tw., Tarmnadl.
Henneberg-Seide
ruftand der zurzeit bestehenden, vor 1900 geschlossenen Ehen sich darnach richtet. Mit dem 1. Januar 1900 nämlich sind zufolge Einführung des B. G.-B. die genannten älteren Rechte in absoluter Weise aufgehoben morden; und hieraus erwuchs- »der Gesetzgebung die Obliegenheit, den Rechtszustand dieser Ehen mit möglichster Beibehaltung der bisherigen Lage dem B. G.-B. anzupassen, unb dies ist durch das hessische Ausführungsqesetz geschehen, worauf unten mit wenigen Worten zurückzukommen ist.
nur direkt! — schwarz, weiß n. farbig, o. 95Pp. bis Mk. 18 —p. Sölct., für Blouson u. Roben, Franko u. schon ver»
Durch welchen Umstand der Wagen in Brand geriet, ist noch nicht aufgeklärt. — Atlasbleicement ist von der Fabrik technischer Produkte Atlaswerke in Frankfurt a. M. ein Bindemittel benannt worden, welches dazu bestimmt ist, Eisen und Stein miteinander zu verbinden, d. h. als Ersatz für Blei und ähnlich wirkende Stoffe, als sogenanntes Metallcement, Verwendung zu finden. Derselbe kommt in Tafeln in den Handel. — Erledigt ist die Stelle eines Amts dien ers bei der Großh. Babedirektion Bad Nauheim (dieselbe ist den Militäranwärtern Vorbehalten).
— Mittel gegen Zeitungsborger. So mancher Abonnent ärgert sich, wenn der Nachbar, der zu geizig ist, eine Zeitung zu halten, aber doch wissen möchte, was in derselben steht, öfter oder sogar regelmäßig zu ihm schickt mit schönem Gruß und man möchte so gütig sein, ihm auf einen Augenblick die Zeitung zu leihen. Aus Gutmütigkeit, aus Geschäftsrücksichten und um sich mit dem freundlichen Nachbar nicht zu verfeinden, wlllfährt man seinem Ersuchen immerfort, wenn auch mit geheimem Grimm über die fortwährende Unverfrorenheit des Herrn Nachbars. Für solche Fälle dient folgendes „praktische Rezept": Man schneide sorgfältig eine beliebige Notiz aus der Zeitung, ehe man sie weltergicbt. Äurg nachdem sie verliehen ist, wird ein Bote des Borgers fortrennen, um ein Exemplar derselben Nummer zu kaufen. Die Leserinnen, unter denen das Blatt zirkuliert, werden ebenfalls, jede für sich ein Exemplar kaufen, keine kann ruhig schlafen, ehe sie weiß, was die ausgeschnittene Stelle enthielt. Man wiederhole dasselbe Experiment den nächsten Tag mit gleichem Erfolge, in hartnäckigen Fällen noch einige Male, bann aber wird es nicht mehr nötig sein.
st. Ober-Widdersheim (b. Nidda), 23. Febr. Ein Schulhausneubau wird in diesem Frühjahr hier be- gönnen werden. Bis zum Herbst soll der Rohbau fertig sein und im nächsten Frühjahr der innere Ausbau in Angriff genommen werden. Im Herbst ober Sommer 1904 gedenkt man den Bau seiner Bestimmung übergeben zu können.
Offenbach, 23. Febr. Em schweres Unglück trug sich gestern in der Frühlingsaustraße zu. Em junger Mann spielte dort mit einem Flobertgewehr; dabei entlud sich dieses und das Geschoß drang dem kleinen Schwesterchen des Schützen in den Unterleib. Das schwerverletzte ftinö wurde sofort in ^>as Krankenhaus transportiert, wo es gestern nachmittag operiert werden mußte.
Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Die K. Eisenbahndirektion Frankfurt a. 5PL teilt mit, daß irgend welche Entscheidung bezüglich bc5 Eisenbahnprojektes zwischen Wetzlar und Butzbach nicht getroffen ist. — Mit den Renovierungsarbeiten an der Stadtkirche zu Butzbach ist bereits der Anfang gemacht worden. — In der Nähe des Bahnhofes Ingelheim geriet neulich nachts ein Baucrnwägclchcn, in welchem Stroh gelagert war, in Brand; am Morgen fand man unter den Trümmern des verbrannten Wagens die Leiche eines Gemüsehändlers aus Gonsenheim, welcher in dem Wagen anscheinend geschlafen hat und von dem Feuer überrascht wurde.
