153 Jahrgang
Erstes Matt.
cmoefcmnnelt hatte, mit lebhaften Zurufen empfangen. Um tischen Parteitage. Die Vertreter der „Genossen", die ihn 12 Uhr 30 M.in. begab sich der Kaiser mit dem Kaiser bilden, lauschen mit Vorliebe einer Beredsamkeit, die bet M ' x. _ ' ___ re. xi •. _ <xy\ _ cm C r« d Sv ■» fSr*tvt M r rrKn t -n n o rr 71 r ? rrt t>4 rlrr> (rt hlP! £*
Frarrz> Josef zum Dejeuner bei der Erzherzogin Maria
Josepha.
WMische Wochenschau.
Gießen, 21. Sept. 1903.
Die Dresdener Debatten der „G e n o s s e n" in der
die Post Mk.L—viertel- lährl. nusfd)L Bestellg. Annahme von Anzeigen |üi Die Tagesrmmmer bis vormtttagS 10 Uhr. Zeilen prriS. total 12 Pt» auSroärti 20 Pfg.
PrraatwvrtNch fÜt den polst, and allgem, Teil; P. Wiitko: für .Stadt und tianb* unö ,(Sedd)t6|aale; August ©ö t}; für den Vln- -eigentestr pan« Beck.
ganzen vorigen Woche waren unter allerhand Vorhängeschildern nichts Anderes als eine grundsätzliche Ausein- andersetzung zwischen Marxisten und Revisionisten. Der Erfolg, den der Führer der Partei zu Beginn des! Parteitages mit seiner Spekulation auf den Instinkt, der Massen erzielt hatte, ließ ihn mit neuer Wucht zu einem Schlag gegen die verhaßten Revisionisten ausholen. Unter dem ganzen Aufwand seines leidenschaftlichen Tempertv- mentes zog Bebel gegen die ihm unbegreiflichen Leute aus seiner Partei, die anderer Meinung sind als er, der sich, wie B o l l m ar sich ausdrückte, zum Cromwell der sozialdemokratischen Partei ausbild et, zu Felde, und die lärmenden Zwischenrufe uttb Kundgebungen der Versammlung bewiesen, daß er auch diesmal von der Gunst der Masse getragen wurde, oder richtiger, daß ihm auch diesmal eine urteilslose Schar lauschte. Sie merkt in ihrem Eifer, es Bebel in seinem Haß gegen alle revisionistischen Ideen gleichzutun, gar nicht, wie es inrmer nur Bebel ist, der aus seinen Reden spricht, der seine langjährigen Kämpfe für die Partei, seine Verdienste, seinen Aerger, seine Willensmeinung hervorkehrt und von Gegensätzen spricht, die er nicht länger ertragen kann, von einer reinlichen Scheidung, die er durchsetzen will. Und das alles vor einer Versammlung, der Frecheit und Gleichheit als erstes imb vornehmstes Prinzip gilt, vor Leuten, die ja in erster Linie nur durch die Hoffnung zusammengehalten werden, dermaleinst alle Unterschiede in Sracrt und Gesellschaft verwischen, alle Klassen und Stände, ihre Rechte und Pflichten, ihre ideellen und materiellen Güter, ihre indi- viduelle Veranlagung in die Form eines genossenschaft-
Feuilleton.
Jakob Grimm.
