Ausgabe 
21.8.1903 Erstes Blatt
 
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Paar, je nach Qualität; nur wenige Tiere blieben unverkauft.'Der fchrift unterbreitet nächste Schrnememarft ioll am 24. Spntmnhnr ! cyrisi umiLDUiiti.

In derselben

nächste Schweinemarkl soll am 24. September statifinden.

der

dem russischen Ge -

der

l' -TRiiktiart u. 4L., 21. August

Für die RedakNon: 3. B. August Götz.

wird gegen das jetzige und die Uebergriffe der gebeten, das Land von

russischen Stationsschiffes ,3 schwader entgegengefahren.

Ein Teil der eng = der Besika-Ba: am

3Va% 3°/o 3V,°/o 3% 3 7a%

. 101.10 . 90.15 . 101.20 . 90.20 . 100.60 . 99.20 . 102.80

100.30 . 100.55 . 103.20 . 49.25 . 30.65 . 34 90 . 128.40

44.00

41.20

Reichsanleihe do.

Koasois . do . .

Hessen

§ Butzbach, 20. August. Infolge der günstigen Witterung war der heutige S ch w e x n e m a r f i gut befahren und besucht. Es kosteten: Ferkel 4070 Mk., Einlegeschweine 80120 Alk. das

3% Mexikaner . . 4V2V0 Chinesen . . Electric. Schuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Baak . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . . . Gotthardbahn . . . Laurabütte .... Bochum ..... Harpener ....

Tendenz: ruhig

Eingänge der Dardanellen Anker zu werfen.

Konstantinopel, 20. Aug. Der russische Marine- attachee, Kapitän zur See Biergel, ist an Bord des

Dessau, 21. August. Die Konservativen und National­liberalen haben es abgelehnt, für die *

Konstantinopel, 20. Ang. Die Nachrichten von der E r m 0 r d u n g des russischen Konsularagenten M a n - d e lst arn in Monastir, sowie von dem Verschwinden des russischen Generalkon;uls in Salonik, Gier s, ebenso wie Die Meldungen, daß der Bahn verte h r Linie Uesküb- Salonit eingestellt und daß ein ganzer Zug dieser Linie in die Luft gesprengt sei, sind vollkommen aus der Luftgegriffen.

L. Newyork, 21. August. Präsident Roosevelt wurde aufgefordert, über die angebliche Mitschuld des Staats­sekretärs des Innern, Hitchcock, an den großen Be­trügereien gegen die landbesitzenden Indianer eine Untersuchung einzuleiten. Den Indianern waren, wie bereits gemeldet, die ihnen gehörenden Ländereien unter nichtigen Vorwänden abgenommen und Spekulationsgesellschaften über­lassen worden. Der Wert der Ländereien wurde auf 700 Millionen Doll, geschätzt.

Ottawa, 20. Aug. Kanada unterhandelt mit Japan über einen Handelsvertrag.

ruhig verhalten. Erzherzogin Marie Valerie und Erzherzoge Franz Salvator erschienen nachmittags in der Menagerie, voll Bedauern um den armen Menschen, der fein junges Leben auf so schreckliche Art eingebüßt hat. Völkel war 26 Jahre alt und-stammte aus Ungarn; seit November stand er im Dienst der kaiserlichen Menagerie, wo er als sehr brav und verläßlich die Anerkennung seiner Vor­gesetzten fand. Der Kaiser hat ein Begräbnis auf seine Kosten angeordnet.

Mozeß Kumvert.

