Rom, 20. Aug. Der
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Für die Redaktion: I. V. August Götz.
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Telephonischer Kursbericht*
4% Oesterr. Goldrente .
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italienische Geschw a der habe Befehl erhalten, sich in Port Augusta zu konzentrieren, um nach dem Orient ab-
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372% 3% 3V,% 3% 37r% »7.%
4*/Oesterr. Silberrente 100.40 4% Ungar. Goldrente . . 100.45
Reichsanleihe do.
Konsols . do . .
Hessen Oberhessen
gegriffen, erwarte aber auch, daß das Parlament nicht in seine Rechte eingreife.
Lemberg, 20. Aug. Seit einigen Tagen herrscht unter den Kindern eine Scharlach-Epidemie. Die
trotzalledem faßten die Gerichte keinen Verdacht und fuhren fort, ihr Urteil in dem langwierigen Prozeß der Humberts« zu stellen und alle die Berufungen in allen Instanzen zu verhandeln. Die Staatsanwälte hatten aber jederzeit das Recht und die Mittel, Nachforschungen anzustellen. Darum
Kinder-Hospitale sind so überfüllt, daß Baracken eingerichtet werden mußten.
103.10
49.40
30.40
34 75
128.20
44.00
41.20
handeire we^en Leerung von 1 Million Tonnen Dampfer- kohlen, die aus versch^eoene Marinestattonen gelegt werden sollen, besonders auf Gibraltar und Malta. Rußland verlangt annähernd die gleichen Mengen wie die britische Admiralität. Eine engliseye Firma allein hat soeben mit russischen Agenten einen Vertrag über Lieferung von y4 Million Tonnen abgeschlossen und hat bereits begonnen, den Vertrag bei beschleunigter Lieferung auszusühren. Türkische Agenten machen ebenfalls umfangrech-- Kohlen- täuse und erkundigen sich bei den Händlern nach den Preisen für weitere Bestellungen.
sich durch ihre Winkelzüge nicht täuschen ließ und durch rhre Verurteilung dem Recht, der Wahrheit und der Gerechtigkeit, die die Angeklagten solange mißachtet haben, den Sieg sichern. Dem Staatsanwalt wurde am Schlüsse seiner Rede von den Zuschauern Beifall gespendet. Dann wurde die Sitzung unterbrochen.
Bei der Wiederaufnahme ergreift Labori das Wort. Unter Totenstille begann er sein Plaidoyer, über das im voraus.schon so viel geredet worden war, da niemand sich vorstellen konnte, welchen Standpunkt der berühmte Anwalt in der Heiklen Affäre einnehmen werde und er durch sein Schweigen bereits die Erzählungen der Therese Humbert von ihrem fürchterlichen Geheimnis halb bestätigt hatte. Labori spricht sich zunächst über dies Geheimnis aus. Er sagt, wenn Therese ihm auch ihr „grausames Geheimnis" verraten habe, so könne er doch keine Garantie für die Wahrheit ihrer Aussagen übernehmen, da er absolut keine Zeit hatte, sie zu prüfen. Er selbst könne das Geheimnis jetzt noch nicht verraten, da Therese selbst sich den Zeitpunkt Vorbehalten habe, an dem sie sprechen wolle. Labori fährt dann fort: „Man kann die
Belgrad, 20. August. Nachdem in der letzten Zeit in zahlreichen Städten Serbiens Versammlungen stattgefunden haben, in welchen gegen die türkischen Ausschreitungen gegen die in Mazedonien lebenden Serben protestiert und die Bildung einer Freischaar beschlossen wurde, erhob der türkische Gesandte bei der Regierung gegen diese Versammlungen Beschwerde. Die Regierung erklärte Alles zu tun, um einen eventuellen Uebertritt von neuen Banden zu verhindern, die Versammlungen selbst könnten jedoch nicht verboten werden.
Sofia, 20. August. Wie in mazedonischen Kreisen ver- lautet, haben die bedeutendsten Führer der Aufständischen in einer kürzlichen Beratung beschlossen, einen ent- scheidendenAngriff gegen Monastir Kossowo und Saloniki zu unternehmen.
