WouMHe Uebtrficht der Todesfälle 'm Eießen.
Monat November 1903.
Einwohnerzahl: angenommen zu 26 900 (tnfL 1600 Mann Militär.) Sterblichkeitsziffer: 21,8, nach Abzug von 18 Ortsfremden: 13,8 n/no.r:
Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Kinder
starben cm: Zusammen:
Erwachsene:
im
vom
Typhus
1 (1)
1. Lebensjahr: 2.-
1(1) -
-15. Jahr
im Wochenbett
1(1)
Kl)
——
Tuberkulose der Lunaen
6(5)
6(5)
_
Tuberkulose anderer Organe
2(1)
1(1)
_
1
Lungenentzündung
4
2
1
1
Lungenkatarrh
3(1)
1(1)
1
1
Herzleiden
3
3
—
—
Darmkatarrh
2(1)
—
1
1(1)
Atrophie
3
—
3
Lebensschwäche
6(2)
—
6(2)
_
Neubildungen
4(2)
4(2)
_
Altersschwäche
3
3
—
_
anderen Krankheiten
8(3)
6(3)
1
1
Verunglückung
2
2
—
—
Selbstmord
1 (1)
1 (1)
—
—
Summe
49 (18)
31 (15)
13 (2)
5(1)
Familien-Nachrichten.
Gestorben: Frau Johanna Thomae, geb. Knipp, Offenbach a. M.
Landwirtschaft.
Sortenanbauver suche mit Hafer. Auf dem Versuchsfelde der laudw. Winterschule Alsfeld sind im letzten Sommer mit acht verschiedenen Hafersorten vergleichende Anbauversuche durchgesuhrt worden, deren Ergebnisse für die praktische Landwirtschaft unseres Gebietes von Wert bei der Auswahl von Hafersorten sein dürften. Tas Versuchsfeld, in der Nähe von Alsfeld gelegen, circa 300 Meter über dem Meere, hat einen milden, tiefgründigen Lehmboden und war seither in herkömmlicher Weise von dem Vvrbesitzer ohne Aufwendung größerer Mengen künstlicher Tüngemittel bewirtschaftet worden. Dorftucht waren Hackfrüchte; die Beschaffenheit der einzelnen Parzellen^ Ar groß, war gleichmäßig, so daß keine Sorte in den Wachstumsbedingungen einen Vorsprung hatte. Tie Saatfrucht wurde von den Original-Züchtern bezogen. Tie Saat konnte wegen der nassen Witterung im Frühjahre erst am 5. Mai vorgenommen werden. Tie Ernte war spät und wurde am 4. September für sämtliche Sorten gleichmäßig an demselben Tage ausgeführt. An künstlichen Tüngemitteln erhielt jede Parzelle von 4 Ar vor der Saat 8 Kilogramm Snperphosphat und 5,6 Kilogramm 40 proz. Kalisalz, entsprechend einer Düngung pro Morgen von 1 Zentner Sriperphosphat und 35 Kilogramm 40 proz. Kalisalz. Am 25. Mai erhielt jede Parzelle von 4 Ar gleich 4 Kilogramm Chilisalpeter, entsprechend 25 Kilogramm pro Morgen. Die sämtlichen Sorten litten etwas vom Roste, und ebenso waren sie durch häusige Niederschläge und Stürme teilweise gelagert. Das Ernte-, bezw. Drusch^ resultat ist nun folgendes. Es brachten aus den Morgen (1 Ztr. 4 Hektar) berechnet: 1. Leutewitzer Gerbhafer Körner
17,07 Kilogramm und Stroh 21,19 Zentner. 2. Strubes Schlanstedter Körner 16,69 Kg. und Stroh 23,88 Ztr. 3. Be- feier 3 Körner 16,63 Kg. und Stroh 21,50 Ztr. 4. Kirsche's Ertragsreichster Körner 16,06 Kg. unb Stroh 20,38 Zentner. 5. Beseler 2 Körner 15,81 Kg. unb Stroh 21,50 Ztr. 6. Heines Ertragsreichster Körner 15,08 Kg. und Stroh 21P7 Ztr. 7. Beseler 1 Körner 12,56 Kg. und Stroh 26,56 Mr. 8. Lr- gowo-Hafer Körner 13,00 Kg. und Stroh 18,19 Ztr. Obgleich also hier unsere besten Sorten unter gleichen Wachstumsbedingungen unter sich konkurrierten, zeigt sich zwischen der besten und schlechtesten Sorte eine Ertragsdiffarenz an Körnern von ca. 4 Ztr. pro Morgen. Nach den diesjährigen Versuchsergebnissen wären für unsere Gegend demnach: Leutewitzer Gelbhafer, Strubes Schlanstedter und Beseler 3 die besten Hafersorten, die sich auch ziemlich gleichständen und den Landwirten empfohlen werden könnten. Der Versuch soll 1904, womöglich mit den gleichen Sorten wiederholt werden.
