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23.11.1903 Zweites Blatt
 
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Nr. Z75

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Zweites Blatt.

ISS. Jahrgang

Montag 33. November l$03

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GiehenerAnzeiger

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Amts- und Anzeigeblati für den Kreis Gießen

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Dell V Öttttoj tüt , Stadt und Land und Jßertd)t8taalei August DStz, tüi de» An- -eigenteil. $>an< Beck.

Ake yevttge Kummer umfaßt 10 Selim.

Uolitische Tagesschau.

Zur Wahlrechtsreform in Sachsen.

Aus Dresden wird geschrieben:

Neber das voraussichtliche Schicksal der Wahlrechts reform in Sachsen können wir auf Grund von Nachrichten aus zuverlässiger Quelle Mitteilen: Die Thronrede spricht am Schlüsse davor:, daß dem Landtage das Resultat der eingehenden Erwägungen, welche über die Frage der Um- gestaltung des Wahlrechts gepflogen worden sind, in Form einer D en kschri f t zugehen wird. Der Umstand, daß hier nur von einer Denkschrift, nicht aber von einer Vorlage oder einem Gesetzentwurf die Rede ist, soll keinesfalls be­deuten, daß die Refsierung die Absicht aufgegeben hat, schon in der gegenwärtigen Session mit einer Vorlage an den Landtag heranzutreten, oder etwa gar, daß sie eine solche aus der Mitte des Landtags erwartet. Im Gegenteil. Die Denkschrift, zu deren endgiltiger Fertigstellung es noch einiger Zeit bedarf, da umfangreiche und zeitraubende Vor­arbeiten zu erledigen sind, wird bereits ganz bestimmte, positive Vorschläge enthalten und in erster Linie die Prin­zipien, welche die Regierung einer Reform zu Grunde zu legen wünscht, llarlegen. In diesen grundlegenden Fragen soll der Landtag seinerseits erst Stellung nehmen, ehe zur Ausarbeitung eines Gesetzentwurfs durch die Regierung ge­schritten wird. Dieses Vorgehen mag zunächst etrvas be­fremden, es empfiehlt sich aber aus rein praktischen Gründen. Denn wenn eine endgiltig sestgestellte Gesetzes Vorlage von den Ständen abgelehnt wird und es wäre nicht ausge­schlossen, daß verhältnismäßig unwichtige und nebensäch­liche Punkte zur Ablehnung Anlaß geben könnten, selbst wenn über die grundlegenden Prinzipien völlige Einigkeit herrschte so ist ein Uebcreinkommen sehr schwer möglich, auf jeden Fall ist dann zum mindesten eine Vertagung der Angelegenheit aus längere Zeit zu erwarten.

Wie sich nach dein Erscheinen der Denkschrift das Schicksal der Reform gestaltet, das hängt in allererster Linie davon ab, welche Stellung der Landtag zu den Vorschlägen der Regierung einnimmt. Erklärt er sich mit ihnen einver­standen, oder sind die von ihm gewünschten Aenderungen wesentlicher Natur, so ist ein Gesetzentwurf sehr bald, mit Sick>erheit sck>on in dieser Session zu erwarten. Denn man darf bei der entschiedenen Bereitwilligkeit der Regier­ung, das geltende Wahlrecht zu reformieren, hoffen, daß sie seine Ausarbeitung tunlickm beschleunigt und ihn vor­aussichtlich schon, wenige Wachen nach Erledigung der Denk- schrist vorlegen kann. Anders wird die Lage allerdings, wenn eine Einigung aus der von der Regierung vorge­schlagenen Basis nicht zu erzielen ist, oder wenn der Land­tag die Sache dilatorisch behandelt. Das ist ebenfalls nicht ausgeschlossen, vielleicht sogar nicht ganz unwahrscheinlich, kann aber von der Regierung in keiner Weise verhindert werden.

Polnische Wirtschaft.