Vor 40 Jahren, am 20. Sept. 1863, starb zu Berlin tm Alter von 78 Jahren Jakob Ludwig Grimm, der Erwecker des deutschen Volksmärchens und der Schöpfer dex germanischen Wissenschaft. Er verschied fünf Jahre nach seinem Bruder Wilhelm, mit dem er in unzertrennlicher Freundschaft gelebr hatte. Beide hatten sechs Jahre in chrer hessischen Heimat, in den Maingegenden bei Grafschaft Hanau, an den Märchen gesammelt und sie so ausgezeichnet, wie sie erzählt wurden, genau den Volkston wahrend. Scherer meint, daß von allen literarischen Produkten der deutschen Romantik nur den Grimm'schen Volksmärchen, der Schlegel'schen Shakespeareübersetzung und den Uhland- schen Gedichten ein Ewigkeitswert zukourme. Schöpfer der Germanistik umrde Jakob Grimm durch seine Grammatik, die in Wahrheit eine Geschichte der germanischen Sprachen war, und a-us der Ethymologie, die bis dahin ein will- kürliches Spiel war, eure Wissenschaft machte. Er konstatierte das Vorhandensein voü Lautgesetzen (Ablaut und Brechung bei den Konsonanten, Lautverschiebung bei den Konsonanten.) Er hatte ein ganz eigenes Ohr für die grammatische Bedeutung der Vokale, für den Vokaldreiklang a i u, der für chn die Reinheit und das Ideal, die Grundfarben darstellte. Er schuf die Ausdrücke „starke" und „schwache" Biegung; bisher hatte man die Verba rnit Vokalwechsel sür unregelmäßig angesehen, er nannte sie die „starken", da ihm der Vokalwechsel aus der Kraft und Stärke der Wurzel zu entspringen schien^ Er zerlegte die Sprache in ihre Elemente und fand ca. 750 Wurzeln, aus welchen sämtliche Worte abzuleiten seien. Durch seine Forschungen machte er aus der Ethymologie ein „Fernrohr durch die Riejenzeiträume der Urgeschichte". Die „Grammatik" Grimms entzückte seine Zeit gen offen, besonders enthusiHtisch sprach sich Jean Paul über den „MAur- matischen Riesen Goliaths aus. Ein gründ legendes Werk der Brüder Grimm war schließlich das deutsche Wörler- bucn, das zu Ende zu führen ihnen jedoch nicht vergönnt war. — Das äußere Leben der Brüder Grimm i]t nicht reich an Erlebnissen. Sie wurden zu Hanau geboren, waren Bibliothekare in C a s s e l und folgten einer Berufung
Ter deutsche Kaiser hat sich, wie weiter gemeldet wird, in die inneren Staatsangelegenheiten der Verbündeten nicht eingemengt, wenn er auch die Vorkommnisse in der Vionarchie, namentlich die bedenklichen Ereignisse in Ungarn, mit außerordentlichem Interesse verfolge. Ter deutsche Kaiser sei überzeugt, daß eine Entwirrung der ungarischen Situation im Interesse Ungarns und der Monarchie über kurz oder lang herbeigeführt werden müsse, enthalte sich jedoch jedes Ratschlages. Der Armeebefehl habe auf den deutschen Kaiser, der gewohnt sei, mit seinem Militär offen zu sprechen, keinen besonderen Eindruck gemacht. Er sieht barm keine politische Spitze, am wenigsten gegen Ungarn. Mehrere Blätter betonen, daß bei dem'Erscheinen des Armeebefehls die Ankunft des deutschen Kaisers maßgebend war, und verübeln es, daß Kaiser Wilhelm in seinem Toaste eine Anspielung auf den Armeebefehl machte. „Pesti Hirlap" bemerkt hierzu, daß dadurch ein „Kaisertrust" zu stände gekommen sei.
der Frauen zu akademischen, besonders ärztlichen Studien als notwendig bezeichnet. 1868 wurde zum ersten Male die Frage der Teilnahme der Frau an Verwaltung und Gesetzgebung öffentlich verhandelt. Eine letzte Frage, die der Frauenverein in den Kreis seiner Betrachtungen zog, ist die Stellung der Frau im Familienrecht. 18/5 beschloß die Generalversamnilung einftimmig eine Petition an den Reichstag, „bei Abänderung der Zivilgesetzgebung die Rechte der Frauen, besonders auch im Ehe- und Vormundschaftsrecht zu berücksichtigen".
