Ausgabe 
24.4.1903 Zweites Blatt
 
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die Versammlung, die Wetterführung der Linie durch die

wirke den Interessen beider Stationen entgegen.

Vermischtes.

Ausland

Diner, das die Besitzer derNewyorker Staats-Ztg." zu Ehren deS deutschen Gesandten, Baron Speck von Sternburg, gaben, der Bürgermeister von Newyork das Kaiser- hoch auS. Er sagte u. a.: Vor Jahresfrist gewann Prinz Heinrich unsere Herzen. Wir Amerikaner sind keine Schau- spieler und fühlen die damals ausgesprochene Freundschaft noch heute. Es ist die Pflicht der beiderseitigen Diplomatie und Presie, die gegenseitige Freundschaft zu fördern. Ich rechne es mir zur Ehre an, auf das Wohl deS deutschen Kaisers trinken zu dürfen, der uns Achtung und Bewunderung als Mann, wie als würdiger Souveram eines großen Volkes gebietet. Vorher wies Baron Speck von Sternburg darauf hin, daß Friktionen zwischen Deutschland und der Union auch in der Samoa- und der Venezuela-Affäre sich stets als Mißverständnisie herausgestellt hätten. Die Presie beider Länder solle ihren Lesern die guten Seiten der anderen Nation vorführen. Da die Rivalität der beiden Nationen einem gemeinsamen Zivilisationsziel zuführt, konnten sie fried­lich zusamknengehen. Er leere sein Glas auf das Wohl dieses großen Landes und seines Präsidenten, der den Frieden, den Fortschritt und die Freundschaft mit Deutschland personisiziere. Andere amerikanische Redner und zur Vorlesung gebrachte Zuschriften betonten, wer behaupte, daß Amerika nicht Deutsch- werderu lands warmer Freund sei, sei unwissend oder böswillig und I

europäischen Jlavebala.il Ionen des 3. Korpsbereiches von Saloniki zur Unterdrückung des mazedonischen Banden­unwesens ungeordnet.

Aden, 23. April. Das von Berbera eingetroffene Transportschiff ,^ardinge" bestätigt das Gerücht, daß im Somalilande von der im ganzen 22U Dlann starken I englischen Streitmacht 10 Offiziere und 180 Mann gefallen find.

Montreal, 23. April. Die imkanadischenPar- (a ment eingebrachte Tarifnovelle bestimmt allge­mein: Es kann ein Zuschlag von einem Drittel des ge- lvöhnlichen Zolles aus tue Waren eines Landes gelegt lverden, welches kanadische Waren ungünstiger behondell als aridere. Der Zuschlag erfolgt auch, sofern die Ware nur im Wesentlichen ein Produkt des beire ft enden Lan» des ist, trotz Veredelung in einem arideren Lande, doch unbeschadet der Bestimmung des britischen Preferential- Tarifs betressend Veredelung in England. Der Finanz- mini ler bestimmt, welche Läiider dem Zuschlag upter- I Lienen und welche ausgenommen sind. Der Finanz- Minister ordnete die Erhöhung und Erhebung eines L)U- schlages gegen Deutschland an.

Kreis 1840 Mk. In Ettingshausen ist der Bau der Wasserleitung fast vollendet. Die Rohrleitungen und Hausanschlüsie sind fertig, sodaß die Bewohner schon daS Wasser rm Haus haben. Am Basiin wird noch gearbeitet. Die alten Dorfbrunnen sind bereits zugeworfen. Tie Gesamt- kosten werden sich auf nur rund 50000 Mk. belaufen, da die Leitung mit natürlichem Gefäll angelegt werden konnte. Die Quellen liegen in der Gemarkung Qucckborn.

garrenhändler Sonntag wieder.

