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17.12.1903 Erstes Blatt
 
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153. Jahrgang

Zweigstellen

35 W.; durch

Aus der italienischen Kammer.

kwfrte Staatsmänner handelt. Ein solcher ist dieser drei Herren und am wenigsten vielleicht

Litteratur und Kunst

Tas savoyische Königreiw hat in kurzer Aufeinander­folge dreimal den Minister des Auswärtigen gewechselt. Düs beansprucht schon Beachtung, wenn es sich um er­probte Staatsmänner handelt. Ein solcher ist aber keiner

sonstige Weise sind 5 Sklaven frei geworden. Die gegen das Vorjahr erheblich größer gewordene Zahl der Sklaven, die durch. amtliche Freiertlärung ihre Freiheit erhielten (965 gegen 444), beweist die Zweckmäßigkeit der Verord­nungen des Reichskanzlers und der dazu erlassenen Aus- sührungsbestimmungen. Die Bestimmungen dieser Ver­ordnung sind in der eingeborenen Bevölkerung rasch be- kannt geworden; so weiß zurzeit jeder Sklave, daß er sich ntit einer verhältnismäßig geringen und leicht zu ver-- dienenden Summe seine Freiheit erkaufen kann. Laß sich unter diesen .Verhältnissen nicht mehr Sklaven frergekaujt haben, nur 723 gegen 646 im Vorjahre, ist ein Beweis dafür, daß das Verhältnis vom Sklaven zum Herrn ein ziemlich loses Abhängigtettsverhältnis ist, das, frei von aller Grausamkeit, dem Charakter und den Gewohnheiten des eingeborenen Negers etwas durchaus Geläufiges und Bequemes ist. Auf dem mit den erwähnten Verordnungen betretenen Wege wird die völlige Aufhebung der Sklaverei angebahnt; sie wird unbedenklich durch Freierklärung aller nach einem bestimmten Datum Neugeborenen eingeleitet werden können, sobald dem Schutzgebiet die Aussicht er­öffnet wird, durch Verbesserung seiner Verkehrsverhältnisse eine moderne wirtschaftliche Grundlage als Ersatz für die bisherige, auf der Sklavenarbeit beruhende zu erhalten.

deutsche Spielmann. Eine Auswahl aus dem Schatze deutscher Dichtung für Jugend und Volk, her­

Nr. 29G

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Dein (Ätefcener Anzeiger werben tm Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener ^amtlten* blätter viermal in bet Woche beigelegt.

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Erstes Blatt Q

Donnerstag 17. Dezember 1903 vt-agdpretsi monatlich 7b Pt^ oiettel» tabrlid) URL 2.20, durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch

daran selbst in das bescheidene Bürgerhaus zu tragen. Tie 16 Folge enthält Matt 91. Terborch, Das Konzert, cio cy öan Eyck, Ter Väann mit der Nelke. 93. Valezquez, Tie Infantin Maria Teresa. 94. Cuyp, Flußlandschast. 95. Watteau, Tie Einschiffung nach Cythere. 96. Watteau,

Von d er anonymen Verfasserin der Briese, die ihn nich t erreichten". Ueber die Ver­fasserin dieses Modebuchs wird jetzt folgendes bekannt: Baronin Elisabeth v. Heyking, die Verfasserin der , Briefe , die ihn nicht erreichten", ist eine geborene Gräfin Flemming. Frau v. H. war in erster Ehe mit dem früh verstorbenen Professor der Staatswrss en schäft en rn Halle Tr. Stephan zu Putlitz vermählt, einem Sohne des Dichters Gustav zu Putlitz und Bruder des gegenwärtigenSLuttgarter Intendanten; in zweiter Ehe verheiratete sie sich mit dem jetzigen deutschen Gesandten in Mexiko, Frhrn. Edmund v. Heyking, der früher in gleicher Eigenschaft in Peking tätig, war Auch ihre jüngere Schwester Irene, die rn erster Ehe mit ihrem Vetter Grafen Or io la (ebenfalls ernem Enkel Achim von Arnims) vermählt war und später den englischen Obersten a. D. Forbes-Mosse geheiratet hat, ist unter diesem letzteren Namen schxiftstelleriich hervorgetreten.