Lutasgemeinde. Ten 14. Februar. Rechtsanwalt in Alzey, und Anna Charlotte Tochter des Rentners August Ackermann in
zollt ins Hau? geliefert. Reiche Musterauswahl umgehend, meiden-
labt ik Heiüicberg, Zäricu. 34
Meteoroiogtsttle Beovdcyrungcn der Station Gießen.
^amiliririladjridjtcn.
Weiß, Einjährig-Freiwillig-Gefreiter',
Vermischtes.
• Von der Lauter, 22. Febr. Heute in der Frühe wurde in dem nahe dem Orte Ginsweiler vorbeifließenden Odcnbache der Polizeidiener Peter Zapp von Ginsweiler in einem Zustande aufgefunden, der darauf schließen läßt, daß der Genannte erschlagen und in den Bach geworfen wurde. Bis jetzt ist der Vorfall noch nicht aufgeklärt, doch hat die Gendarmerie von Lauterecken als der Tat dringend verdächtig, den umherziehenden Siebmacher Wilhelm Blarn von Earlsberg verhaftet.
♦ Kaiser Wilhelm als Journalist. Aus London schreibt man: Mit dieser Spitzmarke versieht der Londoner „Morning Advertiser" die folgende Bemerkungen: „Die Lebhaftigkeit des deutschen Monarchen glauben wir zum gewissen Teile auf seinen journalistischen Instinkt zurückführen zu müßen Wenn der Kaiser etwas Neues hört, fühlt er sich versucht, die Angelegenheit zu kommentieren. Wenn er etwas Außergewöhnliches entdeckt, so zeigt er das Bestreben, der Sache auf die Spur zu kommen und es der Welt zu offenbaren. Er empfindet stets, was der geborene Journalist empfinden muß: dem Publikum mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Daneben hat der Kaiser über seine journalistischen Kollegen aber auch manche Vorteile, und so darf er zum Beispiel sicher cm, daß seine Leitartikel nicht von einem Blatte, sondern von allen Blättern in zivilisierten Ländern nachgedruckt und besprochen werden. Und doch, wenn wir an die letzte Kritik des Kaisers über das Alte Testament denken, kommt uns der Einfall, daß es in solchen Fällen besser ist, den Ratschlag Dr. Johnsons zu befolgen, welcher Gelehrte, als man ihn nach einem Glauben fragte, erwiderte: „Ich teile den Glauben aller oernünftigen Leute." Als der Fragesteller weiter in Dr. Johnson zu dringen versuchte und sich erkundigte, welcher Art denn dieser Glauben sei, wurde dem Naseweis der Bescheid: „Vernünftige Leute schweigen sich aus."
* Ein guter Schluß ist die Hauptsache. Tas dachte der Bürgermeister einer Landgemeinde in Süddeutschland, als er erkoren wurde, bei einer kirchlichen Festlichkeit die Rede auf den Oberhirten zu halten. Er schilderte den Werdegang desselben, seine Studien, seine Priesterivelhe, seine Wirksamkeit als Kaplan und Pfarrer auf den verschiedenen Posten, die er inne hakte, um bann zum Schluß mit Begeisterung auszurufen: „Ja, meine Zuhörer, Gottes Mühlen mahlen langsam, aber sicher.
* Eine köstliche Jagdgeschichte lesen wir in „Wild und Hund": „Am Stammtisch war die Jagdgesell
Gestorbeu: Georg
Leehsim. Emilie Kuntze $8:
Getraute.
Johannes Welter, Marte Ackermann,
Aus Stadt und Land.
Gießen, 24. Februar 1903.
* Feiert Carneval! „Frau Hannebambel" schreibt im „Darmst. Tagt. Anz.":
Tutefchall und Pritscheknall Dbnn im Ok>r aam kriwwle, Feiert luftia Earneval, bärf5 eich kaans vaiwwle! Heiner, boft-be febun e Nos, Boia^rock un -frage ? Schorschje faaf der nor e BloS For um druff zu haqe!
Wos e Juchze un Gedees, Wos en bunte Zores, Bivatrut, Tromvetestöff — Macht nor nst kapores! Bunte Schlange mm Bakuer Thun die Lust borefff ebnet be, Bor Konfetti kann vier schier Nir mehr unneri cbetbe.
Hei. be§ is en dolle Spuck Heit in unsre Galle! To be§ scheene Madche auck, Wo ber Clown bhub taffe! Hi, er kißt te ab — un wie! Doch ber Olt, der Schote, Haat em aa’ uff die Batt'rie, Als wär des Dabote!
Clter Brummbär, des wor dumm, Heit muff mer des foffe. — Alle Narren rund erum Is er setz zum Bosse, Hortig is en Kreis aebildt, Wo en dkmt umhibbe, Unb der Olt suchsdeiwelswild Kann en net entfehlibbe.
