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Die Stijiihmg aller ichMMN. 2er Antrag, dürtzermeifter des Meises )iung des gesetzmäßigen ichung einer wisienichajt- raterials für eisorderlnh, is zum Beginn des 19. Platze zu sammeln unter len Eigentumsrechts ber nähme. Mit ber hierau, mteressMten Schloss »u je unb anderer noch wr- bie Lerhanblungen ubtr i Abschluß- bt Stirn H-h!»"-» "' „aibad) »o« ei®"'"*.'
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BiebenfoPt c‘.^öct „otben „tat"5 y<063 * *litb“s"ber|al ^gtuPP6, ihrc i. Ber- 11t m den aus öic Äiitgl'ed^ . Kranken- fachverlia" liegt, oMs M ^>2 -st*-**
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Trauben 00—00 Pig.
Telephonischer Kursbericht
i? ra» k 1 urt m. 24. Februar
Tendenz: besser
Kirchliche Kuchrichtcn.
Evangelische Gemeinde.
Ja der Stadtkirche.
Mittwoch den 25. Februar, abends 6 Uhr: 1. PassionSandacht.
Pfarrer Schlaffer.
nison von Bohocle in Verbindung mit Mudug steht, toiift Obbia als Operationsbasis b.-nutzt werden.
London, 23. Febr. Unterhaus, ©ren bement, et liege fein Beweis dafür vor, daß die Regierung die Pläne zur Verteidigung des Re-ches geprüft habe. Ter Plan Brod- rick's fei zu stände gekommen, bevor er durch den Ausschuß für die nationale Verteidigung geprüft sei. Man mäste einen bestimmten Unterschied machen zwischen Truppen, die tm Auslande zu operieren hätten, und denjenigen, die zur Verteidigung Englands bestimmt seien. Er stimme mit Beckett in der Anschauung überein, daß die Frage deS Schutzes der Nordwest-Grenze Indiens ein Phantom sei. ES werde für Rußland schwerer sein, 200000 Mann an diese Grenze zu werfen, als es für England gewesen sei, 200000 Mann nach Südafrika zu schaffen. Wenn Rußland diese 200 000 Mann
. 102.90 . 93.25 . 103.00 . 93.10 . 101.25 . 100 00 . 103.35
101.05
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5u/0 Mexikaner 4*/t /, Chinesen Electric, bei ackert Nordd. Lloyd . . hreditaktien .
DisKonto-Kommandli DarinntMter Bank Dresdener Bank .
Ber iner Handelsges OcBterr. Btaatobahn Lombarden . . Uotthar ibahn . . Laura..ütte . . . Bochum .... Harpener . . .
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. 25.85
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. 97.10 . 217.00 . 196.50 . 140.40 . 149.30 . 160.10 . 148.90 . 15.40
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.Einen scliönenTeint erzielt man nicht durch ichar'wirkende sog. SchörcheitS- mittel, sondern durch vernüninge Hautpflege; hierzu eignet sich in ganz hervorragender ’lbeiic nach ärztlichen Aussprachen die „Paient-Myrrholin-Seffe". So schreibt em bekannter Arzt über dieselbe: In einem Falle von unreinem Teint, der bisher altlen Seifen trotzte, einen glänzenden Eriolg erzielt. Man nehme zum täglichen Gebrauch nur die „Paieut-DlyrrhoUn-Leite". Uederall, aucbThii Apotheken, eroälilicb, rooielbit auch die 400 hochinteressanten Myrrholin-Bitder gratis zu haben sind.
