Montag 18. Mail «03
153. Jahrgang
Erstes Blatt
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Nr. 115
»rschetnt täglich außer Sonnlag«.
Dem Dreßen er Anzeiger werden Im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Sießener Zamilien- blätter otcrmal in der Woche beigclegt
Rota non» druck u. Verlag der Brüh l'scheu Unwers^vuch-u. Sleru- drucke rel iPielsch (fcrben) «edaknou. LrvebMon und Drucke rerr
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GlehenerAMgers
General-Anzeiger w v w den poltL und allgem.
Amts- und Anzeigeblatt für den Meis Gießen MD
O " zelgenteil: Han« Beck.
VoMische Wochenschau.
Gießen, 18. Mai.
Eine besonder- prunkhaste Form ist der Enthüllung des EhristuSportals an der Metzer Kathedrale gegeben worden. Die der katholischen Kirche eigene Pomp- enlscütung im Verein mit dem höfischen und militärischen Glanz schuf der an sich mehr vom künstlerischen denn vom kirchlichen Standpunkte aus bemerkenswerten Feier einen Rahmen, wie er bisher bei der Einweihung großer protestantischer Bauwerke noch niemals zu verzeichnen gewesen ift, und dem entsprechen ja auch die Prätensionen, die daran geknüpft werden. Das führende Organ des Zentrums legte sogar dieser Veranstaltung die Bedeutung einer Anerkennung der Reichslande als deutschen Besitzstandes durch den Papst bei, well dieser in der Person des jeardinal-Fürstbischoss Dr. Kopp einen besonderen Vertreter dazu entsandt hatte. Also die Zeiten des „Helligen römischen Reiches deutscher Ration" werden wieder erweckt, um so den Boden zu bereiten, auf dem die vom Zentrum vertretenen Ansprüche der Krrche an den Staat mit immer stärkerem Nachdruck erhoben werden können. ES ist auch in der verflossenen Woche viel Tinte verspritzt worden über die angeblich vom Kaiser gewünschte Ermächtigung, das Protektorat über die im AuSlaiide lebenden deutschen Christen katholischer Konfession ausüben zu dürfen. Wer will eS dem deutschen Reiche wehren, diesen seinen Angehörigen auch ohne Zustimmung RomS Schutz angedeihen zu lassen und sich ihrer Interessen anzunehmen? llns will sogar dünken, als erfülle das Reich damll eine ganz selbstverständliche Pflicht, der es sich gar nicht entschlagcn kann, wenn es nicht an 'einem Ansehen im AuSlande Einbuße erleiden will.
Die Pläne, die Gras Bülow hinsicktlich des Jesuitengesetzes hegt, haben indes wohl doch mehr Aufregung tycroorgerufen, als an sich vielleicht gerechtfertigt ist. Ob der Rcichskanzler übrigens noch ein großes Interesse an dem Ausfall der Wah len hat, weiß man nicht. Wahl- agitationsbroschüren werden zwar durch die bekannte Militär- und kgl. Hofbuchhandlung Mittler und Sohn in Berlin in Massen auf den Markt geworfen. Heute erst wurde uns eine solche auf den Tisch gelegt, die auf die Frage „Warum muß auch derJndustriearbeiterfür Agrarzölle stimmend eine Antwort erteilt, die sich aus der Fragestellung von selbst ergiebt. Aber es ist ohne weiteres anzunehmen, daß die genannte kgl. Hofbuchhandlung mit diesem „Gespräche zwischen dem Fabrikarbeiter August und dem Kleinbauersohne Wllhelm" sich auf einet Fährte befindet, die von d?m von den Grafen Bulow uiU> Pofadowsky betretenen Pfade weit abweicht. Dem Reichskanzler wurde aber deswegen bereits in einzelnen konservativen Blättern sein letztes Stündlein angesagt, falls das Resultat des 16. Juni nicht eine Mehrheit nach dem Sinne der des verstossenen Reichstages zu verzeichnen ist, und daran glauben wir vorläufig noch nicht. Der Zug nach links ist doch unverkennbar, wenn wir Herumblicken auf die Wahlkreise nah und