Nr. LLS
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Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gießener Zamilien» blätter viermal in der Woche btt gelegt
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Mbrtfie tüt Depeschenr Vnzei-er ©tefeou Kerniprrchimschluß Nr 51.
Erstes Matt. 158. Jahrgang Mittwoch 33. SePtemLev lNvs
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Eichener Anzeiger
General-Anzeiger v
Amts- und Anzeigeblatt flr den Kreis Gießen MM
Bekanntmachung.
Seit.: Die Abgabe der 6mlmmncn-, Vervujgen»- und Kapital. rentrustcüerrrllaruugmfür das Struerjahr 1904/05.
Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachungen in obigem Betretz vom 30. Juli L Js. (Kreisblatt Nr. 86, 88 und 89) werden die Pflichtigen der Stadt Gießen darauf aufmerksam gemacht, daß die Einreichung der Steuererklärungen für das Struerjahr 1904/05 bis 3 0. September l. Js. zu erfolgen hat.
Gießen, den 22. September 1903.
Großh. Steuerkommiffariat Gießen.
Dr. Metzler.
Sozialresorm in Kollaud.
Das Land der patriarchalischen Einrichtungen, Holland, geht nunmehr gleichfalls an das Werk der Sozialresorm. Die soeben eröffneten Generalstaaten werden sich mit mehreren Vorlagen über den Arbeiterschutzzu beschäftigen haben. Es ist ein Alters-, ein Kranken- und ein Unfall- versicherungsgesetz von der Negierung in Aussicht gestellt, ferner ein Entwurf, der eine Verschärfung der Bestimmungen über die Sonntagsruhe bezweckt. Man wird kaum fehtgehen m der Annahme, daß der große Aus stand der holländischen Eisenbahnbedieusteten im Frühling d. I. für die Ausarbeitung dieser Gesetze mitbeftimmend gewesen ist, wenn auch die Thronrede diesen Ausstand als Verbrecher ische Unruhen" bezeichnete.
Dieser schroffe Ausdruck hat natürlich die Sobalderno- traten sehr geschmerzt, und gestern, am Dienstag, hat einer der „Genossen", Lrdlstra, seine Mißbilligung darüber in der 2. Kammer ausgesprochen. Die Sozialdemokratie lverde durch diese Haltung gestärkt. Dies könne nicht nach der persönlichen Meinung der Königin sein, welche in erster Linie eine Frau sei, die mit den Opfern des Ausstandes Mitleid habe.
Herr Trölstra hat dann auch auf die deutschen So - -ialdemokraten hingewiesen, deren Rechen durch die Rede des Kaisers u Essen eine Verstärkung erfcchreu hätten. Die DanHiger Rede scheint gestern in Holland rwch nicht bekannt gewesen zu sein. Herr Trblstra fuhr fort, daß ebenso auch die Zahl der holläudrschen Sotzral- demokraten durch die königlichen Reden vermehrt werde.
Ter Premierminister erklärte in seiner Erwiderung, er werde aus ine Worte, die den Souverän eines befreundeten Staates'betroffen, nicht antworten, weil die internationale Kourtoisie das verbiete. Der Ausdruck „verbrecherische Unruhen" in der Thronrede entspreche dem moralischen Urteil, das die Behörde über die Ausstände habe, und da der Staat durch die Ausstände im vergangenen Frühjahr in Gefahr gewesen, sei es notwendig gewesen, daß das Staatsoberhaupt seine Mißbilligung über die Agitation aussprach, um den moralischen öio des Volkes wieder zu festigen. Das gesamte Kabinett übernehme die Verantwortung für diese Wotte.
Die Antwort auf die Thronrede wurde hierauf rmt 78 gegen 8 Stimmen der Sozialdemo traten angenommen.
