Ausgabe 
18.7.1903 Viertes Blatt
 
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diesen Aufwand nicht gerechtfertigt hätten. der verstorbenen Eheleute Feistmann stifteten der Stadt Offenbach 50 000 Marl zu wohltätigen Zwecken.

Pu.nl Wagner l. , hat. lieber all ergiedt sich.

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Gießen, den 18. Juli 1903.

- Personalien. S.K.H. der Großherzog haben den Registrator in der Heff. Preuß. Eisenbahngemeinschaft Wil­helm Frank zu Darmstadt auf sein Nachsuchen unter An­erkennung seiner treu geleisteten Dienste m den Ruhestand versetzt. Der Stationsvorsteher in der Heff. Preuß. Eisen- bahngemeinschaft Georg Bickel zu Bensheim wurde aus sein Nachsuchen unter Anerkennung ferner langjährigen treu ge­leisteten Dienste in den Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.

* Ordensverleihungen. Dem Geheimen Baurat Profeffor Koch in Darmstadt ist von dem König der Belgier das Ofstzierskreuz des Leopold-Ordens verliehen worden.

** Medizinische Gesellschaft. Die nächste Sitz­ung der medizinischen Gesellschaft ist Dienstag den 21. Juli. Es werden fügende Vorträge gehalten: 1. Herr Öfter* roht, Ein FÄl von LidMftik; 2. Herr Lindenmeyer, Das' Pseudo-Graefe'sche Symptom: Eumydrin; 3. Herr I Weiß, lieber Mueocele des Siebbeins; 4. Herr Best, Angeborener Enophthalmus; 5. Herr Vo ssius, lieber i intraoculare Desinfektion.

- Das Promenadenkonzert morgen fällt wegen Inanspruchnahme der Militärkapelle beim Schützenfest aus.

- Zur Theater, und Saalbaufrage erfahren wir, daß der Saalbauverein nicht abgeneigt sein soll, für die Vorarbeiten, d. h. in erster Linie für die Erlangung durch ein Preisausschreiben zu bewerkstelligenden Bauentwürfe, die gleiche Summe wie der Theaterverein zur Verfügung zu stellen.

Privat-Diskont 3 Prozent.

Oest. Kredit. .

Deutsche Bank .

Darmstädter Bank .

Bochumer Guß .

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Kleine Mitteilungen aus Hessen und den

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e des sivlae der trockenen Witterung steht in Lesern ah re eine - vedeuterrde Ernte an Himbeeren in Aussicht, sodaß der ärmeren Bevölkerung daraus ein schöner Verdienst er­wachsen wird; auch die Erdbeerernte ist günstig aus- aesallen. Mit Beginn dieser Woche nahm eine Kom­mission, bestehend aus einem Mitgliede der Grvßh. Kultur- insvektion Gießen, einem Vertreter des Kreisamtes Schot­ten und Sachverständigen der anliegenden Gemeinden eine Besichtigung des Nidderbettes vor. Man bringt diese Augenscheinnahme mit der in Frage stehenden Tal­sperre der Stadt Frankfurt bei Sichenhausen in Verbindung.

8d. Darmstadt, 18. Juli. Der Heiratsschwind­ler Phil. Reck aus Mommenheim hat sich durch einen eigentümlicheu Zufall vorerst dem Arm der Gerechtigkeit ent­zogen. Wegen Hausfriedensbruchs mit einer Geldstrafe von 20 Mk. event. 4 Tagen Hast bestraft, zog er letzteren ^tras- modus vor und ging in das Gefängnis. Nachdem er aber! einen Tag verbüßt hatte, verschaffte er stch den regierenden Geldbetrag und mußte daher entlasten werden. Inzwischen !war aber bet der Staatsanwaltschaft Anzeige wegen Betrugs und falscher Vorspiegelung eingelaufen und sollte wegen dieses Deliktes seine Vernehmung in dem Provinzialarrest­haus erfolgen, als man konstatieren mußte, daß der Vogel inzwischen ausgestogen war. Mit einer unglaublichen Dreistigkeit erschien der Bursche aus der Redaktion der ,,N. Hess. Volksbl.", um über die gestrige Notiz bezügl. seiner Verhaftung re. Beschwerde zu sühren und mit Klage zu^ drohen, wenn keine Berichtigung erfolge. Durch sein dreistes Auftreten gelang es ihm auch, die Redaktion hierzu zu ver- cmlaffen. Die Polizei fahndet nun nach diesem gefährlichen Patron, da sich nunmehr auch herausgestellt hat, daß er in anderen Städten dergleichen Manöver ausgesührt und u. A. in Wiesbaden ein Mädchen unter gleichen Vorspiegelungen um ca. 1600 Mk. gebracht hat. Er ist 1865 in Mommen­heim geboren, also ca. 36 Jahre alt. Anscheinend hat er sich nach Frankfurt begeben, da er dort eine Schwester