fern. "Die Aussichten der unentwegt ganz rechts stehenden jiantiibattm sind bisher wenigstens, nicht groß. Dazu kommt, daß Vorgänge, wie z. B. die Verabschiedung des Erbprinzen von Meiningen, ohne Fraae geeignet sind, die Sache der alleräußersten Linken zu fördern, weil man es im Volke nicht verstehen wird, und auch nicht verstehen kann, daß Anordnungen, die eigentlich überflüssig sein müßten und, erweisen sie sich nun einmal als nötig, zum mindesten Anerkennung erheischen, zum Anlaß derart auffälliger Maßnahmen gemacht und obendrein zurückgezogen werden. Solange Soldatenmißhand- lungen zu verzeichnen sind, solange ist es nur am Platze, wenn von Kommandostellen aus immer von neuem wieder Maßregeln getroffen werden, sie zu unterdrücken. Der Mißbrauch der Tienstgewalt dem wehrlosen Untergebenen aeaeuüber ist in jedem Falle verwerflich. Auch in dem aemeinen Soldaten ist der Sohn des Bolles zu achten und ?u schützen, des Volkes, das in erster Linie unserer Armee Macht und Kraft zu geben vermag. Und von diesem Standpunkte aus war die Zurücknahme des Erlasses des
Erbprinzen eine Mangel, die im Interesse des Heeres zu bedauern bleibt Wie übrigens das neueste Mellllnger Tageblatt wissen will, sei die Ernennung des Erbprinzen zum General-Inspekteur der 2. Armee-Inspektion bereits vollzogen. Dadurch wäre freilich manches wohl wieder gutgemacht
Die Wirren auf dem Balkan zeigen im wesentlichen das bekannte Bild. Tas Neueste ist, daß die türkischen Generale Nassir und Schernsi Pascha nut einer stattlichen Truppenmacht den revoltierenden und ihre „Siege" täglich ausposauneiiden Albanesen sehr empfindlich auf den IJeib geruckt find. Sie find in den nordalbanesischen Hauptagitationsort Ipek, unwell der ferbischen und montenegrinischen Grenze, emgezoaen und haben dort mit Waffengewalt den Widerstand der albanejischen Notabcln gebrochen. Tie opposllionellen Elemente aber haben sich in die benachbarten Waldungen zurückgezogen. In Macedonien aber schreitet die Ansammlung von türkischen Truppenmassen wellet fort und die Meldungen von türkifch-ferbischen Grenz- ftreitigleiten, bei denen es nie ohne Tote abgeht, nehmen kein Ende. Auch Greueltaten scheinen tagtäglich noch vor- zukommen. In der macedonischen Stadt Mona st i r sollen neuerdings durch den llebereiset des türkischen Truppcn- Kommandeuts 20 Christen getötet und 40 verwundet und in dem Dorfe Zaparin bei Monastir von Baschibozuls 13 Christen getötet worden fein. Dabei will man weder in Konstantinopel noch in Sofia ein Verschulden an den revolutionären Vorgängen gelten lassen, und man giebt vor, so sehr an die Wiedereinkehr geordneter Verhättnissc zu glauben, daß sogar Fürst Ferdinand, der sich auch diesmal während der Wirren „fern von Madrid" aufhielt, gewagt hat, nach feiner Residenz zurückzukehren, um dort sofort, anscheinend nur aus Liebe zur Abwechslung, eine M inist er kti s e herauszubefchwören und sich dann allerdings schleunigst mit einem dichten Milllät- kordou in seinem Res id entschlösse zu verschanzen. In Paris, Mo. man der aufständischen Bewegung in Macedonien mit merkbarer Sympathie und verdächtiger Hilfsberellfchaft gegenübersteht und auch über mancherlei Fäden zur Newa verfügt, hoffte Ferdinaiid Beistand in seiner nicht unverschuldeten Bedrängnis zu finden, aber auch Präsident lloubet, — der übrigens privatim mitgeteilt haben soll, daß er nach Ablauf seines Präsidenten-Mandats unter keinen Umständen eine Wiederwahl zum Präsidenten annehmen würde — verschloß ihm fein Herz, wenn auch wohl nur um des Zaren willen.
