Ausgabe 
19.3.1903 Zweites Blatt
 
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ist.

Anfangs- u. Schlußkurse.

218,00 217,70

Ter

462 641

Stande auf,

der

Telephonischer Kursberichte

217,40

141,80

10330

Oest. Kredit. .

Deutsch« Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Harpeirer Bergbau

. 102.50

. 92.35

. 102.50

. 92.40

. 101.30 . 100.20 . 103.60

S'/u Mexikaner 4*/t / Chinesen . . ' Electric, sei nckert .

Nordd Lloyd . .

r.rcdiruktietj

Disxonto-Kommandit. Durmbtädt- r Bank

37t% 3%

3 ,°'b 3°/o

3* 2%

ruaJ ' Dresdener Bank . . . 102.30 ' Her in er Handeleges. . 103.50 Oesterr StaaUbahn .

geworden. o -

trüberen Jahren, und die Preise gingen in die Höhe. Ferkel loneien pro Paar 4050 fDIL, fleinc Läufer 6070 SIL, größere entsprechend mehr unD Lämmer durchichntttlich 50 SIL

fürdjlirijt llndiriditrn.

^ottrsöirnft in der Synagoge, Sudaulage. Akraelilische Prliflinnearninnhe.

Sam - toa , den 21. Tlärj 1'308.

Vorabend 6.15 Uhr. Tlornend 9 Uhr.

Havhtarah» Erklärung.

Nachmittags 3.30 Uhr. Labdalhausgang 7L0 Uhr.

Gottrsdtenff Irr israelitischen Prligionsgelrllschaft.

Sobbaibseter am 21. März 1903.

Freitagabend 6.10 Uhr. Samstag Vorrnttiaa 8L0 Uhr.

Racknntttag-Z 3.30 Uhr. Sabbatbausgang 7349 Uhr.

Wottiengaiic^dicnst: 7.G0 Uhr, abends H.OU Uhr.

(ßcridiiehntl.

Leipzig, 18. März. Tas Urteil im Pro zeß Exner har, da weder der Staatsanwalt, noch bie Verteidigung Revttwn etn- legten, heute Rechtskraft erlange.

ycrmirdiics.

Berlin, 18. März. In der BetriebSwerkstätte der tReX)<x\d)cn Aktiengif.-llschaft für elektrotechnisch« Apparate erfolgte heute mUtag eine Explosion, wobei cm Ar­beiter tStlich verunglückte.

* München, 18. Stürz. Die ehemalige StiftSobmn, Elise von Heusler, hat Revision beim Reichsgericht anmelden lassen.

Pari-, 18. Mürz. Wie aus Domfort berichtet wird, wurde dortselbst der Hauptmann Pocrier verhaftet, weil er in em« Ansprache an seine Kompagnie die repu. blikanische Regierung scharf angegriffen und sie sogar beleidigt hatte. Der KorpSkommandeur hat Poirier sofort auf Festtlng geschickt, bl« der Wlmift« seine Entschlüsse bezüglich der Be» strafung deS Hauptmanns gefaßt haben wird. Wie ver­lautet, steht cm neuer Skandal bevor. Ern hiesiger Go müldchändler will den Beweis erbringen, daß die Verwaltung de« Louvre und anderer Museen sich habe betrügen lasien, indem chr unechte Gemälde und Antiquitäten ver-

50.95 i Lorn Garden . . . .

32.15 I Gutthar bahn ....

33.00 ! Laura Otte.....

132 80 ilucbum ......

44.90 j tlarpener ....

Tendenz: kost.

anfänglich den Unt«offizier schw« belastenden Anschuldigungen zurückgenommen und hat zu guterleyt eingestanden, daß sie sich selbst in die Fulda habe stürzen wollen.

Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Der Sergeant Paulsen vom 81. Inf.. Regt, beging, wie unS auS Frankfurt gemeldet wird, am 18. d. M. im ArresthauS Selbstmord. Der lange ßeit in Hanau wohnhafte Buchhalter Emil Wendland, der vor einigen Jahren fern Domizil von hi« nach Aschaffenburg verlegte, wird seit dem 12. März vermißt. Man befürchtet, daß ihm em Unfall zugestoßen ist. Der britische Geschäfts- trüg« in Darmstadt, Iohnston, wurde zum Botschafts­sekretär in Wien ernannt

m3.

