Aie heutige Mmmer umfaßt 8 Setten. *
Politische Wochenschau.
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ässe.
Weltreich Lobiem
Gnusteu des Frie- n Mr Festhccktnwg
Gchnlstraße 7.
ALreffe für Depeschen: Anzeiger Gießen.
Kernsprechanschluß Nr.kl.
Neöer das Aefinden des Papstes
liegen heute folgende Meldungen ans Rom vor:
Bulletin von Sonntag 9 Uhr vormittags: Die Nacht verlies ohne Schlaf und wenig ruhig. Der deprimierte trästezustand hält an. Die Atmung' ist ruhig und ober- lächlich^ '34, Puls regelnräßig, aber schwach- 98, Tem- )ieratur 36,5. Mazzoni, Lapponi. — Mwa zwei Stunden päter war in Ronr das Gerücht verbreitet, daß der Zw- tand des Papstes sehr ernst geworden sei. Der Groß- .lönitentiar Kardinal Serafino Vunuutelli und Kardinal- Lmnmerer Oreglia wurden dringlich nach dem Vatikan wrusen. Gegen 1/2 1 Uhr mittags verliehen die Kardinüle >en Vatikan.
Gestern mittag erhielten wir dann folgendes Telegramm, das wir alsbald durch Aushang bekannt gaben.
Rom, 19. Juli, 11.50 Uhr vormittags. Der Papst liegt im Sterben.
worden. Nun scheint die Frage ihrer Verwirklichung nahe zu sein. Die hessischen Finanzbeamten sprachen sich auf ihrer Hauptversammlung am 4. Mai einstimmig für die Gründung einer Beamten-Sterbekasse aus und bestimmten einige Delegierten, welche die Gründung der geplanten Kasse anbahnen ollen. Seitens dieser Herren ist nun, wie man uns miteilt, eine Denkschrift ausgearbeitet und allen Behörden und Beamtenvereinen — soweit es möglich war — unterbreitet vordem Die Kasse soll auf Gegenseitigkeit mit festen jährlichen, nach dem Alter des Eintritts berechneten Prämien und auf Dividendengenuß beruhen und sich auch auf die Eheftauen der Beamten ausdehnen. Die Versicherungsummen sollen sich zwischen 100—1500 Mk. für Männer und 100—600 Mk. für Frauen bewegen und zwar bis zu 600 Mk. ohne und über 600 Alk. mit ärztlicher Unter- uchung. Alle Mitteilungen rc. nimmt Oberrechnungsreoisor H. Erb in Darmstadt bis Ende Juli entgegen. — Die Gründung der Kasse kann begrüßt werden, und wir wünschen, daß das Unternehmen sich verwirklichen und den Beamten zum Segen gereichen möge.
jährliche Konsequenzen haben. Und niemand bürgt txafür, ß wenn die Ungarn sie haben, bald auch die Schechen,
Aus Stadt und KMd.
Gießen, 20. Juü 1903. Allgemeine hessische Beamten - Sterbe-
Vermischtes.
* Berlin, 18. Juli. In der Dessauer Straße hat eine Dame ihr neugeborenes Kind ermordet und ist nach der Tat geflüchtet. Die Täterin, die sich bisher ihrer Verhaftung noch zu entziehen verstand, ist eine 1869 in Dresden geborene Frau eines früheren Offiziers, der von ihr getrennt teils in Berlin, teils in der Provinz lebt und die Ehescheidung vor ängerer Zeit anhängig gemacht hat. Der Gatte nahm in Coblenz als Hauptmann seinen Abschied infolge von Vorgängen, die mit der Ehescheidungsaffäre in Verbindung ge- >racht werden. Die Kriminalpolizei setzt die Nachforschungen ort. Auch soll seitens der Staatsanwaltschaft ein Steckbrief gegen sie erlassen werden.