§ Butzbach, 22. Slpril. Die feierliche Einführung des neuen Direktors unserer Real» und Töchterschule, Professor Karg von Friedberg, fand heute in Gegenwart eines Ver» treters deS Ministeriums, des Geh. Oberschulrats Nodnagel und der Spitzen der Lokalbchörden in der Realschule statt. Diese zählt jetzt 168 Schüler. Der gegenwärtige Bestand unserer Töchterschule ist 42 Mädchen.

K. B. Darmstadt, 23. April. JJn der heute nach­mittag stattgehabten Sitzung der ^Stadtverordneten! wurde zunächst der neugcwählte Beigeordnete der Stadt, Herr IOberingenieur Eckert, in sein Amt eingeführt. Herr Ober-i bürgcrmeister Morneweg begrüßte denselben mit einer kurzen Ansprache und vollzog alsdann die Vereidigung in I der üblichen Weise. Herr Beigeordneter Eckert dankte der Stadtverordnetenversammlung für das ihm entgegengcbrachte weitgehende Vertrauen und versicherte, daß er jederzeit gern I sein ganzes Können für das Wohl seiner lieben Vateriladl! Darmstadt einsetzen werde. Eine eingehende und lebhafte Debatte hatte man bei Vorlage über eine Abänderung in dem Vertrag der Stadt mit der Süddeutschen Eisen­bahn hinsichtlich der Vorortsbahnen erwartet.^ Tie An- gelegenen wurde jedoch ausgesetzt, da sich der Fmanzaus-^

schuß erst noch einmal ntf!)er damit veschchTsgen rora. oir erst vor einigen Monaten errichtete neue Strecke der städtischen elektrischen Bahn vom Ludwigsplatz bis zum Saalbau, wie

....schuß ton 10 816 000 Lst er- Im Hinblick hierauf schlägt der Finanz-

i Ueberwachung der Vertilgung der Blutlaus und der Mai» käfer, die alljährlich zu erfolgen hat. Da die .Blutlaus- und MaikäfervertilgungE bei vielen zart besaiteten Gemütern in der Stadtverordnetenversammlung ein gewisieS Gruseln er­zeugt, hat man sich schon im vorigen Jahr entschlossen, die ofsizielle Bezeichnung m.Obstbaumpflege-Kommission^ umzutaufen. Tie übrigen Gegenstände der Tagesordnung hatten lediglich lokales Interesse. Ter hiesige Zweigverem u tun cuii_i.ci.cii uuuu w , v e des Evangelischen Bundes hielt gestern »abend im Kaiser-

aber^ist ^für^uns eine ^Lebensfrage. Hücklicherweise stehen saal seine Jahresversammlung ab. Dem erteilten Rechen- mir mit allen fremdenM achten in freundscbaft- schastsbericht ist zu entnehmen, daß dem Verein im Laufe deS

Aus Hladl uiiö £aniL

Gießen, am 24. April 1903.

- Geheime Sitzung der Stadtverordneten. Auf der Tagesordnung standen gestern meist persönliche Angelegenheiten, die für die Bekanntgabe in der Oeffentlich» feit nicht geeignet sind. Von Interesse ist der Beschluß der Stadtoerordneten-Versammlung, den städtischen Ltraßen-i ke hrern für Nachtarbeit eine besondere Zulage zu gewähren. Das Verdienst bei den Nachtarbeiten wird erhöht.

- Vom Stadttheater. Wie wir erfahren, hat in der neulichen Vorstellung der .Fledermaus" nicht Frl. Kal» dem, sondem in deren Vertretung eine Choristin den Or» lofski gesungen. Frl. Kaldem hatte sich im letzten Augen» blick entschließen müssen, in den Souffleurkasten hinabzusteigen, da der Souffleur plötzlich auf und davon gegangen war.

