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21.7.1903 Erstes Blatt
 
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Nr. 168

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Erstes Blatt.

153. Jahrgang

Dienstag 21. Juli 1903

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Amts- m» Anzeigeblatt für den Kreis Sieben MtzZ

_______ _____________________________ U zeigenteil: Han- Beck.

Papst Leo XHL f.

Rom, 20. Snü, 4 Uhr 20 Min. nachmittags. Der Papst ist um 4 Uhr nachmittags ge- storven. Die Bronzetür des BatikauS ist geschlossen.

Dieses Telegramm erhielten wir gestern abend kurz nach 7 Uhr und gaben es durch Extrablatt sofort bekannt. Eine Stunde später traf in unserem RedaktionSbureau folgende Drahtnachricht ein:

Rom, 20. Juli. Dem Ab leb en d es Papstes ging ein mrzer Todeskampf voraus. Um 3 Uhr 40 Mm. kündigte Lappoui roeinenb den bevorstehenden Tod an. Großponitentiar Vannutelli kniete am Bett nieder und begann die Sterbegebete. Die Neffen des Papstes, Rompolla und die Würdenträger knieten ebenfalls nieder und weinten unaufhörlich. Der Papst war völlig bewußt- los, sein Gesicht äußerst bleich, die Atmungsbewegungen hatten au gehört. Der Papst starb ruhig. Um 4 Uhr 4 Min. verkündet Lappoui den eingetretenen Tod. Die Leiche bleibt auf dem Bette. Das Gesicht ist mit einem weißen Schleier bedeckt bis zur amt° lrchen Todesfeftstelluug durch den ltardinaltärnmerer. Gra Pecci, Lapponi, Eentra und zwei Nobelgarden halten die Toten- wacht.

So ist denn daK Oberhaupt der römischen Kirche nach Mehr denn 14tägige:n Ringen dahingegangen in das ge­heimnisvolle Land, aus deß Bezirk kein Wanderer wiederkehrt.

Die katholische Welt hat guten Grund, um diesen Papst zu trauern, denn man muß weit zurückgehen in der Ge­schichte, um aus dem Stuhle Petri einen Mann zu finden, der das Ansehen des Papsttums zu mehren verstand, wie Gioacchino Pecci aus Carpineto. Leo lenkte erst ein Jahr­fünft die Geschicke der katholischen Kirche, als Ludwig Wind­horst im preußischen Abgeordnetenhause unter fast allgemeiner Zustimmung aussxrechen durste, daß ,in keiner Periode der Weltgeschichte die moralische Autorität des heil. Stuhles größer war, als in der Gegenwart". In den 20 Jahren, die seit­dem verflossen sind, hat Leo XIIL unablässig und unermüd­lich daran gearbeitet, diese Autorität zu erhöhen, und er darf mit dem trostreichen Gedanken die Welt verlassen, das Amt, das ihm übertragen ward, da er fast schon die Jahre des Psalmisten erreicht hatte, treu und erfolgreich verwaltet zu haben. Die ganze Regierungszeit Leos XIII. war eine fortgesetzte Bestätigung der Idee, daß die Kirche ihre natür­lichen Aufgaben erst dann werde erfüllen können, wenn ihr oberster Leiter nicht mehr mit weltlichen Sorgen be­lastet ist.

Um das Lebenswerk Leos XIII. richtig zu beurteilen, muß man sich den Zustand vergegenwärtigen, in dem sein Vorgänger die Kirche bei seinem Tode zurückließ. Pius IX. hatte durch die Leidenschaftlichkeit seines Temperaments sich fast die ganze Welt entfremdet. Er stand am Abend seines Lebens vereinsamt da und fand auch bei den katholischen Regierungen keinen Rückhalt mehr. Auch sie sahen mit ver­schränkten Armen dem Sturz der weltlichen Herrschaft zu, und selbst in der Wiener Hofburg fand er schließlich für seine Beschwerden über die ^räuberischen Piemontesen" nur noch taube Ohren. So konnte sich Pius schließlich nicht mehr der Einsicht verschließen, daß er das Papsttum durch seine heraus­fordernde Politik in eine unhaltbare Lage gebracht habe, und in Mutlosigkeit äußerte er in Stunden der Selbsterkenntnis, eS sei Zeit, daß ein Anderer Petri Stuhl besteige.