Gestern, Donnerstag, naijm Labori seine Verteidig­ungsrede wieder auf. Er unterzieht den Ursprung der ganzen Angelegenheit einer Prüfung und bemüht fiel), dar­zulegen, daß weder Therese noch Frederic Humbert das Testament erfunden haben, von dem schon seit der Jugend Ttzeresens in der Familie Daurignae bie Rede gerne,in sei. Labort weist jede Teilnahme Gustav Humberts an den den Angeklagten zur Last gelegten Falschjungen, Betrügereien 2c. zurück und erinnert an das Urtext von 1886, welches den Prozeß gegen die Crawfords für gültig erklärte, uno art die Ehrenhaftigkeit des Anwaltes Durier, welchem damals die Vertretung oblag. Er folgert daraus, daß die Crawfords, die auch, Parmentier gesehen zu haben erklärt, wirklich exi­stieren. Labori greift dann die Aussagen mehrerer Zeugen an, insbesondere die des Polizeipräfetten Lepine, dem er zu große Lebhaftigkeit und Heftigkeit vorwirst. Des wei­teren behauptet er neuerdings das Vorhandensein des Ver­mögens der Humberts, welches ihnen ermöglichte, die Rente Viagere ins Leben zu rufen. Die Geschästsgebahrung dieser Gesellschaft sei ernst gewesen. Es warf einen monatlichen Gewinn von 100 000 Franks ab, dies würde den Humberts ermöglicht haben, die Gläubiger zu befriedigen, wenn nicht die Klage Cattanis sie ruiniert hätte. Die Fortsetzung des Plaidoyers wird auf Freitag vertagt.

Regierungssystem, gegen die Willkür Behörden protestiert, und der König diesem Zustande zu befreien.

K 0 n st a n t i n 0 p e l, 21. Aug. lischen Flotte erhielt Befehl, m

Neueste Meldungen.

Orrgiualdrahtmeldungeu des Gießener Anzeigers.

Berlin, 21. Aug. Auf der Berliner Unter­grundbahn kam eS gestern nachmittag in dem von Treptow nach Stralau-Rummels bürg führenden Tunnel zu einer Betriebsstörung. Während der Fahrt erlosch plötzlich das elektrische Licht im Wagen und dieser selbst blieb stehen. Die Leitungsstange des Wagens war aus noch nicht aufgeklärter Ursache gebrochen. Zwei der Beamten eilten zu Fuß durch den Tunnel nach Stralau-Iiummelsburg, wo sie einen Wagen reklamierten, der den im Tunnel steckenden Wagen samt Passagieren nach, Stralau brachte. Dank der Besonnenheit sowohl der Passagiere als des Be­triebs-Personals verlief die Betriebsstörung in aller Ruhe.

L. Berlin, 21. Aug. DerVorwärts" erklärt heute, alles, was man noch über dieK a i s e r i n s e l" zu erfahren wünsche, könne ;man von dem Hofmarschall des Kaisers, v Trotha und dem Bürgend au er des Kaisers, dem Restau­rator der Hohenkönigsburg, EbHardt, hören.

Breslau, 21. Aug. Aus Ratibor wird starkes Steigen der Oder gemeldet. Auch die Glatzer Neiße steigt.

Schraders cinzutreten. Sie stellen einen eigenen Kan­didaten auf.

Sofia, 21. August. Die ZeitungNewnik" will wissen, Rumänien habe in einer Note an die Großmächte seine An­sprüche auf Mazedonien kundgegeben und mobilisiere die Grenzbesatzungen von Krahowa und Galatz, mit denen

31/a% Oborhessen . .

4% Oesterr. Goldrente .

4Hz-6 Oesterr. Silberrente

4-6 Ungar. Goldrente , 4% Italien. Rente . .

4V,-6 Portugiesen . .

3°/ Portugiesen. . . .

1% C. Türken . . . .

Türkenlose.....

4% Griech. Monopol.-Anl.

4x/,% äussere Argentiner

Gerichtssaal.

