Ausgabe 
23.6.1903 Erstes Blatt
 
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Dienstag 23. Juni 1903

153. Jahrgang

Erstes Blatt.

Nr. 144

Erscheint täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Kamillen- blätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck n. Ver­lag der Brüh l sschen Unwers.-Buch» u.Stein- bruderte (Piets ch Erben) Redaktion, LrpedUiou und Druckerei:

Schnlstraße 7,

Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.

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General-Anzeiger w ä».

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Amts- und Anzeigeblatt für den weis Gießen ZMZ

? zeig enteil: Hans Beck.

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Zur Stichwahl.

Die Herren Köhler uni) Krumm bestreiten in Zu­schriften an uns die Richtigkeit unserer gestrigen Meldung von dem gemeinsamen Plcmderstundchen am 17. d. M. im Hause des Herrn Bürgermeisters Köhler ab. Herr Köhlerr behauptet, wir seien mit dieser Nachricht ,/angelogen" wor­den. Dazu können wir bemerken, daß uns diese Mitteil­ung von einer der angesehensten. Gießener Persönlichkeiten zugegangen war, unb zwar stützte sich diese Nachricht aus eine Bemerkung eines dem sozialdemokratischen Reichstags- kaudidaten Gießens persönlich sehr nahe stehenden Herrn. Herr Köhler behauptet ferner in der Zuschrift an uns, daß Leine Verhandlungen irgendwelcherÄrt zwischen ihm, der Leitung des Bauernbundes und dm Soziis stattgefunden" haben. Herrn Krumm sah und sprach er, wie er uns schreibt, das letzte Mal in Langgöns im Mar 1903. Herr Krumm bezieht sich sogar auf das Preßgesetz, indem er uns schreibt:

»Die ganze Notiz über Kompromißverhandlungen zwischen Herrn Köhler-Langsdorf und mir ist von AZ erfunden".

Sei dem, wie ihm wolle, mit Unwillen und Betrübnis muß man es jedenfalls wahrnehmen, daß zum mindesten ein Teil der Gefolgschaft des Herrn Köhler die Be­deutung des sozialdemokratischen Erfolges und das Wesen der sozialdemokratischen Gefahr verkennt. Vielleicht tröstet er sich damit, die Millionen, die jetzt auf den ersten Hieb mehr als fünfzig Abgeordnete gewählt haben, ver­ständen wenig von der sozialdemokratischen Lehre, sie seien keineswegsGenossen" und hätten nur ihrer eigenen Unzu­friedenheit Ausdruck geben wollen. Als ob das Wesen der Sozialdemokratie in einer abstraktenLehre" bestände! Als ob die sozialdemokratische Politik das Volk zu sozialistischen Professoren erziehen wollte! Als ob eine politische Bewegung überhaupt in irgepd welchen theoretischen Grundsätzen die Wurzeln der sie treibenden Kraft haben könnte! Nein und nochmals nein! Die Sozialdemokratie ist etwas sehr ein­faches und gerade in ihrer Einfachheit um so Gefährlicheres. Die politische Aufgabe der Sozialdemokratie ist es, der Masse die Herrschaft im Staate in die Hände zu spielen. Das Ziel der Sozialdemokratie ist die Entthronung des Kaisers und der Fürsten. Der Weg dazu ist die schrittweis vor sich gehende Verwandlung der bestehenden monarchistischen Konstitution in das parlamentarische Scheinkönigtum. Gegen die Mon­archie und die Religion! das ist die eigentliche sozial­demokratische Wahlparole und das ist zugleich seit Jahren die sozialdemokratische Kampfparole gewesen. Es ist der Sozialdemokratie gelungen, die brutalen, egoistischen Massen­instinkte zu wecken, die Massengefühle zu beherrschen und ine Massen selber herrschaftslüstern zu machen. Es ist der An­sturm gegen die Monarchie, der alle Patrioten zur Ver­teidigung unserer höchsten vaterländischen Güter auf die Schanzen ruft.

Gerade eine Partei, die ihr Deutschtum vor allem Anderen betont und hochhält,' sollte es als eine Schmach empfinden, daß überhaupt die Frage, ob sozialistisch oder national, im Lande der deutschen Treue, der monarchischen Konstitution auch nur aufgeworfen werden kann! Darum ist der bekannte Aufruf des Wahlausschusses der deutsch- sozialen Reformpartei politisch klug nicht zu nennen. Ebensowenig wie im gewöhnlichen Leben soll man sich auch in politischen Dingen von Mißstimmungen leiten lassen und es ist anzunehmen, daß nur ein sehr kleiner Teil der Wähler des Herrn Köhler der Aufforderung des Ausschusses Folge leisten, der weitaus größere aberhöheren" und einsichtsvolleren Weisungen sein Ohr schenken wird, trotz aller so eigensinnigen als unpatriotischen Erklärungen des Wahlausschusses.

