Ausgabe 
20.10.1903 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Zweites Blatt.

Dienstag SV. Oktober 1903

153. Jahrgang

Nr. 346

Wrfftetnt täglich anker Sonntags.

Dem Giehener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Giegerrer Kamillen, blätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ber­kay der Brühl 'schen Nntvers.-Buch- u.Stein- bruckrret (Pietsch ürben) Redaktion. Expedition und Druckerei:

Schnlstratze 7,

Adresse für Depescheni Anzeiger Gießen.

Nerniprrchanscbiuß 9h:. 51.

d O monaiUch7bPl'oittiel-

Gietzener Anzemer s

General-Anzeiger w

w den poltt ant aügem.

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MDZ

zeigenteU: Han» Beck.

Aie Yevtige Kummer umfaßt 8 Seite«.

Amtliche Nachrichten über Viehseuchen.

Bei einem Schwein der Heinrich Weigel Witwe m Gladenbach b. Br. (Kreis Biedenkopf) ist die Rotlauf- feuche in Fonn von Backsteinblattern amtlich sestgestellt worden. 'Es ist Gehöftssperre angeordnet.

Bei einem Schwein des Landwirts Bernhard Achen­bach zu Allendorf b. Gl. (Kreis Biedenkopf) ist die Not­laufseuche amtlich sestgestellt worden. Es ist Gehöftssperre angeordnet.

Bei einem Schwein der Frau Heinrich Nühl II. Wtw. n Naunheim (Kreis Biedenkopf) ist die Notlaufseuche in Fornr von Backsteinblattern amtlich sestgestellt worden. Es ist Gehöftssperre angeordnet.

Zum Iall Aippold

schreibt uns eine Gießener Dame:

Ter Fall Dippold ist so ungeheurer Art und glück­licherweise so vereinzelt, daß er kaum geeignet wäre, zum Ausgangspunkt einer prinzipiellen Betrachtung gemacht zu werden, wenn nicht in ihm ein fürchterliches Aäemento ent­halten wäre für alle die, die nod> mit veralteten Vor- und Werturteilen Aufgabe und Handhabung der elterlichen Erziehung betrachten und betreiben. Ein ver- brecherischer Bube mordet ein schuldloses Kind und vergiftet den Seelenfrieden der unglücklichen Eltern. Eine Mutter, die nach den Bekundungen einwandfreier Beobachter (siehe Beiblatt desGieß. Anz." vom 17. Oktober) nicht leicht­fertig und gewissenlos, sondern voll innigster Liebe und Zärtlichkeit selbst für die nach ihrer Ansicht verderbten Kin­der zu sein scheint, wird zur leichten Beute eines schändlichen Betrügers, nur weil sie, in den Banden ererbter Vorurteile befangen, nicht wagt, ein unbedingtes Vertrauensverhält­nis zwischen sich und ihren Kindern zu errichten. Ein Ver­hältnis, das ihr gestattet hätte,auch scheinbar unsagbare Dinge in der rechten Weise zur Sprache zu bringen und bis hinab zu den letzten und geheimsten Regungen die Vertraute ihrer Mnder zu sein.

Vergegenwärtigen wir uns einen Augenblick den Gang der Dinge. Einer Mutter, die sich bis dahin ihrer frischen und natürlichen, wenn auch nicht übermäßig begabten Kncr- ben erfreut hat, spricht mau von geheimen, in dem gegebenen Alter und unter den vorliegenden Begleitumständen geradezu unglaublichen Lastern. Außerdem muß sie sich durch das veränderte Aussehen, den sichtlichen Verfall und die erschreckende Llbnahme des Körpergewichtes ernstlich be­unruhigt fühlen. Aber tut nun diese Frau das Nächstliegende? Sie, die noch nicht gezögert hätte, ihre Kinder im Falle einer ansteckenden oder ekelerregenden Krankheit zu pflegen, schaudert zurück vor dem Eingehen aus die von ihr geglaubte psychische Verderbtheit.Ich habe mich so entsetzlich geschämt", sagt sie vor Gericht aus. Entsetzlich geschämt wohl auch zur Zeit des Berliner Weihnachtsaufenthalts und unter ihren Augen einen tüch­tigen Arzt zu Rate zu ziehen.