. Darmstadt, 20. Aug. Ueber die Fleischbeschau aus dem Lande lieferte die heutige Verhandlung in der Straf­kammer gegen den Viehhändler Isaak Mayer III. und dessen Söhne Seeligmann Mayer und E. Gustav Mayer, sämllich vom Reichels­heim t O., ein sehr interessantes Kapitel: Am 7. März ds. Js. kaufte der Gustav Mayer von dem Landwirt H. Götz in Ober- Kleingumpen i. O. einen 15 Monat alten Fasel, von dem er wußte, daß ihn der Kreistierarzt Dr. Erbenich für tuberkulös erklärt haltet zum Preise von 40 Mk. Nach fünf Tagen verkaufte er das Tier mit Hilfe seines Vaters und Bruders, sowie des Maklers Carlsberg aus Fr.-Crumbach an den Dornmüller Germann bei Bremsbach, tauschte dafür ein Stück fettes Vieh im Werte von 300 Mk. cm und zahlte 120 Mk. heraus. Von Verwandten darauf aufmerksam gemacht, daß das Vieh krank sei, veranlaßte der zwar unerfahrene, aber doch schon mißtrauisch gewesene Germann die Viehhändler' das Tier zurückzunehmen, was diese alsbald anstandslos taten und dem G. noch 165 Mk. herauszahlten. Sie verkauften den Fasel nun an die Metzger Himmelhaber und Lutz in Bremsbach für HO Mk. als Schlachttier. Bei der alsbald vorgenommenen Schlachtung fanden die Metzger nun keinerlei Krankheitserschein- migen, außer einem unbedeutendenBeschlag" an dem linken Zwerchfell. Der Fleischbeschauer Trinkaus (72 Jahre alt) erklärte in seiner ersten Vernehmung vor dem Untersuchungsrichter, daß die Lunge klar und gesund gewesen sei, mußte aber, in die Enge ge­trieben, zugeben, daß er in der Eile überhaupt nicht danach ge­sehen habe. Heule behauptet er, daß dies damals allerdings während seiner langen Praxis zum ersten Riale vorgekommen sei. Es wird hier von dem Sachverständigen Dr. Erbenich mit Recht darauf hingewiesen, daß er absolut feinen Gesundheitsschein auszustellen habe, ehe er die edleren Teile, insbesondere die Lunge, an der sich am bestimmtesten derartige Krankheiten feststellen lassen, gesehen habe. In der Verhandlung stehen sich nun die Aussagen des Kreistierarztes Dr. Erbenich und der Metzger, sowie des Fleischbeschauers gegenüber, und da aus der Aussage des Sachverständigen, der das Tier nur in lebendem Zustande gesehen, nicht mit absoluter Sicherheit hervorging, daß das Tier wirklich tuberkulös war, mußte der Gerichtshof zu Gunsten der Angeklagten entscheiden und sie freisprechen, erklärte aber in dem Urteil aus­drücklich, daß die Angeklagten eine offene und ehrliche Handlungs­weise nicht betätigt hätten, sonst hätten sie von der Erklärung des Kreistierarztes, daß das Tier krank war, bei dem ersten Weiter­verkauf entsprechenden Gebrauch machen muffen.

Dresden, 19. Aug. Wegen Beleidigung des Königs Georg wurde der Redakteur der hiesigenSächsffchen Arbeiter­zeitung^ und desVolkssreundes" Nitzsche zu drei Monaten Ge­fängnis verurteilt. Die Beleidigung wurde in einem Artikel ge­funden mit der Ueberschrift:Was König Georg zum Ausfall der Wahl gesagt oder nicht gesagt hat".

1903.

. 26.55

. 92.10 . 94.40 . 101.70 . 203.30 . 186.10 . 135.80 . 146.30 . 152.30 , 140.10 . 16.40 . 190.50 . 225.30 . 182.20

. 179.20

Schiffsnachrichten.

Norddeut sch er Lloyd.

In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz.

B r e rn e n, 20. August. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-PostdampferCassel", Kapitän H. Jacobs, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 8 Uhr vormittags wohl­behalten in Baltimore angekommen.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

11. (Sonntag nach Trinitatis, den 23. A u q u st. Gottesdienst.

I» der Stadtkirche.

Vormittags 3 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus Matthausgemeinde.

Vormittags 9*/2 Uhr: Pfarrer Scheunemann.

In der Johanneskirche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Zugleich Christenlehre für die Neukonftrmierten aus ^ohannesgemeinde.

Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Euler.

Nächstfolgenden Sonntag, den 30. August: Beichte und heil. Abendmahl für die Lukas- und die Johannesgememde im Haupt- gottesdienft. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Genreinde erbeten.

Arbeiterbewegung.

Mcinnh e t m, 20. August. Fabrikinspektor Bittmann ans Karlsruhe hat dem Ersuchen der streikenden L a n z' s ch e n Ar­beiter Folge geleistet und ist dort eingetroffen, um zwischen den Arbeitern und der Fabrikleitung zu vermitteln.

c§ eventuell die bulgarische Grenze überschreiten wolle.