* Den Wahn, d en Kr0n prinz cn zu erdolchen, hatte ein Geisteskranker, der in Königswalde bei Landsberg an der Warthe festgenommen wurde. Er hatte erst versucht, einen Waldbrand anzulcgen, den man löschen konnte. Bald
Die Gründung einer allgemeinen hessischen Beamten- Sterbekaffe, ein Wunsch vieler Beamten, ist seit länger denn Jahresfrist in dem Verbände hessischer Finanzbeamten erörtert
mfteruuu feftfifet Und dabei mehren sich di über die Sprachverwirrung im österroiMch-m Heere, die die Kossuthisteu konsolidieren möcht Meldereiter versteht ben' anderen nicht und Su sprechen bereits geilte grundsätzlich rein Deuts hat schon M allerhand Konfusionen gefiW^ die
sein muß.
IN Bezug auf die gemeldete Besserung der kriti- /ch en Lage auf dem Balkan ist Optimismus nicht am Platze. Die Nachricht, daß die türkische Regierung Bulgarien eine besondere Verminderung der Truppen an der Grenze zugesagt habe, ist unrichtig. Die Pforte versicherte nur wie verlautet, daß sie keine außerordentliche Drup- penkonzentrierung an der Grenze durchgesührt habe oder plane So lange das Bandenunwesen nicht unterdrückt sei, müsse die Grenzbewachung im jetzigen Umfange ausrechterhalten werden. Die tatsächlich durchgeführte Verminderung der Truppen des dritten Armeekorpsbereichs Salonik beträgt vier Bataillone. Die 1 Pforte hat nämlich 16 Jlavebataillone, oder, wie sie jetzt l heißen, Rebifbataillone 2. Klasse entlassen, dagegen 12 einberufen. Nach einer Mitteilung der Pforte an die Bot- , schajter Oesterreich-Ungarns und Rußlands hat inzwischen ■ wieder einmal eine Bulgarenbande in einem Dorfe des : meises Titvesch, Vilajet Saloniki zwei Bulgaren getötet und drei Span।ec angezündet. Mit der Entlassung der in * den drei Vilajeks verhafteten Bulgaren ist aber nun doch k schon begonnen worden. Zwanzig Notabeln, welche ver- I'bannt werden sollten, sind gegen Bürgschaft und Ableistung des Treueides in Freiheit gesetzt worden.
Festigkeit an der Börse hat die Beruhigung der Lage in Ostasien hervorgerusen. Im russischen Kriegsbat zu
Kroaten, Polen ihre eigene Ärmeesprache verlangen werben.
Nicht weniger rosig sind die Aussichten des neuen griechischen Ministerrums. Es hat sich zwar anheischig gemacht, dem stürmischen Verlangen des Volkes nachzukommen und an Stelle des mißAückten ersten Vertrages ein neues Abkommen mit den Mächten Mer das Korinthen- monopol zu treffen. Der Schwierigkeiten aber sind dabei zu viele vorhanden. Will die Regierung Rallis ihrer Herr werden, "wird sie nicht umhin Wunen, deutsche und holländische Gesellschafter in das Syndikat auszunehmen, um dem Handel dreser Länder seinen berechtigten Antel an dem Korinthengeschäst zu gewährleisten.
