Zur Stichwahl.
Man schreibt uns:
Einer zuverlässigen Mitteilung zufolge soll Herr Krumm am 17. d. Mts. früh morgens mit Herrn Köhler in des Letzteren Wohnung bei einer ge- meinschaftlichcn Tasse Kaffee eine intime Unterhaltung gepflogen haben, deren Resultat die Abmachung war, daß in unserem Kreise die Partei Köhlers bei der Stichwahl durch Stimmenthaltung für die Interessen der Sozialdemokraten eintrete, während als Gegenleistung im NachHar- kreise die Sozii ihre Stimmen zu Gunstendes An 1 ii- semiten Bindewald 'zurückhalten sollten. — Köhlers Getreue werden ihm aber sicherlich nicht Gefolgschaft lei st en auf diesem Wege.
Im liberalen Wahlverein war am 18. d. Mts. der Mehrheitsbeschluß gefaßt worden, im Interesse der guten Sache über die vielfach erfahrenen Verunglimpfungen hinwegzusehen und ihm die Aufgabe zu stellen, seine Anhänger für ein einheitliches Eintreten für Heyligenstaedt in der Stichwahl zu bestimmen. Man betrachtete es als ausgeschlossen, daß Kohler ablehnen werde, da dieser Vorschlag ihm die beste Gelegenheit gab, politisch an Ansehen zu gewinnen und für spätere Wahlen sich nicht unmöglich zu machen.
Dieser Eitisicht wird. Herr Köhler nachträglich sich nicht verschließen können — indessen war bei dem am 19. Dorrn, erfolgten Besuch ib!e3 Herrn K. dieser nickst zu sprechen, weil — wie anzunehmen, die Vereinbarung bereits getroffen war.
Was der Wahlausschuß der Reformpartei in seiner letzten Erklärung gegen die Sozialdemokratie ausführt, ist leere Phrase! Tatsächlich begünstigt er sie durch die Forderung der Stimmenthaltung. Wer ihm aus diesem Wege folgt, verhilft der Sozialdemokratie zum Siege zum Schaden der Landwirtschaft.
Im nördlichen Teile unseres Wahlbezirks hat sich in erfreulichster Weise eine Wandlung zum guten vollzogen. Einsichtsvoll steht dort der größere Teil der Wähler zur guten Sache, die den Frieden für Stadt und Land bedeutet. Diese erfreuliche Erscheinung wird in der Stichwahl noch mehr in die Erscheinung treten. Auch der südliche Teil kann sich nicht der Einsicht verschließen, wie der tägliche friedliche Wechselverkehr von Stadt und Land einen Segen für alle bedeutet. Möge man dem unberechtigten Hader entsagen und uns auch von dieser Seite eine kräftige Unterstützung in der entscheidenden Stunde zu teil werden lassen. Es handelt sich um die Wahl eines Mannes, der mit aller Kraft für !die Erhaltung und Mehrung dieser Segnungen, damit auch der bäuerlichen Interessen eintreten wird.
Von der im Klassenkainpf stehenden Sozialdemokratie ist Gleiches nicht zu erwarten.
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In Londorf, Allen darf, Treis a. d. Lumda und Mainzlar haben am gestrigen Sonntag liberale Wähler- Versammlungen stattgesunden, die für die liberale Sache von schönstem Erfolge begleitet waren. Ein Häuflein Sozialdemokraten verfolgte die Versammlungen von Ort zu Ort und suchte sie durch Verunglimpfunigen des liberalen Kandidaten Heyligenstaedt zu stören. Doch gelang es allenthalben, die Herren zur Ruhe zu bringen. Aus Privatgesprächen erfuhr man, daß die Bewohnerschaft der ganzen Rabenau der Sozialdemokratie mit Abscheu gegenübersteht und daß die Kandidatur Hev- ligenstacdt« unter den jetzigen Umständen allgemein willkommen geheißen wird.
Der Vorstand der Kreisabteilung des Bundes der Landwirte hat soeben den Beschluß gefaßt, die Kandidatur Heyligenstaedt bei der Stichwahl zu unterstützen. Wir verweisen auf das heutige Inserat des Vorsitzenden der Kreisabteilung, Herrn Emmel.