fit durch Wehen mit den Taschentüchern oder durch Werfen von Blumensträußen die Pferde beunruhigen oder sonst m einer Weise ihren Gefühlen Ausdruck geben, die zwar begreistich Ul unb der Absicht nach auch als berechtigt anerkannt werden soll, die aber den den allerhöchsten Herrschaften schuldigen Respekt außer acht läßt und zu einer Belästigung derselben ausartet. Bekanntlich sieht es der Kaiser nicht gern, baß bei seinen Bewegungen im Freien bie Polizei allzu ängstlich bemüht ist, Neugierige von ihm fern zu halten, daraus aber sollten alle einsichtigen Personen Anlaß nehmen, nicht nur selbst derartige Belästigungen zu unterlaßen, sondern auch an ihrem Teile dahin mitwirken, baß ben Majestäten ber Genuß ber frischen Luft in Berlin nicht durch Zudringlichkeiten Einzelner verkümmert werbe, was sich leiber in letzter Reit roiebcr öfter bemerkbar macht. Bei dieser Gelegenheit sei auch darauf hingewiesen, baß e§ ebenfalls eine unnütze Belästigung ist, wenn immer noch einzelne Personen versuchen, dem Kaiser Bittschriften unb ähnliches auf besten Spaziergängen persönlich zu überreichen. Derartige Schreiben kommen ebenso sicher an ihre Adresse, wenn sie der Post zur Beförderung übergeben ober im Schloß, beim königlichen Hof- marschallarnt, abgegeben werben.
• Eine neue Skanbalgeschichte. Aus Schwerin oird berichtet: Auch unser kleines Lanb hat seine großen Affairen. Die das höchste Aergernis erregenben Vorgänge am Hofe, mit denen bie Mutter bes regierenben Herrn in enget Verbindung steht, sinb öffentliches Geheimnis. Die Skanbalgeschichten, bie man öffenlich in Bierhäusern von ihr erzählt, übertreffen noch bie sächsischen Hofereigmste. Es soll sich nämlich um eine Entbinbung ber Witwe handeln.
• (£rbbeben. Wie bie /Lost. Ztg." aus Prag meldet, würbe ein schwaches Erbbeben in Asch (Böhmen) unb anberen Orten bes Erzgebirges wahrgenommen.
• Stavanger, 23. Febr. Mit bem hier beheimateten Dampfer , jacheren' kamen heute vier 3)lann von bem deutschen in Geestemünde beheimateten Fischbampfer »Fried- tich 'Ulbert*, Kapitän Buschen, an. Der Flschbainpfet strandete am 19. Januar an ber isländischen Küste. Die Besatzung, 11 Mann stark, rettete sich auf eine kleine Sandbank, wo der erste Maschinist unb ein anberer Mann starben. Der Steuermann versuchte eine größere Sand- bank schwimmenb zu erreichen, verschwanb aber spurlos. Die Schiffbrüchigen erreichten bas Lanb in einem selbst- gebauten Boot unb kamen sehr ermattet elf Tage nach ber Strandung in Reikjaock auf Island an, wo sich z. Z. noch fünf Mann befinden.
* Ischl, 23. Febr. Nach zweitägigem Sirocco mit angewöhnlich hoher Temperatur ist ein heftiger sogenannter Schlamm regen niedergegangen.
• Sebastopol, 23. Febr. Zehn Matrosen, die sich oon dem Panzerschiff „Tschesma* ans Ufer begeben wollten, stürzten ins Wasser und nur einer von ihnen konnte gerettet werden.
an bie Grenze geworfen hätte, bann stehe cS noch vor ber Aufgabe, bie Grenze zu überschreiten. Im Falle von Verwickelungen in Europa sei es aber allein bie Marine, auf die Englanb zu zählen habe. T,e Weiterberatung würbe hierauf auf morgen vertagt.
Rotterdam, 24. Febr. Ein Sozialistenblatt publi- zierte gestern abend geheime Weisungen, welche angeblich die Eisenbahndirektion an bie Bahnvorsteher richtete für den Fall eines etwa ausbrechenden Streikes. Sobald ein Telegramm mit dem Wort: „Autorität" eintrifst, sollen Ausnahme-Maßregeln in Straft treten zur Sicherung des Verkehrs. Tie Telegraphenämler erhielten angeblich Skb jung, die Depeschen der Streiksührung zur Proklamation des Generalstreiks nicht zu befördern.
Madrid, 24. Febr. Der Heralbo bezeichnet die Eir- kularnote des Ministers des Innern betreffend bie nächsten Wahlen als Staatsstreich unb fordert bie Opposition auf, sich zu einigen, um bie Wahlenthaltung burchzusetzen und nur ein einziges Mitglieb ber Opposition m bie Kammer zu ent- fenben, um gegen bie Gesetzwibrigkeiten zu protestieren. Die Ministeriellen bekämpfen bie Anschauung bes Blattes unb erklären, ber Minister habe durch bie Rote beabsichtigt, Wahl, fälschungen zu verhinbern.
