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Dienstag den 19. Mai, abends 7 Uhr: .Rigoletto.' Schauspielhaus.
Dienstag den 19. Mai, abends 7 Uhr: .Die LiebesschaukeL'
Stuttgart. Sind wir so eingelebt und emgefuhrt in btt gute alte Zeit". Mancher von uns sindet wohl auch hier | wieder, was ihm selbst in früher Kindheit Großvater und Großmutter erzählten. Mein Großvater erzählte gern von seiner öfteren Fahrt im eigenen Gespann von den ostpreußi- chen Städten Lyck über Warschau nach Karlsbad. So stergt n tlarer Plastil das äußere und innere Gebäude des armseligen, schwer beweglichen, durch Zollschranken verengten, zünsti ch und ständisch geschiedenen Wirtschaftslebens von Anno dazumal vor uns empor. Da aber fährt ein -sturm durch die Stille. Es regen und bewegen sich die tretenden Kräfte eines neuen Daseins. Durch deutsches Land und deutsches Volk, durcb deutsches Recht und deutsche Arbeit führt' uns ein nachschaftender Geist zu ungeahnten Höhen: immer klarer wird es, wie die Arbeit im neunzehnten Jahrhundert der technische Fortschritt bestimmt. Zhm ist der Weg zu danken von der Oelfunzel, an der Jahrtausende sich entzündeten, bis zum Glüh- und Bogen- licht, das unsere Augen verdirbt; vom sechssitzigen Postwagen bis zum Lukuszug, vom Gemischtwarenkramer bis zu den großen Warenhäusern der Weltstädte, vom Land- briefträger bis zur Telephonistin. Das große Rätsel dieses übermächtigen Umschwunges aber konnte erst gelöst werden, als der technische Fortschritt, der seinen Ursprung den angewandten Naturwissenschaften verdankt, in den Dienst einer anderen großen modernen Idee trat, der Idee des Kapitalismus, der mit den Wundern moderner Teä/nil durch seinen Großbetrieb die jahrhundertalte handwerksmäßige Produktion verdrängte. Um diesen modernen Herkules bei der Arbeit zu zeigen, führt uns Sombart im L-aupttei' seines Werken durch Banken und Börsen, durch Genossenschaften und Aktiengesellschaften, durch Eisenbahn- knotenpuntte und Dampfschiffsrhcdereien, durch Warenhäuser und Textilfabriken; wir sehen überall ein gewaltiges Werden und Wachsen; doch unter der Last dieser cntlopWn Ungeheuer ächzt leise ein sterbender Ton: nicht blon der singeiidc Nachtwächter, den sombart das Symbol der alten Zeit nennt, auch der kleine Handwerksmann,
bene Rad Cotnet . _
London, 18. Mai. Rach Ankunft des TampfcrS Um- bria in Liverpool wurde an Bord des Schiffes eine ein* gehende polizeiliche Untersuchung vorgenommen. Man ver- mutete, daß der Franzose Rosse au, der das Dynamit- attewtat vorbereitet hatte, sich unter den Passagieren des Schiffes befinde Tie Untersuchung blieb e r f o I g l o S.
London, 18. Mai. Das Reuter schc Bur^u meldet aus Santiago de Chili: Don gut unterrichteter seite wird erklärt, daß zwischen Chile und Bolivia in der seit -angcm bestehenden G r e n z f r a g e ein freundschaftliches Abkommen abgeschlossen ist. <• - _
Paris, 18. Mai. Auf einer Probefahrt für die bevorstehende Automobil-Fern fahrt PariS-Rladrid verunglückte der schwere Wagen von Richard BrassierS. Der Mechaniker wurde hierbei getötet.
Wien, 18. Mai. Bei der zweiten Luftballon- Verfolgung durch Automobile wurde der Beweis erbracht, daß die wirklichcVerfolgung eines Ballons inKriegS- zciten praktisch nicht durchführbar ist. Der Ballon Lonbctc, trotzdem er von mehreren Fahrern verfolgt wurde, nach vierstündiger Fahrt, ohne eine spur von den Verfolgern wahrgenommen zu haben, in der Nähe von Prag.
