8 pLl. (6 i. B.).
Märkte.
an die Verhältnisie dcS Bestellers zu günstigen Bedingungen abzugeben."
Mainz, 19. Jan. Bei einem gestern vormittag in Mombach ausgebrochenen Brande ist ein zweijähriges ftinb n einem Zimmer erstickt, ein vierjähriger Junge konnte kaum gerettet werden. — Für das 117. Regiment hat die vormalige Inhaberin desselben, die geschiedene Großherzogin Viktoria Melita, l. ,9L A.^, eine Bowle gestiftet. Bei einer letzter Tage stattgehabten Ofstziersfestlichkeit des Regiments teilte der Oberst dies mit und brachte auf die Großherzogin ein Hoch aus.
Worms, 19. Jan. Das KreiSamt WormS hat die Verkaufszeit in Zigarren- und Tabak-Geschäften an Sonntagen auf fünf Stunden, gegen seither acht Stunden, eingeschränkt. Es entspricht dies dem Wunsche einer großen Anzahl Verkäufer.
Frankfurt, 19. Jan. Eine Belohnung von 300 Mark ist nach dem Polizeibericht für Ermittelung des Aufenthalts des vermißten Kaufmanns Max Strauß, geb. um 7. März 1854 zu Kraisdorf in Bayern, wohnhaft in Friedberg in Hessen, oder die Auffindung der Leiche desselben ausgesetzt. Strauß ist 1.60 Meter groß, von gesetzter Statur, hat melierte, kurzgcschnittcne Kopfhaare, starken dunkelbraunen Schnurrbart. — Mit dem Abbruch des von der Kommerz- und Diskontobank erworbenen alten Schau- spi et Hauses ist begonnen morden. Endgiltige Beslim- iiiungen über die künftige Bewertung des Platzes und des darauf zu errichtenden Gebäudes sind noch nicht getroffen.
Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Rachbarstaaten. Das Postamt 11 in Butzbach wird in ein Postamt t umgewandelt.
(BmdjtslaaL
Dresden, 19. Jan. Vor der VI. Strafkammer hatten sich glitte die Studenten der hiesigen Tierärztlichen Hochschule Ctico Friedrich Heinrich Steckhahn, Arnold Friedrich Schmitz, ßml i't Fritz Heinrich Jahn, Kurt Reichel, Johann Georg Gender iciö Albert Robert Bertram wegen Zweikampfes mit t ö t - hebne n Waffen zu verantworten. Tie Angeklagten gehören »isochiedenen studentischen Korporationen an Am 4. November v. W. sind zwischen ihnen in Räcknitz Mensuren mit scharfen CijMgern, jedoch mit den nötigen Vorsichtsmaßregeln, ausge- fidjbltu worden. Der Ge ichtshot erkannte für jeden der Ange- lbPirn aus die zulässig niedrigste Strafe von drei Monaten Mu n g.
Kandel und Verkehr. Dolküwillschast.
— Die nächste Ziehung der Oestcrreichischen 500 st.-Lose von 1860 sindel am 3. Februar statt.
— Stoblvasier n. Co. Im Dezember 1902 betrug der Ge- jhciftsumjatz der Attiengesellschaft vorm. C. H. Stobwasier u. Eo. ca. 61 000 Mk. gegen ca. 28 000 Mk. in demselben Aionat des Vorjahres. Der Atehrumsatz betrug in den ersten 9 Atonalen des laufenden Geschästsjahres entsprechend derselben Zeit des Vor-
di. f,'5 big,»,,, j* sind « zur Post ^lannah^ - last .^nig/K bis in ge. sreichen S • Äe. von fam^Äe Er. :rten den
ir abends 72^ der ing. 2er dann
gelieferten L? r"’' MS ■Ää: P btt heileren LÄ» ^ ,e8*cn Wendstunden " hmicheuden toring, 8« madjen W Ach der „J«i d» meisten Berlin „ 'm, um die Anfliesmr «roleunigung nbznser. u Poftmstalten sind-, Auflieferer an bejon- l'onberen Wagen ftafl W von Massenaufliest- 1 nach je einer 6c« M Zweck der Einzel- n Ahe von Poslanftallen vnder» berücksichtigt unl> sliesnem abgefertigt. In mn gegenüber fallen diese rschimz gemhren, unter MMbzndenWnahm- ) bei einigen Ämtern nn inrnmts eniMchnbe tzin« sfenÜich «diese Ln- if Berlin beschrank bleiben, ißnahmen auch recht notig Jun. heute hielt der hiesige ersammlung ab. Nach er« Meran St. üeS heutigen ng btS deutschen Reiches, f die deutschen Mrs'ten und schlossen und aus Mutigem er herstelllen. Die An- die Einigkeit der deutschen
w DemM M bet e§ Winterfest. Ter noch um mit einem großartigen >n angenehmen Abend zu ftern abend zwischen U uni iier E Jughard hier e»>' innin&S
. Stube. M I"1 ohner und nahmen lhn aus 5»-*;
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melden.
