eingedrungene maskierte Ttebe mit Waffengewalt überwunden werden. Dies gab Anlaß zu dem alarmierenden. aber völlig unbegründeten Gerücht, daß der Vorfall vom bulgarftchen Komitee ins Werk gesetzt sei.

* San Fran eiseo, 24. Febll Ein Telegramm von >en Azorenmieln besagt, daß dort in den letzten Tagen mehrere E r d st ö ß e verspürt wurden.

* * Schiff § zusaminenstoß. Blättermeldungen zu­folge fand un Hafen von Konstantinopel ein Zu- ,ammenstoß zwisu^n dem ftanzösi,chen KanonenbootVau- tour" und einem englischen Damp,er statt. Das Kanonen­boot erlitt nicht unerhebliche Havarie.

* Eine drollige K lubgoschichte. Austtalien ist das Land des Sports und feiner Uebcrtrcibungcn. Eine höchst drollige Geschichte ereignete sich dieser Tage in Sruco in Südaustrallen. Truro ist nicht groß, besitzt

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehender Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Unser der gestriaen Nummer desGieß. Anz." bei­gelegtes Flugblatt, betr. Neubau einer Chi­rurgischen und einer Augen-Klinik zu Gießen, enthält einige Fehler, die an sich zwar sehr unbedeutend sind, einige Fehler, die an sich zwar sehr unbedeutend sind, aber doch hie und da den Karen Sinn des zu Sagenden etwas verdunkeln. Es fei uns gestattet, einiges zu berichtigen, und zugleich einige kurze Zusätze beizufügen; es betrifft nur den II. Teil.

1. Daß es gleich anfangs nicht heißen soll:des Eigentums an den geeigneten Grundstücken", sondern an denbezeichneten Grundstücken", ist an sich klar.

2. Betreffs der mancherlei bedeutsamen Aenderungen »es ersten scyon in 1900 entworfenen, von Behörden und Kammern genehmigten Bauprojekts, sollte es nicht heißen: es wurden sogar Grundstücke verlangt für eine Tirellors- wohnung, die dis heute von den Ständekammern noch nicht genehmigt ist, sondern: es werden diese Grund- tüae hierzu verlangt, nämlich jetzt im Enteignungsver- ahren, das hierdurch gegenüber den Gesetzesbestimmungen in eigentümlichem Licht erscheint; denn hier, wo es sich um einen Eingriff in die teuersten Privatinteressen han­delt, sind doch die Gesetze dazu da, daß sie genau ein- fthalten werden; und man darf sich nicht darauf ver- assen, daß doch hernack schon alles werde genehmigt werden.

3. Es sollte nicht heißen: Wahrscheinlich, wenn jenes Gelände wirklich für die Kliniken sollte verwendet werden, würde es eine verhängnisvolle Schädigung der Stadt in ihrer Entwicklung und Bautätigkeit usw. mit sich bringen, sondern: Wahrlich, wenn das Eine geschieht, wird auch das Andere eintreten.

4. Nicht soll es heißen: wenn auch der Provinzial- ausschuß eine zu wett über das Angeoot gehende Ent- chüdigung den Besitzern bewilligt; denn eine z u wett finausgchende Bewilligung ist uns ganz undenkbar; das zu" muß gestrichen werden.

5. Betreffs der hervorgehobenen ausgezeichneten Lage des bean,Pruchten Geländes als Villenviertel ist nach­zutragen, daß auch die Lokalkommission in ihrem Gut­achten offen erklärt:Es ist nicht zu leugnen, daß das Gelände südwestlich der Wilhelmstraße für Dil­lenbebauung wohl geeignet wäre." Freilich setzt ie hinzu, dasselbe fei für die private Dautätigkeck bis etzt ntu,t eröffnet. Aber was hinoert denn den Lftadtrat, obalb nur für die Kliniken der andere, obere Pia^ be- :inimt wird, sofort diese Eröffnung zu beschließen? Man ehe sich doch auch mal den Plan derStadtGießen au, der dem neuesten Adreßbuch beigeleat ist. Jeder Mick die Frsnkfurterstrt^ße entlang, auf das Gebiet rechts und