Petersburg, 20. Aug. In hiesigen diplomatischen Kreisen vertritt man die Ansicht, daß es der Türkei beim besten Willen nicht gelingen werde, d en Auf- stand in Macedonien zu unterdrücken. Es werde nichts anderes übrig bleiben, als daß Oesterreich-Ungarn, welches seit Jahren alle Vorbereitungen zu einem Vormarsch von Bosnien oder der Herzegowina aus getroffen hat, eine militärische Intervention zur Herstellung geordneter Verhältnisse unternimmt.
Petersburg, 20. Aug. Die Lage in Persien ist ernst. Es herrscht eine förmliche Anarchie. Selbst in der Hauptstadt Teheran gährt es bedenklich. Die vom Schah anbefohlene Mobilisierung von 30 000 Mann konnte wegen Geldmangel nicht ausgesührt werden. Die Truppen weigern sich, zu marschieren, weit der Sold seit Jahren rückständig ift.
San Sebastian, 20. Aug. Die Konferenz zwischen Villaverde, Castillos und Cambon betraf den spanisch-französischen Handelsvertrag.
New-Port, 20. Aug. Nach der Mitteilung der Ablehnung des Panama-Vertrages seitens des kolumbischen Senats sind dietelegraphischenVerbindungen zwischen Kolumbien und den Vereinigten Staaten unterbrochen.
* New-Dork, 19. Aug. Der Mexikaner Alvarado ist gestorben. Er hinterläßt 7 0 Millionen Dollar.
3% Mexikaner . . 4%% Chinesen Electric, bohuckert . . Nordd. Lloyd . .
Kreditaktien . . .
Diskonto-Kominandit. .
Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . . Berliner Haudelsges. Oesterr. Staatsbahn . . Lombarden . . . . Gottharubahn .... Laurahütte.....
Bochum ... ...
Harpenor ....
Tendenz: matt.
Ier Kumöcrt-Arozetz
geht (einem Enda entgegen. Die Verhandlung wurde Mittwoch mittag unter großem Andrang des Publikums mit der Fortsetzung der Anklagerede des Gen er al an- walts Blondel wieder ausgenommen. Er führt aus, Romain und Emil Taurignae hatten in Bayonne für die Crawfords in Prokura.gezeichnet und damit die Fälschung begangen. Er geht dann die verschiedenen Kategorien von Personen durch, die den Humberts Geld geliehen haben. Er bemerkt, diese haben nicht geklagt, weil sie sich nicht als Düpierte bekennen wollten. Redner geht dann zu der Gaunerei über, welche die Angeklagten mit der Rente viagere vollführt haben. Er behandelt die Rolle der einzelnen Angeklagten dabei und ihre Verantwortlichkeit. Blondel weist auf die Hauptrollen hin, die Therese und Frederie spielten. Dieser legte den Grund zu der ungeheuren Betrügerei. Therese suchte mit allen Mitteln sehr reich zu werden. Beide bildeten mit Romain und Crmilc Taurignae ein Räuberunternehmen. Blondel faßte dann das dreifache Vergehen der Humberts vom moralischen, sozialen und materiellen Stunopunkt zusammen. Ter der öffentlichen Moral zugesügte Schaven bestehe in der schweren Verletzung der Justiz durch 17 Jahre Prozeßführung zu gunsten einer nicht existierenden Partei Die Geschworenen würden ihre soziale Ausgabe mit Verständnis und Festigkeit erfüllen; sie würden den Angeklagten zeigen, daß das Pariser Gericht
Neueste Meldiulgeu.
Origirraldrahtmeldurrgen des Gießener Anzeigers.
Berlin, 20. Aug. Zu den deutschen Herbstmanöver n hat der Kaiser nach einer Meldung der „Westminster Gazette" den Herzog von T o ck, Major im ersten englischen Life Guards Regiment eingeladen und König Eduard hat seine Zustimmung zu dem Besuch erteilt.
Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
1903.
. 26.55 . 92.10 . 94.50 . 9975 . 203.00 . 185.60 . 135.50 . 146.10 . 151.90 . 139.00 . 16.40 . 190.00 . 223J>0 . 180.50 . 178.50
Schiffsvachrichten.
Red Star Linie.
Ter Postdampfer „Vaderland" der Red Star Linie in Antwerpen^ ist laut Telegramm am 17. August wohlbehalten in New- York angekommen.