Tfroifein Rota verzig Johr, Mit aemolte Backe Seitzt: „Ach, dbet doch Aaner nor Mich emol io packe!" Streit wie doll Contetti aus Nooch de Herrn, doch leider £?aafe die voll Schreck un Graus Wos se könne weiter.
In de Kallee's fam-mer beit Nerfends Platz mehr frieie. Alles schwimmt in Seligkeit, Strampelt vor Daanieie, Unb die närrisch Hauskapell .^inntrabummt dezwische, Narrelieder laut un hell Wem de,zu gekrische.
En Radau herrscht in de Bud, Daff mer um bald borzelt, Doch wer aamol hocke dhut, Bleibt wie a'qeworzelt. — Wie beseffe rollt das Geld. Kann mer kaans woS bumpc ? Gott, rote schee is doch die Welt, Un wos sin mer Lumpe!
Tuteschall un Pritscheknall Dhun im Ohr aam krirorole, Feiert luftig Carneval, 's darss eich kaans vairowle! Treibt de Aschermittrooch dann Aus des Narrewese, Ei, bann dhu mer so, als roann Mirs net warn geroese.
Höchste Temperatur am 22.- 23. Februar 4- 14,8r'C.
Niedrigste „ „ 22.-23. „ 4- 6,3 U.
|djaft heute vollzählig zusauiinen, denn bei einem kur ^agd- sreunde war ein als lüujtiger Jäger bekannter und allseitig beliebter Vetter zu Besuch, deut zu Ehren heute eine fidele Sitzung statlfand und morgen eine fioye Jago abgehalten werden sollte. Tie Stimmung wurde immer uuyßctd)jener, ein Scherz jagte den anderen; auch an niajt böse gemeinten Reckereieil sehrte es nicht, die denn auch niajt übelgt.nommen wurden und nur dazu beitrugen, die Stimmung zu erhöhen. Besonders X., ein ausgezeichneter Schütze, und Z., der wegen seines Pechs berühmt mar, hatten es aufeinander abgesehen, und so proponierte denn L. auch dem s2). die Wette, der eine solle am nächsten Tage das tragen, was der andere geschossen habe. Wer sich dagegen weigere, habe einen Korb Sekt zu geben. s2). nahm natürlich in der Weinlaune und um sich keine Blöße zu geben, die Wette an, und in später Stunde ging man dann auseinander, um sich in der Frühe wieder zu treffen zum frohen Weidwerk. — Alles erschien pünktlich in bester Stimmung, nur A. hatte einen Bombenkater mitgebracht; an seine Wette hatte er nicht mehr gedacht. Gegen Mittag hatte der arme 9). schon aufjer seinem Kater drei Hasen und ein paar Fasanen zu schleppen, dabei bann die Aussicht, noch einiges dazu zu bekommen, außerdem den Hohn der Freunde und das maliziöse Lackeln, womit T. bei jedem Fasan oder Hasen, den A. mehr tragen mußte, dem armen verkaterten Manne seine Flasche zur Stärkung offerierte. T. selbst| hatte noch nichts zu tragen, denn bei dem Kater dachte A. an nichts weniger als ans Treffen. — Als man gegen 3 Uhr in einem Bauernhöfe, wo man einen kleinen Weinkeller etabliert hatte, Trinkpause machte, trug 9). noch einen Hasen mehr unb wurde natürlich ob seines Pechs weidlich gefoppt, nicht zum wenigsten von 3t. selbst. Schließlich wurde das unferm Freunde doch zu toll, er stand auf und ging hinaus. Man sah ihn auf dem Hofe mit dem Hofbesitzer unter handeln, dann faßte er in die Tasche und gab dem Dauern Geld. Hierauf kam er wieder herein und setzte fick), als fei nichts vorgefallen. Schließlich brach man auf, X. natürlich unter Ausdrücken des Mitleids für den armen 7). Recht lang aber wurde T.'s Gesicht draußen, denn ohne eine Miene zu verziehen, ging $. zu den vor den Ställen wühlenden, ie 50—§0 Pfund schweren Ferkeln. Bums — eins derselben oeckte das Schlachtfeld, dann drehte er sich, bums — eine schwere Gans hauchte ihren Geist aus, und ohne ein Wort zu verlieren, nur mit einer souveränen Handbewegung, lud er X. ein, die „Beute" auf» zupacken. Jeßt hatte D. die Lacher natürlich auf seiner Seite, und da 2L feine Lust hatte, die Last nach Hause zu schleppen, erklärte er sich freiwillig zur Lieferung des Korbes Sekt bereit, und indem ?). dazu seine „Beute" als Festschmaus stiftete, wurde audf er vom weiteren Tragen des Wilde? entbunden, und am Stammtisch aab's am nächsten Abend ein großes Festessen mit Sekt -u Ebren der Freunde.