Die weiter und schärfer blickenden Männer der Kurie waren sich darüber klar, daß nur eine Abwendung von der bisher betriebenen Politik dem Papsttum ein Stück des Bodens wieder zurückerobern könnte, das es durch den bisherigen Papst verloren hatte. Das Konklave trat nach Pius' Tod am 18. Februar 1878 in Rom zusammen. Schon bei der zweiten Abstimmung waren 28 Stimmen auf den Canrerlengo Gioacchino Pecci gefallen, dem sich am folgenden Tage die zur Papstwahl erforderliche Zweidrittelmehrheit zuwandte. Das Wahlergebnis setzte die Welt einigermaßen in Erstaunen. Wer wav der Kardinal Gioacchino Pecci? Wenige kannten ihn, denn in den fast 30 Jahren, die ihn Antonellis Eifer­sucht in Perugia festhielt, hatten ihn die Zeitgenossen aus den Augen verloren, und nur wenige erinnerten sich noch der diplomatischen Erfolge, die der nun mit Petri Schlüsselgewalt bekleidete Kirchenfürst als junger Nuntius am belgischen Hofe davongetragen hatte. Nur die Prälaten seiner Umgebung konnten Peccis Persönlichkeit nach Gebühr würdigen. Sie bewunderten seine Gelehrsamkeit und seinen staatsmännischen Geist und hatten manche Probe seines milden, versöhnlichen Sinnes erhalten. Ein Mann mit solchen Gaben, der gleich­wohl nicht geneigt war, den verlorenen Rechten des Papst­tums zu entsagen, schien ihnen der geeignete Mann für die Wiederherstellung der Macht und des Ansehens der Kirche zu sein, und einer aus dem Kreise derPerugini", der spätere Kardinal Galimberti, nahm es auf sich, durch das Mittel der Presse die Aufmerksamkeit der Welt auf den früheren Erz­bischof von Perugia zu lenken und zu seinen Gunsten Höfe und Staatskanzleien zu beeinflussen.

Der neue Papst führte sich durch Maßnahmen ein, die besonders weite Kreise des italienischen Klerus mit Vertraueri erfüllten und auch außerhalb Italiens die Hoffnung erregten, daß eine Periode der Verständigung mit dem Vatikan ge­kommen sei. Denn noch ani Tage der Thronbesteigung sandte -er neue Papst an den deutschen Kaiser ein Schreiben,

das dc» Wunsch nach Beilegung freS Kulturkampfes enthielt und baß Bedauern des Papstes ausdrückte, daß die Beziehungen nicht mehr vorhanden waren, rbie in früherer Zeit so glücklich zwischen dem h. Stuhl und Ew. Majestät bestanden". Auch die Entfernung SüneoniS aus dem Staats- sekcetariat schien eine Tat von glücklicher Vorbedeutung zu sein, und aus der ersten Enzyklika wollte man herauslesen, daß der Papst die Forderung auf Wiederherstellung der welt­lichen Macht nur, um einer Form zu genügen, erhoben hatte. Auch daß er in seinen Protesten nicht mehr von spoliatio (Beraubung), sondern von occupatio (Besitzergreifung) sprach, nahm für Leo XIU. ein. Bald freilich zeigte sich, daß dieser ebenso wenig wie sein Vorgänger geneigt war, auf-ein ver­meintliches Recht der Kirche zu verzichten. Die Proteste gegen den Verlust der weltlichen Macht nahmen zu und näherten sich gelegentlich in der Form den Kundgebungen Pius' IX.