Wien, 18. Mai Ter bekannte Theater-Kapellmeister Leo Held hat sich erschossen. Ter 20jährige Komponist ist einem schweren nervösen Leiden zum Opfer gefallen.
Newyork, 18. Mai. Tie hiesigen Arbeitgeber deS Bauhandwerks und der Großindustrie haben beschlossen, eine Organisation der Arbeitgeber ins Leben zu rufen um dem Terrorismus der Arbeiter ein Ende zu machen. Sie hielten eine Versammlung ab, an welcher 800 Arbeitgeber teilnahmen und ein Kapital von 2i/2 Milliarde vertreten. Es wurde beschlossen, eine Organi- sation ins Wert zu setzen, um für die Ausführung der «r- beiten eine größere Gewähr zu haben.
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I idyllischen Leutchen liegen mit zertretenem Brustkasten unter I irgend einem Rade neuester Erfindung, und an den leeren Taschen der Verendenden geht der moderne Hochstapler und Deftaudant mit stolzem Mitleid vorüber. O alte Setz- haftigkeit, wohin bist du geschwunden! Wo sind die chönen Grundsätze „Bleibe im Lande und nähre dich redlich" und vom schuster beim Leisten, vom getreuen Nachbarn! Sombart sindet für die neue Gesellschaft aanz neue Grundzüge, Wirtschaft und Kültur bedingen sich heutzutage gegenseitig in einer von unseren Großvätern nie gekannten Weise durch „Masse und Wechsel", sagt Sombart. Für wieviel von dem, was uns umflicht, offner dieses glückliche Schlagwort unser Auge. Mit einem Blick auf die sozialen Klassen schließt Sombart seine frische, bisweilen tief ans Herz greifende Erzählung.
Marcel Prevost, „Die Jungfrau (^ttres ä Franooise. 1. Band. Tie moderne Frau. Muna-en, A. Langen. 316 S.). In diesem Buch, das die Briefe eines „Sittenprediger-Enkels" an seine junye Nichte enthalt, bildet das Mißverhältnis zwischen Erziehung und Leben den Ausgangspunkt, die Tarstellung ist ruhig und versöhnlich Bei aller Anerkennung der berechtigten Ziele der Frauenbewegung ist der Verfasser doch em Feind jehed revolutionären Vorwärts treibens. „Tas Geheimnis der Er- ziehunq", sagt er einmal, „ist, man soll das Ueberlieferte verbessern" Tas ist auch Die Quintessenz semes Buches, das ebenso sehr f. selt durch die reiche Lebenserfahrung wie durch die schöne Sprache und warme Darstellung, in ber bie Theoreme lebendig und plastisch werden. Man wird nicht mit allen Aufstellungen des Verfassers sympathisieren; aber manches, was Prevost für das ftanzö- ische Mädchen der bemittelten Stände fordert, wird auch ur'deutsche Eltern von Wert sein. Der Verfasser bespricht der Pflege des Interesses für Stand, Famllie, Volt und Vaterland, Bekämpfung der eiteln Putzsucht und Koketterie, Zugendlektüre, die Notwendigkeit gründlich zu lernen und aus eine angemessene Weiterbildung b?dachi zu sein, sorgfältige Prüfung des eigenen Herzei. vor der Ehe usw.
Telephonischer Kursbericht.
Franktart m. Jä., 18. Mai 1908.