Meisterbilder fürs deutsche Haus", her- ausaeaeben vom Kunstwort. 16. Folge, Blatt 91 96. Ver- lao ^ von Georg D. W. Callwey, München, Preis redes Blattes 25 Psg. - In diesen Meisterbildern, denen die ver­schiedenen Mappen des Kunstworts über Turer, Schwund, Ludwin Richter usw. ergänzend zur Sette treten, smd für ein wahrhaft lächerlich germges Geld (25 Pfg. das LLatt) vorzügliche Reproduktionen einer großen Zahl der erM Kunstwerke der Wett gegeben. Tre Wiedergaben smd so dan ne sowohl zum Studium in hohem Grade geeignet sind als auch zur Verwendung als Wandschmuck nur warm empfohlen werden können. Ter billige Preis war nur dadurch zu ermöglichen, daß eme Pistung für diese Veröffentlichung zur Verjügung stand, ^eden.alls^ tragt dies Unternehmen sein redliches Teil dazu bei, dav Ver­ständnis für die Meisterwerke der Kunst und die Freude J r-vV.rj. bescheidene Bürgerhaus zu tragen.

Mtt 91. Terborch, Das Konzert.

ausgegeben von Ernst Weber. Preis eines Bandes Mk. 1. Soeben sind erschienen Band 4: Hochland illustr. von Franz Hoch; Bd. 5: Meer ill. von I. V. C i s s a r z in Darm­stadt; Bd. 6: Helden ill. von W. Weingartner; Bd. 7: Schalk ill. von Julius Tietz. (Verlag des deutschen Spiel­manns Georg T. W. Callwey und Carl Haushatter G. m. b. H. in München.) Ein literarisches Unternehmen von epochemachender Bedeutung hat Ernst Weber hier ausge­führt. Mchts geringeres als eine Auslese alles dessen aus den Werken aller deutschen Dichter, was unser Volk, was besonders unsere Kinder verstehen und genießen können. Jedes Bändchen, charakteristisch illustriert von nur je einem Künstler, bildet ein abgeschlossenes Ganzes. Das Unternehmen ist eben.o originell wie großzügig, vornehm wie volkstümlich, mühevoll' wie billig, und bildet für sich eine wertvolle Hausbücherei. Seine Ltzahl als Weihnachts- geichenk erspart vieljähriges Wählen und Quälen. Des Kindes und zugleich auch des Erwachsenen Herz und Sinn läßt sich gern von diesen reinsten und feinsten Perlen deutscher Lyrik ergreifen und gefangen nehmen. Besonders wertvoll sind auch die zahlreichen schwarzen und mehr­farbigen Wider, dre den Stimmungscharakter des Ganzen in wundervoller Weise zum Ausdruck bringen und für sich allein imstande sind, die Stimmungen, von denen das Ganze getragen ist, auszulösen. In denr denHelden" gewidmeten Bändchen hätten wohl allerdings auch die großartigen Gestalten der Nibelungensage, aus dem Schatze unserer deutschen Dichtkunst ausgewählt, Berücksichtigung furden können. Sonst aber zeugt gerade die Auswahl von vornehmstem Geschmack.

50 Kinderlieber mit 50 Bildern" legte der leider viel zu früh verstorbene Lieblingspoet der deutschen Jugend, Tr. Julius L o h m e y e r den Kleinen Heuer auf den Weihnachtsttsch Wieviel frohe Stunden der Freude und Erheiterung verdanken unsere Vdütter und Kinder nicht Julius 'Lohmeyer, diesem Liebling der Fugend! Edlen Samen in die jungen Herzen zu streuen, das war ihm stets eine heilige An,gäbe, denn in einer kraftvoll erblühenden Jugend sah er dre Zukunft der Nation. Aus seinem reichen Gemüt heraus schrieb er für die Kinder, nicht als ein finsterer Lehrmeister, sondern als ein warmherziger, ge­treuer Freund, der es wie wenige verstand, mit den Fröh­lichen fröhlich zu sein. Der sonnigste Humor lacht uns

