Telephonischer Kursbericht.
4'/k 96 Oesterr. Pilberrento 101.10
Tendenz: schwach.
Kteinkinder-Aewahranstalt
iten
Einen größeren Posten besserer
aus
aus
gebe zrr «nd unter Einkauf ab.
Uhren, Gold- und Silberwirren.
9441
102.40
91.50
102.00
91.55
10125
99.80
102.80
»Wo 3o/o 3V,o/0 3°/o 8x/2%
216.62
223.62
147.37
192.25
205.—
3% Mexikaner , 4Wo Chinesen . Electric. Schuckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandi Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handels»«» Oesterr. Staatsbahn Lombarden . , Gotthardbahn . . Lanrahütte « . .
Bochum ...» Harpener . . .
31/1% Oberhessen .
496 Oesterr. Goldrente
496 Ungar. Goldrente • < 40/5 Italien. Bente , . , 4% 96 Portugiesen > . , 30/ Portugiesen. . . . .
196 C. Türken . . .
Tiirkenlose......
4% Griech. Monopol.-Anl. 4V.96 äussere Argentiner
Donnerstag, den 24. Dezember.
Nachmittags 3 Uhr: W e i h n a ch t s f e i e r für dre Kinder dem Kindergottesdienst der Lukasgemeinde.
Pfarrer Euler.
Zu diesen vorstehenden Feiern wird die ganze Gemeinde frnundlichst eingeladen. ... .. .
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
In der Johanueskirche.
Mittwoch, den 23. Dezember.
Nachmittags 3 V, Uhr: W e i h n a ch t s f e i e r für die Kinder bem Kindergottesdienst der Johannesgemeinde.
Pfarrer Dr. Naumann.
. . 26.00 . . 91.60 . . 106.75 . . 105 70 o . 216.10 . . 198.20 < . 147.00 . . 158.50 . . 165.30 . , 145.80 . . 17.30 . . 194.50 . . 240.00 . . 191.50 . . 203.20
100.20
103.50
63.85
32.65
37.65
140 60
44.35
00.00
Reichs anleihe do.
Konsole « do. . .
Hessen
Nachdem am gestrigen Sonntag die Christbescheruug für die Kinder unserer Anstalt durch Gottesdienst in der voll besetzt Johanueskirche und durch Gabenausteilung in der Kleinkinderschule stattgefunden hat, ist es uns Herzenssache, unseren innigsten Dank Allen auszusprechen, die uns zur Ausführung der Ehrist- bescherung für die 254 Kruder der Anstalt, die höchste bis jetzt erlebte Zahl, freundlichst unterstützt haben. Hauptsächlich danken wir den vielen Wohlthätern, die durch ihre reichen Gaben an Geld, Bekleidungsqegenständen, Kleiderstoffen, Konfekt usw., sowie durch Handarbeit es uns ermöglicht haben, unseren Anstaltskindern und auch deren Angehörigen eine große Freude zu bereiten.
Wir teilen nachstehend besonders mit, welche Geldbeträge
Gilcutrahn Zeitung.
DiepreußischenEisenbahnein nahmen fahren fort, eine Steigerung der Mehr einnahmen gegen das Vor
jahr zu zeigen. In den ersten sieben Monaten des.Etatsjahres fc* trug das Mehr nahezu 50 Millionen. Man geht vielleicht nichts weit, wenn man erwartet, es werde schließlich auf u b e ?
M i lli 0 nen steige,:.__________ - - ——--
Oest. Kredit. . 216.75
Deutsche Bank . ♦ • 223.50
Darmstädter Bank , • 147.50
Bochumer Guß . • * 191.75
Harpener Bergbau . . 205.10
Tendenz: Fest.
Märkte.
musikalischen Darbietungen und Ansprachen wurden gehalten und Toaste ausgebracht. Man saß noch lange in angenehmer ( Stimmung beisammen, erfreute sich an humoristischen Vorträgen und Couplets u. s. w., bis die frühe Morgenstunde doch endlich zum Aufbruch mahnte.
