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20.6.1903 Erstes Blatt
 
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Eriche»»« »Lgltch au feer Bonn tagt.

Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Hessischen Landwirt dieitjjtntr jamlllcn* blätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotatlontonid u. Ver­lag der Brüh l'ich« Unwert Buch- u.etrl*- brudern (Putsch Erden» NedakNon. fcpebtttxxi and Druckerei:

Echulftrate 7.

Adresse für Deveschvu Anzeiger «teße».

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KrsteS Blatt. 153. Jahrgang Samstag 2v.Inn'lVV8

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Eichener Anzeiger

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Amlr- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen ZWZ

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war, bah gestern s)lad)t Wirchstüle herrschte, da im andern Falle es wohl nicht möglich gewesen sein wnrbe, beu Äranb aus die Scheuer yi beschränken und von ben neuen Häusern der Robhermerstraße abzuhalten.

"* Für entlassene Geistes! ran

Die am 20. April 1908 augeorbnele Sperre der Bahn­hofstraße zwischen Schanzenstraße und Lüwengasse wird hier­mit ausgehoben.

Gießen, 20. Juni 1908.

Großherzogliäjes Polizeiamt Dießen.

Hechler.

FoMische Kraue».

Draaa ist tot. Äm Grabe der Königin Viktoria balten di- englischen Zmpcrialiften Gedächtnisfeiern ab. Der Schatten der d ä n i s ch - n« ch w > e g - r m u 11 - r Guropas"

Aus uni) Kani).

Dießen, den 20. Juni 1908.

- Personalien. Se. Kgl. H. der Großherzog haben das Mitglied der König!. Preuß. und Großh. Hess. Eisenbahnbirektion Mainz, Oberregierungsrat Wilh. Weicker, unter Verleihung des Titels »Geheimer Rcgicrungsrat" zum Hessischen vortragenden Rot im Königl. Preuß. Ministerium der öffentlichen Arbeiten ernannt. Ter Großh. Landgestüts­diener Johannes Peth in Darmstadt wurde in den Ruhe- stand versetzt. Dem Gärtner in Privatdiensten Friedrich Zeh II. in Jugenheim a. d. B. wurde das Allgemeine Ehrenzeichen der Inschrift »Für treue Arbeit' ver- liehen.

StichroahL-Kuhyaudtl im Kelche.

DerKuhhandel" für die Stichwahlen ist im vollen Gange. Sehr von oben herab behandelt das sozialdemo­kratische ^entralorgan, derBorwartS", die freisin­nigen ib^ärmer. Für den Fall, daß sie die Hilke Undank lohnen sollten, wird ihnen schon seht Vergelt­ung bei den preußischen LandtagSwahlen crngekundigt. Da­bei braudjt doch auch die SozialdemoIratie die Freisinnigen zum Durch komm en in manchen Reichswahl kreis. Des Zen­trums tzauptbedingung ist, daß der Bewerber keine Kul- turkampssneigungen hegt, daß er mindestens der Aufhebung des tz 2 des Jesuitengesehes nicht widerspricht. Bass er­mann hat das letztere feierlich versprochen. Das ^pfer ist vergeblich gebracht, denn eS wird soeben bekcmcki, daß oer Zentralvorstaud des badischen Zentrums für Karlsruhe, Pforzheim und Mannheim Stimmenthalt­ung proklamiert. Auf jeden Fall wird dadurch Bajser- maniiö Mandat in große Gefahr gebracht. ÄLahezu aus­sichtslos find die beiden anderen badischen Städte für die RationaUrberalen. Die Gewinner find' auch hier wieder oie Sozialdemokraten. Verfrüht erscheint bei dieser Sach- läge, wenn, wie wir schon mitteitten, dieStordd. AUg. Ztg." dieberechtigte Erwartung", ausspricht, bis zum ^.tichwahltag werde bei allen "Parteien die llcberzeugung zum Durchbruch gelangen, daß der Kamps gegen Ine So- zialdemotratie ihm nächstliegende Aufgabe sei. Vorher ttagt das offiziöse Blatt darüber, daß nicht nach seinen steten Mahnungen und Aufforderungen" gehattbelt worden qt sonst wäre oie Sozialbemvtratic schwerlich in die Lage gekommen. Den Triumph zu feiern, den chr ote Zer splitterungderbürgerlicheu Parteien letzt bereitet hat. Man tritt der,/Jtorbb. Allg. Ztg." wohl kaiun zu nahe, wenn man behauptet, daß sie jetzt, da oas Malheur geschehen, bei weitem mehr Rührigkeit in der Samuiluiig der ,^)rdnungsparteien" entfaltet, als dies vorher zu bemerken gewesen ist. Während des Wahl- tampses hat siel) dieüreuzztg.", oft darüber geärgert, daß daS konservative Feldge,u.)rei: Wider die Sozialdemo­kratie' nicht mit gebührendem Enthusiasmus im Regier- ungslager ausgenommen wurde. Tatsächlich acceptieren erst legt die Ofsizidjen aus der ganzen Linie die Parole. Und ebenso verdatet ist es, dag erst letzt das Organ der Regierung der Deutung entgegentriu, die derVorwärts" der Aeußerung des preuß. V e r l e h r s m i n i st e r S B u d d e 4m preußischen Abgeordnetenhaus gegeben hatte. . Die Bediensteten (der Bahnen- können wählen, wie sie wollen, auch Sozialdemokraten, dagegen habe ich garnichtS". Daraus niuchte der Torwarts", vom taltischetiL-tanopunkte aus nicht ungeschickt, folgende Formel:Wählt sozialdemokratisch., 23ubbe will es". Jetzt erfahrt bie Leffentlichkeit durch bie Mrdd Allg. Zig.", baß an sämtliche Eisenbahndirektionen, unmittelbar nach demTäuschungsoersuch" bie telegra-

