UmversUÄs Nachrichten.
Gerichlsjaal.
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aus und
deshalb aus den Reiz uralter Bauten und Kunstschätze verachten zu müssen.
Florenz ist noch immer der Intelligenz, im Frühling in
herausschälen, ebensowenig teilt es- mit Diena die Rolle des vor Jahrhunderten entschlummerten Tornröschens. Modernes Leben pulsiert in den engen, alten Straften, Altes und Neues haben sich harmonisch mit einander verquickt.
genommen wurden.
** Evangelischer Bund. Wie wir bereits tm vergangenen Herbste mitteilten, findet nächsten Sonntag, den 25. Januar, abends 739 Uhr, in „Steins Garten" die vom hiesigen Jweigverein des Evangelischen Bundes veranstaltete zweite Abendversammlung dieses WinterS statt. In derselben wird Professor Drews von hier einen Vortrag halten über das Thema: „Die Gründer des Deutschen Reiches und der evangelische Glaube". Dieses Thema des allgemein beliebten Redners wird gewiß Jedermann interessieren. Für den unterhaltenden Teil des Abends hat unter Anderen das Doppelquartett des Evangelischen Kirchengesangvereins seine Mitwirkung zugesagt. Wir machen auf diesen Abend ganz besonders aufmerksam. Alle Evangelischen haben nut ihren Familien zu demselben freien Zutritt und sind willkommen.
*• Darmstadt, 18. Jan. In der Woche vom 5. bis 10. d. M. sind beim städtischen Tiefbauamt 44 Arbeitslose eingestellt worden. Einschließlich der aus der vorhergegangenen Woche Uebernommenen (165) wurden in per genannten Woche insgesamt 209 Arbeitslose beschäftigt. — Am Freitag nachmittag brannte der Dachstuhl des Hauses Mathildenplatz 15 aus. Die Löscharbeiten konnten in einer Stunde bewältigt werden.
Frankfurt, 18. Jan. In den diesiährigen^Reise- plan des Kaisers ist em dreitägiger Aufenthalt im Schlosse zu Homburg zu Anfang Juni ausgenommen worden. Der Kaiser wird sich während des hier stattfindenden Sängerwettstreites im Homburger Schlöffe aufhalten und täglich nach Frankfurt fahren. Auch bei der Eröffnung des Sängerwettstreites wird der Kaiser zugegen sem. — Die jüngste Schwester der Kaiserin, Prinzessin Feodora von Schleswig-Holstein, weilt seit einigen Tagen incogntto hier, um sich m der Klinik von Lampe wegen Magenerkrankung behandeln zu lassen.
Einspritzung einer Formalin-Lösung in die Adern, ^iese Methode, welche in hiesigen Spitälern versuchsweise angeweudet wurde, yat so befriedigende Resultate ergeben, daß deren allgemeine Einführung beschlossen worden ist. — Die zweite Entdeckung ist gewiß mehr dazu geeignet, uns das Staunen abzu- qewöhnen. Ein Pädagoge — auch sein Name verdient genannt zu werden: Professor W. H. Lynch — erklärte einer Versammlung von Schulmännern, er habe mit der Lektüre von -Tageszeitungen die besten Erfahrungen gemacht; |te vermittelten den Schülern moderne und aktuelle Kenntnisse. „Lesebücher lehren von einer Theorie der Welt und ihrer Tatsachen, die Zeilinigen dagegen berichten von dem wirklichen Drama des Lebens in seinen mamngsachen Gefallen." I Darum hat er in seilier Klasse die Lektüre der Zeitungen imt Erfolg eingeführt. Die „Voss. Ztg." schreibt dazu: Wenn man sich oorhalt, daß ernsthafte Zeitungen sich in unseren Tagen immer mehr zum Spiegel der lebendigen Entwicklung aus allen Knttur- gebicten herausbilden und daß em gut Teil der geistigen Arbeit, die zur Litterälur wird, durch sie hmdurchgeht, wird man die Anregung des amerikanischen Pädagogen nicht von der Hand ivcijen. Vorausjetzungen für diesen (Gebrauch eines neuen Lehrmittels wären freilich ein eiilsvrechendes Aller der Zögliiige, die man m die kulturelle Tagcsgcichichte emsührt, und eine sichere Auswahl jener Mitteilungen, die zuverlässig sind, und bildend »öirfeii können, lime solche gut gewühlte und wohl cibgemejjene Zeitungslekture tonnte zu einem sehr achtbaren Lehrmittel werden. Da ^überdies icoer Kullurniensch früher oder spater von irgend einer Lette her mit deut Zcitungswejen zu tun hat, wäre es gar nicht übel, den älteren Zöglingen, die bald ms praktische Leben euurcten sollen, eine vernünftige Art der Zeitungsletliire beizubiingen.