Mabnb, 24. Febr. Der „Heralbo" melbet aus Ceuta, baß ber Prätenbent Buhamora zu ben Kabylen- stämmen flüchtete. Zwei Stämme bleiben ihm treu.
Barcelona, 24. Febr. Die Kunsttischler traten in ben Ausslanb. Da sie Ausschreitungen begingen, würben mehrere Verhaftungen vorgenommen.
Locarno, 24. Febr. Im Lago Maggiore wurde ein altes römisches Schiff aufgcfunden. Die italienische Regierung beabsichtigt, sorgfältige Untersuchung und Hebungsversuche anzustellen.
Wien, 24. Febr. Prinz Philipp von Sachsen» Eoburg-Gotha läßt im Fremdenblatt durch seinen Rechtsanwalt Dr. Backrach alle vom Abg. Dascynski im Abgeord- netenhause in der Angelegenheit der Affäre Mattachich gegen ihn eingebrachten Behauptungen und Beschuldigungen als böswillige Erfindung bezeichnen.
Wien, 24. Febr. Hier verlautet, daß zu Ostern zwischen der ersten und zweiten Lesung der Ausgleichs- Vorlage eine nationale Veränderung im Ministerium Körber eintreten werde. Dr. von Rezek, der die Tscheck)en durch seinen nationalen Gleichmut beleidigt habe, werde ausso-eiben und an feine Stelle der frühere Vizepräsident des Abgeordnetenhauses, Kramarz als Landmannminister einireten. Gleichzeitig soll ein Deutscher zum Minister ernannt werden, und hierfür ist Defchatta von der deutschen Volkspartei ausersehen. Die Liberalen protestieren dagegen, daß das Deutschtum im österreichischen Ministerium durch einen LanoSmannminifter ver- treten [ein muß, und sehen in dem Tschechen Kramarz einen Feind.
Salzburg, 24. Febr. Leopold Wölfling hol infolge finanzieller Schwierigkeiten den (Ente schlug gefaßt, Gens zu verwaisen uno nach Amerika zu reifen, um dort als See-Offizier in die amerikanische Marine einzutreten. Ter Großherzog von Toskana bezahlte alle Schulden, die von Wölfling vor seiner Flucht gemacht worden sind. Seine Bitten um weitere materielle Unterstützung blieben unberücksichtigt.
So s ia, 24. Febr. An hiesiger zuständiger Stelle will man noch immer in Unkenntnis sein über den Text der rnacedonischen Reformnote, und man erklärt, lediglich zu wissen, daß sich die Reformen auf die bekannten drei Punkte bcschränien: Ernennung eines Reform4sbom^ missars durch den Sultan mit dreijähriger Amtsdauer, Steuererhebung durch die Ottoman-Bank und Einstellung europäischer Offiziere und einheimischer Christen in bie Gendarmerie. Die hiesigen Regierungsireise zeigen sich von diesem Programm nicht entzückt, scheinen aber einigen Trost in der von mehreren Mähten eihaldenen Zusicherung zu finden, daß sämtliche Mächce auf oer Durch,ührung dieser Punkte unbedingt bestehen werden.
Fez, 24. Febr. Der Kriegsminister machte auf seinem Vormarsch gegen Tazza einen größeren Umweg, um bie aufrührerischen Kabylen des Hainaz-Ltammes zu befirafen. Die regulären Truppen sollen aber eher geneigt sein, bie Rebellen zu unterstützen, als sich gegen sie zu wenden.
^rif|ha|lrn der UrdalNion.
(Auouyme rlufragcu bleibcu unberücksichtigt.)
