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yi Part» luerbt*ii die Worte Bülows Uber die Bezteünngen Lettljchland-) mib FrmikrelcliS lebhaft besprachen und nicht ohne (Akiiugtiuuifl laininenttert. Man bringt sie init dein gegenwärtigen Aiitfenlhccll de» Kronprinzen in Petersburg In Zusammenhang und Non einer dein Minlstnrlnm des Wlistein nahepehrnben &cllc lvirb behanplet, bast auch uon russischer Seite besrtebtgende Erklcirnnge» schon dor dtcseni Besnu- nach Pari» gelangt seien.
Ordnung sand, dost sowohl in ber gestrigen alS in der heutigen Sltziinlg de» Reicb-tageS daS SwtnemÜnder Tele- ficomm des Kaisers an den PrtnLregenten von Boyern, das tm NeichSanzetger ntckit verössentltcdt worden Ist, In der gründlichsten Weise erörtert wurde, insbesondere auch Lurch den Zentrumsabgeordneten Dr. Lchäbler. Da die Geschäftsordnung de» Reichstage» keinen Weg bietet, diesen nur bei Kenntnis der E^lielmge schichte de- Falle» Krupp verständlichen Gewaltakt de» Präsidenten Herrn Grafen v. Ballestrern, tm ReiclMage setbt,t zur Erörterung zu brtnaen, so wenden wir uns an die OesfenUlchkeit. Wir überlassen dem deutschen Volke, über dtesev durch den Präsl- denten des Reichstages aus dte Redefrell)-clt der Mgeord- neten verübte Vitttentat das Urteil zu sullen. Berit», den 20. Januar 1903. Im tarnen und Auftrage der sozial- deinakrutisthen Fraktion des tx'utschen ucetchStageS. Der FrakilonSvvrstanv: Bebel, Meister. Psanntuch, ^cnger.
Die wli t c » ä*e 11 u n ö" ist der Ansicht, dast die Dl» n »tag-Rede des RelchSkanzlerl Q> r u f c u Bülo ia im bleiti-Stage ohne Zivelfel zu den bcdcut- samsten poittischen Uundgebungen der teuren Zell gehöre. Hohe Beachtung verdienten u. a. auch olc Klarlegungen de» (grasen Bulolv über sein Verhältnis zum Monarchen, und zioar durch dte Geschlclitchkeil, mit der sie diese» heikle Thema behandelten. Den Erklärungen dcS Kanzlers, dte er zu den Anlcägen wegen des sogenannten Schutzes des W u y l n e h c t m n > s s e S abgegeben, t'anne sie, dte „Kreuzzlg", nicht uneingeschränkt -ust tm mc n. Sie glaube ntchl, daN dte Mlnahine b-et nngekündtgten Borlage bedeutsame praktiscl)e Folgen haben werde. Die geheime Wabl let scholl durch da» bisherige Wohlreatcment ausreichend gesichert. Unctnneschrünkteü Lob müsse aber dem Teile der Rede de» Reichskanzlers gelotdmet werden, der von den Beziehungen Deutschland» zum AuSlande handele.
Dasselbe Matt nicht bezüglich des Verhaltens des Präfl- t eil leii Grafen Ö a l I e ft t c in gegenüber dem Aba. v. Boll- mar der Auffassung Ausdruck, dast Graf Ballestrem sich mit dem gegen Herrn v. Bollmar gerichteten Verbot in
hiiifl des Präsidenten zu dec Besprechung deS Swlne- müuder ^elegrammet. und derjenigen der Krupv-An- Selegenhett lasse sich schwer rechtfertigen. Line Er» rterung de» Swincimünder Falles luare aber auch besser unterblieben. Wnu besten würde eS setn, lucmt der Reichstag zu seiner srüheren Stellung znrürlkebre, lucini die loyal denkenden Mitglieder sich der Kritik kaiserlicher Knnd- gebunuen, die nicht aiS seierltche S-laatSukl Ionen erscheinen, enihlelten.