wurde. AlS wichtiges Erziehungsmittel hat Fräulein Körner schon seit Jahren, Prüfungskonzerte eingeführt, an welchen jeder Schüler, und sei sein Können noch so bescheiden, gewiffermaßen ein Examen ablegen muß, selbstredend jede Stufe für sich. Am gestrigen Sonntag waren es ersichtlich Schüler der 1. Klasse, denn auf dem Programm standen Namen wie Bach, Chopin, Schubert und Liszt, es waren damit also Aufgaben gestellt, die nicht nur eine entsprechende hohe Technik, sondern vor allen Dingen geisttge Reife beanspruchen. Gern wollen wir konstatieren, daß alles vorzüglich klappte und der Lehrerin, wie den Schülern reichen, wohlverdienten Beifall brachten.
- Aus dem Theaterbureau. Am Dienstag den 20. Jan. gelangt zum zweiten Male als volkstümliche Vorstellung Kleist's fünfaktiges Schauspiel „Tas Käthchen von Heilbronn" zur Aufführung. Wie bekannt, haben Abonnementbillets für Loge und erste Saalreihen Gültigkeit.
•* Der angel. Arbeiterverein hatte gestern seinen dritten Vortragsabend dieses Winters im Lenz'schen Felsenkeller veranstalte:. Die Mitglieder und Freunde des Vereins hatten sich zahlreich emgefunden. Herr Professor Dr. Weimar hielt, wie angekündlgt, einen Vortrag: „Wie unsere Kolonien wurden". Der Redner wußte die Enverbungs- geschlchte unserer Kolonien in sachkundiger, klarer und fesselnder Weise darzustellen. Eine große Landkarte diente zur näheren Erläitterung und gab den Zuhörern eine Uebcr- sicht unseres Kolonialbesitzes. Reicher Beifall lohnte den interessanten Vortrag. An diesen schloß sich eine weitere Besprechung des Themas an, bei welcher namentlich die sachkundigen Ausführungen des Herrn Dr. Heuser dankbar auf-
Kunst und Wissenschaft.
Zwei neueErfindungen kommen wieder aus Amerika. Die eine ist eine ausgezeichnete und von größter Wichtigkeit. Der Ar»t Dr. Barrows in Newyvrk hat ein neues V e r f a h r e n gegen Blutvergiftung erfunden. Dasselbe besteht aus
wenn man keines Cicerone mehr bedarf, wenn man alle^ was man je gelesen, hinter sich laßt und, seinem eigensten Empfinden folgend, sich seine besonderen Freunde sucht unter den vielen, — den toskanischen Künstler war von leher das Charakteristische die Hauptsache. Daher überwiegt bei ihnen die Strenge der Zeichnung den Zauber der Farbe. Cs ist hochinteressant, sie in dieser Hinsicht mit den Vene- tianern, den Sienesen oder mit den ulten Deutschen zu veraleicben. Freilich besitzen sie in Fra Angelico und Botticelli auch ihre Dichter-Maler von berückendem Farben- rauber-, den meisten chrer großen Künstler aber, wie Ghtrlan- dajo, Verrocchio, Piero della Francs liegt mehr an der strengen Zeichnung, der scharfen (njnraEtenfht unb bet monumentalen Wirkung, als an dem eigentlich Maltt rischen. Ich muß es mit diesen Hinweisen genug sem las, en. Tu mußt selbst kommen und Dich aus eigener Anschauung überzeugen, wie die Architektur, die Bildhauerkunst und die Malerei in Florenz zusammengewirtt haben, um ihnen für alle Zeiten einen Ehrenplatz m der Kulturgeschichte der ^^WiUst Tu^ die Zeit des alten Cosimo, des „Vaters deS Vaterlandes", begreifen, so wandere nach San Marco, willst Tu Dich in die Zeit seines prachtliebenden Enkels Lorenzo de Medici versetzen, so bringe einige Stunden im Palazzo Riccardo