Besitzwechsel. Wie wir zuverlässig vernehmen, wird das Lass Ebel an Herrn Brauereibesitzer Georg ! Bichl er um den Preis von 120 000 Mk. übergehen. Das DrachenhauS an der Schulstraße, Ecke Sonnenstraße, wurde von dem seitherigen Besitzer, Bauunternehmer Aber- mann, für 8 2 000 Mk. an Herrn Lristophersen verkauft, wobei der Verkäufer ein in Bad Nauheim gelegenes Haus für 33000 Mk. m Zahlung nahm. Herr Chnstophersen veräußerte seine Erwerbung für 7 7 000 Mk. an den Ci*

lassen. ,

* Zürich, 24. April. Im Kanton Wallis zerstörte eine neue Feuersbrunst das im vorigen Jahre teilweise nieder- gebrannte Dorf Agaren.

* Bozen, 23. April. Bei dem ungeheuren Waldbrande im Gebirge über Riva wurden 20 Lösch­arbeiter durch Steinschläge und Feuerbrände verletzt.

Lemberg, 23. April. In Uhnow im Bezirk Plawa Ruska brannten vierzig Häuser ab. Gleichzeitig wur-

Rechte hält also wohl dieses gesetzgeberische Werk nicht nur für .auf unbestimmte Zeit" sondem für .gründlich" vertagt.

Rede« in Amerika.

Wie aus Newyork telegraphiert wird, brachte auf einem

' Frankfurt a. O., 23. April. Im Regierungsbezirk Frankfurt a. O. kamen während des letzten Schneesturmes zwei Männer und eine Frau im Schnee um.

Halle a. S., 24. April. Ein desertierter Soldat deS 71. Regiments warf sich beim Transport durch einen Gendarm auf dem Sollstedter Bahnhof vor einen einfahrenden Zug. Der Kopf wurde ihm vom Rumpfe getrennt.

Kiel, 23. April. Ein erneuter Nord oft sturm, verbunden mit Schneetreiben, jagt große Wasiermasien aus der Ostsee in den KriegShafcn. Der Wasierstand steigt stetig, der Sturm nimmt zu. DaS Ermittelungsverfahren im Prozeß Hüssener ist beendet.

Ehristiania, 24. April. Große Unterschlag­ungen amtlicher Gelder wurden hier entdeckt. Em früherer Bürgermeister ist verhaftet worden.

'Paris, 23. April. Auf einer Kahnfahrt zwischen Nizza und Cannes sind ein junges Pariser Ehepaar und die Schwester der jungen Frau ertrunken.

'Rom, 24. April. Die Grundsteinlegung des Goethe denkmalS sindet am 6. Mai in Gegenwart des Kaisers, der Prinzen des italienischen KönigSpaares und der Be­hörden statt. Die Stadt giebt em Gartenfest in Monte Pineio. Der Bürgermeister von Colonna bat, auf die Er­öffnung Prof. Eberleins, daß der Kaiser die Kosten der Grund­steinlegung zu übernehmen wünsche, dies der Stadt zu über-

den Ausschreitungen gegen die Juden begangen.

Ein Gnadenakt des Königs von Lachsen. Gegen den Eigentümer des Simplizissimus, Albert Langen, wurde im Jahre 1898 vor dem Landgericht Leipzig eine Untersuchung wegen MajestötSbcleidigun g eingeleitet. Langen entzog sich der Strafverfolgung durch die Flucht und lebte seitdem teils in Paris, teils bei seinem Schwiegervater Björnson in Norwegen. Jetzt ist Langen nach fünf Jahren durch einen Gnadenakt des Königs Georg die Rückkehr nach Deutschland ermöglicht worden. Langen wird voraussichtlich seinen Wohnsitz in München nehmen.

' Das 18. Duell. Em rusilscher Adliger, Joanovitz

von Tschcrdiadieff, der sich bis vor kurzem in Kopenhagen aufhielt, überstand kürzlich sein achtzehntes Duell und, wie immer, ohne die geringste Schramme davonzutragen. Der letzte Zweikampf fand bei Hamburg statt und stellte den Grafen einem Landsmann, einem hohen Militär, gegenüber. Tscherdiadieff wählte am liebsten Sabel und greift nur, wenn diese kein rechtes Resultat bringen wollen, zur Pistole. Seine Waffe tötete bisher acht Menschen Angesichts des erst vierzig Jahre alten Haudegens ein ganz ansehnliches Resultat! In Dänemark kennt man Duelle eigentlich nui vom Hörensagen und betrachtete den Rusien daher als ein« phänomenale Sehenswürdigkeit.