. 26.15

. 92.40

. 93.60

. 9G20

. 218.20

. 195.10

. 141.80

. 149.56

. 160 70

. 155.00

. 1L50 189.60

. 2/4.00 . 19.13/-

. 17VX

4-j ital en Rente . .

4« Portugiesen . .

0/ t ortugies<D. . . .

1 % C. Türaen . . .

Türkenluse

4uJo uriech. Monopo' -AuL äussere Argcnttner

dürfte nicht gespielt werden.

Graz, 19. März. Nach Meldungen aus St Johann hat dort ein Bauer das Grab des Hunnenkänigs Attilagefunden. Eine Kommission ist zur Besichtigung *" Fundstelle abgereist.

Bukarest, 19. März. Hier zirkulieren Gerüchte, daß sich die amerikanische Milliardärin Fräulein Astor mit dem Minister des Aeußern Bcatianu ver­ehelichen wird. Fräulein Astor weilt mit chrcm Bruder als Gast des Kronprinzenpaarcs seit einiger Zeit in Bukarest.

Newyork, 19. März. Eine Meldung aus Euracao, die anderweit noch nicht bestätigt ist, besagt, daß das venezolanische KanonenbootRe st auradorden Hasen Earupano im Staate Bermudaz bombar­diert und dadurcb mehrere Häuser zerstört habe.

Vorjahrs.

New-Aort 18.«. Nach ein« Meldung aus Havanna hat Pierpoiu üJtorgan te Venrelung der Amencan-Tabacco das aanae Tabakegebiet von Vuetta Abaca (auf Huba) an gekauft.

Märkte.

fnmilifnilndjriditrn.

«estorben7 JusUzrot Wilhelm v. Grolman in Darmstadt.

Georg Siem tn Tnnnno&L ________

^rulkaßcn örr ilriiaininn.

(Auonstme ttniragen bleiben unberückfichtigt.)

H. (4. 33. Wir werden bie uiteieflanten Fragen in den nächsten Tagen in einem beionberen Artikel deleuchren.

©erliner Börje vom 18. Marz 1903. (Mttgetettt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Nach fefler Eröffnung bröckelten tm wetteren Verlaufe der Börse die Kurse auf den mcifieti Gebieten ab. Auslassungen des Generaldirektors Kirdorf in der Generalversammlung der Gelsenkirchen Bergwerks-Aknen- Gesellschast, nach denen un laufenden Atonal Absayiiockungen cm- geireicn seien, führten zu Verkäufen m Kohlenwenen und schlossen sich Eisenwerte bei geringen Umsätzen der weichenden Lenden- an. Bon Renten sind luden wiederum als besonders fest zu erwähnen, für welche Paris andauernd als Käufer auitruL Argentinier au Realisierungen matt infolge der heute gemdbeien Unruhen m Uru­guay. Lebhaftes Interesse zeigte sich für Henry, in denen größere Anlage-Käufe ooraenommen wurden, die teils auf die Tividenden- chätzung, teils au! die Znkunstschancen zurückzuführen fern dürften; Gotthard, sowie italienische Bahnen ebenfalls in fest« Tendenz. Kanada fest auf bessere amerikanische Tendenzdepeschen. Auf dem Kafsa-Jndustriemarkt herrschte schon auf den Ultimo hm vorwiegend ReotisationSlnst, doch wurde die angebotene Ware schlank ausge­nommen, sodaß die Wesamthaltung als relativ fest zu bezeichnen Privatdiskont 3 pCt.

Beichsanleibe do.

Konsole . do . .

0

Obernesaen

kaust worden seien.