Eine neue Beschäftigung für Frauen ist, wie aus London berichtet wird, das Modellieren kleiner Tierfiguren. Damen in den höchsten gesellschaftlichen Stellungen haben für verschiedene Porzellanfabriken Modelle angefertigt; in mehreren Läden Londons kann man Figuren sehen, die von der Prinzessin Waldemar von Dänemark und von der Kaiserin von Rußland modelliert worden sind. Mehrere Fabriken haben jetzt weibliche Modelleure angestellt, die große Gehälter beziehen. In England machen mehrere Frauen nicht nur Modelle für Por- zellansiguren, sondern auch die Figuren selbst, die sie an Detailgeschäfte Weiterverkäufen. So bot vor kurzem eine Dame in einem Porzellangeschäft ein paar hübsch entworfene kleine Tiger zum Verkauf an. Auch das Brennen und Glasieren und die endgiltige Fertigstellung zum Verkauf hatte sie in ihrem Hause besorgt. Zum Bemalen dieser Porzellanfiguren sind in den großen Fabriken häufig Frauen angestellt. Das Bemalen dieser Porzellanfiguren ist auch deshalb so schwierig, weil nur eine beschränkte Anzahl Farben, die zum Brennen nötig, hohe Temperatur verträgt. Deshalb müssen die Frauen, die sich damit beschäftigen, besonders lernen, wie mit einer beschränkten Anzahl Farben die besten Wirkungen erzielt werden. Modelliert wird in Wachs oder Ton.
— Gerhart Hauptmann hat dem Deutschen Thea» ter in Berlin fein neuestes Werk „Rose Bernd", ein Schauspiel in 5 Akten, übergeben, das baldigst gespielt werden wird. „ . . ,
— Einer Nachricht aus München zufolge wird der „Simplizis j iui us" vom 1. Oktober ab in erweitertem Umfange erscheinen. Es wird ihm fortan eine „schwarz- weiße" Beilage politischen und sozialen Inhalts beigegeben werden, die möglichst aktuell sein soll.
Montag AI. September 1303
BezugSpretSr monatlich 75^., viertel» jährlich Mt. 2,20; durch Avhole- u« Zweigstegen monatlich 6o Pi.; durch
Tie Denkenden unter den „Genossen" haben das richtig erkannt und V o l l m a r, dem Bebel seit länger beim einem Jahrzehnt schon nicht mehr wohl will, nahm keinen Anstand, es in einer großangelegten Rede gegen Bebel offen auszu- sprechen. ,Lch, ich — immer nur i ch!" so kennzeichnete er das Auftreten des Parteiführers, und er verbaute dem letzteren auch sofort den Rückzug, indem er erklärte, daß Bebels leidenschaftliches Temperament, auf das dieser sich zu seiner Entschuldigung mit Vorliebe beruft, niemals ein Freibrief sein könne für all' und jede Tonart, die anzuschlagen beliebt werde. Welch ein Unterschied ist doch zwischen diesen beiden „Genossen". Vollmar, der Mann der vornehmen Denkungsart, der Vernunft und Logik über den blindwütigen Fanatismus stellt und den Gegner selbst dann achtet, wenn er von ihm auf dasj schmählichste angegriffen und verdächtigt wird, — Bebel, ein Spielball des zügellosesten Temperamentes, dem der Beifall der Masse höher steht als die Achtung seiner Gegner, ein Mann, der keine .Rücksichten kennte wenn es gill, den unbequemen Gegner unmöglich zu machen, und der zu Gerneiiiplätzen und Phrasen überall dort seine Zuflucht nimmt, wo es ihm darauf ankomnll, die urteilslose Menge für sich zu gewinnen. Dem Strome der Zeit stellt sich niemand (Ungestraft entgegen. Das ist's, was uns mit Ruhe über die leidenschaftlichen, der gesunden Verimnft sowie aller staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung feindlichen Ausbrüche des sozialistischen Diktators hinwegsehen läßt.