' Ein Denkmal auf der Zugspitze. Dem oer- fiorbenen Teilnehmer der Südpolarexpedition Enzenberger soll auf dem Gipfel der Zugspitze, auf dem er die Wetter- roartete leitete, cm Denkmal errichtet werden.

Eine Million Dollar Entschädigung. Emer Meldung aus Newyork zufolge hatte die Central Railway Gd über eine Million Dollars für die Entschädlgungsan» spräche der bei dem Eisenbahnunfall Verunglückten zu zahlen.

Stockholm, 23. April.Aftonbladet" meldet miß Helsingfors: Gestern wurden verschiedene Haus^ch- unaen, so bei Baro n Born in öorolarß, bei dem Advo­katen Castren und bei der Mutter des Bavon Born in Helsingfors, abgeholten. Bavon Born wurde wegen einer Strafe von 30000 Ml. gepfändet, zu der er verurteilt war, weil er als Vorsitzender der Stadtverordnetcnversamm- lung es anläßlich der Soldatenausfd>reibung unterließ, die Stadtverordneten einzuberufen.Stockholms Tidningew meldet aus Helsingfors, daß der Bankvirektvr Gras C. | Mannerheim und der Großindustrielle K. Wolf! Be­fehl erhalten haben, binnen sieben Tagen Finl and zu verlassen. .

London, 23. April. Im Unterhaufe erklärte Premierminister Balfour, daß die Regierung beschlossen habe, an dem Bau der B a g d a d b a h n nicht teilzunehmen. Finanzminister Ritchie bringt das Budget ein und er­härt der Voranschlag von 19031904 beziffere sich tn den Ausgaben auf 143954000 Lst., in den Einnahmen au bet Grundlage der bestehenden Besteuerung auf 154 j .0 000 oft, sodaß sich ein lieber schuß ton 10 816 ( ilen würde. ....

Minister vor, die Ekn7v m m en steuer von 1 CHMing 3 Pence für ein Pfund Sterling auf 11 Pence herabzu- setzen und den Kornzoll aufzuheben. Durch die ----- .... w r

Herabsetzung der Einkommensteuer wurden sich^ die Ein- oorauSzusehen war, nur sehr wenig freauenttert wird, beschloß nahmen aus dieser Steuer um 8y» Millionen Psund der- Versammlung, die Wetterführung der Lime durch die mindern. Ferner würde die Aufhebung des Korn-olb^s eine Heinrichstraße bis zur Heidelbergerittaße, wo Anschluß an die Mindereinnahme von 2 Millionen P,nnd ergeben. Der M.- ° vorhnndem ist. Der

l 27' Msi Än^n Psun^jLlich' X: erfordert §000 Mk. Knsten! »mg.

setzen, von denen 5 Millionen zur Amortisation bestimmt Heiterkeit erregte olsbann die Wahl zweier Kommis,wnen zur werden sollen. Die Kosten des Krieges in Vpttttanna der Blutlaus und der Mar-

afrika und in China belaufen sich auf 217000000 Lst.

