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Ausserordentlich bekömmlich
Trocken und leicht
der geschäftsführende Ausschuß versammeln, um einen Bericht entgegenzunehmen über das, was bisher für das geplante Fest geschehen ist.
§ Butzbach, 20. Nov. Gestern fand im Gerichtsgebäude die Auswahl der nächstes Jahr bei hiesigem Schöffengericht als Haupt- und Ersatzschösfen mitwirkenden Personen, (otoie der als Geschworenen in Vorschlag zu bringenden Gerrchts- eingesessenen statt. — Kommenden Sonntag hält Obstbautechniker John aus Friedberg einen instruktiven Vortrag, verbunden mit Verlosung von Obstbäumen an die Mitglieder der hiesigen Ortsgruppe, im goldenen Löwen
VernrisehreA.
* Gleiwitz, 19. Nov. Aus der neuen Abwehrgrube des Konkordiaschachtes in Mikullschütz stürzten ein Häuer und ein Anschläger in einen 50 Meter tiefen Schacht. Dw Anschläger blieb tot, der Häuer wurde lebensgefährlich verleht^ ^^^nport, 19. Nov. Der Torpedobootzerstörer „Falcon" stieß im Kanal mit einem Fischerboot zusammen, wodurch letzteres zum Sinken gebracht wurde. Tie ganze Mannschaft soll ertrunken sein, während von der Besatzung des „Falcon" ein Mann umkam.
* Budapest, 19. Nov. Im Ministerium des Innern ist man einer großen Defraudation auf die Spur gekommen. Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen. Festgestellt ist nur, daß der Hilfsämter-Direktor Kadar zum Schaden des Ministeriums einen Betrag von 104000 Kronen unterschlagen hat. Kadar ist heute verhaftet worden.
Mainz, A. Laste, hat sein gesamtes Vermögen, nach Abzug einer Legate, der Stadt Mainz hinterlassen, außerdem erhält die Stadt Mainz auch eine reiche Sammlung von Gemälden und besonders Kupferstichen, die bereits der verstorbene Stadtbaumeister Laste um die Mitte des vorigen Jahrhunders, in eifriger Weise gesammelt hatte.
Frankfurt a. M., 19. Nov. Auf eine Eingabe des Gewerkschafts-Kartells um Maßnahmen gegen die bevor- rehende Arbeitslosigkeit erklärte der Oberbürgermeister in der heutigen Stadtoerordnetensitzung, besondere Maßnahmen seien nicht erforderlich, aber Erhebungen seitens der Aeinter seien im Gange. Daraus ersuchten die Stadtverordneten den Magistrat, ihnen vom Ergebnis dieser Er- hebungen Mitteilung zu machen. __.
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g. Darmstadt, 18. Nov. Der Vorstand des Hess.
Zentralverbandes für Errichtung billiger Wohnungen hielt gestern hier unter dem Vorsitze des Freiherrn v. Heyl-Worms eine Sitzung ab. Aus dem von dem Generalsekretär erstatteten Tätigkeitsberichte geht hervor, daß der Verein mit Behörden und Privaten in sehr lebhaftem Verkehr steht und daß insbesondere von dem reichhaltigen Materiale des Vereins cm Bauplänen, Muster- tatuten 2C. von vielen Seiten Gebrauch gemacht toorden ist. Gemeinnützige Bauvereine wurden in den letzten 6 Monaten neu begründet in Butzbach, Nidda, Rüsselsheim, Groß-Stein- heim und Bensheim, in mehreren anderen Gemeinden sind Verhandlungen wegen Gründung solcher Vereine im Gange, ebenso haben mehrere Gemeinden (Haßloch Leusel, Erbes- Büdesheim) die Aufnahme der gemeinnützigen Bautätigkeit beschlossen. An Mitgliedern sind dem Vereine neu beigetreten 15, darunter mehrere Gemeinden, Krankenkassen und Handelskammern. Der Bericht gab zu eingehenden Erörterungen — insbesondere über die Geldbeschaffung für die gemeinnützigen Bauvereine — Veranlassung. Der von einer Kommission vorberatene Entwurf zu einem Musterstatut für Baugenossenschaften fand Annahme. Dann wurde beschlossen, an die Gemeinden ein Rundschreiben zu richten zwecks Einleitung einer zielbewußten Bodenpolitik. Es soll darin her vor gehoben werden, wie wichtig es für die Gemeinden und zur Hebung der Wohnungsverhältnisse der minderbemittelten Klassen ist, wenn die Gemeinden bestrebt sind, sich rechtzeitig in den Besitz eines Teiles d.s,enigen Geländes zu setzen, welches bei fortschreitender Entwicklung der Gemeinden als Bauland in Betracht kommt. Dem für das Großherzogtum zu gründenden Revisionsverbande der Baugenossenschaften soll zur Bestreitung der Kosten der Revisionen von dem Zentralverein ein Zuschuß gewährt werden, weil es erwünscht ist, daß die Geschästsleitung des Zentralvereins stets in enger Beziehung zu der Leitung des genannten Verbandes bleibt.
