erklärte Prälat und ReichStagsabg. v. JadzewSki, er sei seit 50 Jahren mit der Familie Kwllecki bekannt nnd habe den Knaben auch getauft. Er Hube aus dem ganzen Habitus der Gräfin entnehmen müssen, daß sie sich in gesegneten Umstünden besand. Jeder, der Lebenserfahrung habe, hätte dieser Ueberzeugung sein müssen. Er habe die Gräfin in Berlin ausgejucht und ihr die Zuziehung der Professoren Olshausen oder Renvers anempfohlen. Die Gräfin sagte, sie Hube, falls es notwendig sein sollte, nichts dagegen. Er Hube dann eine Dame gebeten, Professor Renvers mitzuteilen, daß er ihn sprechen mödjte. Jnzloischen erfolgte die Geburt. Er eilye sofort hin und sand die Gräfin in einem Zustande, der zweifellos erscheinen ließ, daß sie entbunden hatte. Dr. Rosinski, der dazu kam, erklärte, er habe dem Knaben die Zunge gelöst; dieser könne sich jetzt gegen alle Verleumdungen der Welt verteidigen, v. Jagbzewski erklärt, bei der Taufe am 15. Februar die volle lleberzeugung gewonnen zu haben, daß der Knabe erst wenige Tage, nicht 7 Wochen alt war. Er habe selbst vor dem Posener Civilprozeß Ermittelungen angestellt, deren Ergebnis <iiuss Haar bestätigt wurde. Er habe die Gräfin erst um Vorabend der Verhaftung wiedergesehen, wo sie außerordentliche Ruhe zeigie. Sie sagte, man wollte auch auf sie einwirken, ins Ausland zu gehen. Sie werde aber keinen Fuß breit weichen, da sie dre reuMiäßige Mutter des Knaben sei. Der Zeuge bezeichnet sodann ixe alte An- druszewska als unfähig, bei einem Verbrechen mitzuwirken und die Hebamme Ezwel als einfache schlichte Frau. Hrdivig Andruszewska sei beschränkt, wie ihm auch deren Mutter sagte. Die ganze Geheimnisgeschichte könne ihr leicht suggeriert fein. Die Oberpvstdirektion Posen teilt mit, daß die Verzögerung des kurz vor der Geburt an Dr. Rosinski gerichteten Telegramms nicht aus ein Verschulden der Gräfin zurückzufuhren sei.
Mebizinalrat Dr. Lippmaun giebt ein Gutachten ab. Die Angeklagte Chwiatkowska habe nicht derartige Erinner- ungslücten, daß sie über sehr wichtige Ereignisse keine Erinnerung mehr habe. Die Gräfin zeige keinerlei Anzeichen einer selischen Krankheit.
Landrichter Maßmann, der die während des Prozesses wegen Verdachtes des Meineids verhaftete Wiec^» kvwska als Untersuchungsrichter vernahm, erklärt, von chr den Eindruck einer absolut konfusen und schwachsinnigen Person zu haben.
Daran schließt sich lebhafte Kontroverse mit der Vereidigung der Wieczkowska für den Prozeß Kwllecki.
Prof. Dührßen giebt hieraus fein Gutachten ab, das er dahin zusammenfaßt, er könne nicht beweisen, daß die Gräfin nicht geboren habe, könne aber nicht annehmen, daß gerade in diesem Falle eine Reihe besonderer Umstände zusammentrasen, die eine Entbindung nach dem Schema f wahrscheinlich erscheinen ließen. Er glaube nicht, daß die Gräfin im Jahre 1896 schwanger war und 1897 gebar.
Demgegenüber gibt Prof. Freund-Straßburg ein Gutachten dahin ab, medizinisch sei nichts Positives vorzubringen gegen die Schwangerschaft oder Geburt. Aus Vermutungen könne er sich nicht einlassen. Hier sei viel mit „Vermutungen" operiert worden, beispielsweise mit der Vermutung des Gummileib es, des An bindens von Schrotbeuteln, des Anklebens der Nabelschnur usw. Es sei nicht schwer, noch zehn solche Vermutungen auszustellen, wer sie aber ausstellt, habe die Pflicht, fLe zu beweisen, sonst sei damit nichts anzufangen.
