Ausgabe 
20.8.1903 Zweites Blatt
 
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Siuc Universität in Transvaal.

sowie von dem Randgebiete aus leicht erreichbar \\t.

Vermischtes

en n g er-

rates getötet.

* Bonn, 19. Aug. Die 30 jährige Tochter des Bonner Universitäts-Professors Büchler, die einen Spaziergang nacty dem jogenannLeu Ehapeau untenwmmeit hatte, i]t aus Cyamounix verschwunden. Man glaubt, daß siez, da sie sehr kurzsichtig ist, verunglückt ist.

Ruder 6. I

Von den untersuchten Gegenständen gingen ein aus den Kreisen Alsfeld 320, Büdingen 101, Friedberg 213, Gießen 505, Lauterbach 539, Schotten 6284. Aus Orten außerhalb der Pro- ° Zu Beanstandungen gaben folgende Gegenstände Veranlassung: Butter, weil verdorben, und wegen öligem und ranzigem Ge­schmack ; Essig, wegen zu geringem Gehalt an Essigsäure; iiarbe, I wegen Schwerspatgehalt; Küchengeschirr, wegen dleiabgedender Glasur - Leinöl, weil unrein; Milch, weil entrahmt und gemauert; Wasser, weil ungeeignet für Genuß-, Hausgebrauchs- und technische i Zwecke; Wein, weil essigstichig und überstreckt; Würste, weil starke-1 mehl- und borfäurehaltig sowie verdorben; Zirnrnet, weil entölt und mit Zucker versetzt; Zwetschenbranntwem, weil mit Wasser verschnitten. ,

Die Einnahme aus den ausgeführten Untersuchungen ergab 6029,87 Mk. x f . .. . d

Zu den Einnahmen aus den Untersuchungen sind noch hinzuzurechnen diejenigen Beträge von Geldstrafen, welche durch gerichtliche Entscheidungen auf Grund der vom Untersuchungsamt I ausgesprochenen Beanstandungen vettügt wurden. Ferner ist hinzu-1 I zurechnen die Hälfte der Unterfuchungsgebühren für im amtlichen Auftrage untersuchte beanstandete Proben, im tfaUe eine Ver­urteilung auf die Beanstandung hin stattfand.

Seit Bestehen der Anstalt im Jahre 1891 wurden 4oa61 I Untersuchungen ausgeführt und dafür 40 650,38 Mk. vereinnahmt.

Die regelmäßige Kontrolle von Nahrungsmitteln, I Genußmitteln und Gebrauchsgegenständen fand in der mit den verschiedenen Behörden vereinbarten Weise gleich wie m früheren

Aus Stadt und Land.

Gießen, 20. August 1903.

* Köln, 19. Aug. In der chemische..----ö--

fabrik von Robert Schleicher in Ehrenfeld, wurden heute mittag drei Arbeiter durch Platzen des Entfettungsappw-

Esten anschließen.

**SanitätskolonnevomRotenKreuz. DasGrotzh. Ministerium des Innern hat nach derD. Ztg." unterm 6. August 1903 den dem Hessischen Landesverem vom Roten Kreuz angegliederten Santtätskolonnen unter denselben Be- | dingungen wie jenem die Erlaubnis erteilt, das in der Genfer Konvention zum Reutralitätszeichen erklärte Rote Kreuz aus weißem Grunde, sowie die WorteRotes Kreuz" zur Be­zeichnung der Kolonnen zu gebrauchen. Es sind dies die Sanitätskolonnen: Darmstadt (mit Zweigkolonne Roßdorf), Ostenbach (Freiwilliges Turner-Sanitäts-Korps), Bad Nau­heim, Mainz (Freiwillige Feuerwehr), Bingen, Büdesheim in Rheinhessen, Worms, Butzbach (Kriegerverem), Mainz (Beteranenverein und Kriegerverein), Alzey (Kriegerverein),

Oppenheim (Kriegerverein).