Man hat in Frankreich freilich auch etwas anderes zu tun, als sich der Bulgaren anzunehmen. Der Kampf gegen den Klenkalismus nimmt im Innern die Strafte der Regierung nach wie vor in vollem Umfange in Anspruch im Aeußern aber sind es die Unruhen in M a r o l k o, die der französischen Regierung nicht geringe Sorgen bereiten. Die Rebellen machen, trotz der Unterstützung des Sultans durch englische Hilfsmittel, immer größere Fortschritte, und je erfolgreicher sie sind, desto größer wird die Gefahr, daß sie vor allem die Interessen Frankreichs in einer Weise verletzen, die es diesem zur Pflicht mack)t, dem entgegenzu- treten. Vorkehrungen dazu find getroffen; französische Truppen stehen marschberell, des verhängnisvollen Augenblicks gewärtig, der das Unwetter zur Enlladung bringt. Ob der Befnck) Kllig Edwards dann wohl noch nachwirken wirb? »
Zu de» Keränderungeu in den obersten militärischen Sollen.
In der offiziösen Münchener .Allg. Ztg." wird die Verabschiedung deS Erbprinzen von Meiningen wie folgt dargestellt: 21m 30. 21prll erhielt der Erbprinz ein Ha ndschreiben deS Kaisers mit dem Befehle, den bekannten Erlaß über die Soldatenmißhandlungen zurückzunehmen. Daraus reichte der Erbprinz fein Abschi edsgesuch ein. Am 3. Mai wurde telegraphisch von Rom aus der erbetene Urlaub bewilligt. Es hätten, so wird der Münchener ,21üg. ßtg.* weiter versichert, keinerlei andere Beweggründe zur Einreichung deS Abschiedsgesuches Vorge
legen, als das kaiserliche Handschreiben. Von militärischer Selle wird dem Blatt hierzu noch geschrieben: ES scheint ein formeller Fehler deS Erlasses vorzuliegen, und zwar darin, daß bestimmt worden ist, der Erlaß sei nicht nur den Offizieren, sondern auch den Mannschaften vorzulesen; statt daß er nur den Offizieren oorgelefen werden sollte, um die Mannschaften in diesem Sinne zu belehren.
lieber den Wechsel im Kriegsministerium veröffentlicht das .Berl. uagebL* eine interessante Zuschrift ,oon unterrichteter Seite", in der es heißt:
Bereits im August deS vorigen llahreS war die Stellung Herrn v. Goßlers infolge der aufgedeckten Mißstände beim Rernonte- welen nnd der GesiutSverwaUung in Trakehnen derart prekrär geworden, daß man damals schon den Rücktritt deS KriegsinimsterS für nahe bevorstehend ansah. Ter Kaiser hatte ursprünglich einen kommandierenden General als Nachfolger Herrn o. GoßlerS in Aussicht genommen, kam dann aber später von seiner Absicht zurück, da man in gewissen Kreisen dem Kandidaten seine in verschiedenen wissenschaftlichen Gesellschaften zum Vortrag gebrachten etwas freien Anschauungen sehr verdachte. Die persönlichen Beziehungen deS Monarchen zum Kriegsminister beschränkten sich tat- sächlich bereits seit Monaten auf die unumgänglichen Formen; der Kaiser verkehrte mit Herrn v. Goßler schließlich nur noch durch Vermittelung des Miluärtabinetts. Umsomehr mußte es auffaUen, daß der Kriegsmimster im persönlichen Verlebe noch häufiger als 'rüber durch Schroffheit verletzte. Selbst hochgestellte Militärs mußten mitunter ziemlich lange antichambrieren, ehe sie das Vergnügen hatten, bei Herrii v. Goßler, der Öfters nur mit allen Zeichen der Gelangweiltheit ihren Ausfübrungen folgte, vorgelassen zu werden. Alles dieses kam schließlich dem Kaiser zu Ohren. Am 29. April, kurz vor der Abreise deS Monarchen nach Bückeburg