Gerichtsarzt Dr. Stürmer betont zu feinemGutachten, daß jeder einzelne hier hervorgehobene Punkt gar nichts beweise, ist aber der Ansicht, daß hier doch eine ganz ungewöhnliche Kumulation befremdlicher Umstände sich zeige, die Befremden Hervorrufen müsse. Er schließt sich dem von Prof. Dührßen vom ärztlichen Standpunkt geltend gemachten Bedenken an und such noch selbst einige Bedenken hinzu. Ter Sachverständige verbreitet sich dann noch über den Geisteszustand der Gräfin und kommt zu dem Resullat, daß die Gräfin keineswegs geisteskrank sei.
Fortsetzung Donnerstag.
Aus Stad! und Kaud.
Gießen, 18. November 1903.
** Kein Geburtstagsse st essen ! Das zur Feier des Geburtstages Sr. König!. Hoheit des Großherzogs vorgesehene Festessen findet wegen oes Todes der Prinzessin Elisabeth nicht statt.
** Eine Versammlung hessischer Handelskammern fand gestern in Frankfurt a. M. statt, der auch ein Vertreter der Großh. Regierung beiwohnte. Man einigte sich über eine möglichst einheitliche Ausgestaltung der Jahresberichte der hessischen Handelskammern und beschloß, einen dahingehenden Vorschlag dem hessischen Handelskammertag zu unterbreiten.
** Nachtasyl. Man schreibt uns: Am 19. Nov. wird im Stadttheater die Internationale Tournee Nachtasyl" und zwar nur an diesem einen Abend gastieren. Tie Tournee, die es sich zur Aufgabe gestelll hat, das eigenartige Werk Gorky's, des neuen Sternes der russischen Literatur, in den hervorragendsten Städten Europas zur Darstellung zu bringen, hat vor mehreren Wochen vom Hostheater in Braunschweig ihren Weg mit den glänzendsten Auspizien begonnen, und es ist chr der ungeteilte stürmische Erfolg bei Publikum und Presse auch in allen anderen Städten treu geblieben. Frl. Melanie Torny, die Direktorin des Unternehmens, war selbst langjähriges Mitglied erster deutscher Bühnen. Jede einzelne der erstklassigen schauspielerischen Kräfte, wurde der Individualität nach für die gewisse Rolle im „Nachtasyl" gewonnen, und es ist daher nicht zu verwundern, daß ein geradezu mustergiltiges, von der gesamten Presse anerkanntes Zusammenspiel den begeistertsten Erfolg des Werkes erzielt. Man darf auf das interessante Gastspiel der Tournee gespannt jein. Tie Vorstellung muß, wie schon erlvähnt, außer Abonnement stattfinden.
(!) Ruttershausen, 16. Nov. Hier wird die Errichtung eines neuen Schul Haus es geplant. Nach seiner Vollendung soll die gegenwärtig einklassige Schule in eine zweiklasfige verwandelt werden.
(s) Bermuthshain, 17. NoÖ. Tie Arbeiten am Bahnbau Grebenhain —Gedern ziehen sich jetzt mehr in die Gemarkung Hartmannshain, da sie bis an unserer Hallestelle fast beendigt sind. Eine Maschine ist seit dieser Woche schon an der Holzverladestelle „Seemer Wald" tätig, um diese sowie den hohen Tamm Über das Hundsbachtälchen fertig stellen zu helfen. Tie andere Maschine arbeitet noch an der Verladestelle „Oberwaldstraße", aiI welcher auch ein kleines Perron für Personenverkehr angelegt worden ist. Tie Arbeit dort ist in einigen Tagen beendet, und die Maschine kommt dann in den Schacht bei Hartmannshain. Auch das Stück der Oberwald,trage, Has iniolge des Bahnbaues verlegt werden mußte, ist fertiggestellt. Die dort erbaute Kantine des Herrn D. bleibt
vor der Hand stehen, und es wird für die Leute an der Arbeitsstelle bei Hartmannshain eine Notstation errichtet werden.