Vollends seit der Ernennung Ra mp ollas zum Staats­sekretär war kein Zweifel mehr, daß der Papst eine Politik zu treiben gedachte, in der für einen modus vivendi mi: Italien kein Platz war. Seine Haltung gegen den Dreibund wurde immer ablehnender und als Ziel seiner Bestrebungen trat ein Abkommen mit Frankreich hervor, das der Vatikan un Innern durch die Aufforderung an die französischen Katholiken zur Unterordnung unter die republikanischen Ge­walten unterstützte, und dem er in der auswärtigen Politik, wo nur angängig, seine moralische Unterstützung lieh. Der einzige Erfolg dieser franzosenfreundlichen Politik ist die Ver­schärfung des Gegensatzes zwischen der Kurie und Italien.

Glücklicher ist der Papst in seinen Beziehungen zum Deutschen Reich gewesen. Der Reichskulturkampf ist längs beigelegt und katholisch ist bei uns bekanntlich Trumpf ge­worden. In ernsten Augenblicken unserer innerer Entwicklung hat eine große Partei im deutschen Reichstag ihre Direktiven aus Rom bekommen, der jetzige Kaiser hat den Papst drei­mal mit Aufbietung ungewöhnlichen Pompes im Vatikan besucht, und auf der Brust des Kardinals Rampolla, der die Seele der gegen den Dreibund gerichteten und mit niedrigen Schmähungen arbeitenden Politik ist, strahlt der Stern des Ordens vom Schwarzen Adler. Der Papst hatte freilich seine Hilfe in dem Kanrpf gegen den Umsturz angeboten, und einen so mächtigen Bundesgenossen mußte man bei guter Laune erhalten. Schon in der EnzyklikaDiuturnum illud vom 11. Juli 1881 hatte er den Fürsten ein Bündnis mit der Kirche als einzige Hilfe im Kampf gegen die Revolution an­gepriesen, und noch manche andere Kundgebung Leos XIII. war gegen Liberalismus und Sozialismus gerichtet. Sie werden, wie die ,Voss. Ztg." sagt, von der Nachwelt als Dokumente eines guten und ernsten Willens gewürdigt werden.

Leo XHI hat auf dem Stuhle Petri die Jahre des Apostelfürsten erreicht; der alte Zuruf an den neugewählten Papst:Non videbis annos Petri ist an dem Hagern und anscheinend so schwächlichen Greise zu Schanden geworden, der mit 68 Jahren zur Herrschaft der Kirche gelangte und mehr als ein Vierteljahrhundert den Fischerring trug. Nur ein Papst hat ihn an Lebensjahren, ein anderer an Regierungs­dauer übertroffen: Gregor IX. erreichte ein Alter von 99 Jahren und Pius IX. trug über 31 Jahre die dreifache Krone. Von den 61 Kardinälen, die Pecci wählten, überlebt chn nur einer, der Kardinal Oreglia. Fast also hätte Leo XIII. den Scherz UrbanZ VIII. wiederholen können, der nach dem AuSsterben der Kardinale, die ihn erwählt hatten, eine Münze ur die neuen Kardinäle prägen ließ, welche die Unterschrift rüg: Non vos elegistis me, sed ego elegi vos. Ein glückliches und erfolgreiches Leben ist ihm beschieden gewesen, und wer immer aus dem kommenden Konklave als neuer Papst heroorgeht, wird Mühe haben, das Papsttum auf der Höhe zu halten, auf die es Leo gestellt hat.

Jtn Laufe des heutigen Vormittags trafen folgende Nachrichten ein:

Vor dem Tode.

Rom, 20. Juli.

Der Todeskampf des Papstes begann bald nacht 1 Uhr nachm. Der Großpönitenttar Vannutelli betrat das Zim­mer des Papstes, um demselben die letzte Absolution zu erteilen. Im Vatikan herrscht große Ausregung. Auf dem Petersplatz ist der Wagenverkehr sehr lebhaft. Die in Rom residierenden Kardinäle wurden dringend in den Vatikan berufen. Sie trafen nach und nach ein. Gegen 2 Uhr nachmittags wurde Mazzorn dringend in den Vatikan berufen.