•• Gießener Würstchen auf dem kaiserl. Jagdschloß Göhrde. Dem Metzgermeister Fritz Schreiner, der im vergangenen Jahre bereits seine „Frankfurter Würstchen" für die Hofjagd nach Letzlingen geliefert hat, war von der kaiserl. Hofküche Berlin auch die Lieferung der Frühstückswürstchen für die letzte Hosjagd zu Göhrde überschrieben worden.
•* Der Hessische Fechtverein Waisenschutz, Zweigverein Gießen, hält am 3. Weihnachtsfeiertage, Sonntag den 27. Dezember in Lonys Bierkeller abends 8 Uhr seine diesjährige Weihnachtsfeier mit einer Bescherung für 30 Halbwaise ab, wozu Freunde und Gönner der Vereinsbestrebungen herzlich willkommen sind. Der Vorstand hat schon seit Wochen alles getan, um die Veranstaltung zu einem gemütlichen und abwechselungsreichen Vergnügen für Jung und Alt zu gestalten. Es ist ganz besonders dafür Fürsorge getroffen, daß die Jugend recht nachhaltig an einem vorgesehenen Tänzchen sich beteiligen kann.
** Krofdorf, 20. Dez. Gestern sind von einer Kommission aus Wetzlar der hiesige Bürgermeister Lichten- thäler und dessen 1. Sekretär v. Bülow verhaftet und nach Wetzlar gebracht worden. Es sollen, wie wir hören, falsche Notierungen in amtlichen Schriftstücken sestgestellt worden sein.
Friedberg, 19. Dezi. Der Kreis aus schuß ver- fhandelte heute zum zweiten Mule über den Antrag des Bad-Nauheimer Kohlensäure-Werks aus Erteilung einer Konzession für die neue Anlage zur Gewinnung flüssiger Kohlensäure. Ter erste Antrag des W^erts war abgelehnt worden, weil nicht sämtliche Pläne vorgelegt waren. Tas Werk hielt sich dazu nicht für, verpflichtet, weil es sich nicht als eine chemische Fabrik betrachtete. Nachdem durch die Entscheidung des Provinzialausschusses und des Ministeriums des Innern die Vorlegung sämtlicher Pläne auch ohne Rücksicht auf die Frage, vb eine chemische Fabrik vorliege, angeordnet war, konnte heute über die Sache selbst entschieden werden. Tie Verhandlung nahm den ganzen Tag in Anspruch Tie Entscheidung geht dahin: Tie riachgesuchte Genehmigung zum Betrieb einer chemischen Fabrik nach Maßgabe der vorgelegten Pläne wird unter folgenden Bedingungen erteilt: Ten vorhandenen Stollen und Schächten darf nicht mehr mit Kohlensäure gemischte Lust entnommen werden, als die zurzeit vorhandene Maschine mit zwei Zylindern zu heben im stände ist. Tie nähere Feststellung hierüber hat vor Eröffnung des Betriebes durch die Gr. Bergbehörde stattzufinden. An der au fzu stellend en Pumpe sind Meßapparate zur automatischen Feststellung der den Schächten und Stollen entnommenen mit Kohlensäure gemischten Lust anzubringen. Desgleichen ist an der Maschine ein Tachometer anzubringen. Ter Unternehmer hat jederzeit eine Kontrolle der gesamten Umlage durch die Gr. Bergbehörde zu gestatten. Wasser darf den Schächten und Stollen nur zu dem Zwecke und in dem Umfange entnommen werden, als dies zurzeit des Inkrafttretens des Heilqmellenschutzgesetzes der Fall war. Tie Unfallverhütungsvorschriften der Beruss- genossenschaft für chemische Industrie sind bei Errichtung und beim Betriebe der Anlage genau einzuhalten. Die Genehmigung zur Aufstellung eines Dampfkessels wird nach Maßgabe der vorgelegten Pläne und unter den von der Gr. Tampskesselinspek'tion vorgeschlagenen Bedingungen ebenfalls erteilt. Durch Verwendung geeigneten Brennmaterials und sorgsame Bewartung des Dampfkessels ist auf möglichst vollständige Rauchverbrennung hinzuwirken. Dem Anträge auf Gestaltung der baulichen Ausführung nach § 19 a der Gewerbeordnung wird nicht stattgegeben. ! Tie Widerredenden tragen die von ihnen aufgewendeten 'Kosten. Alle übrigen Kosten fallen dem Unternehmer zur Last. __ Damit ist der Antrag der Stadt und der Badeverwaltung, der neuen Anlage die Genehmigung zu versagen, weil man von ihr eine Schädigung des Nauheimer Sprudels befürchtet, abgelehnt. (Frkf. Ztg.)