vdische Weisung erüangeu ist, bei vom .^Vorworts" be­lebten Ausdeutung der Aeußerung des Mmi)ters in ge­eigneter Weise entgegenzutreren. Warum ist lxw nicht |o- a U ich bekannt gegeben worden? Durch das Still)chwei- n rmtütc allerdings ber Eindruck entliehen, baß die Regierung die nicht ganz glückliche Wendung des Ministers «übt LU erläutern brauche, ebetqo nicht die Ausdeutung desVonvärts". Wie dw Tinge liegen, ist. irgendwelche Illusion hinsichtlich deS vermutlichen Ergebni,seS der L>ttch- w ah len garnichr am Platz-

Hilfsverein für Geisteskranke in Hessen bei der diesjährigen Sammlung in (Siegen durch freiwillige Gaben 750 Mark zusammengekommen. Im abgelaufenen Verernsiahr hat der Verein an Personen, welche in Gießen ihren Wohnsitz haben, 2573 Mt. gespendet, und um oie)en Betrag die städtische Armenpflege entlastet. Es wurden unterstützt je eine Person mit 1701 Mk. resp. 300 Mk. zwei Personen mit je 180 Mk., je eine Person mit 128 Mk., 32 Mk., 20 Mk., 16 Mk. und 6 Mk. und zwei Personen mit \t 5 Ml. Ter Verein hat ben Zweck, aus den Anstalten entlassene Geisteskranke zu un terätzen und ihnen so zu Helsen, bis sie wieder einen Erwerb finden ober in anberer Weise für sie gesorgt wirb.

Die Stadtverordneten-Versammlung tagt wegen der vorzunchmenden Stichwahl zum Reichstag in der nächsten "Woche erst am Freitag.

** Gleiberg-Verein. Ten ihm in ber letzten Ge­neralversammlung übertragenen Bor)in im Gleiberg-Ber- ein hat Provinzialbirektor Dr. vreidert in dankens­werter Weise angenommen.

Ein interessanter Fund ist im Hause der Architekten Stein und Meyer am Walltor gemacht worden, nämlich ein Wappenschild auö dem Anfang des 17. Jahr­hunderts, vermutlich ein Schild mit dem Postwappen von Turn und Taxis. - Das Fundftück ist dem 'Museum des Tberhesjljchen Geschichtsvereins übergeben worden.

nein Lehrermangel in Gießen! Für die drei vakanten Lehrerstellen an unserer Volksschule, bie aus­geschrieben waren, haben sich nicht weniger als 60 Be­werber gemeldet, unjer denen die Schuldeputation resp. die Stabtoerordiietenoersammlung chre Auswahl trifft.