Auch in Frankreich macht zurzeit ein Sozialist viel von sich reden. Der Deputierte Jaurös teilte dieser Tage mit, daß die Regierung her Republik einen großen Kriegszug gegen M>,a r o k k o vorbereite, der auf nichts! mehr und nichts weniger als auj Annektion hinauslaufen soll. Tatsächlich hat sich der letzte französische Dü- nifterrat am Samstag mit der „Lage in Süboran" beschäftigt. Der englischje Konsul in Casablanca, Sir H. Maclean, der bisher dem Sultan von Marokko als Militär-
Masse kitzelt und ihren Empfindungen zu schmeicheln weiß. Bebel selbst hat zwar erklärt, daß er dem Revisionismus! zu Leibe geht, weil er den unausgesetzten Kämpfen und! Reibereien innerhalb der Partei, die er hervorruft, ein Ende machen will, in Wirklichkeit aber ist es die Furcht, daß der Revisionismus immer weitere Kreise ziehen, immer mehr Anhänger gewinnen und ihn so über kurz oder lang von dem Parteithron, wie Vollmar sagte, herabstürzen könnte, die ihn zu seinen Keulenschlägen gegen alle, die nicht mit ihm einer Meinung sind., ausholen läßt. Bebel sieht, wie die Richtung, die einer allmählichen Wandlung der Sozialdemokratie zu einer Partei der praktischen gesetzgeberischen Arbeit die Wege ebnen will, mehr und mehr an Boden gewinnt. Er hat das am Schlüsse seiner großen Dresdener Aiillagerede gegen den Revisionismus offen ausgesprochen, indem er klagte, daß die versöhnlichere Richtung in der sozialdemokratischen Fraktion nach den letzten Wahlen eine besondere Stärkung erfahren habe, und deshalb ist er nun drauf und brau, den Parteitag gegen die Fraktion scharf zu machen, um seine dominierende Stellung in ihr nicht zu verlieren und in den Beschlüssen des Parteitages eine Waffe gegen alle revisionistischen Gelüste derselben in die Hand zu bekommeii.
an die Universität Göttingen. 1837 erfolgte der Ver- fasfungsbruch durch den König Ernst August, und die beiden Grimm gehörten zu jenen „Gö ttin g er Sieb en", welche den Protest gegen diesen Berfassungs-bruch unterschrieben und diesen Schritt mit dem Verlust ihrer Stellen und Landesverweisung büßen mußten. Jakob Grimm gehörte damals nicht zu den Liberalen, deren Gleichförmigkeitssucht ihm widerstrebte; er hatte jenen Protest bloß aus moralischen Gründen unterzeichnet; erst im späteren Alter neigte er sich mehr und mehr demokratischen Tendenzen zu Er kehrte mit seinem Bruder nach Cassel zurück, wo er jedoch kein Amt erhielt; die deutschen Regierungen waren einig, keinen der Sieben mehr anzustellen. Erst im Jahre 1840 erhielten die Brüder eine Berufung nach Berlin, wo sie nun bis zu ihrem Tode verblieben.
Der Allgemeine deutsche Fr au en verein wird vom 27. bis 30. September in Köln seine 22. Generalversammlung abhalten. Er ging hervor aus dem 1865 durch Luise Otto gegründeten Frauenbildungsverein. Für Oktober 1865 berief Luise Otto eine Frauenkonferenz nach Leipzig ein, das erste Mal in Deutschland, daß eine Frau eine öffentliche Versammlung leitete. Luise Otto schloß von Anfang an die Arbeiterinnen, von denen der Letteverein ausdrücklich absah, in erster Linie in die Wohlfahrtsbestrebungen ihres Vereins ein. Anderseits wurde auch die Erschließung der höheren Berufe schon als Ziel der Frauenbewegung ins Auge gefaßt. Die nächstliegende praktische Aufgabe war selbstverständlich eine Erweiterung der weiMchen Erwerbs tätigkell. Abschreiberinnen- bureaux, Jndusrriekurse, Arbeitsbazare, ^tellvermitt- lunaeu, Volksunterhaltungsabende für Frauen bilden das Programm der Vereinstätigkeit. Dem Hauptverein fiel neben der allgemeinen Propaganda die Aufgabe zu, einen Einfluß auf die gesetzlichen Beschränkungen der Frauen- arbeit und auf die FrauenbllDungsverhältnisse zu gewinnen So beschloß man schon auf der ersten Generalversammlung in Leipzig 1667, sich agf „dem Wege der Petition an Regierungen und Kommimalbehorden dahin zu verwenden, daß die vestehendeii Unterrichtsanstalten auch dem weiblichen Geschlecht zugänglich, auch solche für das weibliche Geschlecht besonders begründet werdeu" ^chou von der ersten Versammlung (1867) wurde die Zulassung
Kaiser Wilhelm in Wien.