Handels- und Zöllsragen standen endlich auch in der englischen und deutschen Presse noch im Mittelpunkt der Debatte. Der englisch-deutsche Schriftwechsel über Kanada wurde veröffentlicht, und es zeigte sich daß Deutschland dabei vorsichtig zu Werke gegangen und jedenfalls gegenüber Kanada moralisch tut vollen Rechte war. Der Streit darüber, ob Kanada und Großbritannien besondere Zollgebiete sind, .ist drüben noch uiH entschieden. Sich an Ärgland zu rächen, würde verhängnisvoll sein, da riesige Handelsinteressen allerdings nicht nur ür uns, sondern auch für England dabei auf dem Spiele tehen. Mr führten im letzten Jahre für 966 Mill. Mk. nach LnAand aus und erhielten von dort für 611 Mill. Mark. Die englische Einfuhr nach Deutschland ist dabei in den letzten Jahren ebensosehr gefallen, wie unsere Einfuhr nach England gestiegen ist Tue Diplomatie wird also weiter emsig daran arbeiten müssen, einen Ausgleich herbeizuführen, ohne daß die Interessen der beiden' großen Handeksstaaten eine tiefere Erschütterung erfahren. Das Objekt des kanadischen Handels wiegt einen englischen Zollkrieg mit Deutschland nicht auf. So wird man wohl etzt Au irgend einem vorläufigen Einvernehmen kommen, lei dem hoffentlich Deutschland für sein vertragsmäßiges Verhalten seinen Lohn sindet. Die Hauptstreitftage aber, ob die englischen Kolonien künftig mit dem Mutterlanbe einheitliche Wirtschaftsgebiete bilden sollen, darüber Werren weiter die .heftigsten Kämpfe durch das ganze britische
Dre Regungslosigkeit im inn e rpo litis cheu Leben Deutschlands hielt auch in der vergangenen Woche an. Die Bekanntmachung der Aenderftng des Mahlreale- ments zum Preußischen 'Abg e 0rdn eten hause hl^so wenig Neues gebracht, daß es sich überhaupt nicht verlohnte, sre ausführlicher zu behandeln. Etwas bedeute uugIvoller war dre feierliche Ankündigung der sächsischem Regierung, das sächsisch e La nd tags wah lr echt n eu zu gestalten. Jene Veröffentlichung in Praßen flickt einen neuen Lappen auf ein alles Kleid. Das neue Reglei- ment will das entsetzlich umständliche Wahlverfahren etwas verkürzen und dadurch ut einigen volkreichen Bezirken überhaupt erst ermöglichen. Man mag es so oder so nehmen, es paßt nicht mehr in unsere Zeit. Alle Konservierungsmittel hindern dieses veraltete System nicht an der fortschreitenden Verwesung. Hoffentlich wird, wenn man einmal an die Arbeit geht, mit dem sächsischen Wahlrecht gründlichere Auskehr gehalten. Tie sächsische Regierung hat die „ungerechten Wirkungen" des Wahlrechts eingestanden. Aber hoch konservative Elemente sind vorherrschend in Parlament und Regierung Sachsens. Klüger wäre es gewesen, vor den Wahlen mit dem Reformprogramm hervorzutreten. .Nichts hindert heute die Sozialdemokratie, sich zu rühmen, daßt sie allein damals recht gehabt, daß nur ihr Wahlsieg dem Volke die verlorenen Rechte wiedererrungen habe^ Man kann die Vorgänge in Sachsen als notwendige Folge der Industrialisierung des Landes betrachten. Sie erfordert gebieterisch eine andere Bertellung der politisches Rollen und zwar, wie auch in anderen deutschen Landen, zu gunsten der in industriellem Erwerb tätigen Kreise. Die ungeheure Vermehrung des Volksvermügens, die durch die Industrie geschaffen wird, stärkt das Selbstbewußtsein nicht nur der Arbeiter, sondern auch der Unternehmer. Und so bereitet sich denn Kn den mächtigen sächsischien Handelsund Jndustrrekreisen eine Bewegung vor, die gleich auch mit der verrosteten Organisation der ersten sächsischen Kammer auf räumen und darin dem industriellen Faktor eine erhöhte Bedeutung zugestanden wissen will.
Die politisch^ Wettexstille tu Deutschland brachte tatendurstige Berichterstatter auf den Einfalls allerhand kaiserliche Aeußernngrn zu erfinjden und damit der, offiziöseu Dem in fortwährender Tätigkeit zu
erhalten. Die pe liche Zurückhaltung des! Kaisers m Aeußerungen zu d Tagesereignissen hat den für die Politik maßgebenden Beamten ihre Arbeit wesenllich a> leichtert. Es hätte gewiß im höchsten Mäße verstimmend auf evangelische Kreise gewirkt, wenn der protestantische Kaiser als einziger Regent schon vorher angeMndigt 'hätte, er werde beim Begräbnis des Papstes in eigener Person im Gefolge der katholischen Würdenträger zu finden sein. Das Gerücht mag — was immerhin nicht genau festzustellen ist — nur aus Pie Abreise des Kaisers zur Vergnügungsfahrt nach^ Norwegen zurückzuführen sein, die in schchrem Wetter und in der Spannung begründet war, mit der man zu Anfang der letzten Woche eine in Rom unmittelbar bevorstehende Katastrophe erwarten zu müssen glaubte.