31. P. Dr. Saame, ein früherer Schüler des ProfefforS (Sunbermann.
2,00—2,40 Alk., Gause pr. Psd. 54—60 Pig., Ochsenfleisch pr. Pfund 61—76 Pfg., Ruh- unb Riudsteisch pr. Pfund 60—66 Psg^ Schweinefleisch pr. Pfund 66—76 Psg., Cchweinesleisch, gesalzen, pr. Pfund 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 66—72 Pig^ paminelfleisch pr. Pfund 52—72 Psg., Kariofseln pr. 100 Rar. 6,00—7.00 Ml., Weißkraut per Stück 00—00 Psg., Zwiebeln pr. Zentner 6,00—7,00 Alk., Milch per Liter 18 Psg. Aepsel per Psd. 0—00 Psg, in Körben 00—00 Pig.
Wiverlilüls Nachrichten.
— Im Leutschen Reiche kam im Jahre 1902 1 Arzt aus £000 Einwohner, in den größeren Städten 1 Arzt auf 1868 bis 621 Elnivohner, und auf dem Manbe war alles reichlich mit Aerzlen ver-sorgt. In Berlin war jeder vierter Arzt Spezialist, in ben übrigen Städten jeder dritte, und es gtebt kaum drei Städte über 20 000 Einwohner, in denen nicht wenigstens Augen- und Ohrenärzte Praxis betreiben. Tie Zahl der Zahnärzte hat sich feit 1876 vervieriaeyt (1902: 1800). Tiefer trüben Aussicht gegenüber herrscht tm ganzen Lande Mangel an Philologen unb '1)1 a 11) e-^ ma tifern, so daß zurzeit allein in Preußen 6uO Lehrerstellen an höheren Schulen rinbesetzt sind. Es ist em Fall bekannt, in bem sich, wie vor etwa 25 Jahren in einer Gymualialstadt Ostpreußens, zwei Städte Sachsens und eines thürlngifchen Staates um einen Studenten der Mathematik, den sie mit 150 Mk. monatlich besolden wollten, bemühten, da es ihnen unmöglich war, einen examinirleu Fachmann zu bekommen. Tie Zahl der Theologie Studierenden verininderte sit ch seit Sommersenrester 1890 bis Sommersemesler 1901 um die Hälfte (4536 : 2286/ und sank auc den verschiedenen Landesimiverstlälen ständig, so in Berlin von 686 auf 274, Erlangen von 290 auf 175, Jena von 113 auf 45, Tübingen oon 432 auf 271, Heidelberg von 91 auf 57, Gießen ion 106 auf 67 u. s. f.
Die Heidelberger Studentenschaft brachte dieser Tage dem zum Proretlor für das kommende Sludieiljahr geivähllen Geh.^Rat E z e r n y einen Fackelzua. 9iach der Begrüßung durch den Stu- denteliausschub hielt der Prorektor eine Ansprache an bie Kommilitonen, in der er u. a. folgendes sagte: „Ende des kommenden Semesters freuen wir uns nun, die Safulaiieiev ihrer (der Universität Wiedergeburt aus jesuitischer Versumpfung feiern zu dürfen. Ter glorreiche Großherzog Karl Friedrich hai durch seine liberalen Institutionen Freiheit der Forschung und Lehre auf unsere Fahnen geschrieben, unb unter diesem Zeichen hat die Universität Heidelberg im vergangenen Jahrhundert glänzende Siege des Geistes errungen, und wird, so Gott will, auch fernerhin ihre weithin strahlende Macht als unbezwingliche Feste des freien Gedankens unb besonnenen Fortschritts für lange Jahrhunderte bewahren."
Paris, 23. Febr. Tie Akademie der Wisienschaften wählte den Bakteriologen Profesior Robert Koch zum auswärtigen Dlitglied.
Bern, 23. Febr. Infolge des anormalen Zudranges russischer Studentinnen und Studeiiteii sind an der medizinischen Fakultät ber Universität Bern zum Nachteil ber Berner unb anderer Schweizer Studierenden unhaltbare Lerhälinisfe entstanden Auf eine Interpellation des Großratsmitgliedes Bühlmann erklärte der Erziehnngsdirektor Gobat, verschiedene 'Maßnahmeli würden getroffen werden, um die bestehenden Uebelfmnbe zu beseitigen.
