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22.12.1903 Erstes Blatt
 
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153. Jahrgang

9

General-Anzeiger

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Erstes Blatt

V?r. 300

Hrschetnt täglich aufeex Sonntags.

Dem (Siebener Anzeiger werden irn Wechsel mit dem Kesfischen Landwirt die Giehener Zamtlien. htäller oievmal tn der Woche belgeiegU fftolaiioiicbrud u. Ver­lag der Brühl 'ichen llnwers.-Bnch- n. Stern- vrnckerettVretichErbenl Vtebuklron, Lrvedrtwn und Druckerei:

Schntflratze 7.

Ulbrefie tüx Depeichenr Anzeiger Gießen.

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die Post Mk 2.- ütenel- jäbrL ausicht. Bettellg. Annahme von Anzeigen fti öte Lagesnunnner jl9 oormtllagfl 10 Uhr. > etienprrrO iotal 12Pt^ auflipdcil 80 Pig.

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Dienstag 22. Dezember 1903 vezagdpreiär c monuMch7bPt.,vrerlel- mt)did) Mt. 2.20 durch Abhole. u. Zwergsteller .-iwnatltch 6d Pt., durch

Deutsches Reich.

Berlin, 21. Dez. Te^ Kaiser hörte heute im Nenen Palais Vorträge des Hande'lsministers Möller und des Chefs des Zivilkabjnetts v. Lucanus.

Zu dein Werhnacktsfeste am kaiserlichen Hose werden die kaiserlichen Kinder vollzäMg im Neuen Palais vereinigt sein, mit Ausnahme des Prinzen Adalbert, der bekanntlich zurzeit in Ostasien weilt.

Tas Befinden des Prinzen Waldemar von Preußen, ältesten Sohnes des Prinzen Heinrich, läßt trotz seines mehrfachen Kuraufenthaltes aus demWeißen Hirsch' bei Dresden in letzter Zeit zu wünschen übrig. Wie man aus Hamburg meldet, traf der junge Prinz in Begleitung seines Erziehers dort ein, um einen Spezialarzt zu konsultieren.

In der Rede des Kaisers bei den Jubiläums­feierlichleiten in Hannover wird die Stelle über Water­loo von englischen Blättern, namentlich vomStandard" undTaily Cyronicle", abfällig kritisiert, und dieTimes" schreibt, der Ausdruck, die deutschen T r u p v e n haben das englische Heer vor dem Untergang bewahrt, kling-e merkwürdig im Munde des Enkels einer britischen Königin, der selber britischer Feldmarschall' und ein ritter­licher Soldat sei und die Kriegsgeschichte genau studiere. Es sei zu belauern, daß der Kaiser Worte gebraucht habe, welche englische Ohren nur verletzen könnten . (Nach bri­tischer Auffassung ist nämlich Wellington allein der Besieger Napoleons. Tiefer patriotiscke Geschichtsirrtum in England macht diese kleinlichen Nörgeleien halbwegs entschuldbar. T. Rd.)

Eine boshafte Insinuation gegen den Reichskanzler leisten sich dieHamb. Nachr." (Nr. 589), indem sie am Schluffe eines scharfmacherischen Zwecken dienenden Leitartikels von einem Gerücht Notiz nehmen, die A n g st v o r Ä t t b n t a t e n sei der eigentliche Grund", weswegen Graf Bütow nicht gegen die Sozialdemokratie vorgehen wolle. TieHamb. Nachr." meinen, dies wäre eine Lösung des Rätsels, die im Interesse des Landes am meisten zu bedauern jein würde. Tie Tücke dieser Unter­stellung ist so schreibt dazu sehr richtig die ,Mln. Vztg." so groß, daß wir empfehlen möchten, denHamb. Nachr.ch einmal gründlich mit der Aufforderung zu Leibe zu rücken, was sie davonwissen". Tenn offenbar handelt es sich um einen einfachenSchwindel".