. 101.70 . 90.00 . 101.25 . 89.95 . 100.40 . 99.20
. 102.70
Messagero^ berichtet, das
waren auch alle Advokaten der Humberts berechtigt, an die Aufrichtigkeit ihrer Klienten zu glauben. I Labori philosophische Betrachtungen über den Verfall der - -
Sitten einfließen läßt, will er beweisen, daß das Verbrechen daß Kaiser Franz Josef sich entschlossen habe, die der Fälschung nicht existiere. Andererseits gehöre das Delikt rneisten Forderungender Ungarn zu erfüllen bis auf des Betrugs nicht vor das Schwurgericht- Er sagt, er zwei, ber denen er in keinem Falle nachgeben wlll. Es ist selbst glaube an das Geheimnis der Therese dies die ungarische Kommandosprache, weil durch die Auf- Humbert und fragt sich, ob nicht selbst der jetzige Prozeß Hebung der einheitlichen Kommandosprache der Verband der nur eine Phase des Kampfes darstelle, den die Humberts Armee gelöst werde. Weiter wird der Kaiser zu einer gegen die unbekannten Gegner führen mögen, ob diese nun Aenderung der Embleme der Armee, Fahnen usw. seine Crawford heißen oder nicht. Die mit aller oratorischen.Zustimmung nicht geben. Der Kaiser soll geäußert haben, Kunst vorgetragene Rede Laboris verfehlt ihre Wirkung er habe nie in die Rechte des ungarischen Parlaments ein- aufs Auditorium nicht, doch fühlt man, daß er selbst die Hohlheit seiner Beweisführung empfindet und mit Bewußtsein die Taktik adoptiert, die Frau Therese Humbert bisher beobachtet hat. Labori wird das Plaidoyer Donnerstag fortsetzen.
ganze Erbschaftsgeschichte nicht für einen völlig frei erfundenen Schwindel halten, denn um sie in allen Stücken zu erfinden, dazu gehört die Phantasie eines Balzac."
Der Staatsanwalt fragte heute sehr großmütig nach den Vergehen, die die Humberts begangen haben sollen. Tie Richter fragten während der Verhandlungen stets nachdem Verbleib der Millionen und der Crawfords. Madame Humbert ihrerseits behauptet stets, daß die Millionen und die Crawfords existieren. Es ist nicht ihre Sache, die Existenz derselben zu beweisen. Es ist hingegen wohl die Sache des Staatsanwalts, zu beweisen, daß diese nicht existieren. Labori führt dann weiter aus, die Justizbehörden hätten kein Recht, jetzt so hochmütig nach den Millionen zu fragen, an welche er selbst seit 20 Jahren geglaubt hätte, denn in der Tat sei an der Wahrheit der Erbschaftsgeschichte schon viel früher gezweifelt worden. Im Jahre 1895 führte eine Pariser Zeitung eine heftige Campagne gegen die Humberts. Im Jahre 1898 sprach Waldeck-Rousseau das berühmte Wort von der größten Shwindelei des Jahrhunderts, aber
London, 20. Aug. Die Morgenblätter widmen den Vorgängen in Mazedonien spaltenlange Artikel. Die ministerielle Presse empsiehlt, die Ereignisse abzuwarten, die liberalen Blätter dagegen verlangen em sofortiges Eingreifen Englands und der übrigen Mächte.
London, 20. Aug. „Daily Chronicle" meldet: Der kommandierende Admiral des Mittelmeer-Geschwaders, Compton Domoile, erhielt von den Marinebehörden in Downingstreet wichtige Befehle und beorderte daraufhin einige Schiffe in die Nähe von Sal oniki ab.
L. London, 20. Aug. England, Rußland und die Türkei bereiten sich der „Daily Mail" zufolge durch Anhäufen großer Vorräte von Wales ko y len auf polirsia/e Möglichkeiten vor. Tie britische Admiralität unter*
4U/V Italien. Rente . .
4'',56 Portugiesen . .
,0/ Portugiesen. . . .
1% C. Tilrkeu . , .
Türkenlose.....