MoSlau, 23. Febr. Tie hiesige Universität wählte Profesior äbnard Ze Iler- Stuttgart, den Slavisten Professor I a g i c - Wien und den amerikanischen Historiker L e e zu Ehrenmitgliedern.
Herr Med.-Rat Proi. Dr. R. in' Für H 60 RUI ID 611 ■ A., ding.Arzt desKinderkranten" __‘__________—------- hauieS icyreibt: Atu „LbermeyerS Herba-Lene" habe ich ut mehreren fallen von chronischen Ausschlägen u. Wundiem bei Kindern gute 2He|uliate erzielt. Z. h. o. Llck. 75 Pig. u. AL 1^5 u all. Apotheken u. erogenen, yabr. I. Stoib, Hanaii. Best.: 9O°/o eene, 3% Arnika, 2% Salbei, D<asierbecherkrt. 3,5 °'o Hanikrt.
Jlfiirllf yirli)iuujrii.
Originaldrahtmeldungcu des Gießener -lnzeigerS.
Diainz, 24. Febr. Die Polizei verhaftete gestern bei einem Einbruch zwei elegant gekleidete Männer unb brachte sie auf bie Wache, wo man sie in verschtebenen Zellen einstweilen intemicte. Während man nun den einen verhörte, schnitt sich der andere den Hals ab. Die hierdurch entstehende Verwirrung benutzte der andere, um zu entfliehen.
Berlin, 24. Febr. Ein schwerer Mißgriff der Polizei beschäftigte die 4. Strafkammer des Lanvgerichts II. Wegen Freiheitsberaubung und Nötigung unter Mißbrauch seines Amtes wurde der Amts- und Ge- meindediener Klette aus Friedenau ang.Lagt. Den Tatbestand, welcher der Anklage zn Grultde liegt, schildert das Opfer des Mißgriffs, der Buchhalter Friedel aus Schöneberg, sehr eingehend. Derselbe war von dem Angeklagten nach einem Woruvechsel auf der Straße sestgenommen und nach der Wache gebracht worden und, uls er dort verlangte, vor den Leutnant geführt au werden, erwiderte der Angeklagte: „Auf der Polizei bin ich Höchstkvmmandierender, wir haben hier keinen Leutnant, hier habe ich zu befehlen." Erst nach einiger Zeit wurde der Verhaftete wieder entlassen. Der Angeklagte führte im Termin zu seiner Entschuldigung an, er habe auf Anarchisten fahnden sollen, da die Polizei benachrichtigt worden sei, die Anarchisten hätten ein Attentat auf den König von Italien geplawt. Diese Angabe wurde durch einen als Zeuge vernommenen Kriminalbeamten bestätigt und dahin ergänzt, daß der Landcat des Teltower Kreises kurz vorher den Befahl erlassen habe, auf die Anarchisten streng zu achten, weil diese ein Attentat auf den Köllig von Italien, der zum Besuch am Berliner Hofe erwartet wurde, geplant häUen. .Vor allem sollte auf die Ausländer geachtet werden. Tro^ dieser Angaben hielt der Gerichtshof die Handlungsweise des Angeklagten für überaus leichtfertig und für eine schwere Gefährdung der persönlichen Freiheit und erkannte auf vier Monate Gefängnis. — Das Strafverfahren, welches gegen den Dr. phil. Riedel wegen SiUlichreitsoerbrechens schwebt, ist eingestellt worden, während das Ecmiltelungs- versahrcn gegen den Professor Mendelssohn, der desselben Vergehens beschuldigt wird, seinen Fortgang nimmt- In derselben Angelegenheit wird noch ein Arbeiter von der Staatsanwaltichast steckbrieflich verfolgt. — Für die Abschaffung der Tchcaterzensur sprach s.ch eine stark besuchte öffentliche Versammlung aus, die vom Verein llrheberschutz einberufen war. Der Andrang war so groß, daß der Saal polizeilich gesperrt werden mußte.
Berlin, 24. Febr. Der Kaiser wird, obgleich offi- Aielle Festspiele in diesem Jahre dort nicht stattfinden, doch Anfang Juni nach Wiesbaden kommen und im Hofiheater mehrere Aufführungen neu inszenierter Werke sich ansehen. Mit der Inszenierung wird sich Intendant v. Hülsen, der jetzt wieder in Wiesbaden weilt, persönlich befassen.
