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24.7.1903 Erstes Blatt
 
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Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gießener Familien» blätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brüh l/sehen Untvers.-Buch-».Stein- druckerri (Pietsch Erben) Redaktion. Expedition

Erstes Blatt. 153. Jahrgang Freitag 24. Juli 1903

/BW & VezugSpretSr

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Giehener Anzeiger

General-Anzeiger ** SBf:

AmK- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MWZ

________ zeigenteil: Hans Beck.

KeKmntmachung.

Die durch Bekanntmachung vom 9. Juni I. Js. ange­ordnete Sperre der Kreisstraße am Peterssee bei Arnsburg wird, da die Wölbuugsarbeiten an der Bahnunterftihrung beendet find, wieder ausgehoben.

Gießen, den 24. Juli 1903.

Großherzogliches Kreisamt Gießen- __ I. B.: Dr. Heinrichs.

Kekanntmachung.

Wir bringen folgende Mitteilung des Polizeipräsideitten zu Hannover zur öffentlichen Kenntnis.

Gießen, den 28. Juli 1903.

Großherzogliches Kreisamt Gießen- I. V.: Dr. Heinrichs.

Der Bezirks-Ausschuß zu Hannover hat durch Beschluß vom 17. Juni d. Js. B. 1867 in Gemäßheit des § 142 Absatz 2 des Zuständigkeitsgesetzes vom 1. August 1883 die vorläufige Schließung der Krankenkasse Union

(Eingeschriebene Hilsskasse Nr. 87) zu Hannover angeordnet, wobei es bis zur rechtskräftigen Entscheidung im Verwaltungs­streitverfahren verbleibt. Nach § 30 des Gesetzes über die

eingeschriebenen Hilfskassen vom

7. April 1876

1. Ium 1884

ist

Abwickelung der Geschäfte der Krankenkasse Union

mit

der

der Polizersekretär Wahrmann zu Hannover, dessen Dienstzimmer sich im Hause Calenbergerstraße Nr. 43 befindet, beauftragt.

Mr die Zeit nach dem Tage der vorläufigen Schließung der Kasse, dem 17. Juni 1903, können nach § 31 Absatz 2 des Gesetzes über die eingeschriebenen Hilsskassen Unter­stützungsansprüche nicht mehr geltend gemacht werden. Nach Absatz 1 des § 31 des angezogenen Gesetzes besteht die Ver­pflichtung dec Mitglieder zur Zahlung von Beiträgen noch insoweit, wie das Kaffenstatut sie für den Mll ihres Aus­trittes aus der Kasse vorsieht. Diese Beiträge werden von den Mitgliedern erforderlichen Falles gerichtlich beigetrieben werden. Nach § 5 Absatz 2 des Hilfskassengesetzes hastet den Kassengläubigern für die Verbindlichkeiten der Kasse nur das Vennögen der Kasse.

Deutschland und England.

Im englischen Unterhause führte am Donnerstag bei Beratung des Etats des Auswärtigen Amtes Dilke (lib.) aus, der Austausch von Besuch,en zwischen dem englischen Liönig und!diem Präsidenten Louüet, sowie die Rede Bal­fours an die französischen Delegierten ständen in seltsamem« Widerspruch zu der Politik, die die britische Regierung Deutschland gegenüber verfolge. Redner hob hervor, die Politik hegen Deutschland sei außerordentlich unbeständig und überraschendem Wechsel unterworfen. Sie schädige die britischen In­teressen. Die Regierung habe in der Venezuela-An­gelegenheit und in der Bagdadbahnfrage Deutschland geschmeichelt. Der Traum von Deutscblands Hilfe gegen Rußland habe stets die Politik der Regierung beunru/higt. Jetzt, da es zu spät fei, habe man erkannt, daI dies ebenso ein Traum ge­wesen sei, wie der Gedanke eines Bündnisses mit Italien gegen Frankreich es gewesen sei. Obgleich die Regierung erst Deutschland geschmeichelt habe, stimmte sie später doch in das Geschrei gegen Deutschland durch die plötz­liche Entdeckung der kanadisch>en Beschwerde ein.