)( Grün berg, 19. Dez. In der heutigen Gemeinderatssitzung wurde der vom Stadtrechner vorgebrachte Voranschlag unbeanstandet genehmigt. Darnach beträgt das '.Gesamtvermögen 653 708 Mk., die Schulden 208 342 Mk., ^bie Einnahmen und Ausgaben decken sich mit 99 362 Mk. i__ Die von Großh. Kreisamt empfohlene Polizeiverordnung
zur Vertilgung der Obstbaumschädlinge fand im großen und 'ganzen Zustimmung, obwohl in hiesiger Gemarkung wohl keine Btutlausherde bestehen. — Betreffs Einrichtung einer "Freibank wird sich der Bürgermeister mit dem schon vorhandenen Besitzer einer derartigen Einrichtung, die nur noch nniger Verbesserung bedarf, wegen etwaiger Entschädigung ins Benehmen setzen. — Dem Gesangverein werden auf sein Gesuch die zur Ausschmückung der Stadt für das nächstjährige Lahntalsängerbundesfest benötigten Fichten aus dem Stadtwald bewilligt; desgleichen auch für das Jahr 1903 die „bisher dem Schäfer Schmitt zugestandene Remuneration. — 'Der Burggraben soll mit Obstbäumen bepflanzt, Gras ein- gesät und einem Drahtzaun versehen werden. — Hinsichtlich 'der mangelhaften Petroleum-Straßenbeleuchtung wurde be- antragt, einen Versuch mit dem jetzt so vielfach angewandten Spiritusglühlicht zu machen. Der Beschluß lautete auf probeweise Anbringung zweier solcher Lampen, je eine auf dem Marktplatz und gegenüber dem Schweißputhschen Hause. — Der von der Baukommission eingereichte Bericht über eine Reihe an städtischen Gebäuden vorzunehmender Reparaturen rfand allseitige Zustimmung. Zum Schluß kam noch in geheimer Sitzung ein Darlehen der Spar- und Leihkasse zur -Sprache. — Auf Bemühen des hiesigen Gewerbeoereins hielt heute nachmittag Prof. Chelius-Darmsta dt im Gasthaus zum Hirsch einen Vortrag über „den Boden und die Lage Grünbecgs wie der übrigen hessischen Kur- und Badeorte". Er gab ein recht anschauliches Bild von den geo- lociischen Verhältnissen des Vogelsbergs und der zahlreichen Sool- und Mineralquellen, welche schon viele Orte zur Größe und zum Wohlstand gebracht haben. Auf eine Anfrage, ob nicht auch in Grünberg durch Tiefbohrung Mineral- oder Soolquellen zu erreichen seien, oder wenigstens noch eme stärkere Wasserkraft zum Betrieb des Wasserwerks, riet der
fc. Frankfurt a. M., 21. Dez. (Qrig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Notterungen der heutigen Fruchtmarktpreise: Weizen Mk. 16.25—00.00, Kurhessischer Mk. 16.50—00.00, La Plata Mk. 17.00—18.00, Kansas Mk. 17.00—18.00, Roggen (hiesiger) Mark 13.25—00.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.25—15.50, Franken- selber Mk. 16,00—16,25, Hafer Mk. 13.00-13.75, Mais Mk. 12.25-12.75, Weizenmehl 0 Mk. 25.75-26.25, 2. Qualität Mk. 23.7o
bis Mk. 24.25, 3. Qualität Mk. 21.75—22.25, Roggenmehl 0 Mk. 2^.00—22.50,1. Qualität Mk. 19.25—20.25, Weizenkleie Mk. 8.75 bis Mk. 9.00, Rogqenkleie Mk. 9.75—10.25, Maiskeime Mk. 10.25 bis Mk. 0.00, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.00—000.0. Alles per 100 Kg. ab hier. m ,,, . s