() Vom oberen Vogelsberg, 17. Nov. Heute nacht hat sich als neuer Gast bei uns der Schnee eingestellt. Schon gestern abend stöberte es fortgesetzt ganz heftig, sodaß bis heute morgen die Fluren ein weißes Kleid erhalten hatten. Der Witterung nach zu urteilen, scheint noch mehr Schnee in Aussicht zu stehen.
sd. Darmstadt, 17. Nov. Bezügl. der Landestrauer hat das Ministerium des Innern an die Kreisämter ein Ausschreiben erlassen, nach welchem an dem Tage der Beisetzungsfeier alle öffentlichen Lustbarkeiten ic. unterbleiben sollen. — Bezüglich der Tage bis zu der Beisetzung soll ein allgemeines Verbot derartiger Veranstaltungen nicht erfolgen, doch wird dem Taktgefühl der interessierten Unternehmer anyeimgestellt, das Arrangieren von Festlichkeiten, Konzerten re. nach Möglichkeit zu beschränken.
R. B Darmstadt, 17. Nov. Der Finanzausschuß der zweiten Kammer nahm heute nach längerer Beratung den Gesetzentwurf, betr. den Abschluß eines Vertrages des hessischen Staates mit der llcorbdeutschen Hageiner s i ch e r u n gs g e s e l l s ch a f t mit großer Mehrheit an. Tie Regierungsvorlage, betr. das Kondominat Kürnbach, wurde auch heute nou) nicht erledigt, da der Abg. Ulria) verschiedene Ausstellungen an dem vom Abg. Tr. Gut- fleisch zur Verlesung gebrachten Ausschußbericht machte, über die morgen des näheren beraten werden soll.
vcrmijcyre».
* Berlin, 17. sjcoü. Der saurer Nieke, der feit mehreren Jahren Sekretär und Vertrauensmann des Zentralverbandes ber eurer war, machte heute in dem Augenblick, als er in Sachen einer gegen ihn eingeleiteten Untersuchung in einer Fälf chun gs an gel eg en heit verhaftet werden füllte, einen Selb st mord versuch, indem er sich eine Kugel in den Kops schoß. Ter Schwerverletzte wurde in die Charite gebracht. — Von den in der Herkules-Galerie des Dkujeums gehenden zehn Standbildern berühmter Baumeister und Künstler ist in der vergangenen Nacht dasjenige des Kupferstechers Ehetowiecki mutwillig beschädigt worden, indem anscheinend mit einem Stocke zwei Stücke abgeschlagen wurden.
* Langeneels, 17. baw. Tie Zahl der Typhus- kranken beträgt jetzt mehr als 60. Sechs Fälle verliefen bisher töllich
♦ Lübeck, 17. Nov. Der Sohn erster Ehe des Taq- löhners Trenthorst aus Reinfeld wurde in einer Wasserlache tot aufgesunden. Die Eltern wurden wegen Morb- verdachtes verhaftet.
* M'ü nchen, 17. Nov. Grobe Pflichtverletzungen, bei denen es sich hauptsächlich um Unter schleife und Bestechungen handelt, Wurocn verschiedenen Beamten desStadtbauamtes in einer jungst stallgehabten Gerichtsverhandlung nachgewiesen. Bürgermeivcr Brumm teiUe heute dem Niagij träte mit, daß die Angelegenheit gegenwärtig streng untersucht werde. Nach Befund wird disziplinarisch oder strafrechtlich gegen die Betresielrden eingeschritten werden.
* Rom, 17. Nov. Dr. Rosada, dessen vermutlicher Muttermord die össeiitliche Meinung in hohem Maße beschäftigt, hat sich selbst der Polizei in Florenz gestellt. Dr. Rosada soll das falsche Gerüaft, seine eigene Mutter ermordet zu haben, nur ans dem unsäglich niedrigen Motiv heraus in die Well gesetzt haben, um damit für feinen demnächst er f cheineirden Roman Reklame zu machen! D. Red.)