In Rom aber ringt das greise Ob er Haupt der katholischen Kirche nun fcfyon langer denn 14 Tage mit dem Tode. Die Hoffnung auf Genesung ist längst aufgegeben und doch hat der Papst in den Todesqualen, die ev auszustehen hat, noch immer lichte Augenblicke, und dieser Zustand kann noch Tage dauern. Je länger bie Krankheit des Papstes währt, um so lebhafter steigern sich die Preß- erörterungen aller Länder über seinen Nachfolger. Ram- polla wird von der deutschen Presse energisch abgelehnt. In vatikanischen Kreisen soll das seine Chancen nur erhöht haben. Wir glauben nicht daran. Die Kurie wird die wertvolle deutsche Freündschaft im eigenen Interesse nicht frivol aufs Spiel setzen in einer Lage, die schon heute deutlich erkennen läßt, daß energisches Frontmachen gegen di« französische Regierung in ihrem Kampf gegen den KlerikaliÄ- mus sicher die Signatur des kommenden Ponttsikats bilden wird. Der meist genannte Kandidat ist noch immer Gotti, selbst ein Ordenspriester, und er wird unzweifelhaft nicht vor dem Kamps mit der französischen Regierung .zurücb- schrecken, wozu ihm die deutsche Freundschaft von Wert
lauds, Japans mch Nordamerikas aus führen — aber aus diplomattschem Wege. Daß e§ ihm Ernst ist, beweist es durch den andauernden Truppentransport nach, dem fernen Osten und durch allerlei wirtschaftliche Gründungen großen StW, die der Erschließung der Bodenschätze der Mandschurei dienen sollen. Aber im Hnuptstreitpunkt, in der tzrsenfrage, ist es einen Schritt Kurückgegangen.^ Amerika verlangte wegen seiner Interessen dort am energischsteml die Handelsfreiheit in der SHandschurei und desKckb die Oesfnung mandschnrischer Häsen. Nun hat RuMmd bündig die Oeffnung zweier Häfen Mgesagh und man wird somü mit einer Art ruffischf-chinesischjer Doppelherrschaft in der Mandschurei zu rechnen haben. Inzwischen hat die asm schlechtesten in dieser Affäre weggekomnrene brittfche Vet- ttetung um Oeffnung des Hafens Wiju für den fremden Handel ersucht. Man glaubt, daß die koreanische Regierung dem Ersuchen günstig gegenübersteht. Das ist wenigstens ein lleiner Drost für das in Ostasien sonst ganz verlassene England.
Nachdem in Oesterreich die Krise beseitigt ist, beginnen sich in Urigarn die An^ichen zu mehren, daß es ttotz alles Ministerwechsels doch zu keiner geordneten! parlamentarischen Arbeit kommen wird. Die Mehrheit der Kossuthpartei spielt weiter den wilden Mann, trotz Aus- ttitts Mer Führer, die dem neuen Minister Grafen Khuen das Aufhören der Obstruktion in die Hand versprochen hatten. Äus den kräftigen Worten, die der MiTristerpräsi-- 6ent an diese rabiaten Magyaren gerichtet hat: „Soll in Ungarn denn die Minorität oder soll die Majorität herrschend hat man die versteckte Drohung der Auflösung des ungarischen Wgeordnetenhauses heraushören wollen, was während des ex-lex-Zustandes, d. h. des persönlichen Re- Eents des Kaisers in Fragen, über die die Parlamente nicht einigen konnten, angeblich gegen die ungarische fasfung wäre. Gin Sturm der Enttüstung ist von neuem gegen Khuen losgebrochen. Die Erwägung äußerster Mittel bezeugt am besten, in welcher Klemme das neue Mi-
Nr. 167
erftfrtittt is-ttch
außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem vesfischen Landwirt die Gießener Familien' blätter viermal in der Woche detgelegt.