Wie Kaiser Wilhelm IL einmal Theater 1 gespielt hat und zwar als dreizehnjähriger Sfnahe, erfahren wir jetzt aus dem BucheErnst Curtius". Pro- ' feffor Curtius war der Erzieher deS Kaisers Friedrich und auch später noch dessen Freund und Berater. Am 26. März 1873 schreibt er an seinen Bruder Georg Curtius aus Berlin folgendes:Der Kronprinz ist äußerlich schmaler und älter, innerlich ernster und reifer geworden. Ich habe rechte Freude an ihm gehabt. Bei einem Mittagessen von 160 Personen bewegte er sich mit voller Freiheit und Frische Mn den Leuten umher, und Sonntag sah ich ihn ganz

eise der Seinen, da die ftinber zur Nachfeier (des königlichen Geburtstages) ein Stück aufführten, und zwar den Goetheschen , r g er g e n e r a l", bei dessen Ein­übung Werder als Regisseur vortrefflich gewirkt hat. Die beiden Kaiser^Lnkel spielten mit großer Frische und geistigem Verständnis, und es war nicht uninter­essant, den deutschen Thronerben mit der Jakobinermütze zu sehen und mit größter Zungenfertigkeit die "Theorien von 1789 vortragen zu hören."

Geschich te schwach. Das römischeGiornale b^tatia" h2 suh in diesen Tagen einer sehr schwierigen Aufgabe gegenübergesehcn. Anläßlich der Früchte über eine Verlobung des de utschen Kronprinzen mit der Tochter des Herzogs von Cumberland sollte es seinen Lesern die Absicht erklLren, die Kaiser Wilhelm mit dieser Versöhnungspolitik verband. Das Resultat der historischen Studien des Blattes war folgendes: Im Jahre 1870 wurde zwischen Oesterreich pnd Preußen ein Vertrag abgeschlossen, der bestimmte, daß daS Herzogtum Ele­vin a (soll heißen Schleswig) den Dänen zurückgegeben wer­den solle, wenn ein Referendum der Bevölkerung es ver­lange. Preußen aber veranlaßte dieses Referendum nie, und als der Herzog von Cumberland, der Erbe des Thrones von Hannover-Slevi ng (!!), die Prinzessin Thyra heiratete, da wurde Preußen die Streichung jenes Refe­rendums gestattet. Heute aber will Kaiser Wilhelm durch jene Verlobung nun den letzten Anspruch Oesterreichs aus Sleving zerstören. Mehr kann man nicht verlangen!

* Ein Ritualmordmärchen setzt seit einigen Tagen die Stadt Jutroschin (Provinz Posen) in Auf­regung und hat sich mit unheimlicher Geschwindigkeit in ber ganzen Umgegend verbreitet. Es geht dahin: Der an- gesendste und reichste Kaufmann der Stadt, R, habe einen christlichen Schuler in seinen Keller gelockt und dort in «ne Kiste eingenagelt. Echt nach drei Tagen wären bei den Nachforschungen, die die Eltern des Knaben anstellen ließen, die Gendarmen durch schwache Hilferufe der Tal auf die Spur gekommen, und hätten den Knaben halb er­stickt und fast vnhungert aufgefunden. So unglaublich läcl>erlich diese Erzählung ist, so schlimm ist ihre Wirkung gewesen: das Haus des Kaufmanns R., dessen Kundscl-aft fast ausschließlich aus der Landbevölkerung besteht, wird nach derBrest. Ztg." vollständig boykottiert; ihm totrb nichts übrig bleiben, als fortzuztehen. Und auch die Ge­schäfte der übrigen jüdischen Kaufleute, welche einen Teck ihrer Daren im Keller aufgespeichcrl haben, werden ängst­lich gemieden. Mit den böswilligen Urhebern des Ge­rüchts, den Mitschülern des betreffenden Knaben, (ber in Wirklichkeit einen Tag die Schule geschwänzt hatte), wird sich wohl demnächst das Gericht zu befassen h<wen.