Die „Post" ist der Ansicht, dast mit dem Verhalten de» Präsidenten Grasen Bal le st rem bet guten Dache, die diese kaiserlichen Reden wirksam sördern sollten, kein Dienst geleistet sei, wett dte Soziatbemokraten Gelegen- bclt hatten, sich über Beschränkung der pa r l a m e n - t a r i s ch e n R e d e f r e t h e i t und u n g l e t ch m ä st i g e B e- handluna gegenüber dem Zentrum zu beklagen. Auch dte Art, wie der Reichskanzler in seiner Rede dte
Widerspruch geletzt habe mit den Grundsätzen, die er früher aufaestellt habe. Auch der Versuch, diesen Wider- sviuch durch Hkrvorkchruna neuer Unterschiede bet kaiserlichen Kundnebunaen zu lösen, scheine nicht geglückt äh sein. Jedenfalls lasse sich einem Teile der öffentlich bekannt gegebenen Arngernngen, die der Kaiser an den Heimgang Krupp» und an bi sen unerhörte Verdächtigung durch die soztaloemokratische Pc esse geknüpft bube, der politische Lharakler nicht al^prechen. Dte ungleichartige Dtcl-
Person des Kaiser» mehrtach zu berühren für ai fniiben habe, kann die „Post" al» itnwandSsret unsede n. WuS dte angekündigtc Sicherung des Wahi- g e h e i m n t s s e S aiUange, so könne es. angestchtS de» sozial- demokratttchen TerroclvinnS nur erwünscht sein, lucini das Wahlgeheimnis noch besser al- jetzt gewahrt werde.
lieber die Dtenötaa-Rede des Grasep Bülow liegen au» ft r a n f r e l ch nur inhaltlose Aeusterungen dc r natio- n al Ulli dien „Patrie" und ,^ibertü" vor, welche über oie „kutserliche Alpprodulion" der lcanzöslschen Dozialtsten Mille- roiib inib JaiicoS spotten. In parlamentartschen Kreisen
Freundlichkeiten deü Auvlande».
Mau schreibt uns au» Berlin, 21. I c,imar:
LS scheint doch, dast die Aeusteruugeu des Grafen Bü- 11> in im 'nlch-tag übe: deutsu,-englif dien Be ■ ziehuuge n einige Wirkung im Lande geran Haden. Lin Blatt tu le. die imeS" kann natürlich dem hochfahrenden und fchttlmelsu rüden Ton Denlsclstand gegenüber nicht gcinz^ lich entsagen. Doch richtet sich folgende L^emerkung ber „Times" durch ihre Lache rl ich kett: „Wir sind nicht sicher, dast diese Wbfeijt von seiner früheren Art ein Beweis für dte tmpontereude Mü chttgke.it 'Dut schlank in der tnicr- nationalen Politik ist". . . . Inzwischen haben unsere Offiziösen noch alle tyüibc voll zu tun, englische und oincil- kan Ische L ü ge n m e 1 d u n a e n, die speziell doü Norgei)<'n Deutschland» gegen Venezuela zu diskreditieren bestimmt sind, aus ihre» Unwert zurückznsühreu. Auster der „Köln. Zig." sieht sich soeben auch die „Rordd. Mg. Ztg." veranlasg, seslzustelle», dast „einige englische Mütter sort- aesetzt unwahre Rachrtcliten" zu beu Vorgängen in Venezuela bringen. Dir neueste Leistung dieser Act ist, dast England und Italien bet Weigerung ! enlsthlandS selbständig die Blockade ansheben würden. „Die Meldung ist unsinnig", schreibt kurz und kcäflla da» Organ unserer Regierung, und es war kaum noch die Hinzusügnttg erforderlich, dast die Dloctade-Frage von den drei beteiligten Mächten durch- au» gletchinttnig belwndeli wird.
Deutsches Deich.
Berlin, Dt. Jan. Gestern sand beim Kaiser und ber Kaiserin fta mili entafel statt. Nachmittag» begaben sich die Nlalestüten nach der Kaiser Wilhelm-GedüchtniSkirche und hörten dem Orgeispiel Prof. Dr. Reimann» zu. ßnr Ilbendtafel waren Prinz Heinrich, Prinz imb Prinzessin Maz von Baden und Prinz Friedrich Shirt von Hessen ge- laden.
— Der Kaiser haiie heciie im ^keichSkanzler-Palai» eine lflesprechttng mit dem Grasen Bülaiv und hörte später im Schlast den Vortrag des steUvertretenden ^'hefs des AiviikablnettS.