Die Erteilung der letzten Abfolution an den Stapft, die der Großpönitenttar Kardinal Serafino Bannw- elli unter Beihilfe des Zeremoniars des päpstlichen Hof- taates vornahm, war von ergreifendem Eindruck. Die anwesenden Kardinäle, unter ihnen Oreglia, Rampolla, )ella Volpe, Vives, sowie die Neffen des Papstes hatten ich niedergekniet und suchten die Tränen zurückzuhalten, um den Papst, der bei ziemlich klarem Bewußtsein war, nicht zu erregen. Es wird berichtet, der Papst habe zu Oreglia einige Worte gesprochen und die Kirche seiner Sorge anvertraut. Monsignore Bisleti habe um den päpst­lichen Segen gebeten für die Personen des Hofdienstes, die nebenan versammelt waren. Der Papst hcwe den Segen erteilt und gesagt, dies sei sein letztes Lebewohl. Dann habe der Papst nut großer Anstrengung den Kardinälen die Hand gereicht. Hierauf feien anregende Mittel angewendet worden, die den Papst ein wenig wieder belebt hatten.

Die im Vatikan weilenden Diplomaten erhielten eben­falls Zutritt zu dem Zimmer des Papstes. Der Papst er­teilte allen Anwesenden unter großer Anstrengung den Segen und reichte ihnen die Hand zum Kusse. Die Kar­dinale begaben sich, nachdem sie das Zimmer verlassen hatten, zur Bibliothek.

Dre letzten Worte des Papstes waren, wie ver» lautet, an Msge. Angeli gerichtet, der ihm Mut zusprach; der Papst lispelte fast unhörbar:Ich bin schon in den Händen Gottes!" Nach einer Pariser Depesche da­gegen wurden die letzten vernehmlichen Worte des Papsteß mn halb 11 Uhr vernommen; sie lauteten:Grüßt den guten Kaiser."

Nach dem Tode.

Rom, 20. Juli.

Sobald der Tod eintrat, schloß Lapponi dem Papste die Augen und faltete die Hände über der Brust. Zehn Minuten, nachdem der Tod eingetreten, verließ Oreglra das Sterbezimmer. Schweizergarden erwiefen die ihm als Souverän zustehenden Ehren und geleiteten ihn in feier­lichem Zuge nad) den Gemächern. Rampolla stellte feine Tätigkeit als Staatssekretär ein, die M onsignore delle Chiesa, wie vor geschrieben, über­nahm.

Der ärztliche Totenschein, in dem die Todes* urfache angegeben, ist von Lapponi allein abgefaßt, wurde dem Bürgermeister Fürsten Colonna in einem Briefe mit- geteilt, den der Majordomus überbrachte. Als Todes­ursache bezeichnet Lapponi eine mit allgemeiner! Schwäche verbundene Lungenentzündung, zu der eine mit Bluterguß verbundene Brustfellentzünd­ung trat

Kardinalkämmerer Oreglia, der vom Vatikans scheu Palast Besitz ergriffen und die Leitung oer Gefchäfte während der Sedisvakanz übernom­men hat, begab sich bald nach dem Tode, von Schweizer­garden und Nobelgarden geleitet, mit dem Vizekammerer, dem geistlichen und dem apostolischen Kämmerer im veil­chenblauen Trauerornat nach dem Sterbegemach zur Fest­stellung des Todes des Papstes. Der Kardinaftrat an die verschlossene Pforte des Sterbezimmers und rief unter tiefem Schweigen der Anwesenden dreimal laut den Na­men des Papstes, öffnete sodann die Tür unö trat, vom ganzen Gefolge begleitet, an das Bett und klopfte mit einem silbernen Hämmerchen dreimal an die Stirn des Toten, indem er ihn laut beim Namen rief, während alle Anwesenden nieder knieten. Sodann verkündete der Kar­dinal den Versammelten, daß der Papst Leo XIIL gestorben sei, und verließ, von den Geistlichen begleitet, das Gemach.

