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24.9.1903 Erstes Blatt
 
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Der Ban- :

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Unübertroffenes W

gewflsen Warme- chiedeu hoch sind) Kältegraden ab-

Man fordere überall

zurechnungsfähigen Person zu tun hat allen Nachforschungen Motive für Gatten, des Bruders und der Groß: nicht ermittelt werden konnten, währe ist, daß in ihrer Familie von Mutters und epileptische Anfälle sehr häufig 1 ein Arzt zur Untersuchung ihres @ worden, der bereits nach den erste geistige Defekte schloß.

8andw. Aus

Die noch vorhandenen Gerippe vor und Festhalle, für Backsteinbrennereie. eignend, werden billig abgegeben. R dem Ausstellungsplatz und Regierum

Paris, 22. Sept. Der Gruben-Jngenieur Eombe hat dem Chemiker Moiffau eine Aufforderung zugehen lasten, vor einem Ausschuß zu beweisen, daß er auf künstlichem Wege Diamanten Herstellen könne. Als Belohnung hat er 5000 Francs ausgesetzt, wenn ihm seine Versuche gelingen.

Aix les Bains, 22. Sept. Die Untersuchung wegen der Ermordung der Madame de Foug^re ist noch nicht abgeschlossen. Es ist nunmehr festgestellt, daß das Kammermädchen gegen 11 Uhr abends vor der Rückkehr ihrer Herrin ermordet worden ist. Man glaubt, daß der Täter ein ehemaliger Liebhaber der Ermordeten war.

* Selbstm o rd eines Arztes. Wie aus Kiel ge­meldet wird, tötete sich der Marine-Stabsarzt Dr. M a t t h i s s o n von der Ostsee-Station durch einen Revolverschuß in den Kopf.

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Die Erneuerung der schadhaften ( wird voraussichtlich Anfangs nächste werden. Da hierdurch eine Absperru wird und während einiger Tage dase verkehr stattfinden kann, so empfehlt uehmern von Koks, welche demnä, zu entnehmen beabsichtigen, erfordert Laufe dieser Woche ihre Fuhrwerke

Gießen, den 21. September 1903.

Städtisches GaS- und Waste Otto Bergen

Gerichtssaal.

fl Marburg, 22. Sept. Das Schwurgericht be-

Ueber den Vorgang des Erfrierens der Pflanzen, ihrer Teile, der Knospen, der Blüten, der Blätter usw. mag man denken, wie man will, eins ist 'gewiß, mancher Obst- -..... """ ~ ' die Früh-

Obstv ersteig«

Freitag, 25. September 1903, v Minuend, soll die Zwetschen-, Aepfel- städlischen Bäumen bei der neuen Univ Südcnllage, an der Johannesstraße, aus Garten, an den Bahnhöfen, am Krofdorfe. Weg öfferrllrch meistbieterrd versteigert wer

Die Zusammenkunft ist an der ne' in der Stephanstraße.

Gießen, 22. September 1903.

Der Oberbürgermest Mecum.

Geschäfts-Ve

Meiner werten Lllmdschast zur gefL '

Buch- und Uapie

6oxi Sonnenstraße 25 nach

Bekanntmar

Am 1., 2. und evtl, nach Bedarf non nachmittags 2 Uhr an, wird die Ver deS städtischen Hospitals, des noch vorha' Wine, Handtücher u. f. w. imb der Küch

Gießen, den 2L September 1903.

Städtisches Armena' Cursch mann.

betroffenen Teile.

Anders ist aber der Vorgallg bei den Bäuluen. Die Erscheinung, daß selbst kräftige Baumstämme ersriereu, er­klärt sich aus dem Umstande, daß Eis ebenso wie Wasser verdunstet. Die gefrorenen Zellen der Stämme dunsten im Winter aus; richtiger gesagt, verdunstet das zu Eis ge­wordene W-asser, das sich in den Holzzellen angesammelt hat. Tas Holz wird dadurch wasserarm, es trocknet aus. Ist qber in diesen: Prozeß ein gewisser Grad erreicht, so verliert auch die Holzzelle infolge ihrer Veränderung die Fähigkeit, Wasser zu leiten und stirbt ab.