Tas Konzert unserer Militärkapelle vorgestern abenb im Neuen Saaibau konnte im Freien ftattfinbcn, ohne.daß die Mtterung den Aufenthalt im Garten irgendwie uncuigenehm nuui)tt. Ter Besuch war recht gut. Die Leistungen der Kapelle fanden ui alle» Nummern des Programms wieder allgemcineii Beifall. Musikdirektor KEauße gewährte mehrere Beigaben, wodurch er viel Tank und Hanoeklatschen hervorrres. (Die 'Jtotift ist durch em Versehen bis heute zuruckgestellt worden.j

* Feuer. Heute 'Jiatht kurz vor 12Uhr brach m dec dem Oekonomen Phil, nchwan gehörigen, hinter der Puloermähle liegenden Scheune Feuer aus, das mit rasen­der Geschwindigteit um sich griff unb in kurzem stand bie Scheune in Hellen Flammen. Die sofort herbeigeeiltc städtische und Gailsche Feuerwehr unter der bewährten Führung der Herren Wigand uno Lindenstrut konnte trotz Ivfortigen energischen Eingreifens da- Feuer nur auf seinen Herd veschränien und die aidjt unbeträchtliche Gefcchr für Die umliegenden Häuser abtuenben. Binnen einer -atunbe war die mit frisch eingesahrenem Heu angefülUe Scheuer ein Raub der Flammen. Glücklicherweise ist ein Verlust an Mensü-enleben nicht zu beflogen, währenb oer materielle Schaben ein nicht unbeträchtliche: fein soll. Die um Mitter­nacht burch bie ganze Stadt ertönenden Feueralarmsignale sowie die Sturmglocke hatten eine große Anzahl Zuschauer an die Feuerstätte gelockt. Als einer der erjten erschien Beigeordneter Eurschmann auf dem Brandplatze. Heber die Entstehung des Feuers verlautet rwch nichts bestimmtes, doch soll ber Verdacht einer Brandstiftung naheliegen. Von anderer Seite wirb uns noa) folgendes geschrieben: Die Feldscheuer des Lekonomen PH. Schwan, hinter dem Schlacht­haus gelegen, ist etwa 1895 neu erbaut worden, unb zwar an derselben Stelle, Ivo kurz vorher ebenfalls eine Schjvan- jaje Scheuer durch Feuer total zerstört wurde. Gestern abend kurz vor 12y« Uhr war die Feuerwehr schon in voller Tätigkeit; man besprengte die neuen Häuser an der Rod- heimerstraßc an ihien nach dem Feuer zu gekehrten Hinter­fronten kräftig mit Wasser, welches aus einem Hydranten vor dem Schlachthause abgegeben wurde. An der brennen­den Scheuer war nichts mehr zu retten, sie stand in vollen Flammen, welche einen kräftigen Funkenregen über die "Nachbarhäuser entsandten. Gleich nack; y>l llhr brach der Dachstuhl des Bamoerks prasselnd zusammen, dem der Rest des Gebäudes kaum eine Viertelstunde folgte, (fein Glück

ist von unserem Kaiser eubgiltig überwunden. Die russi- che Kaiserin-Witwe ist für die große Politik in polar- artige Dunkelheit verschollen, "llahezu ausgetilat erscheint chon beinahe der kurzlebige Einflug, den die Irrung der KronprinzessinLuise auf die Stellung deS sächsischen Königshauses auszuüben drohte. Heber dem Haupte deS ugendlichen KoiiigS von Spanikii hält C h r i st i n e bie Tugend reiche die )chützenbe Hand nicht mehr. In unserer inneren Politik ist in Lily Braun der Sozialdemokratie keine Gräfin Hatzfeld erstanden. Rosa Luxem­burg und die tapfere Zetkin gelten in Genossen kreisen als typische, aber nicht als bedeutende Figuren. Unb bie trutzige Mannhaftigkeit bes Frl. Dr. jur. Anita Auas- ,ur g hat einen Zug ins Groteske. Ist ber politische Einfluß >er Frauen im Schwinben begriffen?