und Rom, wurde Herr v. Goßler auf» Schloß besohlen. Es gab eine sehr ungnädigeSzene, worauf Herr o. Goßler sein Abschiedsgesuch einreichte. Dasselbe wurde in Form der Erteilung eines dreimonatigen Urlaubs sofort b e w i 11 i g t. AIS eine hochgestellte dritte Persönlichkeit nach der Rückkehr des Kaisers aus Italien sich persönlich bemühte, ein Wort der Fürsprache für den in Ungnade gefallenen Kriegsminister einzulegen beziehungsweise ihm eine Abschiedsaudienz zu erwirken, bemerkte der Kaiser wörtlich: .Ach was — ich will ihn garnicht mehr sehen 1* General v. Goßler ist denn auch nicht mehr vom Kaiser empfangen worden, während er zum Beispiel den Monarchen früher stets auf dessen Reisen nach Lothringen begleitete, und hat inzwischen am 15. d. M. seinen letzten Urlaub, der ihn zunächst nach fDlarienbab führt, angetreten. Die verabschiedete Exzellenz steht übrigens in Unterhandlungen bezüglich Kaufs einer Billa in einem Vorort ^Berlins, um sich dort tm Herbst dauernd zur Ruhe zu setzen.
Der mit der Stellvertretung des Kriegs Ministers beauftragte Generalleutnant v. Einem genannt v. Rath- maler, in dem man wohl den künftigen Kriegsminister zu sehen hat, ist am 1. Januar 1853 geboren, steht also im 51. Lebensjahre. Er trat 1870 als Fähnrich in daS 2. hannoversche Ulanenregiment em und machte den deutsch- französischen Krieg mit. Sein Avancement ist dann sehr schnell gewesen. 1895 wurde er Generalstabschef des VII. Armeekorps. 1898 trat er als Abteilungschef im Kriegsministerium ein, und seit 1900 war er Direktor des allgemeinen KriegS- departements. Er hat sich im Reichstage allseitige Sympathien erworben.
Dem komandierenden General, Grafen Häse le r, ist nun tatsächlich der Abschied bewilligt und der Gouverneur von Metz, Generalleutnant Stützer, zu seinem Nachfolger ernannt worden.
Heer und Flotte.
Berlin, 16. Mai. Die .Voss. Ztg." hört, der Kaiser beabsichtige nicht, den diesjährigen Flottenmanövern beizuwohnen.
Der Chef der Marinestation der Nordsee hat eine Verfügung erlassen, die sich gegen die Schwerfälligkeiten des deutschen Kanzleistils wendet und von neuem auf die Notwendigkeit einer klaren und knappen Ausdrucksweise in allen Dienstschreiben hinweist. U. a. ist darin gesagt, daß jeder Entwurf daraufhin geprüft werden muß, ob sich das Gesagte nicht in kürzeren und weniger Sätzen wiedergeben läßt. Namentlich die häufige Bildung von Relativsätzen wirkt
Feuilleton.
R.B. Darmstadt, 18. Mai. In unserem Hof- 1h e ater trat am Donnerstag, Freitag und heute abend das beliebte frühere Mitglied der Hofbühne, Fräulein Alma Saccur auf und wurde jedesmal nut stürmischem Beifall und Lorbeerkränzen ausgezeichnet. Frl. Saccur ist z. Z. am Stadttheater in Breslau engagiert. Sie gab am Donnerstag die Rosa Friquet im .Glöckchen des Eremiten*, am Freitag die Maria 2lnna in .Die kleinen Michas* von Maffager und heute abend Alesia in .Die Puppe" von Audran; den Lancelot fang Herr Würtheln, ebenfalls vom Stadttheater zu Breslau. Tas Haus war jedesmal ausverkauft, auch S. K. H. der Gr oßh erzog wohnte allen den Gastspielen bei. Mit der strichlosen Aufführung von WagnerS Tetralogie .Ter Ring der Nibelungen* schließt das Hoftheater am 24. Mai seine diesjährige Spielsaison. Ein Test der Schau- spielkräste gastictt bereits heute in Kaiserslautern mit .Monna Vanna*.