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Das Organ des Bundes der Landwirte, die „Deutsche Tagesztg.", giebd als Stichwahlparole an: Unter allen Umständen gegen die Sozialdemokraten ! Sie schreibt: Man müsse das Opfer bringen, und, um die Sozialdemokratie nicht noch weiter erstarken zu zu lassen, den Prozeß des Aufgehens der Bürgerlichen in die Sozialdemokratie aufzuhaltcn suchen. — Der weitere Landesausschuß der deutschen Partei für Württemberg hat das Gleiche beschlossen und fordert alle Wähler auf, in den Wahlkreisen Heilbronn, Böblingen und Eßlingen den Kandidaten des Bauernbundes, in Reutlingen und Ulm den Kandidaten der Volkspartei, in Gmüttd den Kandidaten des Zentrums bei der Stichwahl gegen die Sozialdemokratie zu unterstützen. — In Kassel beschlossen Rational- liberale und Konservative mit großer Majorität, bei der Stichwahl für den deutsch sozialen Amtsrichter Lattmann gegen den Sozialdemokraten einzutreten.
Ire Wahlen.
Die Sozialdemokraten sollen nach einer Zusammenstellung, die natürlich auf vollständige Genauigkeit keinen Anspruch machen kann, in runder Summe 2 9 00 0 0 0 Stimm en auf ihre Kandidaten vereinigt haben gegen 2107 000 vor fünf Jahren, Zunahme 800 000 Stimmen gegenüber einer Zunahme von nur 320 000 Stimmen von 1893 zu 1898. In Preußen erhielten sie ruud 1620000 Stimmen gegen 1 142 000 im 3af.:: 1898; die größte Zunahme entfällt also auf Preußc In Bayern erhielten sie 240000 Stimmen (139 000), in S.uhsen 420 000 (299 190), Württemberg 75 000 (62 000), Baden 70 000 (50 300), in Hessen 60000 (4 9 00 0), beide Mecklenburg 55 000 (47 000), Hamburg 101 000 (82 000), Elsaß-Lothringen 60 000 (52 000), in allen übrigen Staaten 225 000 Stimmen.
Die Zentrums st im men in Hessen stiegen von 18000 im Jahre 1898 auf ungefähr 32—33 000. Die Mehrzahl fällt auf die Wahlkreise Bingen-Alzey (6062) und Bensheim-Erbach (etwa 2500); in beiden Wahlkreisen stellte 1898 das Zentrum keinen eigenen Kandidaten auf. In Offenbach-Dieburg stiegen die Zentrnmsstirnrnen auf 6313 (1898
Die Zentrum spartet beschloß, in den Reichstagswahlkreisen Offenbach-Dieburg, Densheim-Erbach uni) Friedberg-Büdingen bei der bevorstehenden Stichwahl für die Wahl der liberalen Kandidaten Dr. Becker, Geh.-Rat Haas und Gras Oriola mit aller Macht einzutreten, um den Sieg derSozialdemokratiein diesen Wahlkreisen zu verhindern.
Das genauere Ergebnis der Reichstagswahlen im Wahlkreis Wetzlar-Altenkirchen ist folgendes: 1) Heckenroll) (dcutsa)-lons.) 3828, 2) Krämer (nall.) 5744, 3) Breid eb ach (Ztr.) 6192, 4j Dr. Giese (deutsch-foz. Aeformp.) 3901, a) Bebel (Soz.) 3106. Es findet somib
Stichwahl zwischen Krämer und Breidebach statt. Das Wahlergebnis hat nach den verschiedensten Seiten überrascht. Zunächst war die Beteiligung an der Wahl stärker als 1898. Bitter enttäuscht sind die Sozialdemokraten, die sicher hofften, in die Stichwahl zu kommen. Während sie 1898 einen Stimmenzuwachs von etwa 125 Prozent hatten, haben sie diesmal nur ein „Plus" von 599 Stimmen. Die 3106 sozialdemokratischen Stimmen sind mit einer Ausnahme von 129 im Kreise Wetzlar abgegeben worden. Der Zentrumskandidat ist um 918 Stimmen ge- tiegen. Die Zentrumsstimmen entfallen fast ausschließ- ich auf den Kreis Altenkirchen. Ueberrascht hat der Zuvachs der antisemitischen Stimmen, der 1139 beträgt. Dies )ürfte eine Folge der äußerst regen Agitation sein; denn >er antisemitische Agitator hat etwa 160 Versammlungen abgehalten. Die deutschkonservative Partei ging 1898 mit den Rationalliberalen vereint in den Kampf; ihre diesmaligen Führer waren 1898 christlich-sozial. Rechnet man die christlich-sozialen Stimmen von 1898 als konservativ, o hat die Partei jetzt einen Stimmenzuwachs von 787.