4% Uriech. Monopol.-Anl. 4‘/,% äussere Argentiner
Frankfurt a. 16., 20. August
Paris, 19. Aug. Die Beamten und Arbeiter der Stadtbahn nahmen abends in einer Versammlung eine Tagesordnung an, wo die Gesellschaft für das kürzlich erfolgte Eisenbahnunglück verantwortlich gemacht wird und Aenderungen hinsichtlich des Materials und Personals verlangt werden. Ferner wird darin den Polizeibeamten des Seinedepartements allzu große Gefälligkeit gegen die Gesellschaft vorgeworfen und ihre Ersetzung durch andere gefordert.
Paris, 20. Aug. „Lanterne" glaubt heute mitteilen zu können, der Name, welchen Frau Humbert augeben wolle und der, wie Labori andeutete, das Herz eines jeden Franzosen aufs tiefste erschüttern werde, sei derjenige Bazaines.
Kunst und Wissenschaft.
Lacote-St. Andre, 19. Aug. Kapellmeister Weingartner legte im Auftrage der Musiker Deutschlands im Geburtshause Berlioz's einen Kram nieder. Weingartner wurde dabei der Gegenstand herzlicher Ehrungen. Abends wurde ihm von der Bevölkerung ein Fackelzua dargebracht.
Indem dann Zudampfen.
" " " ' _ ^en, 20. Aug. In unterrichteten Kreisen verlautet.
im „Grund", ging zum Preise von 40 000 Mk. in den Besitz des Herrn David Duchardt (im städtischen Weinhaus) über.
g. Romrod, 19. Aug. Se. Königl. Hoheit der Groß- yerzog von Hessen hat vor kurzem bei seinem Aufenthalt auf dem hiesigen Jagdschloß von einem hiesigen Einwohner verschiedene, aus dem Freiherrlich Bieberauschen Nachlaß stammende Altertümer (ein kupferner Schwenkkübel und mehrere alte Leuchter) im Wert von 80 Mk. entgegengenommen. Die genannten Altertümer werden im hiesigen Schlosse aufbewahrt. — Bei den Erd arbeiten, die man vor einiger Zeit bei der Erweiterung des hiesigen Schloßparkes vorgenommen hat, ist eine altertümliche Tafel gesunden worden, die eine Inschrift und ein Bild trägt, welche das Gleichnis vom verlorenen Sohn zu behandeln scheinen. Die jedenfalls zu einem Ofen gehörende Platte ist im hiesigen, Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog gehörigen Schlosse ausgestellt uno kann von jedermu.m besichtigt werden.
E.B. Darmstadt, 20. Aug. (Originaltelegramm des Gieß. Anz.) Der Großherzog hat den Seniorchef des Gräflichen Hauses Erbach-Schönberg anläßlich seines 40jährigen Besitzes der StandeF- herrschaft in den erblichen Fürstenstand erhoben. — Erbach-Schönberg ist bekanntlich die jüngste Linie des Hauses Erbach; die mittlere Linie ist Erbach-Erbach und die ältere Erbach-Fürstenau. Es ist seit langer Zeit das erste Mal, daß im Großherzogtum Hessen eine solche Auszeichnung verliehen wird. Unseres Wissens ist nur unter der Regierung des Großherzogs Ludwig II. der Graf Psenburg- Büdingen mit der erblichen Fürstenwürde ausgezeichnet worden.
Mainz, 19. Aug. Das Denunziantentum, das die Kellerkontrolle naturgemäß wachrufen mußte, zeitigt mitunter recht sonderbare Früchte. Vor kurzer Zeit lief bei der Staatsanwaltschaft wieder eine Anzeige ein, da^ drei Leute, deren Namen genau angegeben waren, gefälschte Weine in ihren Kellern hätten. Der staatliche Kellerkontrolleur, Herr Oekonomierat Dettweiler, erhielt deshalb! den Auftrag, die bezeichneten Kellereien zu untere suchen. Ta aber einer überhaupt keinen Keller, die anderen beiden, zwei arme Leute, noch nie einen Tropfen Wein in ihren kleinen Kellerverschlägen gehabt haben, so verlief die Untersuchung ergebnislos. Ter unbekannte Briefschrerber,. der sich somit einen recht faulen Spaß hatte machen wollen, ist noch nicht entdeckt.
Are Kundert-Jayrfeier Der Stadt Wismar.