Bowles erklärt hieraus, England sei ein Opfer der aggressiven Politik Deutschlands.

C r a n b o r n e lehnt es in Beantwortung yrehrerer Anfragen ab, sich darüber zu erklären, ob ein geheimer Vertrag mit Deutschland bestehe oder nicht. Mit Ausnahme von Portugal sei von keinem Minister ein Bünd­nis mit irgend einem europäischen Staate befürwortet wor­den, das schließe aber nicht ein freundschaftliches Zusammentoirken mit den europärschen Nach­barn aus. Der Besuch des Königs auf dem Kontinent ge­staltete die freundschaftlichen Beziehungen, welche zwischien England und den vom Köing besuchten Ländern beständen, nur noch enger. Im weiteren Verlauf seiner Rede wendest sich Cranborne lebhaft gegen die heftigen Angriffe Bowles gegen Deutschland und sagt, die Sprache, wie sie Bowlest gebrauche, könne nur Schaden anrichten. Redner bestrei­tet, daß die Beziehungen zu Deutschland nur eine Reihe von Fehlern gewesen seien, und fühxü die Zanzibar-Angelegenheit an, mit deren Re­gelung unzufrieden zu sein, für England kein Grund be­stehe. Er glaube auch nicht, daß das deutsch-eng lische Uebereinkommen bezüglich dies Iangtse ein Mißgriff gewesen sei. Es sei z»ui bedauern, daß dieses Uebereinkommen von Deutschland nicht ebenso ausgelegt werde, wie von England, oas Uebereinkommen habe aber nur Gutes hervorgebracht. Dte englischen und die deutschen Eisenbahnsyndikatein China scheinen auf gutem Fuße miteinander zu stehen. Keine oer beiden Parteien habe bei dem Wettbewerbe besseres errungen, als die andere. In der Frage der Räumung Schanghais habe die deutsche Regierung gewisse Forderungen ge­stellt, die vondereng lisch en zurückgewiesen wor­den seien. Die chinesische Regierung habe den e n g,- lisch.en Standpunkt sich zu eigen gemacht. Schließlich zur Ranadischen Frage übergehend, sagt Cranborne, Eng­

land wünsche mit allen fremden Böslkern in gutem Einvernehmen zu leben, stelle aber seine Kolo­nien vor jede einer fremden Nation. Sobald Deutschlmrd und andere Länder zugaben, daß Englands fiskalische Be­ziehungen zu den Kolonien eine innere Angelegenhcht Eng­lands seien, an der sie keinen Anteil hätten, werde Englands Haltung bei p»en Handelsvertragsverhandlun­gen mit Deutschland so entgegenkommend sein, wie der größte Freund Deutsch lands es nur wün­schen könnte.

Nach Cranborne führt Grey aus, das Zusammen­gehen Englands und Deutschlands in Chi,na war ein Fehlgriff. Deutschland ließ England keinerlei Unterstützung an ged eihen. Grey tritt dann für eine Verständigung mit Rußland ein.