wieder in fernem HeimaiSdocke angelangt, da machten sich Iba^aanle^felbft an^den^Drackl^komme'iwe 'DlalraaL und feiner Meineidsanzeige D r^ b17Ät^ # ” Lndelsb.lanz zeigen bie
diefen verneh.nungen nicht geladen, er edeb.m aber trotzdem »n p«mailand zu Kaufen, doch Bürgermeis.ere.gebäude, dräng.- sich an den Beam.m heran und, Prwat-TiLkont 3/. übergab als belastendes Beweisstück dem Staatsanwalt dm ca. 2 Zahn früher abaefchloffenen schriftlichen Vergleich -wischen chm und K., der von letzlerem untesichrieben war und den satz enthielt weil ich ihn zusammengefchlagen habe. Dieser -ay, das war sür den Beamten der StaatSanwaUschatt offen- kundig, war nachträglich von dem Angeklagten, der auch das Schriftstück s. Zt. verfaßt hatte, der Urkunde hmzugefugt. Tn An-
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Don chm gemacht worden, nachdem K. unnterfchrieben preis pro 100 Kilo.) Weuen ^^50 biS »Ä» ÄÄI
dchsnÄü°d^s e'ch^ftsü'cks Slanbm ^abcTalV er' tu Ukut- ^^^'fc7Frau^irt ». Mau "lTelegr cng^Berich^ d<?
kfcrih barunttt lette. T,e Angabe aber, die sein Geaner heuleI Gieß. An-/). Anul.che RoNerungoii ber.heutigen' Viehmark- 2^ J. bof. nachlräalich der unter Anklage stehende satz in denl preise, ^jum Verkaufe flanben: 479 Cd^cn, 153^aus Leu- Ulrrflleidi bineinaekommen seu sei unwahr. Ter StaatSanwalt er-! reich, 37 Bullen, 4 aus Lestreich, 700 ^uhe, «zersen, stiere und MU ?t^be ?e'nm SUlKgs”nmb: ber ju (Bunf.en be« Sin- Är, 0 aui Ceftre.d), 134 Ratter, 141 Schale unb pämme
s ä teÄ'fe rsseis & .ä HüiSiäatÄKKj
S^ubmacher aüS Gießen wurde von der Strafkammer wegen 2. Qual. 64-66 Pfg. 8. Qual. M-00 Pfg.; Schweme 1. Qual. Kuppelei und TiebstahlS zu einer Gefängnisstrafe von 5 Monaten 55—56 Pfa., Lebe^gew. ^ Mg.,L Quall o4-00 Pfg.,Lebe,idgewichl und^Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Tauer von 43—00 Psg^ L QuaL 46—50 Psg., Lebendgewicht 00-^0 pig.
GenÄi« Ä' »Än TbÄ C
^"«"^harb Kte l Ä b”u«"Ä X KÄÄ (Z.SaioÄÄ Strafkammer wegen Ma^stätöbcleid.gung zu verantworten, selber9)tL00,00-00,00,Uät'
Di- Volksiüa." brachte in ihrer Nummer 284 vom 8. Tezember Weizenmehl 0 Ntk. ^^^b-2o, 2. Qualttat llltk. 22.7o
einen vom ^lngcklügien veAaßten Artikel mit der Ueberschrift diS Mk. 22.26, 8. Dualität SHt 21.75-22.25, JRoa0enmcbl 0 guaf..fm ber 1^ aeaen die Sozialdemokratie". Es Handelle sich Mk. 22.75—23ch0, 1. Qualität Mk. 20.50—21-25, Pjeittnk leieAU. 9.25 " h xu,b« b#a KnlierS die er an eine Ardeiterdeputatiou aus I bis Alk. 9.50, Roggenkleie TIL 9.7o—10L5, MaiSkeime Akk. lO.^o STm vahnA -u BrL?'aehalte^ h" ^Nummer 291 vom bis Mk. 10^0, Sw Pfälzer, Ried Dck.00.00-00.00. Alles per 16. Dezember war ein zweiter Artikel in der „VollSztg. erschienen 1100 Kg. ab hier.
mit der Ueberschrist „Arbeilerdeputationen werden modern', bann ' , "
wurde eure Ansprache deS Kronprinzen besprochen. Be.de ANckel 1lng,nn m j)fn KlrLlkvbuchkrll Ltk GlkftU. sollen schwere Beleidigungen und Verhöhnungen des Kaisers dar- (S\Pmpinhe
stellen. Der Angeklagte kestrllt jede beleidigende Absicht, er habe Evangelische Gemeinde.