In einer Plauderei derZukunft" über den Kwi- kecki-Prozeß heißt es u. a.:

Ganz vorn, dicht neben dem jüngeren Staatsanwatt, Gräsin Isa Wesierska-Kwilecri, geborene Bninska Hat man draußen vorher den Kleinen gesehen, so ist der erste Trieb, lachend aufzuschreien: Was wollt Ihr denn alle? Das ist die Mutter! Wer zu amtllchen Gutachten berufen ward, mag zaudern und llausulieren: von seinem Spruch hängt ja das Urteil in einer Sache ab, die schon Unsummen ver­schlungen hat und an deren Ende eine Familiengruft dräut. Ter Unbefangene wird finden, daß er selten noch einer alten Frau ein Kind so ähnlich sah. Einer alten Frau. Isa ist schneeweiß. Und je^t auch schon müde. Der zehnte Haftmonat, die dritte Verhandlungswoche. Sie regt sich kaum noch Am ersten Tag wars anders. Da hatte sie Charme, Leben, die Grazie der Herzoginnen aus Rokoko- büchern; auch, wie diese nie Welkenden, nie Abrüstenden, den Mut und den Humor, sich selbst ironisch yu nehmen. Trot'üem ihr Deutsch mangelhaft ist, war beinahe jedes Wort gut, das sie sprach; gut, weil menschenverständig und aus einer gewissen Distanz gesprochen. Sinn für Akustik. Ein Herr, der behauptet, ftanzösisch zu können und deshalb als Dolmetscher bestallt ist, quält sich mA dem Pariser Detektiv am Zeugentisch ab.

Als die Verhandlung begann, war, außer den Gninskis, im Zuschauerraum fast alles überzeugt: eine Verbrecherin. Am Ende der ersten Woche hatte Isa die Mehrheit gewonnen. Ohne viel zu reden. Sie hat Stil. Die Gevatterin nebenan ist für sie Luft. Und wenn sie gegen Abend abgesührt wird, glaubt man, eine verblühte Marie Antoinette in den Kerker schreiten zu sehen. Das ists: ihr Stil ist Rokoko. Ihres und chres Mannes, so verschieden die beiden in Blüte und Kern sind. Wahrschein­lich wurde es chr Verderben. So lebte, so tändelte, zankte, koste man, als der Adel allein Menschenrechte befaß, und Herrenrechte.Warum soll ich keine Verhältnisse haben?" Warum soll ich rechnen, ein Grafenkind, dem Krämer, der Hausmagd ins Handwerk pfuschen? Nobel Geld aus- aeben, die besten Manieren und geniale Gin fälle haben, die auszusühren Sache der Rvture ist: Musik, Geselligkeit, hübsche Frauen. Rokoko. Und obendrein mit der sarmati- schen Neigung ins wildeste Barock. Vorbei! Vorbei! So läßt sich bei Wronke nicht mehr Landwirtschaft treiben. Der jähe Klimawechsel verscheucht auch empfindliche Freunde leicht. Nur soll man nicht glauben, das sei Polen.Polnische Wirtschaft" ist ein billiges Schlagwort: paßt aber längst nicht mehr, blendet nur uno drängt zur Ueber.hebu.ng, mit der die ,Hebung des Ostens" nutzt

zu leisten ist. So war die Schlacht«, als Mickiwic) iHv saug. Heute baut sie Fabriken, melioriert, kultiviert, speku­liert, folgt dem Beispiel des englischen Adels, hält Ord- nung, schickt sich in Die Zett, und ist deshalb gefährlich; nur deshalb. In Warschau und Lodz, in Lemberg und Krakau sollten die Germanisatoren polnische Wirtschaft stu- dieren. Kwileckis sind Rokoko.

Deutsches Keich.

Berlin, 22. Nov. Ter Kaiser nahm gestern eine Meldung des Prinzen Albert von Schleswig-Holstein ent­gegen und hörte die Vorträge des Staatssekretärs des Reichsmarineamtes und dcS Chefs des Marinekabinetts.