§ Butzbach, 19. Aug, Der hiesige Stations­assistent Decker ist mit Wirkung vom 1. Septetnber in gleicher Eigenschaft nach Bürbach (Reg.-Bez. Trier) ver­setzt worden. Der hiesige Turnverein wird eben­falls das Feldbergsest am nächsten Sonntag besuchen. Lackierer Wilhelm Hasselbach verkaufte seine m der Färbaasse stehende Hoftaite zu 15 500 Mk. an Glasermerster John hier. Für das Jahr 1903/04 sind in Butzbach I 36100 Mk. Kommunalsteuern zu bezahlen.

ß G a m b a ch, 20. Aug. Bor gercrde 200 Jahren wurde Der Bau unserer Kir ch e vollendet; die gegenwärtige schöne Orgel ist vor 50 Jahren gebaut worden. Unlängst sind es auch 30 Jahre gewesen, daß unser Flecken von einer Feuersbrunst heimgesucht worden; etwa 90 Gebäude thft. Stallungen sielen großenteils dem Elemente zum Opfer, und eine Anzahl Haustiere nebst Geflügel Dei>| brannten mit. ,

)( Ruppertenrod, 19. Aug. Ein elfjähriger Knabe' bestieg hier einen Kirschbaum von ansehnlicher Höhe, dessen Aeste durch das Regenwetter schlüpfrig geworden waren. Ter Junge glitt aus und stürzte herab auf einen Holzhausen, der neben dem Garten sich befand. Da er mit dem Kopfe auflchlug, so trug er eine Gehirner-

Uebungsplatze bei. P1 .' <

ri Marburg, 19. Aug. Der Bor stand der Hand­werkskammer hat in seiner gestern in Eassel abge­haltenen Sitzung bestimmt, daß der in der Vollversammlung vom 28. und 29. Juli beschlossene Vertretertag sämt­licher Innungen und Gewerbevererne des Bezirks der Easieler Handwerkskammer am Sonntag, den 20. iLeptemver, hier ur Marburg statt findet.

- Berlin, 19. Aug. Zwei junge Angestellte einer hie­sigen Bank sind wegen Unterschlagung von mehr als 40000 Mark verhaftet worden. Etwa die Halste des Geldes wurde noch in ihrem Besitz gefunden und der ge­schädigten Bank wieder zugestellt. Die andere Halste hatten sie in leichtsinniger Gesellschaft durchgebracht.

* All en st ein, 19. Aug. Gestern abeno 8 Uhr fand im hiesigen Sradtwalde ein Duell zwischen dem Leutnant Kavser und dem Leutnant Klauenfiugel vom 73. Feld- Artillerie-Regiment statt. Kayser wurde s chwer ver­wundet in seine Wohnung gebracht. Ur.ache des ^^lls war ein Streit im Kasino anläßlich der Ab,chredsserer

schütterung davon. .

)( Ober-Ohmen, 19. Aug. Zwei kleine Kinder im Alter von 4 und 5 Jahren gerieten auf den Einfall, ein Feuerchen zu machen. Sie wählten zu diesem Zwecke die allergefährlichste Stelle, die Scheuertenne. Während die Mutter mit der Ernte int Felde beschäftigt war, trugen! sie zwei Bündel Stroh zusammen und zündeten sie an. Bald standen nicht nur diese, sondern die ganze Scheuer in Flammen. Sie brannte volstlandig nieder, und nur dem tapferen Eingreifen der Feuerwehr ist es zu danken, daß weiteres Unheil abgewandt wurde. Kaum hatte die Feuerwehr den Brand gelöscht, so rief sie ein Kamin-' brand nach einem anderen Teile des Orres. Dieser Brand wurde im Keime erstickt. - Ein 17 jähriger Bursche von hier war vor wenigen Tagen mit anderen Arbeitern zur Dreschmaschine in die Wetterau gegangen. Jetzt erhielten seine Eltern die traurige Nachricht, day er bei den Ma-

** Personalien. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben den Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Lauter-! bach Philipp Hill unter Anerkennung seiner treuen Dienste auf fern Nachsuchen in den Ruhestand versetzt. Dem Orts­gerichtsmann Johannes Daum III. in Neutsch wurde das Allgemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür langjährige treue Dienste" verliehen. Arn 15. August d. Js. wurde der Gefangenaufseher am Provinzialarresthaus in Mainz Jakob Neuroth seines Dienstes entlassen. Ernannt wurde der Gerichtsschreibergehilfe Peter Ketterle in Mainz zum Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgerichts Mainz. Dem Forstwart der Forstwartei Kühkopf, Förster Karl Damm zu Forsthaus Kühkopf, wurde aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand das L-ilberne Kreuz des Ver­dienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.