Kassel.
Getaufte. Matthausgemeinde. Ten 14. Februar. Dem Friseur August Henkel eine Tochter, Elisabeth, geboren den 21. November 19u2. Denselben. Dem Arbeiter Adols Gottwald em Sohn, Reinhold Ferdinand Gustav, geboren den 28. November 1902. — Markusgeme ind e. Ten 15. Februar. Dem Loko- nrotivheizer Adols Rmker ein Sohn, Friedrich Adoli, geboren den 10. Januar. Denselben. Dem Kammann Friedrich Laih eine Tochter, Johanna Friederike, geboren den 5. November 1902. — Lutasgemeinde. Den 8. Februar. Dem Laboratoriums- diener Max Ihle eine Tochter, Tora Anna, geboren öcnJS. Januar. Ten 15. Februar. Dem Kaufmann Heinrich Roth ein Sohn, Karl Walter, geboren den 25. Dezember 1902. Denselben. Dem Former Adanr Weber em Sohn, Hans Eduard, geboren den 24. Oktober 1902. Denselben. Dem Postboten Heinrich köchel eine Tochter, Maria Katharine, geboren den 14. Januar. Denselben. Dem Briesträger Heinrich Rück ein Sohn, Robert August Hemrich, geboren den 8. Februar. Tenselben. Dem Etsenbahnschasiner Kar! Appel eine Tochter. Mathilde Elisabetha Aiargaretha Katharina, geboren den 5. Januar.
Beerdigte. Ai a t t h ä u S g e m e i n d e. Den 16, Februan Ernst Törmg, Privatmann, verheiratet, 71 Jahre alt, starb den 13. Februar. — M a r k u s g e m e i n d e. Den 14. Februar. Karl Bögler, Zementierer, verheiratet, 27 Jahre alt, starb den 12. Februar. Den 18. Februar. Elise Raqer, Tochter des Taglühners Johann Georg Kaiser, 16 Jahre alt, starb den 16. Februar. — LukaSg e m einde. Den 18. Februar. Dorothe Einhäujer, geb* Todt, Ehesrau des Labemeisters i. P. Eberhard Emhäuser, 70 Jahre alt, narb den 16. Februar. — Johannesgemetnde. Ten 17. Februar. Wilhelm Seipp, Bauimternehmer, 52 Jahre alt, starb den 15. Februar.
§pv?lpUn der orrnmgteu Frankfurter ZtadttHeater, Opernhaus.
Mittwoch den 25. Februar, abends halb 8 Uhr: »Der Zigennerbaron." Donnerstag den 26. Februar*): „Götz von Berlichingen". Freitag den 37. Februar geschlossen. Samstag den 28. Februar: „Ter Ring des Nibelungen". Boradend: „Da? Rheingold." Sonntag den 1. Atärz, nachmittags halb 4 Uhr: „Der „Postillon von Lonjumeau". Abends 7 Uhr: „Tie kleinen Aiichus. Aiontag den 2. Marz, abends halb 7 Uhr: „Der Ring des Nibelungen." Erster Tag: „Tic Walküre."
Schauspielhaus.
Mittwoch den 25. Februar: „Venus Auadyomene." Donners» tag den 26. Februar, abends halb 8 Uhr: „Monna Banna." Freitag den 27. Februar: „Rosenmontag." Samstag den 28. Feb- ntar: „Hamlet." Sonntag den 1. Marz, nachmittags halb 4 Uhr: „Im roeißcn Röhl." Abends 7 Uhr: „Hamlet." 'JJlontag den 2. März: „Alt-Heidelberg."
*) Aniang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.
Gerichtsfaal.