ben Versuchsstationen in Bern bürg, Darmstadt (wo Prof. Erfolge gehabt hat) rc. angestellt' hat UeberaÜ ergiedt sich, daß, wo Kali reichlich im Bod en ist? auch der Anbau besser gedeiht Besonders erfickMch nr dies bei den Versuchen mit Kartoffeln, Tabak, Zucker­rüben, Loggen, Wiesen und auch bei Gartenpfanzungen: Ge- mnseu, Obslbäuiuen tuib endlich Blunten. Zum Schluß be­tonte der Redner, wie Landwirtschaft und Industrie in en aste Verbindung gekommen seien und wie das alte Wort GeMrng behalte: Hat der Bauer Geld, hat es die ganze

früheren trefflichen Dirigenten des Kirchengesangvereins, Dr. Hans Hay-rn, deren wundervoller Gesang hier noch im besten Andenken steht und ixte sich inzwischen ganz dafür aus­gebildet hat W werden sich viele mit uns freuen, sie wieder einmal zu hören.

** Preis ausschreiben. DerDeutsche Verein abstinenter Lehrer" hat einen Preis von 300 Mk. ausgeschrieben für ein- gutes Lesestück, das unmittelbar in I den Dienst der Bekämpfung des Woholismus tritt. Die^ Preisbewerbungen müssen in üblicher Weise bis zum 1. No­vember d. I. bei dem Vereinsvorsitzenden, Lehrer I. Peter­sen in Kiel, Möllingstr. 3, eingereicht sein, von dem auch Drucksachen zur weiteren Auskunft kostenlos zu erhalten sind.

** Zu dem Selbstmord, den wir am Donnerstag meldeten, erfahren wir noch, daß der junge Selbstmörder, Rob. Leining, wegen Unehrlichkeiten, die er in einem hiesigen Geschäft begangen haben soll, verhaftet werdett sollte. Jeden­falls um sich dem zu entziehen, hat er den Tod gesucht.

0 Krumbach, 17. ^uli. Hier soll eine zweite Zi-

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anJS» VST Sckstußpassus, der d-m Gläubiger

auch die ältere Schuld sicher anerfeimt auf

fehlt. Eine Reihe von Zeugen geben dem t., der stoben fei Wirtschaft noch einen Kramladen betreibt, das Zeugnis> emes ge- schäftliehen Schikaneurs. Der Vertreter der Anklage wies darauf hin, daß nach dem eigenen Zugeständnis des Angeklagten die er sich mindestens eines Betrugsversuchs schuldig gemacht^ha e.

sei aber auch dein L. zu glauben, wenn dieser unter angebe, daß der letzte Passus des Schuldscheins erst später durch> den An­geklagten hinzugefügt worden sei. Als Motiv der -tat ^i der ge­schäftliche Uedereifer anzusehen. Der Angeklagte habe den Auf­trag gehabt, für feinen Chef das Schuldverhältnis mit t. ju fronen und, um glatt abzurechnen, habe ihn der kaufniannische Ehrgeiz veranlaßt, die strafbare Handlung zu begehen. Er erCenne gern an, daß die Tat überaus milde zu ahndeil sei, weshalb er zwei Wochen Gefängnis als hinreichende Sühne in Antrag bringe. Ser Gerichtshof fprach den Angeklagten wegen Urkimdenfalfchung frei, und begründete diesen Freispruch damit, daß der Beuge x.., wie die Beweisaufnahme ergeben habe, seiner ganzen Perfontichreil nach kein Mensch sei, auf dessen alleinige Aussage bin man eme Verurteilung eintreten lassen könne. Wohl habe sich der Angeklagte dadurch, daß er das Schuldanerkenntnis nur zum Teil vorgelefen und besonders denjenigen Teil des Schriftstückes, der von dem An- erkemitnis der älteren Schuld handelt, verschwiegen habe, objeftiü eines Betrugversuchs schuldig gemacht. Der Gerichtshof sei aber auch di es erhall) zn einer Freisprechung gekommen, weil der An­geklagte nach Aiisicht des Gerichts und nach Lage des Falles nicht daran gedacht hat, ein Unrecht oder etwas Strafbares zu begeheli. -t. Wahrend der Verhandlung war der Strafkammersaal uou einer Menschenmenge förmlich belagert. Zuhörer aus den Sorfern Holz­heim, Dorf-Güll und Grüningen hatten sich in solcher Alizaht em- gesunden, daß der Vorsitzende vor Eintritt in die weitere Verhand­lung, welche ganz besonders das Interesse der gekommenen Vori-