Die Nationalliberalen sind um 365 Stimmen zurückgegangen. Also trotz der Abzweigung der Konservativen ein ganz unbedeutender Verlust; dies ist wohl hauptsächlich der regen Agitation der nationalliberalen Vertrauensmänner zu verdanken.
In Marburg wird das Zentrum bei der Stichwahl zwischen dem konservativen Kandidaten von Pappenheim und idem nationalsozialen Kandidaten yon Gerlach für letzteren eintreten, da sich, wie das Fuldaer Zentrumsorgan berichtet, v. Pappenheim gegen die Aufhebung des ß 2 des Jesuitengesetzes zurzeit ausgesprochen hat, der nationalsoziale v. (Ärlach dagegen für die Aufhebung des ganzen Gesetzes sei. Es ist nicyt unwahrscheinlich, daß dadurch v. Gerlach den Reichstagssitz gewannt. Die Antisemiten dagegen beschlossen die Unterstützung von Pappenheims.
In Frankfurt a. M. haben die Sozialdemokraten dadurch, daß ihr Kandidat in die Stichwahl ge- ommen ist, eine schwere Niederlage erlitten; der Wahlkreis war ihnen, wie sie versicherten, sicher, sie haben es aber nur auf 20179 Stimmen gebracht gegen 20 019 im Jahre 1898. DaS bedeutet, da die Zahl der Wahlberechtigten seit 1898 um über 12 000 zugenommen hat, einen Rückgang. Das Zentrum vereinigte auf Dr. Heyder 3550 Stimmen. Es ist sehr leicht möglich, daß bei der Stichwahl der Kandidat der Demokraten Dr. Bruck durchkommt. 32 000 Wahlberechtigte haben bisher nicht gewählt, es wählen nur etwa 57 Proz. In eine eigentümliche Lage sind die Antisemiten geraten, welche es auf 4405 Stimmen brachten. Sie sehen sich vor die Wahl gestellt, entweder Stimmenthaltung zu proklamieren und damit indirekt den Sozialdemokraten zu helfen, oder für den ,^Juden Bruck" zu stimmen.