vor den Fresken des liebenswürdigen Benozzo Gozzoli zu: Die Zeit Lorenzo's mit ihren kecken Abenteuern, ihrer Liebe zu Pracht und Glanz ist darin verkörpert; willst Tu aber ein Ahnen erhalten von der Vielseitigkett, von der Größe und der Trauer des einsamen Michelangelo, so wandere durch die Gärten des Palazzo Pitti, hinaus zur einsam gelegenen Kirche von San Minrato, über die Piazza del Michelangelo hinab zu den alten Toren der Stadt — da wandelst Tu die Wege, die der starre Künstler zurücklegte, als er der Vaterstadt die Befestigungen gegen die hereinbrechenden Feinde errichte^ —.werle vor allm Dingen einige Stunden ganz allein bei seinen Denkmälern . der Medici rin der Kapelle von San Lorenzo - da süh st ■ Tu den Schmerz des Titanen über
: das er heranwachsen sah, wenn je, "^wLerlickt Beinen - Vereinsamung des Großen unter all dem wwerlichMcntem
das ihn umgab. Tu verstehst hie „„pL
des Sohnes über den Untergang der h^vgeliebten großen Mutter, - Ich kann Dir im sluchtigeri SM efe kein boll, ständiges Bild geben von allem h ich möchte n^r öS, -
— Geheimrat Prof. Robert Koch hat dieser Tage von Berlin mit feiner Gattin und seinen Assistenten Stabsarzt Dr. Kleine Dr. Neufeld die Reise nach Rhodefla angetveten. P'ofeffvr Noch sind als Entgelt für die zu erwartenden Meinungen m der Ersorschung und der Bekämpsung der in Rhodesia neuerdings aub qelrelenen 'verheerenden Rlnderseuche von der englischen Re- qterimq 60U0 englische Pfund (123 200 Mk.) und jedem der beiden Assistenten je 1000 Pfund (20 200 Mk.) zugestcherl worden; außerdem beziehen Prof. Koch 3 Psii.id 60,60 All.) und seine beiden Assisleiiien je 2 Pfund (40,40 Mk.) Tagegelder neben den Reisekosten wid sonstigen Koste», des Unternehillens, die »ialurgeinav ämtlich vor, der engliid)en Oiegierung getrogen werden. Zn Anbetracht der gegenivärligen Teuerungsverhäliuisje in -LUdasnta ist diese Entlohnung jedoch teinesivegs als bejonde^ hoch anzujehen. Keinesfalls zahlt Englaiid erheblich mehr als ^eulschland. yur d,e Eholerasorjchungsreise erhielt Koch seiner Zett U8^4) von der deiilschen Regieruiig neben den Reisekosten u»id Tagegelder», eine Lumme von 100 000 Alk., seine beide», damaligen Aiiislenlen — der eine von diesen gehört seit Jahren unserer Laildesuiiiversttat als ord. Professor an — je 15 000 Mk.
Berlin, 17. Januar. Wie der „Vorwärts" mitte, t, hat der Rektor d e r U n i v e r s i t ä t Professor Gierke einen Vortrag ü b »r -P r o u d h o n und Lassalle — em Vergleich , den der sozialdemokratische Abg. Bernstein in der ireien ivissenjchafl- sichen Vereinigung halten sollte, verboten. -ras Verbot wir») öamit begründet, daß ein dem Lehrkörper der Universität angehöriger Pri vaidoze.it feine Lehrtätigkeit wegen seiner Zugehori^- feit zur sozialdemolratischeii Partei habe ausgeben »nunen, so das; man ihm, Gierke, als einem diesem Lehrkörper angehorönden Professor nicht zumulen könne, die Erlaubnis dazu zu geben, dag m einem seiner Aussicht unterstellten Verein ein sozialistischer Abgeordneter sozialistische Vorträge hält. Er müsse vielmehr zu ver- huidern und zu verhüten bestrebt sein, daß die ^Slalislijchen Ji^° lehre.i in irgend einer Form Eingang in die jugendlichen peelen fänden und sie vergifteten.