I bewohner erregte, den Sitzungssaal räumen ließ. Nur der Raum I hinter der Barriöre für die Zeugeii durfte von Zuhörern besetzt werden. Verhandelt wurde gegen den 29 Jahre alten, u. a. wegen Körperverletzung mehrfach vorbestraften Metzger Ehr. H. E., gegen den 29 Jahre alten Knecht L. V., gegen den 23 Jahre alten ~anb- wirt Ehr. E. F. und gegen den 24 Jahre alten Bergmann W. E. A.

I (Die drei letzteren sind noch unbestraft.) Alle vier Angeklagte fiiid von Grüningen; sie sind beschuldiat der gemeinsam uenibteu Körper­verletzung mittels gefährlichen Werkzeuges und des gememfanien Hausstiedensbruches. Wenn man die Angeklagten stden einzeln hört, sind sie natürlich die Angegriffenen gewesen, als sie am 17. April d. Js., von der Kontrollversammlung aus

und in dem freundlichen Dorf-Güll in einer Wirtschaft Einkehr haltend, mit Reservisten aus Holzheim zusammentrafen. Die Beweisaufnahme ergab aber nicht nur das Gegenteil, sondern erwies zur Evidenz, daß die Grümnger Mannschaft ohne jeden Grund, offenbar aus Lust am Raufen, bie Mannschaft aus Holzheim in ganz roher und brutaler Weise mit Stocken zu Leibe gegangen ist, und zwar machte man sich über drei der Holzheimer in der Weise her, daß man zu dreien jeden einzelnen von diesen niederfchliiq. Leider ist von den Grüningern der Haupttater nach der Tat ins Aiisland geflüchtet. Auf der Verfolgung der geschla­genen, getretenen und teilweise schwer verletzten Gegner drangen die Grüninqer sogar mit Gewalt in Häuser em, in die ihre Opfer vor der Uebermacht flüchteten, und es ist fast als em Wunder an- zusehen, daß bei der Affäre kein Menschenleben zu beklagen war. Der Gerichtshof belegte den bet der Sache am meisten beteiligten E., auch in Rücksicht auf seine Vorstrafen, mit einer Gefängnisstrafe von 1 Jahr 4 Monate; er hat sich in drei Fällen der Körperver­letzung und in zwei Fällen des Hausfriedensbruches schuldig ge­macht. V., dem nur eine Körperverletzung und zwei Hausfriedens­brüche nachgewiesen wurden, erhielt 7 Atonate Gefängms, wahrend A. wegen je eines Falles der Körperverletzung und des Haus- friedelisbruches mit 6 Monaten Gefängnis davon kam. tf. mutzte, da man ihm eine Teilnahme an den zur Anklage flehenden straf­baren Handlungen nicht nachweisen konnte, freigesprochen werden.

** Gießen, 18.Juli. Wegen Ungebühr vor Gericht bestrafte der Gerichtshof gestern den Landwirt W. M. von Betten- I hausen mit einer Geldbuße von 3 Mk. Er stand im Strafkammer- I saal im Zuhörerraum uiid hatte dabei seine Kopfbedeckung nicht