— Wie gemeldet wird, ist für den Monat Mai eine oon Kromerhaoen aiiSgehende zweitägige Vk a r d l a n d s a h rt
mit dem Lloyddampfer Kaiser Wilhelm IL geplant, woran außer dem Kaiser auch die Kaiserin teilnimmt.
— lieber die Reiseplüne deS Kronprinzen und de» Punzen Eitel Friedrich erfährt, wie ein Telegramm aus London meldet, Daily Telegraph, dast der Bestich der Prinzen in Afrika sich bi» Khartum ausdehnen werde. Später soll noch eine Reise mit der sibirischen Bahn nach K i a u - T s ch o u in Frage kommen. (?)
— Im .Deutsche n öieichS-A nzeig er und kgl. preust. btaatS-Anzeiger* Nr. 16 vom 19. Januar 1908 steht auf der ersten Seite wörtlich zu lesen was folgt:
Dachten.
Da» Befinden ®ehter Majestät de» König» war gestern, »vte „Vß. 1. B." meldet, nach einer gut und ohne Huslenansälle oerbrachte» Rächt recht gcct.
Ihre Könlatiche Hoheit dte K r o » p r t n z e s s t n hat sich am Damvtag von Weid noch Mentone begebe», wo die Antuiist gestern vormittag erfolgte.
Die Strastbtcrger Post bemerkt dazu: ES ist so schwer, zu der zivetlen Hälfte dieser amtlichen Dlitieihmg einen Kommentar zu schreiben, io dast wir unL auf die bloste Wiedergabe der Rleldling beschräilken, indem wir eö als ungewlst hlnstellen, ob gänzliche WeltunkenntniS, naive Harmlosigkeit oder etwa eine beflimmte Tendenz da das Wort geführt haben.
— Bei bei» Reichskanzler fand heute ein parlamentarischer Abend statt, zcc dein cliva 600 Personen erschienen wacen. Sehr zahlreich fanden sich Wsttglieder dcü Reiel)StageS und de» LaicdtageS ein, ferner die meisten BlindeSratsbeoollmächtigten, die Minister, die Staatssekretäre mit ihren Beamten, Vertreter der Generalität, Künstler, Schcistlleller lind die Eelehrtenivett. Der Reichskanzler bc* grüstte die Lüste, unterstützt von den Geheimräten v. Lonrad lind Hammann. In ailgeregtem Gespräch veriueiltcn die Geladenen bis z»l später Stunde.
— Die Petitionskom Mission deS Reichstages fastie heute den Beschlust, dle Petition des Textilarbeiter- oerbaildeS betv. Ecuführling des zehilstündigen Tlluximal- arbeltütageü und Errlchtlmg von Arbeiterkammern zum Teil dem Reichskanzler zur Erwägung, zum Teil zilr Berücksichtigung zu überweisen.
— Em Verbot polnischen Sprachunterrichts in Berlin »st durch das Köuigttche Provinzialichulkollegium erfolgt.
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Ausland.
Brüssel, 21. Jan. 4;tc beibe» Söhne Louis Bothas stild fchlver erkrankt.
Parts, 21. Jan. Der KomiuifstonSbericht über das Budget des MiutsterlumS bc« Aicugcru, welcher moraeu zur Bertellitiig gelaiigl, sprtcht Be f r t e d t g u » g boiübet au», dast Frankreich sich von den jüugsteil Ereiauisseu in Veneznela fern geb alten habe. BczügUch Marokko» schlägt der Belicht eine tulernattouale Vc'rstäudi- ßinifl vor, bind) lvelche die Neutralität von Tanger unb seine Ligeuschast als Freihafen erklärt loird. Was beu gegenwärtige» Stand der Dinge, in Armenien und Makedonien aulange, sollten die Mächte In kräftigerer Weise al- bisher Mei ber ottomairischen Regierung vorstellig werden und iiöttgensalls ihren Forberiliigeii bind) Gcwalt Nachdrucl verleihen. Hlnsid)ltid) des franzosisdi-slamesischen Abkommens meint ber Bericht, blc Vorteile, bte basselbe mit sld) bringe, würben zweifelhafter Natur sein.