Sofia, 21. Aug. Die Ausstands-Bewegung in Makedonien nimmt immer größeren Umfang an. In den verschiedenen Bezirken wurden 22 O r t s cha ft en zerstör t nnd die Bevölkerung niedergemacht. Mehrere andere Dörfer stehen in Flammen. Zwischen türkischen Truppen,und maeedonischen Banden finden täglich Gefechte statt. Von den Aufständischen wurde ein Detachement tür­kischer Truppe n in Stärke von zwei Offizieren und 60 Mann gefangen genommen. Tas große Dorf Flo­rina wurde bon_ den Aufständischen nach heftigem Wider­stande der türkischen Truppen im Sturm genommen.

Belgrad, 21. Aug. Dem König wurde eine mit 1700 Unterschriften angesehener Bürger versehene Bitt-

Landwirtschaft.

_.ri W-tzlar, 21. Aug. Im Oktober d. Js. beabsichtigt der L2bst- und Gartenbauverein für den Kreis Wetzlar in Aßlar eine Obstausstellung und in Wetzlar einen Obstmarkt abzuhalten. Die Obsternteausstchten haben sich aber derart verschlechrerr, daß der Verein sich veranlaßt sieht, beide Veranstaltungen bis Derbst 1904 zu verschieben.

Märkte.

Kunst und Wissenschaft.

Wien, 28. Aug. Der. 9. internationale Geologen- Kongreß ist heute in Gegenwart von Vertretern der staatlichen und städtischen Behörden im hiesigen Universitätsgebäude feierlich

eröffnet worden. Von deutschen Gelehrten waren an- Bagrat Lredner-Leipzig, Geheimrat Freiherr v. Richthofen-Berlin, Geheimer Bergrat Schmeißer-Berlin, Pro- fessor Zirkel-Leipzig.

Katholische Gemeinde.

Samstag, den 22. A u g u ft 1903.

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.

Sonntag, den 23. August.

12. Sonntag nach P f i n g st e n.

Vormittags von 6 73 Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.

* um 7 Uhr; Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion.

w um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe.

V um 9 7, Uhr: Hochamt mit Predigt.

Nachmittags um 27, Uhr: Andacht.

Israelitische Religionsgemeinde.

Gottesdienst in der Synagoge, Südantage.

Samstag, d e n 22. A u g u ft 1903.

Vorabend 7.15 Uhr. Morgens 8.30 Uhr.

Nachmittags 4 Uhr.

Sabbathausgang 8.20 Uhr.____________

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Konkursverfahren.

Ueber das Vermögen des Landwirts Peter Christian Hudeler von Grüningen wird heute am 20. August 1903 vormittags 9Ä/2 Uhr, das Kon­kursverfahren eröffnet.

Der Gast- und Landwirt Wilhelm Arnold zu Grü­ningen wird zum Konkurs­verwalter ernannt

Konkursforderungen sind bis zum 3. Oktober 1903 bei dem Gerichte anzumelden.

Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des er­nannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und ein­tretenden Falls über die in § 132,137 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände auf den 15. September 1903, vormittags 9 Uhr und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Mittwoch den 14. Oktober 1903, vormittags 9 Uhr vor dem unterzeich­neten Gerichte Termin anbe­raumt.

Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben ober zur Konkursmasse etwas schul­

dig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auf­erlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forder­ungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Beftiedig- ung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 20. September 1903 Anzeige! zu machen. 6332

Großherzogliches Amtsgericht zu Lich.

Stabt. Schlachthaus.

Freibank.

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Arbeitsvergebung

Die für bauliche Herstell­ungen im vorrn. Hause Bour­geois , Kirchenplatz Nr. 18, erforderlichen

Maurer-, Zimmer- und Weißbinderarbeiteu sollen

Mittwoch den 26. August, vormittags 11 Uhr, öffentlich vergeben werden.

Arbeitsbesehreibung und Be­dingungen liegen während der Amtsstunden auf unserer Schreibstube (Zimmer Nr. 3) zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst er­hältlich, sind spätestens zu obengenanntem Zeitpunkt an uns einzureichen. 6307

Zuschlagsfrist 14 Tage.

Gießen, 19. August 1903. Städtisches Hochbauamt

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