Ausgabe 
19.2.1903 Drittes Blatt
 
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tätliche Vergütung t.

Donnerstag, 19. Febrnar 1903

153. Jahrg.

d<6rht* f3gH<6 mif Äi^nabrne btt Sonntag.

Tt ,-leherc Lamiltendlätte^ werden dem A.Zeiger v'erma wöchentlich bergelegt. Der hesftsche Laudwt'erscheint monatlich einmal.

Gießener Anzeiger

BeranlmewMch Kh den allo«btt B. toittto; füi den Bn4«gtntftl. (k Be<,

Stototiontbrud und Verlag der < t ö b 13*ee Unuwrfudttbrudnet iBiestch trdenz. f-||n

General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Giesjen.

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haben, gleichfalls zu klagen! (2lbg. Singer: Ter Prozeß schwebt schonI Na also! Andere Zurufe: Öffentliche Gemeinheit.) Ja,

sondern Herr Witte ihn. (Abg. Lenzmann rusr: Ja, Sie sind

Er

Staatssekcc.är Graf PofadowSky bemerkt, daß die Ratifizirvng

Vogels u^-Gesetz fei bereits umgearbeitet und liege dem land-

tllcdner fahrt feit, Heuer gegen

er gciüoqnt ist, zu arveucn.

Schluß gegen C Uhr.

in ihren Reihen zählen, der Parlaments-Almanach weist es nach. Wenn sich z. B. Jemand als Fabrikant einzcichnet, ist er doch kein Arbeiter. Herr Albrecht sprach auch vom Wißen und Grauben, er meinte, wenn man alles wisse, brauche man nichts mehr zu

' Redner wendet sich hierauf gegen die Art, wieArbeiter­kundgebungen" zu Stande gebrach: wurden, wie von Seiten der

Bebels gesprochen, obwohl er weih, daß die Beschuldigung von einem nororischen Lumpen und Schuft, von einem nichtswürdigen Spitzel herruyrt, der bald nach rechts, bald nach links schielt, bald gegen die Sozialdemokraten, bald gegen den Kaiser hetzt! Allerdings steht dieser Ehrenmann Herrn Stöcker sehr nahe, weil

ich habe mit der öffeiulichen Gemeinheit genau so lange zu thun, als ich in CTn*r-----ft, Ax-;i t: - -

Abg. Stöcker: Ich leime den Herrn Schumann-Naumann oder Normann nicht ich weiß nicht einmal seinen Namen. (Hciier- keil links.) Ich wiederhole: Mich haben nur Lumpe als mein#

Unternehmer Unterschriften der Arbeiter in der jämmerlichsten . Er sucht ferner die vom Abg. Trimborn

würden diese Debatten, die ja selbst keinen Spaß machen, bald von selbst aufhören.

deS Meineids bezichtigt bat. (Widerspruch rechts.I Weshalb er­klärt Herr Stöcker nicht, daß er das nicht hat thun wollen? Wer in diesem Hause auch nur bedingt von einem Meineid eines Mannes wie Bebel sprechen kann, eines Mannes, der seit einem Menschen­alter im öffentlichen Leben steht und sich auch der Achtung der Gegner erfreut, der hat keinen Begriff davon, was ein anstälckliger Mensch bedeutet. (Lebh. Zustimmung bei den Soz.)

Vicepräsident Büsing theilt mit, daß er vorhin versehenlkich eine Stelle aus der zweiten Rede Stöckers verlesen habe. Er ver-

Abg. Stockmann (Rp.) bemängelt die Ausführung des Fleisch- ' . Jetzt sollte es verboten fern, von Hausfchlach- tungen etwas zu verlaufen. Zaß ijabe in seinem Wahlkreis große , ta jeder Tagelöhner dort ein Schwein :_ck davon verkaufe. Tie Schlachtungen der

Redner polemisirt sodann gegen die Ausführungen des Abg. Dr. (Krüger über den Ausschluß der Konsumgenossenschaften tn Kreuznach. Eine Anzahl bürgerlicher Blätter haben über diesen Gewaltstreich genau so geurlheilt, wie wir. Tie Entschuldigungen

Deutscher Reichstag.

561. Sitzung vom 18. Februar.

1 Uhr Das Haus ist mäßig besetzt.

Am BundeSratrstisch: Graf PosadowSky u. A.

Die zweite Berathung des Etats des R c i ch s a m t S Innern wird beim Titel »Gehalt des Staatssekretärs" gesetzt.

Hierauf schließt die Diskussion über d i e So­zialpolitik, über die beim TuelStaatssekretär" zunächst verhandelt wurde. Die Abstimmung über die Resolutionen wird bis zur dritten Lezung zurückgestellt.

Die Debatte über dasGehalt des Staatssekretärs" geht weiter und wendet sich nunmehr allgemeinen anderen Fragen zu.

2lb$ Bcckh ffretf. Vp.) tritt für einen größeren Vogelschutz ein und hofft, daß der Staatssekretär diese wichtige Frage wirksamer als bisher fördern werde.

Abg. Dr. Pach.ncke i freis. Vgg.) wünscht eine einheitliche Fahr- ordnung für Automobile und Fahrräder. Lis jetzt geoe eS 30 Ver­

den Vorwurf des Meineids in sich schließt.

Abg. Singer (fortfahrendj: Jedenfalls dürste ein Individuum wie Normann-Schnmann nicht als Gewährsmann angeführt werden.

Abg. Stöcker: Ich bin gerne bereit, zu erklären, daß ich Herrn Bebel nicht eines Meineids für fähig halte, wenn Herr Singer er­klärt, daß er mich auch nicht eines Meineids für fähig hält. (Stür­mische Heiterkeit links.)

Abg. Lenzmann beginnt hierauf unter lebhaften Protestrufen der Rechten die Einzelheiten deS Prozesses Witte zu schildern und betont besonders, daß Herr Stöcker damals die Unwahrheit gesagt habe. Herr Stöcker habe ihn in Folge des Prozesses illoyal ge­nannt und bei der Anwaltskammer denunzirt, doch habe die An- waltslammcr jedes Eingreifen abgelehnt. Daraus könne man schon sehen, wer in dem Prozeß Witte schlecht abgeschnitten habe, er oder Herr Stöcker.

Abg. Stöcker erwidert, nicht er habe Herrn Ditte verklagt,

;c sei Sa^e der Polizei, doch sollten einheitliche Vorschriften er Lj < werden. Sie seien verruß ausgearbeitet und lägen den de-

Parlamciitaiischc Vtitinndliuige».

Nachdruck ohne Vereinbarung nicyt gestatt:

Offizieren, von Wertheim oder von Krupp geleitet sein. Ter $e

schlnß in Kreuznach war thatsächlich nur gegen die sozialdemokra- liest nunmehr den bezüglichen Passus der ersten Rede, der ähnlich tische Anschauung der Mitglieder jener Vereine gerichtet, mag Herrlautet und nach der Ansicht des Vicepräfidenten Büsing auch nicht Crüger sich jetzt drehen und wenden, wie er will. 1 ~ * * '

des fort-

er mit ihm und Waldersee zusammen den Scheiterhaufenbrief verfaßt hat. (Hört, hört!) Herr Stöcker meinte, die öffentliche Gemeinheit sei genau seit der Zeit gegen ihn, als er in da3 jüdische Wespennest gegriffen. O nein, der Vorgang ist ein ganz anderer, er ist der, daß Herr Stöcker, als er Schiffbruch gelitten hatte, fich ein neues Relief geben wollte und an gewißen Stellen dadurch einzuschmeicheln hoffte, daß er gegen die Juden hetzte. (Sehr wahr! links.) Was die Beschuldigung Bebels betrifft, so habe ich zu erwidern, daß der Prozeß schwebt. Es wird sich schon Herausstellen, daß der Stöckerfche Anwurf gegen Bebel genau so viel wcrth ist, wie Alles, waS er gegen uns vorzubringen pflegt. (Lebhafte Zustimmung bei den Soz.) Ich habe keine Lust, mich noch weiter mit der Vergangenheit > Herrn Stöcker zu beschäf- tigen.

zu pülcmifiren, beschäftigt >>ch aber nur in oceiter AuSsuyrticht.a mit persönlichen ringrljscn, Die Brocker gcg. .> ihn gerichtet.

Abg. Lcnämaiui (freis. Vp.,: .^erc emacc tft p. isch em

...... und Die

Subjekte haben dar gethan, (Lachen bei den Soz.) DaS haben Sie für einen Grund, sich mit mir zu beschäftigen? Kümmern Sie sich doch um Ihre eigenen Sachen! In Schweizer Zeitungen wird Herrn Bebel ganz offen ein Meineid zur Last gelegt. (Großer Lärm. Zurufe der Soz. Abg. Singer (Soz.) ruft: Von einem Normann-Schumann!) Sehen Sic doch zu, daß Herrn Bebels Meineid endlich klar gelegt wird. (Abg. Singer: Be­schuldigungen eines Spitzels!) Herr Singer, so viel ist ec noch immer Werth, wie Sie! (Großer Lärm bei Den Soz. Rufe: Un­verschämter Pfaffe! Lügner! Vicepräsident Graf zu Stol­berg ersucht wiederholt, den Redner nicht zu unterbrechen, was gleichwohl immer wieder geschieht.) Kümmern Sie sich doch um diese Sache! Ich habe den Muth gehabt, wegen des Falles Ewald in Königsberg zu klagen. Lassen Sie Herrn Bebel den Muth

christliche Nächstenliebe Stöckers kennen gelernt. Ich will iedoch heute nicht daraus eingehen, geschenkt bleibt eS Herrn Stöcker jedoch nicht, solche Leute, wie er, können einem das Ehristenthum verekeln. Bezüglich der Seemannsordnung geht meine Ansicht als Jurist dahin, daß Bestimmungen von Verträgen, welche der Leemannsordnung zuwidcrlaufen, mit dem 1. April dieses Jahres aufhören, gütig zu sein.

Staatssekretär Graf PosadowSky bemerkt, man müsse dabet verschiedene Fälle unterscheiden, nämlich die Verträge, die vor der Puvlizirung der sseemaiiii5»Ori)nung abgeschlossen seien, und solche, die nach der Publizirung gemacht wären. Die letzteren Verträge dürsten keineswegs der Scemanns-Qrdnung zuwider laufen.

TaS Haus hat sich inzwischen ziemlich gefüllt.

Glaube ich schon, hat er doch in Wien die Sozialdemokratie und das Judenthum auf das Haupt geschlagen. Ich bleibe ferner dabei, daß die Sozialdemokraten hier nut wenig wirkliche Arbeiter

Reinheit doch hindurchgedrungen, die Ungerechtigkeit der Beschul­digungen ist zu Tage gekommen. Das sollten Sie doch wissen. Wenn Sie cs aber nicht wissen, so sollten Sie nicht darüber reden. Mir hat noch kein anständiger Mensch nachgesagt, daß ich bewußt ~~o. --- - 1)U . ,

die Unwahrheit gesagt habe (Lachen bei den Soz.), nur schlechte. todter Mann. Auch ich yaoe vor reicht die Wahrheit

Abg. Dr. Crüger (freis. Vp., schwer verständlich) kommt noch­mals auf den Ausschluß der Genosienschaftsbank auf dem Kreuz- nacher Genossenschasistag zurück und wirft den sozialDemokratischcn Abgeordneten vor, daß sie ihm das Wort im Munde herumgedre-st hänen. Der Ausschluß sei nur auS wirthschaftlichen Gründen er­folgt und nicht, weil diese Genossenschaften der Sozialoemokratie angehörten. Er habe auch keineswegs, wie Herr Molkenbu.,r be­hauptet hätte, die gänzliche Aufhebung der Gastwirthsverordnung gefordert, sondern nur verlangt, daß die Form, in der sie be­stände, geändert würde.

Abg. Schwarze (Ctr.) befürwortet die baldige Einführung deS Befähigungsnachweises für baß Baugewerbe und vertheidigt die Politik des Centrums gegen die Angriffe der Sozialdemokrat.n. Seine Ausführungen bleiben jedoch im Einzelnen unverständlich. Die Abgg. Hoch und Wurm hätten hier über die VergewaltigungS- polüik des CcntrumS geklagt, man brauche gar kein Antisemit zu fein, um zu fragen, wie diese gerade dazu kämen, so zu reden. Es träten ja fast nur dieselben jüdischen Abgeordneten auf: Wurm, Hoch, Haase und der Geschäftsordnungs-Präsident Singer. Wie viele jüdische Wähler hätten diese denn hinter sich? Das Vorgehen der Sozialdemokraten würde nur dazu führen, daß alle anderen Parteien sich zusammenschlößcn.

Abg. Stöcker (b. k. Fr.): Der Abg. Zubeil hat gestern über die Berliner Kurrende Angaben gemacht, die ganz und gar falsch sind. Die Arbeitszeit ist auch nicht entfernt zo lange, wie Herr Zubeck sagte, nur Weihnachten und Neujahr dauert es etwas länger, bann geht die Kurrende zu armen Leuten in den Vorstädten und singt ihnen etwas vor. damit diese armen Leute auch einen Ein­druck von Weihnachten haben. In Kneipen mit Damenbedienung .st die Kurrende nur em einziges Mal, und das nur aus Jrrthum, ge­nesen, und für die Zukunft ist das denn auch verboten worden. Und Kefen Vorgang bauschen die Sozialdemokraten so auf! Wie un­beschreiblich traurig ist eS doch, wenn solche Hetzereien hier ge- ttleben werden, wenn man den armen Leuten auch noch diese leine Weihnachtsfreude nehmen will. Herr Zubeck berief sich noch auf baß Äaiserwort: Christlich sozial ist Unsinn. Weiß er denn.

Abg. Stöcker (b. k. Fr.): Ich hatte geglaubt, daß der sozial­demokratische Redner die Behauptung über die Ausbeutung der Kurrende zurücknehmcn würde. Es ist nicht geschehen. Wer eine offene Unwahrheit nicht zurücknimmt, den kann man nur bedauern. Es ist so trostlos, das Diskunren mit Ihnen: man sagt die Wahr­heit (Heiterkeit links.), und Sie bleiben bei Ihren Behauptungen stehen. Herr Rcißhaus hat wieder auf die Fälle Wüte und Ewald angefpielt: Ich bin zehn volle Jahre hindurch verleumdet, ver- äraert, verhöhnt worden Schließlich ist durch alle die dunklen , -. , > -

die »ie öffentliche Gemeinheit he»-rgez°ub-rt hatte meine stch«s>°UU»"ocüe^

Thema, die Gewerbeinspektion in Sachsen-Meiningen, iwer.

wünscht eine etwas schärfere Kontrole und etwas mehr Strenge . . ----- ----- - . , - ... - - -

gegenüber Ueberttetungen der Vorschriften. Er bedauert, daß seine werter auf eine Anzahl von den Sozialdemokraten erwähnter Ein-el- ichiri ^rnrhmmne in irhlnnh

Freunde jedes Jahr hier dieselben Tinge zur Sprache bringen alle ein und verspricht, tn jedem Falle eine eingehende amtliche ^tcune Verordnungen rn Deutichland, mußten: aber sie seien unschuldig daran. Wenn die Bchorven Untersuchunng heran Italien zu lasten ! ^2 <<Rb) hrm.-nnrü die

mit derselben Energie, mit der sie gegen die unteren1 Abg. Ledebour (Soz.): Herr Ltocker hat sich nicht gescheut, beschaiuGcsetzcs. Volksklasten vorgehen, gegen die Unternehmer vorgehen meinem Kollegen Bebel.emenl Merneid vor'uwerfen .1 .

und für Einhaltung der Vorschriften sorgen würden, fo1 Dicepraiident Gras Stolberg: haue nickst gehört, daß Herr Beunruhigung erweat,

... - . . - - t'-'* -* in Schweizer Stottern schlachte und ein S: .

tagelöhner dürsten daher nicht unter das Gesetz fallen.

glauben. Aber so stehen Glaube und Wissen doch nicht zu ein­ander, Glaube und Wissen siiid doch keine Wurstsorten, so daß .. man sagen kann: Wenn ich so und so viel Rothwurst gegessen habe/ ^ciie erpreßt wurden. . -----

brauche ich keine Blutwurst mehr zu essen. (Heiterkeit.) Ferner1 ausgestellte Behauptung zu widerlegen, daß die ganze moderne meinte Herr Albrecht, Herr Stöcker nimmt es mit der Wahrheit i fogialc Anschauungsweise vorn Bischof Kctteler maugurirt worden nicht so genau. (Zuruf b. d. Soz.: Sehr richtig!) Wenn Jemand > jcr. und daß die Sozialdemokraten erst später gefolgt ftien. außerhalb des HauseS so redete, würde ich sagen: So reden dumme . Diese Behauptung wird einfach durch die geschichtlichen Thatsachen Jungen. (Heiterkeit.) Denken Sie doch daran, daß der Schweizer widerlegt. Bereits ,m..Jahre 184/ veröffentlichten Marx und Normann-Schumann Bebel vorgeworfcn hat, einen Meineid ge- j Engels daS Kommunstttsche Manifest, das mit den Worten beginnt: leistet zu haben, und kümmern Sie sich um Bebels Meineid uiid »Cm Gespenst geht um tn Europa das rothe Gespenst dcS nicht um meine Wahrheitsliebe. (Große Unruhe b. d. Soz Abg. > Kommunismus. Mit dem Kommunistischen Manifest begann die fie bebour ruft: Herr Präsident, er hat Bebel Meineid vor-Weltanschauung des modernen Sozialismus, der die ganze Sozial- aeworfcn!) rcform mit umfaßt und der auf alle Gebiete menschlichen Denkens

Abg.' Reis-»--- Sei Herrn, Stacker wär- etwa- weniger! mf

Selbstüberhebung sehr Wahl am Platze. Tenlcn Sic nur an den! atl(, D a . bc[d)yligt der Seemann-- fonbcrn $ctt SB,tk lfm- (Abg. L - nzmann ruft: Ja. ®ie

hall Ewald un5 den Fall Witt-I Es ist gerichtsnatarisch. datz A «ciSmmJimen »« ÄÄCna m£ ia auct 220 Mar! verurtheilt warben, «roste Heiterleit.»

Herr Stöcker vor Gericht einen falschen Eid geleistet hat. Ich oi d9 umqanflen So Sien ;ebl Don öjelen Rb^dereien Gesell- bIcibc babei' baB ^crt Lenzmann tn dem Prozeß illoyal gegen ihn begreife nicht, daß er noch die Stirn hat, überhaupt hier aufzu- | JggJ «eSJ- Dor0e9an8cn ,CL

facten. Für wahre Reltgwn und wahre ReltgiosttÄ-haben gerade Auerberträge abgeschlossen, die in direktem Widerspruch'mst der ... Vicepräsident Büsings Ich bitte nicht zu vergessen, daß wir wir Sozialdemokraten das allergrößte VerstanDntß (Lachen rechts ., > Seemannsordnung ständen. Die Seemannsordnung trete freilich ?cr ^den l^roße Heiterkeit.! Ich

wir haben nur fern Verstcnidmß Tur rehgio)c Heuchelei, tote am L April in Kraft, ba die Verträge aber doch auf längere ^be das Wort Herrn Lenzmann, bitte ihn aber, sich an das Thema

mit der surrende getrieben wird. Es ist merlwurdig, daß man ( Dauer abaeschlossen feien, müßten ihre Bestimuiungen doch rück- ^altcn- (H«tcr!ett.)

-n 9.ncm. 1®CU ^^^gen,' wie es Herr Stocker sei wirkende Straft haben. | Abg. £cn.;mann hält in längerer Darstellung seine Behaupt

, Staatssekretär Gras P-s-dcwM erwidert, di- B-stimmung-n tung-n und.s-,n. Varwürs- der. Unwahrh.i. aufr-ckst. .

holt die Behauptung, daß Die ersten Anfänge zur Sozialpolitik von der Seemannsordnung durften nach dem Gesetz nur foweck durch den Sozialdemokraien ausgegangen seien. Herr von Hehl, der p-wate Vereinbarungen abgeandert werden, als m der See- hier gesagt hat, daß niederirächlige Verleumdungen gegen ihn auf fehgcfe^t fei. <50 wird es nach dem 1. April

©runD von unwahren Zeitungsnotizen vorgebracht sind, wird von geltendes Recht fern. Es ist daher eine intereßante Frage ob die derWormser Zeitung" aufgefordert, diese seine Behauptung Schutz-Bestimmungen der Seemannsordnung auch rückwirkende Kraft mißerhalb des Hauses zu wiederholen. Sollte er dicS nicht thun, haben auf Verttage, die vor dem 1. April abge>chlo en sind, -ocm so würde dies auf seine Wahrheitsliebe cm sehr schlechtes Licht lurlftischen Standpunkt auS scheint die Qragc streitig, vom sozial­werfen. Nach dieser Einleitung geht Redner auf fein eigentliches ( politischen Standputckt auS mochte ich ne fedoch bejahen. Doch . (ir werde ich mich wohl hüten, fetzt, ehe die Frage ganz geklart ist, von

1 autoritativer Stelle aus eine Antwort zu geben. Redner geht

dc^ W^^ d^ LdenschN ^u'in^g^iskn 7b ' °id'g bezeichnet, nur Lumpe. Lachen links.) Em S.aa^nwalt (Lachen bei den Soz.) Ich bleibe bei Dem, was ich g-, agt habe, sogar erklärt, daß man hier überhaupt nicht von Meineid daß Sie (zu den Soz.) keine Arbeiter sind. FabriLnten, aber ^en lumüc Die AuL.uhrungcn des Abg. Ledebour beweisen mir nicht Arbeiter. Cigarrenfabrikanten sind keine Cigarrena^beiter, !luE' rccb* ltb meinen Bemerkuiigen hatte. Ich bleibe deS- ivenn Sie auch sagen, daß Sie selbst arbeiten. Und was thun bci me3ncfr Dehauptung, die auch von sozianemokranichen Sie denn hier? Hier machen Sie doch keine Cigarren (Hc!:er- ®lottern ausgeiprochen ist, daß es unter den Sozialdemotraten leit.). Hier reden Sie doch nur, hier arbeiten Sie doch nickst! 1 ^alon-Proletaner gicbt.

Also sind Sie gar nichts! (Andauerndes Lachen bei den Soz.) Abg. Singer (Soz.): Wenn Herr Stöcker auf unsere Der- Abg. Wurm (Soz.): Herr Stöcker hat von einem meide Sammlungen achtet, so wird er finden, daß seine Acußerimgen ent# ' ls gesprochen, obwohl er weih, daß die Beschuldigung von weder das Gefühl der Lächerlichkeit oder das deS Mitleids, oder

ob dieses Wort authentisch ist? Seit wann legen denn die Sozial­

demokraten so großen Werth auf die Worte des Kaisers? Daß ... .

der christlich-soziale Gedanke den Sozialdemokraten unbequem ift, I Dr. Crügers waren nichts als Sand in die Augen der kleinen ' 1 ' - «j Leute. Jeder Konsumverein wirkt nach derselben Richtung zur

: Konzentration der Distribution, mag er von Sozialdenwlra.cn, ven

wenn ich noch ein Gefühl nennen soll, das des Ekels dort nur Hervor­rufen. Wenn Herr Stöcker so zu kämpfen geivohnt wäre, Ivie selbst Gegner zu kämpfen pflegen, so würde er erklären, daß er meinem Freunde Bebel nicht Meineid hat vorwerfen wollen. ES ist kein Zweifel, daß Herr Stöcker den Abg. Bebel des Meineids bezich­tigt hat.

Vicepräsident Dusing: DaS hat Herr Stöcker nicht gethan, et bat sich nur auf Schweizer Blätter bezogen. Ich habe DaS amt­liche Stenogramm hier, Darin beißt es, nachdem vorher davon die Rede war, daß Schweizer Blöucr Herrn Bebel einen Meineid vorgeworfen hatten, wörtlich: ..Sehen Sie zu, daß Bebels Meineid klar gestellt wird, und lassen Sie mich in Ruhe." Nach meiner Aufsagung kann auch hierin ein direkter Vorwurf nn t gefunden werden, sondern nur eine Berufung auf Schweizer Zeitungen. (Zustimmung rechts, Widerspruch b. d. Soz.)

Abg. Singer (fortfahrend): In dem soeben verlesenen Schluß der Rede steht doch klar und deutlich darin, daß Herr Stöcker Bebel

ihnen (den Sozialdemokraten) Stöcker das gethan hat, er hat nur g-'sagt .

die aber doch notwendig sind, hätte man Bebel einen Meineid vorgeworien.

| Abg. Lcdcvour (fortfahrend): In icmcr ersten Rede, als Gras M ... o

Balleslrem das Präsidium führte, hat Herr Stöcker a^sDcücklich der Vcgctfä.i--Konveniwn in Bälde erfolgen werde. Ein deutsches gesagt: Beschäftigen Sie sich mit dem Merneld Bebels. Bogel!-n^-Gesetz fei bereits umgearveitet und liege dem land-

Vicepräfident Gras Stolvetg: In ferner zweiten Rede hat rvirihi-'l af.iichen licinijterium vor. Eine Fahrordnung für Kraft- Herr Stöcker ferne Worte aber fo eingeschränkt, daß er sich nur auf faf.r * ' " ' - - " "

Schweizer Blätter berufen hat. Ten diretten Vorwurf des Mein-

eidS wurde weder Graf Ballestrem noch ich geduldet hauen. | .. . . .. n Nesforts vor. Im Flcischve'ichau-Gefetz fei ausdrücklich Abg. Ledcbonr (fortfahrend): Ich bi^te, die Worte S: ckerS im ;dgi. Daß geicgcnttiche Überläufe nicht als gewerbliche Vertänfe

Stenogramm naazzulefen. Was für ein Mann der L -.pitzel Nor-. angeiehen wurden.

mann-Lchumalin i|t, müßte Herr Stoacr auch wi ,on. Wenn er | ^ie Weiterberathung wird hierauf auf Donnerstag 1 Uhr