Handel und Uerkehr. Volkswirtschaft.
Halbzeugverbaud. Nach Ablehnung der verlangten Preis- ermäßigung durch den Halbzeugverbaud hat die Halbzeugverbrauchs- Vereinigung Schritte zum Bau eines eigenen Thomasstahlwerkes getan. __________
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6
3
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20
9
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17
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Ku Schotten.
Schotten, den 18. Dezember 1903.
Großh. Oberförsterei Schotten.
Seidel.
des Fußweges nach der Hochwarte.
Gießen, den 19. Dezember 1903.
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
Mecum. 9444
Bekanntmachung.
Die Wiese der Gemarkung Rödgen Flur 1 Nr. 1444 mit einem Flächeninhalt von 4788 Quadratmeter soll Mittwoch den 23. Dezember d. Fs., nachmittags 3 Uhr, auf Anstehen des Eigentümers auf der Geschäftsstube Großherzoglichen Ortsgerichts Rödgen reiwillig versteigert werden. Dieselbe kommt sowohl in einzelnen Teilen als auch im Ganzen zum Ausgebot. [9431
Gießen, den 18. Dez. 1903. Katz, Großherzoglicher Notar.
Lichthalter- Baumkerae^.
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Zusammenkunft vormittags 11 Uhr im Distrikt Läuns- bach (Hansrod), Schnittpunkt des Taubemvegs und der unteren Läunsbachschneise.
Das Holz liegt in der Nähe chauffierter Wege, etwa eine Strmde von der nächsten Bahnstation.
Nähere Auskunft erteilt der Großh. Forstwart Schott
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Holz-Versteigerung.
Es werden versteigert:
Dienstag den 29. Dezember l. I.
aus den Distrikten Läunsbach (Hansrod) 12a und 12b der Forstwartei Wingershausen:
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Große Inventar-Wergeigerung.
Wegen Wirtschaftsauflösung soll Mittwoch den 6. und Donnerstag den 7. Januar 1904, je vormittags 10 Uhr beginnend, sämtliches lebende und tote Inventar öffentlich meift- dielend versteigert werden und zwar: 6 Arbeitspserde, darunter 1 gute Zuchtstute und 1 flotter Einspänner (auch zugeritten), 20 Stuck Rindvieh, dabei 7 Simmentaler Heerdbuchkühe und 2 von Heerdbuch- eltern abstammende junge Bullen, 4 trächtige Mutterschweme, lL schottischer Schäferhund, Enten und 1 Flug Lauben; ferner an »totem Inventar: 1 Wood'scher Garbenbinder (tadellos erhalten), 2 Grasmäher, Drillmaschine, Düngerstreuer, Heuwender, Heurechen, Walzen, Pflüge, Eggen rc., 4 Erntewagen, darunter 2 sehr gute Pritschenwagen, 4 kleine Wagen, ein 4-sitziges modernes Break, 1 fast neuer Kartoffeldämpfer, 1 großer für Müller geeigneter Mehlkasten, etwas Hausrat rc. rc. Das lebende Inventar kommt zuerst .zum Ausgebot. Zum Schluffe wird noch Stroh in einzelnen Partien versteigert.
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Montag de« 28. Dezember 1903, vormittags 9% Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald in den Distrikten Waldshnt, Wanne, Oberhag, Neuhege, Hegstranch und Katharinenhütte versteigert werden 231 Fichtenstämme mit75,76fm
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