Weimar. Unser A-Korrespondcnt schreibt: Tie Ueber- ficbelung des Malers Ludw. v. Hofmann und des oonreff- lichen Kunstgewerblers v. d. Velde nach der Goethe-Schiller- Stadt hat in Künstlerkreisen Aufsehen geniacht. Vielleicht kann Weimar in gewisser Hinsicht auch die Nietzsche-Stadt heißen. Bekanntlich hat hier der bedauernswerte geniale Philosoph in
geistiger Umnachtung fein Leben beschlossen und seine Freunde konnten hier das außerordentlich interefiante Nietzsche-Archiv zu seinem Gedächtnis schaffen. Die unermüdlich für den Nachruhm und die Popularttät ihres Bruders wirkende Frau Dr. Elisabeth Förster-Nietzsche hat jetzt van de Velde die stilvolle Herrichtung eines Nietzsche-Zimmers übertragen, in dem die Bibliothek des Phllosophen, die Bilder und Kunstgegenstände, nut denen er sich zu umgeben pflegte, Aufstellung finden sollen. Eme auS gelblichem Marmor von Klinger gefertigte Büste (nicht zu verwechseln mit der bereits bekannten, auf der Düsseldorfer Ausstellung im Klinger- saal vorgeführten Büste) wird den Mittelpunkt bilden. Das ganze Interieur soll nach diesem plastischen Werk abgestimmt werden. Man glaubt, daß die Einweihung dieses philosophischen Sanktuariums m einem der Sommermonate stattfinden kann.
— Nicht ganz richtig ist das litteraturgeschichtliche Merksprüchlein in Berliner Mundart, das Prof. Dr. Friedrich van Hoffs der Zeitschrift des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins mitteill:
.Nicht Läoater heeßl er, Laväter, Ter weeß ick vom Uriroßvater. Aberst Növalis, nich Novslw, Weil Löhniisch un Latein nich ejal iS, Un EhLmisso, nich Ehainifso —
So betont Kladderadatsch, i n et iS so/ —
Aber — der Berliner Humor in Ehren — et iS nich so. Laoaters Name wird allerdings nicht auf der ersten, sondern auf der zweiten Silbe richtig betont. Dagegen wird das Pseudonym Novalis, das sich der Romantiker Friedrich von Hardenberg nach einem Familiengut gab, auf der zwecken, nicht auf der ersten Silbe betont. Was die Aussprache des NamenS Chamisso betrifft, so ist die Betonung der ersten Silbe richtig, nur darf man nicht, wie üblich, .Schamiffo" sagen. Ter Dichter selbst sprach seinen Namen .KLmisso* aus. Es ist dies die berechtigte italienische Aussprache, denn die ChamiffoS waren ein Florentiner Geschlecht, das nach Frankreich auSwanderte.
— .Die weiße Flagge", Szenen aus dem Burenkriege, eine einaktige Operndichtung, Musik von Pierre Maurice, einem Deutsch-Schweizer, erlebte in Kassel die Uraufführung im Königl. Hoftheater. Tie sehr dramatische, aufregenbe Handlung errang bei guter Darstellung und Interpretierung durch das Orchester einen starken Erfolg. Ter Dichterkomponist, Kapellmeister Dr. Beyer und die Hauptdarsteller wurden mehrfach gerufen.
— Irene Trieicb und I o ' c v h Kainz werden auch zu Beginn der ^nächsten Spielzeit gemeinsam ein Gastspiel am Staduyeater in Frankfurt 2. M. absolvieren. Zur Aufführung gelangt .Romeo und Julie" mit beiden Künstlern in den Titelrollen.


