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22.1.1903 Erstes Blatt
 
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Vermischtes

Gehilfinnen unserer Familien öffentlich Dank und Anerkennung

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- Die Irrenanstalten in Hessen sind, wie man unS schreibt, gegenwärtig derart überfüllt, daß man ge- zwungen ist, zur Unterbringung von Geistesgestörten die Irrenanstalten der Nachbarstaaten in Anspruch zu nehmen. Nach Göppingen in Württemberg sind schon mehrere Geistes- kranke aus Hessen verbracht worden.

-i- Klein-Lin den, 22. Jan. Gestern wurde hier der Werkmeister i. P. Daniel W e h r u m vom Braunsteinbergwerk beerdigt. Der Pfarrer aus Großen-Linden betonte in seiner Grabrede die Verdienste des Dahingeschiedenen. W. war 1628 in Alten-Buseck geboren und war über 45 Jahre im Dienste des Braunsteinbergwerks tätig. An der Beerdigung nahmen der Direktor Dr. Esch, Vertreter der Gewerkschaft, die Knapp, schäft mit Fahne und viele Arbeiter teil. Zahlreiche Kränze wurden am Grabe niedergelegt. ,

Rod heim a. d. B., 22. Jan. Unsere Gemcmde- hebamme, die Witwe Paul, feiert heute ihr 2bjährige3 Dienstjubiläum. Wer da weiß, welche Aufopferung und Hingabe die Ausübung dieses Berufes gerade auf dem Lande erfordert, der wird mit uns emslimmen, daß diesen wichtigen

,Toten Stadt- und sein Werk selbst zu erfahr^, da« un« Herr Direktor Lindemann am Mittwoch, den 28. dS. AUS. im hiesigen Stadtthcater näher bringt. Gabriele D'Annunzlo, besten in prunkvoller Sprache geschriebene, fesselnde und überaus kunstvolle Romane ebenso wie seine hinreißend be- redten glutvollen Einakter , Traum eines FrühlingSmorgenS- und .Traum eines Herbstabends- in S. Fischer« Verlag in Berlin erschienen sind, hat dem Theater bereits mehrere größere Dramen übergeben, das bedeutendste unter ihnen ist La cittA morta (Die tote Stadt). Im Vordergründe der Handlung stehen Alessandro mit seiner blinden Gattin Anna und Leonardo mit seiner Schwester Bianca Maria, die sich in der durstigen Ebene von Argos, in der Nähe der Trümmer des goldreichen Mykene befinden, dort die uralten Atriden- gräber öffnen, und die mit Goldmasken bedeckten Leichname AgainemnonS und KastandraS finden. Und die Grabesasche, die in der heißen Frühlingssonne sich mit dem roten Staube der .durstigen- Ebene vernuscht, scheint den an oem antiken Königshause haftenden Fluch auf die Eindringlinge zu über­tragen; denn der Fluch einer widernatürlichen Leidenschaft haftet an den Fersen Leonardo« und läßt ihn zum Mörder seiner Schwester werden; noch bevor Anna, die Blinde, den Abfall chreS Gatten und seine Liebe zu Bianca Maria ahnend, in edlem Opfermut selbst sterben wollte, inn nicht länger zwischen Alcstandro und der geliebten Freundin trennend zu stehen. Das Werk mutet, wie ein Rezensent sagt, an wie ein mitten in blühenden Narcisten stehender antiker Sarkophag, den mit herrlicher Kunst gebildete Reliefgestalten schmücken. Herr Direktor Lindemann hat un« mit seinem .Ibsen-Theater- den Nachweis eines fein empfindenden künstlerisch vornehm denkenden und schaffenden Negisteur« erbracht und wir haben da« Recht, auch von dem bevorstehenden Annunziv-Abend

im Wege. __

Kunst und Wstcnschnst.

Breslau, 21. Jan. Vilma Illing, die hervor­ragende Charakterdarstellerin am Breslauer Stadttheater, die vor Kurzem an das Lessing-Theater in Berlin engagiert war, da« Engagement aber nicht mehr antreten konnte, ist heute früh nach längerem Leiden gestorben.

gebührt. _ r _ . . I . «:ero 21. Jan. Vorgestern entstand in derKirche

-h- Sichenhausen, 21. Jan. Die ©emeinfce- GouvernementSaefängnisteS während de? Gottesdienstes Verwaltung hat .*} m l. mpirinbe ,umI Streit unter den internierten schweren Ver brechern.