nur die beschimpsenden Ausdrücke gegen die Sozialdemokratie zu- Getraute. M ark u s g e m eind e. Den 9. Mai. rückwcrscn wollen. Herr Oberstaatsanwalt Dr. Schniidt beantragte Adam Nickel, Garner zu Dleyen und Ellsabelhe ^nriette Auguste brei Atonale Gesängms, während Herr Dr. Loeb auf Freifprechung, Weiß, Tochter des verstorbenen Bremsers Adam Weiß zu Gieven. eventuell auf eine gelinde Festungsstrafe plaidierte. Der Urteils-1 Ten 12. Mai. Ludwig Wilhelm Krug, Gerichtsassessor zu Mainz ^ruch wurde v e r?a g t. ! unb Sophie Friederike Adami Tochter des verstorbenen Kaufmanns
Ulm 15. Mai. Ein in yafchmgöstimmun§ verübter Fritz Adami zu Gießen. I o h a n n e s g e m e i n d e. Den 9 .Mai. Studentenulk hatte zur Folge, daß sich der Sergeant wid Fohann Karl Marx, Kaufmann zu Frmikfurt a. M. und Johanna Regimentstambour Albers vom Jnsanterie-Reglment Nr. 180 vor Wallenfels, Tochter des verstorbenen Statlonsasfistenten Johanna dem K r i e a S a e r i ch t der 27. Twlsion wegen g e f ä h r l i ch e r Wallenfels zu Gießen. A an • as
Körperverletzung und Bedrohung bei rechtswidrigem Waffen- Getaufte. Matth auS ge met nde. Len A Mm. Dem gebrauch zu verantworten hatte. In der Nacht vom FastnachtS- Zimmermann Ehrisllan Staffll em Sohn Ludwig Karl Henw ch, dienStag zum Mittwoch gegen 2 Uhr wurde Albers m Tübingen neb. den 23. De^ — Dem Schriftsetzer Adolf Hensel eine Tochttr, von mehreren etubenlen, bie sich maßfiert hatten, angeulkt. ES Bertha Emilie Johanna Pfette, geb ben 16. Aprill — Dem Fa- kam schließlich zu einem Wortwechsel, in besten Verlauf AlberS, brikarbeiter Peter Theis ein Sohn, Peter Paul, geb« den 21. Marz, weil er sich bebroht glaubte, fern Se tengewehr zog unb bamit um Dem Maurer Wilhelm Waller ein ^ohn, Karl Asilheliw geb. ben sich schlua Ter stud jur. Mosteback Iwg 6abei eine nicht unbe- 28. März. M a r k u S g e m e i n d e. len 10. Mai. lern Tag- deutende Verletzung an ber linken Stirnseite unb bem linken Mund- löhner Heinrich Wagner eme Tochter, Karolme, geb den 1. April. St tub Sl. Hoffmann eine Verletzung über bem linken Auge Lukaßgemeinbe. Ten 10. Mai Dem Kaufmann Karl Ar- und slud. ju^ Gever mehrere Hiebe über den linken Arm und nold Rudolf Nowack eme Tochter, Ella Wilhelmine Mmna Edith ellwn Stich in daß Handgelenk davon. Albers wurde bann von Ilse, geb. ben 28. Januar. — Dem Großh. Geometer 1. Kl. Julius Dever unb bem inzwischen dazugekommenen Dr. med. Maier zur Ritter ein Sohn, Erwin Eberhard Karl Erdmann, geb. den 11. Fe- Keslstellung seiiieS Name,rS verfolgt. Auf ber Neckarbrücke zog bruar. — Dem Metzger Karl Hartmann em Sohn, Heinrich, geb. Alders noch einmal fein Seitengewehr unb roanbte sich gegen ferne den 1. Febr. — Em unehelicher Sohn, Wilhelm, geboren ben Veriolaer mü ber Drohung, er werde sie erstechen, wenn sie ihm 26. April. .
nicht aus ben Augen gingen. Er stieß auch mehrere male zu unb Beerdigte. Matth au« g e m c t n b e. Den 9. Mar. Johann txa\ Geyer an den Unterleib, ohne ihn jedoch zu verletzen. TaS Adam, gern Georg Lesch, Bahnarbeiter, verheiratet, Jahre all, Gerickt sorack Albers wegen des ersten Falles unter der Annahme, starb den 7. Mai. — I o h a n n e sg em e i n d e. Ten 10. Mal. daß es sich nur um eine Ueberschreitung der Slotwehr handle, frei Ludwig Schmidt, Briefträger i. P., 78 Jahre alt, starb den 8. Mai und verurteille chn nur wegen Bedrohung unter rechtswidrigem zu Klem-Lmden.