Die Vereidigung der Rekruten der Garni­sonen Berlin, Spandau, Groß-Lichterfelde und Charlotten- burg har gestern in Vertretung des Kaisers durchs den Generalobersten v. Hahnke in den üblichen Formen stattgefunden.

DieStert Reuest Nachr." schreiben: Die Aerzte sind mtt dem Fortschreiten des Heilungsprozessesi beim Kaiser nach wie vor zufrieden. Es wird als wahrscheinlich, angenommen, daß der Kaiser noch im De­zember einige kleinere Reisen wird unternehmen können. Es besteht ferner, wie wtt aus guter Quelle be- ]tätigt hören, die Möglichkeit, daß nach Weihnachten eine Erholungsreise nach dem Süden stattfindet, wie sie auch sonst nach Erkrankungen von Atmungsorganen üblich sind. Daß infolge der Erkrankung des Kaisers die Eröffnung des Reichstages verschoben worden sei, ist nicht amunehmen, da die Verlesung der Thronrede schon wieder­holt durch den Reichskanzler erfolgte. Auch die Behaupt­ung, daß die Eröffnung des Reichstages in der Erwartung erfolgte, man werde daun alsbald den Entwurf eines russisch-deutschen Handelsvertrages vorlegen können, sei unbearündet. Wie noch derBert Börs.-Kur." mitteilt, sind bisher an maßgebender Stelle noch keiner­lei Reisedispositionen getroffen worden. Sollte sich aber der Kaiser in absehbarer Zeit doch zu einer Reise entschließen, so dürfte sich eine solche Erholungsreise kaum über die Grenzen des Deutschen Reiches hi n- ans erstrecken.

Die Einberufung des Reichstages wird, demSßerL Börs.-Kur." zufolge, trotzdem heute noch kein beft türmt et Termin festgesetzt ist, für einen der ersten Tage deS Dezember zu erwarten sein.

In einer Versammlung der Berliner Handels­kammer wurde zu der Frage, ob eine Abgaben-Et- Hebung für bie Schiffahrt auf den natürlichen Wasserstraßen gerechtfertigt sei, mitgelellt, daß die preußische Regierung nicht beabsichtige, eine Vorlage in der ge­dachten Richtung einzuvringen. Da gleichwohl nicht aus­geschlossen ist, daß die Angelegenheit in den Parlamenten zur Verhandlung gelange, beschloß die Kammer, die Frage speziell hinsichtlich der Berliner Interessen Wetter zu prüfen.

Die ,Moss. Ztg." hört, der Marineetat werde eine Forderung kur Erhöhung der Gehälter der Fregatten­kapitäne nickft bringen, die eintreten müßte, wenn der Reichstag eine Erhöhung der Oberleutnants gehälter be- wllligt.

Ter ,^Lokalanz." will wissen, die Börsen Novelle werde dem Reichstage alsbald zu Beginn der Session zu- gehen. Sie seke fest daß ein ausdrückliches Schuldanerkennt- nis auch bei Börsentermingeschäften sowie bestellten Sicher- hetten rechtswirkfam fei. Tas aus den §§ 50 und 66 des Börsengesetzes uni> § 764 des Bürgerl. Gesetzbuches her- geleitete Reckst die Erfüllung einer Verbindlichkeit zu ver­weigern, welche auf sechs Monate begrenzt. Bürsentermiw- geschäfte können jene, nicht in das Börsenregister einge­tragene Personen reckftswirksam abschließen, die berufs­mäßig Börsen- oder Bankiergeschäste betreiben oder zum Börsenbesuche zu gelassen oder als Kaufleute in das Handels­register eingetragen sind, dock sollte diesen Personen nur den Einwand der mangelnden Eintragung in das Börsen­register genommen, il)uen aber bei Nichteilittaguug das Klagerecht nicht gegeben werden. Als börsenmäßige Termin­geschäfte sollen nicht gelten Zeit- oder Lieferungsgeschäste, welche zwischen Erzeugern oder Verarbeitern von Waren oder in das Handelsregister eingetragenen gewerbs­mäßigen H^ändlern mit solchen Waren aus Grund bestimmter gesetzmäßiger Bedingungen abgesckstossen werden.