Mainz, 20. Febr. Weinhänbtcr Jakob Löwenstein aus Penbersheim, luobubaft m Mainz, soll dadurch im Jahre 1901 W e i n v er s äls ch n n g verübt haben, daff er Trester» und Trusen- roctue mit ariderem Wein »erstochen und feilgebalten hat. Ter Baleides Angeklagten hat im September 1901 in Vendersheim zwei Stück Trcst rr ci ic m t id x und Wasser züberertet waren, und ein Sluck TvHcmvcin zu dcm Preise von 130—135 Mk. vro Stück gc» far1:. - v : Brühe u u. de dann mit drei anderen Stück Wein ver- stochen, <? daff der eigentliche Ertraktgehalt nicht mehr feftgeftcllt rodrben t onnte. Hr. Oekonomisrat Dcttroeiter (Tarmstabt) kontrollierte
in Vendersheim die Weine und sand, datz die drei Stück angemel» beten Weine nach Alainz an den Angeklagten verkauft worden waren. Ter Angeklagte behauptet, er habe nicht gewußt, daß sich's um Trester- und Trusenwein gehandelt; er habe ausdrücklich seinem Vater den Auftrag gegeben, solchen .Wein" nicht anzukauien. Der Vater bestätigte als Zeuge diese Angaben; er sei bei dem Kaufe der Waare der Aleinung gewesen, es handele sich um Heine verzuckerte Weine. Tie Weinhändlerm Wwe. Sondheuner von hier hatte damals von demselben Tresterwein zwei Stück gekauft; sie will den „Wem" auch für kleinen verzuckerteii Wein gehalten haben. Die Verkäufer, besonders der Landwirt Gumbsheimer, erklären jedoch auf chren Eid^ daß sie beiden Ankäufern ausdrücklich erklärt hatten, welcher Beschaffenheit der Wein sei. Tie hiesige Strafkammer verurteilte den Angeklagten zu 500 Mk. Geldstrafe, Einziehung der sechs Stück beschlagnahmten Weine und Veröffentlichung des Urteils.
Prag, 23. Febr. Im Prozeß gegen den Adelsiäl scher Meitskn, welcher den M i n i st e v Rezek der Fälschung öffentlicher Bücher beschuldigte unb deshalb wegen Verleumdung angeklagt ist, wurde heute Minister Rezek als Zeuge vernommen. Die Aussagen des Dtmisters ergaben volle Grundlosigkeit der gegen ihn erhobenen Beschuldigungen. Ter Angeklagte erklärte, er'habe keinen Grund, die Richtigkeit der Ausjagen des 'DZintfiers anzuzweiieln; überdies habe er den Namen des Atmlsters nicht genannt. Tie Aussagen der übrigen Zeugen ergaben ebenfalls die Haltlosigkeit ber gegen den Minister erhobenen Beschulb^gungen.
Zandrl unö Ucrlrehr. DoUismnlschast
Karlsruher Stavtauleihe. Tas Großh. bad. Ministerium des Innern Hai die staatliche Genehmigung zu der Ausnahme eines Anlehens durch die Stadlgemeinde Karlsruhe im Betrage von 10,000,000 Mk. erteilt. Auf Grund der m öffentlicher Wett- beiverbiiug eingereid)teii Angebote auf den Betrag von 5 Millionen Mark dieses Anlehens zum Zinsfuß von 3*/, pEt. wird einem Konsortium, bestelxmd aus dem A. Schaafjhausen'jchen Batrkverem in Berlin, der Pfäszischen Bank in Frankjurr a. Ai. und dem Bankhaus Hermann Bartels in Hannover, zum Kurs von 99,82 pEt. der Zuschlag erteilt.
Mailand, 23. Febr. Ter 23erroaltung5rat ber San ca Eommerciale Italiana wird der am 23. Aiärz ftatt- finbenben Generalversammlung ber Aktionäre für das Jahr 1902 die Verteilung einer Dividende von acht Prozent, rote un Vorjahre, Vorschlages
Deutsche Effekten- und Wcchselbank in Frankfurt a. M. Ter Remgeivinn des abgelauienen Jahres beträgt 1347 095 All. aus dem 4 pEt. Tividenden oerteüt werden.
Lederwerle vorm. Ph. Jak. Spicharz, Offenbach a. M. Ter Geschäftsbericht nir 19v2 schreibt die Besierung des Erträgnisses dem Dolluäitbigen Ausgeben der schon in drei^letzlvorausgegangenen Jahren stark eingeschränkt gewesenen Kalbkid-Fabrckatlon zu, daneben auch der bescheidenen Preisbefferung. Ter Remgeromn beträgt nach ber Frkf. Ztg. 142 293 Dik. gegen 67 763 Aik. un Vorj., als Tlvi- benbe werden o Prozent gegen 3 Proz. i. B. verteilt. Der Vortrag beziffert sich auf 27 781 gegen 12 243 Aik. i. V.
aus ceu feiräjrübiidjtru »er staut Untreu.
Evangelische Gemeinde.
Februar 1903
Barometer au» 0° reduziert
Temperatur ber Lust
Absolute
1 Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
1
-E
1
Z
o
§ 'S
Wetter
23. । 25i
741,6
4-14,0
7,2
61
w
2
Detv. Himmel
23. 9"5
745,0
4-6,6
4,7
65
WSW.
4
24. Tb
751,5
4-3,8
4,4
73
sW.
4
D ■


