der seitherige Vertreter Gey. Negierunasrat HaaS (nL) eine Kaudibarur nicht mehr annehmen sollte.
Kassel, 17. Marz. Die Nationalliberalen haben in Gemeinschaft mit den Konservativen und Freisinnigen den bisherigen Landtagsabg. für Kassel- Land, Gutsbesitzer Beinhauer - Vollmarshausen, als Reichstagslandidaten aufgestellt. Tas beabsichtigte Kartell zwischen den Konservativen, dem Bunde der Landwirte und den Deutschsozialen ist nicht zu stände gekommen.
Aus Stad! und KanS.
Gießen, den 18. März* 1903.
— Das Programm des GießenerGymnasiums für 1902/03 ist soeben erschienen. Außer den üblichen Schul- nachrichten enthält das Programm eine Uebersetzung einzelner Telle des Ovid in poetischer Form von Oberlehrer Otto Alt en darf. Wir sind zwar der Meinung, daß, wer sich der Erziehung der Jugend widmet, der Welt nichts weiter schuldig ist; umsomehr aber können wir die große Arbeit würdigen, die uns in dieser Uebersetzung vorliegt. Die Uebersetzung umfaßt: Lykaon, Die Flut, Deukalion und Pyrrha; Phaöton; Kadmus, Perseus und Andromeda und Niobe. Es sind also die schönsten Kapitel aus den Metamorphosen, die Herr Altendors gewählt hat; die Uebersetzung wird deshalb ohne Zweifel ein größeres Publikum sinden, als es sonst den Schulprogrammen beschieden ist.
** Tagesordnung für die Sitzung der Stadt - verordneten-Versammlung auf Freitag, den 20. März 1903, nachmittags 4 Uhr. 1. Vorlage der Rechnung und des Verwaltungsberichts für 1901/2. 2. Gesuch des Karl Schneider zu Gießen um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetrieb im Hause Bahnhofstraße 48. — In der geheimen Sitzung wird, wie wir schon mitteilten, auch die Begebung der 3l/,p rozentigen Anleihe von l1/, Millionen Mark beschlossen werden. Wahrscheinlich wird auch auf die Verhandlung in der letzten Sitzung des Provinzialausschusses zurückgegriffen werden und nainentlich wohl auf die von Jö ekel-Friedberg und Rechtsanwali Grünewald abgegebenen Erklärungen. (Vergl. unseren heutigen Provinzialausschuß-Bericht).
* • Das Crednerhaus in der Crednerstraße ist heute für den Preis von 25 000 Mk. an die Louis Dauernheim- schen Eheleute verkauft worden.
"In allen Volksschulen des Großherzogtums Hessen schließt das Schuljahr am 4. April. An diesem Tage werden die 14jährigen Schüler und Schülerinnen entlassen. Das neue Schuljahr beginnt am 21. April.
— Gießener Pferdemarkt. Die Pferdemarkt-Kom- mission hat beschlossen, gleichwie bei dem vorjährigen Herbst- Pferdemarkt auch bei dem am 25. März ^stattfindenden Früh- jahrsmarkt Pferde im Privatbesitz zur Vorführung, bezrv. Prämiierung zuzulassen. Es sind hierfür folgende Abtellungen vorgesehen und zwar: 1. Reitpferde unter dem Reüer gezeigt, 2. Wagenschläge einzeln oder paarweise im Geschirr oder vorgeführt, 3. Arbeitsschläge einzeln oder paarweise im Geschirr oder vorgeführt. In jeder Abteilung wird ein Ehrenpreis gegeben. Anmeldungen zur Prämiierung haben bei Oetonomicrat Schlenke-Hardthof oder Weinhändler A. Schwan-Gießen zu erfolgen. Die Vorführung der Privatpferde beginnt vormittags 11 Uhr in dem hierfür vorgesehenen Prämlieruugsring. Für die Zuschauer ist ein besonderer abgeschlossener Raum geschaffen, für die geladenen Gäste eine kleine Tribüne errichtet.