Berlin, 24. Febr. Die Tänzerin Miß Isadora Duncan gedenkt in Berlin ein eigenes kleines Theater für ihre Tanzaufführungen zu errichten. Amerikanische Baumeister sollen mit der Ausführung des Baues betraut werden.
Berlin, 24. Febr. Ter Zustand des Zentrums-Abg. Dr. Am Zehnhos, der wählend seiner gestrigen Rede im Abgeordnetenhause oon einem plötzlichen Unwohlsein befallen wurde, hat sich wieder gebessert. Dr. Am Zehnhof ist noch gestern abend nach Köln abgereist. Seine Erkrankung gieot zu Tefarcdtungen feinen Anlaß.
Leipzig, 24. Febr. Wegen Entwendung einer großen Anzahl wisienschaftlicher Werke aus der Uni» oersitäLs-Bibliothek wurde ein aus Buchholz gebürtiger Student verhaftet. Derselbe hatte die Bücher bereits verkauft.
Stuttgart, 24. Febr. Der Kunstmaler Prof. Peters ist, 84 Jahre alt, hier gestorben.
Stuttgart, 24. Febr. Auf der Filderbahn ereignete sich ein schweres Unglück. Bei der Station Landhaus ent gleiße bie Lokomotive eines Zuges unb stürzte um. Durch das Ausströmen des heißen Dampfes erlitten der Lokomotivführer unb der Heizer schwere Verlegungen. Der Erstere ist am ganzen Körper schwer verbrannt.
Lonbon, 24. Febr. Die Morgenblätter kommentieren bie Debatte im Unterlaufe über bie 9t eorganif ation ber Armee. „Daily Expreß" ist entrüstet barüber, baß ber Kriegsminister jede Kritik als beteibigenb zurückwieS.
Lond on, 24. Febr. Aus L b v i a w-.ro gemeldet: Das englische Expeditionskorps wird sich in den ersten
3Vt% 3"/u 3V,»/o Oü/o -'/«0/n
6% überliessen . . . 4% Oesterr. Goldrente . .
4',j% Gestern, bilberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4°/. ItaLen. Rente . . , 4*/,% Portugiesen . . , ■°/ Portugiesen. . . .
1% C. Türken . . . Lückenlose.....
4% Uneoh. Monopol -AnL V äussere Argentiner
Submissions-Kalender.
26. Februar. Alsfeld. Großh. Hochbauamt. Vergebung der Rohbauarbeiten zur Erbauung einer Oberiörsterwoynung in Ulrichstein. Bedingungen^ gegen Erstattung der Selbstkosten. — 26. Februar. Darmstadt. Diädt. Wasserwerks-Verwaltung. Lieferung des Bedarfs an Kohlen für die Pumpstation des städtifchen Wal'fer- werks. Bedingungeu ebenda. — 27. Februar. Tarrn st a d t, Städt. Wasierwerks-Verivaltung, Waldstr. 19. Lieferung des Bedarfs an Abfperrfchiebern und Hydranten für das Aerwaltungsfahr 1903,04. Bedingungen 0,50 Mk.
Handel und Ucilichr. yolliüiuidfdjafL
— Der Aufsichtsrat der Köuigöbergcr BereruS-'L>a«k hat befchloffen, der Generalverfammlung für das Eefchä'lsjahr 1902 die Verteilung einer Twidende von 6 vEt. vorzufchlagen.
Märkte.
Gieß'eu, 24. Febr. Mark tbe richt. Auf dembentigenWochenmarkt kosteten: Butterpr.Pid. 0,80—1/X) Akk., Hühnereier 1 St. 6—7 Pfg., 2 Sick. 00—00 Pfg., Gänfeeier 00—00 Pfg., E-Ueueier 0—OPig., aafe Dr. Stck. 5—8 Pf., Käfemaite 2 Stck. 5—6Pfg., Erbjen pr.Liter 21Pig^ 3infen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr.Paar OM—1,20 All., Hühner pr. Su


