Ausgabe 
20.5.1903 Drittes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

19. D

18.

18.-19.

3824

kürzlich erlassenen Bestimmungen Des Großh.

über den (gebrauch

Bierdruckvor

Generaldepot : I. ibi. Andreae, Franlfurt

a. M.,

Hühnermarkl

von

S

cd

5

LS«

Öl' 3

L3

S» 8 «

ff

52»

a

L°>^

-5

3 vB*

82.3 £

p- 2 G)

2

5 ,3 3 3

sasßs

c ti

5 2- a rt **

£2 z

S' q

5 2O

jo 5

;3®«

3

" o

? O< g

= O^cr

tn

Z.L-

- c*

P

OL

LS öS

v) a-

blict aus die Ministeriums

e g «B

tochter über gehe, ebenso sür Schankerlaubnis, der empfunden wird; es sei der frühere Satz wieder noch erheblich höher sei.

S

» ö ö s W 2.

2- % « Ö ex

01

ai

JL.

CD

§

CD

63

Z £

S'*

12,0" C.

8,8V C.

äs?

5S o

I i

Ä

Höchste Temperamr am

Niedrigste ________.

2 5- re

05 o

*=3

einen Lebensabriß dieses Selfmademan, der alles was er wurde und der Welt zu sagen hatte, nur sich selbst und seinem Studium und Nachdenken verdankte. Henry George ist 1839 in Washington als Sohn eines einfachen, kinder­reichen Buchhändlers geboren worden. Wie so viele andere große Amerikaner hat er sich aus kleinen Anfängen und aus der Volksschule allmählich emporgearbeitet, Kenntnisse auf Kenntnisse sich erworben, bt8 die Welt seine Fähigkeiten er­kannte und ihm ermöglichte, mit edlem Feuer und eisernem Willen in den Kampf für sein Ideal einzutreten. Wie er nacheinander Laufbursche, Setzer, Matrose und Goldgräber auf den Feldern bei San Franzisko wurde, hat der Redner begeistert und lebensvoll entwickelt. Schließlich fand George von Neuem den Mut, als Setzer in der Druckerei einer Zeitung in San Franzisko sich sein Brod zu verdienen, nach­dem er trotz seiner ärmlichen LebenSverhältnisie sich eine Gattin genommen hatte, die ihm bis an sein Lebensende eine treue verständnisvolle Gefährtin geblieben ist. George sing an, heimlich für die Zeitung, bei der er arbeitete, zu schreiben, indessen die Welt seine Aufsätze, die er ungesehen, ohne Namensunterschrift in den Briefkasten der Redaktion warf, voll Bewunderung laS und dachte, einer der bedeu­tendsten Männer müße sie geschrieben haben. George wurde schließlich vom Verleger der Zeitung am Briefkasten ertappt und sogleich zum Redakteur des Blattes erhoben. Nun hatte er eine Unterlage, auf der er weiter arbeiten konnte, nun konnte er die Ideen, die er sich aus feinen Studien und Beobachtungen aus dem Leben erworben hatte, veröffentlichen. Es gelang ihm, seinen Lieblingsgedanken, ein eigenes Blatt zu besitzen, in dem er uneingeschränkt wirken könne, ;u verwirk-

& r = g 2- 3 £ lief

bei der Erhöhung des Stempels namentlich auf dem Lande schwer bringen!) zu wünschen, daß hier hergestellt werde, der ohnedies als in Preußen. Eine Beseitig-

Besonders empiehlenswert für Rekouvalcozenteu, ebenso fürKinder", da ,ehr wohlschmeckend.

2 O & & ~

lichen. Seine wurde durch Plötzlich sah genötigt, seine

Mieteorologtjche Deovuchiuttgen

der Station Gießen.

H2

« «0 &

XSt

S ='

2. ö

l6=-ä f Mn, W 3

-7 c/» 2

cd J? 52 8 o 2. =* g

3 =

52^ to

D M g) & 3

£3 TT GT? Z e

3. 25

Zeitung erlangte bald großes Ansehen, er feine Schriften ein berühmter Mann, er sich durch finanzielles Unglück emporblühende Zeitung aufzugeben. Wie er

ung oder wenigstens Ermäßigung der Klavier- und Autv- matensteuer für Gastwirte sei ebenfalls sehr notwendig. Die Versammlung gab diesen Vorschlägen einmütig ihre Zustimmung. Besonoers bitter waren alsdann die Klagen, die derselbe Referent über die Verordnung bezüglich der Ruhezeit des Personals erhob. Man sei im ganzen Gastwirtsgewerbe einstimmig der Ueberzeugung, daß diese Verordnung nicht den wirtlichen Verhältnissen und Be- dürfnissen angepaßt sei. Ten größten Schaden trage das Personal selber daran, das infolge der ihm aufge* zwungcnen 24 stündigen Ruhepause vierfach direkt auf schiefe Bahnen und Abwege gedrängt werde. Weiter stimmte die Versammlung einmütig einem Antrag Gießen zu (Referent Herr Jaskowsky), der Verband möge im Hin-