Das ist in rohen Umrissen der botanisch-physiologische Erfrierungsvorgaug. Dazu seien nun noch einige Momente erwähnt, die uns der Frage, wie schützen wir die Pflanzen vor dem Erfrieren, näher bringen.

Man beobachtet, daß der Zellsaft meist nicht bei null Grad, sondern in der Regel erst eimge Grade unter 9wll gefriert. Das erklärt sich daraus, daß der Zellsaft kein reines Wasser, sondern: eine mehr oder weniger konzentrierte Lösung ist. Also ist es möglich, daß die Außentemperatur etwas unter Null liegt, ohne daß die Pflanzen zu erfrieren brauchen. Nun hat man aber auch beobachtet, daß z. B. wasserreiche Pflanzen oder Teile dieser Pflanzen schon bei Null Grad und sogar ein wenig darüber, bei einigen Zehntelgraden Wärme, erfroren sind. Diese Erscheinung rst auf die Ausstrahlung zurückzuführen.

Die Pflanzen strahlen Wärme aus. In kalten Nächten kann der durch Ausstrahlung erfolgte Wärmeverlust so groß sein, daß die Pflanze sich unter Null abkühlt, während die Außentemperatur über Null liegt. Weiter ist festgestellt, daß 'wasserreiche, saftstrotzende Pslanzenteile viel leichter erfrieren, als saftarme. Trockene Samen können sowohl die größte Hitze loie die schärfste Kälte ohne Schaden über­dauern, während saftige Pslanzenteile bei gewissen Wärme­graden (die für die einzelnen Pflanzen verschieden hoch sind) wärmestarr werden und bei bestimmten Kältegraden ab­

sterben.

Demnach kommen bei dem Vorgang des Erfrierens vor allem die Wärmestrahluna und oer Saftreichtum der Pflanzen in Betracht. Der Wärmeverlust durch Ausstrahl­ung ist in klaren, wolkenloser: Nächten bedeutend größer als bei bedecktem Himmel; daher sind klare, helle Wi n t e r - und klare,kühle Frühlingsnächte sehr gefürchtet.

Daraus ergiebt sich ein Schutzmittel gegen die Frost­gefahr. Man deckt die Pflanzen zu, u m i h r e A u s st r a h l- una zu vermindern. Das läßt sich aber meistens nu^

* Paris, 21. Sept. Während die Netze der Beweis­führung sich immer enger um die Giftmischerin Frau Galt i6 zusammenziehen, hat diese bisher im Gefängnisie ihre Ruhe und selbst ihre Lebensfreude zu bewahren gewußt. Das ist aber anders geworden. Der Untersuchungsnchter legte ihr nämlich die Schmuckstücke vor, die sie vor mehreren Jahren Frau Larrieu entwendet hatte. Zuerst leugnete sre entschieden ab, daß diese fremdes Eigentun: seien, geriet aber plötzlich in große Aufiegung, als der Richter ihr ankündtgte, er werde sie mit Frau Larrieu konftontieren, und hinzufügte, daß, wenn Frau Galtw nicht die Diebin wäre, ihr toter Gatte dieses Vergehens bezichtigt werden muffe. Sie brach fast zusammen und wurde von einem wahren Weinkrainpfe erfaßt. Sie gestand den Diebstahl ein, bat aber dann, sie für diesen Lag zu lassen, da ihre Kräfte erschöpft seien. Sie leide unsäglich und fürchte, wahnsinnig zu werden. Man führte sie m ihre Zelle zurück, wo sie einen heftigen Nerven­anfall hatte, um nach d:esem vollkommen gebrochen und teil- nahmlos vor sich hinzustarren. Man V* deshalb immer fester davon überzeugt, daß man es mit ei*