fc. Frankfurt a. M., 21. Dez. (Telegr. Oricp-Bericht des „Gieß. Anz."). Amtliche Sistierungen der heuttgen Viehmarkt- preise. Rum Verkaufe standen: 489 Ochsen, 177 aus Oestreich, 50 Bullen, 0 aus Oestreich, 112 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder 1 aus Oestreich, 518 Kälber, 289 Schafe und Hammel, 1584 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 71—73 Mk., 2 Qual. 66—68 Mk., 3. Qual. 61—64Mk.; Bullen l.Qnal. 65 bis 67 Mk. 2. Qual. 62—64 Mk.; Kühe 1. Qual. 62—64Mk., 2.Qual. 57—59 Mk., 3. Qual. 47—49 Mk, 4. Qual. 44—46 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber: 1. Qual. 82—84Pfg., Schlachtgewicht 48-49 Pf., 2. Qual. 70—73 Pfg., Lebendgewicht 43—46 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht 66—68 Pfg., 2 Qual. 52—56 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 54—00 Pfg., Lebendqew. 42 Pfg., 2. Qual. 52-55 Pfg., Lebendgewicht 41—00 Pfg., 3. Qual. 44—46 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. — Hornvieh gut. Ueberstand unbedeutend. Kleinvieh gut. Kein U e b erst and. ______
Briefkasten der DiedaktiM.
R. M. Wehrpsiichtigr, die ibreN Wohnsitz in Europa haben< dürfen ausnahmsweise auch irr Südwestafrika 'hrer Diknstpslich genügen, jedoch nur mit Genehmigung des Kriegsmimsteriums uu- Zustimmung des Oberkommandos der Schutzirupperi. — ^hresnoe».? Frage beantworten wir demnächst.
Neueste Mcldnnaeu.
BerN«, 21. Tez. Gegen Professor Dr. Moritz Meyer und seine Frau, die in Lehnersdorf wohnten, verhaftet wurden, sind über hundert Strafanzeigen der Staats- anwaltschaft eingercicht worden. Die Verhafteten Haven ich wegen Hochstapelei, Betruges, Unterschlagungen uno Meineides zu verantworten. Professor Meyer ist aip einer früheren, von ihm kompromittierten Stellung: rn der Handels-Redaktion einer hiesigen Zeitung bekannt geworden. Auch in dem Prozesse der Pommerschen HYPo- thekenbank svielte er eine sehr fragwürdige Rolle, war dann Redakteur eines berüchtigten Blattes und zuletzt Mt- weise literarisch für Finanz-Unternehmungen tätig, ohne ich irgendwo behaupten zu können oder ernst genommen zu werden. Ter Grund zu seinen Entgleisungen lag in einer unglücklichen ersten Ehe, in welcher seine Frau durch übertriebeüen Luxus ihn wirtschaftlich ruinierte. Er war bereits moralisch und finanziell völlig niedergebrochen, als er vor zwei Jahren sich aus einem Chantant seine zweite Frau holte. Tiese - sie zählt heute 22 Jahre wahrend Meyer 60 Jahre alt ist — benutzte den Profesiortitel ihres Mannes, um die verschiedenartigsten Schwi.ndeleien und Betrügereien in hiesigen Geschäften zu verüben. Tie in der Wohnung des Ehepaares in der Pariserstraße veranstalteten Gelage erstellten sichj in der Lebewelt großer Beliebtheit. Unter den von dem Ehepaar, das bereits zm: Flucht vorbereitet war, Geschädigten, befanden sstch auch viele kleine Leute. Das Schuldenkonto beläuft sich auf weit mehr als 100 000 Mk. Mit den Meyerschen Eheleuten sind auch deren beide Dienstmädchen verhaftet worden, die mit ihrer Herrin auf vertrautem Fuße lebten.