*Die Austreibung einesTeufels macht, tote bieOsipr. Ztg." erzählt, in A dl. Br ie s e n von sich reden. 3m Oktober vor. Jahres hatte die Arbeiterfrau D., um von einer Entbindung schneller zu genesen, oon einer fingen Frau" Brot erhalten und gegessen. Da nun die Wöchnerin später trübsinnig wurde, tu ar ihr Mann über­zeugt, daß sie mit dem Bissen Brot den Teufel in sich ausgenommen habe. Er verlangte nun von der Nothelferin, fte sollte in der nächsten Nachä um 12 Uhr ^eimKreuze am Wege" fein, um dort seiner Frau den Teufel auszu­treiben. Sollte sie seiner Aufforderung nicht Folge leisten, so würde sie am anderen Tage tot sein. Die Frau stellte sich zur bestimmten Stunde ein. Zur Sicherheit nahm sie ihren 19 jährigen Sohn mit, der abseits, hinter einem Baum versteckt, stehen blieb. Beide Frauen mußten nieber- frnen und sich den Oberkörper entblößen. Mit einer Wer- benrutc zahlte der Mann beiden mehrere kräftige Hiebe auf den Rücken, daß sie vor Schmerz laut schrieen. Ta fprang der Sohn aus dem Versteck hervor, und wollte dem Teufelsaustreiber an den Kragen, .tiefer ließ nun alle im Stich und raste wie wild nach Haufe, in der Mein- ung, der Teufel wolle chm jetzt den Garaus machen, zie kranke Frau ist natürlich nach wie vor trübsinnig.

Laß bie Prinzessin Alerandra zu Isenburg oon ihrem Rittergut Fattenberg spurlos verschwunden fei, wie -der .Fränk. Kurier" behauvlct lMte, erklärt der Rechls- beistand der Fürstin, Hrcchtsanwalt Remach 'N Frankfurt a. M. im .Franks. Generalan- ' ;ät irrtümlich und unrichtigV weiterhin richtet « an alle bieiemgen, welche Forderungen

»V--L

4% Oesterr. Go drer-te .

4' % Oesterr. Biiberrente 101.15

4% Untrer, boldrmte DA

tiaenborf a. b. £ba., 18. März. D« heutige Frühjahrs- markt würbe durch die Ungunft d« Witterung sehr beeutträch- ttgt; besonders der Krämermarkt, auf welchem viele Verkäufer ihre ~ - 'geschlagen hatten, ist buchstäblich säst ganz zu Wasser Tas Angebot in Vieh war etwas mäßiger als in

llriii'li? ^tiriuuiuiriL

Originaldrahlmcldnngcn bee Gießener Anzeiger».

Darmstadt, 19. Aiärz. (Orig.-Tel. d. Gietz. Anz.) Za ber heutigen C hung ber zwe len Kammer würbe bie Beratung über das Schlacht- unb Flettchdeschaugcjetz von ber TageSoibnung abgesetzt, wegen zu später Zustellung des Au-schußbenchts. Rach Erledigung einiger Vorlagen gelangte dann bie Vorstellung bei Oberbürgermeisters Mecum von Gietzen über bie Sonntag«- Ruhe zur Verhanblung. Ter AnSs-uutz Referrat, Abgeordneter Frenay, befüiwortete be Vorschläge sehr warm unb auch eine Aeihe andererJtebner befürworteten bie Vorstellung des Ober­bürgermeister«, nur Abgeordneter Ullrich meinte, bie Offenbacher Geschäftsleute hätten gar kein Jmerefle an der Offenhaltung bet Läden. Staatsm'Nister Rothe sagte eine wohlwollende Erwägung der Sache za.

Berlin, 19. März. Der Bund der Kaufleute hielt gestern abend seine erste Versammlung ab, in der von. )en Vorstandsmitgliedern in längeren Ausführungen auf die Zwecke und Bestrebungen des Bundes htttgcwiesen wurde. Zn erster Linie beabsichtige derselbe, den ftaufmannöftanb, dessen Interessen in dec letzten Zeit mehrfach verletzt wor­den seien, hock^uhalten. Der Bund solle in der gleichen Weise den selbsiätidigen Kaufleuten wie den kaufmännischen Angestellten dienen. Neben dem Bunde sollen die tauf» männ.schen Cinz.lorganisatidnen bestehen bleiben. An die Ausführungen der Referenten schloß sich eine Diskussion an. Die Versammlung war außerordenllich zahlreich be­sucht. In der Haupt-Kadettenanstalt zu Groß- Lichterfelde ist eine Schar lach-Epidemie aus­gebrochen, die bischer normal verlaufen ist.

Düsseldorf, 19. März. Der Freudenberger Spar­kassenrendant Faust hat sich nad) Unterschlag­ung von 36 000 Mk. erschossen.