" Prof. Ruh land. Als agrarischer Nationalökonom für unsere Landesuniversität ist bekanntlich vom Abg. Köhler- Langsdorf ist der Vertrauensmann des Bundes der Landwirte, Professor Ruhland, vorgeschlagen worden. Ein landwirtschaftliches Blatt berichtet nun, daß Ruhland für ein von ihm errichtetes neues statistisches Bureau und für seinen „Getreidemarkt' die Hilfe des Geh. Kommerzienrats Frentzel und einzelner Mllglieder der Berliner Handelskammer und des Vereins Berliner Getreidehändler erbeten habe. Er habe sich sogar bereit erklärt, seine früheren Angriffe auf den „Zwischenhandel* zu widerrufen, wenn sein „ Getreidemarkt ° finanziell über Wasser gehalten werde. Die genannten Industriellen haben das Anerbieten Ruhlands wegen dessen wiederholten politischen Meinungswechsels abgelehnt.
"Nur eine Sternschnuppe. Die am Sonntag hier beobachtete, von uns in unserem Montagsblatte erwähnte Himmelßerscheinung war weder ein Komet noch ein Meteor, noch eine meteorartige Erscheinung. Es war eine Sternschnuppe von etwas bevorzugter Dimension, wie deren stets im August und November zahlreiche zu beobachten sind. Ihre Bahn war bogenförmig, die Konvexität des Segmentes lag oben. Sie verlief mitten im Sternbild des „BooteS", über besten Hauptstern, dem Arcturus, zwischen ihm und dem Großen Bären. Auf einer Sternkarte eingetragen, ergab die Bahn nur 15 Grad Länge, sie liegt in 10 Grad Entfernung über dem Arcturus.
"Deutschlands älteste Zeitungen. Nachdem das Frankfurter Journal, das bisher als die älteste deutsche Zeitung galt, nach 287jährigcm Bestehen am 9. März eingegangen ist, rückt nunmehr die Ma gdebur gische Zeitung auf die erste Stelle in derAncietmitätslisto der noch bestehenden deutschen Zellungen vor. Das Jahr ihres Ursprungs ist nicht nachzuweisen; die älteste noch vorhandene Nummer stammt aus dem Jahre 1626. Weller folgen: Königsb. Hartungscho Ztg., gegründet um die Mitte des 17. Jahrhunderts unter anderem Titel; Leipz. Ztg., gegründet 1660 von Timotheus Ritzfch, feit 1761 Staatseigentum; Jenaische Zeitung. gegründet 1674; Augsburger Postztg. seit 1686: Gothaische Ztg. 1691; Augsburger Abendzlg., gegründet in der zweiten Hälfte bcS 17. Jahrhunderts; Königl. priv. Berlinische Zeitung von Staats- und Gelehrten- Sachen (Voss. Ztg.), gegründet 1704 von dem Buchhändler Michael Rüdiger unter dem Titel Berlinische Ordinäre Ztg.; Lippstädter Ztg., gegründet 1709; Rostocker Ztg. seit 1710; Riedlingcr Ztg. (Württemberg), gegründet 1714 als Ordman- Riedlinger Freytags-Ztg.; Jntelligenzblatt der Stadt Frankfurt a. M. seit 1722; Koblenzer Zlg., gegründet 1748 als Gnädigst privll. Koblenzer Jntelligenzblatt (zur Franzosenzeit: Feuilles a'Atficne»); Dresdner Anzeiger, gegründet 1730 von G. (S. Hilscher als Der Kömgl. Pohln. Chursürsil. Sächsischen Residenz Stadt Dresden Wöchentlicher Anzeiger ober Nachricht; Darmstädter Tagblatt, gegründet 1736, seit 1764 un
jetzigen Verlag; Schlesische Ztg., Breslau, gegründet 1742 von I. Korn auf Grund emes von Friedrich dem Großen am 22. Oktober 1741 erteilten Privilegiums als Schlesische Privilegierte Staats-, Kriegs- und FriedenSzellung; Bremer Nachrichten, feü 1743; Braunschweiger Anzeigen, seit Gründung — 1745 — Staatseigentum; Gieß. Anzeiger, gegründet von Joh. Krüger als ,(Siegener Wochenblatt" am 11. Januar 1750; Nördlinger Anzeigeblatt, ebenfalls 1750; Mecklenburgische Zellung, 1757 usw.
