Die heutige Kummer umfaßt 12 Seite«.
Per Flmstur- in Serbien
Joseph Kapdu's „Jahreszeiten".
Mr werden um Veröffentlichung folgender Zuschrift
land längst erwartete Einladung für Verhandlungen zur Revision des bestehenden Handelsvertrages mm- mehr in Bern eingetroffen.
S i b y l l e n o r t, 18. Juni. In Anwesenheit des Königs von Sachsen, der Königin-Mtwe Karola, der Herzogin von Genua und der Prinzessin Mathilde von Sachsen fand im Sibyllenorter Parke bie feierliche Enthüllung dcS Gedenk- k r e u z e s statt, welches die Königin-Witwe für den K ö n i g Albert errichten ließ. Fürstbischof Kopp segnete daS Kreuz ein und hielt die Gedenkrede auf den König Albert.
Karlsruhe, 18. Juni. Heute vormittag traf der bayerische Ministerpräsident Freiherr v. PodewilS in Baden-Baden ein und stieg, einer Einladung deS Gro^> Herzogs folgend, im Schlosse ab. Um 12i/2 Uhr wurde Frei- Herr v. PodewilS von der Großherzogin empfangen. Um 1 Uhr fand zu Ehren des Ministers eine größere Frühstückstafel statt, zu der Staatsminister Brauer mit Go mahlin und andere geladen waren. Nachmittags reiste von PodewilS nach Karlsruhe und nahm abends an einem Tiner bei dem Staatsminister Brauer teil.
Deutsches Deich.
Berlin, 18. Juni. Ter Kaiser toofrrtfe heute auf dem Schießplätze in Meppen umfangreichen Borführnnaen neuer Schiffsgeschütze mit Rohrrücklauf bei und begab sich von dort am Nachmittag zum Besuch der Aus stellung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft in Hannover. Tort wurde er von dem Präsidenten und der Direktion derselben begrüßt. Anwesend waren ferner Minister v. Podbielski und die Spitzen der Behörden. Es fand eine Rundfahrt durch die weit ausgedehnte Ausstellung statt. Ter Kaiser besichtigte fodann bie Sonderaus- stellung ber hannoverschen Landwirtschaftskammer und be- tmcdete namentlich Interesse für das SpirituSglühlicht als Straßenbeleuchtung für kleinere Gemeinden und für Kasernen. Nach anderthalbstündigem Aufenthalt begab sich der Kaiser nach der Stadt zurück. Tem Präsidenten der Landwirtschaftskammer, Kammerherrn v. Rheden, und dem Landrat v. Göschen-Harburg wurde der Rote Adlerordeu 3. Klasse mit der Schleife verliehen. Außerdem fanden verschiedene andere Ordensauszeichnungen statt.
— Tie Kaiserflottille ,Ho henzollern- Sleipner" und „Nymphe" trat heute mittag die Fahrt
der Skupschtina und dem Senat angenommenen Verfassungsänderungen wurden dem König mitgeteilt und xxm demselben ..uchmigt. Die Regierung wird die neue Verfassung morgen in Kraft setzen. Der König wird nach seinem Eintreffen au| dieselbe den Eid leisten. Die tSlückwunschdc^esche deS KgiserS Franz Josef wurde von der Regierung und >er Bevölkerung ueubw begrübt Der König wird durch einen llkaS den Präsidenten, Vizepräsidenten und die MitKieder deS StaatS- cates ernennen. Diese werden ihre in der neuen Verfassung vorgesehene Amtstätigkeit solange verrichten, bis in ber orbentlichen Skupschtinatagung bie gemäß Gesetzartikel 141 vorzunehmenden Neuwahlen erfolgt sinb. Die bisherigen Staatsräte werben ihres Amtes enthoben. Das Amtsblatt veröffentlicht bie Annahme beS Pensionsgesuchs ocs Staatsratspräsidenten Generals Bvgicewitsch> ber gleichet tig auS ber Stellung als Senator schieb, sowie bes Gemeinderatsvorstanbes von Nische Theodor Mllanowitsch. — In der russischen Kirche in Genf sanb gestern vormittag feierlicher Gottesdienstes zu Ehren König PeterS statt. In Bel grab schwinbet baS Gefühl der Unsicher heil, bad sich unmittelbar nach ben Ereignissen vom 11. Juni bemerkbar machte, aber schon durch die Einmütigkeit ber Regierung unb Bolksvertrettmg bei ber üönigsivahl bebeutenb abgenommen hatte, merklich infolge der herzlichen Beglückwünschmig des Königs durch mehrere Staatsoberhäupter. Auch bie Bevölkerung menbet ben Vorgängen reges Interesse zu, ba Die Ansicht vorherrscht, baß bie gefahrvolle Krisis in einer 'Seife gelöst, welche tatsächlich zur Hoffnung berechtigte, Daß eine glückliche Zukunft für Serbien baburd) an- gebahnt ist.