Forstsisku« schon seit einer Reche von Jahren) Gelände zum I fQm etnem Handgemenge, bei welchem drei Äl'Ä'-» memden de« Vogelsberges zu empfehlen fern. pe Ruhe wieder ) -

Nidda fjaT für diesen Sommer fürste Konferenzteilnehmer Kandel ünd Verkehr. Volkswirlschast.

Bestrebungen auf dem Gebiete deS Zeichenunterrichts sur I .^^rbilanz von 798 854 Mt. feftgefteüt, wobei die Aktiven mit die Volksschule besprochen und erläutert werden. Die Lehrer Mk. und die Passiven mit 2 71b 354 Alk. eingejchayt find,

werden selber Schüler sein und so die neuen Lehrgänge ou bcn Mioen kommen noch weitere 133 000 Mk., bestehend aus mrchstudieren und davon da» Beste wählen. Die Teilnahme b^ nach dem erwähnten letzten Geneialversamm-

anderer Konferenzbezirke an diesen Hebungen ist sehr er- mngrbeschluß. Insgesamt dürste sich aho die Unterb ilan- aus wünscht. Mit ML- wird voraussichtlich die erste 3eid)en- un9e1a^^e 1JM l n t u r § D e r f r e n ba8

konferenz abgehalten. «Thermometer »eiat eben Vermögen des Porleieulllesabrttamen Friedrich Ewald hat mr

W. Nidda, 21. Jan. Das Thermometer zeigt eocn @($ubi ein red)t lraungeS Ende genommen. Tie zu beruck- morgen« 8 R. unter Null. Da kein Schnee vorhanden, s^ge,wen Forderungen der gläubiger betragen 7111 Mk., und so leidet daSGetreide, besonders am südlichen Abhänge, linier diese Gläubiger soll der verjügbare Mastenbeitaiiü von wo tagsüber die Sonne schon emwirkt. - Dw 2 n fluenza 84.04 ^m 20. Januar wurden zum ersten

dauert an, chre Opfer sind jedoch nur kränkliche alte Leute. bteSa?Qe|l^ipellcu Aktien der Bayerischen Bank nut dem In Ober-Schmitten ist Diphtherie ausgetreten. An Kais ersi^^ von 82 bez. und Geld notiert.

Geburtstag wird ein allgemeiner Kommers in Krafts -------- ----- -----*

Geiß-Nidda, 19. Jan. Der hiesige Gesang- £ttni)lUirl|d)afL

verein feierte gestern abend sein lyjähriges S11 f t u n g s - - Landwirte, baut Zuckerrubeu! Die Zuckerfabrik stock-

f e ft Die Feier, mit Gesang und Ansprache eröffnet, verlies heim wird tut die abgelauiene Kampagne trog der niedrigen Mucker- In erhobcnder Der herein zahlt jetzt 66 MUgli-dor. UN Durch,chnmM M. !u° d°» Z-nm«- Rub-N d° a Der jorftanb wurde wie^g-wäM ,ÄÄ!* 8vU

Darmstadt, 21. Jan. In der legten panoeis U ber geringe Werl der Kartofseln tommt, bietet

kam mer-Sitzung kam auf Grund einer Denlschrist der Rübenbau'dem Landwirt eine ivlllkommene Gelegeiiherl, doch Großh. Handelskammer Mainz betreffend Errichtiing einer ,^ch eine gute Bodenrente zu erzielen, da em Prers von 80 p'g. R-ilb 8 bank bauvt stelle in Hessen die wichtige Frage lieben den Vorteilen des in Köp'en, Blattern Uild ^chnuzem ge- nochmals zur Besprechung. Sämtliche Mitglieder äußerteni fi>i'ä^n;le^^Uwänöcn"b?.^n^encn 'tiorieü

den dringenden Wunsch, daß die Großh. Handelskanimer nut uuye machen und sich dem Anbau von Zuckerrüben zuwenden, allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln und Kräften auf||on)eU nur sein Betrieb es möglich macht die Errichtung dieser Hauptslelle m der Haupt- und Residenz- stadt des Landes, in Darmstadt, hinwirken möchte.

-k- Mainz, 21. Jan. Durch bayerische Viehhändler eingeführt, trafen gestern 70 geschlachtete Kälber aus Tyrol in vollständig gefrorenem Zustand hier ein. Da die Kälber von sehr schönem Aussehen und mit den nötigen Gesund­heitsscheinen versehen waren, so stand deren Verlauf nichts

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isblatt für den Kreis Metzen