Weil eine Mutter sichentsetzlich schämt, muß ein blühendes junges Leben zu Grunde gehen! O über dieses gewohnheitsmäßige Ver- schleierungs- und Vertuschungssystem in den Dingen des Sexuallebens! Es würde zu weit führen, hier im einzelnen den Wust verrotteter und pseudo-sittlicher Vorstellungen zu be­kämpfen, die allmählich dahin geführt haben, aus dem heiligen Wunder der Generation ein sündhaftes Zerr­bild zu machen. Auch fehlt es nicht an Schriften, die in dankenswerter Weise und im Namen der wahren Sittlich­keit, der Volksgesundheit und LebensschÜnheit gegen die Heuchelei, die Beschränktheit und den Unverstand zu Felde ziehen, die nirgends üppiger und verderbenbringender emporgewuchert sind, als gerade hier. Nur das eine soll aus diesem erschütternden Fall,heraus bewiesen werden, daß Vater und Mutter schwerem Vorwurf sich aus­setzen und daß sie die volle Verantwortung dafür trifft, wenn sie es versäumen, die psychische und sexuelle Entwicklung ihrer Kinder mit der gleichen Sorgfalt zu über­wachen, die sie dem körperlichen und geistigen Gedeihen der Kinder zuwenden. Und diese Sorgfalt darf nicht Halt machen bei der Konstatierung einer etwaigen unliebsamen Tatsache, auf dem Gebiete des Geschlechtslebens, die Eltern dürfen sich nicht damit begnügen, den Lehrer oder den Arzt mit der Ueberwachsung und Bekämpfung sexueller Unarten oder Anomalien zu beauftragen: sowie es kein näheres Verhältnis giebt, als das zwischen Eltern und Kind, darf es zwischen beiden auch nichts geben, das nicht in geeigneter Form ausgesprochen werden könnte. Das legt den Eltern eine schwerste Aufgabe auf, zu deren Lösung es unendlicher Zartheit, Festigkeit und persönlicher Reinheit bedarf. Aber die Liebe, die die selbstloseste auf Erden ist, die der Eltern und insbesondere der Mutter zu ihrem Kinde, jene erhabene Liebe, die alles duldet und alles trägt, wird und muß auch hier die rechten Wege finden und das rechte Wort. Und dann werden die Menschen, die solches wollen und tun, selbst besser werden und an der Größe ihrer Aufgabe zu einem reineren und schöneren Menschentum emporwachsen, für das es nichts Dienschliches giebt, dessen es sichent­setzlich zu schämen" hatte. H> F-

Von anderer Seite wird uns noch folgendes geschrieben:

Mit Liecht lvill das am 1. Januar 1904 in Kraft tretende Kinderschutzgesetz das ärmere Kindvor Heber*

bürduug mit körperlicher Arbeit bewahren. Woher kommt es aber, daß die Fraae der tatsächlichen geistigen lleberbürdung der Kinder höherer Stände nicht in dem Maße öffentlich dargestellt wird, wie es notwendig wäre? Wehe dem Kinde, welches von den Eltern für eine höhere Bildung bestimmt wird und etwa nur mittelmäßig begabt ist. <£rft schleift man es in die Vorschule, wo es in drei Jahren lehrt; dann tritt fremd­sprachlicher Unterricht auf und am Horizont der Kindheit geht die Sonne unter, aber der Nachhllflehrer erscheint Tag für Tag als Schreckgespenst. Ist es doch ein offenes Geheimnis, daß mehr als 50 Prozent aller Gymnasiasten nicht ohne Nachhilfe arbeiten. Wo bleibt denn eigentlich noch etwas fteie Zeit für den Sextaner bis Quartaner, und ein Tertianer ist doch schließlich wahrlich auch noch ein Kind! Und die Eltern ja, der Junge muß arbeiten, arbeiten, ob auch, die Nerven zu Grunde geb­rich tet werden. Will es zuletzt nicht mehr gehen, so übergiebt man das Wesen einem Institut oder bestellt ihm einen besonderen Erzieher. Daß die Erziehung eine Kunst ist, die besonders erlernt werden muß, das haben die meisten Eltern höherer Stände noch nicht vollständig begriffen. Heber Erziehungsaufgaben zu sprechen, findet man immer noch absurd. Man hatBesseres" zu tun. Unterrichten kann zur Not mancher Student, aber Er­zieher sein, d. h. planmäßig nach bestimmten Grundsätzen das Individuum charakterbildend beeinflussen, das über­trägt man nicht dem Juristen, Mediziner oder überhaupt jemandem, derja doch studiert hat"', sondern eben Leuten vom Fach. Führt der Fall Dippold dahin, das Wesen der Erziehung der Kinder höherer Stande mehr, tiefer zu er­fassen, dann trägt er gute Früchte.