Nimmermehr können wir glauben, daß die seßhaften Landwirte unseres Wahlkreises durch Wahlenthaltung einem Sozialdemokraten zum Siege verhelfen wollen, und Wahlenthallung von Seiten der Anhänger des Herrn Köhler würde ganz un­zweifelhaft unseren Wahlkreis, vielleicht für immer, der Sozialdemokratie ausliefern. Darüber kann fein Zweifel be­stehen; Herr Krumm wird, durch eifrige Agitation und unter­stützt durch Parteiführer, die für die Stichwahl frei sind, seine Stimmenzahl noch erheblich steigern. Nur stärkste Wahl­beteiligung von Seiten der Bürger und Bauern, die seine Gegner sind, kann seinen Sieg verhindern.

Man sollte meinen, daß die Entscheidung darüber, welcher von beiden Kandidaten den Landwirten der genehmere sein müsse, leicht sei. Auf der einen Seite steht Herr Heyligenstaedt, zwar kein Bauer, aber ein Mann, der in seinem ganzen politischen Ver­halten von jeher gezeigt hat, daß er auch volles Ver­ständnis für die Interessen der Landwirtschaft besitzt. Heyligenstaedt hat bereits wiederholt erklärt, daß er bereit sei, einzutreten für die landwirtschaft­lichen Schutzzölle bis zu der Höhe, wie sie im Zolltarif festgesetzt ist, außerdem für energische Abwehr jeder Viehseuchengefahr. Auf der anderen Seite fleht Herr Krumm, ein entschiedener Gegner von Zöllen, die, auf landwirtschaftliche Pro­dukte gelegt, deren Preis steigern sollen. Herr Krumm ist Mitglied der internationalen Sozialdemo­kratie, der Partei, die durch Wort und Tat fortgesetzt schmäht und herabwürdigt unsere Errungenschaften aus dem Jahre 1870, der Partei, die unsere ganze Staatsordnung

umgestalten und an deren Stelle, ein kommunistischen Staats­wesen setzen will, in welchem es ein Eigentum an Grund und Boden, cur Maschinen und Werkzeugen, an Kapital, sei es groß oder klein, nicht mehr giebt, einer Partei, die unser Vaterland in unabsehbare Kämpfe und namenloses Unglück stürzen würde, wenn es ihr je gelänge, ihre sogenannten Ideale zur Verwirklichung zu bringen.

Es ist evn trauriges Zeichen unserer Zeit, aber ein Merkmal, wie weit diese unselige Verhetzung zwischen Stadt und Land, zwischen Arbeitgeber und Arbeiter schon gediehen ist, daß heute, kaum 30 Jahre nach der von ganz Deutschland mit Jubel begrüßten Gründung des Reiches und Schaffung eines deutschen Kaisertums, Millionen deutscher Wähler einer solchen Partei ihre Stimme geben.

Wollt Ihr, Bürger und Bauern unseres Wahlkreises, Euch diesen Millionen anschließen? Wir können es nimmer­mehr glauben, und erhoffen von Eurem gesunden Sinn und Eurer politischen Einsicht, daß Ihr der von der deutsch-sozial/en Reformpartei gegebenen Wahlparole nicht folgt, sondern Eure Stimmen vereinigt auf den Kandidaten der liberalen Parteien

Herrn Heyligenstaedt.

Aus Darmstadt erhalten wir folgendes Telegramm unseres sd.-Jtorrefonbenten:

Wie wir gerüchtweise vernehmen, wird im Falle der wahr­scheinlichen Niederlage des Abg. Ulrich in Offen­bach der im Kreis Darmstadt- Groß-Gerau gewählte sozialdemokratische Abg. Cramer die Wahl nicht an» nehmen, sondern das Mandat Hrn. Ulrich für den hiesigen Kreis antragen, sodaß wir erneuten Wahl­kämpfen errtgegensehen.

Die Meldung scheint uns, so verblüffend sie auch ist, durchaus nicht unwahrscheinlich, und die hessischen Sozial- demokrate'fl würden gewiß. Herrn Cramer als einen Helden der SelbsÄntäußerung und Selbsterkenntnis schätzen, sollte der Ausgang des 25. Juni ihn zu diesem Entschluß führen. Jedenfalls wird die Sozialdemokratie in Hessen kein Mittel unversucht lassen, um ihrem geistigen Führer einen Sitz im ReichspcuLament zu verschaffen.

Ueb'ftgens wird heute abend die Stadt Offenbach um der schönen Siugen des Herrn C. Ulrich willen bebebelt werden. Herr Be^el wird heute dort eine Versammlung abhalten und um den Preis von 10 Pfg. pro Person die Kandidatur Ulrich empfehlen.