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Die ausländische Sozialdemokratie hat nicht verfehlt, der deutschen Sozialdemokratie zu ihren Wahlerfolgen zu gratulieren. Der „Vorwärts" verzeichnet diese Glückwünsche. An die sozialdemokratische Parteileitung Deutschlands telegraphiert die dänische Sozialdemokratie: „Als 'Deutschlands größte Partei seid ihr ein Hort für den Frieden unter den Völkern Europas und ebnet mit Riesenschritten die Wege für den endlichen Sieg des Sozialismus. An eurer Seite kämpften auch wir am 16. Juni, vermehrten unsere Vertretung in Dänemarks Reichstag." Die schwedische sozialdemokratische Arbeiterpartei sagt: „Die deutsche Sozialdemokratie hat sich ihrer weltgeschicht- ichen Aufgabe als einzige energische und zuverlässige Führerin im Kampfe für die freiheitliche und soziale Entwickelung des deutschen Volkes vollauf gewachsen gezeigt. Als leuchtendes Vorbild steht sie vor den Bruderparteien aller anderen Länder, die praktische, wirksame politische Aktion mit theoretischem Geiste verbindend, Prinzipientreue mit Entwickelungsfähigkeit. Die neue Machtentfaltung der sozialistischen und demokratischen Geister in Deutschland wird weit über die Landesgrenzen als Sin gewaltiger Hieb gegen die internationale Reaktion emp- unden werden, als ein Zeugnis für die nahende bessere Zukunft der Unterdrückten und Enterbten aller Länder." Die Wiener schreiben: „Tie östreichische Arbeiter- chaft aller Zungen begrüßt mit jubelnder Bewunderung >en über alle kühnsten Erwartungen hinausfliegenden Sieg der deutschen Sozialdemokratie. Das kämpfende Proletariat beglückwünscht mit freudigem Danke seine deutschen Genossen, die seine Hoffnung und sein Stolz sind. Mögen die Stichwahlen vollenden, was gestern so glorreich begonnen". Die Redaktion des Pravo Lidu, Zentralorgans der tschechischen Sozia ldeinokratie, telegraphiert aus Prag: „Mit Bewunderung sehen wir euerem Heldenkampfe zu, und mit freudig erhobenem Herzen begrüßen wir euren großen Sieg." Die polnische Parteiexekutive in Krakau telegraphiert: „Mit brausendem Jubel beglückwünschen wir den herrlichen Sieg." Eine Newyvrker Depesche lautet: „Gut gemacht, „elende" deutsche Genossen, ihr braven Zer- schmetterer!"
Politische Tagesschau.
Las uatioualliberale Wahlkomitee
in Wiesbaden erläßt folgenden Wahlaufruf:
Arbeiter! Männer des Volkes! Tie Hetzapostel der Sozialdemokratie ziehen im Lande umher und suchen Euch für ihren Wahlkandidaten zu gewinnen. Sie reden von Freiheit und Gleichheit und höchstem Wohlsein Aller, und dabei wollen sie unser Heer durch eine Miliz ersetzen und alle Zölle abschafsen. Wißt Ihr, was dann geschieht? Wenn die Zölle abgeschafft werden, was wird die Folge sein? Tas Ausland wird alle seine Erzeugnisse, seine Jndnstrieartikel, sein Getreide, fein Vieh frei einführen können und dadurch unf etc eigene Industrie und unsere Landwirtschaft zu Grunde richten. Die Fabriken werden still stehen, und das Land braucht nicht mehr bestellt zu werden, und Ihr könnt am Hungertuche nagen, anstatt bessere Löhne zu bekommen. Und wenn wir Heer nnd Flotte abschaffen ? Was dann? Wißt Ihr nicht, daß alle anderen Länder uns Deutsche beneiden, ja uns geragezu hassen, weil wir so stark geworden sind, und weil wir jetzt allen anderen Landern auf dem Weltmärkte Konkurrenz machen können? Und wißt Ihr nicht auch, daß wir das nur durch unser starkes Heer und unsere Flotte erreicht haben? Nur dadurch haben wir uns den Frieden bewahren können, mid nur dadurch können wir uns unseren Handel erhalten. Daß eine Miliz unser stehendes Heer nicht ersetzen kann, wißt Ihr, die Ihr Soldaten gewesen seid, selbst am besten, und die Redensarten der sozialdemokratischen Führer von Aussöhnung und Verbrüderung aller Kulturvölker werdet Ihr wohl selbst für das halten, was sie sind: für unerfüllbare Fantasien. Arbeiter! Laßt euch nicht verhetzen von diefen Führern der Sozialdemokratie! Sie wollen unser herrliches Deutsches Reich mit Gewalt zu Grunde richten ! Sie ,vollen unser Familienleben zerstören dadurch, daß sie die Kinder erziehen lassen in Staatsanstalten! Sie wollen Euch selbst nur für ihre dunklen Zwecke ausnutzen, welche doch nie verwirklicht werben. Arbeiter! Denket daran, daß Ihr
D e u t s ch e s e i d und helfet mit, daß unser Deutsches Reich fiel! wachse, blühe und gedeihe, dadurch, daß Ihr nur e i n e m nationalen Manne Eure Stimme gebet.
Die neuen Mitglieder des Reichstags.