* Moskau, 17. Nov. Die Grüfin Dimitzi ewska wurde während der Fahrt in einem Eifenbahnznge von religiösem Wahnsinn befallen und mußte in eine Heilanstalt gebrackft werden.
Gerichissaal.
d. G i e ß e n, 17. Nov. Straskammerfitzung. Ter 19 Jahre alte Bierbrauer 3JL Z. von Obernbreit, dessen Vorstrai- lifte nicht weniger als 8 Vorstrafen aufweist, hat von September bis glitte Oktober bei einem Gastwirt in Nieder-Erlenbach in Arbeit gestanden unb gemeinschaftlich mit einem anderen Taglöhner ein Zimmer iunegehabt. (Smes Tages verschwand er von dort unter Atitnahme einer Reihe von Ge g e n st a n d e n , b i seinen Kollegen gehörten, im Werte von etwa 90 Diark. Urteil: Ein Jahr Geiängnis wegen Diebstahls. Der Wirr D. von Gießen war vom hiesigen Schöffengericht wegen Hausfriedensbruch mit einer Woche Gefängnis, und wegen Körperverletzung mit 2ö Mark Geldstrafe bestraft worden. Die Beweisaufnahme gestattete sich für den Angeklagten in der Berufungsinstanz so günstig, daß er von Straie uud Kosten freigesprochen wurde. — Der Taglöhner G. B. zu Bleideurode, ein mehrfach vorbestrafter arbeitsscheuer unb dem Trunk ergebener Atensch, hat im Juli dieses Jadres dte Kate- ch i s m u s l e t) re, die in der Kirche von Bleidenrode von einem dortigen Lehrer in Vertretung des Geistlichen abgehatten wurde, durch lauten Zuruf gestört. Das Gericht sieht die Katechismus- lehre als gottesdienstliche Verrichtung an und verurteilt den Angeklagten wegen Vergehens im Sinne des § 167 des Reichsstrafgesetzbuchs zu einer Gefängnisstrafe von einem Monat. — Der Dienstknecht L. L. in Wohnbach, gebürtig von Birklar, erhält wegen eines Messerstichs, den er einem arideren Knecht, dem Schweizer Bredi in einem Anfall von Eifersucht in die linke Stirnseite versetzte, 6 Aionate Gefängnis. — Die Verkündigung des Urteils in Strafsachen gegen den hiesigen Agenten und Immobilienmakler I. von Gießen wegen Betrugs ist auf eine Woche ausgesetzt worden.
— Die Schwester der Kaiserin als Zeugin. In dem viel erörterten Rechtsstreit desHerzogs Ern st Günther zu Schleswig-Holstein mit der Gesellschaftsdame der verstorbenen Prinzessin Amalie ist seitens des Berliner Landgerichts eme umfangreiche Beweisaufnahme angeordnet, in der die hohen Anverwandten des Herzogs und verschiedene Persorien des Hofstaates Zeugnis abzulegen haben. Die Hauptansprüche richten sich gegen den ^lachlatz der Priiizessm Amatte, da der Antritt der Erbschaft von den Erben, barunter auch ber kaiserlichen Familie, ausgeschlagen ist. In tiefer Prozeßsache fand am Montag auf dem Schlosse Bornstedt bei Potsdam die Vernehmung der Prinzessin Feodora, ber jüngsten Schwester ber Kaiserin, statt. Als vernehmender Richter war von dem Amtsgericht Potsdam ber Assessor v. König designiert. Der Vernehmung wohnten Exzellenz v. Attr- bach, eine Hofdame Frl. v. Röder sowie als Parteivertreter R.-A. Dr. Lubcznnski beu Die Prinzessin gab bereitwillig ihre Aussage über die in ihrer Wissenschaft stehenden Wertsachen ab und wurde darauf von dem amtierenden Richter in vorschrifts- mäßiger Weise vereidet.
"Kunst und Wissenschaft
— Wie aus Darmstadt gemeldet wrrd, schenkte der Zar dem Hoftheater in Darmstadt die gesamte neue Ausstattung zu „Aida", die 300000 Mk. kosten sott.