** Landwirtschaftliche Ausstellung, Abt. VII., Bienenzucht. Entgegen der früher gebrachten Mitteilung, daß die Honigausstellung und Hauptversammlung des Ober- hessischen Bienenzüchtervereins in der Restauration zurGer­mania" stattfinde, wird uns nun geschrieben, daß die Aus-' stellung von Homg, Lehrmitteln der Bienenzucht und Geräten in einem eigens dazu errichteten Gebäude nächst der Festhalle auf der unteren Seite des Triebweges stattsindet. Der Stand für lebende Bienen befindet sich nahe dabei im Garten der Liebigshöhe". Die Flugrichtung der Bienen geht nach dem Wiesental. Die Hauptversammlung findet Freitag den 11. September, vormittags halb 11 Uhr, im großen Saale der Restauration zurLiebigshöhe" statt. Daran wird sich ebenda für die Teilnehmer an der Hauptversammlung em

Ein preisgekrönter Liebesbrief. In Mil­waukee wurde kürzlich, vermutlich von einer Zeitung, ein Preis für den besten Liebesbrief ausgeschrieben, und Fräulein Anna Evans ungenannten Alters hat den Preis, 10 Dollar erhalten. Ob sie den Brief eigens zu dem Zweck aufgesetzt oder aus ihrer Sammlung zurückerstatteter Korrespondenzen ausgelesen hat, wird gleichfalls nicht bekannt gegeben. Uebrigens ist der Bries sehr hübsch und gedankenvoll, wenn les auch auffällt, daß die Schreiberin sich durchaus als Geber, nicht als Empfänger fühlt, und was könnte charakteristischer sein für die junge Amerikanerin l Hier ist das Briefchen: Liebes Herz! Mein erster Liebesbrief was soll ich Dir sagen? Was anders als daß ich heute abend reich bin, reich an dem Ueberfluß des Weibes, der Freude am Geben. Allen Frohsinn der Kinderjahre, des Mädchens zartes heimliches Träumen von dem sich entfaltenden Mysterium des Lebens, die ganze Opferkraft des Weibes münze ich m das neue glänzende Gold meiner Liebe, aus Bergestiefen, die nur Du erraten und ergründet hast und ich gebe es nicht verschwen­derisch, sondern mit eifersüchtiger Sorge, daß jedes Stück seiner Kostbarkeit unberührt zu Dir gelangt. Ja, ich bin 'eifersüchtig, nicht auf Deine Liebe zu mir, sondern auf meine Liebe für Dich. Denn so unaussprechlich teuer mir Deine Liebe zu mir ist, so ist doch dies mein Leben, nämlich meine Liebe zu Dir. Sie muß wohl Gottes große Gabe an das Weib sein, und selbst diese gebe ich Dir hin. Gute Nacht!"

* Ein Schwabenstreich. In einem Hotel eines württembergischen Städtchens hart an der bayerischen Grenze logierten dieser Tage zwei Münchener Herren. Nachts ge­rieten mehrere Holzbalken des Zimmerbodens infolge eines nahegelegenen Kamins ins Glühen. Die Zimmerbewohner alarmierten sofort Polizei und Feuerwehr, worauf ein Polizist und ein Feuerwehrmann in Zivil erschienen und sich die Sache ansahen. Der Polizist erklärte trocken, nachdem er sah, daß die Balkenerst" glimmten:Dös müssat ihr selba macha, da krieget ihr kom Hydranta", während der I Feuerwehrmann meinte:D' Fuirwehr femmet erscht, wenn d' Flamma rausschlaga!" Nun machten sich die Hotelgäste selbst im Verein mit den Hotelangestellten an die Arbeit und I entfernten die glimmenden Balken, was nach mehrstündiger

für einen Hauptmann. r. , kl

London, 19. Aug. Aus der hiesigen U n t e r g r u n d- bahn geriet gestern ein Wagen dadurch m Brand daß mehrere Eijenstübe, welche sich losgelost hatten, mit der Stromschiene in Berührung kamen und' dadurch rod- glühend wurden. Die Passagiere verließen in panikartigem Schrecken den Wagen. Das Feuer wurde jedoch bald ge­löscht. Seit der Katastrophe in Paris fiiw bte Ei ii nah men der hiesigen Untergrundbahn in em er Woche um mehr als 1000 Pfund zurückgegangen.

