Schließlich wurde der Bulle in eine Ecke getrieben und ge-
gcrn als
Vogtland,
war. Der
Berlin, 22. Juli.
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
der Festung Weichselmünde angetreten.
Mark; 2. Qualität 320—375 Mark; 3 Qualität 250—300
und Lelonek Händel anfingen.
nur
nur aus
mit Stühlen und Knüppeln auf ihn ein. Makroß blutete aus
Telephonischer Kursbericht.
Fra#i klare ». J«., 23. Juli 1903
7fl% Reichsanleihe
3
4% Oesterr. Goldrente .
■1/6% Oesterr. Silberrente
4
Oerichtssaal.
Die Strafkammer verurteilte den
22. Juli.
Aachen
Metall-PutzmitteiE
I Folgen des Tabakgenusses auf die Funktionen der Lungen, des Herzens, der Verdauungsorgane und den Gesamtorganismus. Professor Dr. Wtley, der Chef des staatlichen Chemiedepartements, ist zur Leitung der Versuche ausersehen, welche Imit 18 Individuen vorgenommen werden sollen. Während des ersten Versuchsmonats sollen die Leute gar keinen Tabak bekommen. Nach dessen Ablauf werden die Leute in drei
* Folgende Reiseziele werden den verschiedenen Berufsarten von einem Witzbold empfohlen. Es sollen reisen: die Rezensenten nach Rügen, die Verliebten nach Küßnacht, die mit Appetit Gesegneten nach Essen, die Schlächter nach Darmstadt, die Verkaterten nach Heringsdorf, die Starken
Mark; öftere Kühe Hum abmelken 200—220 Mark; fette Rinder pro Zentner Schlachtgewicht 1. Qualität 65—67 Mk.;
2. Qualität 62—64 Mk. Die Kälberpretse stellten sich pro Zentrier Schlachtgewicht 1. Sorte (Tiere über 50 Pfund) aus 65—70 Mark; 2. Sorte (zwischen 40—50 Pfund) 58—62 Mk.;
3. Sorte (leichtere Tiere) 54—56 Mark. Das Geschäft in Fahrochsen ging ebenfalls recht langsam, und Transporte, welche aus Bayern an den Markt gekommen wa en, und
von Anmeldungen von Leuten empfangen, welche Versuchsobjekte dienen möchten.
Gruppen geteilt, nämlich in Raucher, Kauende und Schnupfende, welchen in graduell steigenden Quantitäten alle 9lrfen von Zigarren, Zigaretten, Pfeifentabak, Kautabak und Schnupftabak verabfolgt werden sollen. Während des letzten Ver- suchsmonats soll wie während des ersten Monats vollständige Tabakabstinenz stattfinden. Dr. Wiley hat bereits Hunderte
mehreren Wunden und blieb im Saale liegen. Beistehen durfte ihm niemand, da die Rasenden sofort mit Stühlen nach den Helfern warfen. Der Gastwirt Orzegowski und seine Frau sind schwer verletzt. Schließlich demolierte die Bande Türen und Fenster, zerschlug Mobilar und Gläser. Auch Lampenkronleuchter wurden herabgeworfen. Das vergossene Petroleum fing Feuer und setzte die Trümmer in Brand.
Herr v. Hammerstein hat sicherlich starke Eindrücke gewonnen, wenn amtlich zugestanden werden muß, seit einem halben Jahrhundert sei ein solches Unheil nicht dagewesen. Dementsprechend, bei dieser Größe und Ungewöhnlichkeit der Katastrophe, mußte eben der preußische Staat sofort und mit erheblichen Geldmitteln eingreifen, statt daß diese Aufgabe der Mildtätigkeit zugeschoben wurde. Zu exakten Feststellungen war denn immer noch Zeit und Gelegenheit. Jede Aufwendung wäre vom preußischen Landtag ohne weiteres nachträglich gebilligt worden. Es ist zu hoffen, daß nach dem Telegramm des Kaisers „etwas mehr Dampf" entwickelt wird."