Antrag des Oberstaatsanwalts zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr u nd sechs M o n a t e n. Erschwerend siel in- Gewicht, daß der Angeklagte wegen Diebstahls bereits mehrfach vorbestraft ist, der Bestohlene auch von dem entwendeten (Selbe nichts wieder zurückerhalten konnte. Wegen ferner ehrlosen Gesinnung werden dem Angeklagten die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Tauer von drei Jahreii aberkannt. Er erkennt lerne Strafe an. — Ter Wildprethändler Georg W. in Frankfurt a.M. ist durch das Schöffengericht Bad Nauheim wegen Beamtenbeleidigung zu einer Geldstrafe von 80 Mk. verurteilt worden. Er verfolgt Be- ruiung und will sreigesprochen sein. Zu dem Zweck benennt er noch zwei Entlastungszeugen, die von ihm nicht rechtzeitig geladen j werde», konnten- und beantragt Vertagung. ^^sGericht erachtet den Antrag für erheblich und beramnt neuen Ternnn aus den 2. Februar an. - Am 14. Mai 1902 hielte»! sich sechs Arbeiter von Lollar in der Wirtschaft des A. in Täublingen auf. Sie »ueiqcrten sich, der nach Eintritt der ^eierabendstunde an sie cr- gangene.l Aufforderung des Wirts, das Lokal zu verlassen, Folge zu leisten. Auch der Nachtwächter, den der Wirt herbeiholte, konnte sie nicht zum Weggehen veranlassen, und es bedurfte der Hilfe der Polizei, bis sie sich lärmend und schimpfend entfernten. Aus der Straße setzten sie den Radau fort unb verübten groben Unfug. Sie wurden deshalb von dem Schöffeiigertcht zu Gieren wegen gemeinschaftlichen Hausfriedensbruchs durch Urteil oom ^1. November 1002 zu ie zwei Monaten Gefängnis verurtellt. -t.rei von ihnen haben gegen dieses Urteil Berufung eingelegt, weil öie ötrate ju hoch sei. Tie Strafkammer ist wie die -staatsamvaltichmt der Ansicht, daß das Schöffengericht den Vorfall zu hart beurteilt hat. Turch die Aussagen des Wirts wird festgestellt, daß die Angetlagteii eine besondere Roheit in dem Lokal nicht zu tage gelegt haben, unb inwieweit sie bei dem Lärm auf der Strage beteiligt waren, tonnte nicht sicher festgestellt werden. Es scheint auch, daß gerade sie sich mehr zurückgezogen haben, als die anderen. Tas Gericht setzt oeshalb die ertaluue Strafe in Uebereinstimniung mit ber *ätaat6- anwaltschast herab und zivar auf eine Gefängn isst rase von l e b r e i Wochen. — Ter Bierbrauer Hermann in Butzbach mar angeklagt worden, ben Hilisweichensleller B. am 6. Oktober 1902, wahrend dieser in der Ausübung seines Amtes begriffen war, öffentlich beleidigt zu haben. Ai. »voUte einen Waggon Gerste am Bahnhof ausladen, ber Hilfsweichensteller, ber mit Rangiereir beschäftigt »var, konnte nicht ausladen helfen. Ai. bat ihn, sich zu beeilen, B. erklärte jedoch, er könne sich ja auf der ^tatiait beschweren, iveuii es ihm 511 lange bauere. Ter Angeklagte erwiderte, et werde sich »licht auf ber Station, sondern bei ber El enbahn- biretiion beschweren, und er soll hier bie beleibigenben Worte zu- gejetzl ffaben: „Sie Fauleiizer, ber Sie sind!" Tas Schöffengericht Butzbach erachtete den Beiveis dieser Beleidigung mchl für erbracht und sprach den Angeklagten frei. Tie Berufung ber etaatö- anwallschajt bleibt ohne Er folg. Tas Gericht erachtet bie Situation nicht für aufgeklärt, zumal eine aroße Anzahl von Zeugeti die er.vähnteu Worte nicht gehört hat. Auch rechitel das Gericht auf Seiten des Beleidigten mit ber Möglichkeit eines Irrtums. — Ter Majchinenstncker Johannes G. in Bübüige.i ist wegen Diebstahls von dem Schöffengericht