Zu haben in allen Apotheke», wo nicht, durch R. U n z i ck e r, Apotheker, Gießen, Tiezstraße 4. Ten Herren Aerzten, denen mein Mittel noch nicht bekannt, stehen jederzeit Probeflafchen nebst Angabe der Bestandteile zur Verfügung. Preis pro jlajdje Alk. 1.60.

Haematononünzickei

Von medizinischen Autoritäten, zumal Frauenärzten, warm empfohlen.

Enthält das Eisen in einer für den Körper sehr aufnehmungSfähigen

Form gelöst m Südwemen, daneben Geschmackskorrigemien und Appetit anregende Bestandteile.

Erprobtes Mittel bei

Bleichsucht, Blutarmut und deren Folgeznständen. Sehr Appetit anregend neben kräftiger Etfeuwirlung.

3® =*. 5

rich tun gen geeignete Schritte tun, um zu erreichen, oog die in der Verordnung enthaltenen Nachteile für das Gastwirtsgewerbe und Unmöglichkeiten beseitigt werden. Herr Iaskowsky-Gießen referierte auch über die Handhabung ber im § 33 vorgeschriebenen Bedürfnis frage, die er unter dem Beifall ber Versammlung obligatorisch ein geführt zu sehen wünscht; in Hessen gebe es Orte, wo auf eine Wirtschaft nur 6070 Köpfe der Bevölkerung kämen, während die Durchschnittszahl in Baden und Preußen etwa 200250 betrage. Eine längere Debatte ent­spann sich noch über einen Tringlichkeitsantrag des Ver­eins Mainz, ber Derbanb möge bei der Großh. Re­gierung bahin vorstellig werben, daß den Privat kost- gebeieien vollständig untersagt wird, geistige Getränke zu verabreichen, oder, falls dies nicht zu erreichen fei, die Privatkostgebereien, welche Speisen an mehr als zwei Personen verabreichen, zur Erwerbung einer Konzession und Zahlung derselben Steuer wie die der Gastwirte heranzuziehen. T.e hieraus bezüglichen Ausführungen des Referenten, Herrn Wei ßo ind er-Mainz, wurden von Vertretern aus Gießen, Worms, Oppenheim und Offenbach warm unterstützt. Der Antrag fand einstimmige Annahme, ebenso ein Antrag Worms, Der Verband möge dahin wirken, daß, wie in Preußen und andern deutschen Staaten, auch in Hessen an den ersten Feiertagen Konzerte gestattet roeroen. Tie weiteren Beratungsgegenstände bes­trafen mehr interne Verbandsangelegenheiten. Nachmit­tags 3 Uhr fand im Hotel zur Traube ein Festmahl, daraus Spaziergang nach dem Oberwaldhaus statt. Am Abend ist Konzert mit Tanz int städtischen Saalbau. Tlorgen vor­mittag ist Besichtigung der Brauerei Rummel und Nach­mittag ein Volksfest auf der Ludwigshöhe.

'S.Q n ® 3 O

©"83 ä <= _ => g o O ~

eine längere, frische Debatte, die Zeugnis dafür ablegte, wie anregend die Worte des Redners gewesen waren. Die Mittel und Wege, wie und wo die Bodenreform besonders einzusetzen habe, kamen zur Sprache. Bezüglich der Fideckommisse und der Latifundienwirtschaft wurde manch anregendes Wort ge­sprochen. Pfarrer Loos las, dazu aufgefordert, einige Stellen auS den Reden Henry Georges vor, namentlich auS »Dein Reich fomme*, woraus ersichtlich war, wie packend der be­deutende Schriftsteller auch zu reden verstand. Pfarrer LooS hat durch seinen Vortrag daS Interesse für das Studium des seltenen und intereffanten ManneS zu erwecken versucht. Möchten auch wir durch die vorliegenden Zeilen dazu an­geregt haben, daß immer mehr Anhänger sich finden für die edle Sache, die das Wohl der Menschheck erkämpfen will.

