Ausgabe 
19.6.1903 Erstes Blatt
 
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Weill-Versteigerung.

Montag den 22. Juni d. IS., nachmittags 2 Uhr, werden nn Bieker, sch en Saale, Neustadt 55, versteigert:

co. 500 Flaschen Wein, als-. Niersteiner, Bingener, Rup­pertsberger, Rüdesheimer, Medoc, Aßmannshauser, Rüdes« Heimer Bera, Graach er, Rauen- chaler, Sekt, sodann Kognak, Arrak und Rum, 5 Faß Wein, nämlich Ruppertsberger, Rau- entbaler, Mosel- u. Tischweine.

Die Versteigerung findet bestimmt statt.

1883] veißler, Gerichtsvollzieher.

Versteigerung.

Arettag, den 26. dS. Mts., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Pfandlokale Seltersweg 11 gegen Barzahlung:

1 Musikautomat, 1 Kassaschrarck, 1 Schreibtisch, 1 Spiegel, mehrere Soias, Komoden, 2 Bertikows, 1 Kleid erschrank, 1 Regulator, 1 Nähmaschine. 1 Pianino, 2 Fahrräder, 2 Koffer, 1 Laden- chäe, 1 Glasschrarrk, 1 Billard, Stühle, 2 Kastenwagen u. a. m. Gie steu, den 18. Juni 1903.

4750 Sier,

stellv. Pfandmeister.

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Dienstag den 23. Juni, nachmittags 2 Uhr, wird im Gemeindehaus zu Lützellinden ein der Gemeinde gehöriger fetter Bulle öffentlich verkauft.

Groß-Rechtenbach, 4891] 18. Juni 1903.

Das Bürgermeister-Amt.

Stadt. Schlachthaus.

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Geschäftsjahres geleistete Ein-

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«7o

Die Bllanz und Gewinn- und Verlust-Rechnung für das Geschäftsjahr 1902 lautet wie folgt:

Eingezahltes Aktienkapital Mk. 1,750,000 , 1,750,000

Eingezahltes Ülktienkapital Mk. 1,500,000 , 1,750,000

1900

8°.n

Eingezahltes Aktienkapital Mk. 1,750,000 r 1,750,000

1898

0%

0%

auf die Prioritäts-Aktien: . , , Stamm-Aktien:

Emgezahttes Aktienkapual

Mk. 1,750,000 , 1,750,000

Eingezahltes Aktienkapital Mk. 1,000,000 , 1,750,000

1902

6% 0%

1901

6% 4%

1899

6", »p. r. t 4"/o

DieEisenwerke Lollar, Aktiengesellschaft" wurden am 28. März 1895 unter der FirmaEisenwerke Hirzenhain vormals H. N. BuderuS" gegründet und am 10. April 1895 in das Handelsregister eingetragen. Das Aktienkapital betrug Mk. 1000 000.. Am 4. Juli 1895 erwarb die Gesellschaft die Main-Wescr-Hütte zu Lollar, nahm die Firma Eisen­werke Hirzenhain & Lollar an und erhöhte ihr Aktienkapital auf Mk. 2 250000.. Mit diesem Aktienkapital wurden alsdann folgende Aenderungen vorgenommen:

1. Am 8. Dezember 1898 wurden Mk. 1000 000. 6%ige Prioritäts-Aktien neu geschaffen und Mk. 500 000. Stammaktien in Prioritäts-Aktien umgewandelt sodan das Aktienkapital aus Mk. 1 500 000. 6%ige Prioritäts-Aktien und Mk. 1 750 000. Stammaktien bestand. 1 p

2. Am 30. April 1900 wurden die Prioritäts-Aktien um Mk. 250000., also auf Mk. 1750000 vermehrt, und

3. am 28. April 1903 die Stammaktien Um Mk. 1150 000. durch Annahme an Zahlungsstatt auf den Kaufpreis des verkauften Hirzenhainer Werkes reduziert die rest­lichen Stammaktien im Betrage von Mk. 600000. in Mk. 360 000. Aktien zusammengelegt und diese mit ihren Rechten den Prioritäts-Aktien gleichgestellt sodak 2110 000. beträgt und eingeteilt ist in 2110 Aktien ä Mk. 1000.-, welche auf den Inhaber lauten und völlig gleichwertig und gleichberechtigt sind. 3 u b

Am 28. April 1903 hat die Gesellschaft das Hirzenhainer Werk zum Buchpreis von Mk. 1340 000 verkauft, die FirmaEisenwerke Lollar. Aktiengesellschaft anae» **ommen und ihren Sitz m Lollar genommen. Die ang^deuteten Aenderungen und Beschlüsse sind in das Handelsregister eingetragen. J

Der durch die Zusammenlegung des Aktienkapitals erzielte Gewinn dient zur Bestreitung der Kosten der neuen Anleihe und zu außerordentlichen Abschreibungen.