" Stadträte als Journalisten. Im Etatsaus- chuß der Berliner Stadtverordneten-Versammlung wurde beim Etat der Magistratsgchälter mit Recht anerkennend hervor gehoben, daß von Mitgliedern der städtischen Verwaltung Journalistendienste geleistet werden. Man hob sehr richtig hervor, daß die Abfassung von Leitartikeln und größeren Aufsätzen für Zeitungen aus berufenen und erfahrenen Kreisen zur Aufklärung recht oft gute Dienste leiste, und erwähnte dabei, daß einige Herren der städtischen Verwaltung auch über Sitzungen und Vorgänge in der städtischen Verwaltung den Zeitungen Berichte gegen Bezahlung lieferten.
r. Kleinlinden, 18. März. Der von hiesiger Gemeinde auf Ablösung der fiskalischen Jagd in bet Gemarkung Kleinlinden gestellte Antrag ist von der Gemeinde zurückgezogen worden.
h. Friedberg, 17. Marz. Am 14. d. M. fand die öffentliche Schlußprüfung an derAckerbau-Winterschule tatt, an die sich die feierliche Entlaffung der Schüler schloß. — Gestern begannen die Kurse an der Obstbauschule für Baum- und Straßenwärter und Jntcreffenten. — Tas Mathilden stift Friedberg-Butzbach hat an 53 Dienstboten, die über fünf Jahre bei derselben Herrschaft dienten und sich gut führten, Prämien von je 10 Mark verteilt. — Dem hiesigen Stadtkirchenbauverein wurde von dem vcr- torbenen Fräulein Herpel ein Vermächtnis von 4520 Mk. hinterlaffen.
() Rainrod, 17. März. Samstag abend fuhr der Besitzer einer hiesigen Wollspinnerei mit einem Wagen Lvllbündeln von Schotten heimwärts. An einer sehr ab» chüssigen Stelle scheute das Pferd. Rasch sprang B. vom Wagen, um das Hemmwerk zuzuschrauben, was chm jedoch nicht gelang. Hinter dem Fuhrwerk hereilend, sieht er auf >er Landstraße einen dunklen Gegenstand und erkennt — eine Frau als Leiche. Ob die Unglückliche auch von >em Wagen springen wollte oder von den Bündeln heruntergefallen ist, ist nicht aufgeklärt. Als das Fuhrwerk ohne seinen Besitzer heimkam, machte man sich auf die Suche und fand den jammernden Mann neben seiner toten Gattin. Vier Kinder, von denen das jüngste noch nickt >ie Schule besucht, standen heute wehklagend an dem Grabe »er Mutter. Das Mitleid mit der schwer heimgesuchten Familie ist allgemein.
-k.- Mainz, 17. März. Der zwölfköpfigen Einbrecherbande, welche die vergangene Woche hier erwischt und festgenommen wurde, werden 10 Einbruchsdieb- tähle zur Last gelegt.
Mainz, 17. März. Der soeben erschienene städtische Harsh t .■ b i r in , chlag für das Rechnungsjahr 10 — 1904 ^liefet in Einnahme und Ausgabe mit tuiut «summe von 9 411887.20 Mark. Davon entfallen auf die Betriebsrechnung 6 430 850.96 Mk. und 2 951036.24 Mk. auf die Vermögensrechnung. Gegen das Vorjahr ftiegen die Einnahmen und Ausgaben um 1 918 067.09 Mk., denn dieselben waren im Voranschläge 1902—1903 nur mit 7 493 820.11 Mk. veranschlagt.