DoMische Tagesschau.

Die Berliner Fiuanzministerkonferenz.

Die Verhandlungen der zur Erörterung der Finanz- fragen in Berlin eingetroffenen bundesstaatlichen Vertreter begannen unter dem Vorsitze des Reichskanzlers am Montags In der einleitenden Ansprache drückte Graf Bülow seine Genugtuung über das bereitwillige Eingehen der Bundesregierungen auf die Einladung zu den Besprechungen aus. Er wies aus die ungünstige Lage der Reichssinanzen hin, die einen weiteren Auf­schub der als-unabweisbar erkannten Reform nicht tunlich erscheinen lasse. Er unterbreitete zur Neu­regelung der Fänanzbeziehungen zwischen dem Reich und den Einzelstaaten zur näheren Prüfung. Die Vorschläge wurden sodann durch den Reichsschatzsekretär eingehend be­gründet. Frecherr v. Stengel wird als Stellvertreter des Reichskanzlers in Reichsfinanzangelegenheiten den Vorsitz bei den Beratungen führen, sofern der Reichskanzler per­sönlich durch andere Amtsgeschäfte verhindert ist.

Soweit die offiziöse Mtiz des W. T.-B Als gerade vor zehn Jahren in Frankfurt a. Vt. die Finan^minister der Bundesstaaten sich versammelten, um einerseits über die Deckung der Militärvorlage, andererseits über die zur ^Durchführung der Reich sfiuanzreform erforder­lichen Mittel zu beraten, war Dr. v. Miquel die führende Persönlichkeit. Graf Eavrioi nahm an der Veranstaltung nicht teil, wohl in der Zuversicht, der kluge Miquel werde die gestellte Ausgabe bestens zu lösen wissen, dem Reich neue Steuerquellen zu eröffnen, llnd diese Erwartung täuschte nicht. Miquel hatte sich mit so viel Projekten vor­gesehen, daß die Heiterkeit der Konferenzteilnehmer ob dieser gesetzgeberischen Fruchtbarkeit erregt wurde. Es war, ge­wissermaßen zum Aussuchen,alles da", was Geld ein­bringen tonnte; Miquel verschmähte auch die Heinen Steuer­pläne nicht. Sein Geist beschäftigte sich ebenso liebevoll mit der Tabakfabrikatsteuer wie mit dem Fracht­briefstempel. Alle mitgebrachten Projekte zusammen abgeworfen. Die Konferenz machte es milde und begnügte J»allen schätzungsweise einen Ertrag Vvn 200300 Millionen ich mit 100 Millionen.Weitgehende Uebereinstimmung!" ieß Miquel durch den offiziösen Telegraph verkünden.

