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Herr L. gab, ohne honte bedauert,
oeraoe Der Geyatt cm teuerer tj! seyr vevenlluy kkB m« Veranlassung, vor dem Gebrauch des Schneeberger überhaupt zu warnen. Ein Ohrenarzt, Tr. W. Dchroeder, veröffentlicht zwei sehr bemerkenswerte Vergiftungsfälle durch den Gebrauch von „Schneeberger. Der eine Fall betraf einen Arbeiter, welcher an heftiger eitriger Mittelohrent- zünduna schwer erkrankte, der andere Fall ereignete sich bei einem Knaben, der ebenfalls an schwerer Mittelohrentzündung mit Perforation des einen Trommelfells erkrankte In beiden Füllen waren offenbar durch das Anschnupfen Teile des feinen Pulvers in das Ohr gelangt, und zwar Lurch den Mund urid Ohr verbindenden Gang, die sogenannte Tuba Eustachii. Tiefe zwei Fülle lassen eine ener- aische Warnuna vor diesem VvlkSmittel voll berechtigt er- scheinen, zumal jede eitrige Mittelohrentzündung den Charakter einer bedenklichen Erkrankung trägt.
_ 3an. Die Blätter bringen spaltenlange
Berichte über die Notlage der bretonischen Fischer Von allen Seiten laufen Unterstützungen ein. Das Komitee welches sich vor einigen Tagen gebildet hat, sandte bereits 30 000 Franks in das 9to Islands gebiet ab. Nunmehr haben auch einige Blätter Subskriptionen eröffnet.
* Wie Frau Humbert ihre Opfer fing. Eines Tages hatte Frau Humbert 500 000 Franks nötig. Sie kam aus den Gedanken, sich an Herrn L. zu wenden und wollte ihm Vertrauen einflößen. Sie sagte zu ihm: „Oh, die Sachen flehen ausgezeichnet. Soll ich Ihnen einen Beweis dafür liefern? Mr. Pierpont Morgan ist auch dabei beteiligt. Kommen Sie am Montag zu uns nach Vwes-Eaux zum Frühftüct. Mr. Pierpont Morgan ist auch unter den Gästen. Bringen Sie Ihren Scheck mit . " Da es offenkundig ist, daß der Trustkönig nicht zu den unvörsich-. tigen Geschäftsleuten gehört, schöpfte Herr L. Vertrauen. Am Montag besteigt er also die Eisenbahn. Er kommt in Melun an. Auf dem Bahnsteige sieht er Frau Humbert stehen, die mit einem Taschentuche gerührt wedelt und so dem Zuge Lebewohl sagt, der eben nach Paris abdampst. „Ich bin trostlos, lieber Herr! Soeben ist Herr Pierpont Morgan abgereist. Eine Depesche berief ihn nach Paris. Ihm habe ich eben Lebewohl gesagt." — Herr L. ist ein bischen verdutzt. „Aber deswegen nehmen Sie doch das Frühstück bei uns im Schlosse. Wenn Sie das Geschäft aus- schieben wollen, können wir's ja ein andermal abtun Aber mit müssen Sie!" In Vives-Eaux wird Herr L. in cm schönes Zimmer geführt — „das Zimmer, das unser Freund Pierpont Morgan eben verlassen hat —", um sich em wenig die Hände zu waschen und die Halsbinde zurecht zu rücken. Währenddem erblickt er ein Telegramm — ein trügerisches Telegramm! —, das offenbar aus Versehen aus dem Kamin liegen geblieben ist. Es ist an Herrn Morgan in Vives-Eaux gerichtet und fordert ihn in der Tat auf, nach Paris zu kommen. Nun stellte sich die Gläubigkeit ein. '.Äie kann man tun einer Geschäftsfrau zweifeln, die mit oem Trustköuig in Verbindung steht.
zzu zögern, seinen Scheck her. Wie Naiv gewesen zu jein!
Sport.
,, "D°ut.l.ch-Oesterrc tchi scher Alpen-Verein. our die diesjährige Generalversammlung des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins zu Bregenz find die Tage Dom 24.-26. Juli in Aussicht genommen.
Meteorologische Beovachrungen der Station Gießen.
Januar 1903
Barometer auf 0* reduziert
6
-LcmpcraiUT der Luft
Absolute Feuchtigkeit
Nelative Feuchtigkeit
Windrichtung __
Windstärke
Wetter
19.
2-
757,7
-8,8
3,3
19.
9"
757,8
—4,0
3,3
20.
7"
757,4
—4,4
3,1
Höchste Temperatur am 18 Niedrigste
62
NE.
1
! Sonnenschein
76
E.
2
Heller Himmel
70
E.
2
Bew. Himmel
.—19. Januar — 2,6° C.
18.-19. , - 11,4" C.
WihkuUichk ilfbtr^t der LoörsMe iu brr Stobt iJt.jrn.