Es ist noch weiter zu berichten, daß die denr holländischen Staate durch die Sozialresorm erwachsenden Kosten durch die Erhöhung von Einfuhrzöllen aufgebracht werden sollen. Das Ministerium Kuh per setzt ftch dadurch in die Lage, seinen schutzsöllnerischen Neigungen Genüge zu tun. Immerhin wird derart mit der Sozial
resorm ein Anfang gemacht, während z. B die Regierung des Nachbarlandes Belgien, obgleich sie weit mehr Anlaß zu sozialpolitischer Betätigung hätte, in Untätigkeit der- harrt.
Ausland.
Rouen, 22. Sept. Hier wurde heute der 1'2. Wekt- friedenskongr eß durch Begrüßungsansprachen des Präfekten des Departement Seine Jnfärieure und des Bürgermeisters von Rouen eröffnet. 14 europäische Nationen, die Vereinigten Staaten mrd Argentinien sind vertreten; fast alle bekannten Führer der internationalen Friedensbewegung sind anwesend, darunter die Baronin v. Suttner, Passy, Prall, Frau Severine, aus Teutschlmrd A Richter, Sporrheim, Feldhaus u a. An den Beratungen nimmt auch der Fürst von Monaco teil. Der Russe
Deutsches Keich.
Berlin, 22. Sept. Ter Kaise r traf heute früh mittels Sonderzuges auf dem festlich geschmückten Bahnhof Großrominten in Ostpr. ein, w-o der Fürst zu Dohncr-Schlobitten und der Landrat von Berg-Goldap zum Empfang anwesend waren. Vom Bahnhof aus begab sich der Kaiser mit dem Fürsten zu Dohna zn Wagen nach Schloß Rominten
— Die Königin von Rumänien stürzte in Neuwied beim Aussteigen ans einem Hofwagen und zog sich eine schwere Fußverrenkung zu
— Ter Reichskanzler Graf Bülow ist aus Danzig hier eingetroffen.
— Zu der vom „Neuen Wiener Tagebl." veroftentllchten Unterredung des Reichskanzlers Grafen Bülow bemertt die „Nordd. Allg. Ztg.": Diese von maßgebender Stelle abgegebene Erkläriurg werde vielleicht bewirken, daß die in ausländischen, namentlich französischen Blättern immer wieder austauchenden Ausstreuungen, wonach Deutschland die Wirren im Orient schüre, selbst für weniger unterrichtete Kreise als Unsinn erkennbar wären.
— Wie man den „Münch. Reuest. Nachr." schreibt, tischt die „Pellte Republique Francaise", das Blatt des sozia- lisllschen Abg. Jaures, ihren Lesern folgende Märcheuerzähl- ung aus Deutschland auf: ,
Tie kaiserliche Regierung wlld- durch die Fortschritte des Sozialismus sehr beunruhigt. Um diesen Sttom einzudämmen, beabsichtige man, eine neue Kategorie von Beamten e'iuzuführen, die den pompösen und absonderlichen Tllel „königlich preußische Sozralismns- Inspektoren" führen sollen. Sie erhiellen das Recht, in jede Versammlung einzudringen, dem Redner Schweigen aufgiterlegen und selbst das Wort zu einer kaisertreuen Rede zu ergreifen. Es wäre verboten, diese Beamten in ihren Ansprachen zu unterbrechen. Jeder Unterbrecher toürbe auf der Stelle arretiert.
Wir waren bisher der Ansicht, daß wir über die Hnnds- tagszell jetzt hinaus seien. Sollten wir uns darin ge>- täuscht haben? '
Danzig. 22. Sept. Heute mittag hat auf der Karser- werft im Beisein des Staatssekrllars v. Tirpitz, des Berliner Oberbürgermeisters Kirschner, der Spitzen der Behörden und zahlreicher Offiziere der Stapellauf des kleinen Kreuzers Ersatz Ziethen stattgesunden. Oberbürgermeister Kirschner taufte das Schiff im Namen des Kaisers auf den Namen „Berlin".