aus fall im Herbste ist in der Hauptsache durch lingsNachtfröste bedingt. Seit die Msj , , . Pflanzenphysiologen von Jahr zu Jahr neue Entdeck- uugen fördert, seit die Forscher den pslanzenphysiologischen Vorgang des Erfrierens ergründet, sucht mau Mittel und Wege zu finden, die Möglichkeit des Erfrierens zu verhiudern. Hebet den Vorgang des Erfrierens selbst werden noch immer Versuche angestellt und neue Momente der Erklärung gesunden. Fest steht, daß sich bei starken Frösten in den Zellen der Pflanzen Eiskrystalle bilden, mit anoeren Worten, daß der Zellsaft, das Proto­plasma, gefriert. Weiter steht fest, daß gründlich durch­gefrorene Pflanzen absterben. Äurch das Gefrieren wird der Zellsaft chemisch und physikalisch so verändert, daß die Zellen nicht mehr:m stände sind, Wasser zu leiten, für einen Teil der Pflanze also die Zufuhr der Nährstoffe abgeschnit­ten ist. Die Folge davon ist natürlich das Absterben der

für den Reservefonds bestimmten Gelder sicher anzulegen. Er war heute geständig, das Geld für sich verbrauchit zu haben. Bezüglich der 800 Mk., die er aus der Gerrchts- kasse nahm, aber später wieder ersetzte indem er ber Pri­vaten Anleihen machte, fälschste er Bucher und tauschte so seine Vorgesetzten. Die Witwe GieS gab ihm vor 3 Jahren etwa 4000 M., um ausstehende Verpflichtungen ihres Mannes zu begleichen und den Rest verzmsüch, anzulegen. Auch hier kam Florian nicht seinen Verpfl:chtungen nach­sondern verbrauchte das Geld. Er gab zu se:ner Entschul­digung an, daß er durch Krankheiten in der Familre und durch fortwährende Zuwendungen, die er an bedürftige Angehörige gemacht habe, in so schlechte pekuniäre Verhält­nisse geraten sei. Die Geschworenen bejahten sämtliche Schuldfragen, worauf das Gericht auf 4 Jahre Gefängnis erkannte. , ,

Leipzig, 22. Sept. Das Reichsgericht v er w ar j heute die Revision des früheren Redakteurs derDres­dener Rundschau", Götz, der am 17. Februar 1903 wegen Beleidigung der Dresdener Poli^eidirektion, begangen durch einen Artikel zu Gunsten der ehemaligen Kronprin-

gesamteu vorgesührten Tiere waren prämiierungswürdig. Zu diesen Tieren gehörten nun nicht etwa nur die aus dem Simmental eingesührten Tiere, sondern in der Mehr­zahl solche, die aus der Nachzucht stammten. Die Rein­zucht des Simmentaler Rindes, das soll hier nicht ver­schwiegen bleiben, hat eine Anzahl Gegner auch in Ober- Sen. In unserer Provinz hat sich oas Molkereiwesen

erordentlich entwickelt, man will milchreiche Tiere züchten und im allgemeinen gilt das Simmentaler Rind nicht als milchreiche Rasse. Aber durch Zuchtwahl läßt sich gar nicht so schwer aus der reinen Simmentaler Rasse ein Milchtier herauszüchten, das allen Anforderungen ent­spricht. Wir wollen nicht ein überaus schweres, alänzendes Simmentaler Rind für den Metzger züchten, sondern leich­tere feingliedrige Tiere, von denen wir wissen, daß sie gute Milchgeberrnnen sind. Standen doch auf unserer Aus­stellung Simmentaler Kühe, die bis 26 Liter Milch gaben! Gelingt es uns aber, in der Folge durch sorgfältige Zucht­auswahl Tiere zu züchten, die 18 bis 20 Liter guter gehalt­reicher Milch geben, so können wir uns sehr wohl damit begnügen.

Für die Fortentwickelung unserer Rindviehzucht in der bisherigen Weise, auf den bisher eingeschlagenen Wegen hat unsere Ausstellung ausschlaggebend gewirtt. Ich habe die Heberzeugung, daß die Vertreter unserer Regierung aus eigener Anschauung erkannt haben, daß wir auf dem Gebiete der Rindviehzucht den richtigen Weg eingeschlagen haben, und daß sie es im Interesse des Landes halten werden und in unseren Bestrebungen weiterhin ju unter­stützen. So werden wir Sprosse um Sprosse erre:chen, um dem hochgesteckten Ziel im Lause der Zeit näher zu kommen.