Essen a. d. R-. 19. Rtärz. Auf den Hochöfen deS Hörder Vereins brach Großfeuer aus. Zahlreiche Ge­bäude stehen in Flammen.

Danzig, 19. März. Der hiesigen Schichaus chen Werst wurde der Neubau eines großen Panzer- Linienschiffes, das auf 15 650000 Mk. veranschlagt ist, übertragen.

München, 19. März. Auf die zur öffentlichen Zeich­nung aufgelegten nominell 50 Millionen 3J/2 pr o z. baye­rische Obligationen gingen Anmeldungen von über 250 Millionen bei den Zeichnungsstcllen ein.

Paris, 19. März. Zn der Rede, welche der Ministerpräsident in der gestrigen Kammer sitz- u n g oei Stellung der Vertrauensfrage hielt, führte er aus, der Staat habe das Recht, den Kongregationen den Unterricht zu verbieten, der danach strebe, die Kinder den republilanischen Grundsätzen zu entfremden. Das Land sprach sich bei den letzten Wahlen zu Gunsten der den Kon­gregationen feindlichen Kandidaten aus. Er, der Minister- Präsident, wolle allein den Unterricht durch Laien. Die Kammer beschloß, daß die Rede Eombes' in allen Ge­meinden Frankreichs öffentlich angeschlagen werden joIL

Rom, 19. März. Das päpstliche Konsistorium wird, wie nunmehr feststeht, im Zuni ftallsinden. Die Ernennung des Erzbischofs von Köln zum Kardinal soll be­reits feststehen.

Salzburg, 19. März. Nach einer bisher unbestä­tigten Meldung soll die Prinzessin Luise von Toskana nicht unbedentlich erkrankt fein. Nach umlaufenden Ge­rüchten soll die Prinzessin infolge der Aufregung über den Erlaß des Königs Georg einen Selbstmordversuch begangen haben. (??)

Preßburg, 19. März. Heute sollte im Stadttheater zum Benefiz eines Schauspielers HeysesMaria von Magdala" aufgeführt werden. Cs wird hier abwechselnd ungarisch und deutsch gespielt. Gestern wurde die Vorstellung plötzlich abgesagt, well der Schauspieler auf die Aus­führung verzichtet hat, nachdem ihm Mitglieder der kleri­kalen Partei 400 Kronen gegeben hatten, das Stück

217,25

141,70

193,20

179,00

Adler-Fahrradwerke vor«. H. Kley«, Frankfurt a. M.

Reingewum aus dem abgelaufcncn Gefchäftsjahr betrug Alk. ; (u V. 405942 Alk.), die Dividende falt un Betrag von Mk. 800 000 ist gleich 10 Prozent des Aktienkapitals w. t V. vor- gefchlagen werden; als Vortrag für 1903 kommen Mk. 87 906 (43 434 Alk.) m Betracht.

Petersburg, 18. März. ES verlautet daß hier die Organi­sation eines befonderen L y n d l k a t s für den E r p o r t r u f f i - jchen Petroleums perfekt geworden ist. Das Aktionsfeld dieses neuen Syndikats dürfte sich über Deutschland, Belgien und HoUaiid erstrecken, wohin tue ersten Sm,düngen auch schon abgegangen sind. Die Geschäftsleitung hegt in der Hand der be­kannten Firma Nobel, die auch Hauptaktwnär der ruflischen Ge- seUschaft für Petroleumexport ist.

Konstantinopel, 18. März. Die Einnahmen der Türkischen Tabakregie-Gesellschaft betrugen im Alonat Februar 1903 17 500 000 Piaster gegen 15 600 000 im gleichen Monat des

an die Frau Prinzessin Alerandra haberr, die Aufforderung, dieselben zunächst bet ihm anzumelden.

*DasMitgefühlfürdieunglücklicheMinna Wagner, daS Epfcr der Münchener Stistsoberin Elise o. Häusler, betätigt sich fortgesetzt. Die Prin-essin Lud­wig von Bayern ließ der in Feuchtwangen wohnenden Mi tter bei an den Folgen der Deraiftung burch tnc Stisls- vorsteherin v. HäuSler erkrankten Minna Wagner auS ihrer privatfchatulle eine größere Summe überweisen, die die I er Frau feit der Erkrankung ihrer Tochter entgangenen Zuwendungen reichlich decken dürfte, lieber die verurteilte Häusler erfahren die ^M. N. N." noch daß sie, einer aller­dings noch unbestätigten Angabe zusolae, 2u000 Mark auf der städtischen Spartrsse stch.n haben soll. Bisher aaü die Häusler als mittellos. Bei der Wichtigkeit, die dieser Um­land für die Versechlling der zivilrechllichen Ansprüche der Minna Wagner hat, ist jedenfalls eine amlliche Aufklärung zu erwarten.