Zu der größeren Belastung der ländlichen N e V ö l k e r u N g, die aus der jüngsten T e n k s chr i f t d e s Reichskanzlers über das Heeresergänzungs- geschäft des Jahres 1902 hervorgeht, und sich nn Ver­hältnis zu der städtischen Bevölkerung auf 58 Prozent zu 53 Prozent stellt, kommen noch verschiedene andere Mo­mente hinzu, und zwar namentlich, baß das Land weit mehr Mannschaften zu den drei Jahre dienenden berit­te n e n W a f s e n, namentlich zur Kavallerie, stellt, während die städtischen Rekruten, die mit vereinzelten Ausnahmen nicht mit Pferden umzugehen wissen, Mehr bei der Infanterie und den übrigen Fußtruppen eingestellt, und daher schon nach zwei Jahren ihrer Berufstätigkeit wieder, zurückgegeben werden. Ferner aber wird das Land in unvergleichlich höherem Maße durch die Einquartierung und zwar nicht nur bei den jährlichen Herbstmanövern, sondern auch bei den ^llfährlich stattfindenden Durchmärschen zu und von den Aianovern und-- den nach allen Richtungen des Reiches sich bewegenden R emo n t e ko m m a n d o s belastet, und wenn auch die vom Staat auf Grund der Urteile der FlurschädeneinschätzuNgsloMmis,tonen, bei denen be­kanntlich das Zivrl überwiegend vertreten ist, gewährten Flurentschädigungen, in der Regel hohe sind, so entsteht doch durch das, was von den Quartiergebern über das Maß der ihnen vom Staate gezählten Verpslegungsbosten hinaus- aehend, seien es Offiziere >oder Mannschaften, an Ver­pflegung, Verpflegungs- und Lagerstelben-Einrichtungen, wie Geschirr, Decken usw., geleistet wird, eine besondere Be­lastung, So ist bezüglich der Verpfleguugslast z. B der Fall bekannt, daß ein Gutsbesitzer der Graudenzer Gegend sich seine Extrakosten für die Verpflegung der alljährlich bei ihm einquartierten Remontekonlmandos auf 2000 Mk- veraufchlagen mußte.

Dresden, 21. Dez. In der zweiten Kammer wurde das Etatslapitcl über die Orden s kanzle i nach der Re- aierunqsvorlage bewilligt. Der freisinnige Abg. Günther stimmte gegen den Etat der Ordenskanzlei, da er die Lüden für überflüssig erachtet. ,

Altenburg, 21. Tez. Dem Landtage ist em Gesetz­entwurf zugegangen, welcher die A b ä n d e r u n g de s b e - st e h e i! o e u L a n d t a g s w a h l g e s e tz e s bezweckt. Wah­rend bisher jeder Wähler den Namen des betreffenden Kan­didaten im Wahlraum aus den nummerierteil Wahlzettel schreiben mußte, sollen in Zukunft auch gedruckte Stunm- Utpl benutzt werden können, die weder eine Nunliner zu tragen brauchen, noch der Hand des Wahlvorstehers zu entnehmen sind. In der Kommission nmroen Wunsche laut nach noch weiterer Vereinfachung des Wahlverfahrens. Es wurde ein Antrag eingebracht, die Regierung zu ersuchen, möaliVst in der nächsten Landtagspeiuooe emen GJqetH Entwurf vorzulegen, dem das Reichstags W ü h l g e s e tz r n Grund e gelegt ist. Der Antrag wurde jedoch, nach­dem derRegierungsvertreter erklärt hatte, daß die Re- aierung für den Erlaß eines Wahlgesetzes im Sinne des Eteichstaosloahlgesetzes nicht zu hüben ,er, ab gelehnt.

ärtu 21 W Die staatliche Schlachtvreh- oeriicherung des Fürstentums Reuß j. L. fat, tote im Dezirrsverem mitgeteilt wurde, während der letzten vier Monate einen Ueberschuß von über 10 000 Mark St Es soll darauf Hai gewirkt weroen, daß angestchrS dieser' Entwicklung die Versicherungsgebuhren ermäßigt Werdern

Mußiand und Iupan.