Kolonialpost.

Gegenüber der Meldung der LondonerSt. James- Gazette", weder die Kap-Regierung noch die englische Die- gierung seien geneigt, die Erlaubnis zur Landung deutscher Truppen zu erteilen, behufs Vorgehens gegen die Bondelzwarts, stellt dieNat.-Ztg." auf Grund zuverlässiger Mitteilungen fest, daß ein d e u t s ch e r Antrag auf Genehmigung einer Landung ober des Durchzuges beutscker Truppen in Bezug aus das englische Gebiet bisher weder gestellt worden ist noch im Hin­blick aus die günstige Gestaltung der Verhältnisse in Deutsch - Südwest - Afrika in Zukunft gestellt zu werden brauche.

Auslanö.

Marseille, 22. Nov. Das italienische Kö­nigspaar traf heule nachmittag hier ein und reifte nach kurzem Aufenthalt weiter.

Budapest, 21. Nov. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses gab Graf TiSza in Bezug auf die gestrige Rede Körbers eine längere Erklärung ab, worin er u. a. sagte, daß er sich mit dem östreichischen Ministerpräsidenten in keinerlei Polemik ein lassen werde, sondern sich auf den einzig richtigen Standpunkt stelle,

daß die ungarische Regierung in Bezug auf das ungarische Staatsrecht sich ausschließlich das Recht vindiziere, baß dieselbe das ungarische Stagtsrecht im Sinne der Gesetze ausübe. Weiter erklärte Graf Tisza, er könne bie Ver­sicherung geben, baß er nur so lange auf feinem Platze verbleiben werde, als die praktische Geltendmachung dieses Standpunttes keinem Hindernis begegne.

Belgrad, 22. Nov. Zwölf Personen, welche aus poli- ttschen Gründen den früheren Abg^ Dkarina Velkowitsch ermordeten, wurden verhaftet. Dieselben haben be­reite ein Geständnis abgelegt.

Petersburg, 22. yiov. Das heutige Bulletin lautet: Die Kaiserin schlief nachts mit Unterbrechungen. Gestern abend Temperatur 37,6, Puls 72. Heute morgen Temperatur 37,6, Puls 72. Die Lokalentzündung entwiaett sich langsam.

Ein heute veröffentlichter Tagesbefehl des Kom­mandanten der Truppen des Wilnaschen Militärbezirks teilt folgendes Ereigllls mit: In Orjcha wurden am 10. 9Lovember elf Arrestanten unter Bedeckung von sechs Unter­militärs uno einem Gefreiten aus dem Gefängnis abge­fertigt. Unterwegs wurde die Bedeckung von einer großen Schar von Juden umringt, welche oie Arr estanten zu befreien versuchten und mit Knütteln und Stei­nen warfen. Die Mengie mtt den Gewehrkolben abwehrenb, setzte das Llommando seinen Weg fort und erreichte )einen Bestimmungsort. Der Tagesbefehl lobt das Verhalten der Soldaten.

New York, 22. Nov. Auf eine Anfrage des Marine­departements, ob die Meldung^ daß ameritanische Kriegs- schftse bei Colon die d e u t s ch e n Schi f f eMactornannia" undScotia" an gehalten hätten, wahr sei, hat der Befehlshaber der dortigen Kriegsschiffe, Admiral Eoghlan, geantwortet: 1) daß dieMarlomannia" aus der Höhe von Colon angehalten hätte, um Passagiere zu landen. Man habe das Schiff jedoch nicht behelligt. DuScotia" sei, drei Tage überfällig, gegen Sonnenuntergang vor Co­lon angekommeu und benachrichtigt worden, daß es nickt gestattet sei. Bewaffnete zu tauben, sei aber sonst nicht belästigt worden. Lediglich die Dunkelhett hätte sie ver­hindert, sofort ins Dock zu gehen.