Völkische Tagesschau.
Dou einet Erschütterung bet Stellung des Grafen Bülow
und deS Staatssekretärs Grafen PosadowSky infolge deS Wahlergebnisses wird hier unb da gemunkelt. Der konservative .NeichSbotc' hatte zuerst dieser Vermutung speziell im Hinblick auf den Reichskanzler Ausdruck gegeben. Natürlich sind die Krisengerüchte durchaus gegenstandslos.
Das Ergebnis der Reichstagswahlen
haben wir gestern nachmittag durch Extrablatt in der Stadt bekannt gegeben. Heute liegen sämtliche 39 7 Wahlergebnisse vor. 184 Stichwahlen sind erforderlich. Gewählt sind 31 Konservative, 88 Zentrum, 14 Polen, 6 Reichspartei, 54 Sozialdemokraten, 4 Wilde, 6 Elsässer, 5 Nationalliberale, 1 Täne, 1 Resormparlei und 3 Bauernbund. An den Stichwahlen nehmen teil: 37 Konservative, 122 Sozialdemokraten, 24 freisinnige Boltspartei, 65 Na» tionalliberale, 11 freisinnige Bereinigung, 4 Elsässer, 8 Polen, 16 Reichspartei, 1 Bund der Landwirte, 5 Antisemiten, 35 Zentrum, 10 Wilde, 6 Bauernbund, 8 deutsche Bolkspartei,' 8 Welfen unb 8 Reformpartei.
Tie im Königreich Sachsen abgegebenen sozial« demokratischen Stimmen haben um 151809 zu genommen. Tamit hat die sozialdemokratische Partei 140000 Stimmen mehr erhalten, als alle übrigen Parteien zusammen genommen.
Ein vom russischen „Regierungsboten" veröffentlichtem Eommuniqus lautet: Eine Woche ist seit dem Tage der blutigen Umwälzung in Belgrad vergangen, von welcher die kaiserliche Regierung, weil Serbien ohne gesetzliche Ge malt war, in offizieller, allgemein Üblicher Form nicht in Kenntnis gesetzt werden konnte. Indem Rußland streng den Standpunkt der Nichteinmischung in bie inneren An gelegenheiten der Balkanstaaten einhält und es auch für unmöglich hält, mit den Leitern, die eigenmächtig die Ge- walt ergriffen haben, in irgend»velchen Verkehr zu treten, wartete es die Beendigung ber Wirren ab, um sein Ber halten zu den Ereignissen im Königreiche klar festzustellen In der außerordentlichen Sitzung vom 2. Juni ber Skupsch tma und des Senats wurde die gesetzliche Ordnung wie- derhergestellt, und Peter Karageorgiewttsch einstimmig zum König gewählt, ber das an ihn gerichtete Ersuchen der Volksvertreter aunahm und den serbischen Thron unter dem Namen Peter I. zu besteigen einwilligte. Sofort nach der Wahl wandte sich der Fürst telegraphisch an den Kaiser mit dem Gesuch um Anerkennung als Wnig, worauf die allerhöchste telegraphische Anuvori in bestätigendem Sinne erfolgte. Indem die kaiserliche Regierung Die Wahl bee- neuen Monarchen, des Nachkommen einer ruhmreichen Ty naftie, begrüßt unb dem Ober Haupte des Rußland g(au- vensverwandten serbischen Volkes vollen Erfolg zum guten Beginnen wünscht, kann sie doch nicht umhin, die Zuversicht auszusprechen, daß König Peter I. ^vermöge seiner Gerechtigkeit den festen Willen an den Tag legen wird, indem er allen voran Maßnahmen zur Untersuchung bei verabfcheuungswürdigen Uebeltat ergreift unb die treu* brüchigen Verbrecher, die mit ber Schmach bes Königs- mordes bebeckt siiid, strenger