Stofe«1’- JryhnW igs-, $*2 M® b« W1 S,i M-'" -
beenden schneien, -en. hessrtch-'
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«Gießen, 20. Jan. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochenmarkt lcsüeteu: Butter pr.Pfd. 0,80—1,00 Atk., Hühnereier 1 St. 8—10 Pig., 2Clck. OO-rOO Pfg., GanseeierOO—00 Pfg., Enteneier 0—0Pfg., Käse or. Llck. 5—8 Pi., Käsematle 2 Stck. 5—6 Pfg., Erbsen pr. Liter 21 Pfg., iünfen pr. Liter 32 Pig., Tauben pr.Paar 0,70—1 ,OOAtk., Hühner pr. St. W—1,40 All., Hahnen pr. Stück 0,80—2,50 Mk., Enten pr. Stück 2,00—2,50 sDif-, Gänse pr. Pfd. 55—64 Pfg., Ochjenfleisch pr. Pfund 16—76 Pig., Kuh» und Rindfleisch pr. Pfund 60—64 Pfg., Schweine- gj fleisch pr. Pfund 70—80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psund - Ü fijsg., Kalbfleisch pr. Pfd. 68—72 Psg., Hammelfleisch pr. Pfund W—70 Pig., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 6,00—0,00 All., Weißkraut per Llmck 00—00 Psg., Zwiebeln pr. Zentner 4,50—5,50 Alk., Milch per Site-.r 18 Psg. Aepfel per Pfd. 0—00 Pfg., in Körben 00—00 Psg. 2ra.uben 00—00 Pig.
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Ucrmischles.
* Zum PistoleNdNell i in Grünewald. Ter erschossene Rechtsanwalt Tr. Aye war ein gewiegter Jurist ob ein geradezu glänzender Redner und Verteidiger. Allgemein bekannt war der Vers: „Sollst Tu gar ins Zuchthaus kommen, Kann Dir nur noch Ave frommen." Im persönlichen Verkehr war Aye ein liebenswürdiger und jovialer Mann, voller Lebenslust. Ta er ausgesprochen schön war, war er auch ein Liebling der Frauen und hatte zahlreiche Liebesverhältnisse, trotzdem er in glücklicher Ehe verheiratet war. Aber es kam niemals mit feiner seyc reichen, vom Lande stammenden Gattin zum Bruch da er fue immer wieder durch seine Liebenswürdigkeit zu beschwich-, ti gen und zu fesseln wußte, wenn die delikaten Affären des E alten zu ihren Lhreu kamen. Die Schwäche Tr. Ayes den Frauen gegenüber hat aber schließlich zu seinem Verderben, zum Tuell im Grünewald und zum Tode geführt. (Vgl. unsere heuttge Parlamentsausgabe.) Tie Beisetzung d?s erschossenen Tr. Aye fand am 19. d. M. aus dem Gar- nüsoiikirchhose in der Hasenhaide zu Berlin statt. Tie Be- tkiligung lvar sehr schloach. Ten Sarg bedeckten zahlreiche Knänze, unter anderem diejenigen des Offizier- undSanitäts- ko-rpo vom Land Wehrbezirk Flensburg, des Korps Holsatia und der alten Herren des Korps, des Kriegsgerichtsrats Skrn, Vorsitzenden der Militärgerichtskommission, die mit be:r Untersuchung der Affäre betraut worden war. Kuih b®r halb 3 Uhr fuhr ein Wagen mit der Wittve Tr. Ayes und dessen Mutter vor. Außerdem waren anwesend ein ßmfel des Erschossenen, Offiziersdeputationen und Kriegs- aecichtsrat Kern. In der Kapelle sprach Militäroberpsarrer Voens nach Verlesung eines Psalmes ein kurzes Gebet, das in den Trost und die Mahnung ausklang: Ta es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, diesen Mann so jäh dahinzu- rossen in der Blüte feiner Jugend, so ermahne ich Euch, sich unter feinen Willen zu beugen. Tann erfolgte die Betsetzung, und nachdem der Gecstltche den Segen gesprochen, verließ die Heine Versammlung den Friedhof.