Madrid, 21. Jan. Die Rebellion in Marokko dehnt sich immer weiter aus. Nachrichten aus Merrakersh besagen, dast anch dort eine Panik herrsche, da alle Ka,- b 1)1 en der Umgegend in Aiusreanng seien, namentlich die gc'sährlichen Rhclniuükabhlcn. Wer kann, flüchtet nach der Küste. Die Behörden garantieren nicht mehr für die Sicherheit, da die Stadt ohne Garnison und jedem lieber fall ausgesetzt ist.
Wien, 21. Jan. Die Regierung hat dem Wgeord- ncteiihaiise heute einen Gesetzentwurf vorgelegt, nach dem tlc Licenzgebühren, die angcr dem o 11 bei der Einfuhr 0 o n Tabak und T a b a kf a b r i ka t e n in Oelter- reicl) zu zahle» sind, eine Erhöhung erfahren. Dieselben betragen pro Kilogramm Zigareiten 30, Zigarren 26 und sonstige Tabak abritäie foluie für Rohtabak 20 Kronen.
— Die „Pol. Storr." bezeichnet die Gerüchte, dast ein etwaiges Erscheinen dcü ä st r e i ch i s ch - n n g a r i s ch e n G e- s ch iv a d c r s im östlichen Teile beö M Ittel mc creS mit beii ans dem Balkan schwebenden Fragen in Zusammenhang stehe, alS völlig grundlos. Die Möglichkeit einer llebungSfahrt des östreich-uiiaarischen. GZchwaverS nach den genannteu O^ivässcru sei feit Mvnaien in Aussicht ge- nommen. Politische Umstände spieUen dadci keine Wolle.
Petersburg, 21. Jan. Heute vormittag führte der Grostsürst-Thronsolger die Leibkompagnie deS Pccobra- srhenoklPhen Leibgarde-Äicglmenis, bereu. Ches er ist, im letaitdieust dem Generalteutnant v. Molike und den übrigen Herren vom (Kesolge deS deut s d) e n Kron - prinze n vor. Hieraus wurde daS Hospital und die Kirche deS Regiments bcsid-ligt. Im Anschluß hieran saub das Frühstück im Sbaslno statt. Während desselben, hielt der Kommandeur deS Regiments, Geucvak Ofseroiv-, eine Rede auf den beuischen Kronpciuzeu, in der er sein Bebauern ans- sprach, daß der Kronprinz nicht, anweseub sein könne, ^chliestllch toasteten General O>serow und G^'ncraUentnant v. Mollke ans t re n c M a in erab s cha s t im o Fre »inb- srhaf t zlv i s ch r ii der deuts rh en und der r n s s i - | ii) e ii A v m e c. Heute nbenh fano m der deutschen Botschaft ein Tiner statt. Der Kaiser, die Kaiserin imb der Gcostfürst- Thionfolger speisten h.ute abend beim deutschen Kronprinzen in dessen Gemächern im WlnterpalaiS
Aus lullt uul>
R. B. Darmstadt, 21. Ian. Der gestrigen gemein- schasttid)k» Sitzung dcr deutschen Kol onia lgesel tschäft und de» HandetSvereinS, in welcher Generalkonsul E. v. Hesie-Wartegg einen höchst interessanten Vortrag über das Thema ,9ln den Fürsten Höfen von Indien" hielt, wohnte ii. a. auch Staatamlinster Exz. Rothe bei. Der Redner schilderte auf Grund seiner eigenen, zum Teil sehr wimder- baren Erlebnisse in Indien da» luxuriöse Leben in den insgesamt 470 indischen Fücstenhöse» und gab den Zuhörern auch cm feflelnbc» ©ilb über die wahrhaft wunberbare Pracht, die nod) den spaltenlangen Berichten der englischen Blätter bei de» jüngsten Krömingssccertlchkeiten in Delhi entfaltet worden ist. Der überaus zahlreich befuchte Vorlcag wurde auch diuch eine vortreffliche Auswahl großer Photographien ber hervorragendsten Bauwerke Indiens illustriert.
Frankfurt a. M. 21. Ian. Unter dem Verdacht,
Reservisten von militärischen Hebungen befreit zu haben, wurde hier derDczirkSfeldwebel Nuhn verhaftet, aber oorläusig wieder auf freien Fuß gefetzt. Die Untersuchung dauert fort.