Als die Todesstunde des Papstes amtlich um 4 Uhr 4 Minuten bekanntgegeben wurde, und bald die Schließung der Bronzetür angeordnet worden war, verbreitete'sich die Nachricht von dem Tode durch die Stadt. Die^ Zeitungen ließen Exttablätter erscheinen. Kardinal Oreglia erließ für sämtliche Frentde den Befehl, den Vattkan zu ver­lassen. Mit chnen entfernten sich zugleich mehrere Kar­dinale, Diplomaten und andere Anwesende. Die große Menschenmenge, die sich inzwischen ansammelte, begann sich nach der Peterskirche zu zerstreuen. Der Telegraph wurde sehr in Anspruch genommen. Die Stadt ist völttg ruhig.

Nach der amtlichen Feststellung des Todes wurde die Leiche in Gegenwayt des Vizekämmerers, eines Notars, des apostolischen Kämmerers, des päpstlichen Zeremonien­meisters und Lapponis wie herkömmlich mit der weißen Soutane, dem karmoisinroten Schultermüntelchen, der päpst­lichen Sammetmütze und weißen Schuhen bekleidet und, ein Kruzifix in den auf der Brust gefalteten Händen, auf dem Bette niedergelegt und mit einer roten Damastdecke bcheckt. Sodann mürbe die Leiche in feierlichem Zuge mit dem Bett nach der Gobelinkammer gebracht und feierlich aufgebahrt. Das Zimmer ist ganz rot ansgeschlagen und wird von vier Wachskerzen an den vier Enden des Bettes erleuchtet. Zwei Nobelgarden, auf den Schwertknauf gestützt, halten >ie Tvtenwacht. Schweizergarden und die Palastwachen hatten den Eingang besetzd Blumenkränze sind durch dos Zeremoniell ausgeschlossen. Zur Besichttgung der Leiche werden nur Kardinäle, Mitglieder des diplomatischen Korps, des römischen Patriziats, sowie vom Kardinalkämmerer öe> onders ermächtigte Personen zugelassen. Die Wohnräume des Papstes wurden in Gegenwart des Vizekämmerers und eines Notars verschlossen und versiegelt.

Der Verweser des heiligen Stuhls, Oreglia, nahm im Vatikan Wohnung. Die Kardinale Vannutelli, Dipietro, Macchi als Häupter der drei Kardinalsordnungen über­nahmen die Leitung der geistlichen Angelegenhetten. Der Kardinalkämmerer teilte den Tod dem diplomatischen Korps und allen ^auswärttgen Kardinälen, Nuntien usw. mit.

Oreglia empfing nacheinander die Kommandeure und Deputationen des Offizierkorps der päpstlichen Garden, dar­unter Camillo Pecci, dem er sein Beileid aussprach. Der Eintrttt in den Vattkan ist nur den znm Palast gehörigen Personen geftdttet Morgen abend werden Mazzoni und Lapponr mit Unterstützung von vier Aerzten des Vattkans die Einbalsamierung vornehmen. Oreglia teilte den Häuptern der drei Kardinalordnungen mit, daß er die Leit­ung der Geschäfte übernehme und srderte sie auf, Vorkehr­ungen für das Konklave zu treffen. Ferner ersuchte Oreglia die in Rom anwesenden Kardinale zur erstcn Kon- grc gation zusammenzutreten, in der Mitteilung gemacht werden wird, ob der Verewigte Verfügungen hinsichtlich des Konklaves hinterließ, und Bestimmungen über das Kon­klave getroffen werden. Man glaubt, daß die Bestünm- ungen, die für das letzte Konklave getroffen waren, zur Annahme gelangen werden. Die Kirchen sind mit Gläu­bigen gefüllt. Während des ganzen Abends zogen große Menschenmassen nach dem Petersplatz.