London, 17. SIod. Wie hiesige Blätter berichten, habe ein englischer Elektrotechniker eine Erfindung gemacht, welche eme direkte telephonische Verbindung mit N e w y o r k ermöglichen sott. Sämtliche mit London telephonisch verbundene Städte würden alsdann zum Verkehr mit Newyork zugelassen fein. Ter Verkehr könnte bereits m einigen Monaten ausgenommen werden.
London, 17. Nov. Der Zustand des 84jährigen Philosophen Herbert Spencer ist hoffnungslos.
Krieskasten der Redaktion.
(Auonhme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)
M. Rodheim. Wenn Sie nachweisen, daß Ihr Sohn eine Abonnementskarte besaß, dürfen Sie das erhobene Fahrgeld nach- trägttch zurückverlangen.
Ucneste Melounaen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
Trier, 18. Nob. Ter auf der Strecke Trier-Kolu liegende Kyllburger Tunnel ist teilweise eingestürzt. Ter Verkehr wird eingleisig aufrecht erhalten.
Win d sor,'17. Nov. Bei der Ankunft der fürstlichen Herrschaften im Schlosse erwies eine dort ausgestellte Ehrenwache die militärischen Ehren. Im Schlösse wurden der König und die Königin von Italien von den hohen Würdenträgern begrüßt. Auf den Treppen waren Leibgardisten ausgestellt. An ber Fo milientafel in der eichenen Halle des Schlosses nahmen der König und die Königin von England und Italien, Prinzessin Viktoria, Prinz und Prinzessin von Wules unb Prinz und Prinzessin Christian zu <^chleswig-Holstein teil. Tie Gefolge speisten in einer andern Halle. Der Mayor von Windjor gab 62 in Windsor lebenden Italienern, die in Nationaltracht erschienen waren, im Rathause ein Festmahl.
Wien, 18. Nov. Das vieraktige Drama „Liebes» s ü n d e n" von W e r k m a n n recte N e d e l s k y, erlebte im Raimund-Theater seine Erstausführung und errang einen durchschlagenden Erfolg. Der Autor wurde nach jedem Akt hervorgerufen. — Das Anzengruber-Theater- Projekt ist gescheitert. Dasselbe sollte in dem ehemaligen Vorort Meidling zwischen der Stabt und Schönbrunn gegründet werden. — Der in einem Sanatorium infolge eines Automobil-Unfalles verstorbene Graf Chamare ließ sich wenige Stunden vor seinem Tode mit einer ehemaligen Choristin des Theaters an der Wien, Wanda Blaustein, trauen unb fetzte sie zur Universalerbin feines bedeutenden Vermögens ein. Graf Chamare, der als Leutnant im 2. schief. Hujarenregiment diente, hat große Besitzungen in Preußisch- Schlesien.
Wien, 18. Nov. Ein großer Teil der Mätter konstatiert, daß die eröffnete Parlamentssession im Zeichen der Obstruktion begonnen hat und daß wenig Aussicht vorhanden ist, daß es gelingen dürste, eine Sanierung der Verhältnisse im Parlament herbeizuführen.
Sofia, 18. Nov. Infolge der in der Weschterna Posta erfolgten Veröffentlichung der Dokumente des ausgewiesenen russischen Polizeiagenten Weißmann beschäftigen sich die Blätter eingehend mit dem r-Iissifcheü Spionage-System. Die Dokumente sollen mehrere Persönlichkeiten der verflossenen russophilen Regierung direkt der hochverräterischen Bestrebungen überführen. Die Regierung wird jedenfalls die Dokumente zu politischen Zwecken ausnutzen. Die Enthüllungen wirbem viel Staub auf und sind geeignet, den russiichen Einfluß stark schädigen. Tie Affäre wirb große Kreise ziehen.
Newyork, 18. 9iov. Tie „Newyork Times" teilt mit; Ter Republik Pan ama wird von den Vereinig- ten Staaten die Summe von bOMillionenDvllar ausgezahlt werden als Entschädigung für die Kanal- Konzession. Tie Panama-Regierung wird diese Summe an Kolumbien auszahlen als Preis der Unabhängigkeit.
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Wer dauernde Gesundheit,
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