Nr. 300 ->I Blatt.
Dienstag ÄÄ. DezemlZ^ 1003
153. Jahrgang
Erschein. täglich mit Ausnahme deS Sonntags.
Di. ..Gietzener Zamilienblätter" werden dem Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der «»hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal.
Giehener Anzeiger
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P. Wtttko; für den tin^eigtntetl: 0-
Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'lch« UniversitätSdruckere» lPietlch Lrd«-, Etrtzen»
Genera?-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Eichen.
Die Heutige Wummer umsaht 12 Seiten
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Berücksichtigung der Erde als Hirnmel^korp.v deigegebenen farbigen und schwarz, n
Gebieten des Wissens. 44. Bündchen.) Verlag, von B. G. Teubner in Leipzig. (VI it. 120 S.) Gebunden 1.25 Mk. — „Tas Tiesste und Beste, was unser Volk bewegt, haben, unsere Künstler in Bilderfolgen und Illustrationen ausgesprochen." So wird ein Büchlein, das an der Hand der Geschichte das Charakteristische der Illustrationen als Kunst zu erforschen sucht, das an zahlreichen in Abbildungen wiedergegebenen Beispielen die Ergebnisse zu cnttoidcln weid, ein gut Stück „Kunsterziehung" leisten können. In diesem Sinne werden nach einer das Wesen der Illustration im allgemeinen erörterrrden, ihren Unterschied namentlich von der Mldmalerei herrorhebenden Einleitung a.le wichtigen Stujen in der Entwicklung der deutschen Illustration behandelt. Mit der karolingischen Buchkttnst beginnend, wendet die Tarstellung sich zu der Kunst in Deutschland, die die ausblüheude nationale Trchtung zu selbständigem Schassen führt, aber bald auch die „Illustration" zum „Bild" werden läßt. Eine neue Entwicklung setzt mit der bud> druüerischen Massenbücherproduktion ein: sie verlangt echten „IllustratioNZftil"; der erste primitive Holzschnitt entwickelt sich durch die Heranziehung wirklicher Künstler zur echten „Schwarzweißkunst", sie führt dann Albrecht Dürers Meisterhand in seinen Bilderfolgen zur vollen künstlerischen Selbständigkeit. Ganz in seinem Bann steht dann die Folgezeit, aus der Holbein als Meister der echten Illustration hervorragt, in seinen Bibelillustrationen wie in seinem Totentanz. Dann folgt eine lange Zeit des Verfalls. Erst in Daniel Chodowiecki ersteht die neuere Jllustratiousknnst, die dann iit Menzel einen Meister findet. Neben Menzel tritt Ludwig Richter mit seiner unerschöpflichen Fülle von Illustrationen. In der Gegenwart sanden sich wieder An- jätze zu einer wirklich gr«?Zugigen modernen Illustration, oie ausspricht, was uns bewegt, was in unserer Literatur zum Ausdruck kommt.
Dem „Berl. Tagebl." zufolge hat sich anläßlich des 100. Todestages Herders in Berlin eme H e r d e r g e s e l l - schäft unter dem Vorsitze des Kultüsministers Dr. Studt gebildet. Tie GeseUsch-ast will ebenen und Unternehmungen im Sinne pervers anregeu und fördern und sich der Goethegesellschaft anschließen.
Litteralur und Kunst.
Haus schätz älter er Kunst! Von dieser im Ver- Mae der Gesellschaft für vervielfältigende Kunst erscheinenden auf die Teilnahme der weitesten Kreise berechneten Publikation ist soeben die 20. Lieferung ausgegeben worden Rubens ist durch eilt Stück aus dem herrlichen Zyklus des Teen s Mus und durch ein männliches Bildnis, beide aus der Liechtensteinschen Galerie, vortrefflich vertreten Rembrandt durch die an Zauber der Stimmung unnachahmbare Gewitterlandschaft der Oldenburger Galerie, Terborch durch ein seines Sittenbild in Schlverrn und Wouwerman durch die „Pserdetranke" ur der Ärdu- hefier Landesgalerie. Für dre Vortresflrchkert der Radrer- ungeu bürgen die Nameir der Künstler: &■. Greux L. Kühn, Onken und SB: Unger. Ta nut dem vorliegenden Hefte das schöne Werk zum Wschlusse gelangt, [o ist ihm em erklärendes Verzeichnis beigegeoen, Worin alle hundert Blätter eingehend und sachtundrg erläutert werden. Das vollständige Werk mit 100 Tafeln Radrerungen kostet bb Mk. und verdrent vollste Empfehlung als Werhnachtsge>ch-nk.