Wiesbaden, 17. März. König Leopold von Belgien ist heute zu längerem Aufenthalt hier eingetroffen.
a. Marburg, 17. März. Bei der heute unter dem Vorsitze des Provinzialschulrats Dr. Lahmeyer am hiesigen Gymnasium abgehaltenen Reifeprüfung wurde sämtlichen 14 Dbeiprprimanem das Zeugnis der Reife zuerkannt, 9 wurden von der mündlichen Prüfung dispensiert.
Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Frankfurt sprang am Montag nachmittag ein etwa 20 jähriges Mädchen auS dem ersten Stock eines HauseS in der Fahrgasse und erlllt so schwere Kopfverletzungen, daß eS innerhalb wenigen Minuten verstarb. — Auch in Mainz siegte bei der Gkwerbegerichts- wähl die Liste der Gewerbegerichtsbeisitzer (Arbellnehmer), die vom Gewerkschaftskartell aufgestellt wurde, gegen die Liste der christlichen Gewerkschaften und des evangelischen Arbeitervereins. — Die Erben des in Paris am 16. Juli v. I. so schmählich ermordeten Arztes Dr. Leopold Ordenstein haben der Gemeinde Offstein bei Worms, dem Geburtsort de§ letzteren einen Betrag von 8000 Mk. überwiesen, mit der Bestimmung, die Zinsen nur zu verwenden zur, resp. bei Anstellung einer Krankenschwester. — Mit dem Bau der Bahnstrecke Vilbel-Stockheim über Höchst a. d. Nidder wird nun Ernst gemacht. In den Waldungen, welche die neue Bahn durchquert, tst man gegenwärtig mit dem Fällen der Bäume beschäftigt.— Der Turnverein zu Saubringen beabsichtigt, Ende Juli fein Fahnenweihfest abzuhalten. — Die Gauturnfahrt des Gaues Hessen findet am 7. Juni tn Lollar statt.
Vermischtes.
* Berlin, 17. März. In der vergangenen Nacht wurden in der Heilandskirche fünf Opferbüchsen er- brachen und ihres Inhalts beraubt. Em der Tat ver- dächtiger Mensch, der sich in der Nähe der Kirche aufhielt, wurde zur Wache gebracht.
• ^otöbam, 17. März. Im Hotel zum „Deutschen HauS* wurde heute vormittag ein Liebespaar, daS gestern abend dort abgestiegen war. vergiftet aufgefunden. Es handelt sich um einen Dr. Sittenberger und eine Schwester vorn Roten Kreuz namens Korwin, welche in einer Berliner Klinik tätig war. Die in Halle wohnende Mutter des Dr. Sittenberger wurde sofort benachrichtigt. Das Paar hatte sich anscheinend mit Morphium vergiftet.
* Ahlen i. Wests., 17. März. Um das immer ärger werdende Schwänzen der Stadtverordneten einzuschränken, ist auf Veranlassung des Regierungspräsidenten eine Geschäftsordnung für Stadtverordneten - Versammlungen erlaffen worden. Wer von den Stadtverordneten ohne triftigen Grund, den er vorher anzugeben hat, eine Sitzung per- fäumt, muß im ersten Falle 50 Pfg., im Wiederholungsfälle bis zu 5 Mk. Strafe zahlen. Wer unnützes oder
dummes Zeug redet, kann zur Wortentziehung verurteilt werden. Wer störend in d:e Versammlung eingreift, kann von der Sitzung ganz ausgeschloffen werden.