Frankfurt, 21. Jan. Der Fuhrunternehmer Theodor Klotzbach, ber Ehemann der in ihrer Wohnung Friedberger Landstraße tot aufgefundenen Frau Margarete Klotz- bad), wurde, >pie bereits kurz gemeldet, gestern in der Schäfer- gasse verhaftet. Der Polizeibericht meldet, daß nach den an der Leiche Vorgefundenen Wunden die Frau vermutlich emc8 gewaltsamen Todes gestorben ist. Dieser Verdacht wird durch die heute in der Wohnung vorgenommene gerichtliche Aufnahme fast zur Gewißheit. In der Küche entdeckte man Bliitslecke unb ein blutiges Stück Holz. Wahrscheinlich ist die Unglückliche von ihrem Diaim mit diesem Hotz in der Küche erschlagen worden. Er hat dann, so glaubt man, die Leiche enltlcibet, in« Zimmer getragen und ins Bett gelegt. Vor dem Bett entdeckte man die Reste einer Blutlache, llcberall aber ist das Blut weggewaschen worden. Unsere gestrige Dkeldung, daß auch ein Knecht von Ktotzbach zur Hast gebracht wurde, bestätigt sich. Dieser Knecht soll erzählt haben, daß Klotzbach Älachts um 8 Uhr ihm Vsttteilung gemacht habe, seine Frau liege steif und falt in der Küche. Es heißt übrigens jetzt, daß die Frau früher nicht gut beleumundet war; sie soll Kellnerin in verrufenen Kneipen gewesen sei». Die Polizei neigt der Annahme zu, daß kein Viord, sondern Totschlag vorliegt.
Homburg, 21. Jan. Die Bohrungen am neu entdeckten Landgrafenbrunnen im hiesigen Kurpark sind niinmehr bis zur projektierten Tiefe von 100 Pietern gediehen. Hier ist man jedoch aus eine für Wasser undurchlässige Letlcschicht gestoßen, iiifolgeocssen ist cme Weiterbohrung um 60 Meter notwendig geworden. Die Stadlverordiieten haben zu diesem Zweck eine Kreditecgänzung von 7000 *1)11. bewilligt, m der Erwartung, bei 160 Meter Tiefe gleich bei dem m der Nähe gelegenen Soolsprudel die relativ größte Wasser- nicnge zu erreichen.
,, ..... , , , , , Kirche und Schule.
Wie dle Deutsche Zlg. ivisjcu will, wird da» neune|d)affcne Amt eines G e n e r a lt » s p e k t o r» o e r Reform schulen, oer Begiuiider der er|tcn Reiormschule. Direktor Dr. Reinhardt vom Goethü-Ghuinasium in Frankfurt a. M., nn Nebenamt übernehincii.
Kirchliche Auch richten.
HoUe:wcrttst in Oer §ijuaguflt, ^uüuulage. Israelitische NeUglonsgemklnde.
D a in s t a g, den 24. Jnnnar Itiuä.
Vorabend 4.46 U h r. Rlorgcns 9 Uhr.
Feier des Geburtslage» Sr. Majestät de» Deutschen Kaiser», Nad)iiiitlags 3.30 Uhr. SabbalhauSgang vcho Uhr.
Hottrsdirnst der israrlitischen Krligtonstzksrllfchast.
Sabbathseier a m 24 Januar 1908.
Feier dcv Geburtstages Sr. Majestät des Deutschen Kaiser». Freitagabeno 4.40 Uhr. Sauiocag Vornutlag b.3o Uhr.
Predigt.
Nachmittags 8.30 Uhr. Savvathnuvgang 6JX) Uhr.
Wochc'ngotiesdit'nst: AlorgenS 7,00 tlhi, abend» 4.80 llhr,
Kanöet uns ^erlceyr. KotN-wirilchaii.
Darmstadt, 21. Jan. In der konsltluierenden Sc^ung der a n d c t i» k a in in e r wurden Banldlrckior E. Parcu» -nm Voo- sisieiidcii, Geheimer Konuner-ienrat Dr. L. Merck -nm -weiten Vor- jitzende» und Herr Koinmcr-ienrat Jacobi -um stellvertretenden -weilen Aorsltzenden gemühtl.
Märkte.
Limburg a. d. t., 21. Jan. yruchtmarkt. Durch- (d)niU6pvel|e pr. Älalter. Roter Weizen 18.81 Atk., Weißer Weizen 1)0.00 'JJtr., Korli 1040 M., Genie 8.Ü7 Alk., Haler 6.90 'JJif., Erbsen 0.00 Mk., Kartoßeln 0.00 All.