(!) Darmstadt, 18. Nov. Die Staatsprüfung für Schulamtsaspiranten und -Aspirantinnen sand vorige Woche hier unter Leitung des Oberschulrats Scheuermann und im Beisein der Seminardirektvren Jakobi-Tarm- stadt, Geiger-Bensheim, Karg-Alzey und des Seminar-Professors Drt Frenzel-Friedberg statt. 19 Lehrer und fünf Lehrerinnen legten die Prüfung ab.
Mainz, 19. Nov. Der in Frankfurt a. M. verstorbene Rechtsanwalt und Notar Adolph L a s k e, der Sohn des einigen Jahren verstorbenen Stadtbaumeisters der Stadt
fammlung der Delegierten der Dem Verein „Merkur" in Nürnberg angeschlvssenen Vereine;
g) Vorschriften für die Ausfuhr von Zucker nach den Vereinigten Staaten von Amerika;
h) Von zuverlässiger Seite sind der Handelskammer Mitteilungen zugegangen über zweifelhafte Firmen in Smyrna über den Amerikanischen Tabaktrust, Syndikatsbestrebungen im belgischen Kaffeehandel, die ALationate Industrieausstellung in Osula (Japan), Bestrebungen östreichischer Papiersabrikanten in China, Anlage einer elektrischen Straßenbahn in Bloemfontein, Handelsbeziehungen des Kolumbi- schen Departements Kauka, Beteiligung deutschen Kapitals an dem Bergbau Mexikos, Automobilausstellung in Paris.
Die Eingänge können während der üblichen Geschäftszeit auf dem Bureau der Handelskammer eingesehen werden.
Aus Stad! und Kaud.
Gießen, 20. November 1903.
*♦ Vortrag. Man schreibt uns: Professor Staudinger aus Darmstadt wird Dienstag, den 24. d. M, hier sprechen über „Die Bodenreform als ethisches Kulturproblem". Staudinger ist bekannt als Sozialethiker und Verfasser eines sehr beachtenswerten Buches über „Ethik und Politik". Ort und Zeit des Vortrages, von dem wir m.s bei der Bedeutung des Redners viel versprechen dürfen, werden im Anzeigetell noch genauer bekannt gemacht werden.
** Gesangswettstreit in Gießen 1904. Die Mitgliedschaft zum Ehrenausschuß für den vom Maschinenbauer-Gesangverein Gießen in Vorbereitung befindlichen nächstjährigen Gesangswettstreit haben folgende Herren an- aeiwmmen: Brauereibesitzer Asprion, Provinzialdirektor Dr. Breidert, Brauereibesi^er Bichler, Rektor Professor Dr. A. Brauns, Professor Dr. Biermann, Professor Dr. Boström, Musikalienhändler Challier, Beigeordneter Curschmann, Brauereibesitzer Denninghoff, Kommerzienrat Emmelius, Brauereibesitzer Förtsch, Professor Dr. Fromme, Monteur Friedrich Kommerzienrat Gail, Kommerzienrat Georgi, Professor Dr. Gasfkch Regimentskommandeur Oberst von Graevenitz, Rechtsanwalt Grünewald, Stadtverordneter DH. Haubach Oberpostpraktikant Gustav Haubach, Kommerzien rat Heyligenstaedt, Kommerzienrat Heichelheim, Prokurist Karl Heil, Polizeiamtmann Hechler, Weinhändler Fritz Helm, Dr. E. Heuser, Stadtverordneter Huhn, Stadtverordneter Jaun, Stadtverordneter Keller, Stadtverordneter Kirch, Hauptmann a D. Kramer, Professor Dr. Krüger, Landgerichtspräsident Kullmann, Direktor Lemmö, Direktor Karl Loos, Prokurist Fr. Atay, Oberbürgermeister Mecum, Pro- fejjor Dr. Oncken, Stadtverordneter Pirr, Gymnasialdirektor Pros. Dr. Schädel, Landgerichtsrat Dr. Schäfer, Postdirektor Schäfer, Stadtverordneter Schaffstaedt, Landgerichtsrat Schmeckenbecher, Fabrikant Schirmer, Fabrikant Schuchardt, Professor Dr. Stamm, Professor Dr. Walter, Bauunternehmer Winn, Bankier A. Zobel, Buchdruckereibesitzer Lauge. Professor Dr. v. Wagner. Morgen, Samstag abend 8i/2 llhr, wird sich im Hotel Schütz der Ehreuausschuß und
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