Groß-Heeringen, 21. Dez. Der Schnellzug Nr. 187 Köln-Leipzig ist Sonntag abend 10,45 Uhr auf dein hiesigen Bahnhof auf drei leere Wagen gefahren. Zwei Reisende und der Lokomotivführer wurden leicht verletzt. Ter Schaden ist erheblich
London, 21. Tez. Lord Lanyane, der Privatsekretär des Schatzkanzlers, wurde zu 1 Jahre Zuchthaus verurteilt wegen Fälschung zweier Schecks in Höhe von ca. 250 Pfund Sterling.
Rom, 21. Dez. Zu dem bekannten Millionen- fund im Vatikan wird noch gemeldet, daß nach dem Bericht des „Giornale jd'Italia" ein Mitarbeiter des Blattech der den Vatikan besuchte und die stühere Wohnung Leos inspizierte, diese vollkommen leer fand. Man versichert, daß nach der Wahl Pius eine Inventur in den Gemächern Leos ausgenommen wurde und diese sofort restauriert wurden. Tie „Tribuna" bleibt dagegen bei ihrer Meldung von dem Million en fund.
Prag, 21. Dez Eine pon Wertretevn al''er tschechischen Parteien Oesterreichs besuchte Versammlung sprach ihre- wärmsten Sympathieen für die Macedonier aus und beschlossen, Geld, Kleider und Wäsche für die Aufständischen- zu sammeln. Ein Abgeordneter griff in heftiger Weise Oesterreichs Politik an, die für die Greuel auf dem Balkan verantwortlich gemacht werden müsse.
für unsere Ehristbescherung gespendet wurden: durch Frau Rechtsanwalt Grünewald 128 Mk., Frau Johanna Haas 14 Mk., Frau Kommerzienrat Heyligenstaedt 25 Mt., Frau Rechnungsrat Kalbfleisch 124 Mk., Frau Proiessor Leist 85 Mk., Frau Pfarrer Naumann 167 Mk., Frau Luise Ottens 41 Mk., Frau Lina Schmall 6 Mk., Fräulein Luise Wortmarm 64,50 Mk., durch die Schwestern der Anstalt 191 Mk. Außerdem wurden durch die Lehrerinnen, Fräulein Anna Siirger und Elisabeth Weiß, 135 Mk. gespendet, die ihnen von ihren Schülerinnen in der höheren und erweiterten Mädchenschule übergeben worden waren: den aenannten Lehrerinnen, sowie den Mädchen, die so treu und eifrig die Gaben zusammengetragen haben, und auch deren Eltern, sei ein besonders herzlicher Tank ausgesprochen.
Möge die unserer Anstalt und deren Kindern wiederum reich lich beiviesene Liebe imd Opferwilligkeit auch fernerhin, Gebern und Empfängern zu Freude und Segen, uns erhalten bleiben!
Gießen, den 21. Dezember 1903.
Der Vorstand der Kleinkinderbewahranstalt.
Dr. Naumann. 9469
sch euren, aver auch von praktischen Gegenständen statt. Die Vortragende von jeder Tiefbohrung ab, wo nicht schon Spuren Kapelle der Feuerwehr unterhielt die Gäste durch ihre der erhofften Quellen vorhanden seien.