Der kolumbis che Geueralissttnus Rehes kündigte an, die Union werde einen zweiten Bur enkr te g erleben, falls sie die Ereignisse der letzten drei Wochen nicht rück- gatigig mache. Die Schtachtjchi,se ^learsarge" undMafsa- chusets" erhielten Befehl, schleunigst nach Westttidien ab- zugehen.

Rio de Janeiro, 20. Nov. Der Vertrag bett, das Acregebiet wurde heute abend von Brasilien und Bolivien unterzeichnet. Brasllien bleibt im Besitz des Acregebiets bis zum 1L Brettegcad gegen eine raten­weise zu leistende Zahlung von 2 ^Millionen Pfund Sterb Außerdetn verpflichret sich Brasllwn zum Bau einer Eisen­bahn nach Bolivien und zur Abttetung eines Gebiets von 3 Quadratkilometern an Bolivien.

Aus Stadt ulld Saud.

Gl eßen, 23. Vtovember 1908.

** S. K. H. der Großherzog richtete, wie unS ein Drahtbericht aus Darmstadt meldet, an Staats- minister Dr. Rothe folgenden Erlaß:

Aus Anlaß des HinscheidenS der Prinzessin Elisabeths meines innigstgeliebten Kindes, sind mir aus allen Tellen des Landes und aus allen Kreisen der Bevölkerung zahllose Zeichen aufrichtiger Mittrauer, warmer und treuer Anteil­nahme zugegangen. Wenn nächst dem festen Glauben an Gottes Güte und Weisheit mir in meinem großen Schmerz etwas Trost und Stärkung verleihen kann, so ist es der Blick auf mein treues Volk, das an der Bahre meines Lieblings mit mir trauert. Tiefbewegt sage ich allen, die in diesen Tagen schwersten Leldes teilnehmend meiner ge­dacht haben, von Herzen Dank. Ich ersuche Sie, diesen Erlaß zu veröffentlichen.

Darmstadt, 22. Nov. 1903.

Ernst Ludwig.

Personalien. S. K. H. der Großherzog haben dem Direktor Hermann Hochgesandt zu WormS das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Groß­mütigen verliehen.

** Die Lehr er konf erenz des Bezirks Gie­ßen tagte am Samstag im Saale desCafs Ebel" unter dem Vorsitze des Kreisschulmspettors Kleinschmidt. An der Konferenz nahmen Medizinalrat Kreisarzt Dr. Haberkorn und ea. 60 Lehrer teil. Kreisschulmspektor Kleinschmidt be­grüßte die Anwesenden und gedachte in warmen Worten des Unglücks, das über unfern roten Lanbesfürsten so plötzlich hereingebvochen ist und der Anteilnahme des Hessenvolkes an diesem herben Geschick. Ihren Gefühlen gaben die Konferenzteilnehmer durch Erheben von den Sitzen Ausdruck. Kreisarzt Medizinalcat Dr. Haber- kor n hielt hiernach einen schulgtzygrenischen Vortrag über das Thema:Einrichtungen des Schiilsaals mit besonderer Berücksichtigung der Schiitbankfrage." In sehr lehrreichem anschaulichem Vortrags an der Hand von Jlllistratiouen uno Zeichnungen legte er bar, wie eine Schulvauk be­schaffen sein muß, um den schulhygienischen Anforderungen zu genügen. Das Kipd soll bequem mit ausgestellten Füßen sitzen, und der Körper muß durch eine Rückenlehne gestutzt, sodaß die Muslulatur nicht angestrengt wirb.