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r. Nraiiiz, 17. Juli. Ein großer Schwindelprozetz, der mit der berühmten Affäre Humbert in Paris dadurch einige Aehnltchkeit hat, daß die vorgekommenen Betrügereien und Schwindeleien auch von einer Frau unter der Vorspiegelung, eme große Erbschaft in Aussicht zu haben, verübt worden sind, kam in der letzten Sitzung der Strafkammer des hie­sigen Landgerichts zur Verhandlung. Die Schwindlerin ist, wie schon kitrz gemeldet, eine Witwe Ihrig, bie hier ein ziemlich gutgehendes Manufakturgeschäft betrieb, aus Mangel an nötigen Barmitteln und Geschäftskennttiissen spater aber in Zahlungsschwieriakeiten geriet, aus denen sie sich durch Anlehen i zu Helsen suchte, welche sie bei zahlreichen Kunden von ihr, zum größten Teil bejahrte Frauenzimmer von hier und den umliegenden Ortschaften, zu machen wußte. Zur Hergabe dieser Darlehen, die ui Beträgen von 200 bis 9000 Mk. bestanden, veranlaßte die Ihrig die meisten der Darleiher dadurch, daß sie ihnen unter Tränen und Vorzeigen von Trauerbriefen ein gar rührendes Märchen von einer großen Erbschaft erzählte, welche sie in kurzer Zett anzutreten habe. Ungefähr 40 Personen hat die Ihrig auf diese Weise mtt beträcht­lichen Beträgen hineingelegt. Die meisten bet Darleiher, von welchen einige ihre sämtliche Sparpfennige der Ihrig hingegeben I haben, sahen nie mehr was von ihrem Gelde, und nur einzeuie, I welche frühzeitig mit dem Staatsanwalt drohten, erhielten kleine Detailbeträge zurück. Bel der Konkurserklär-ung waren wett über 100 000 Mk. Schulden vorhanden, t>enen fast nur das vorhandene I Warenlager gegenüberstand. Der Antrag der Staatsanwaltschaft gegen die Ihrig lautete auf 8 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehreiiverlust. Das Gericht erkannte auf 5 Jahre Gefängnis und

15 Jahre Ehrenverlust.

Berlin, 17. Juli. Im Pommernbankprozeß begann I heute Justizrat Wronker sein P l a i d o y e r. Er behandelte den I allgemeinen Teil unter Ausschluß der Strelitz-Bcmk, betrachtete die I Persönlichkeiten der Angeklagten und legte den Werdegang sowie I die historische Entwicklung der einzelnen Institute dar. Die Ver- I teibigung stehe auf bem Standpunkt, daß Schultz und Romeick I vielleicht unbedacht gehandelt und nicht mit der Schärfe gesehen I hätten, mit der nur Sachverständige urteilen könnten. Sie hätten I aber jedenfalls bona fide gehandelt. Die beiden Angeklagten hätten I nur kaufmännisch gefehlt und ein hohes Strafmaß sei nicht am Platze. Wenn die Angeklagten nicht verhaftet worden seien, waren I feine Verluste entstanden. Die Verluste seien erst nachträglich em- I standen und hierfür könnten die Angeklagten nicht verantwortlich «gemacht werden. Sie säßen nun seit über 2 Jahren in Unter- , I fuchungshaft. Für den Fall, daß der Gerichtshof doch einschuldig 11 sprechen sollte, glaube er, daß Schultz und Romeick diirch bie lange Untersuchungshaft genug gebüßt hätten.

11 Dresden, 17. Juli. Redakteiir Peters von derDresdner 11 Rundschau" wurde wegen Beleidigung des Königs und : I ber Prinzessin Mathilbe zu vierMonaten Gefäng-

wohnen hat.

Offenbach, 17. Juli. Verduftet ist der Kaffierer der Krankenkaffe des Vereins für volksverständliche Gesund­heitspflege, Max Jeretzky. Er war vor noch nicht langer Zeit auS Berlin hierhergekommen. Mit ihm sind etwa 150 Mk. Krankenkaffenbeiträge verschwunden. (O. Ztg.)

0 Wetzlar, 17. Juli. Der Sommer ist da und mit ihm erscheinen die verschiedenen Beeren- und Gemüse­arten auf dem Tisch. Leider ist aber die Zeit, in welcher uns die ftischen Erzeugnisse unserer Gärten zur Verfügung stehen, nicht allzu lange. Daher sollten es aue Hausftauen lernen, für die obst- und gemüsearme Zeit, das, was sie jetzt nicht brauchen, so auszubewahren und ftisch zu er­halten, wie es wünschenswert erscheint. Jedoch stehen Iviele unserer Hausfrauen im Einm ach en und Kon­servieren der -lieben Sommerftüchte oft ratlos da, und somit gehen jahraus jahrein viele erfrischenden Früchte für uns verloren. Um hierin Wandel zu schaffen, findet vom 20. bis 23. Juli an der hiesigen landwirtschaftlichen Winterschule für Hausftauen und Mädchen je eine halb- tägige praktische und unentgeltliche Unterweisung in diesen Dingen statt. In erfteulicher Weise erstreckt sich die Seil-1 nahnre nicht allein auf den Kreis, sondern zu orefem I £u.rju£ haben auch Personen aus den benachbarten Orten des Kreises Biedenkopf freien Zutritt.