Die Erforschung des Weltalls gehörte fett den ältesten historischen Zeiten zu denjenigen Gebteten auf welchen der grübelnde Menfchengestt znerjt stch betätigte, und obwohl die 5chmmelskunde stcherltch M-l mehr Schwte- rinteiten bietet, wie z. B. dre Beschuittgung mit Physik oder Chemie, besahen die Kulturvblter schon vor mehreren Jahrtausenden überraschend gute und vtelmch schon nahezu forrekle Kenntnisse von beit Wundern bet Lternenwelt. Es ist deshalb interessant, an der Land euns glanzenden Führers den Weg zu verfolgen, den der menfchltche Forsch- unasdrang zurückgelegt hat, gerade getzt wird hierzu eine Eiche äelegenlM geboten: Bon Hans Kraemers großer Publikation „Weltall und Menschheit (Deutsches Verlags- Naus Bong u. Co., Berlin) sind jungst die, Lieferungen I4Ü46 zur Ausgabe gelangt, Preis pro Heft M Pf., m Zetten der hochverdiente Leiter der J-erhUet Sternwarte, Geheimrat Professor Tr. Wilhelm Forster {eine chston che । । t h ' . * w Verteiler
politische Tagesschau. j
Vom Kriegsschauplatz in Crimmitschau.
Aus Crimmitschau (Kgr. Sachsen), wird geschrieben: Die Stimmung unter den Ausständigen wird, namentlich seit dem We ihn ach ts V er b 0 t, immer erregter und gereizter. Tas gibt sich nicht nur darin zu erkennen, daß Arbeitswillige unterwegs häufiger verhöhnt, in einzelnen Füllen direkt angegriffen und an gespuckt werden, woraus sich an einem der lebten Abende eine blutige Schlägerei entwickelte, — etwa 200 Weber, Familienväter mit Frau und Kindern, haben die Drohung, im Falle der Ablehnung der Weih- nachtsseier aus der Landeskirche auszutreten, wahrgemacht und den Austritt auf 6em Pfarramte ange- melbet! So wird die Agitation vom politischen auf das kirchliche Gebiet hinübergespielt, und daß sie hier Boden fassen konnte, beweist, daß die Erbitterung der Streiken- den äußerst hochgradig ist, andernfalls würden vogtländische Arbeiter, denen man kirchlichen Sinn nicht absprechen kann, sich zu einem solchen Schritte nicht entschlossen Huben, zumal sie sich bei ruhiger Neberleguug sagen mußten, daß die Kirche mit dem von den politischen Behörden erlassenen Weihnachtsverbot nicht oas mindeste zu tun hat. Tas Verbot erfolgte, weil man befürchtete, daß die religiöse Feier zu erneuter agitatorischer Verhetzung ausgebeutet werden würde, und die Streikführer ließen diese Befürchtung um so begründeter erscheinen, als sie sich weigerten, über den Inhalt der geplanten „Fest"-Reden auch nur Andeutungen zu machen. Ob es den Streikenden gelingen wird, die Feier aus dem benachbarten Altenburger Gebiet abzuhalten, ohne aus Agitationsreden zu verzichten, ist bei der stramm kirchlichen Richtung dieses Bundesstaates mehr als sraglich. Der Altenburger Stadtrat Hut bereits das Gesuch um Sammlung von Weihnachtsgaben für die Streikenden abgeschlagen, da hierbei die Hilfe örtlich und persönlich unbeteiligter Kreise angerufen werde. Wie man hört, erhalten die Ausständigen von dem Streikkomitee als Weihnachtsgabe den Betrag von einer Wocheuunterstützung, Weihnachtsgebäck und Geschenke für die Kruder. Geldspenden, Kleidungsstücke und Spielsachen gehen massenhaft aus allen Gegenden Deutschlands ein; in einzelnen Etablissements zählen die Sammlungen in die Hunderte. 