Die „Naüonalztg." schreibt: Man dürfe mit Zögerungen nicht zu weit gehen, sonst würde man Gefahr laufen, daß der scharfe Tadel, der schon heute in der Presse hervortritt, zum mindesten den Schein der Berechtigung erlange. Soeben erläßt auch^der Vaterländische Frauenverein in Berlin einen Auftus zu Sammlungen.
dem Ridnauntale ist ein dort beschäftigter Arbeiter abgestürzt und war sofort tot.
• Typhus. In Saarbrücken und Malstatt-Burbach und dem angrenzenden Fischbachtale ist der Typhus ausgebrochen. Eiue große Anzahl Erkrankungen ist bereits iestgestellt.
* Grobe Exzesse bei einer oberschlesischen Hochzeit werden aus Myslowitz gemeldet. Bei dem Restaurateur Orzegowski in Städtisch-Janow wurde eine Hochzeitsfeier veranstaltet, die der Gendarm Makroß zu über-
. 27.15 . 92.40 . 91.00 . 98.70 . 209.10
187.50 . 136.80 . 147.40 . 155.00 . 143.50 . 18.00 . 191.70 . 218.25 . 178.00 . 181.75
do.
Konsole .
do. , .
Hessen
Oberhessen
• Untersuchungen über die Wirkungen des Tabakgenusses. Seitens der amerikanischen Regierung
. 102.20 . 90.95 . 102.10 . 91.05 . 101.20 . 100.00 . 102.90
101.20 . 101.65 . 103.20 . 49.35 . 30.80 . 34.15 . 130.80
44.25
40.90
Festung verurteilt worden war, hat jetzt seine Strafe auf Iper Handel" in fetten'Hern,' ^^che^b^g^"^ah.l«icher der Festung Weichselmünde angetreten. angeboten wurden als sonst, war ruhig. Infolgedessen
• Venedig, 22. Juli. Der Gemeinderat beschloß, die konnten die Gießener Rindsmetzger ihren Bedarf am Markt Demission der Campanile-Architekten Beltrami und Morelli äu nicht zu hohen Preisen decken. Die gleiche Tendenz zeigte anzunehmen und den Wiederaufbau des Campanile Per Kälbermarkt, den in der Hauptsache die Frankfurter, einem fünfgliederigen Ausschuß zu übertragen. I Nauheimer und Wiesbadener Händler machten, welche be-
'Innsbruck, 22. Juli. Von etner Sergroiefe auf Ä”LS“>Jten ta
- - 1 ' l Handel' ui alteren Schlachtkuhen war sehr schlecht, da es
jür diese Ware an Reflektanten fehlte. Gehandelt wurden Milchkühe frischmelkend und tragend pro Stück 1. Qualität 400—475 Mark, vereinzelte schwere Tiere bis über 500
Mk. aneignete, zn 3 Jahren Gefängnis.
— Das besteuerte „Süße Mädel". Heinrich Rein- ~ " i »Das süße Mädel", erklärte
wachen hatte. Letzterer schritt em, da die Arbeiter Jaroczok! aus Bayern an den Markt gekommen wa ?n, Als die Raufbolde eine sehr durchschnittlich schöne Exemplare aufwiesen, fanden drohende Haltung zeigten und den Makroß angriffen, zog schwer Nehmer, da die Kundschaft für Fahrvieh dieser sein Seitengewehr und versuchte sich zu wehren. Sofort oer Provinz am Plutz war, und fremde Muser ausgeblieben sprangen mehrere Burschen auf den Beamten los, warfen waren. Gehandelt wurden das Paar Gangvieh 1. Sorte ihn zu Boden, entrissen ihm Säbel und Helm und schlugen [850 950 Mark; 2. Sorte 750—820 A^ark; 3. ^orte 675—725 -..... - - — - - " ■ ■ oIMark. Der Markt blleb rn allen Vrehgattungen allerdings
Lelonek setzte sich den Helm des Mokroß auf, schwang den Säbel und rief „jetzt bin ich Gendarm!" Den Helm und Säbel trug er dann fort. Die von dem Krawall benachrichtigte Myslowitzer Polizei entsandte mehrere Schutzleute, welchen es nach langem Suchen gelang, die inzwischen geflüchteten Exzedenten auf dem Felde, auf Wiesen, in Heuhaufen und in dem nahen Walde festzunehmen.