Tie Verschärfung der Situation in Ostasien wird an­scheinend an oen amtlichen Stellen in Berlin noch nicht als derart kritisch betrachtet, daß der Krieg aus des Messers Schneide steht. TieNordd. Allg. Zig." gibt der Auffassung in einer Meldung des Bureau Reuter Recht, daß die Hilfsquellen der TiP.omatie noch nicht vollständig erschöpft seien, wie das offiziöse Blatt hinzufügt:Trotz bfcr sich gegenwär-ig häufenden pefs.mistischen Nachrichten". Auch dieNat.-Ztg." meint, noch sei nichts Irreparables geschehen. Von diplomatischer Seite wird demBerliner Lokalanz." erklärt, es sei doch in Berechnung zu ziehen, und zu berücksichtigen, daß Rußland jedenfalls große Auf­wendungen für die Mandschurei bereits gemacht und viele Millionen dort hineingesteckt habe. Da könne man Ruß­land nicht zumuten, einfach davonzugehen. Eine eminent praktische Frage wirft dasBerl. Tagebs." aus:Gcht es Geld sür einen russisch-japanischen Krieg? England, nimmt dasBert. Tagebl." an, sei nach Lage seines Geld­marktes nicht richt imstande, Japan eilte Anleihe zu gewähren. Zweifelhaft erscheine, ob Frankreich allein für sich das Wagnis einer russischen Kriegsanleihe übernehmen würde. In Deutschland würde kaum Ge­neigtheit vorhanden sein, dies Risiko zu teilen, zumal die deutsche Vankwelt auslättdische Anleihen nur noch im Einverständnis mit dem Auswärtigen Amt übernimmt, das seinerseits gewiß nicht die Verantwortung tragen wolle, einen Krieg in Ostasien zu erleichtern. In dieser Zwangs­lage für Rußland und Japan liegt in der Tat eine gewifse Bürgschaft sür die Erhaltung des FriedeN's im fernen Osten.

Auch die Wiener japanische Gesandtschaft bezweifelt entschieden die Dtöglichkeit des Ausbruches eines Krieges. Aber bei der japanischen Gesandtschast in London ist man nicht mehr so durchaus optimistisch, wie es bisher der Falt war.

Der Platt der Regierung Japans scheint nach! der Agence Havas darauf gerichtet zu fein, in Bezug auf die Vorschläge Rußlands an den Zaren selbst zu appellieren.. Der Vorschlag des Adtnirals Alexejew geht dahin, Peters­burg zum Mittelpunkt der schwebenden Verhandlungen zu machen. In Tjch^mulpo und Maiampho sitrd zahlreiche Streitigkeiten zwischen Japanerrc und der korea­nischen Bevölkerung vorgekommen. Japanische Telegra­phisten halten die Telegraphenlinie von Soeul' nach der Küste besetzt. Man sprickK von der Landung japani­scher Truppen zur Aufrechterhaltung der Ordnung, doch soll die Landung im Einverständnis mit der russischen Regierung erfolgen. Nach Korea wurdest ferner 60 Militär­ingenieure, welche die bisher an den japanischett Tele­graphenlinien befchästigten Zivilingenieure ersetzen solletr, gesandt. Am Montag nachmittag war in der russischen Gesandtschaft zu Tokio eine Besprechung zwischen dem Mi­nister des Aeußerrt Baratt Komura uuD beim von seinem Unwohlsein ziemlich wiederhergestell-ten russischen Ge- jatibteu Baron Iiosen. Baron Komura überbrachte dem Ge­sandten die Antwort Japans auf die Mitteilung der russischen Regierung. Diese Antlvort hat nicht beit Cha­rakter eines Ultimatums. Das in Tientsin verlautete Gerücht, Japan habe Rußland ein Ultimatum gestellt, ent­behrt jeder Begründung. Tie Antwort Japans enthielt das Ersuchen, Rußland möge gewisse in der russischen Mit­teilung enthaltene Vorschläge, denen man besondere Bedeut­ung beimesse, nochmals in Erwä gun g zi e h en.

Aus xrlaö! und Kanö.

Gießen, 22. Dezember 1903.

** Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den Kieisgeometer des Kreisvermessungsamts' Wörrstadt, Wilhelm Eppelsheistter I. zu Wörrstadt zum Kreis- geomete: des Kreisvermessungsamts Rtainz ernannt.

** Gelegentlich der Jubiläumsfeier der Alice-Jn- d N fi^r t e s chu l e in W öl ms richtete der Vorstand ein Hul- dtgungstetegramm an S. 51. H. den Groß Herzog, auf welches nachstehende Antwort eintraf: Ten Vorstcmos- mitgliedern, Lehrern und Schüterinnen der dortigen Aliee- Jndustrresckmle danke ich herzlich für die bei dem ^djahrigen JubtläüUt der Sckmle mir dargebrachte:'. Gruße und für den Ausdruck daiikbarer, Erinnerung an meine geliebte, unvergeßliche Frau Mutier. Ernst Ludwig.