*

Die Nationalliberale Parteileitung in Bingen hat infolge agrarischen Einflusses den Beschluß gefaßt, für das sonst von den Nationalliberalen so eifrig bekämpfte Zentrum und gegen den bekannten freisinnigen Abg Reinh. Schmidt einzutreten. Das sozialdemokra- trsche.Wahlkomitee des Wahlkreises Alzey-Bingen fordert dagegen, logischerweise für die Stichwahl zur Stimmabgabe für den Freisinnigen Schmidt auf.

In der neuesten Nummer desFreien Wortes" (Frank­furt a. M Neuer Frankfurter Verlag) schreibt ein National- liberale>c:

Der Liberalismus ist klerikal geworden! ... Es dars nicht der Sozialdemokratie allein überlassen bleiben, in Deutschland die G e i st e s f r e i h e i t und den g e i st i g e n Fort­schritt zn schützen. Gerade der nationalliberalen Partei sollte die Pflicht einleuchten, in ihren Parteigängern die freiefte, vor­geschrittenste Weltanschauung zu fördern und zugleich eine erhaltende staalssreundliche Gesinnung zu pflegen. Die Nationalliberalcn sollten, 'jeder durch sein eigenes Leben, zeigen, daß man ein Freund der Gc/istessreiheit sein kann, ohne falsche oder übereilte politische Folgerungen zu ziehen und ohne einer haltlosen Lebensführung zu aerfallrn.

Stimmenthaltung beschlossen die National-- liberalen für die Stichwahl in Speyer zwischen Zen­trum und Sozialdemokrate n, als Antwort auf die vom Zentrum proklamierte Stimmenthaltung bei den badi­schen Stichwahlen zwischen 'Nationalliberalen und Sozial­demokraten.

Wie das ,^8-erl. Tagebl." aus Leipzig berichtet, hat Reichsgerichtsrat Spahn am Freitag vom Grafen Posa- d o w s k y aus Berlin ein Telegramm erhalten des In­halts». er möge sofort nach Berlin kommen. Da Dr. Spahn dies wegen einer wichtigen Sitzung abgelehnt hat, trafen Graf Posadowsky und Abg. Dr. Bachem in Leipzig ein, um über,' ein Zusammengehen der Ordnungspar­teien mit dem Zentrum für die Stichwahlen beson­ders! in West- und Süddeutschland zu verhandeln. Die Eiir i g un g ift auch erfolgt unb daraufhin sind am Samstagabend zahlreiche Telegramme vom Abg. Dr. Spahn ab^eschickt worden.

Das Provinzial-Wahlkomitee der schlesischen Zen- trumspartei empfiehlt seinen Wählern bei der Stich­wahl im Wahlkreise Glogau für den Konservativen Quehl un& gegen - den Freisinnigen Hoffmeister zu stimmen und im Wahlkreise Löwenb'erg für den Konservativen Winters­heim gegen den Freisinnigen Kopsch zu stimmen. Dafür werden un Wahlkreise Pleß Rybnit btc Konservativen den Zcmtrums-Kandidaten Faiün gegen den Nationalpolen Ko- w'lllezyk unterstützen. - In Guben fordert der tvnserva live Verein seine politischen Freunde auf, beji der Stich­

wahl Zwischen Prinz Schönaich-Karolath ftm.1l.) und dem Sozialdemokraten Kotzke für den ersteren zu stimmen. In Thorn haben die Sozialdemokraten beschlossen, für den polnisch e.n Kandidaten Breiski zu stimmen, wo­durch der Wahlkreis den Deutschen verloren gehen dürfte!!! Im Kreise Mülheinr-Wupperfürth wer­den die Agrarier aufgefordert, für den Zentrums- kand id aten de Witt zu ft im men. Im Wahlkreise Czar- nikau-Colmar und Lissa-Fraustadt will das Zentrum die Polen.gegen die deutschen Kandidaten iinten» stützen. Beide Wahlkreise waren bisher in deutschem Besitz­stände. Die klerikaleGermania" erklärt, daß für die Zentrumswähler überall und unter allen Umständen die Parole gelten müsse, daß es durchaus unzulässig sei, eine Stimme für d en sozialdeimo irakischen Kandidaten abzugeben.

Die im Wahlkreise des freif. Abg. Dr. Barth erscheinende Kieler Ztg.", das Hauptorgau der freif. Partei in Schles­wig-Holstein, erklärt sich für die unbedingte Unterstützung aller bürgerlichen Kandidaten gegenüber der Sozialdemo­kratie und für das Großherzogtum Baden hat die frei- finnige Volkspartei die Parole gegen die Sozialdemokraten ausgegeben. Aufsehen hat es erregt, daß dieNational- ztg." für den Freiberger Wahlkreis (Sachsen) den unver­blümten Rat gegeben hat, den konservativ-bündlerischen Dr. Oertel durchfallen zu lassen und den Sozialdemokraten zu wählen. Darüber ist die nationalliberale ,^)ih.-Dkstf. Ztg." mit Recht erbost und schreibt:Cs ist geradezu eine Schmach, daß dienationalliberale"Nationalztg." energisch den Wählern rät; für den Sozialdemokraten gegen die Konservativen einjutreien. Und solches Blatt wag^.noch besondersNational" als Name sich zu geben. Der Titel müßte entschieden geändert werden."