Die nationale Schu ld beträgt 7707<8000 Lst., wird aber im Jahre 1908, wenn keine Zwischenfälle eintreten, auf 694 000 000 Lst. herabgemindert sein. Trotz der Ver­mehrung des Heeres und der Flotte ist die Ausgabenlast ver­hältnismäßig geringer als vor 40 Jahren. Es ist zu hoffen, daß eine beträchtliche Herabse tzun g der Aus­gaben für das Hee r im nächsten Jahre oder in zwei Fahren eintreten Cann. (Beifall.) Eine starke Flotte aber ist für uns eine Lebensfrage. --------------. , . , ~ t t

mir mit allen fremdenM ächten in freundsckast- schastsbericht ist zu entnehmen, dag dem Verein tm Laufe des lichen Beziehun gen. Unsere Flotte muß wachsen, so Jahres 91 neue Mitglieder beigetreten sind und sich bte Ge- Lange die anderen Flotten wachsen. Ich freue mich zu be- samtmttgliederzahl auf nahezu 1200 beläuft. Der Verein hat I merken, daß die Anzeichen nicht fehlen, daß einige unserer gesellige Familrenabende abgehalten und die hier bestehende Nachbarn wünschen, i h r e n A u s g a b e n für die Gemeindepflegeschule, sowie die Kinder- und Stnckschulen mit Flotte ei" ,H alt" AZurnsen. ^rr begrüßen bief ' namhaften Beträgen unterstützt. Die Versammlung genehmigte oa^wenn sle^lche^Palttlk^mnchine'n und"an iHr^sest^l"n darauf^den e.w'a°° Mk betragenden «oranschlag und werden, toix bLüroiUig und loyal dem Vorgehen folgen bewilligte 750 Mk. zur J

ivcluciu I tahgfeü m Darmstadt. Nachdem alsdann der aus 2o JJlit-

,^^^^Neapel, 23. April. Der Herzog der Abruzzen, der gliedern bestehende Vorstand wiedergewählt war, nahm die deutsche Kronprinz, Prinz Eitel Friedrich und. der Versammlung noch einstimmig den Antrag an, eine drei- Herzog von Braganza begaben sich heute zur Begrüßung gliedrige Deputation in betreff der Aufhebung des Artikels 2

------ . des Königs von England an Bord seiner JachtKönig sogenannten Jesuttengesetzes an Herrn Staatsminister jDcllildllS llfidl* Eduard erwiderte den Besuch des deutschen Kronprinzen otbe zu entsenden

Vertin 23^wri Vom Kuch des Kaisers aus Bord desSaphir. Auch n i g Ge o r g » o n © a<&- Mne TiHeiluiifleit aus Hessen und den

zer LarVdurfwL^^ch^geL ^ber?chtkt: Allgemein |len April. Der italienische Pot- Nachbarstaaten. Don Ober-NoSbach nach Nieder-

hatte man erwartet, daß der Kaffer an dem unlängst in r^a|ter Malaspina unterstützte einem ihm erteilten 2luf- o § b a $ ist der Neubau einer ^^sstraße proiektlett, von Eisenach errichteten herrlichen Bismarckdenkmal > entspremend die Schritte des östteichischen Botschas- den Kosten entfallen auf den Staat 2760 Mk., aus die Ge­halten werde. Da er aber bei der Vorbeifahrt gerade nach Aaron Calice und des russischen Botschafters Sinow- meinden 920 Mk., auf die Provinz 1840 Mk. und auf den der entgegengesetzten Seite grüßte, hatte er es nicht bemerkt. fleftern im TMiz und auf der Pforte. Bei dem - ---- ~

Der Großherzog hatte das Festmahl in einer der altehrwur- des Bergrückens Zlatorh gelegenen Dorfe Zabrecani

Ligen Burg entsprechenden Weise bereiten lassen 2>em- nöxIi(f. ^on Pnlep im Wllajet Aionasrir fand ein Z u.s a m - gemäß war der Text zu den Speisekarten ui alldeutscher I m c n n 0 ft türkischer Truppen mit einer 23 Mann starken Sprache verfaßt. Der Speisenzettel war ^ stilgerechter Baude statt. Diese rettete sich durch Werfen

Weise ausgefuhrt. WelchesJullreste der Kai,er diesen Kunst-1 on amit unter Zurücklassung von sieben Toten und blättern entgegenbringt, eihttlt daraus, daß er sie sammelt Berwundeten. Die Türken hatten seck-s Tote und sieben und einige sogar unter Glas und Rahmen ui seinem Salon- Verwundete. Außer der bereits gemeldeten Mobilmach- Wagen aufbewahrt. c c, . una von 24 kleinasiaiffchen Redifbataillonen für das Wilajet

Die Nachricht derFrkf. Ztg.", daß die Verhand- ^sküb wurde die Einberufung von sechs, eventuell mehr,

lungen mll Rußland, Oesterreich uno der Schweiz über neue ' ~ =«-

Handelsver träge schon ziemlich well gediehen seien, eilt nach demBert. Tagebß", den Tatsachen voraus. Bis jetzt fei weder mll Rußland, noch mll Oesterreich und der Schweiz über neue Haiwelsverträge verhandelt worden. Wann die Verhandlungtln beginnen werden, darüber sei noch feine Bestimmung getroffen worden.

91 ad) tz 3u Ziffer 19 der b an des rötlichen Ausfuhr- ungsbestimmuilgen zum F le i s ck)b e sck>a u g e s e tz sind die durch Ausblasen von Luft üeräiioerten Fleischtelle euischlleß- lieft der Lungen als untauglich zum Genüsse für Menschen anzusehen und daher von dem Fleisd)beschauer zu, bean- staiwen und vorläufig zu l,cschlagliah»iien. Das bisher ui manchen Orten üblich gewesene Verfahren der Metzger, Fleisd), insbesorwere die Lungen der Sd>lau.)ttiere, mll einem Blasebalg ober gar mit dem Munde aufzublasen, ist sonad) Nicht^meh^ rulässlg-^n^ng erfahrener praktischer Aerzte als Reichstagskandidaten plädiert Dr. Richard Landau (9kümberg) imAerztlid)en Dereinsblattt'. Bei den gegenwärtigen sozialen Kämpfen des ärzttichen Staiides, der in Deutschland 27 000 Angehörige umfaßt, ist eine an­gemessene Vertretung im deutsd-en Reichstage wohl gerecht­fertigt Es wird daraus hmgewiesen, daß eben in den fran- iötifdjen Senat 18 Aerzte entsandt wurden. Eine Partei, der es gelingt, einen ooer mehrere tüchtige Vertreter der Aerzteschaft in den Reichstag zu führen, wird sicher diel Sympathie dieses einflußreichen Standes gewinnen.

Der Deutsche Verein für Frauenstimmrecht bat an alle liberalen Parteien und deren Ortsvereine die Aufforderung gerichtet, bei der Agitation und den Wahl- arbellen sich der Mithilfe der Frauen zu bedienen und dieselben zur Beteiligung an den Wahl arbeiten beson­ders heranzuziehen, wo die Laiwesgesetze es gestatten, Frauen als ordeiMiche Parteimitglieder in die Lokalvereine auszunehmen. Ferner richtete der Verein an den preußi- scheu Oberkirchenrat eine Eingabe um Verleihung des Ge-! rneindewahlrechts an Frauen. Die Eingabe wird damll be­gründet, daß hauptsädslich Frauen an allen kirchlichen Ver­anstaltungen teilnehmen unb es dashalb ein Akt der Ge­rechtigkeit sei, ihnen bei der Anstellung der Geisllichen und bei den übrigen Angelegenheiten der kirchlichen Selbstver­waltung das Bestimmungsrecht zuzugestehen. Man habe mll dem F-rauenstimmrecht in den kirchlichen Gemeinden von 9iorwegen, Sdpveden, Island, einzelnen Schweizer Kan­tonen der reformierten Gemeinde in Hamburg, sowie in Australien und Amerika die günstigsten Erfahrungen ge­macht, rocldie beweisen, daß diese zeitgemäße Forderung im eigenen Interesse der Kirck)e liegt Dasselbe Gesuch soll auch sämtlid-en Kirdsenbehörden der übrigen deutschen Bundesstaaten zugeheu.