Der Reichstag wird, wenn er im Herbst zum erstenmal j usammentritt, ein wesentlich anderes Gesicht zeigen, denn früher. In die Reihen der einzelnen Parteien sind viele Neulinge eingetreten, während mancher erprobte Parlamentarier auf der Wahlstatt geblieben ist. In folgendem sei eine Uebersicht der bisher gewählten Mitglieder gegeben, von denen diejenigen, die bisher dem Reichstag noch nicht angehörten, gesperrt gedruckt sind, während die Namen der seitherigen Mitglieder in gewöhnlichem Druck erscheinen. Es sind m der Hauptwahl gewählt:
31 Deutschkonseroative.
v. Bonin, v. Brockhausen, Graf (Barmer, v. Dewitz» Fürst zuDohna-Schlobitten, Graf zu Dohna-Schlodien, v. Elern, v. Gersdorff, Dr. v. Heydebrand, Himburg, Fürst zu Hohenlohe-Oehringcn, Graf Kanitz, Kern, o.Kröcher, Graf zu Limburg-Stirum, v. Maltzan, Mentz, v. Michaelis, Nißler, v. Normann, v. Nautter, » o. Riepen 1)a u fcn, Rogalla v. Bieberstein, v. Saldern, Graf Schwerin- Löwitz, v. Sperber, v. Spiegel, v. Staudy, Dr. Graf zu Stolberg-Wernigerode, Walzer, v. Winterfeld-Ment in.
6 Reichsparteiler.
Dr. Arendt, Dr. Löffel, Dr. Stockmann, v. Tiedemann Walzer, Witt.
1 Antisemit.
Liebermann v. Sonnenberg.
88 Zentrumsabgeordnete.
Aichbichter, Aigner, Prinz von Arenberg, Dr. Bachem, Graf Ballestrem, Bauer, Baumann, Beck, Dr. Becker, Breuer, Bumiller, Burlage, Dr. Dahlem, Dasbach, Engelen, Erz- berger, Euler, Fehrend ach, Frank, Fritzen-Kempen, Fritzen-Rees, Fuchs, Fusangel, Gerstenberger, Gleits- mann, Glowatzki, Gröber, Hartmann, Hebel, Dr. Heim, Herold, Freiherr von Hertling, Hinterwinkler, Hirsch- berg, Dr. Hitze, Hofmann-Ellwangen, Graf Hompesch, Horn, Hubrich, Hugo, Dr. Jäger, Kalk Hof, Kirsch, Klose, Kohl, Kolbs, Lehemeier, Leser, Linder. Dr. Marcour, Moritz, Müller-Fulda, Nacken, Dr. Opfergelt, Osel, Frhr. von Pfetten, Dr. Pichler, Pingen, Graf Praschma, Ranner, Dr. Rintelen, Roeren, Dr. Rügenberg, v. Savigny, Dr. Schädler, Schmid-Jmmenstadt, Schmidt-Warburg, Schüler, Schuler, Schwarze, Sirk, Sittart, Dr. Spahn, Speck, Stamm, v. Strombeck, Strzoda, Stupp, Szmula, Frhr. v. Thünefeld, Wallenborn, Wattendorf, Dr. Weißenhagen, Wellstein, Witzlsperger, Graf Wolff-Metternich, Dr. am Zehnhoff, Zehnter.
14 Polen.
Dr. Chlapowski, v. Chrzanowski, v. Czarlinski doppelt gewählt in Komtz-Tuchel und in Wirsitz-Schubin; er nimmt die Wahl in Wirsitz-Schubin an, daher ist in Konitz-Tuchel Nachwahl erforderlich), Dr. v. Grabski, v. Glembocki, v. Janta-Polezynski, Dr. v. Jazdzewski, Dr. Krzyminski, Graf Mielzynski, Mycielski, Fürst Radzi- will, Dr. v. Starzinski, v. Wolszlegier.
5 Nationalliberale.
Bahn, Boltz, Hofang, Dr. Semler, Wessel.