'Die „Leipz. Bolksztg." schloß, nachdem bereits 100 000 Mark aus Leipzig nach Crimmitschau gewandert waren, ihre letzte Wochensammlung mit bald 32 000 Mark ab. Unter den „Naturalien" figuriert alles nur Erdenkbare: außer Kleidern, Wäsche, Schuhen, Hüten u. a. Kindersportwagen, Kmderschlitten, Musikinstrumente, Kinderwiegen, Pserde- ställe, Kaufläden, Aepfel, Karten, Puppen, Messer, Schlips- uadeln, Broschen, Damenketten, Armbänder ufw. usw., auch) der — Neujaltrspuusch fehlt nicht. Wie die „Leipz. Bolksztg."' behauptet, beteiligten sich auch weite bürgerliche Kreise an den Sammlungen. (?) — Das im Gasthof zum „Deutschen Haus" zu s amm en gestürzt e St ollen g er ü st, auf dem bereits über 1000 fertige Stollen au$ der Konsumbäckerei Leipzig-Plagwitz auf- aespeichiert waren, war 9 Meter lang, 3.50 Meter hoch und 3 50 Meter tief. Es schlug, nur rechts und links, nicht zugleich rückwärts befestigt, nach vorn über, als eine An- kahl Arbeiter an dem inneren Sprossenwerk empvrkletterte. Bier Arbeiter wurden verschüttet, einem wurde der Fuß gebrochen und die Kinnlade verletzt, einem der rechte Schenkel ausgekugelt, ein dritter erlitt Verwundungen am Rückgrat und Kopf, ein vierter brach beide Fußknöchel. — Dre Zahl derArbeitenden betrug am Mittwoch 1860;
es war also in den letzten 8 Tayeu eine Zunahme von rund 200 zu verzeichnen. Wenn die fremden Arbeiter die Fabriken verlassen, um Einkäufe in der Stadt zu machen, wobei ihnen Scharen von Streikenden folgen, geschieht es unter starker Bedeckung und unter Führung der Fabrikherren oder der Meister.
Tte erste sächsische Kammer nahm den fünften Nachtrag zum StaatshaushallsNat (10000 Mk. für die Ausbietung von Gendarmerie in Crimmitschau) an. Im Lause der Tebatte führte Bürgermeister Weil-Zittau aus, daß nach den ihm gewordenen Mitteilungen erst nach Heranziehung der Gendarmerie und nach Erlaß des Ver- sammlungsverbotes die Bevölkerung in Unruhe gekommen fei. Kommerzienrat Waentig-Zittau zprach den Wunsch aus, daß die Staatsregierung auch künftig sich jeder Parteinahme enthalten möge. Von feiten der Regierung wurde keine Erklärung abgegeben.
Flensburg, 21. Tez. Heute vor 25 Jahren wurden auf dem jetzt in der Flensburger Föhrde ftatwmcrten Torpedo schulschisf „Blü ch e r" zum erstenmale Flagge und Kommandozeicheu geatzt. Aus diesem Anlaß trat bet der Marinestatiou der Ostsee heute eine Kabi- nettsordre ein, die dem, Kommando des „Bluck)er nach hier übermittelt wurde. Darin entbietet der Kaiser den Mannschaften des „Blücher" seinen kaiserlichen Gruß und gibt bem Wunsche Ausdruck, daß das Schiss auch toeiteniin glücklich fahren und erfolgreich wie bisher ferner wichtigen, auf die Ausbildung von Meieren und Mann- chastell in Kenntnis und Gebrauch der Torpedowasse ge- richtetell Ausgabe gerecht werden möge.
— Wie die „Nordd. Allg. Ztg." aus Metz berrchtet, ist die ehrengerichtliche Untersuchung, dre gegen sämtliche F 0 rbacher Ossiziere, die rn den Bilsescheu Prozeß verwickelt waren, letzt beendet. Tre Akten sind vor einigen Tagen au oas Kriegsmrursterlum geschickt wordeu und werden wahrscheinlich zugleich mit dem Begnadigungsgesuch Bilse's dem Kaiser vorgelegt Werdern_________ ,
Kirche u«Ö Schule.