Auch bei der diesmaligen Finanzminister-Könserenz bandelt es sich um dieselben Ansprüche wie vor zehn Jahren, um militärische Forderungen und um die Reichsfinanzreform. Offiziös spricht man diskret von der'Erörterung der Finanzftagen". Aber am Ende kommt es doch immer darauf hinaus, daß Geld herbeigeschafst werden soll. Hoffentlich wiederholt sich nicht auch der Vor­gang der Präsentierung einer Hnn d er t m i l l i o n e n- Rechnung. Die Zeiten sind nicht danach. Düsteren Be­fürchtungen gibt sich dieVoss. Ztg." hin; sie schreibt: Niemand würde es wundernehmen, wenn aus den Ver­handlungen der Beschluß einer wesentlichen Er­höhung der Tabakabgaben hervorginge". Wir unsererseits glauben eher an die Möglichkeit einen Biersteuererhöhung. Doch es hat keinen Zweck, mit der Stange im Nebel herumzufahren. Graf Bülow wird wohl baU) Näheres über die Beschlüsse der Konferenz der Oesfentlichkeit milleilen lassen. Aber, was es auch ist, worauf sich die Finairzminifter einigen: eine neuedirekte Steuer erscheint ga n z und gar a u s s i chll s l o s im Reichstag. Ans diesem Gebiet ist alM abgegrast, versicherte neulich ein Zentrumsblatt. Dem Programm der Firlanz- minifter stellt die Reichstagsmehrh^it das ihrige entgegen, und auf oieser Liste befindet sich insbesondere die Reichs- e r b s ch a s t s st e u e r.

Nach ben Pariser Festtagen.

Der russische Muriner ües Aeußern Graf Lamsdorff wird in den nächsten Tagen in Parrs eintrefsen, um mit Delcas so, dem französischen Ministerkollege^l, über die ostasi arische Frage zu konferieren.

So meldet uns heute D.-B. Hd. Das sieht wie ein schleuniger Ernüchterungsversuch Rußlands nach den ftan- zösisch^italienischen Festtagen aus. Graf Lamsdorff wird wissen wollen was, in PariL mit der italiernschen Diplo­matie während des Königsbesuchs erörtert, mehr noch, was vereinbart worden ist, und ob die Vereinbarungen nicht den russischen Interessen zuwiderlaufen. Nebenbei dürfte Delcajss auch> noch ein bischen über die Annäh er * un g an England interviewt werden, die russischerseits größtes Mißllauen in die Ergebenheit des verbündeten Frankreichs geweckt haben dürste.

Der T o a st, den der n i g v o n I t a l i e n am Sonm tag in Paris «a'nsbrachte, hat nach einer Wiener Meldung durch! die darin enthaltene Erinnerung an den gemein­samen Kampf Italiens und Frankreichs gegen Oesterreich in Wien sehr unangenehm berührt. Das Neue Wiener Tageblatt meint, der Trinkspruch! sei mehr vom südländischen Temperament als von politischer Einsicht ge­tragen gewesen. Den Völkern müsse vor solchen Garan­tien des Friedens nachgerade bange werden. Und ein Mailänder Blatt behauptet, die Königsreise nach Paris hätte in Berlin und Wien verstimmt, da sie ein Sieg der Demokratie über die Diplomatie der Zentralmächte wäre.

Ter König von Italien richtete von Modane, der ersten italienischen Grenzstation, au den Präsidenten Lo u- bet ein Telegramm, in dem er seinen und der Königin Tank für den ihnen bereiteten Empfang ausspricht. Das Andenken daran werde tief in ihren Herzen eingegraben! bleiben und werde sich in ihiien Herzen mit den wärmsten Wünschen für die Wohlfahrt Frankreichs verbinden. Präsi­dent Loubet gab in seiner Antwort dem Gefühle des Glückes Ausdruck, das er darüber empfunden habe, das Königspaar empfangeil zu können; er sprach dem Könige seine Wünsche für die Wohlfahrt Italiens aus und versicherte ihn seiner aufrichtigen Freundschaft. Der Königin über­mittelte ie>r ehrerbietige Grüße.