R. B. Darmstadt, 19. Mai. Der Rhein-Main- Gastwirte-Verband hält heute und morgen hier seinen 20. Verbandstag ab. Die Zahl ber Teilnehmer, bie sich heute vormittag von 10 Uhr ab, aus allen Teilen des Laubes, namentlich auch aus Mainz, Gießen, Worms unb Offenbach im Saal berStabt Pfungstadt" versam­melten, betrug über 100. Auch mehrere Vertreter ber Regierung, ber Stabtverwaltung und bes Polizeiamtes wohnten den Beratungen bei. Ten Vorsitz führte, nachdem der Darmstädter Vereinsvorsitzende Carl Ps. Müller die aus Nah und Fern Herbeigekommenen herzlich begrüßt hatte, der erste Verbandsvorsitzenbe A. Haust. Beigeord­neter Dr. Gl äs sing hieß die Versammlung namens der Stadt willkommen, was er um so lieber tue, als bie Beratung auch eine Anzahl allgemein intereffierenber Fragen umfasse. Brauereiöefttzer Rummel erinnerte an bie vielen gemeinsamen Interessen ber Brauereibesitzer unb ber Gastwirte unb sprach bie besten Wünsche für einen guten Verlauf bes Verbanbstages aus. Zur Beratung stand zunächst eine Eingabe an die Großh. Regierung betreffs der Aufhebung refp. Herabsetzung der Stempelgebühr bei Konzejsionsübertragung, sowie ber Steuer für Klaviere, Automaten, für Tanzerlaubnis usw. Stabtverorbneter Di­rektor Reinemer referierte eingehenb über diese An­gelegenheit und verlangte besonders bie Herabsetzung des Umzugsstempels, der für das ganze Land gelten und nur ein Zehntel bis höchstens zwei Zehntel des Hauptstempels, den doch jeder zahlen muß, behagen sollte. Ferner müßte eine Erleichterung eintreten bei der Gebührenabgabe, wenn das Geschäft vom Vater auf den Sohn oder die Schwieger-

^i<D ? .2 g- =2.

5^ V

3 ä *

3 ~ =*c5 y

12 (?) 2. ~

er 5 « g- rs

dann Inspektor ber Gasanlagen wurde und seine politische Laufbahn in Gemeinschaft seiner vielen Anhänger weiter ver­folgte, wie er nach New-Pork kam, wo man sich bemühte, ihn an die Spitze der Stadt zu bringen, wie er im Dienst seiner Sache keine Anstrengungen und Beschwerden scheute und durch Reisen nach England, Schottland und Irland, sogar nach Australien, seine Erfolge zu fördern suchte, wurde uns gestern abend von Pfarrer Loos äußerst lebensvoll vor­getragen. Henry George starb 1897 den Tod für seine gute Sache, als er sich im Wahlkampf überanstrengt hatte. Sein Gedanke, die Bodenreform, hat sich, besonders in Eng­land, schnell verbreitet. Sein HauptwerkProgress anu poverty (Fortschritt und Armut) ist in 10 Sprachen über­setzt worden. Der Grundgedanke ist, daß der Boden, auf dem wir leben, ebenso wie Licht und Luft, Gemeingut aller werden soll. Der Boden soll nicht im Besitz des Einzelnen sein, das Wachstum seines Wertes, zu dem der Besitzer nichts getan hat, soll der gesamten Bevölkerung zu gute kommen. Mit einem Wort: die Bodenspekulation soll unterbunden werden. Es ist erwiesen, daß besonders in den Städten, wo die Be­völkerung in raschem Anwachsen begriffen ist, der Bodenpreis erheblich steigt. Der Besitzer steckt die Bodenrente ein, die den Arbeitern, die auf seinem Land schaffen, angerechnet wird. Nur die Arbeit soll aber Verdienst einbringen, nicht Speku­lation und Bodenwucher. Darum muß man den Besitzern mtsprechende Steuern zulegen. An den Vortrag spann sich |

5

ÖD

CD O za

§ S'

Mai 1903.

Barometer auf 0° reduziert

Temveratur

der Luft

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

cs 1 -e c

JO ß

£ «o

"c

s

Wetter

19.

216

748,4

11,8

5,7

56

WNW.

2

Sonnenschein

19.

916

748,6

6,8

5,9

80

W.

1

Hell. Himmel

20.

714

749,6

3,6

4,9

83

w.

1

Sonnenschein

ses.

hreiben vorn 23. Mai wir Sie an die Vor- Ziffer 4.

18. Mai 1903. fünfte.

ienmt Gießen i ii b die (ttemcinde-

Ft Id

Wegen

welche

Sei

Du

s

sind f'

mo(

1942

Telephon 3(

Gat

<

chchk i

ein aW

,5 aui , Uni zah SÜjMitr

330)