— Der „Osservatore Romano" veröffentlicht ein M01 a* proprio des Papstes (d. i. ein aus eigenem Antriebe des Papstes erfolgter Erlaß) vom 18. Dezember über das christliche Wirken zum Besten des Volkes, namentlich Italiens. Ter Papst beklagt darin die unter den leitenden katholischen Kreisen ausgebrochenen Meinungsverschiedenheiten, ermahnt, sie in Eimuacht zu schlichten, und stellt Grundsätze auf, von welchen das Wirken der katholischen Kirche in der erwähnten Richtung auszugehen habe. Er bestätigt in vollem Umfange die von feinem Vorgänger hierüber erlasfenen Enzykliken und betont namentlich, daß die christliche Demo- kratie sich auf die Prinzipien des Glaubens und der kathollschen Moral stützen müsse, ohne irgendwie das unerschütterliche Recht des Privateigentums zu verletzen. Schließlich befiehlt der Papst, daß das Motuproprio am Sitze der katholischen Gesellschaften und Vereine angefchlagen und von den katholischen Zeitungen veröffentlicht werden soll, welche zu erklären haben, daß sie ihiu gehorfani fein wollen; andernfalls würden sie verboten. Ferner heißt es: Tie chriltliche Demokratie darf weder sich in die Politik mischen, noch politische Zwecke verfolgen. Die christliche Demokratie Italiens solle an keiner politischen Aktion teilnehmen, die unter den gegenwärtigen Verhältnissen jedem Katholiken verboten sei. Die christliche Demokratie und die katholische Presse muffen den Bischöfen gehorchen und auf ihren Rat hären._________
Kemerkuugen zu dem Ktat der höheren Schulen Keffens für das tztatsjai-r 1904/05.
M an schreibt uns:
Ter Gieß. Ariz. brachte vor einiger Zeit eine Zusammen» = stellung, aus welcher in erfreulicher Weise hervvrging, daß . Hessen, im Verhältnis zu seiner Bevölkerung, von alten - Bundesstaaten den höchsten Prozentsatz von Stu- , dierenden stellt. Diese Tatsache findet nicht nur rhre , Erklärung in der günstigen wrrtschastlichen Lage unseres i Großherzogtums, sondern auch in dem Umstand, daß die । Zahl unserer höheren Schulen nicht nur dem Bevölkerungs- , zuwachs entsprecheird vermehrt worden ist, sondern daß durch Trennung allzu großer Anstalten, durch Uebernahme t blühender Bürgerschulen aus den Staat und Umwandlung . derselben in Realschulen und durch Errichtung zahlreicher - Bürgerschulen der Besuch höherer Schulen für alte Teile des Landes erleichtert ist,
Der Jenenser KommunuLstcett.
Man schreibt uns aus Jena vorn 21. d. M.: Wir leben in der Zeit der Schiedsgerichte, und so wird auch ein Schiedsgericht in Jena morgen, am 22., die ungewöhnliche Frage zu entscheiden haben, ob der Gemeindevorstand ehrlich verfahren ist oder ob die Vorwürfe seiner Gegner berechtigt sind. Zur Revision des sog. bureaUkratischen Stadt-Bwannngsplaues lvar vor etwa Jahresfrist der als Autorität auf diesen: Gebiete anerkannte Pros. Henrici aus Aacheu berufen worden. Dieser und der Jenaer Kunsthistoriker Pros. Weber, der sich um die Revisions-Angelegenheit sehr verdient geruacht hat, behaupten nun, der Gemeindevorstand habe im Stillen die Revision zu vereiteln gesucht, die Sache nur scheinbar gefördert und durch äußerlich höfliche, in der Sache aber verletzende Behandlung des Sachverständigen dem letzteren ein Weiterarbeiten u::möglich gemacht. Der Oberbürgermeister Singer behauptet dagegen, das fei unwahr, alle Verhandlungen feien aus den Akten zu ersehen und wer nun noch bei den vorstehend genannten Vorwürfen bleibe, sei ein ehrloser Schurke und gewissenloser Ehrabschneider. Tiefer Höhepunkt des Streites war nichit wohl mehr zu überbieten, und durch Vermittelung einiger Herren, die die unerquickliche Angelegenheit beendigt zu sehen wünschiten, kam ein Vertrag zu stände, die Waffen einstweilen niederzulegen und einem Schiedsgericht, bestehend aus Overlandcsgerichtsrat Bärn gen und Pros. Delbrück als Richtern, Senats- vräsident Blomeyer als Vorsitzenden, den Zwist zur Entscheidung zu unterbreiten. Pros. Henriei wird persönlich erscheinen, und da mehrere Zeugen geladen sind und auch eine beschränkte Anzahl Zuhörer zugelassen werden so darf man sich auf einen sehr dramatischen Verlau gefaßt machen.