Waffengebrauch zu 44 Tagen Festungshaft Gleichzeitig wurde de----
schloffen, ben Verurteilten der Gnabe bes Komgs zu empfehlen.
4% Uriech. Monopol.-Anl. 44.08 4l ,% äussere Argentiner —.—
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
verliuer Börse vom 16. Mai 1903.
(Mitgeteilt von ber Bank für Handel unb Jnbustrie, Gießen.)
Die schwache Haltung ber gestrigen Newyorker Borst, sowie
bie Demission bes bulgarischen Ministeriums wickle verstimmenb 31pnp|lp HUlllllinfIL
“e ÄCnerfX‘enb®ÄÄ ™'en" d°r°S«'§-ndlung! Origittaldrahlmcldungc» des Gi-tzcner Anzeigers.
welche bie anhaltenbeGelbknappheu noch verschärften, halten natur- Main-, 18. Mai. Das Hauptfahren gewann gemäß Realisierungen zur Folge. Die ^nbenz war baher du^h- Meyer-Ludwiflshafen und Eros. Im
lS&«?e’ul,niPeäH£aanabä । ^rg°ief°hre° ^ten «utt unb Arendt, das Tandem
Die deutsche Volkswirtschaft im 19. Jahr- Hund e r t von Prof. Werner (Sombart. 648 ©eiten ar. Oktav. Brosch. 10 Mk. Berlin 1903, bei Georg Bondr. — Ein wundervolles Buch, ein Kunstwerk. Ter Verfasser, einer unserer besten Köpfe, wendet sich hier nicht an bie Fachgenossen, sondern an einen weiteren gebildeten Leserkreis. Anschaulich und lebendig, wie diese erste Darstellung der deutschen Volkswirtschaft im 19. Jahrhundert ist, wird sie um so stärker fesseln, als gerade tn diesem Werk der Nerv und Kern des neunzehnten Jahrhunderts getroffen ist, dessen Signatur weder auf wissenschaftlichem, noch au: literarischem, noch auf künstlerischem Gebiete lag, sondern dessen wichtigste Tat die wirtschaftliche Entwickelung roar. Auf diesem Gebiete steht, wie Werner Sombart immer wieder hervorhebt und nacksweist, das Jahrhundert unserer Großeltern, unserer Eltern und unserer eigenen, jetzt un Mannesalter blühenden Generation in der ganzen historisch durchforschten Zeitenfolge einzig und unvergleichlich, da. Sombart kommt zu dem einleuchtenden Ergebnis, daß in ter Zeit von 1800 bis 1900 im Handel, Wandel und Verkehr der Kulturmenschheit bei Land uno Leuten mehr Veränderungen vor sich gegangen sind, als während aller vor- hergegangenen Jal-rtausende. Für diese erstaunliche Be- kaiwtung führt er auf allen Gebieten der paus-, Landend Volkswirtschaft die Nachweise. Er folgt der Entwickelung nicht schrittweise mit der peinlichen Gewissenhaftigkeit des Tetailforschers, sondern er beleuchtet den aroften Zug der Entwickelung meist durch Kontraste des Einst und Jetzt. Ccharaiteristisch für Sombarts Darstellung ist es daß er nach Gustav Freytags berühmtem deutschen Vorbild mit „Bildern" beginnt, mit dem Borne nach- ßnäfcltai höchst ansck-aulichen, den Enkel und Urenkel auch gemütlich Inmut-Nd-N Bild einer S^ije durch Teittschkmd vor hnndert Jahren zur Zeit öcr Thnraiii?schen Post-
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