Am italienischen Ho,e tämpfen zwei Frauen um Herz unb Hirn bes Königs. Die geijireia)e beutschfreunb- liche itünigin^Vlutter Margherita und bie junge montenegrinische Königin, bie ben gemütlichen häuslichen Umgang und bie slavisch-französischen Bezieh- unacn pflegt unb böse barüber ist, daß ber ritterliche Greis auf bem östreichifchen Üaiserthron iwch keinen Besuch ab- gestallet Imt. ftaijer Franz Josef, ber unermüdliche, vor- nehme Väter seiner ßänber, ist alt geworben. Ter weib- lia-e (Süifluß, ber sich früher im beutsch-liberalen Sinne in seiner Umgebung geltenb machte, scheint nicht mehr bie frühere Bedeutung zu besitzen. Die kirchliche Richtuiig, der undeutsche Geist in der Umgebung der Gräfin Ehotek, der morganatischen Gattin Erzherzogs Ferbi- naiids, bes künftigen Kaisers, gibt manchem Teutsch-Oester- reicher ernstlich zu benlen.

Eher über bie Stellung amerikanischer, als eng­lischer Frauen in ber Politik würbe heute ein Bismarck Beschwerbe führen; er würbe in ihm vielleicht doch einen mehr als episodischen Charakter erkennen. Heber das Eon- lissenspiel polnischer Frauen in der inneren preußi­schen Politik machte ber Minister Frhr. v. Hammerstein m ber letzten Se,)ion des preußischen Abgeordnetenhauses Andeutungen, welche die pollrischen Adelsparteiler lebhaft erzürnten. Diese Hinweise sind keineswegs gegenstandslos. Xer politische Einfluß der Frauen ist heute mehr nach Süden und Osten, mehr ins Dunkel verschoben. Ter In- telligenz, Opferwilligkeit unb Verschlagenheit der polnischen Frauen kommt in der Geschichte des ^lusschtoungs emeS deutsch-feindlichen Mittelstandes und der Sozialdemokratie in den Ostprovinzen eine große Rolle zu. Eine noch größere der Wirksamkeit der Polinnen im AuSlande. Säbelrasselnde Revolutionäre gibt es allerdings nicht mehr, die aus dem mit Sekt gefüllten Stiefelchen polnischer HeldinnenBlut­rausch' trinken. Aber wer die verkappten polnischen Publi­zistinnen und ihre Busenfreunde, wer die polnische Kolonie im Pariser Millelpunlte der politischen Journalistik und Geheinipolitik Europas beobachtet hat, wird diese Gesell­schaft nicht unterschätzen. Vielgestaltig sind die Maskier­ungen dieser Quertreiberei. Gern arbeitet bie slavische Politik durch bie schonungsbebürftigcn geräuschlosen Hände der Frau. In Paris ist unter dem Vorsitze ber Prinzessin Wizniewska jetzt eine Liga eifrig tätig, bie Annäherung Frankreichs unb Englanbs zu förbern. In Wahrheit handelt es sich um deutsch-feindliche Winkelzüge, denen der russiflzierte Teil der französischen Presse lebhaft applaudiert !Deutschland hat keinGlück bei den ö-raue n"'

Sie Kemälde- und Kuoftgeweröüche Ausstellung

nnnü der'Verhältnisse konnte zwar nur ein Bruchteil der Jntarsien-Fabrik R. Macco in Heidelberg. .. ._______ mrrhpn. boeb bietet rinhet iirb ein Kartenkaitchen, das in gleicher

einaeliEierten siunfuvetle auifle|tdlt werden, bod). bitiet die Ausstellung schließlich jebem etn>as unb rüst m ben Äeiuwern unwiltturlich staunen wach udcr bie Menen Fortschritte, bie bas hessische Äunfthanbwer! Unter der Staina ber Künstler genommen hat Letreten wir ben Tr^venaufgang zum Saal, so sehen wir an ben hohen Mtn^en einige Tapeten nach ben Entwurien von Pro,, (fh^iftianieii, Pros. Behrens und Paul Burk <nq* aebänat welche auch aus der Turiner Ausstellung aus- gestellt wäre,. An diese reihm sich einige Sntwurst zu Äalaten von dem neu nach Tarmpadt b-ruienen Sun^ u-r Ciiiarz an, welcher auch im Saal mit einer Kol. lektion künstlerischer B üch c r s ch m u ck ar b eite n ver- treten ist Alle die, die Liesen genialen Zeichner ans dem äuJßttait und aus den Dietrichlchcn Lerlagserzeugm»en