Das italienische Königspaar wird übrigens innerhalb eines Monats Frankreich passieren. Am 15. November begibt sich das Königspaar nach Cher­bourg, wo es sich, an Bord der JachtViktoria anö Albert" nach England einschifst. Die Jacht wird von mehreren englischen Kriegsschiffen begleitet werden und am 16. November in Portsmouth eintreffen. Hier wird das Königspaar vom Prinzen von Wales empfangen werden und sich mittete Spezialzuges direkt nach Schloß Mndsor begeben. Am 19. dtovember begibt sich König Viktor Emanuel! mit seiner Gemahlin zu kurzem Aufenthalt nach London, um an dem Festessen, das chm zu Ehren vom Lordmahor veranstaltet wird, teilzunehmen. Der Aufenthalt des Königspaares in England wird sich^ auf vier Tage bemessen.

Deutsches Deich.

Berlin, 19. Okt. Mit der Ansprache religiösen Inhalts, die der Kaiser gestern aus Anlaß der Konfir­mation zweier seiner Söhne gehalten hat, beschäftigen sich die Blätter nur wenig, weil es sich um ein höchst persönliches Bekenntnis ohne direkte Beziehung auf staatliche Gesetzgebung und Verwaltung handelt. Be­achtenswert ist immerhin, daß die katholischeGermania" mit der Ansprache zufrieden ist, well sie durchweg von einem christlichen Geist durchweht fei, der in allen christlich ge- smnten Kreisen und nicht nur bei gläubigen Protestanten, sondern auch bei den Katholiken freudiger Zu­stimmung gewiß sein dürfe.

Nur eine Stelle dieser kaiserlichen Kundgebung (so fährt dieGermania" fort) mag in katholischen Kreisen zunächst ein gewisses Befremden erregen, der Passus nämlich, in dem eine Andeutung an die Heiligen- Verehrung gefunden werden kann. Der Kaiser gibt in diesem Passus offenbar einer irrigen Anschauung über die Heiligen-Verehrung in der katholischen Kirche Aus­druck, wie sie in protestantischen Kreisen leider allzuviel verbreitet ist. Wenn der Kacser sagt: Der einzige Retter und Helfer ist der Heiland, so ist das auch die tatholische Lehre. Was die Heiligen-Verehrung anbettifst, so können an dieser Stelle selbstverständlich darauf nicht ausführlich eingehen, sondern müssen uns auf den kurzen Hinweis beschranken, daß die tatholische Kirche selbst einen großen Unterschied macht zwischeic'Gottesverehrung und Heiligen-Verehrung. Die katholische Kirche m-cht die Verehrung oder Anrufung der Heiligen auch nicht zur sttengen Pflicht, sie erklärt nur, daß dieselbe nützlich und heilsam sei, und hier tritt der Gegensatz zu der Auf­fassung des Kaisers allerdings hervor. Im übrigen ist oie Heiligen-Verehrung im Urchristentum gerade so geübt worden, wie sie noch s^etzt in der katholischen Kirche geübt wird. Die Anrufung der Heiligen ijt selbst im Urchristen- tum nicht als eineNebensache" betrachtet worden. Im heutigen Protestantismus scheint das allerdings zum großen Tell der Fall zu jein. Dafür hat em mo­derner Heroenku ltus weite Kreise des deutsckien Volkes ersaßt."

Der Reichstags abgeordnete für den ostpr. Wahl- kreis Goldap-Takerhmen-Stallupönen, Rittergutsbesitzer v Sperber- Kleschowen., ist g e st o r b e n.

Die Nation al sozial en organisieren sich wieder selbständig, soweit sie nicht der Freisinnigen Vereinigung beigetreten ffnd. Bekanntlich haben die Dissidenten schon auf dem nationalsozialen Parteitag in Göttingen den Ver­einen und Landesorgzanisatiouen der nation-alsozialen Partei empfohlen, sich in ihrer Selbständigkeit zu erhalten und uniereinanber enge Fühlung zu suchen. Jetzt versendet ein vorbereitendes Komitee" ein Flugblatt, welches die bifjentierenben Vereine ausfordert, sich zu einem Verband zusamnienzuschließen und eine Zentralstelle zu begründen. Es heißt in Dem Flugblatt:Der Führer