Submisstous-Aalender.

21. März. Dieburg. (Hess.-Darmstadi.) Großh. Hochbau- amt Ausführung der Glaserarbetten zum öleubnu eines Kreis- anitSgebauöes. Bedingungen unemgelilich. 21. März. Gerns­heim. Gr. Aintsgerichtsschieiberei. Lieferung von Sckireib- moienahcn für 19u3 04. Bedingungen dafelbst. 21. Alärz. G i e 8 en. Gerickusichreiber des Grotzh. Amtsgeiicht«. Lieferung der Schreib,naienalien und Ausführung der Bnchbinderarbettcn für 1903 04. Bedingungen durch Obigen. 23. März. Homb e r g. Genchtsicheeiberei des 0)roßh. Amtsgerichts. Lieierung der Schrclb- maienalien für das Geschäftsjahr 1903 04. Bedingungen ebenda. 23. Alärz. O f f e n b a ch a. 'DL Neubauburean, Buchhügelallee. Ausführung der Bauarbenen und Materiallieferwig für den Lchlackttbofneubau hier. Bedingungen 8 Mk.

i . . 179.30

Tendenz: schwächer.

Eingesandt.

(Für Form und Jnha^ uu^. umt*. uteier Rubrik stehend« Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenubei keinerlei Verantwortung.)

Offene Frage!

Passiert man z.Zt. die verlängerte, bereits längere Zeit ihr« Fertigstellung barrenbe BiSmarckstraße, so muß man sich kopfschüttelnd fragen, wie kann es möglich sein, daß in emer Proomzialhaupt-, Unwerfitäts- und Garnisonstadt em solcher Zu­stand bestehen kann. Nicht allem, daß dies« stark bewohnte etiaßenteil für bas Publikum zur Erreichung der Wohnstätten kaum zugänglich ist, bierdurch stets Reklamationen zum Nachteil der Hauseigemümer an der Lagesordnung sind, dürfte aber auch ein Ruf zur Abstellung od« moglia,iien Beseitigung dieser Ver­hältnisse nn Imeresse des durch den Zustand jeden Schlitzes ent- behreiiden Viehs gelegen fein. Welchen Drangsalen und Quälereien unsere Pferde ausgejegi sind, vermag nur öerjenige zu beurteilen, der zum Aergernis all« Anwohner tagtäglich sehen muß, wie die mit Baumaterialien schwer beladenen Wagen zur Hälfte nn Alora'i verfchwmden und nur unter alleräußerster Anstrengung oon Alenich nnd Vieh ihrer Bestimmung zugefühn werden können.Hl« durfte die schon ort gestellte Frage zur Wled«holung b«eu)ttgt en'cheinen, wie lange sollen diese Zustände noch bestehen und die Bismarck- siraße päjnerbar hergeftellt werden? In and«en Städten weiß man doch solchen, den Bestrebungen der Tierschutzvereine zuwider- laufenden Zuständen vorzubengen, ein gleiches Vertrauen unter­stellen wir bet den hiesigen Behörden und hoffen daher baldigste Abstellung.Mehrere Anwohner.

Arbeiterbewegung.

Haag, 18. Diurz. Wie oon verschiedenen Seiten mttgeteilt wird, beabsichtigt die ^Regierung, ein Kompromiß in der Eisen- bahnarbeiterfrage oorzuschlagen, wonach ein Schiedsgericht ernannt werden soll, welches die Differenzen zwischen den Arbeitern und den Ttrektioiien zu schlichten hat. Dlnnsterpräsident Kuyper hofit, hierdurch die Opposttwn für seine Bankgesetze günstig zu iimmen.

Kandel und Ketltchr. VolKswirlschafl.