Novicow richtet einen Appell an Frankreich, sich zu einer Attion aufauraff en für die Befreiung des russischen Volkes. Der Schweizer Ducommun feiert unter Exemplifizierung auf seine Heimat das Verschwinden aller Rassen-und Nationsunterschiede, lleber den Vorschlag, gegenüber den macedon ischen Greueln und der Haltung der Mächte gegen die Türkei ein Manifest zu erlassen, konnte feine Einigkeit erzielt Werdern Ein Vorschlag des Franzosen Gaston Moch auf Einführung des Grundsatzes derberechtigtenNotwehrindas Völkerrecht fand leb^rfien Widerspruch bei den Amerikanern und Engländern.
Rom, 22. Sept. Der Papst setzte heute wegen leichten Gichtleidens im rechten Fuße seine Spaziergänge int Garten des Vatikans ans, erteilte indessen Audienzen. Antonie Sarto, eine Schwester des Papstes, liegt im Sterben. Die anderen Schwestern des Papstes werden in dem Schlosse Gandolso einlvgiert werden. Die Ernennung des Kardinals Satoli zum Staatssekretär des päpstlichen Stuhles gilt als ausgemachte Sache und dürste in den nächsten Tagen publiziert werden.
Wien, 22. Sept. Der niederösterreichische Landtag nahm debattelos einen von den Ehristlich- Sozialen, dem verfassungstreuen Großgrundbesitz, sowie von den Deutsch-Fortschrittlichen eingebrachten Dringlich- keitsanttag an, in welchem der Landtag anläßlich der Erlassung des Armeebefehls zum Ausdruck bringt, daß die Bevölkerung Niederösterreichs in ihren begeisterten Wünschen sich eins fühlt mit dem Willen des Monarchen und bereit ist, in unverbrüchlicher Treue zum Er^- hause und zu dem Vaterlande für die Macht und die Einheit des Heeres jederzell einzulleten.
— Graf Khuen wird sich morgen dem Klub der liberalen Partei in Budapest als wiederernannter Ministerpräsident vorstellen und die Mittellnng machen, es werde ihm ein Handschreiben des Königs zugehen, das die von Szell und Khuen gemachten Zugeständnisse austecht erhält, im übrigen aber erklärt, daß über die Bestimmungen des 1867er Ausgleichs nicht hinausgegangen werden könne.
Keue Meldungen vom Kalkan.
Die ofsihiellen Meldungen über die Balkankrisis lauten auch heute tn beruhigendem Sinne. Sowohl von Konstantinopel wie von Sofia, aus versendet man Richtigstellungen" in die Welt, daß von einer Mobilmachung keine Rede sei. Ganz anders berichten Mittellungen von privater Seite. Nicht weniger wie 30 bulgarische Reservebataillone sollen bereits mobil gemacht fein, ferner sollen die Reserveoffiziere in geheimen Zirkularen den Befehl empfangen haben, sich bereitzuhalten. Die Türkei hat 300 000 Mann und 400 Kanonen in Makedonien aufgestellt. In den letzten Tagen sind ferner zur Einreihung tn das zweite und drllte türllsche Armeekorps weitere 300, somit im Ganzen 1500 junge Offiziere, welche die Kriegsschule absolviert haben, nach Adrianopel und Saloniki ab gegangen. Es wäre also lediglich ein Spiel mit Worten, wenn die bulgarische Regierung in einer Zuschrift an die allerweltsoffiziöse „Wien Pol. Korr." „hervorh^ben" läßt, daß an die Reserveoffiziere keine Einberufungsordre ergangen sei. Nicht anders steht es mit den türkischen Wstrellungen Die Pforte macht zweifellos in großem Maßstabe mobil. W bleibt auch kein anoeres Mittel mehr übrig zur Niederwerfung der macedonischen Bewegung, als der
den Sammlungen ein würdiger Raum gegeben werden müsse, er dürfe sich allerdings nicht vordrängen, müsse aber dem Werk dre rechte Wirkung geben Ueber die „Einrichtung von naturhistorischen Museen" referierte Direktor Dr Lehmann-Altona. In der Debatte betonte Geheimrat Prof. Dr. Möbtus-Berlin, daß bei der Neu-Einrichtung von Museen der größte Wert auf die Auswahl des Platzes gelegt werden mixnc. Prof. Dr. Schreiber-Leipzig vertrat die Llnsicht, daß bei MuseumÄbauten die Fassade denn doch nicht vernachlässigt werden dürfe. F. A. Bather, der Präsident der Bmtifchen Museums-Assoziation, sprach über
Die musterhaften skandinavischen Museen, nanrentlich des Freilicht-Museums in Stockholm". Nach der Frühstückspause referierte; über „Die Bildungsmittel der Museen, d h. schriflliche Belehrung und mündliche Belehrung, und zwar zunächst /Mr Kunstmuseen" Prof. Dr. Cantzsch-Halle a. d Saale, über „Die schriflliche und mündliche Belehrung in naturhifftorischen Museen Prof. Dr. Fraas-Stutt- aart Den letzten Punkt der Tagesordmmg bildete der Vortag des Direktors Dr. Denecen-Krefeld über „Wechselnde Ausstellungen im Museen". An die Spitze seiner Ausführungen stellte er die Behauptung des Vorhandensems einer gewissen Ausstellungsmüdigkeit. Nach einer kurzen Debatte schloß der Vorsitzende Minister Schenkel die Konferenz.
B e r l i n, 22. Sept. Im weiteren Verlaufe der Tagung des In ter nationalen statistischen Instituts begrüßte Exzellenz Inama-Sternegg dre Anwesenden. Dre Reihe wijsensckMlicher Vorträge eröffnete Prof. Levasseur- Paris durch, erneu Vortrag über dreFlächeuwd Bev öl - kerung der. Erde. Arljchließend an den Vortrag Levasseur wurde eine Resolution angenomnrOl, ivouach erstens die Berechnuwz der Erdoberfläche auf Grund der physr- scherr und potttisckwrl Geographie als gleich brauchbar emp- soblen wird, zweitens das Areal der Staaten stets ein- chließirch der Straßen, Flüsse, Seen, der sonstigen Bmneil- und Küsten gew ass er und der Dünen ausgewresen werben foil drittens eine tabellarische larthographrsche Tarstell- uua der Vollsdichtigleit in Europa ausgearbeitet werden soll wozu die statistischen Bureaus jedes Staates das Material liefern. Pörvesy-Budapest sprach über die Sta-
FmiUrlon.
Mannheim, 22. Sept. Die von der Zentralstelle für Arbeiter-Wohlfahrtseinrichtungen veranstclltete 12. Konferenz, welche die Frage der Museen als Volksbrld- ungsstätte auf der Tagesordnung hatte, wurde geftern von dem badischen Minister des Innern, Dr. Schenkel, eröffnet. Erschienen waren u. a. Prof. Dr. Berlrng für das sächsische Ministerium des Innern, Dr. von Dzrembowsky, Landeshauptmann der Provinz Posen, Geh. Regrerungsrat Frick vom preußischen Ministerium für Handel unöJ§fen>er&c, Ministerialrat Köhler vom Ministerium für Elsaß-Loth- ringen, Ministerialdirektor v. Mosthaf sür öas wurttem- bergische Miursterium des Innern. Der Vorsitzende gedachte zweier verdienstvoller Männer, deren Verluste dre Zentralstelle im Laufe des letzten Jähres zu beklagten hatte: des Staatssekretärs a. D. Dr. von Fvoobl und des Kommerzienrates 3wsicke. Der Direktor der Hamburgischen Kunsthalle, Professor Dr. Licht w a r k, hrelt etnerlBortrag über die Museen als Bildungsstätte. Ueberdw der Museen im neunzehnten Jahrhundert sprach als erster Referent der Direttor des Berliner Km^^werchemuseums, Dr. Jessen, welchen der Mitberichterstatter Ob^srudwn- rat Professor Dr. L a m p e r t - Stuttgart für Gebret der nakurhistorischen Museen ergänzte und der besoaders für diese die Forderung einer Trennung ^^r ^vlssenlchast- licheu Sammlungen von den Schau»ammlimgenaufitel . Die folgenden Vorträge gaben eine Darstellung bisher gemachten Versuche, die Schatze der Museen wett r Schichten des Volles zugänglich zu TttCL(^e'nn, trage schloß sich eine Diskussion an; nach Beendigung derselben hielt der Kurator
Lichtbildern begleiteten Vortrag über das Ruvrimnusemu in Sheffield, das erste nach populären Grundsätzen mn- aerichtete Museum. — Heute berichtete Professor ^r. ^rcht- w ar k-Hamburg über „Die Einrichtung der Museen, und 'ivar speziell über den Museuinsbau" (Erundrch und 0'assadei Die „Aufstellung und die Bezeichnung^ der Au^ ste//ungsgegenstäliüe zunächst in Kunstmuseen bciprach Professor Dr. Gross e-Fretturg t. B. Er betonte, oag
tistik der Aktiengesellschaften. Nevmarck-Parrs betonte die Nvtwendigkett einer einheitlichen Bilanzmethode für alle Miengesellschaften und trat für die Ausstellung von Bttanz-Schemata durch die staatlichen Organe ein. Lexis-Göttingertt sprach über Fortpflanzung und Sterblichkeit. — Die erste Sektion be- kMidelte das Thema ~i)er Repräsentationsmechode, die zweite die Ueberwälzung derZölle ans Ko n s um ent en und Industrie; in der dritten sprach der Präsident des stattftischen Instituts Menck über die internationale B r a n d st a t i st i L.
Kaiser Wilhelm chber das deutsche Lied. Bei der Vorstellung im Schönbrunner Schloßtheater zog Kaiser Wilhelm, wie ans Wien gemeldet wird, den Komponisten Koschat nach den musttalischen Vorttägen in ein Gespräch, in dem er nenevdings interessante Bemerkungen über die Aufgabe der Männergesangvereine und über die Pflege des deutschen Liedes machte. Der Kaiser lobte zunächst Koschats Kompositionen. „Diese einfachen Lieder", sagte er, „aus dem Gemitt und aus der Seele hervorgeholt, mit ihren schönen Melodien verfehlen nie chre Wirkung. Herz und Gemitt müssen ans einem Liede erklingen, wenn das Volk es singen und wenn es wirken soll. Notwendig ist es, die Kompositionen so zu gestalten, daß die menschliche Stimme durch, ihre Wiedergabe nicht zu stark angestrengt wird. Manche Konrponisten behandeln die menschliche Stimme rein wie ein Instrument. Ob das ein Kunstgenuß ist, wenn man sieht, wie sich die Sänger bemühen, sich in Akkordfolgen und theoretischem Aufbau zu überbieten, überlasse ich dem Urteile jedes Kunstverständigen. Das volkstümliche Lied kann auch zur Veredelung des Patriotismus dienen, aber nur, wenn es leicht faßlich ist." Auf den Frankfurte r Sängertoetiftreit kommend, sagte der Kaiser noch, es habe ihm- ein großes Vergnügen gemacht, Kienzls Volkslied zu hören, in dem die Kraft und die Jnnigieit des echten Volksliedes liege. Von Hegar sagte der Kaiser, dieser sei gewiß ein ausgezeichneter Künstler, aber für die Mehrheit der Gesangvereine schreibe er zu schwer. Gelvuudert habe es ihn, daß in Frankfurt gar nichts von Silcher gesungen wurde.