-- ' ~ - - - R. B. Darmstadt, 20. Dez. Die Sammlung zu der
Geburtstag8spende für S. K. Hoheit den Großherzog findet hier in den weitesten Kreisen lebhaften Anklang. Es ind in den drei ersten Tagen allein ca. 4000 Mk. eingegangen, darunter mehrere recht namhafte Summen, doch auch viele kleine und kleinste Beträge. Die letzteren kamen namentlich aus Fabriken rc., wo vielfach fteiwillig Listen aufgelegt worden sind. Man darf darnach hier auf einen schönen Erfolg der Sammlung rechnen. — In dem Hause Grafcn- traße 22 brach Samstag vormittag 11 Uhr in einem ^olonialwarengeschäft Feuer aus, das durch Benzin verursacht war; es zerstörte die Warenvorräte und die Ladeneinrichtung fast vollständig. Der Feuerwehr, die sofort zur Stelle war, gelang es, den Brand auf seinen Herd zu beschränken. — Zwischen Reinheim und Großbieberau überfuhr ein Zug ein Fuhrwerk und zertrümmerte es vollständig. Der Fuhrmann wurde nur leicht verletzt, das Pferd
Gerichtssaal.
Die Eisener Bluttat kommt demnächst im Prozeß gegen die „Essener Volkszeitung" wegen Beleidigung desKieler O b e r k r i e g s g e r i ch t s vor der Ess euer Strafkammer zur nochmaligen Verhandlung. Der g a n z e P r 0 z e ß H ü ff en er wird aufgerollt werden. Hüffener und mehrere Kieler Ofsizrere sind bereits kommissarisch vernommen. .
Berlin, 19. Dez. Wegen schwerer Mißhandlung von Untergebenen in 97 Fällen wurde der U n t e r 0 f f i - zier Linke vom Infanterie-Regiment Nr. 48 zu 1 I a h r 6 Mo- nat-n Gesänqnis und ~ e 9 jE a b a t io n verurteilt. Ter Vertreter der Anklage hatte außer Degradation 10 Monate beantragt. _______
blieb völlig unversehrt.
Mainz, 20. Dez. Der vom Papste bestätigte Bischof Kirstein begibt sich am Montag nach München, um vor dem dortigen päpstlichen Nuntius das Glaubensbekenntnis abzulegen.
Frankfurt a. M., 20. Dez. Heute vor fünfundzwanzig Jahren ist Karl Gutzkow, der Dichter des „Uriel Acosta" und des „Königsleutnant", der Verfasser der „Ritter vom Geist" und des „Zauberer von Rom" auf dem Frankfurter Friedhof beerdigt worden. Man weiß, daß der Dichter einem tückischen Unglücksfall erlag. Er hatte, um Schlaf zu finden, Chloral genommen und dann beim Zubettgehen das Licht zu nahe an dem Sofa stehen laffen. Sofa und Stühle gerieten in Brand. Von der Rauchentwicklung erwachte Gutzkow, er sprang aus dem Bett, doch ehe er die Türe oder das Fenster erreichen konnte, erstickte ihn der Qualm. Auf dem Boden liegend wurde der Dichter am Morgen des 16. Dez. von feinen Angehörigen entseelt aufgefunden, der Unruhevolle hatte ein Leben voller Kämpfe und Stürme beendet. Die Beerdigung erfolgte vom Sterbehause aus, Gartenstraße 14, in Sachsenhausen. Eine ansehnliche Trauer- verfammlung gab dem toten Dichter das Geleite. Am Grabe sprachen Pfarrer Ehlers, Wilhelm Jordan, Dr. Neubürger, Otto Hörth, P. Zademack, Dr. Presber, Emil Pirazzi und Wilhelm Nolte. Der Theaterchor trug einige Gesänge vor. Am 9. Februvr 1879 veranstaltete dann der Frankfurter Journalisten- und Schriftstellerverein gemeinsam mit der Schiller-Stiftung eine Gedächtnisfeier für Karl Gutzkow in der Loge Karl. Theodor Curti hielt die Gedenkrede. Das Grab Gutzkows ist in diesen Tagen von manchem Verehrer des Dichters aufgesucht worden. Ein Denkmal mit dem Porträt des Poeten erhebt sich seit Langem darüber. Einige frische Kränze bekunden, daß Karl Gutzkow nicht vergessen ist. Handel und Verkehr. Volkswittschast
Berliner Börse vom 19. Dezember 1903.
(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Greßen.) Privat-Diskont 3»/. Prozent.
Anfangs- u. Schlußkurse.