2. Woche. Vom 4. Januar bis 10. Januar 1903.
(Einwohnerzahl: angenommen zu 26 400 sinkt. 1600 Mann Militär) Sterblichteitszifser: 40,16, nach Abzug von 6 Ortsiremüen: 30,11'700.
ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom
Lungentuberkulose
BronchüiS und
1. Lebensiahr: 2.—15. Jahr
3(1)
8(1)
— —
Influenza
Schlagfluß de-
2
2
— —
Gehirns
2
2
—
Gehirnentzüridung
2
1
1 —
Herzleiden
1
1
-
Krebs
8(3)
3 (2)
_ _
Altersschwäche
4
4
-
Verunglückung
2(2)
2 (2)
— » ■,
Lungenentzündung
1
1
— -
Summe
20 (5)
18 (1)
1 1
Anm.: Tie in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Hanbel und Uerliehr. yolkbiuirtfdjuft.
Mannheim, 19. Ian. Wie die „Slleue Bad. Kandesztg." meldet, wurde m einer Gläubigerversammlung der Aktiengesellschaft Gebrüder Hemmer m Neidenfels (Pfalz) der K o n k u r ö beschlossen.
Hamburg, 19. Jan. Eine Mitteilung der Hamburg- A m e v 11 a • x: i n i e an die Blätter weist darauf hin, daß die Bremer Hansa-Linie, ebenso wie auch die sämilichen hamburgischen Nhederelen, in Bezug auf Abschreibung in ihren Bilanzen keineswegs hinter dem Norddeutschen Kloyd zurückbtelben, im Allgemeinen sogar viel weiter greifen in ihren Abschreibungen
»nd RekroellcnungCT» caL vieler. Vie Mitteilung »agi, iu ttnem Vergleiche eignen sich am besten die JahreSrechnungen der Hamburg-Amerika-Linie, da die Kapitalverhaltniffe bei diesen beiden grögten deutschen Rhederci-Gesellschaften ziemtich gleich sind. Für die letzten zehn abgeschlossenen Betriebsjahre betrugen, auf daS werbende Kapital sAltien, Brioriiaten) berechnet, die Abschreibungen und Rejervestellung im Jahresdurchschnitt beim Lloyd 10püt, bei der Hamburg-Amerika-Linie 13 pEt. Wenn der Lloyd gleicy hohe Abschreibungen hätte vornehmen ivollen, wie die Hamburg- Dtmerika-Linie, hätte er für diese Zwecke fast 19 Millionen Mark mehr aufwenden müssen, dann wäre aber seine T i o i d e n d e, die durchschnittlich für zehn Jahre 5 pEt. pro Jahr betragen bat auf durchschnittlich 1 pEt. pro Jahr z u r u ck g e g a n g e n. Die Dividende der Hamburg-Amerika-Liliie beträgt unter Berücksich- ligung deS versiosjenen Jahres für die lebten zehn Jahre durch- schnittlich über 6 pEt. Jedenfalls ist eS erfreulid), daß die deutschen Nhedereien im Gegensatz zu vielen ausländischen Gesellschaften die Stolwendigkeit einer gesunden Finanzwirtschafl nicht aus dem Auge verlieren.
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I ErhlltlichLaUenbesser.Colonlalwaren-iLDellcatessenhandlungen. M Qratis-Proben direct von der ™
SIRIS-OESELLSCHAFT, Q. m.b, tt. Frankfurt a.M.*
Adcr lieber lscsrg! M begreije nicht, wie Du die ganze Zeit so husten kannst, ohne etwas für diese Qual au tun. Warnni? hast Tu etwas für den Katarrh, der viich wirklich furchtbar quält? Ja natürlich I Geh' mal hinüber in die Apotheke ober hier neben m die Drogerie oder in eine Mineralwasserhandlung und lasse Dir eine Schachtel Fay's ächte Sodener Alineral-Pastillen für 85 Pfg. geben, wenn Tu die Pastillen einzeln im Munde langsam zergehen laßt und Dich im klebrigen nach der Gebrauchsanweisung richtest, garantiere ich Dir, daß Du den Husten bis morgen abend vollständig verloren hast. Für Deinen Plagen brauchst Du nicht die geringste Angst zu haben, da die Pastillen aus die Schleimhäute desselben einen äußerst wohltuenden Einfluß ausüben. 324
Obermeyers Herba-Seife.
Herr Dr med. W. R., prakt. Arzt in G., schreibt darüber unterm 12. Mai 02: Ich habe Ihre „Obenneyer's Herba-Seise* bei allerlei Hautleiden und Hautunremigkeilen an Patienten abgegeben und die Seife auch schon mehrlach ordiniert. Aiit dem Erfolg bin ich immer recht zufrieden gewesen. Z. h. p. Stck. 7b Psg. u. Mk. 1.86 m allen Apotheken, Trogenen. Fabr. I. Giolh, yanau. Best.: 90 °/e Seife, 3 % Arniea, 2 % Salbei, 1,5 % Wasserbecherkraull, 3,5 6/e Harillraut.
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