Rotationsdruck tu Verlag der Brühlffchen Untvers.-Buch- ruÄein- druckerei (Pietsch Erben)
Die Blätter Roms veröffenttichten alsbald Souderaus- yaben mit der Nachricht einer Mtzlichen Verschlimmerung rm Befinden des Papstes. Die Herbeirufung des Großpönb terttiars und des Kardinalkämmerers, die, wenn der Papst stirbt, stets zuerst gerufen werden müsftn, rief große'Erregung hervor. Der Grotzponllenttar Serafino Vannutelli b'lleb, um für alle Fälle anwesend zu sein, im Vatikan. Rcmqwlla entschuldigte sich bei den Diplomaten, die im Vattkan erschienen, daß er sie angenbLicklich nicht empfangen Lonne, da er zu sehr in Anspruch genommen sei.
Der Beichtvater des Papstes hält sich dauernd im Vorzimmer des päpstllchen Gemaches auf. Kardinalstaatssekretär Rampotta kam zweimal aus seiner Wohnung herab, um den Papst zu besuchen.
Der Krankheitsbericht von 6 Uhr abends lautet: Der Papst verbrachte den Tag in fast ununterbrochenem schlaf- arttgen Zustande. Die Kräfte sind noch weiter herabgesetzt. Atmung 30, Puls 96, Temperatur 36,4. Mazzoni, Rossini, Lapponi.
In einer trotz Sonntags spät abends erschienenen Sonderausgabe erklärte Die „Snce della Verita", das All- gemeinbesinden des Papstes lasse die äuß erste Todesgefahr befürchten wegen des andauerrrden, Schwindens der Kräfte. M'e das Blatt weiter mitteilt, wird für Kardinal Oreglia tut ersten Stock des Vatikans diejenige Wohnung berett gemacht, die ehemals vom Kardinal Ledochowski bewohnt wurde.
Heer nnb Flotte.
Berlin, 19. Juli. Das ^Jüdische Volksbl." teilte vor einigen Wochen mit, daß ein Kornpagnieches die Annahme Zeines Commis zum Zweijährig-Freiwilligen redressierte, als er nachträglich erfuhr, daß dieser jüdischer Konfession sei. Auf eine Beschwerde hat nach dem „Jüd. Vbl." der Kriegs Minister das Verhalten des Kompagniechefs getadelt und mitgeteilt, daß er die Angelegenheit zur weiteren Veranlassung an das Generalkommando in Breslau abgegeben habe.
Paris, 18.Juli. Ueber einen Militär-Skandal (?) wird aus Lorient berichtet: Der Marineminister berief den Kommandanten des Kreuzers »Julien de la Graviäre^ nach Paris und gab ihm den Befehl, vor seiner Abreise dem gesamten Schiffs-Personal einen sechstägigen Urlaub zu geben. Ju Marinekreisen wird dieses Vorgehen des Ministers mißbilligt, da die Marinebchärde nicht um ihre Ansicht befragt worden sind, und außerdem der Mannschaft dirett eine Konzession gewähtt wurde, welche leicht weitere Forderungen nach sich ziehen könnte. Mau ist der Ansicht, daß durch derartige Maßregeln die Disziplin leide. (?)
Paris, 19. Juli. Wie verlautet, beabsichttgt der Kriegsminister, aus SparsamkeitSrücksichten die Militär-Musikkapelle des in Lorient garnisonierenden Kolonial-Attillerie-Regiments ab z u s ch a f f e n.
Zmeires Blatt. 158. Jahrgang Montag 20. Juli 1903
jflP d A Af e «ÄTÄ.
Gletzener Anzeigers Amts- uni» Anzeigeblatt für den Kreis Sichen iHSg ______________________________________ zetgenteU: Hans Beck.