Wien, 19. Sept
Kaiser Wilhelm wohnte heute vormittag einer Treibjagd im Linzer Tiergarten in Gegenwart des Erzherzogs Franz Ferdinand bei und kehrte um 2 Uhr 45 Min. nach Men zurück. Er blieb bis 5 Uhr 45 Min in seinen Gemächern und fuhr hierauf in das Palais des Erzherzogs Eugen Um 7 Uhr kehrte der Kaiser in die Hofburg zurück. Er empfing abends den Minister Gras Goluchowski in besonderer Audienz. Abends 8 Uhr nahmen beide Kaiser an der Tafel beim deutschen Botschafter teil. Hierzu war Kaiser Wllhelm in der Uniform seines österreichisch-ungarischen Husarenregiments und Kaiser Franz Josef in der Uniform des preußischen Kaiser-Franz-Garve- Grenadierregiments erschienen. Nach Beendigung des Mahles — während dessen sich die beiden Kaiser angeregt unterhielten — produzierte sich Hoffchguspieler Korfs, der englische und ftanzösischie Lieder sang und als Dameiu- Imitator auftrat. Sodann trug das Koschatquintett vier Kärntner Lieder vor, welche den lebhaften Beifall des Kaisers fanden. Kaiser Wllhelm unterhielt sich mit Koschat über das deutsche Volkslied und bemerkte, daß mit Herz und Gemüt, Innigkeit und Harmonie noch immer die schönsten Wirkungen erzielt werden. Auch das Koschat- quartett habe seine großen Erfolge einfachen Liedern zuzuschreiben. Nach! Beendigung der musikalischen Aufführungen kehrte Kaiser Wllhelm gegen Mitternacht in die Hofburg zurück. Kaiser Franz Josef hatte sich selbst zu der Soiree in der deutschen Gesandtschaft angesagt. Er speiste bei dieser Gelegenhell zum ersten Male in der deutscher Botschaft, so wie er auch vor drei Wochen mll König Eduard zum ersten Male in der englischen Botschaft zu Gaste war.
Ter Minister des Aeußern, Gras Goluchowsky, gab heute mittag ein Frühstück zu Ehren des Grafen Bülow, an dem der deutsche Boffchafter Graf Wedel und die Herren der deutschen Botschaft und das Gefolge des deutschen Kaisers tellnahmen. Reichskanzler Graf Bülow wurde heute vom Kaiser Franz Joses in längerer Audienz empfangen. Gras Bülow konferierte dann in längerer Audienz, mit dem Grasen Goluchowski. Gras Büllw hatte ferner eine längere Unterredung mit dem italienischen Botschafter Nigra. Tie Besprechiftigen zwischen den Grasen Goluchowski und Bülow g.alten, wie aus diplomallsch^n Kreisen verlautet, ausschließllll)! der Lage auf dem Balkan und ergaben die völlige Uebereinstllnmnng zwischen Deutschland, Oesterreich und Atußland. Der Türkei wird zur Untere drückung des Aufftandes in Macedonien vollständig freie Hand gelassen werden, die deutsche Regierung vertrete desn Standpunkt, daß die Türkei nur dann mit den bulgarischen Banden fertig werden könne, wenn ihr volle Aktivnsfterheit ein geräumt werde. Eine Inter verllion auf dem Balkan erscheine gegenwärtig ausgeschlossen.
Nr. ÄÄ1
Erscheint tLgltch — außer Sonntags. W
GietzenerAnzeiger w General-Anzeiger
ei Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen
FerniprechanschlußM.bl.
Der deutsche Kaiser wohnte heute vormlltag dem Festaottesdienste in der protestantischen Kirche bei. In der Kirche war auch Reichskanzler Gras Bülow anwesend. Kaiser Wilhelm wurde beim Erscheinen von dem Kurator Reisch begrüßt. Er erwiderte auf dessen Begrüßung, er fei sehr prtrpiif die Kircbe besucklien M können. Nach dem GotteS-,------- - ~ ~ .....
Mrate'tmabi i>er Kaiser btim Verlassen der Kirche von lichen Gemernsanikertswes ens einpas,en M können ei^Ä ^ahEchen MrensäMNMMge, die sich vor der Kirchssl Tas ,,t das Charakteristische an diesem sozialdemokra-
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