Auf die Frage, warum die Regierung nach vierjährigem Schweigen in der kanadischen Angelegenheit jetzt vorgehe, giebt Chamberlain einen historischen Rückblick über die Angelegenheit und sagt, die neuen Umstünde lägen in der Drohung der deutschen Regierung, welche in der Depesche des Staatssekretärs Frhrn v. Richthofen enthalten ser. Nach dieser Depesche gewann die Frage unendlich grö­ßere Bedeutung, weil die englische Regierung von der deut­schen benachrichtigt worden sei, daß Deutschland nicht allein die Politik id er Wiedervergeltung gegen Kanada noch strenger gestalten wolle, sondern daß Derrtschland das tun wolle zu dem besonderen Zwecke, jede andere Ko­lonie zu^verhindern, Kanadas Beispiel zu folgen. Da aus der Kolonialkonferenz, so fährt Redner fort, deutlich her­vortrat, daß alle Kolonien gewillt sind, uns zukünftig eine Vorzugsbehandlung zu gewähren, so war es eine offene gegen uns gerichtete Drohung, daß, wenn wir nicht die Kolonien verhindern, uns eine Vorzugsbehandlung zu ge>- währen, wir dafür leiden müßten. Ich habe darüber keinen Unwillen oder Ueberraschung ausgedrückt, wie behauptet wurde, ich habe im Gegenteil erklärt, daß es mir durchaus natürlich schien, daß, solange Deutschland glaube, unsere Politik sei nur solche passiven oder überhaupt gar keinen Widerstandes, es wahrscheinlich sei, daß die deutschen Staatsmänner die Politik fortsetzen werden, die nach ihrer Ansicht im Interesse des deut­schen Handels liegt. Chamberlain schließt: Ohne rrgendwelche Ueberraschung oder Unwillen auszudrücken, machten wir uns vollständig klar, daß wir in Zukunft soweit wir als Regierung in Betracyt kommen, eine Fortsetz- ung dieser Vergeltungspolitik nicht zu lassen werden, ohne alle in unserer Diacht befindlichen Schritte zu tun, ich' ein Ende zut bereiten. Ich freue mich, daß wrr durch diese Erklärungen, die, wie ich annehme, von der großen Masse des englischen Volkes gutgeheißen wer­den wird, schon dm Erfolg erzielten, daß wir jetzt zu Verhandlungen über die Angelegenheiten aufgefordert wurden, tne wahrscheinlich zu einem be­friedigenderen Ergebnis führen dürsten, als die früheren, die vollständig fehlschlugen, toetl wir zugeben mußten, daß wir keine Waffen in der Hand hatten, um den Handel abzu­schließen. (Beifall.)

Nach Chamberlain führt Asquith aus: Die Dro- ung Deutschlands, von der jetzt gerade, bevor die Regierung in den neuen fiskalischen Feldzug ein getreten sei, soviel gemacht werde, sei dieselbe, die viel schärfer im Juni 1900 im deutschen Reichstage ausgesprochen, von der Regierung aber unbeachtet gelassen wurde. Er gebe zu, die Drohung des Freiherrn v. Richthofen sei unvereinbar mit Deutschlands Behauptung, es habe das Recht, Kanada als unabhängiges fiskalrsches Wesen zu behandeln. Würde der Kampftarif ohne Berechtigung auserlegt, so könnte das als feindlicher Akt bezeichnet werden. Die Meinung, daß wir erlauben sollen, daß man uns tritt, einfach weil die feindliche Haltung nicht das Land, sondern den Handel an­gegriffen habe, ist ein Wahn und nicht in der Freihandels- lehre enthalten. Worin die Opposition .sich wesentlich von denen unterscheidet, die von einer Wiedervergeltung reden, das ist die Frage der Art des Vorgehens. Die Wiedervergeltmrg ist die Waffe, die oft das Volk am meisten schädigt, das sie anwendet. Im Mlle mit Deutsch­land befinden wir uns nicht einer solchen Ljage gegenüber. Ich hoffe fest, die Angelegenheit wiÄ durch freund­schaftliche Verhandlungen geregelt werden. Die Ansicht, wir würden unser Fiskalsystem einer gründlichen Aenderung unterziehen, um einer Lage, wie der fraglichen, begegnen zu können, ist ein Gespenst, uiti) nur geeignet, unwissende und nervöse Personen zu erschrecken.