0 Marburg, 14. Juli. In der heute abend abge- halteneu Stadtverordnetensitzung kam auch zur Sprache, daß der seit li,4 Jahren eingereichle Antrag zur! I Ausgabe der Stadtobligationen in Höhe von fünf iMillionen Mark immer noch nicht von der Regierung genehmigt sei. Durch eine solche Verzögerung würde die Stadt sehr geschädigt. Mau beschloß sll)ließlich, in einer Dringlichkeitseingabe, bei der Regierung vorstellig zu wer­den. Ein Stadtverordneter hat gegen die Stadt­verordnetenversammlung beim Bezirksausschuß Klage an­gestrengt, weil man ihn unrechtmäßiger Weise wegen Fehlens in einer Sitzung in eine Ordnungsstrafe genom-

Schlußkurse.

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Das montenegrinische Tabakmonopol ist einer italienische» 1 Aktiengesellschaft mit dem Sitz in Venedig auf 15 Jahre verpachiet. s'Die Gesellschaft hat der montenegrinischen Regierung 200000 Fcs.

Knabe, namens Otto Löhr, aus dem dritten Stock eines Hauses der Schnurgasse in den Hof und war auf der Stelle tot Der Abbruch der Frankfurter Sängersesthalle wird aus folgenden Gründen erfolgen: Im Winter wäre eine Benutzung der Halle unmöglich. Die Bewachung gegen uuu ...... Einbruch und Feuer, sowie die Unterhaltung würden un-

Gehalt, daß gewitz viele dankbar fein werden, wenn sie nach verhältnismäßig viel kosten, während die verschiedenen Ver­langen Jahren wieder geboten werden. Die Kantate wurde anstaltungen, die ohnedies zeitlich weit ausemanderliegen, seinerzeit bei der Einweihung der neuen Orgel in der Stadt- dipspn Aurmand nicht aerecktfertiat hätten. aac iSrben kirche im Jahre 1887 gesungen, die ,^hrnne", wenn wir nicht irren, im Jahre 1890. Dazu kommen dann die über­aus interessantenMblischen (Ebenen" aus dem Nachlaß des leider viel zu fÄh gestorbenen edlen Heinrich von Her-i zogenberg,der Seesturm" unddas kananäische Werb",- ui denen einfach der biblische Text in Chören und Soli unter Begleitung von Streichquartett zur Vorstellung gebracht wird. Eine ganz besondere Anziehungskraft wird die So­listin üben, Frau Professor S ch m i d t, geb. Haym, die Witwe des hier noch wohlbekanntew, in Königsberg verstorbenen Altphilologen Johannes Schmidt, und Schwester unseres

Harpener Bergbau . . 180.90

Schluß-Tendenz: ruhig.

Gerichtssaal.

^.Gießen, 18. Juli. Die F e r i e n str a f k a m m e r,! welche gestern unter Vorsitz des Landgerichtsrctts Dr. Schäfer ihre erste Sitzung abhielt, verhandelte u. cu gegen den 191/« Jahre alten Kaufmann Ph. P. R. von Lauterbach. Derselbe hatte sich zu ver­antworten wegen Verfälschung einer Urkunde in Jdeal- konkurrenz mit Betrugsversuch. Der Tatbestand, welcher der An­klage zu Grunde lag, ist der folgende: Der noch junge Mann war in der Freiherrlich von Riebeselschen Brauerei im Komtor tätig und erhielt den Auftrag, mit einem Kunden L. in Almenrob ab- zurecWen und sich bas Guthaben der Brauerei schriftlich anerkennen zu lassen. R. übergab feinem Hause einen Schuldschein, worin L. anerkennt, der Brauerei 42 Mk. schuldig zu sem, die er zu einem bestimmten Termin zu bezahlen versvricht und ferner, daß Schuldner außerdem an Freiherrn von Riedesel eine ältere Schuld von 52 Mk. hat, die er gleichzeitig anerkennt und ebenfalls ohne Einwendung ober Aufstellung einer Gegenforderung zu begleichen sich verpflichtet. I Auf Grund dieses Anerkenntnisses kam es wegen der alteren Schuld uim Prozeß zwischen der Freiherrlich von Riebeselschen Brauerei! und L., unb letzterer erklärte im Verhanblungstermm, er habe bie ältere Schuld nicht anerkannt, bas Anerkenntnis sei erst nachträg­lich aus bem Schulbschem hinzugefügt worben, nachbem er ihn mit seiner Unterschrift versehen hatte. Rach dieser Erklärung zog bie tlägerische Brauerei im Termin bie Klage zurück. Der An­geklagte bestreitet ganz entschieden, ben Passus wegen ber älteren SchUlb auf bem Anerkenntnis erst nachträglich hmzugefugt zu! haben. Richtig sei, baß L., als er mit diesem verhandelt habe, bie 152 Mk. Schuld bestritten habe, er wolle auch zugestehen, daß er I s. Zt. bem Schuldner, ehe dieser uiiterschrieben habe, den Inhalt I des Anerkenntnisses nur insoweit vorgelesen habe, als er das I laufende Schuldverhälmis in Höhe von 42 Mk. betraf. Tatsache