55 Sozialdemokraten.
Auer, Bebel, Bernstein, Blos, Buchwald, Gramer, Dietz, v. Elm, Fischer-Berlin, Fischer-Sachsen, Förster, Fräßdorf, Frohme, Gert sch, Geyer, Göhre, Goldstein, Grenz, Dr.Gradnauer, Grünberg, Heine, Dr. Herzfeld, Hildebrand, Hofmann-Chemnitz, Hofmann-Rudolstadt, Horn, Kaden, Körsten, Kunert, Hühn, Ledebour, Legi en, Meister, Metzger, Molkenbuhr, Nitzschke, Peus, Reißhaus, Rosenow, Sachse, S ch e i d e m a n n, Schippet, Schmidt-Berlin, Schmidt- Asehersleben, Schmalfeldt, Schwartz, Sind ermann, Singer, Stadthagen, Stolle, Dr. Südekum, Thiele, v. Boll- mar, Wunn, Zubell.
5 Elsässer.
Delsor, Dr. Ricklin, Röllinger, Dr. Bonderscheer, Wetterls.
2 Bayerischer Bauernbund.
Bachmeier, Hilpert.
1 Däne.
Jessen.
4 Wilde.
v. Dallwitz, Dr. Max Jnnez, Labroise, Baron v. Schmid.
AUSM svs dru Atavökssllusrkglsteru der StaM Hjetzra.
Aufgebote.
17. Juli. Christian Köhler, Schneider dahier, mit Anna Elise Marie Weiß dahier.
Eheschließungen.
13. Juni. Johann Theodor Hemrich Karl Ferdinand Georg Bauer, Musiker und Jnstruinemenniacher dahier, mit Marie Fischbach dahi r. — Heinrich Reuet, Fuhrknechi dahier, mit Sophie Wlngensetd dahier. 15. Juni. Tr. Friy Ernst Kart Julius Eurjch- mann, praktischer Arzt in Buchholz, Bezirtshauptinannjchait Anna- berg, mit Charlotte Katharine Hedwig Emilie Theodore Mathilde Marie Martha Güngerich dahier.
Geborene.
7. Juni. Dem Fabrikant Johann Baptist Philipp Karl Fießer eine Tochter Mechthildis Margarethe Katharine Anna Maria. — 9. Juni. Tem Fuhrlnecht Friedrich 'Dl üller eine Tochter Anna. — 10. Juni. Tein Kellner Philipp Lehrrnund cm Sohn Heinrich. — 12. Juni. Tem Maurerparlier Ernst Ludwig ein cohn Karl Ernst. — 13. Juni. Teni Ingenieur Karl Marlin ein <whn. — Dem Glaserineister Otto Brühl ein Sohn. — 14. Juni. Dem Schreiner Karl Peter ein Sohn. — Tem Schneider Heinrich Ludwig Steinbrecher eine Tochter. Temjelben eine Tochter (Zwillinge). — Tem Taglöhncr Heinrich Repp em Sohn Heinrich. — Dem Hauptmann uiid Kompagniechef Traugott von Bursztml em Sohn 'Alired Felix Georg. — 16. Juni. Dem Gärtner Julius Paul ein Sohn.— Tein Schlosser Theodor Torr em Sohn. — Tem Fuhrlnecht Heinrich Koch em Sohn Wilhelm Heinrich. — 18. Juni. Tem Eisenbahn- bureaugehilicn Theodor Schlitt eine Tochter Karol nie -tijereje. — Tem Fabrikant Georg Johann Balthasar 2)toll eine Tochter.
Gestorbene.
13. Juni. Marie Rosenbcckcr, geoorene Schinidt, 37 Jahre all, Ehefrau des Taglöhiiers Pelcr Rosenbeckei. — Ellsabelhe Karoline Notl, 2 Jayre 11 Monate alt, Tochter des Buchbinders Heinrich 9loU. — 15. Juni. Helena Katharina Einig, 10 Monate 20 Tage alt, Tochter des Postschaffners Johann Enug.—Christian Bansa, 68 Jahre 7 Atonale alt, 6>cncralbirettor auver Dienst — 18 3imi. Friedrich Rudhardt, 35 Jahre alt, Taglöhncr dahier.
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