9lad). Asquith ergreift Balfour das Wort. Er sagt, er wolle auf die BeschuldigUTrg, daß die Regierung nichts tat, mit der Erklärung antworten, daß Deutschland Vor­stellungen gemacht wurden, welche den Verhandlungen ein ganz anderes Aussehen gaben. Er bestreite, daß im Jahre 1899 dieselbe Drohung fiel wie im Jahre 1903, und die früheren Bemerkungen, die übrigens nicht in der Depesche, sondern im Reichstage gemacht wurden, bezogen sich auf das Vorgehen in Barbades, daß mit Kanadas Vorgehen nicht zu vergleichen sei. Es würde behauptet, die Regier­ung tat zwei Jahre nichts, man müsse aber bedenken, daß dies Jahre waren, in denen England den furchtbaren Krieg mit Südafrika zu führen hatte und deshalb nicht in der Lage war, sich in Streitigkeiten mit den tontinentalen ^Nach­barn einzutassen, und daß Kanada damals finanziell durch das Vorgehen in Bar bad es, das mit Kanadas Vorgeheir gewesen wäre, würde die Regierung verpflichtet geroeijen sein, um jeden Preis zu Giulsten Kcuradas einzuschreiten. Er könne nicht ersehen, welche Politik Asquith vertrete. Sei er für durchaus passive Haltung, wenn gegen eine der eng­lischen Kolonien Ausgleichszölle zur Geltung gebracht würden, weil sie dein Mutter lande Vorzugsbehandlung ge­währen? Wie ich ihn verstand, müßten mir es als un­freundlichen Akt auffassen, Krieg zu beginnen, wenn

nur fiskalisches Vorgehen gegen uns unternommen wird! Aber ein Wiedervergeltungstarif ist weniger kostspielig und weniger zu tadeln als Krieg.

Kaiser Wilhelm und die Vereinigte« Staate«.

Unter dem TitelDer Traum des Kaisers^ widmet der LondonerDaily Expreßa dem Verhältnis Deutschlands zu den Vereinigten Staaten einen Leitartikel, der weniger wegen seiner in das Bereich der Bierbankpolitik zu ver­weisenden Zukunftsinusik, als vielmehr durch seine Bemerk­ungen über die Person und die Absichten des Deutschen Kaisers ein gewisses Interesse besitzt.

Man hat seit einiger Zeit bemerkt", heißt es in dem Artikel, daß der Deutsche Kacker keine (Gelegenheit versäumt, seiner Achtung vor den Vereinigten Staaten Ausdruck zu verleihen und ihnen eine Höflichkeit zu erweisen ..... Des Kaisers Haltung den Amerikanern gegenüber entspringt teilweise einer aufrichtigen Bewunderung ihrer Energie und ihres Unternehmungsgeistes, und anderer Eigen­schaften, die er gern in seinem eigenen Volke mehr entwickelt sehen möchte. (Man muß hierzu bemerken, daß ein englisches Blatt eigentlich keine Ursache hat, den Deutschen noch inehr Unternehmungsgeist und Energie zu wünschen, während man in England eben im Begriff steht, sich vor diesen Eigen­schaften der teutonischen Vettern durch einen Zolltarif zu schützen. Vgl. den heutigen ArtikelDeutschland und England".) Aber, heißt es weiter, sie hat auch eine politische Ursache. Se. Majestät ist der Ansicht, daß die Tendenz der internationalen Affaireu dem Ab­schlüsse neuer Bündnisse zuneiat, in denen Deutschland keinen Platz sinden dürfte, und in dieser Meinung hat ihn die kürzliche An­näherung zwischen Frankreich und Italien, sowie zwischen Frank­reich und England natürlich bestärkt. Deutsche Staatsmänner so­wohl wie der Kaiser rechnen mit der Bildung einer neuen Quadruple - Allianz, bestehend aus Groß­britannien, Frankreich, Italien und Rußland eine Kombination, der gegenüber Deutschland isoliert dastehen wurde."