* T i e f ä ch s i s ch e K r o n p r i n z e s s i n. Wie aus Bem gemeldet wird, äußert sich das dortige Blatt „Ter Bund" dahin, die geheimnisvolle Abreise der Kronprinzessin und Sstrons werde die Unterhandlungen mit dem Dresdener Hose in ungünstiger Weise beeinflussen. Wahrscheinlich werde die Kronprinzessin m Mentone die Geburt des Kindes abwarten, um welches sich noch ein erbitterter Kampf entfpinnen werde. In Voraussicht der seelischen und politischen Konflikte, die sich TjOiJ) entwickeln dürsten, fei es gut, roeniti idle Schweiz nichts mehr mit dieser Affäre frü tun habe.
stjrh ces ca. 80 000 Mark.
— Die nächste Ziehung der Finuläudischen 10-Taler- 2osse von 1868 findet am 2. Februar er. statt.
Büdingen, 18. Jan. Wie der „Süb. Allg. Anz.^ erfährt, miib die Zuckerfabrik Stockheim für die abgelaufene Kampagne iroij der niedrigen Zuckerpreise im Durchschnut 80 Pfg. für den „Zentner Rüben bezahlen und außerdem noch eine 4 % ige Divi- beube auf das Aktienkapital ausschütten können.
Die Bremer Zigarrensabrikeu schlagen für 1902 8 pCt. Aoidende vor (9 L V.), die Bremer Jutespinnerei und Weberei
^rirfhafien der Redakticm.
(«nonyme «ufragen bleiben unberücksichtigt.)
Z. Z. Da wir neuerdings aus bestimmten Gründen uns entschlossen haben, keine Namen in den Strafkammer- berichten zu nennen, können wir Ihrem Wunsche nicht willfahren. Dagegen bestätigen wir Ihnen gern, daß der, in der angezogenen .vlraskammersitzung genannte Konrad K. nicht ein Konrad „Köhler^ ist und auch nicht zu Langsdorf, sondern zu Orleshausen wohnhaft ist. Ferner bestätigen wir Ihnen gern, daß die geschädigte Kasse nicht der seit Februar 1872 bestehende Vorschuß- und Kredltverein, sondern die im Jahre 1896 von dem Bürgermeister m Langsdorf gegründete Spar- und TarlehnS- lasse ist.
L. H. Besten Dank; wie Sie sehen, haben wir den Attikel verwendet. Natürlich honorieren wir ihn.
fiiimlirii iliirijriditrn.
Gestorben: Frau Assessor Ataue Koch Wwe., geb. Waldeck, in Alöseld.