Strafe unterwirft. Natur sich kann nicht bie ganze serbische Armee für das bas öffentliche Gewissen empörende Verbrechen verantwortlich gemacht werben. Doch wäre es für bie innere Ruhe Serbiens gefährlich, bie von ben Militärs in gewaltsamer Weise bewerkstelligte Staatsumwälzung ohne die erforderliche Sühne zu lassen. Solche Unterlassung würde unvermeidlich in ungünstigem Sinne auf die Beziehungen aller Staaten zu Serbien eintoirten unb damit für Serbien ta der Morgenröte ber beginnenden Regierung Peters I. ernstliche Schwierigkeiten schäften. Tas glaubensverwandte Rußland sendet zu Gott Gebete um Ruhe für bie Seele des vor- Leitia umgekommenen Königs Alexander und ferner Go mahlin, indem es den Segen des Allerhöchsten auf die Regieruugsrnühen Peters I. zum Wohle unb Gedeihen des serbischen Volkes herabruft. .. c?r ,
Nach einer Pariser Meldung wird bie französische Neaierun g in Uebereinstimmung mit dem russischen Kabinett den Wünschen auf Bestrafung der serbischen Kömgs- mörber aus sprech en, ohne jedoch die Bestrafung als Beding- una für die Fortsetzung der beiberfeitigen Beziehungen zu machen. - Ter russische Gesandte Ezankow erschien bereits im Ministerium bes Aeußern m Belgrad, wo er mitteUtc, daß der Zar bie Wahl Peters I. anerkannt habe.
Der König von Italien wird, wie aus Rom gemeldet wirb, einen Spezialgesandten nach ©enf fenben nut bem Auftrage, "Peter I. zur Thronbesteigung ferne Glück* wünsche zu überbringen. Die Abreise beS Königs ans Genf üt enbgiltig auf Montag abenb festgesetzt, bie An- hmft in Belgrad auf Mittwoch mittag. Die vorgestern von
Lukas, Hanne unb ber Ehor ber Laiidleute: es ist durchaus ein ländlicher Schauplatz, von bem aus bas Wesen unb bas Treiben ber Menschen in ben Jahreszeiten betrachtet werben soll; eine orarya tische Beziehung verknüpft die rebenben Personen bis ai^ eine kleine LiebeSszene zwischen Lukas unb Hanne nicht. ' __
Alle begrüßen nun ben einziehenben Frühling: „Komm holder Lenz. . ist eines der anmutigsten und poetischsten Stücke aller Zeiten. Sehnen, Hoffen unb Zagen sinb bie wechselnben Empfindungen, welche bas Ganze belebt. Der naive Volkston quillt in voller Ursprünglichkeit. In ber nun folgenden Szene läßt Heybn ben hinter bem Pfluge flötend daherschreitenden Ackersmann das Andante aus seiner eigenen Sinfonie mit bem Paukenschlage flöten, übertragen aufs ganze Orchester. Nun bitten alle in ber mit einer Fuge enbigenben formenreichen Hymne: „Sei uns gnädig" um ben Segen bes Himmels. Der erbetene Regen fällt unb im Anblick ber grunenben Fluren erschallt ber Freubenchvr: „C wie lieblich ist der Anblick der Natur- mit Solistenensemble. Durch regere Fröhlichkeit, Orchestermalereien, bie von Fischen, Lämmern, Bienen unb Bügeln sprechen, führt ber Komponist zu dem feierlichen Dank- gebet, einer der bedeutendsten Kompositionen im Kirchen- stile: „Ewiger, gütiger, mächtiger Gott", reich gegliedert, und in ber Schlußfuge: „Ehre, Lob unb Preis sei Dir!'« zu ganz gewaltiger Steigerung geführt.