Keer und Klotte.
Berlin, 21. Tez. General der Infanterie Freiherr von Hammer st ein-Loxten wurde ä la suite des Kaiserin Augusta-Regiments gestellt. V e r s e tz t w u r d e n i n das Trainbataillon Nr. 16 in Forbach: Hoffmann, bisher Leutnant im Feldartillerieregiment Nr. 11, Jansa, bisher Oberleutnant int Garderraütbataillvn, Werneburg, bisher Oberleutnant im Train-Bataillon Nr. 14, und die Leutnants B ä r w i n k e l im Trainbataillon 9h:. 4 unter Beförderung zum Oberleutnant, und Schl eg, bisher im Train-Bataillon Nr. 3.
Stuttgart, 21. Dez. Der König hat für den Train an Stelle des Tschako die Einführung des H e l m s befohlen. Tie Einführung soll allmählich nach Maßgabe der verfügbaren Mittel erfolgen.
ebenso wirksam wie tadellos ausgeführt und erhöhten den Reiz der Darstellung noch bedeutend. „Weltall und Menschheit^ verdient dauernd das volle Interesse aller nach Bildung Strebenden!
Ein Beweis für die Popularität und die Beliebtheit der Wippchen-Bibliothek ist ohne Zweifel die Tatsache, daß sie sich dauernd vergrößert und soeben wieder durch einen neuen Band zu einer humoristischen Geschichte der Neuzeit ausbildet. Dieser neue Band enthält ivieder eine Fülle non originellen Schilderungen, komiscb.en Einfällen und heiteren Situationen aus der Feder des lusttgsten Kriegskorrespondenten, welchen die Publizistik der Neuzert aufzuweisen hat. Ter Erfinder und Autor dieses unermüdlichen Wippchen, Julius Stettenheim, hat auch in dem neuen Bande keines der Ereignisse unbeachtet gelassen, welche das Interesse des Lesers zu erregen imstande sind, oder bereits erregt haben. Tie Krönung des Königs von England hat ihn nach London, der Schwindel und Prozeß der Humbert-Familie nach Paris gelockt, und mit der ihm eigenen Fähigkeit, in ernsten Vorgängen die Komik zu entdecken, beutet er diese Ereignisse aus. Auch die Verteilung des Nobelpreises dient ihm dazu, diese Fähigkeit zu dorumentiereu. Selbilverstaudlich sind ihm die politischen Ereignisse die wichtigsten: Tas Ende des Bnrenkrieg.es, der französisch- türkische Konflikt, die serbischen, die venezolani- chen, die chinesischen und anderen Wirren bieten Wippchen beit ergieb.gr.cn Stofs, die übermütigsten Betrachtungen knüpft er an die Flucht der Kronprinz e s s in von Sachsen, die er „Exkrvnprinzessin und Koonprinzkxzezsm" nennt, kurz, auch die,er neue Band wird die Freunoe dieser zeitkürzenden Lektüre wieder befriedigen. Der^ 16. Band ver Wippchen-Bibliothek liefert einen Beweis oasur daß Wippchen der Alte, d. h. der Junge geblieben ist und heute noch als Siebzigjähriger feilte Leser ebenso zu belustigen versteht wie vor Jahrzehnten.
Die deutsche Illustration. Von Prosessor Tr. Geheimrar Prvie,.v^, 1—7 T*” •e:l;r Rudolf Kautzsch in Darm st ad t. Mit zahlreichen Ab-
^armellung der Erforschung des Weltalls, nut iP Ra (,^s Natur und Geisteswelt." Sammlung
I. .. . . r^uint. £ie | ftönbadOeü D. rftel.ungcn aus allen