Telephonischer Kursbericht»
Krnuklurt ». J».. 20. Januar 18b8
378% Beicheanleihe . . 102.90 3«/, do. ... 91.90 3‘/,»/o Konsole .... 102.70 3% do.....91.85
3*/e% Hestien .... 101.80
% Oberhesspn . . . 100.50 4% Oestorr. Goldrente . . 103.20 4' ,56 Oeeterr. hilberrente 101.50 4% Ungar, uoldrento . . 102.05 40/ Italien. Rente , , . 103.40 4'/,-6 Portugiesen ... 51.—
0/ Portug eaen, .... 31.35 1% C. Türaen .... 3080 lilrkenloee .....131.60
4°/q Unech. Monopol -Anl. 45.10 4l,% äussere Argentiner —.—
8j/q Mexikaner . . . 24.80 4V9 Zu Chinesen . . . . 91.95 Electric. Bot ackert ... 77.50 Nordd Lloyd . . . . 94.20
Kreditaktien . ... 219.—
Diskonto-Kommandit. . . 194.90 Darmstädter Bank . . . 138.60 Dresdener Bank .... 148.69 Ber iner Handelsges. . . 160.— Oesterr. btaatsbahn . . , 148.90 Lombarden ..... 16.60
Gottbarubahn .... 181.70
Laurahütte......218.60
Bochum . ...... 182.— llarpener......178.25
Tendenz: fe t.
Ncuclle ^tUluuußni.
Originaldraytmeldungeu des Gießener Anzeigers.
Frankfurt a. M., 2ü. Jan. Zn der vergangenen Nacht stürzte der Restaurateur Franz Meiler von Neu- Isenburg auf ber Landstraße zivifchen hier und Neu- Isenburg so unglücklich von seinem Rabe, daß« er das Genick brach. Um 1 Uhr fand ein Förster die Leiche im Graben liegen.
Berlin, 20. Januar. Die gestrige Reichstagsdebatte über das bekannte Telegramm des Kaisers an den Prinzregenten Luitpold wegen der Verweigerung der 100000 Mk. für Kunstzwecke seitens des Zentrums im bayerischen Adgevrdnetenhause wird nur von einigen Morgendlättern besprochen. Die „Germania" meint, Gras Bülow bade e, sich wiederum recht leicht gemacht. Er fei um den Kern der ganzen Aingelegenhett herumgegaugen, indem er diefelbe als eine rein persönliche der beiden Fürsten hinstellte. Mer dem erregten Tone des Grasen Bülorv habe man es angemerkt, wie unbehaglich ihm seine Aiusgade dem Mgeordneten Schädler gegenüber war. Nach der „Tä gl. Rund sch." erregte es im Hause große Aufmerksamkeit, daß der bayerische Gesandte Gras Lerchenseld ben Reichskanzler unmittelbar nach seiner Rede zu derselben beglücllvünfchte unb sich in ein längeres Gespräch mit ihm vertiefte. Das „Be rl. Ta gebt." sagt, die Rede fei nicht ungeschickt gewesen. Ueber ben springenden Punkt, der die Verössentltck)ung des Telegramms veranlaßt habe, sei Gras Bülow in eleganter Wendung hinweggeglitten. Die „Boss. Ztg." bezeichnet es als unbedingt notwendig, daß der Kaiser durch die Verantwortlichkeit seines Ministers gedeckt werde, der die Erwiderung aus den Ausdruck einer starken Persönlichkett auf sich sellrst ablenkt. Geschehe dies, so seien Reden, wie die Schädlers, unmöglich. Wer darum werde sich das Verhältnis des Zentrums zum Grasen Bülow sicherlich nicht ändern. Es werde nach wie vor Zenttum Trumpf sein unb bleiben müssen. Der „Vorwärts" bemerkt ironisch, Graf Bülow habe von neuem bewiesen, daß es keine Ansorbernng an ihn gebe, ibter er nicht gewachsen wäre. Gras Bülow sei wahrlich ein „starker Mann".
Berlin, 20. Jan. Die Aufführung des Dramas „Maria von Magdala" von Heyse ist endgiltig verboten worden. Während der Bezirksausschuß das durch das Polizeipräsidium ergangene Verbot aufgehoben hatte, wies das Oberverwaltungsgericht die Klage des Dichters und des Theaterdirektors Neuman-Hofer als unbegründet ab, da das Stück einen Angriff auf das religiöse Gefühl darstelle, das die Polizei zu schützen habe. — Die Gattin Rudolf Virchows hat dem Märkischen Provinzialmuseum die große silberne Ehrenfäule zum Geschenk überwiesen, welche ihrem Gatten zum 70. Geburtstage von der freisinnigen Partei gewidmet wurde.