* Ein seltsamer Zweikampf hat kürzlich in der Grafschaft Essex zwischen einem Stier und einem — Kraftwagen stattgesunden. Dort besitzt ein Farmer namens John Phillips mehrere in einiger Entfernung von einander liegende Grundstücke. Um diese rasch hintereinander besuchen zu können, schaffte er sich einen Kraftwagen an, dessen Erscheinen auf einem der Feldwege das ganz besondere Mißfallen eines bösartigen Bullen erregte. Es war ein gemeingefährliches Tier, beinahe so gefährlich wie ein bengalischer Mantiger, denn es hatte bereits zwei Männer zu Tode getreten und einen dritten lebensgefährlich verwundet, als es auf neue Abenteuer aus- öinq und des Kraftwagens ansichtig wurde. Das Tuten der! früheren Wirt Houben, der als Beamter der Brasilianischen Bank <'ärmtromuetc verseilte den Bullen in unglaubliche Wut. Mit üir Deutschland in Rio de Janeiro. mit anderen Personen zusammen _aimi on pcic ucr]ebic oen £uu.cn in mj > (s.l)ecf§ im Betrage von 120000 Alk. fälschte und |icl) davon 40000
Dorgestreckten Hornern, den Schweif hoch m der-uft, stürmte 21l wn-™ Gelänanis.
er auf das Automobil ein. Der Farmer, der sah, daß ein _ . „ _ .
Zusammenstoß unvermeidlich war, erhöhte die Fahrgeschwindig-1 Hardt, der Komponist der Operette
. Globus
wurden durch die neuen Waffermaffen wieder vernichtet. Ikeit und Automobil und Bulle stießen mit furchtbarem Getös In kurzer Zeit ist das ganze Bieletal und das Dorf voll- aufeinander. Der Bulle rollte in den Staub, war aber bald * gr\9fi „ « r • l , wieder auf den Beinen und erneute seinen Angriff. Diesmal
Aus Breslau, 22. Juli, wird geschrieben: Em hatte der Farmer seinen Kraftwagen mit raschem Ruck ge- CeJe9r°wm des Kaisers aus Norwegen hat beim Ober- kehrt und war als Angreifer dem Bullen an das Hinterteil prafibtum Bericht über die Hochwasserschäden eingefordert und gefahren. Das Tier stürzte, sprang rasch auf, schüttelte sich schnelle und ausre chende Hilfe zugesichert Die Schnelligkeit und kam zur Einsicht, daß der Kraftwagen ihm über sei. der staatlichen Hilfeleistung ist allerdings sehr angezeigt. Wenn Unter lautem Brüllen floh es, von dem Kraftwagen verfolgt. 20 000 Schlesier dem wirtschaftlichen Zusammen- Schließlich wurde der Bulle in eine Ecke getrieben und ge- bruch, der Verzweiflung überliefert sind ohne rasche und bunden. Seither ist ihm die Kampflust verflogen.
tatkräftige Unterstützung, wenn, wie der Aufruf besagt, der * Untersuchungen über die Wirkungen des materielle Schaden sich aus Millionen beläuft, dann Tabakgenusses. Seitens der amerikanischen Regierung nimmt es sich nicht erhebend aus, daß die preuß. Regierungtwerden Vorbereitungen getroffen für eine im nächste.. Herbst die Lmderung der augenblicklich drängenden Not zunächst der vorzunehmende eingehende wissenschaftliche Untersuchung der Privatwohltätigkeit überlaßt und sich vorbehält, „erst nach'^ ' ‘ ~ ' * - - ' ' - 1 - b
Eingang der Berichte definitiv Stellung zu nehmen". Es ist nur ein Segen, daß die öffentliche Opferwilligkeit in solchen Fällen nicht die genaue, aktenmäßige, auf Heller und Pfennig berechnete Feststellung des Umfanges einer Katastrophe abwartet, sondern ohne Besinnen in den Beutel greift. Aber was find ein paarmal hunderttausend Mark, die im günstigsten Falle nach Wochen zusammenkommen, angesichts einer Lage, die von Tag zu Tag, man darf ohne Uebertreibung sagen, von Stunde zu Stunde sich verschlimmert! Not und Elend warten nicht auf amtliche Konstatierung. Ueberdies, der Minister Frhr. v. Hammerstein-hat sich mit eigenen Augen in unserer Provinz umgesehen — was bedarf es weiter?
nicht sehr erheblich überständig. Nächste Markttage: 4. und 5. August. Am zweiten Tage auch Krämermarkt.
Kirsche nm arkt. Der gestrige Kirschenmarkt auf Oswald-garten bot, wie nicht anders zu erwarten war, den Freunden unserer oberhessischen Kirschen eine rech-tei >Ent>- tüuschung. Erstens war, wegen der Mißernte, der Vorrat I nicht groß und dann waren die Preise *ür gute Ware nicht billiger als bei unseren Händlern, wo man das Pfund Kirschen ebenfalls mit 30—35 Pfennig alle Aage kaufen kann. Dagegen hatte der Krämer Markt bei dem günstigen Wetter viele Landbewohner nach der Stadt gelockt, welche nicht nur dort, sondern auch in den Läden der Neustadt, Marktstraßie, Marktplatz., Mausburg re. lebhaft fellschten und ihre Waren einkausten.
Berlin, 23. Juli. Aus dem zu Ehren der amerikanischen Währungs-Kommission veranstalteten Empfangsäbeud wurde von deutscher und amerikanischer Seite der Notwendigkeit eines guten Einvernehmens zwischen beiden 97ntion.cn Ausdruck gegeben. Der Leiter der amerikanischen Kommission, Hanna, und der Leiter der mexikanischen Kommission, Creel, versicherten, daß sie in keinem der bisher von ihnen besuchten Länder bei den Vertretern der Regierung wohlwollendere Aufnahme und verständnisvolleres Eingehen auf ihre Vorschläge gefunden haben, als in Deutschland.
Ueuejte Ulewuiigru.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
Frankfurt a. O., 23. Jul. Ein schwerer Jagd- unfall ereignete . sich m der Neumark. Der Bankier Zander aus Groß-Kammin erhielt von einem Jagdgenossen eine volle Ladung Rehposten in den Kopf. Er wurde lebensgefährlich verletzt in das hiesige Krankenhaus geschafft. _ London, 23. Juli. Bei oem Tiner, das gestern im ^peiiesaab des Unterhauses zu Ehren der französischen Parlamentarier veranstaltet wurde, hoben alle Redner Oie wachsende Freundschaft zwischen England und Frankreich hervor und erklärten, es liege wenig Grund vor, anzunehmen, daß künftig ernste Differenzen zwischen beiden Ländern entstehen könnten. Die Morgenblatter geben in ihren Leitarftteln der Freude über die Kundgebung Ausdruck und sagen, sie sei ohne Gleichen in der Geschichte des Unterhauses.
Rom, 23. Juli. Das Telegramm desdeutschen Kaisers ist rn allen Kreisen des Vatikans mit rückhaltlosem Beifall ausgenommen worden. Man vergleicht mit dem warmen Ton des Kaisers die vielen Depeschen anderer Staatsoberhäupter. Die Depesche Roosevelts ries glerchfalls einen günstigen Eindrua hervor. — Von Lissabon r,t ver päpstliche 'Nuntius Ajuti und der Kardinal-Patriarch zum Konklave eingetroffen.