In Anbetracht dieser und anderer Möglichkeiten erzählt das Blatt seinen Lesern weiter, wünscht der Kaiser vor­sichtig wie immer durch ein Bündnis mit den Ver­einigten Staaten den Mangel an europäischen Freunden auszugleichen. Außerdem rechne der Kaiser darauf, daß zu der Zeit, da all dies passieren könnte, die Flotte der Vereinigten Senaten einen, wenn auch nicht ent­scheidenden, so doch wichtigen Faktor in der Weltpolckik bilden werde. Die Zeitung ist aber der Ansicht, daß ein Bündnis zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten außerhalb des Bereiches der Möglichkeit liege, da die beiden Völker als solche zu wenig Berührungspunkte hätten. Die Kinder und Enkel der nach Amerika ausgewanderten Deutschen seien Amerikaner und nicht Deutsche, und diePreußen" wiederum hätten eine unüberwindliche Antipathie (I! Red.) gegen die Amerikaner und bezeichneten die Erzählungen von ameri* kanischen Errungenschaften mit Achselzucken alsamerikamschen Humbug". Demnach sei es so gut wie ausgeschlossen, daß die Bemühungen des Kaisers von Erfolg gekrönt würden. (DerDaily Expreß" wuß das wohl wissen. Red.)

Molitische Tagesschau.

Das angebliche Attentat auf Kaiser Wilhelm.

Die Attentatsgeschichte desNew Pork Herald" über den Anarchistenbesuch in Kopenhagen u. s. w. wird' in der dänischen Hauptstadt mit gesunder Skepsis ausgenommen. Denn 1. weiß man dort vorläufig nichts von einem bevor­stehenden Besuch Kaiser Wilhelms bei König Christian; 2. erscheint es lächerlich, daß Anarchisten nach Skandinavien fahren, um den Kaiser in Kopenhagen zu ermorden; 3. er­klärt die Kopenhagener Polizei, überhaupt keine Jnforma- ttonen von der amerikanlschen Polizei echalten zu haben. Die ganze Fabel scheint dadurch entstanden zu sein, daß eine Amerikanerin, die als Anarchistin bekannt sst, sich ihrer Gesundhett wegen in dem norwegischen Kurort Halling- dal niedergelassen hat.

Einer New-Porker Nachricht des Londoner Standard zufolge erklärte indes der Ches der Chicagoer Polizei O'Neill, daß an dem Gerüchte von einem geplanten Attentat gegen den Kaiser Wilhelm etwas Wahres fei. Man habe eine Warnung nach Berlin ergehen lassen. Der Polizeichef fügt hinzu, daß die Anarchisten heutigen Tages bemüht seien, ihr Ziel dadurch zu erreichen, daß sie durch die Arbeitervereine Unzuftiedenheit verbreiteten. Er sagte wörtlich:

Der Tag der Bombe, der Kugel und des Dolches als Mittel zur Vernichtung des Regierenden ist vorbei. Statt dessen hat eine eifrige Propaganda in der ganzen Welt begonnen, deren Ziel die Proklamation des Weltslreiks ist. Nach diesem Streik streben die Anarchisten. Statt sich in den Hinterhatt zu legen und Königen und Präsidenten aufzickauern, treten sie Arbeiterverbänden bei, in­dem sie gleichzeitig ihren inneren Verband beibehallen. Sie er­wecken bei den Arbeitern die Ueberzeugung, daß der Arbeiterstand niedergetreten ist, und daß die Arbeiter deshalb auf den all­gemeinen Streik hinarbeiten müssen. Es sind viele Anzeichen ba- ür vorhanden, daß der Tag dämmert, an dem Amerika mit dieser Frage zu tun haben wird."

Erweiterung des Arbeiterschutzes in der Tobakindustrie.

Ter bereits gestern von uns erwähnte erste Entwurf erstreckt s!ci> uid)t nur auf die Anlagen für Zigarrenfabri- kation, sondern auch auf solche gewerbliche Anlagen, in )enen Zigaretten, Ranch , Kan- und Schnupf­tabak hergestellt und fertige Tabakwaren s no­tiert werden, lief affen sind von den neuen Bestimm­ungen alle Anlagen, in denen nicht zur Familie des Unter-