• Köln, 17. März. Bei einem Teeabend in einem Tanzkränzchen brachen plötzlich zehn Damen unb beet Derren ohnmächtig zusammen. Man schaffte sofort ärztliche Hilfe herbei, die Vergiftung durch Kohlenoxydgas feststellte. Ter Zustand zweier Damen und emeS Herrn ist sehr bedenklich; die übagen Personen erholten sich wieder.
♦ Köln, 17. März. Auf der Kleinbahn Haspe-Börde entgleiste eine Lokomotive infolge böswilliger Beschädigung der Schienen. Ter Lokomotivführer wurde getötet
* Kiel, 17. März. Zwei in einer Kiesgrube spielende Knaben wurden durch abitürzende K^smafien ve rsch littet und nach Stunden tot ausgegraben.
* Hamburg, 17. März. Auf der Insel Wilhelmsburg tötete ein polnischer Arbeiter seine Logiswirtin, weil sie ihm Geld verweigerte.
'Hamburg, 17. März. Ter finanzielle Teil des Hamburger Schwebebahn-Projektes ist fernggestellt und dem Ausschuß der Bürgerschaft emgereichk. Die Kosten der Anlage würden sich auf etwa 35 Millionen Mark belaufen.
• Stuttgart, 17. März. In Oedheim, Oberamt Neckarsulm, sind infolge Brandstiftung fünf Wohnhäuser und sieben Scheuern abgebrannt.
* Lachenal, der am Sonntag in Lindau mit der Großherzogin von Toskana und der Prinzessin Luise mehrfache Unterredungen gehabt hat, erklärte, däß die Prinzessin die geplante Reise nach England aufgegeben habe. Lachenal konnte ihr die formeUe Zusage deü sächsischen Hofes übermitteln, daß sie nicht dazu angehalten werden soll, das zu erwartende Kind auszuliefern. Jnfolgedeffen wird die Prinzessin ihre Niederkunft in Lindau abwarten.
* Paris, 17. März. Der Minister des Innern hat den Bürgermeister von Guidol »m Departenient Mordihan eines Amtes enthoben, weil derselbe nicht gestattet hatte, daß die Leiche emes jungen Mädchens, welches verführt worden war und, um der Schande zu entgehen, Selbstmord begangen hatte, auf geweihter Stelle auf dem Kirchhofe beigejegt wurde.
* Belgrad, 1/. Aiarz. Mehrere Offiziere, die in einem Zeitungsartikel eine Beleidigung der ferbi- chen Armee erblickten, forderten den Prvsesjor an der Hochschule, Aza Borisaoljevitsch. Dessen Zeugen, die Führer der liberalen Partei, Avalumovttsä) tuw Ackarac, verweigerten namens des Geforderten die Satisfaktion; >er Verjasser habe nur eine erlaubte Kritik geübt
♦ Ein Pistolenduell sand am Somiiag ui Bamberg nach der „Post" zwischen einem Off izier unb einem Zivilisten statt. Letzerer wurde getötet.
Arbeiterbewegung.
Der Streik ucr Tabakarbeiteriuueu tu Rom. Die armen'* Roms streiten I Die Lohnoerhäluusje in den IgL iabab iabriken haben ihnen schon lange nicht mehr genagt und da der Direkior nicht nachgeben wollte, so haben sie die Arbeit niebevgc- legt. Ohne Scharmützel und Redegeiechte ging es natürlich Nicht ab — damr sind die Streikenden Tarnen und heißblütige Römerinnen. — Lange dürste der Streik kaum währen. Die Tireknon ivird die Lohne erhöhen, baiür die Eigneren etwas schlechter machen — was bei italienischen Eigarren allerdings recht schwer halt — sie sind schon jetzt gerade schlecht genug.
Gerichlssaat.
Seligenstadt, 17. März. Wie durchaus notroenbig eine trenge Handhabung des Nabrungsrnuielgesetzes ist, ergiebt sich wieder aus der gelingen Schöffengerichtssitzung, bei der nicht weniger als 4 Metzger sich wegen NahrungSmittelsälsch- u n g zu verantworten hatten. Sie hatten ihrer zum Verkaufe gestellten Wurst zwischen 1 und 4 Prozent Mehl zugeseyt und wurden deshalb sämtlich zu Geldstrasen und zu den Kosten verurteilt.