Zu dem gestrigen Festtage, also Mittwoch, traf bald nach 10 Uhr vormittags der Großherzog ein, begleitet vom Prinzgemahl Heinrich der Niederlande und den anderen Mitgliedern der großherzoglichen Familie. Vom Bahnho^ ritten der Großherzog und die übrigen Herzöge unter Glockengeläute m feierlichein Zuge durch die Stadt nach dem Rathause, wo der erste Bürgermeister Jörges den Großherzogin einer längeren Ansprache begrüßte. Redner gedachte darin der Vergangenheit und sprach den Dank der Stadt aus für die endgültige Wiedervereinigung mit dem mecklenburgischen Hause. Er schloß mit einem Hoch auf den Großherzog und das großherzogliche Haus. Der Großherzog dankte in längerer Ansprache. Hierauf bewegte sich der feierliche Zug nach der St. Georgienkirche, wo ein Gottesdienst stattfand. Darnach nahm der Großherzog aus dem Markte die Parade ab über das dort aufgestellte zweite Bataillon des Füsilier-Regts. Nr. 90 und begab sich gegen Mittag nach dem Dampfer „Fürst Blücher", welcher eine Fahrt in die See unternahm. Um 2,15 Uhr erfolgte die Rückkehr des Großherzogs und der übrigen Fürsllichkeiten von der Seefahrt. Nachmittags um 4 Uhr bewegte sich ein imposanter Festzug der Innungen, Gewerke, Fabriken, Korporationen und Vereine über den Marktplatz, wo die Fürstlichkeiten den Zug vorbeigehen ließen, nach dem Festplatze. — Bei dem Festmahle im Audienzsaale des Rathauses hielt Bürgermeister Krull eine Rede, in der er besonders die Treue betonte, die die Wismaraner in guten und bösen Tagen, auch den Tagen der schivedischen Herrschaft bewahrt haben und auch weiter betätigen würden. Der Großherzog dankte in seiner Erwiderung für das dargebrachte Gelöbnis der Treue und brachte ein Telegramm des Königs von Schweden zur Kenntnis, worin steht, der König entbiete ihm seinen Gruß und sage, die Treue Wismars auch in schweren Zeiten sei in dankbarer Erinnerung bei dem schwedischen Volke geblieben. Der König bitte den Großherzog, den Wismaranern den wärmsten Dank zu überbringen und die Wünsche für das Weitergedeihen der Stadt. Der Großherzog fuhr fort: Auf solches Zeugnis dürfen wir stolz sein. Aber außer der Treue erwähne ich noch die nie ermüdende Tatkraft, die die Wismarer bis auf den heutigen Tag bewiesen haben. — Auf dem Festplatze hielt Senator Witte die Weiherede für den vom Großherzog gestifteten Gedenkstein, der den Namen Schwedenstein erhielt und ein Erinnerungszeichen an die Zugehörigkeit der Stadt Wismar zu Schweden und an die Hundertjahrfeier sein soll.
Universitäts-Nachrichten.
Berlin, 19. Aug. Der „Kreuz-Ztg." zufolge ist der Professor an der hiesigen Universität, Dieteriei, gestern gestorben.
Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast.
Samstag, d e n 22. A u g u st 1903.
Freitagabend 7 Uhr. Samstag Vormittag 8 Uhr.
Nachmittag 4 Uhr.
Sabbathausgang 8L0 Uhr.
Wochengottesdienst: Morgens 6.30 Uhr, abends 6.30 Uhr.
Koillltlitzk ilebnjidjt der Todesfälle in Gießen.
Monat Juli 1903.
(Einwohnerzahl: angenommen zu 26 900 (infl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 22,7, nach Abzug von 25 Ortsfremden: 11,6 °/qo.
Kinder : im vom
Lebensjahr: 2.—15. Jahr
Es starben an: Zusammen: Erwachsene i
Masern
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Im Wochenbett
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Tuberkuose der
Lungen
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Tuberkulose anderer
Organe
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Lungenentzündung
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anderen Lungen-
krankheiten
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Herzleiden
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Darmkatarrh
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Lebensschwäche
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—
Neubildungen
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Altersschwäche
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Sonst. Krankheiten
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9(7)
Verunglückung
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Selbstmord
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rötlicher Körper-
Verletzung
KD
1(D
Summe
51 (25)
32 (18)