Telephomscner Kursbericht.
l'rieiikluri u. Mi., 22. Juuawr itfuS
3*/«% Roiobeftnlelho . , 102.90 ß»/0 do. ... 92.10 ÖV.O/o Konnole .... 102.70 d»/„ do ..... 92.20 ö‘/ie/n HcHeon . , , . 101.35
OborhoBHen , , . 100 50 4% OoHterr. Goldrento . . 108.15 4'/t^ Ouetorr. bllbcrronto 101.55 496 U uff ui*. Uoldrmto, . , 102.05 40/ Itnl.on Fout» . . . 103.40 Portugioe-.n . . . —.—
°l Portngionun.....81.90
1)( C. Türken ....--
lÜrkenloBü ...... 181.40 4'7, Urleoh. Monopol -Anl. 45.75
4*/. % kuHner« Aryontlnor —
«7u Mexikaner .... 24.80 4</i /u (Jlilnenon .... 91.90 Electric, do/ ackert , . , 77.50 Nordd Lloyd . . , . 94.—
hredituklion . . . . 219.40
DiBkonto-Kommandit. , . 196.40 l)arm*tädtvr Bank . , . 139.—
Drtmdenor Bank . , , . 148.70 Bot inor H»n<lolegO8. . . 160.20 OcbLoit. ätuatebahn . . 1 l'.i.
Lombardun . . . , • 16.80
Gutthar-Ibuhn .... 181.20
Laural-Ütto 218.50
Boohom 181.60
Harpener......179.76
Tand*n«: frit,
Jli'ucllr Wetöinnceii.
vriginaldratztmeidttngen de» Gicbcncr -lnzeigcr».
Berlin, 22. Jan. Ter ReichSiÄmmi,sar für blc kB e l t* a u ü st e l lil n g in St. Loui» 1901 Gcheimcat X e lv alb wird an die dentsche Industrie Ausfoiderunge» zur W-tei- ttaung an ht v AuAKeuun.g erlassen. Tiefe Ai soll besonders an diejenigen Firmen versandt wecdcn, blc ich an der Pariser AuSstellnng beteiligten. Auch du. preuß. II11 i ü c v f i t d t c n werden sich an der Ausstetlung beteiligen. — Auö dem Spreeivald wird gemeldet, daß zwei. Personen a u s d e m Else Ihren T 0 d g e f u » d c n haben. -- In einer Versa mm lang von ftirme n-^n habe rn i|t ein Sch n tz v c r b a n 0 ber Be kl e i d n n g Sn d u st r i e ilen lür Berlin und Vororte begrüirdet worden, um dem immer stärker auftretenben Anreisterwefett entgegenzutrelen, welches eine gedeihtlcl)e Förderung bei reellen Geschäfte schwer g fäyrdet. - Awg dem gestrig n Gastspiel Eoc- quelins im S<hauspcelt)ause luv gute das Kaiscipaar, Prinz und Prinzessin -vcinriii), Prinz unb Prinzessin Max von Baden, Prinz Friedrich liurl von Hessen uno andere Fürstlichkeiten bei. Nach «schlnß der Vorsicllung biüiftc ber Kaiser dein Künstler seine An-erkennung auS. äwc- quelin bat-i ^en Ka ser um E.iisthulbigung für ein Versehen, welches tmid) tnu5 verspätete Auftreten eine» Tacsteucr- entstand, worauf dcr Kaiser enviberte, dast uion bei der grostc-n Kunst Eocquelinv über ein so unbebeulenbcS iVcr- ,ehen fd)on ein Auge Andrücken könne.
B erlitt, 22. Jan. Die freisinnige und die b c ii t- f d) e BolkSpartei bcs Reichstages uno bie sreisinnmc Volkspartei deS AibgeordiictenhunseS beschlossen in gemciil- sanier Frcikcionvschniig, im ^bgevrdnetenhan.e einen vuitiad einzilbiiilgcn auf Vorlegung eines c^setzentwuiscS zttr Regelung des Bau arbeit er schlitz e».
Birnbaum, 22. Jan. Hier erschoß sich der Lano- rnt von Willich. ^Dcr Delbstnwrd soll mit der Alt»" des Majore En dell zusammenbäng<'n.