Kandel und Uerbehr. UMsivirlschafl.
3
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chlußkurse. 217,75 217,50
193,00
179,62
Anfangs- . 217,20 . 217,50 . 141,60 . 193,20 . 179,00
Berliner Börse vom 17. Mär- 1903. (MngeteiU von oer Bank für üandel und Industrie, (fließen.) Auf besser klingende amerikanische Berichte eröffnete die heutige Börse in ziemlich günstiger Disposition bei allerdings recht geringem Geschäft. Das Hauptinteresse ivar wiederum den Bergwerkspapieren au- gewandt, von deueu besonders Teutsch-^uremburger beständig favorisiert sind. Gegen den offiziellen Schluß machte die feste Tendenz bei sehr lebhaften Umsätzen weitere Fortschritte und man schließt zu den höchsten Kursen. Kanada waren nach mehrsachen Schwankungen schließlich fest. Bochumer, Laura, Harpener bevorzugt. Die Umsätze in Bankaktien waren gering, doch ist auch hier Heftigkeit zu konstatieren. Fremde Renten sind vernachlässigt, ausgenommen Türken, welche für ausländische Rechnung aus dem Markte genommen worden. 3,5 pEV deutsche Anleihen höher, wogegen die 3 plSt. nachgeben mußten. Geld anziehend, Privatdiskont " Prozent.
Deft Kredit. .
Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Harpener Bergbau Tendenz: Fester.
— Wormser nette Ltadlauleihe. Die Lubnnmon aus die neue 3' .proz. Anleihe der Stadt Worms ,im Betrage von 3 •/, Mill. Mt. hat ftangeiunben. Eine größere Anzahl von Offenen wurde abgegeben; das Höchstgebot mit 99,87 pEt. flammte von einer Grupve, oer Dresdner Bank, dem Bankhaus L. u. E. Wert- betmber, der Westdeutschen Bank und der Kölnischen Wechsler- und
Kommissiorisbank.
gkiej Italien.
-r. -r. tu Stockheim. Anonyme Zuschriften, Berichte usw. können nicht berücksichtigt werden. Tie Redaktion muß doch ihre Berichterstatter kennen, wenn sie deren Namen auch dem Publikum gegenüber
Telephonischer Kursbericht.
tmuklari *. *•.. 18. März tvi3
Reicheanleibo . . 102.50 1 8e/0 Mexikaner . . . 26.00 3*7 do. . . . 92.501 iVt /» Chineeen .... 92.60 z>/,*/, Konsole .... 102.35 Electric, öci uckert . . . 94.00
3°/o do ..... 92.20 Nordd Lloyd . . . . 9610
Heesen .... 101 30 Kreditaktien . ... 218.00
Sl/.9e ObernoMCu . . . 100.20 Diekonto-Kommandit. . 195.30
45j Oeeterr. Goidrente . . 103.60 Darmstädlrr bank . . . 141.90
4* 6% Oeeterr. Biiberrente 101.05 Dreedroer Back .... 150-25 4% Ungar. Uoldrentc . . 102.20 j Ber iner Handelegee. . . 160.80
4° Italien Rente . . . 103.501 Oesterr. StaaUbahn . . . 148.30
4’,% Porytguwtü . . . 50.851 Lombarden.....14.60
Portogiesrn..... 32.35 Ootthar 'bahn .... 187.80
194 C. THrnen . ... 33 00 Laura ütte...... 224.00
Türkenloee...... 133 40 . Bochum ...... 193.80
4*7o Urlech. Monopo’.-AnL 44.90 । Harpener......179.50
4l,,% äussere Argentiner —.—1 Tendenz; still.