Rom, 23. Juli. Zu Stimmensammlern beider Papjtwähl wurden die Kardinale Respighi und Eaisetta ernannt. Kardinal Vanutelli besuchte Ram- volla und hatte mit ihm eine zweistündige Unterredung, der man große politische Bedeutung beilegt. — Da Kardinal Oreglia oie italienische Regierung nicht amt- lr a- von dem Ableben des Papstes in Kenntnis gesetzt hat, wurde die öffentliche Trauer wieder ausgehoben. Die Theater spielten wieder, die Läden waren geöffnet. Auf den Plätzen fanden öffentliche Konzerte statt.
Rom, 23. Juli. KardinalOreglia, der sehr leidend aussieht, erklärte, er hoffe, der Papst werde recht bald gewählt werden, das Interregnum laste schwer auf seinen Schultern. Daraus will man schließen, daß die Wahl Oreg- lias zum Papst unmöglich sei, da dessen Pontifikat aller Wahrscheinlichkeit nach nur von kurzer Dauer sein würde.— Das Testament Leos ist völlig mit eigener Hand geschrieben. Es beginnt mit religiösen Mahnungen und drückt alsdann den bestimmten Willen aus, das alles, was m seinem Besitz vorgefunden werde, auch die ihm persönlich gemachten Geschenke, der Kirche zufallen sollen, Seme Familie dürfe nichts beanspruchen, da er sie schon bei Lebzeiten reichlich bedacht habe.
Wien, 23. Juli. Die jüngste Schwester der ermordeten Königin Draga hat von einem reichen Großgrundbesitzer zu einer Vortrags-Tournee über das er bische Künigsdrama einen größeren Betrag erhalten. Die Tournee soll sich auf alle größeren Hauptstädte erstrecken.
Tetjchen a. d. Elbe, 23. Juli. Ter berüchtigte Mädchenhändler Gustav Presse aus Kiel wurde von der hiesigen Polizei in dem Augenblick verhaftet, als er mit einer Anzahl junger Mädchen, die er in Böhmen augeworben hatte, nach Hamburg abreisen wollte. Die Mädchen wurden in ihre Heimat zurückbefördert.
behuss Bemessung seiner Personal-Einkommensteuer für das Jahr 1902 sein Einkommen im Jahre 1901 mit 2800 K. als Ertrag seiner schriftstellerischen Tätigkeit, worauf ihm eine Jahressteuer von 32 K. vorgeschrieben wurde. Einige Wochen später wurde er von der Steuer-Administration Währing bei Wien wegen Steuer- Hinterziehung zu einer Geldstrafe von 12,352 K. verurt e i l t und ihm eine Steuer von 1428 K. aufgetragen. Tie Steuerbehörde erklärte in der Begrüiidung des Strafurteils, Rein- hard habe den gepflogenen Erhebungen zufolge aus seiner Operette „Das süße Mädel" ein Jahres-Einkomrnen von 41 000 K. bezogen. Er sei verpflichtet geweseli, diese mutmaßliche Taiitiemen-Einnahme lur ein Jahr bereits in dem Bekenntnisse pro 1901 zu fatieren. Der Komponill wendete ein, daß er vom Oktober bis Dezember 1901 kein Einkommen aus der Operette bezog, da er liachiveislich in diesem Zeiträume 5825. K. 62 H. Tantienien eingenommen, für Horwrar, Drucklegurig, Geschenke, Kränze, Blumen re. aber 6679 K. 90 H. verausgabte, Er habe demnach im Jahre 1901 ein Defizit gehabt, das nach gewöhnlichem Verstand nicht als steuerbares Ein- kommeii zu betrachten sei. Reinhardt brachte durch Regierungsrat Dr. ^oteger bet der Finanz-Landesdirektion einen Rekurs ein. dem dahin stattgegeben wurde, daß die Geldstrafe von 12 365 K. auf 60 K. herabgemindert w nr d e.
nach Herkulesbad, die Aufgeregten nach Wildbad, die Aristokraten nach Adelsberg, die Kahlköpfigen nach Harburg, der Klerus nach Bischofswerda, die Hitzigen nach Eisleben, die _____ ITenöre nach Singen, die Ingenieure nach Zweibrücken und Heute morgen vergiftete diedie Annen nach Geldern. (Warum nicht auch die Weberssrau Bliß sich und ein kleines Kind, während zwei Ortner nach Gteßen?) ältere Knaben entflohen waren. Die Ursache zu der Tat soll in ehelichen Zwistigkeiten zu suchen sein.