DerNat.-Ztg." zufolge haben jedoch jetzt die Liberalen in Freiberg sich entschlossen, zu der Stichwahl die Partei gegen den Sozialdemokraten aufzufordern.

Politische Tagesschau.

Der preußische Fiuauzmmister Frhr. v. Rheiubabeu wird in Bälde von seiner Amerikarteise zurück er­wartet. Er hat sich sehr befriedigt über sie ausgesprochen. Er wird, wie man uns aus Berlin schreibt, feine Beobacht­ungen und Erfahrungen im Dollar lande in einer für den Kaiser bestimmten Denkschrift niederlegen.

In einem Interview hob Herr v. Rhembaben das Ent> gegenkommen dankbar hervor, das chm von allen Seiten- in den Vereinigten Staaten entgegengebracht wurde, und sagte u. a. folgendes: Der Gesamt-Eindruck, den ich em­pfangen habe, ist, daß auf Grund des natürlichen, überall zu tage tretenden Reichtums des Landes namentlich an Kohlen lund Eisenerzen in den Vereinigten Staatern eine Industrie sich entwickelt hat, die durch den Massen­absatz von überaus großen Dimensionen gerade im eigenen Lande gefördert wird und auf ihrem Vorwärtsmarsche nid# rasten wird. Besonders lehrreich und für uns nachahmungs­wert erscheint mir auf industriellem Gebiete die Spezia­lisierung unjbf die Verwendung überraschend zeiter - s p ar e n b e r Maschinen, welche die Produktionskosten verringern, für die Arbeiter und damit für das dauernde Gedeihen unserer Industrie. Im ganzen ist hüben wie drüben das gleiche Vorwärts streben zu konsta­tieren und beide Länder können viel von ein­ander lernen, so verschiedene Aufgaben sie auch zu lösen haben.

Nach einer Depesche desBerl. Tgbl." aus Philadelphia wurde dem Finanzminister von Rheinbaben vom Union- League-Klub ein Festessen gegeben.

Zu den Rohestöruugeu in Laurahütte

(vergl. unsere gestrigen Telegramme) wird heute gemeldet: In Laurahütte war eine Zentrumsversamm­lung einberufen, zu der den Großpolen der Ein­tritt verweigert wurde. Daraufhin sammelte sich vor dem Lokal eine große Menschenmenge an. Die Sicherheits­organe mußten zur Auflösung der Zentmmsversammlung schreiten. Um die Menge zu zerstreuen, wurde die Feuer­wehr herbeigerufen. Diese ging mit Wasser vor und erregte dadurch die Menge, die zum Angriff überging und sämtliche Feuerwehrgeräte in den Teich stürzte. Tausende durchzogen die Straßen und zer­trümmerten zahlreiche Fensterscheiben der öftentlichen und privaten Gebäude. Die Polizei und die Gendarmerie mußten zunächst ihre Handwaffen und später ihre S ch u ß w a ff en'gebrauchen. Beiderseits gab es zahlreiche Verwun bete, einer wurde er­schossen. Gegen Mitternacht war die Ruhe wieder her­gestellt. Vier Schwerverletzte wurden ins Lazarett gebracht. Das nachts von Beuthen requirierte Militär brauchte nicht einzuschreiten.

©in anderer ausführlicherer Bericht besagt:

Im Ludwigschen Gasthausc sollte eine von der Zen­trumspartei einberufene Wahlversammlung stattfinden. Zahlreiche radikale Polen und Sozialdemorraten, welche zu der nackMittags in Katkowitz abgehaltenen polnischen Zenrrumsversammlung keinen Einlaß fanden, wandten sich nach der Laurahütte und besetzten lange vor der festgesetzten Zeit den Saal. Vor dem Saal stand eine tausendlöpfige Menge, welche keinen Einlaß mehr finben konnte. Als der Ortspfarrer die Versammlung eröffnen wollte, setzte ein großes Johlen und Pfeifen ein. Auf den polnischen ütanbibaten Korfanty wurden stürmische Hochrufe ausge- bracht und gegen bic Geistlichkeit heftige S a; m ä y i u f e ausgestoßeii. Der Bor stand war gezwungen, bin et) eine Hintertür über Gartenzäune in die Pfarrei zu flüchten. Der Saal wurde langsam geräumt. sJütf dem