** Kreis aus schuß. Am Samstag den 19. Tezbr. verbandelte der Kreisausschuß iu seiner öffentlichen Sitz­ung in Sachen betreffend die Ableitung der Jauche aus dem Euler'fck)en Grundstück, Hamistirraße M, 5; hier Re­kurs des Karl Euler. Der SackMerhalt ist etwa fol­gender: Unterm 8. Sept. 1903 berichtete das Großh. Po- lizeiamt Gießen der Großh. Bürgermeisterei daß K. Euler dre tieriscben Abgänge nicht in eine pof. 7 des Regulativs vom 20. R-ärz 1869 entsprechend sestgemauerte ausgcstampste Grube leite, vielmehr Nach fremden Grundstücken abslienen lasse, worauf die Bürgermeislrrei Gießen unterm 12. des­selben Monats den tiwler auf Grund des Art. 56 der Städteordnung aufforoerte, bis zum 15: Oktober eure Grube nach Maßgabe der angeful>ten BcMrMung Herrich­ten zu lassen, widrigenfalls diese Herrlchlung aus ferne Kosten vorgenonnnen werde. Gegen dresen Polizeibesehl verfolgten die Rechtsanwälte Grünewald und Leun namens oes Enter Rekurs au den KreiHau-jchuß. In der heutigen Verhandlung wurde durch die ^ertrehmung mehrerer ckeuaen seügestellt, daß bei Regenwetter und Eiehmärkten oas Brunnenwaoer der Witwe Volz immer trabe fei, .weck üou der Euler m/eu Hofra^e Was.er Üach der V^lz schen Hofracke fahre; bei trollettßm Wetter dagegen das Wajser immer klar gewesen sock Der als Sachperstandiger ver­nommene Danrat Die hm erklärt, daß die Euler sche Hoj-

raite ordnnngs.ua ßig hergestellt und mit Cement ver­putzt sei. Rechlsanwatt Leun führte U. a. aus, bei starkem Regenwasser komme es überall vor, daß Abivässer von der einen Hosraite nach der anderen führten. Seinem Klienten lönne nicht jyiigemutet toerben, die t.erischen Abgänge zu halten. Tie Bürgermeisterei Eießen zieht den gegen ENler erlassenerl Potizei-Vefehl mir Rücksichr aas die Aeußerungen des Sachverjtärwigen, Baurat Tiehm, zurück. Der Kreis- ausschun hatte deshalb nur uuü) über die Kosten zu ent­scheiden. Nach geheimer Beratung verkündet der Vor­sitzende, daß der Kreisausschuß befchlrs,en habe, daß die Kosten des Verfahrens einschließlich der anwattlichett Ver­tretung der Stadt Gießen zur Last zu setzen feiern Von der Erhebung einer Verhartdlungsgebüyr wurde abgesehen. Als zweiter nutz letzter Punkt der Tagesordnurrg ist daS Gesuch des Wilhelm Schröder zu Siegen um Erteilung der Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirt- schast zu erledigen. W. Schröder zu Siegen Hut um Er­teilung der Erlaubnis zuNt Betrieb einer Schankwirt­schaft in Gießen im Hanse Brandplatz Nr. 13 nach gesucht. Tw Stadtverordnetenversammlung hat durch Beschluß vom 24. Nov. 1903 die Vedürfnisfr.age verneint mit der Be­gründung, daß in der fraglichen Gegend reichlich Wirt­schaften vorhanden seien. Tas Großh. Polizeiamt Gießen hat sich gleichfalls im Sinne des Stadtverordnetenbe­schlusses geäußert. Wenn auch gegen den Gesuch.steller Tat­sachen Nach § 33 Ziffer 1 der Gewerbeordnung nicht vor­liegen, und wenn auch das znM Betrieb der Schankwirllchaft bestimmte Lokal den pvlizeickchen Anforderungen genügt, so konnte der Kreis aus schuß in seiner nichtöffentlichen Sitz­ung vom 17. Oktober d. I. dem Gesuche nicht ftattgeben im Hinblick darauf, daß ein Bedürfnis zur Errichtung einer wetteren Schaukwirtschaft in der frag!. Gegend nicht vor­handen ist. Ter Kreisausschuß ginß hierbei von der Er­wägung aus, daß in einer Enis er nung von 20 bis 375 Schritten von dem in Rede stehenden Hause nicht weniger als 14 Wirtschaften und 2 Brannllveinausschankstellen sich befinden, die reichlich genügten. Gegen diese Entscheidung beantragte Rechtsanwalt Senil zu Gießen mündliche Ver­handlung vor dem Kreisausschusse, die heute stattfand> aber auf Antrag des ReclstsanwaUs Leun zur weiteren Beweisausuahme wieder vertagt wurde. T-arauf wurde die öffentliche Sitzung geschlossen.