• Essen a. d. Ruhr, 22.Juli. Auf der Zeche Pauline bei Werden ereignete sich eine Dynamitexplosion. Zwei Arbeiter wurden getötet.
* Hamburg, 22. Juli. Die gerichtliche Oeffnung der Leiche des Berliner Bankiers Schindler ergab Selbstmord. Die vermißte Ehefrau wird nicht steckbrieflich verfolgt, sondern als vermißt gesucht.
• Danzig, 22. Juli. Graf Pückler - Klein-
* Bös verrechnet hat sich in Plauen im Vogtland, wie ein dortiges Blatt schreibt, ein Jurist, der bei ; er letzten Reichstagswahl als Agitator für das Kartell tätig Polrtcker war eine Wette eingegangen, wonach er für jede Stimme, die der Kandidat der freisinnigen Volkspartei, Fabrikant Arnold v. Schwarze in Plauen, über 3 000 hinaus erhalte, eine Flasche Sekt geben wollte. Nach dem Ergebnis der Reichstagswuhl hat er um nahezu 4000 Fl aschen Sekt verloren!
Gießen, 22. Juli. V i e h m a r k t b e r i ch t. Ter dieswöchige Viehmarkt hatte einen Austrieb von ca. 1200 Stück Milch- und Fettvieh, ca. 240 Kälbern und 220 Stück Gangochsen. Das Geschäft in frischmelkenden Kühen war nicht so flott, wie man es nach den guten Futteraussichten und besonders dem letzten fruchtbaren Regen erwartete,, obschon es an Kundschaft vom Rhein, Main, von der Nahe, der Mosel und der Sieg nicht fehlte. Die Handelsleute ver- '* wjy». SSJ&K
Neumann m Glogau zum Zweikampf zu zwei Monaten daß sie beim Weiterverkauf nichts verdienen würde.c. Auch
8% 3V,% 3% 5V2% 37,%
4% Ungar. Goldrente . 4% Italien. Rente . .
4*/,96 Portugiesen . .
•3°/. Portugiesen. . . .
1% C. Türken . . . Türkenlose.....
4% Grieoh. Monopol.-Anl. 41/, % äussere Argentiner
3% Mexikaner 4V2V0 Chinesen Electric. Scbuckert . Nordd, Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Konunandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . . . Gotthardbahn . . . Laurahütte .... Bochum ..... Harpener ....
Tendenz: fest
.., x*_-. 'ja," ,•
Kirchliche Nachrichten.
Hrrüesdienll der rsraelitischen Keliglonsgesrllschaft.
Sabbathfeier am 25. Juli 1903.
tyreiiagabenb 7.45 Uhr. Samslag Vormittag 8 Uhr. Predigt.
Nachmittag 4 Uhr.
Sabbathausgang 9.10 Uhr.
Wochengottesdienst: Morgens 6 Uhr, abends 7.39 Uhr.
MtesKastkn der KedaKttan.
(Anonyme 'Anfragen bleiben unberücksichttgt.)
. ,9X- T. Nach dem amtlichen Ergebnisse wurden in Hessen bei
den letzten Reichstags wählen folgende Stimmen abgegeben: go^emofraten 69130 (1898: 48 942), Nationalllberale 68 865 (38 368), Zentrum 33163 (18 599), Antisemiten 10 595 (9373> tfWnmge Volkspartei 9748 (9125), Bund der Landwirte 2529