di- von Tarmstädler Künstlern im Turmhaus am Brand zu Gießen veranstaltet worden ist und ,e,t itreitaa bem Besuch offen steht, umsatzt GcrnLlbe und Werke angewandter Kunst, teurere nach den EEmrseu Darmstädter Künstler. Unsere hiesigen Kunststeunde wer. den mit großem Interesse die ÄellgenM benutzen, -ine io eigenartige Ausstellung zu be,uch-n. Durch die Miß. ' ei' r..m.i".' fntitifp itnnr mir em Bmcntml ber

fmdet sich ein Kartenkästchen, das in gleicher Ausführung nur dreimal existiert, das eine im Besitz ber Zarenfamilie, das anbere in bem ber Großfürstin Sergius, unb oas britte hi? Alle bie gen. Gegenstänbe jinb nach den Entwürfen ber Tarrnstäbter Künstler Prof. Olbrich, Pros. Christian­sen, Prof. Behrens, Pros. Habich, Pro;. Bo seit, Patri; Huber, Günther Re in st ei n, Le i p h e i me r unb Nitsche ausgeführi. Verschiedene Gegenstände der Aus­stellung verdanken ihre Entstehung der neuesten Zeit und find hier zum ersten Male ausge,tellt, z. L. ein Entwurf eines Einfamilienhauses. Tie vereinten Kunstgewerbler treten überhaupt zum erftenmale geschlo en au), unb um­somehr Beachtung verdient das Streben der jungen viel- verheißenden Künstler, von benen zwei erst kürzlich mit Kon­kurrenzpreisen ausgezeichnet wurden.

kennen, wird die Berufung nach Darmstadt eine besondere Freude bereitet haben.

Im Ausstellungssculle selbst bietet die Ausstellung em sehr interessantes Bild. Neun Tische sind ausgestellt wor- ben, welche nötig waren, alle bie Kunstgegeastände auf- zunehmen. Kmtstwebereien, Stickereien letztere m her­vorragenden künstlerischen Lusfu grün gen Prunldecken, Wandbehänge, Vorhänge, Porzellan, Glas und Kunsttöpse- reien, Uhren, Halsketten (Perlenschmuck,, Bronzen, Seder- waren, Intarsien, letztere eingelegte Arbeiten aus der ~ "' ------ . Tabei be-

Mit kunstgewerblichen Arbeiten haben aber auch einige hiesige Künstler und Firmen die Ausstellung beschickt, unb zwar ist von Hermine Schneiber hier ein kunstvoller Wandschmuck für em Musikzimmer, nach eigenem Entwurf unb eigener Ausführung, bestehenb in Tiefbranbarbeiten unb Malerei, ausgestellt, bann noch ein Tisch von ber- selben Künstlerin in künstlerischer Ausführung in Branb- malerei. Auch bie Schmiebekunst ist mit einigen herovr- ragenben Arbeiten aus ber Kunstschlosserei Söieganb ver­treten. Tie Firma Eccanus hier hat einige mobernc Beleuchtungskörper, auch biese nach ben Entwürfen Darm­städter Künstler, ausgestellt, welche ebenfalls besondere Be­achtung verdienen. Tie Bruhlsche Trucker ei hat eine Kolleknon Kunswrucke m neuzeitlicher Ausstattung aus­gestellt. An dem diesjährigen Wandkalender der Firma wird die Aufeinanderfolge Der Farben gezeigt. Einige Einige Urnen und Lasen von L. Keßler, Wieseck, sind bemerkenswert.

JSie Ausstellung haben mit Gemälden beschickt: R. Eich­städt, G. Bachem, W. Teetz - Berlin, H. i ch t, Ehar- lottenburg, M. Rüdisühli, Basel, H. Liesegang, ..tlliigen- r a 11), ... i r, . A , u. o. .'Doifentlid)

haben die Bemühungen des Kunstvsreins insofern Erfolg, als die Mitglieder des Vereins und andere Kunstfreunde die Ausstellung eifrig besuchen.