Ein Sommer lag bient ber Schilberung des Sommers von der Morgendämmerung bis zur Abendglocke. Simon's Arie: „ber muntre Hirt" bringt die Hornklänge, bie bas auszutteibenbe Vieh zum Sammelplatz locken. Der Ehor: „Sie steigt herauf" malt in einem mächtigen Crescendo ben Sonnenaufgang. In Hannchens Arie meldet sich ber Bach, ber Insekten Geschwirr, es schlägt die Wachtel unb zirpt die Grille, es quakt der Frosch, alles hübsch unb ohne Aufbringlichkeit mit einander verwoben. Die Cavatine des Lukas: „Dem Truck erlieget bie Natur" malt bie er- brüdenbe Macht sengender Sommerhitze; ihr folgt erst die ebenberührte Arie Hannchens, ehe Simon das heran- nahende (Bernitter antünDigt, Lukas unb Hannchen bange bie Zeichen beobachten. Der gewaltige Gewitterchor, nur
ton Kiel nach Hamburg zur Anbordnahme beS Kaisers für i>ic tzelgolanbfahrt an.
— Wie man aus Kiel telegraphiert, werden auf Einladung beS SCaifeixi während ber diesjährigen Kieler Woche bie Großhetzöae von Hessen, Baben unb Mecklenburg auf ber Jacht ,Hohenzollern" Wohnung nehmen.
— Reichskanzler Graf B ü l o w, der an einer Magenver- tvmmung leibet, befindet sich in Behandlung des Professor» RenverS. Die Erkrankung nimmt einen normalen Verlauf unb bietet Aussicht auf balbtge Wieberherstellung.
— Ter BundeSrat erteilte in seiner heutigen Sitzung ben Auöschußantragen bettefjenb die Zuckersteuer-Aus- führungsbesttmmungen unb ben AuSfübmngSbestimmungpn zum Gesetz über bie Vergütung des KükaozollS bei bet Ausfuhr von Kakaowaren vom 22. Aprll 1892 feine Zustimmung. Tesgleichen stimmte bet Bundesrat bem Ausschuß^ berichte über bie Beschlüsse bes LandesauSschusseS xum Entwürfe eines Gesetzes für Elsaß-Lothringen betreffend die Errichtung und den Betrieb neuer Apotheken und dem Aus- schuhderichte betreffenl/ die. Beschlüsse des LandesauS- schusseS zu dem Entwurf eilte» Gesetzes wegen ber Feststellung pes 'Nachtrages zum LandeshaushaltSetat von Clsaß-Lothringen für das Reck)iiungSjahr 1903 zu.
— Wie der Berner „Bund" erfahrt, ist die von Deutsch
gebeten:
Was an bet Musik eigentlich das Herrlichste rst? Ta«^Herrlichste unter dem vielen Herrlichen? Ihre wun- bertoc Tiefe? Das Elementare auszusptechen mit so un- itiittefbaren Lauten, wie es keine andere Sprache de,itzt, Illchtfitt^ denSch merz, nicht für die Luft?
Reichtum an Schattierungen des EmppndungSausdrucks? ^bre unaebeurc suggestive .HYart, nmichenhattor als alle L Tausend und einc >Mcht? Ihre gl-tscherhm-- Reinheit im Wonnerausch, wenn sie uns die Seligkeiten aller Himmel zu kosten giebt?" „Das Herrlichste an der Muff! ist ihre Göttliche Wahryaftigkett. Sie ist die einzige Sprache, in der nicht gelogen und betrogen imtb. (Aus M. G. Conrads: Majestät.) .
x Tiefe Worte stammen aus dem Munde Köirig Lud- wias II und der Kaiserin von Oesterreich und verdienen aerade einer Betrachtung über Haydns Jabresze.iten vor-
,u werden Ztvar möchte ich meinen, daß die Lugner kn d^r^Mnstk a>lch lngan, -s gibt <ruch »erlogene Musil, 7ner sicher ist daß sieche Musik alsbald enttarnt wird, da bi^r auch die Lüge nicht zu heucheln, nicht zu tau,chen “ ,0 Tie Lüge wird hier sofort erkannt. Unb |o mag m!n stbließlich sagen, daß eben bie göttliche Wahrhaftig- tcit bas .^mrzeichen aller guten D^lfik, ja aller guten Ennst ist' Man iann fteilich durchaus wahrhaft unb kein Künstler sein, aber mag ein Künstler auch noch L bPniibt fein ein großer Meister der guten Kunst wird ? S Ä diese gbttliche Wahrhaftigkeit^. Und ern > olLer Meister war und ist I o s e s H a Y b n. Seine „Jah- -es-etten" geben aucT) hiervon lebendiges Zeugnis.