Berlin, 20. Jan. Kapitänleutnant Reiche, der auf dem vor Anker liegenden Schulschiffe „Stein" plötzlich verstarb, hat durch Selbmord geendet. Tie Motive zur Tat find unbekannt.
Hamburg, 20. Jan. Generalkonsul Speck von Sternburg, der stellvertretende Botschafter Deutschlands in Washington, schiffte sich heute an Bord der „Augusta Viktoria" nach Newyork ein. Vor seiner Abreise hatte er noch eine Unterredung im Auswärtigen Amte zu Berlin.
Dresden, 20. Jan. Die fortschreitende Genesun g des Königs von Sachsen rückt die Verwirklichung des Planes eines Aufenthaltes an der Reviera immer näher. Es heißt, die Königin-Witwe Karola und die Prinzessin Mathilde werden den Patienten dahin begleiten. — Der Kronprinz ist von seinem Unfälle so wett wieder hergestellt, daß er mit Hilfe eines Stockes täglich größere Spaziergänge unternehmen kann und nur noch ganz wenig hinkt.
Wien, 20. Jan. Ter ehemalige Oberleutnant Bartmann wurde wegen eines Trohbrieses an einen der höchsten militärischen Würdenträger sowie ^vegen Verdachts der Spionage verhaftet. Bartmann ist bereits im Jahre 1879 wegen Spionage zu 5 Jahren Kerker verurteilt worden.
Wien, 20. Jan. Tie Zahl ber streikenden Schneider beträgt insgesamt Über 10000. Frauen und Kinder eingerechnet, werden 25 000 Menschen von dem ©treit betroffen. Tie Bewegung greift auch in der Provinz um sich.
Petersburg, 20. Jan. Der deutsche Kaiser hat dem Generaladjutanten Fürsten Dolgoruki die Brillanten zum Großkreuz des Roten Wlerordens, dem Flügeladjutanten Grafen Schuwalow die Krone zum Roten Wlerorden 2. Kl. unb dem Leutnant Fürsten Kantaku- zenc den Roten Wlerorden 3. Kl. verliehen.
Tanger, 19. Jan. (Reuter.) Tie Bedeutung des letzten Zusammenstoßes bei Fez wird übertrieben. Tatsache ist, daß die Köpfe von sechs getöteten
Feinden im Triumph nach Fez gebracht, dort öffent* ich ausgestellt uno zwei an Pferde gebundene Gefangene durch die Straßen ae schleift wur^ den. Tie Truppen des Sultans plünderten und zerstörter^ am 15. Januar mehrere zu Westhiaina gehörige Dörfer, raubten eine Anzahl Rinder und machten eine Reihe Ge^ fangene, wahrscheinlich aus der Zahl der Nichtkämpser. Tas Heer des Sultans operiert gegen einen Dell von Sßteftn hiaina; es ist in das eigentliche Gebiet des Prätendenten noch nicht vorgedrungen und mit de.sen Truppen noch nicht zu- sammengestoßen. Tie Truppen des Sultans gehen nur sehr langsam vor und sind noch nicht 30 Meilen über Fe» hinausgekommen. — In ber Nacht zum 15. b. M. bewarf eine Anzahl übelberüchtigter Verfonen in Fez auf ber Straße den englischen Vizekonsul nut Steinen. Tie liebel" täter wurden sofort verhaftet unb bestraft. Ter Zwischen" fall ist bebeutungslos.
Newyork, 20. Jan. Ter Staatssekretär hat ein Ultimatum nach Bogota gerichtet Columbien hat jedoch die Annahme der amerikairifchen Vorschläge Per* weigert. Damit dürste der Panama-Kanal endgültig gefallen fein.