** Musikaufführung des evang. Kirchen-I Kleine Mitteilungen aus Hes f ^^1:0 oen aesanavereins. Die auf Sonntag, den 26. Juli, ange- Nachbarstaaten. In Frankfurt fiel ern funfführiger kündigte geistliche Musikaufführung des evang. Kirchen-1 ~ o;""

gesangvereins darf wohl auf ein lebhaftes Interesse im Kreise der Freunde geistlicher 'Musik rechnen. Sind auch die schöne ,Hyrnne" von F. Mendelssohn und die Bach'sche! Kantate:Ach Gott, vorn Hünrnel sieh darein" für uns keine Neuheiten, so sind es doch Kompositionen von solchem

-Sanfte«-erfe'to wÄche in etncin Zeitraum von kann, zehn Jahren di- s'hab'?un,°r das Schuld.

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man BvdenuntersuctMilgen an urw gelangte mo- fl K Sonl o6 ercr Vogelsbergc, 17. Jnlr. In--

dernen Ersatzwirtjchaft, die sich auf das Gefitz des MinrrnurnS 1 ^rfp-npn snUHprnna ftcht in diesem Jahre eine ^ndct. Rof. Mert ging aus die Hauptersorderlnffe des ^ckmbodens etwas naher ein und stellte ^^bksachlrch fest, wie besotiderS große Mengen Kali dem Boden dur-ch dte Beaetation entzogen werde. Timt nruß bw dem l verlustig gegattgenen, bis zu gewrsfem I

liehen W)rstoffe der Pflmtzen ^künstlich^wieder zufuhrerr I Schon in alter Zeit hat man, srerltch ohne Kennens des ursächlichen Zusammenhangs und rein erfahrungsgemäß, I solche Maßregeln getroffen, rndem man z. V.erkanntte,daß tüeLumne, iu den Wer untergepflugt, den Boden erdra^-I Ä macht. Der Redner führte dann dre Anwesenden

Land vcm sehr guten Lichtbildern und graphychen Darstellungen in die Gefilde der Steiusalzhergwerke zu ^^oldShtckl. Die Kaliindustrie ist tu den letzten 16 Jahren außerordcntlick) angewachsen. Deutchlmch bruncht am meMn Kali; Holland, das überhaupt laudwrrffchasckrch.^ück)- tiaes leistet, hat uns im Jahre 1901 übertroffen. Dte Lrcht- Sser UmsiTdie konsolidierten Alkaliwerke, die wasche nelleu Anlagen. Auch die Bodenschichten des Staßfurter Salzlagers wurden gezeigt und erklärt. Jnterefiant waren die Bilder vom Abbauen des Salzes, von den Bohrungen, Surenaungen, dem Verladen und der Beförderung de^ Sabies. Die Luft in den Schachten und Räumen unter der Erde ist dort nicht schlecht, wie bei anderen Bergwerken. Iu verschiedener Höhettlage befinden stch ^tattonen; aber auch förmliche Säle, zum Gottesdienst und zu ^eftluhketten geeignet, finden sich vor. Schließlich wurde ans den Btl- dern noch gezeigt, wie oben das Salz perklcrnert und in die Elbkähne verladen wird. Darims kam der Redner zurück auf die Anwendung der Kalisalze. Er erklärte die

n t s verurteilt.

Handel und Verkehr. Uolkswittschast.

Berliner Börse vom 17. Juli 1903.

(Mitgeteilt von ber Bank für Hanbel unb Industrie, Gießen.)

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