* Paris, 19. Aug. Die großen Fichtenwald- mn gen im Departement Var stehen seit zwei Tagen m Flammen. Der Schaden ist ungeheuer. Funken auv einer Lokomotive sollen den Brand verursacht haben.

* P a r i s, 18. Aug. Die Kampagne gegen die t a d b bahn-Geell schäft wird von einigen Zeitungen mit aroßer Energie fortgeführt, weil es bis jetzt den Anschein hat, daß die zuerp erhobenen und von den Behörden unterstützten Forderungen von durchgreifenden Maßregeln I Aur Sicherung des Betriebes nur teilweise durchgefuhrt werden dürften. Alles was zu kostffiietig erscheint, wie Anlagen von Treppen und Ausgängen nack) beroen Richt­ungen der Bahnhöfe, Einführung neuer eiserner Motor­wagen ohne Personenabteile, Herstellung von asphaltier­ten Stegen längs des Bahnkörpers usw., ist vorläufig aus dem Programme der Stadtbahnreformen gestrichen worden. Die einzige, durchgreifende Aenderung, auf die I seitens der Behörden bestanden wird, ist die Sonderung der elektrischen Beleuchtung der Tunnels von der Trieb­kraft Die sonstigen Bestimmungen, die spätestens binnen vierzehn Tagen in Kraft treten sollen, wie Alarmglocken für die Zugführer dürften kaum das Vertrauen des Publi­kums zu der Untergrundbahn heben. Allerdings sind das alles nur vorläufige Maßregeln und man verspricht, der Gesellschaft noch viel strengere Bedingungen, besonders bezüglich des Materials und der Beaufsichtigung aufzu- I erlegen, aber man müsse ihr dazu etwas Zeit lassen. Die Action" behauptet, daß diese außerordentliche Milde ge­genüber der Stadtbahngesellschaft sich daraus erkläre, daß der Hauptniacher, der belgische Finanzmann Empam sich der besonderen Protektion seines Herrschers erfteue. Daß das Stadtbahnmaterial zttsvielen Aussetzungen Veranlassung bietet, wird durch leider nur zu häufige Betriebsschaden auch nach der Katastrophe bestätigt. Seit dieser sind näm­lich bereits dreimal so defekte Motorwagen Zugen nut- gegeben worden, daß mitten in der Fahrt Stockungen ent­standen und das Publikum durch Feueralarme m den größten Schrecken versetzt wurde. Am Sonntag mußten sogar zwei'Züge hinter einander wegen schadhafter Mo­toren ganz ausgeschaltet werden.

* Cherbourg, 19. Aug. An der Küste herrscht ein furchtbarer Sturm. Mehrere Schiffsunfälle wurden bereits signalisiert.

noch gar- nicht besuchtet gewesen, die Jammer haben aber angefangen, einige Leuchttürnre zu bauen. Die GerüäM, daß Korea sich eine Flotte anschaften wolle sind unsinnig, sie sind nur daraus entstanden, daß der Kaiser neuerdings ein altes Scksisi gekauft, es wie em Kriegsschiff hat anstteichen lassen, und daß dasselbe ^etzt zum Salu­tieren gebraucht wird.

} Wegen Zusatzes von Stärkemehl zu Wurst tauben m 2 Fällen Verurteilungen statt. Wegen Verkaufes von ranziger Buller trat in einem Falle Bestrafung ein; desgl. wegen Ver­wendung von Konfervenjalz bei der Wurstiabrikanon.

lieber den Ausgang der von dem Untersuchungsamt aus­gesprochenen Beanstandungen wird uns in der Regel nur in den Fallen etwas bekannt, in welchen der Berichterstatter als Experte bei Gericht persönlich zugezogen wird. Es wäre im Interesse der I 'Sache sehr wünschenswert, daß dem Unterjuchungsamte seitens derjenigen Behörde, welche die etwaige Strafverfolgung veranlaßt, dezw. eine solche nicht veranlaßt, m jedem einzelnen Falle in Bezug darauf Mitteilung gemacht würde.