. m Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und Verwertung von Metall-, insbesondere Eisenfabrikaten, die Gewinnung und Nutzbarmachung von Bergbaumaterialien und hie Verwertung der Nebenprodukte. ä w

r c 2". Ausführung ihres Zweckes kann die Gesellschaft auf Grund Beschlusses des Vorstandes und des Aufsichtsrates Zweig-Niederlassungen im In- und Auslande unter der gleichen oder einer besonderen Firma, Kommanditen und Agenturen errichten oder sich bei anderen Unternehmungen in jeder gesetzlich zulässigen Form beteiliaen

Die Dauer der Gesellschaft i|t nicht auf eine bestimmte Zeit beschränkt.

n o:"nIle Bekalintmachungen der Gesellschaft erfolgen im Deutschen Reichsanzeiger und in der Frankfurter Zeitung. Zum Nachweise rechtzeitiger Bekanntmachung soll jedoch ollen Fallen die rcchtzeitge Bekanntmachung m dem Deutschen Relchsanzeiger genügen. Sofern nicht mehrmalige Bekanntmachungen durch das Gesetz oder durch die Statuten vor­geschrieben sind, genügt die einmalige. 1 9

Der AufsichtSmt der Gesellschaft besteht aus mindestens drei und höchstens sieben Mitgliedern, welche von der Generalversammlung gewählt werden. Mjährlich scheiden aus den ^.ag der ordentlichen Gcneral°cr>amm ung zwei Mitglieder aus und zwar die beiden Dienstältesten. Bei gleichem Dienstaltcr entscheidet das Los Die Aus che.denden sind wieder wahlbar. Gegenwärtig bilden den Aust.chtsrat die Herren: Friedrich Schiele in G,eßen, Vorsitzender. Otto Philipp m Berlin, stellvertretender Vorsitzender G°. Henner Kommerzienrat Hugo Buderus. H,rz°nh°,n. Direktor Carl Eckhard in Franksurt a. M A. Segberth in Wiesbaden. Alfred Weinschenk Frankfurt L®ec a3orftani besteht nach der Bestimmung des Aussichtscates aus einem oder mehreren Mitgliedern. Die Mitglieder des Vor- ttandc^ werden diirch Beschluß des Aussichtsrats ernannt und entlassen. Der Aussichtsrat kann auch stellvertretende Vorstandsmitglieder ernennen ^ie Anstelluna hPr Stm-rtnnSs,, t 'st --derzeit widerrustnh. unbeschadet ihrer Ansprüche aus den Anstellungsoerträgen. Gegenwättig .st Herr Herm. St-.necke 'n 8~ «aeiitae?

~,c ordentliche Genccalvertaminlung der Aktionäre findet in den ersten fünf Monaten auf dem Werke oder in Gießen oder in frranksurt a M statt Die Eintatn.na

derselben erfolgt durch einmaliges AuSschreiben nach den Vorschriften des H. G. B. in den GesellschaftSblättern, welches so zeitig erschienen sein muß, bäfeÄen tür die Hmterleguug der Aktien frei bleiben; gleichzeitig i|t die Tagesordnung bekannt zu geben. Bei der Berechnung der Frist von zwei Wocken werden der jnn hnr ^cfnnntmn*

und der Tag. bis zu desien Ablauf die Hinterlegung zu geschehen hat. n.cht mitgerechnet. In gleicher Weise erfolgt di- Einb-^na^°d^^^au7er"dentl.ch-n Generalve^mm

Ausnahme derjenigen, welche über Auflösung und Liquidation zu beschließen hat, für welche eine Berufungsfrist von mindestens 4 Wochen vorgeschrieben ist ""

, . Wieder 'dftionär, welcher an der Generalversammlung teilnehmen will, hat spätestens am dritten Werktage vor der Versammluna hen 3'nn i

feine 5Kt.cn be ben in der Berufung namhaft zu machenden Stellen b.s^um Schlüsse der Generalversammtung zu binnen un£be. ta fiXeJu

Nummern der Aktien geordnetes Verzeichnis emzureichen. 30 } 9cn unö het öer Hmterlegung em nach Gattung und

. ötatt der Aktien können auch von der Reichsbank oder anderen vom Aufsichtsrate bestimmten Bankinstituten oder von einem dentickten r

schemigungen, aus welchen Gattung und Nummern der Aktien ersichtlich sein muffen, hinterlegt werden. Gegen die Hinterlegung der Aktien oder L)interleaunas?ckeine mrrh f C'

jebStttie dne Stin.me^men '°u-d- und d.e Zahl der .hm zusteheuden Summen be^e.chnenie ftegitimafionskarte ektestt. W*Ä

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. T-r Auffichtsrat beschließt alljährlich zu der am 31. Dezember von dem Vorstand- aul-un-bmenden

.n. Emvemehmen nut dem Vorstande, welche Beträge für Abschreibungen und Rückstellungen aus dem Bruttoüberschuß zu verwenden sind "Zunehmenden Inventan,atr°n und Bilanz.

Ian3niajji3e Reingewinn ist, nach Genehmigung der Bilanz durch die G-neralversamnllung, wie folgt zu verwenden'

" ' ? '0 äuui gesetzlichen Reservefonds so lange, als dieser Fonds den zehnten Teil des Grundkapitals Nicht überschreitet 'N »nn sPr r * ,

schl'-gend-n augerordentl.ch-n Abschreibungen und Rückstellungen, zur Auszahlung der vertragsmäßigen Tantiemen an den Dodd «eneralversammlung etwa zu be.

AlSdann werden 4°/. des emgezahlten Grundkapitals m Abzug gebracht und unter die Aktionäre nerteiü. Hierbei roetb"n .m "auie zahlungen nach Verhältnis der Zeit, jeit welcher sie vor Zahresschluß erfolgt sind, berücksichtigt. " r b j

330,1 °eni verbleibenden Reingewinn echält der Aufsichtsrat eme Tanliöme oon 12 Prozent, lieber die Venvendung des Restes des Reingewinnes entscheidet die Generalversammlung In den letzten fünf Jahren hat die Gesellschaft folgende Dividende verteilt: