Ausgabe 
19.1.1903 Zweites Blatt
 
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Telephonischer Kursbericht«

iniiikiurt m. 11., 19. Januar

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. 102.

. 103.50

. 50.50

. 31.40

. 30 50

. 131.40

45.

Der Kaufmann und der Weife.

Ein modernes Märchen.

Was fang ich an, um mein Geschält zu heben? Die Sorge d'rum beraubt mich aller Ruh.

Ach könntest du nicht einen Rat mir geben ?

So rief ein Kaufmann einem Weisen zu.

Der sprach: Mein Sohn, ein guter Rat ist teuer Und nützt oft herzlich wenig in der Tat, Doch billig und von Wert stets ungeheuer Ist jederzeit ein gutes Inserat.

Ter Kaufmann that nach jenes Weisen Wort Und heut ist er der reichste Mann im Ort!

Attentat auf einen Eisenbahnzug. Nach einer Meldung aus Salonicki schnitt eine Bande Missetäter Telegraphendrähte ab, lauerte einem gemischten Zug auf und schoß auf denselben aus vielen Gewehren. Der Lokomotiv­führer und Heizer legten sich auf den Bauch und steigerten die Geschwindigkeit des Zuges auf 80 Kilometer. Am Tender sind 12 Spuren von Gewehrschüssen. Der Gendar­merieinspektor ist zur Untersuchung abgesandt. Patrouillen bewachen die Bahn.

* Italienische Heilkunde.Jl Piccolo della Sera" meldet, daß in Coriano bei Bologna 14 Personen von einem tollenHundegebissen wurden. Der Kom­munalrat des Ortes bewilligte daraufhin 1000 Lire, aber nicht etwa, damit sich die Verletzten in eine Heilanstalt begeben könnten, sondern zum Zwecke einer Wallfahrt, welche sie zur Kirche des San Dornenicio Cocullo in der Provinz Aquila unternehmen sollen, welcher Heilige der Patron der von tollen Hunden Gebissenen ist. Hoffentlich kostet solches Vertrauen nicht allen Vierzehn das Leben.

Krieskasten der Redaktion.

(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)

P. Gr. Sie erhalten über den Viktoria-Melitta-Verein nähere Auskunft von Herrn Sekretär Scherff hier, über den hessischen Landwirtschaslsrat von dessen Präsidenten Geh. Regierungsrat H aaz in Darrnfladt.

I. M. Die Kinder folgen in der Staatsangehörigkeit immer dem Pater, nicht der ilHutter.

3j/q Mexikaner . . 4Va /o Chinesen . . Electric. bcLuckeri . Nordd Lloyd . . Kreditaktien . .

Diakonto-Kommandit. Darrnstädtvr Bank . Dresdener Bank . . Ber iner Handelages. Oeaterr. StaaUbahn , Lombarden ... Gottbar ibahn . . . Laura, ütte . . . , Bochum ..... Harpener ....

Tendenz: fe i

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. 25.

. 92. . 76.75

. 95.50 . 219.20 . 194.30 . 136.70 . 148.60 . 160. . 148.90 . 16.80

182.50 . 218.70 . 181.90 . 175.75

Reichsanleihe do.

Konsola . do . .

Hessen

Leipzig, 18. Jan. Die im Verlag von Schneider in Pößnek erschienene SensationsbroschüreEhebruch und K ö n i g 8 t r o n", der Liebesroman der Kronprinzessin Luise von Sachsen, ist beschlagnahmt worden.

Paris, 18. Jan. DerGaulois" veröffentlicht einen Bries eines deutschen Genie-Offiziers an den General de France, worin er mitteilt, er sei durch einen Zufall Augenzeuge des Unfalles gewesen, der seinem Sohne, dem Leutnant de France, das Leben kostete. Bekannt- lich ist dieser Leutnant vor einiger Zeit abgestürzt. Der deutsche Offizier sagt weiter: Ich konnte, trotzdem ich Augen, zeuge war, Ihnen keine Mitteilung machen, ohne meine Per- sönlichkeit zu verraten. Ich war nämlich als Bauer ver- kleidet mit der Inspektion der französischen Verteidigungs­werke in den Alpen beschäftigt. Da heute meine Mission be­endigt ist, kann ich meinen Brief unterzeichnen. (Eine Be­stätigung dieser Nachricht bleibt abzuwarten! Die Red.)

* Paris, 17. Jan. Stach Meldungen aus Algier sind tn einigen Dörfern im Süden gestern Erdstöße wahrge­nommen worden.

"Gibraltar, 18. Jan. Der Dampfer des Nordd. LloydLahn", von Italien nach New-Pork unterwegs, ist heute früh bei Tanara, 10 Meilen östlich von Gibraltar, bei Nebel und Regen gestrandet. An Bord befinden sich 1500 Passagiere, darunter 300 erster Klasse, die übrigen sind Auswanderer. Der englische MarineschleppdampferEnergstic" und der amerikanische Kreuzer,Hartford" versuchten bei Hoch­wasser mit Hilfe der SchleppdampferNewa" undHerakles" erfolglos, den LloyddampferLahn" flott zu machen. Die Lahn" bleibt fest auf der Sandbank und müssen voraus­sichtlich die Passagiere von Bord gehen und einen Teil der Ladung ausschiffen, ehe er wieder flott wird. Nach einer Lloydmeldung ist entschieden, daß dieLahn" geleichtert werden muß. Es sind daher Leichter abgesandt.

* 2)1 en tone, 18. Jan. Die Kronprinzessin von Sachsen und Giron fliegen im Hotel Anglais ab und ließen sich unrer dem Namen Herr und Frau Andrs Gerard eintragen. Sie lehnten es ab, irgendeinen Besuch ku empfangen. Ihr Aufenthalt in Mentone ist voraus­sichtlich auf eine Monat berechnet.

Kronstadt, 18. Jan. Der Kandidat der Theologie Michael Badurescu wurde von der Tochter des Grund­besitzers Chabe, die von Badurescu verführt worden ist, auf offener Straße durch zwei Reooloerschüsse getötet. Sie wurde verhaftet.

" New-Pork, 18. Jan. Das größte Geschütz der Welt wurde soeben bei Sandy Hook erprobt. Die Proben waren erfolgreich. Sehr reiche Goldfunde wurden am Tananaflusse in Alaska gemacht.

" New-Port, 18. Jan. Wie eine Depesche auS San Juan auf Portonco meldet, wurden auf dem amerikanischen KriegsschiffMassachusetts" durch eine im Turm stattgehabte Pulverexplosion fünf Mann getötet und vier ver­wundet.

"Welche Bittgesuche an den Kaiser mitunter gesandt werden, erhellt unter anderem aus folgendem: Als der Monarch kürzlich zum Jagdbesuche in Springe weilte, wurde ihm ein Gesuch übergeben, das nichts weniger ent­hielt als die Bitte, der Kaiser möchte doch dem Reichstage einen Gesetzentwurf zugehen lassen, der die Einführung der , freien Liebe fordert. Derartige Gesuche treffen im kaiser­lichen Zioilkabinett in Menge ein und werden natürlich so­fort ohne weiteres ad acta gelegt

45t> Ungar, uoldrente 4°/ Italien Rente . 4V,56 Portugiesen .

0/ Portugiesen. . .

1% C. Türken . .

Zanöel unü Verkehr. Vulkä-mrtschast.

Märkte.

§ Butzbach, 19. Jan. Mii dem am 19. März dahier statt- indenden Faselmarkte wird eine Verlosung von Rindvieh, Schweinen und landwirtschastlichen Geräten zc. verbunden. Ter Loseverlrieb ist im ganzen Großherzogtum gestattet.

tc. Frankfurt a. M.. 19. Jan. (Telegr. Orig.-Bertcht des »Gieß. Anz."). Amtliche 9lotierungen der heutigen Viehmarkt- preise. Zum Verkauie standen: 439 Ochsen, 137 aus Oest­reich, 37 Bullen, 0 aus Oestreich. 868 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Oestreich, 272 Kälber, 252 Schase und Hämniel, 1326 Schweine. 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaslämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht Ochsen 1.Qualität 6870Ult, 2. Qual. 6366 'Bit, 3. Qual. 5860 All.; Bullen 1. QuaL 63 bis 65 9JIL, 2. Qual. 5961 'Ult; Kühe 1. Qual. 6162 Alk., 2. Qual. 5657 Alk., 3. Qual. 4547 Alk, 4. QuaL 4042 Alt., 5. Qual. 0000 Alk. Kälber: 1. Qualität7880 Pfg.,Lebendgewicht 4748 Pf., 2. Qual. 7174 Pfg^ Lebendgewicht 4244 Pfg., Schlacht­gewicht 6063 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht 6466 Pfg., 2. QuaL 5961 Pfg., 8. QuaL 0000 Pfg.; Schweine 1. QuaL 64 Pfg., Lebendgewicht 51 Pfg., 2. QuaL 63-00 Pfg., Lebendgeivicht 5000 Pfg., 8. Qual. 00-00 Pfg., Lebendgewicht 0000 Pfg. Geschäft: bei Hornvieh mittel, bei Kleinvieh gut.

io. Frankfurt a. M., 19. Jan. (Orig.-Tetear. desGießen. Anz.") Amtliche 9lotieiungen der heutigen Fruchtmarktpreije. Wetzen Alk. 15.7500.00, Kurhessischer Alk. 15.7500.00, La Plata Alk. 17.0017.50, Kansas Alk. 17.0017.50, Roggen (hiesiger) Alark 14.5000.00, Gerste (Wetterauer) Alk. 15.5016.00, Franken­felder Alk. 00,0000,00, Hafer Alk. 14.7515.00, Mais Alk. 14.2500.00, Weizenmehl 0 Alt. 25.5026.00, 2. Qualität Alt. 23.50 bis Alt. 24.00, 3. Qualität Alt. 21.5022.00, Roggenmehl 0 Alt. 23.0028.75, 1. Qualität Alk. 21.7522.25, Weizenkleie Alt 9.00 bis Alk. 0.00, Roggenkleie Alk. 9.5010.00, Maisreiine Alk. 10.00 bis Alk. 10.25, Franken, Pfalzer, Ried Alk. 00.00-00.00. Alles per 100 Kg. ab hier.

Gerichtssaal.

u "d, Darmstadt, 18. Jan. Eine K t n d e S n n t e r s ch i e b u n g beschäftigte gestern die hiesige Strafkammer. Tie 24 Jahre alte dreimal wegen Diebstahl vorbestrafte Ehefrau des Dienstmanns M. hier ist seit August 1899 in kinderloser Ehe verheiratet weßhalb manchmal Zwistigkeiten unter den Ehegatten entstanden ' Ire faßte daher beimfid) den Entschluß dem abzuhelsen, erklärte im vorigen Winter ihrem geistig etwas zurückgebliebenen Alanne, daß sieguter Hoffnung" sei, schaffte Kinderzeug rc. herbei und ihr Alann kaufte den Kinderwagen. Am 9. Oktober v. I. reifte sie unter dem Vorhaben, in die Entbindungsanstalt nach Gießen zu fahren, nach Frankfurt a. M., logierte sich daselbst in der Saalgasse 29 em und erließ im Generalanzeiger eine Annonce, nach welcher kinderlose Beamte ein Kind in Pflege nehmen möchten. Am 17. Oktober war das Dienstmädchen Lina B. mit ihrem unehelichen Knaben auS der Entbindungsanstalt Marburg entlaßen nach Frankfurt a. Al. gereift und las mit ihrer in der kleinen Gallnsgaffe daselbst wohnenden Freundin die frag- liche Annonce, welche ihnen gerade paßte. Beide begaben sich gegen Abend in die Saalaasse, wo die Beschuldigte erklärte, daß ihr 5 Fohre kinderloser Schwager, der Schweizerstraße 36 wohnende Gerichtsschreiber Weber, em Kind in Pflege nehmen wolle. Alan wurde handelseinig und am 18. Oktober erhielt die Al. das Kmd und zugleich für den ersten Monat 16 Alk. Pflegegeld, mit dem sic "ach Haufe reifte. Inzwischen hatte sie in der Aufregung ihrem Manne telegraphisch nutgeteilt, daß sie schon in Frankfurt a. Al. mit einem Mädchen niedergekommen sei. Hier angekommen erklärte sie ihrem Manne, daß es ihr eigenes Kind sei und daß nur be­züglich des Geschlechts ein Irrtum vorliege. Am 20. Oktober meldete dann der Ehemann den Knaben auf dem hiesigen Standes­amt als fein eigenes Kmd an und unterschrieb auch das Protokoll. Inzwischen halle sich die eigene Muller des Kindes nach dem Ge- rlchtsschreiber Weber erkundigt, wobei sich der Schwindel bann bald herausstellte; auch die Angeklagte hörte davon und brachte das Kmd am 21. Oktober wieder nach Frankfurt a. Dl. und legte es in den Flur des Hauses kleine Gallusgasje 5 wieder, wo es alsbald gesunden und der Alulter wieder znaestellt wurde. Tie Angeklagte erklärt heute, daß sie nur ihrem Manne eine Freude und Spaß haben machen wollen, sie büßt aber diesenSpaß" mit 4 Monaten Gefängnis, während ihr Ehemann wegen der vor dem Standesbeamten gemachten falschen Angaben mit drei Wochen Gefängnis davon kommt.

Berlin, 19. Jan. Tie Nachricht, daß der Kaiser betf Grünewald als Vol'kspark erschließen wolle, hat eine englische EiscnbahnLaugcsctlschaft t dem Projellc einer Bahn veranlaßt, die den Gruncwall) leichter erreichbar machen fofL Tie Gesellschaft baut als Spezialität Ein^ schienenbahnen und hat bereits in mehreren Grafschaften Irlands derartige Bahnen ausgcführt. Vertreter der Qtot lellschast weilen gegenwärtig in Berlin, um das Projekt an Ort und Stelle anszuarbeiten und einen Kostenanschlag herzustellen. Tie Leiche des erschossenen Rechts^ an walts T r. Aye wird nach Fieltsburg überführt wer­den. Oberleutnant v. Grawert wird nicht nach Afrika zurückkehren, sondern bis zur kriegsgerichtlichen .Verhand-j lung hier verweilen. Ueber die Ursache zu dem Tuell verlautet, daß dieselbe eine schwere Beleidigung bilde, bei welcher der Beleidiger sich in einem Zustande starker Er­regung befand. Tr. Aye soll mit Rücksicht auf seine Familie zu den weitgehendsten Konzessionen bereit gewesen sein. E's wurde aber ein gütlicher Ausgleich für unmöglich er­achtet. Zu Ehren Maurice Maeterlincks sand eüj Bankett statt, dem über hundert Herren urrd Tarnen bei­wohnten. Hermann Sudermann sprach herzliche Be­grüßungsworte. Maeterlink dankte für die Begrüßung und schloß mit Tankesworten an alle, die ihm den Berliner Aufenthalt verschönt und dieses Fest bereitet hätten. Er endete mit einem Hoch auf das große, vornehme, tiefer ernste, mächtige Deutschland.

Nord haus en, 19. Jan. Der Stadttheaterdirektor Ludw. Hoffmann hat sich aus Nahrungssorgen er« hängt.

Neunkirchen, 19. Jan. Nach derSaar- und Bliesztg." wurde der hiesige Stationsvorsteher Berg am Samstag nachmittag von einer Lokomotive er­faßt und so schwer verletzt, daß er in vergangener Nacht seinen Verletzungen erlegen ist.

Stuttgart, 19. Jan. In einer gestern abgehaltenen Landes-Versammlung der deutschen Partei Württembergs, die von 700 Personen besucht war, wurde folgender Antrag angenommen: Ter Landes-Ausschuß wird beauftragt, die Frage des Anschlusses der württembergischen Staatsbahnen an die preußisch-h essischst Eisenbahngemeinschaft im Auge zu behalten und keine Gelegenheit zu versäumen, die Eisenbahnfrage in Fluß zu halten.

Neustadt a. d. H., 18. Jan. Der heute hier tagende Parteitag der pfälzischen Nationalliberalen nahm einftimmig folgende Resolution an: Die heutige Versamm­lung beglückwünscht die Reichstagsfraktion zu ihrem ziel­bewußten Vorgehen bei der Beratung und Bescheidung der Zolltarifvorlage. Tie nationalliberalen Reichstaas­abgeordneten baden hierbei in erfreulicher Einigkeit diejenige Linie eingehalten, auf welcher das Zustandekommen lang­fristiger, die Interessen der Landwirtschaft sowohl, wie deS Handels und der Industrie gleichmäßig währender Handels­verträge erreichbar erscheinen. Im vollen Bewußtsein ihrer hohen Verantwortung haben sie bei der Abwehr des auf die Vergewaltigung der Mehrheit des Reichstages gerichteten Ansturms entschlossen und kraftvoll mitgewirtt. In dank­barer Anerkennung dieses Verhaltens erklärt die heutige Versammlung^ daß die nationalliberale Reichstagsscaktion sich um das Vaterland verdient gemacht hat.

Paris, 19. Jan. General b e France dementiert die Meldung desGaulois", wonach ein deutscher Offizier einen Brief an ihn geschrieben habe, worin er angiebt, datz er als Spion vermeidet bei dem Tode des Sohnes des Generals zugegen gewesen fei

Prag, 19. Jan. Auf dem gestern hier abgehaltenen Parteitage der tschechischen Agrarier wurde die Erricht lung eines selbständigen tschechischen Staates als Hauptforderung aufgestellt und den Jungtschechen als Verräter ein Mißtrauensvotum ausgesprochen.

Konstantinopel, 19. Jan. Eine furchtbare Ex-, ilosion erfolgte in der Wohnung eenes Kolonialwaren- Händlers, der in dem Verdacht stand, auf geheime Weise Pulver zu fabrizieren und Tynamit bei sich zu verbergen. Händler selbst wurde getötet, vier Angestellte sch^wer verwundet.

Kunst und Wisscnschnjl.

verliu, 18. Jan. Den Beschluß des Krönungs- und Ordens­festes machte ein T eatre par6 un Opernhause, wobei die heitere Oper _anno 175 7" von Bernhard Scholz, Text von Richard Scholz, zum ersten Male aufgesührt wurde. Das Stück behandelt die Austreibung der Reichsdeutschen und Fran­zosen aus Gotha durch Seydlitz un 7jährigen Kriege. Die leichte, gefällige Alusik und die glänzende Inszenierung fand den Beifall des Hauses. Ter Kaiser und die Kaiserin wohnten der Vor­stellung in Gesellschaft des Prinzen und der Prinzessin Heinrich, des Prinzen und der Prinzessin Alax von Baden und des Prinzen Adalbert bei.

Kirchliche Uachrichlen.

Evangelische Gemeinde.

Montag den 19. Januar.

Abends 8 Uhr: Bibel stunde im Konfirmandensaale der Johannestirche.____________________ Pfarrer Euler.

Neueste Ntelouugeu.

Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.

Berlin, 19. Jan. Aus Manchester wird gemeldet: Ter Manchester Guardian berichtet aus Newyork: Staais- ekretär H a y habe Kolumbien ein nicht formelles Ulti­matum wegen der Panama-Kanal-Frage gestellt. Hay rechnete jedoch zuversichtlich darauf, daß die Sache zu einem günstigen Ende kommen werde. Tas amerikanische Schatzamt lasse bereits im stillen die ausländischen Börsen ondieren, um darnach die Zahlung des Kaufpreises an die Zanama-Gesellschaft vorzuberetten.

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