zu Bübmgeii nut drei Tagen Ge- längnis bestraft worden. Es »vird in der heutigen Hauplverhand- lui-g festgestellt, daß er gegen den wegen schiverer Urkundenfälschung vor kurzem verurteilten Konrad K. in Orleshausen eine Forderung von 17 Alk. 70 Psg. Halle. Am 2. Oktober 1902 schickte er (einen Sohn zu K. mit der Aufforderung, dieser solle für den genannten Betrag Niehl liefern. K. war schon in Untersuchungshaft, unb (eine Ehefrau erklärte, sie sei nicht in ber Lage, bas Niehl zu geben. G. begab sich deshalb selbst in die Wohnung des K. und Jorberte bie Ehefrau K. auf, ihm zu seiner Deckung Niehl ober 0^« G^ stände zu geben. Da sie es nicht tatz nahm der Angeklagte mehrere Gegenstände weg, gab sie aber nachdem Anzeige wegen Dieb, aM gegen ihn erstattet war, dem Gendarmen alsbald wieder heraus. Tas Gericht nimmt an, baß er nicht beabsichtigte, die buchen als Eigentümer zu behalten, daß vielmehr seine Angabe, er habe bie Gegenstänbe als Pscmb behalten wollen, mcht.widerlegt Jeu. ®ie Ehefrau K. kann die Worte des Angeklagten, als er bas Ansinnen an sie stellte, ihr Mehl ober sonstige Gegen,tanbe zu uberlaffe.i, nicht mehr genau wiebergeben, auch halt bas Gericht l^e iAussagen nicht für voll ausreichend, ben Angeklagten wegen ^^dstahls zu verurteilen. Es ist ber Ansicht, baff bem Angeklagten die Ab,icht der rechtswidrigen Zueignung nicht nachgewieser» giebt seiner Berufung daher statt und spricht ihn frei. - Nachdem Hierarif die Einziehung eines falschen Niarkstückes ausgefprochen war, erscheint abermals ein Messerheld auf der Anklagebank. Ntehrere junge Burschen kamen vor der O.'fchen Wirtschaft in Swckhausen ln Strett. Der A.igeklagte August R. wurde von dem Heu,rich N. hierbei provoziert und mit einer Latte geworfen. Als JL beit N. zur Rede stellen wollte, drangen dieser und em anderer auf R. ein und mißhandelten ihn. R. ging ihnen hierauf nach, um ibre Persönlichkeit festzustellen, hatte dabei wohl auch die Absicht, sich an ihnen zu rächen. Es kam nun mm Handgemenge und JL erhielt hierbei von dem Angeklagteii Messersilche m die 91öJe “nb ’" ben Rucken. Das Gericht nimmt als erwiesen an, dag der An aeklaale zunächst tätlich geworden ist, erachtet daher Notwehr, rote §L behauptet, nicht für gegeben. 4er Angeklagte roar sich auch
Z Gießen. 16. Jan. Strafkammer. Ten Vorsitz führte Landgerichtsdirektor Bücking, die Staalsaiiwaltschaft vertritt Ober- staatsanwalt Theobald. - Der Arbeiter Heinrich R von RvdeP heim ist des Rückfalldiebstahls angeklagt. Er soll am 9- August 1902 zu Butzbach einem anderen Arbeiter, mit dem er zusammen W°HM° « A!k7°us desi-n Koffer gestohlen hoben. D.e Anlage erachtet nach dem Zeugnis des wegen großer Entfernung vom Gerichtssitz kommissarisch vernommenen Bestohlenen fu^ baß der Angeklagte den Koffer gewaltsam erbrochen habe^ Tas Schloß war nach den Angaben des ,Zeugen
Kimmerlür stand offen, obwohl sie längere Zeit zuvor venchloffen war, und auch der Schlüssel seit mehreren
er fand sich später unter einem Steinhaufen, ^^r Angeklagte gievl zwar zu, das Geld gestohlen zu haben, behauptet ledoch ganz »ttninit her Koffer sei unver chloffen gewesen. 4.as Gericht yatt m Uebereinftimmung mit der Staatsanwaltschaft nicht für erwieseii, daß N den Koffer erbrochen habe, und verurteilt ihn nach dein
ein Kruzifix und das Bildnis des strengen Resorrnawrs 1 — auf seinem Pult aber seine letzten erschütternden Aus- 1 uul. »E y-w-n w .... ISH" biebI®eÄe,um5”Cbe*l !