Caracas, 20. Jan. General Valuntini, den man von den Revolutionären gefangen glaubte, ist gestern in La Guayra ein getroffen, nachdem er die Küste in einem Boote umgesegelt hatte. — Ter englische Kreuzer „Tribuns ist im Hafen von La Guayra erschienen. — Tie letzten Nachrichten aus Maracaibo melden, daß zwischen dem „P a n t [) e r" und dem Fort San Carlo migefähr 20 Schüsse gewechselt wurden. Die Umwallung des Forts ist nicht unerheblich beschädigt. Unter den auf venezolanischer Seite Verwundeten befindet sich der Oberst Mutta-Romah. Der „Panther" ist von zwei Geschossen getroffen worden. In La Guayra und Caracas herrscht völlige Ruhe.
Ein b. achtenswerter Fortschritt auf dem Gebiet der IJ kör-l>e*< iil.-iHon ist durch die Finna I>r. W. Knecht & Co. in fr ranuturt a. M. erreicht worden. Dieselbe bringt unter dem Namen Säntis e-nen aus den feinsten und edelsten Alpen- k ä'it-rn hergestellten Magenbitter auf den Markt, der die denkbar »lös-ten Vorzüge in eich vereinigt und deshalb berechtigte» Aut#« hen erregte. Säntis ist em aromatischer, sehr pikant sc um ■ k -oder Likör von ansnezeu hneter Wirkung auf die Verdauungs- organe und wurden bei Magenbeschwerden, Darmträgheit etc die besten Er olge von den Aerzten beobachtet, sodass dieses Produkt dem Publ kam empfohlen za werden verdient. Probefl Mk. 1.—, grosse Flgsche Mk 2.40 Ueberall erhältlich. Vertreter für Giessen: Uh. Ludwig Thomas, Bahnhofstr. 87.. 664
Verdingung.
Tie Fuhrleistungen für da§ städtische Gas- unb Wasserwerk Gießen, wie insbesondere das Abfahren ber Kohlen (deren ^abres- rnenge ungefähr 100000 Etr. betragt) vom Bahnhof in das Gaswerk, einschließlich Einladen in die Wagen und Entleeren an Ort unb Stelle, soll für die Zeit vom 1. April 1903 bis L April 1906 vergeben werden.
Angebotsvordrucke sind auf unserer Buchhalterei erhättlich, woselbst auch die verschlossenen Angebote bis zum 81. b. AUL, vormittags 11 Uhr, einzureichen sind.
Gießen, den 19. Januar 1903. 686
Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen.
Otto Bergen.
Holz-Versteigernng.
Donnerstag den 29. unb Freitag de« 30. d. Mt»., jedesmal präzis 10 Uhr anfangenb, sollen in dem Gemeinbe- wald zu Obbornhofen, nachstehend verzeichnete Holzsottimente oersteigett werden:
1. Donnerstag den 29. d. M. kommen zur Versteigerung a) 134 Eichen-Slämme von 20—70 Ctm. Durchnu, 2 bis
12 Mir. Länge, 160 Fstm. haltend,
b) 20 Eichen-Stämme von 15—29 Etm. Durchnu, 6 bis 12 Mtr. Länge, 3,26 Fstm. haltend,
c) 16 Fichten-Stämme von 15—30 Etm. Durchm., 10 bis 16 Mtr. Länge, 6 Fstm. haltend,
d) 29 Eichen-Derbstcmgen von 11—14 Etm. Durchm., 5 bis 10 Mtr. Länge, 2,42 Fstm. haltend,
e) 39 Fichten-Derbstangen von 10—14 Etm. Durchm., 10 biß 14 Mtr. Länge, 3,21 Fstm. haltend.
2. Freitag den 30. d. Mts.:
a) 274 Raummeter Eichen-Scheiter, hierunter bestnben sich 26 Raummeter 1. Klasse,
b) 144 Raummeter Eichen-Knüppel,
c) 202 „ Eichen-Reisig,
d) 183 „ Eichen-Stöcke. 679
Zusammenkunft jedesmal am Vicinalweg vor dem Wald.
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