Viel langsamer arbeiten wir aus dem Gebiete der Pferdezucht. Hier ist es der Landespserdezuchtverein, der erfolgreich sich bemüht, die Landwirte zu der bisher ziem­lich vernachlässigten Pferdezucht anzuregen und ihnen die Ziele zu stecken. Aus unserer Ausstellung herrschte das warmblütige, temperamentvollere Pferd vor, während das kaltblütige, phlegmatische belgische Pferd nicht reichlich aus-- gestellt war. Das gab kein richtiges Bild von den Bestreb­ungen, die auf dem Gebiete der Pferdezucht bei uns herrschend sind. Mit Vorliebe wird seit Jahren das kalt­blütige, früh reifere, für schweren Zug brauchbare Pferd aezüchtet uud in der Landwirtschaft nicht selten auch des­halb, weil man nicht mehr Leute hat, denen man das temperamentvolle, warmblütige Pferd anvertrauen kann. Dies Pferd erfordert eine kundige, sichere Hand. Es wird verdorben und richtet Hnheil an, wenn man es anderen Händen anvertrauen muß. Man darf daraus gespannt sein, wie sich die Pferdezucht bei uns und im Reiche in den nächsten Jahrzehnten weiter entwickelt.

Die Schweiueausstellung war gut beschickt. Neben der Zucht des weißen Edelschweines war auch die des heimi­schen Londschweines vertreten. Das sollte so bleiben; die Zucht des Landschweines sollte weiter gepflegt werden, wenn auch das weiße Edelschwein den ersten Platz behaupten wird.

Sehr gut war die Ziegenzucht vertreten. Der Pro­vinzialverein wird es sich zur Aufgabe machen, die Ziegen­zucht in der Provinz zu heben und die Zucht der milchreichen Saauerzieae im Interesse der Minderbe^üterten zu sördevn.

Die Geflügelzucht war gut und re:chlich vertreten.

Der Bienenzuchtverein zeigte den Interessenten altes m:f diesem Gebrete bisher Erreichte.

Glänzend war nach dem Urteil aller Sachkundigen wieder die Obstausstellung und alles Ausgestellte, was Be­ziehung zum Obstbau hat.

Die wissenschaftliche Ausstellung konnlle nur von den Wissenden r:chtig eingeschätzt werden: sie erforderte für den Laien einen sachku:wigen Fiihrer und zum wirklichen Ver- stM:dnis ein Studium, das aus einer Ausstellung unmög-

Retchlich und gut war auch die Ausstellung der Pro­dukte des Ackerbaues. Hnd ganz vorzüglich die Ausstell­ung landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte. Sie be­wies, wie hoch entwickelt diese Industrie ist, wie sie sich bemüht, den Ansprüchen der Landwirte gerecht zu werden und wie sehr ihr darum zu tun ist, dei: Landwirt als Ab- neh:uer zu gewinnen.

4^rotz Regen und Sturm, der unsere Ausstellung störte, dürfen wir doch mit dem Erfolg zuftieden sein. Erleidet der Verein auch materielle Einbußen, so lassen Heb dieselben

durch vorsichtige Wirtschaft in den kommenden Vereins­jahren wieder ausheilen. Aber die Oberhessischen Land­wirte haben auf dieser Ausstellung wieder erkannt, was sie leisten könne::, wenn sie einig und zielbewußt arbeiten. Sie haben auch erkannt, daß uns noch viel zu tun übrig bleibt, daß nur Beharrlichkeit besonders auf dem Gebiete der Tierzucht uns unseren Zielen näher bringt. Die Zeiten sind ernst und schwer für den Landwirt, aber trotzdem den Kops hoch und nicht verzagen! Hnser Herrgott wird's auch mit uns noch wohlmachen. S ch l e n k e.

Obstschäden durch Nachtfröste.

Eine Herbstbetrachtung für den Frühling. (Orig nalartikel des hessischen Landwirtes.)

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