Behagen genießt MTeilnahme sich M jedem Ti«, M, jeder Pflanze n»inte der die düstern Wände des Klosters schrnucrre mir bie Stadt der Eleganz und den Tarstellungcn ferner ^rtenf^"tlStnr^rne"eiUbie ....... in dm Caseinen, dem „Tier- Savonarala, der Welter,ahrene s^^renge ^E°t°r,^der^ garten"1 von Florenz, tm sinter in den ^Vorträgen tm T^ensvernetnung^ un^ in^ ftl^tig,en Aaulst zu vereinen Tantesaal, von Ors anmichele, im Th enter und ähnlichen Orten dtePottnsche F Namen für alle Zeiten mit dem Kloster Lnt man die „Gesellschaft" der Stc^t lenueti . - ber ^iebe, der von Fra
Würde und Unnahbarkeit, welche die Frauen ^^udaio s San . Merken ausströmt, hat die Erinnerung an den auszeichnete, ist einer graziösen, prickelnden ^ganz in Angelico s u j^bnsfeindlichen Dominikaner all-
Tracht und Bewegung gewichen, aber immer noch fühlen I dusteren, au§ dieser Stätte des Friedens und
sich diese müden voriiehmen Manner und Frauen als die mah ) 3 Miesen^-ome dagegen, auf der Piazza
'h;'f biEfE Ich.i.cnhllflen nl.cn nMC-L’nc ^n^Än°llnd^İ^""Jic°nnic
vergangener Zeiten berichten. neraeaenwärtiaen wie halb Florenz atemlos seinen zün-
Jch kann Dir kaum das Gefühl schildern, das emen be-! ^rgegenwaRigen, lauschte. - - Tu mochtest
schleicht, wenn man sich mehr und mehr von der lärmenden , ^unstschätzen dieser einz>igen Stadt Horen.
Außenwelt abwendet und sich ungeteilt dem Em stufte der xaten, an der Hand von Burckhardt s
Mten hingibt. Es ist einem, als belausche man das intime UW Zunächst in den Kirchen, in den Ufsi-ien und in Seelenleben ferner Geschlechter, als vernähme man den teife» ncabemia delle belle arti den Werken Giottos und seiner sten Pulsschlag verwandter und doch unendlich zuruckhalten- Santa Maria Novella den Werken der frühen
ter vornehmer Geister. Gerade in der Weihnachts-eit bin ick- Schule und m ^M^ri ohne A fici und
wieder und wieder zu Fra Angelico gewandert. Tuv Kloster > berückiichtiaen, hier ein vollständig klares Bild San Marco ist ja förmlich in ein Museum ferner Werke P ö Auffassung dieser Primitiven. Bei ihnen allen umgewandelt. Außer den frühen Sienesen ^st^hl keiner oe Tk n |tr9engeI Stil, bei jedem chrer ^afe^ÄpL 0 wie er vom Geiste des Heiligen Franz befruchtet und ’ dutz es nicht als em für sich ^^bhendes
keiner hat wie dieser schönhettstrunkene Träumer es ver iDnbern aä Schmuck für einen bestimmten Raum
standen, in seinen' ZeLgenoflen die Sehnsucht nach Äff Sri bm SSoninnotoeie« djese Prm. lorenett Paradiesen zu wecken. Jede em»tge 3Me fre3 l ^0^ ^ert>or. Sie fitüt na^^ Jiitet alter
Klosters ist mit einem Kleinode von dem Pinsel Fra Ange schartig behairdelt, die Formen des Raumes, für
lico's oder demjenigen seiner Schuler geschmuctt. Der rnter sie^aeschafsen, klingen darin an und auch dre Farbe eisante Raum, in dem Cosimo de Medici sich mit jeintn o 1 01 J mitä ben Naumverhaltnissen. Ueber all
S?^AnwnOzu^^versammeln^psteg^te^stUhöchst"^bezeichnend ^genartt^e?Fr^e
einziger Raum des Mosters ist t. :e Wa'wmaleret ge- faifung. Teincn Kunststudien ein guter
oa|,»««"£ -«»«* •— * - - •*