Außer durch die angeführten Untersuchungen war das Unter» siichungsamt m Anspruch genommen durch Abgabe einer Anzahl größerer und kleinerer Gutachten, durch eine Reihe von gerichtlichen Terminen unt) öon örtlichen Besichtigungen, durch die mit der Ausführung der regelmäßigen Kontrolle der Nahrungsmittel, Genußmittel und Gebrauchsgegenstände oer- bunbenen Amtshanblungen sowie burch einen lebhaften nuinb» lidjen unb schriftlichen Verkehr mit ben Behörben und Privaten.

In dem Bericht wirb durch eine Reche von Gründen als dringendes Bedürfnis bezeichnet, daß im Interesse einer gedeihlichen Weiterentwickelung des Untersuch- ii n g 5 a nt t e § tunlichst bald wesentlich größere Räume für die I Unterkunft desselben gewonnen werden.

Wie in früheren Jahren, so fand auch im letztverflosienen eine I chemische unb bakteriologische Untersuchung bes Wassers' sowohl aus ber neueren, wie auef) ber älteren Wasserversorgungs-! anlage ber Stabt Gießen, ersteres aus den Quellen zu Queckborn, letzteres aus ben Quellen bei Großen-Buseck stammend, statt. Aus einem Vergleiche der Resultate der letztjährigen Untersuchung des I Wassers mit denjenigen der vorjährigen ergiebt sich, daß die I chemische Zusammensetzung des von den Queckborner Quellen ge­lieferten Wassers in beiden Jahren im wesentlichen die gleiche ist. Es ist dasselbe daher auch dieses Mal wieder als von großer Reinheit im hygienischen Sinne und als vortrefflich geeignet zur Versorgung mit Genuß- und Hausgebrauchswafser, wie auch für . I technische Zwecke zu bezeichnen.

Ter uns vorliegende Jahresbericht des Untersuchungsamtes beweist, daß das Institut auch im letzten Jahre hervorragend von Privaien benutzt worben ist; es sei deshalb allen, die Bedenken hinsichtlich der Verwendung von Nahrungs-, Genußmitteln und GebrauchSgegenstänben haben, empfohlen, solche durch bas Unter- suchungsamt auf ihre Unschäblichkeit prüfen zu lassen.

. , . . . .r_x_. cLftfWnfirt fliffierwlfehtne verun glückt und an den Folgen der erhaltenen!

trieben, dagegen nimmt die lapanischr ^>cknfsahrt ISripfvmmen gestorben fei

--deutlich 5u:_®te »Ife»KI Äs d/m B?3e13fietj, 19. Aug Dw Wetter- reael treibt die Eiche vor der Esche" halt der Sommer aroße Wäsche"', welche Erscheinung in diesem Frühlinge aus- trat, bewahrheitet sich vollauf. Wie der Julr ve^egnete so verrecrnet auch der August. Dadurch ist das Ernte- wette r^recht schlecht. Tros-dem gelang es, das Korn »rem- lich gut in die Scheuern zu bringen. Da es überreif ge-^ worden, fiel es viel aus. Auch beim Weizen, dessen Ernt Zurzeit stattfindet, wird vrel über Ausfall geklagt. Gerste und Hafer sind größtenteils noch nicht reis, der Wetterau nähert man sich indessen schon ,dem ^de der Ernte. Dort brummen bereits die DreschmasckMcn, während sie bei uns noch ruhen. Der erste Ausdrusch bey Korns ist recht zu- '"»ÄH, 19. 6«. S»mgt. t>*il d.r

Großherzoq wohnten heute vormittag der Besichtigung im ! Schießen berReserve-Felb-Artillerie-i)lbteilung durch ben kommanbierenben General auf dem -L-ruppen-