* Aus dem heutigen Militär-Wochenblatt. Prinz Alfred zu Vsenburg und Büdingen, Major ä. 1. s. der Armee, der Eharakter als Oberstlt. ver­liehen. v. Negenborn, Öberlt. im 2. Großh. Hess. Drag.- Negt. (Leib-Drag.) Nr. 24, zum überzähl. Rittnn befördert. Eberhard, Oberlt. im 2. Großh. Hess. Feldart.-Regt. Nr. 61, unter Versetzung in das Ostfries. Feldart.-Negt. Nr. 62, zum Hauptmann und Battr.-Chef ernannt. v. Elpons, Lt. im Minden. Feldart.-Negt. Nr. 58, in das Großh. Hess. Tratn-Bat. Nr. 18 versetzt. Schwerdt- feger, Lt. beim Traindepot der Ostasiat. Besatzungs-Brig., aus dieser Brig. ausgeschieden und im Großh. Hess. Train- Bat. Nr. 18 angestellt. Moeller, llienitz, Koch, Unter­offiziere im Jnf.-Negt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, zu Fähnrichen befördert. Giese, Oberstlt. z. D., zuletzt Kommandeur des Landw.-Bez. Flensburg, mit dec Erlaubnis zum Tragen der Uniform des Jnf.-Regts Prinz Friedrich der Niederlande (2. Westsäl.) Nr. 15, der Abschied bewilligt. Die Unterärzte der Res. Dr. Viola (II. Darm­stadt), Dr. Dönges, Zang (Friedberg), Köster (Mainz) zu Assist.-Aerzten befördert.

**DieDienstväumedesSchiedsgerichtsfür A r b e i t e r v e t s i ch e r u n g. in der Provinz Oberhessen be­finden sich vom 23. Tezember 1903 ab in dem Hause Mce- straße 11, parterre.

* Winters A N f a n g ist kalendermäßig diesmal erst morgen, am 23. Dezember.

** Aus dem Stadttheaterbureau wird uns zur mörgigen^Ausführung desNachtasyls" noch ge­schrieben: Frl. Melanie Dorny, die Direktorin des Unter­nehmens, war selbst langjähriges Mitglied erster deutscher Bühnen. Jede einzelne der erstklassigen schauspielerischen Kräfte wurde der Individualität nach für die geeignete Nolle imNachtasyl" gewonnen, und es ist daher nicht zu verwundern, daß ein geradezu mustergiltiges, von der gesamten Presse anerkanilles Zusainmenspiel den begeistert­sten Erfolg des Werkes erzielt. Man darf auf das inter­essante Gastspiel der Tournee gespannnt sein. Es sei noch­mals in letzter Stunde nachdrücklichn auf diese einzige Ge­legenheit hingewiesen, Gorkis hochiliteressantes Werk kennen zu lernen.

** Vom Wohltätigkeitsverein Contentia, werden am Christabend 20 arme Fnmilien mit Geldgaben re. beschenkt werden. Ter Reinertrag der Weihnachtsseier am 1. Feiertag, abends 8 Uhr in der Turnhalle, soll' dem Fonds armen Kindern ein warmes Frühstück zu gewähren,- gewiesen werden.

** Lieferung vo nFrankfurter W ü r st ch t n" an die Kaiserliche Hös?üch6. Metzge-nneister Fritz Schreiner teilt uns im Anschluß an unjere gestrige Notiz noch mit, daß er auch noch 300 Stück Franks. Mwstchen auf telegraptzesche Bestellung des Küchenmeisters Sr. Maj. inÄ Reswenzschloß Hannover zn den dortigen Festlichkeiten am 19. und 30. d. M. geliefert habe.

** Bienenzr.:ryter-.Verein sür Gießen und Umgebung. Äm letzten Sonntag fand die diesjährige Haupiversammlung des .genau in ei: Vereins in der Restau- lauun Bauer statr. Sie war nur mäßig gesucht. Zur Ver­handlung ftanoen besonders Vereinsangetegenheiten. Tor Vorscheude erstattete zunächst den üblicydU Jahresbericht. Daraus wäre airzuführen, daß die Diitgliederzcchl im letzten