1799/1800 sind die Jahre schwerer Asbett für ben , An* scbon nahezu 70 Jahre alten Meister. Wer da? dem oollendeten Werke nach anzumerken l Und es fo ja es wird immer ,o bleiben: „Sol ba-, Le ßaben^ die Götter den Schweiß gcj-k-i" _««r die ^berKäcklichen bilden sich nach immer ein, dan Llllent Eüa nichts mit Arbeit, mit Energie unb tfteiB
,zu tun hätten und zu ihnen gehört denn doch bie große Mehrzahl ber sog. verkannten Genies. Gerade bie afler- ' grüßten Meister in Kunst unb Wissenschaft wissen davon zu sagen, wie nur rastlose Arbeit zu ben Höhen führt. Schon bei der Kompvsitton ber Schöpfung, bie für jene Zeit allerdings ein reformatorisches Werk, eine m ihrem Formenbau neue und selbständige Kunsterscheinung war, hat ber Komponist schwere Anstrengung gehabt unb nur widerwillig ließ er sich auf die neue Arbeit em: „er fei zu alt unb habe nicht mehr bie Kräfte, ein so großes Werk auszuführen", auch, besagte ihm ber Text in vielen Stellen wenig. Er gab auch später ber Schöpfung ben Vorzug' „Sn ber Schöpfung reden Engel und erzählen von Gott, aber in den Jahreszeiten spricht nur ber Lukas". Allein nicht HaydnS Werk trifft ber Lorwurf, wenn von einem Vorwurf überhaupt bie Rebe fein ternn, jonbern ben englischen Dichter bes Textes. In der ^,at aber ift man ungerecht, wenn man auch hier wieder falsch vergleicht. Es verdient doch keinen Tadel, daß an Stelle der in der „Schöpfung" behandelten mythischen Vorgänge und gewaltigen Naturereignisse hier in den Jahreszeiten vchil- berungen der Landschaft, bie täglichen Freuden unb Sorgen beä menschlichen Levens unb ^.reibens, treten. Natürlich durfte daher in dieser Komposition nicht ber große pathe- ftjchc Zug walten, der die „Schöpfung" durchweht, wenn auch einzelne Telle und der L>chluß des Ganzen dem wieder nahe kominen. Musikalische Genremalerei, Idyllen und derbe Volksszenen überwiegen: ,^n dieser Kleinkunst feiert Haydn, namentlich im „Herbst" Triumphe, durch Stücke, wie bie Jagd und bie Weinlese, ^ie sind mit ber Feinheit und Treue der niederländischen Maler aus- aeführt und bilden den frischesten Teil des Oratoriums." lH K-etzschmar. Frühling, Sommer, Herbst und Winter bilden die naruilirf)e Einteilung: in der Ouvertüre geht, Haydn vom Winter aus und schildert zum Schluß derselben, wie endlich seine Herrschaft nach langen sturmen aebrochen ist: „Aus langen fest au;; uigenben ^'llkorden rutschen flüchtige Sechzehntel wie der Schnee von den Tüchern." ')iun treten, mit kurzen .c...auvischcn ^lAester- ftguren begleitet, bie Personen des Oratoriums auf: simon.
Nr. 141 Jwettes Blatt. z 153. Jahrgang Freitag 1». Juni 190»
»rschetut tÄglt» Ä M 7bV1^viertel-
nutzer Somnags. W ▼ L'ibdtcb Mk. 180; durch
Dem Gießener Anzeiger k. ▲, ^^fck Abhole- u. Zweigstellen
werden im Wechiel mil A Z ' iw*, <9 BB W JvK wv monaklich Ps.; durch
t»»Inl6>iZAll Ar JITiXAIfl Ar wawst ■bXÄL. |V ilv IIvI 11 IVIMVV SÄ««
U General-Anzeig« " SS;
St Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Giehen WM
FernfprrchansLlnß Nr. 51_ v ________