Der Plan der Grünbung einer Universität in Trans­vaal, der zuerst anläßlich ber Reise Chamberlains burch die neuen Kolonien" austauchte unb in bemKolonialmimster einen warmen Befürworter fand, bürste bemnächsl verwirklichl werben. Die Kommission zur Vorbereitung eines solchen^ Unternehmens hat ihre Arbeiten beendet unb die Resultate in einem ausführlichen Bericht niedergelegt. Es wirb barm bie Erwerbung bes nötigen Grunb unb Bobens aus eng­lischen Staatsmitteln vorgeschlagen, wobei allerbings noch zu ergänzen ist, ob die Gelber von ber Abminislration ber neuen Provinzen ober von ber Regierung des Mutterlandes kommen sollen. In dem Lehrplan der zu gründenden Uni­versität soll natürlich bie technische Erziehung vor allem einen hervorragenben Platz einnehmen, unb man verspricht sich von biejem Arrangement außerorbentlich viel, wenn man sich auch ganz klar barüber ist, baß bie Früchte der Tätig- ____ ---- --------------- : i

feit her neuen Lehranstalt erst nach vielen Jahren geerntet Ztnter^uchuvgsamt j»k Olt ^rovlNj

werden können. Die Kommission legt in ihrem Bericht ganz HveryefftN.

besonders Wert darauf, daß die Universität so gelegen fern bem nahre igo2/O3 wurden im Untersuchungsamie im

soll daß sie von den Städten Johannesburg und ^prcioria, I VON Behörben 955, VON Privaten 9925, zusammen 10880,

sowie von dem Randgebiete au5 leicht erreichbar ist. Untersuchungen ausgesührt. U'"^ucht wui»en solgende Oegen-

stände m der habet angegebenen 3abl. Slbroa fer 8, JJter W, Branntwein 1, Brot und Backwaren 1, Buchsenfletsch 2, Butter 63, bickwrien 2 Erze 6, Essig 100, Farben 2, Flupwaßer 3, Futter- mÄel 8, Fruchtgelees 5, Gettchtliche Objekte 6, Gewürze 105, Gummibälle unb Gummi puppen 36, Hackfleisch^, Kaje 2, Kakao 6, Kautschukmunbstücke für Saugflajchen unb Warzenhutchen 24, Kinbermehl 1, Kohlensäure, flüssige 1, Konbilorelwaren 12, Kuchen­geschirr 21, Leichenteile, menschliche 2, Leinöl 1, SDlargarme 12, Mebikamente 1, Mehl 17, Milch 92, Milch, Stallproben 6, Mi ch für Alolkereizwecke 9767, Milch, Buttermilch 1, Milch, Magermilch 3 Mineralien 1, Mineralwasser, künstliches 7, Mineralwasser, na­türliches 3, Mörtel 3, Palmin 3, Petroleum 106, Physiologische Objekte 2, Rahm für Molkereizwecke 30, Rauchfleisch 1, Rubsamen 2 Schweinefett 13, Seife 1, Seifenpulver 2, Setfenunkerlauge 8, ouielwarenö, Tapeten unbBuntpapiere, Btlberbücher94, Terpentinöl 1 Tierleichen 2, Wasser für Genuß- unb Hausgebrauchszwecke 92, Wasser' für technische Zwecke 5, Wein 65, Würste 78, Zimigerate 4,

Arbeit auch gelang.

* Gegen bie Langweiligkeit der geraden Häuserreihen wendet sich die Münchener Architekten^ schäft in einer Eingabe an die zuständige Behörde. Schnur­gerade Straßen wird man so wie so in München nicht mehr anlegen, aber in dieser Eingabe wiro nach einem Berichte von H. A. Waldner in derBauhütte" aua) entpfohlen, die Baulinie nicht mehr genau parallel mit der Straßenrands zu führen, sondern ihr ein eigenes Leben zu. gönnen. Mn Rücksicht aus die Straßenbreite ist es häufig unnrögllch die Giebel und Erker des Hauses durch Hochfüyrnng trastlg ! zu betonen. Dachneigungen über 50 Grad, die für oa» deutsche Haus gerade kennzeichnend sind, können evensa u aus diesem Grunde oft nicht gewählt werden, wiro nm in der Eingabe angeregt, ziva, eine Minoestbrene oe Straßen sestzusetzen, Die für Verkehrsstraßen ko Meter, fu Wohnstraßen 10 Meter betragen soll, aber den cipüna Platzbesitzer, der an der Straße bauen will, nicht unbeotng