Uebermaß von Freundschaft für Rußland tadelte Abg.! Bebel aus allgemeinen politischen Gründen, mehr noch aus persönlicher Abneigung gegen denBarbareilstaat", und auch der Wortführer der Rechten, Abg. Gras Lim­burg, glaubte, vor zu weitgehenden handelspolitischen Zugeständnissen an Rußland warnen zu sollen. Tatsache ist, daß die deutsch-englischen Beziehungen seit längerem eine merkliche Abkühlung erfahren haben. Die natürliche Folge war die größere Annäherung an Rußland. Ueber die Gründe der Erkaltung der deutsch-englischen Freundschaft ist Genaueres bisher nicht bekannt geworden. Die Unter­lassung eines Besuchs König Eduards in Berlin oder Potsdam kann nicht als ein verstimmendes Motiv in Betracht kommen, obschon der König, der sich ja viel Be­wegung gemacht hat, ganz gut auch diesen Besuch in seinen Reiseplan hätte aufnehmen können. Wir haben jüngst von einem in London lebenden Deutschen, der in dortigen unterrichteten Kreisen verkehrt, die Andeutung erhalten, daß man von deut;cher Seite gewissen überra s chen d en Unfreundlichkeiten Englands auf die Spur ge­kommen sei, die das Vertrauen auf die Auftichtigkeit der englischen Freundschaft auch an denjenigen Stellen in Berlin zu erschüttern geeignet waren, auf die die Anfeindungen Englands während des Burenlrieges keinen Einfluß übten. Worin diese Unfreundlichkeiten bestehen, darüber fehlen einstweilen zuverlässig beglaubigte Mit­teilungen. 9hir soviel, daß sie mehr auf persönlichem Gebiete, als aus dem Gebiet der hohen Politik zu suchen sein sollen. Die Wirkung war, wie gesagt, der englischen Politik sehr unbeqnem; sie ist der rusiiichen Politik speziell' in Ostaften zugute gekommen. Die Bemühungen der eng­lischen Presse, Japan zum Krieg gegen Rußland wegen der Mandschurei aujzustacheln, sind wiederholt in der osfiziösen dtordd. Allg. Ztg." mit allem Sarkasmus behandett wor­den. Auch das war ein nicht zu unterschätzendes Stimm­ungssymptom. Die gegenwärtige Haltung Berlins gegen­über dem Londoner Kabinett läßt sich als kühl ges chä ft- l i ch bezeichnen.

Zur Sklaveufrage in Deutsch-Ostafrika macht die Derttschxift des Auswärtigen Amtes folgende Mitteilungen:

Um dem Sklavenhandel, der in den von den Mttttar- stationen abgelegenen Gebieten des Innern noch im Ge­heimen betrieben wird, entgegenzutreten, wurden die Lokal- behörden zu einer möglichst scharfen Kontrolle der kleinen farbigen 5)ändler, die gelegentlich in jenen Gebieten Sklaven auskausen und zur Küste bringen, angewiesen. Insbesondere wurde in AusfuhrurW des § 5 der Verordnung des Reichs­kanzlers, betreffend die Hausklaverei, vom 29. Stovember 1901 bestimmt, daß zur Genehmigung der Uebertragung des Herrenrechts an einem Haussttaven nur die Verwalt­ungsstelle zuständig sein soll, in deren Bezirk der Sklave ansässig ist, mithin entsprechende Anträge bezüglich der aus anderen Bezttken, vor allem aus dem Innern, etwa angebrachten Sklaven abzülehnen sind. Fenrer soll stets die Rechtmäßigkeit des Sklavenverhältnisses geprüft und, wenn sie nicht jestzustellen ist, dem Sklaven ein Freibrief erteilt werden. Im Berichtsjahre 1902/03 wurden irn ganzen 2420 Freibriefe ausgestellt gegen 2031 im Vorjahre. Davon entfielen 723 aus Freikauf, 675 aus Freilassung, 965 au amttiche Freierklärung; durch den Tod des Herrn und aus

aus allen seinen Kinderliedern entgegen, Und gerades faszinierend wirken manche seiner Schöpfungen, wie z. B.

Kinderball bei Ferkelchens" undVor dem Zirkus". Das aroßformatige Buch kostet in dauerhaftem Bande 3 Mark und ist in jeder Buchhandlung zu haben. (Verlag von W. Bob ach u. Co., Berlin N. 4.)

Deutsches Frauenlebeu int Wandel der Jahrhunderte. Von Eduard Otto. Mit 25 Abbildungen im Text.Aus Natur und Geisteswelt". Sammlung wissen­schaftlich-gemeinverständlicher Tarstellunaen aus allen Ge­bieten des Wissens. 45. Bändchen.) Verlag von B. G. Teubner in Leipzig. VI u. 154 S. Preis geb. 1.2o Mk. Tie Schrift versucht, das deutsche Frauenleben von der Urzett bis zum 19. Jahrhundert im Umriß zu zeichnen. Im ersten Abschnitt gibt der Verfasser ein Mld von der Stellung des Weibes in der germanischen Urzett. Im -weiten wird nchch-turzer Erörterung der Stellung des deut­schen Weibes zum Christenwm und zur Kirche das Frauen­leben der sränkischen Zeit geschildert und der karolingischen Frauen gedacht. Es folgt die Darstellung des deutschen Frauenlebens während der Ottonen- und Salierzett. Tas nächste Kapitel ist der Ritter- und Minnezeit gewidmet. In'des Bürgertums Blütezeit führt der fünfte Abschnitt ein. In daö Jahrhundert des großen Krieges leitet uns der siebente Abschnitt. Die zahlreichen Illustrationen geben von der äußeren Erschsttnung der deutschen Frau in den verschiedenen Zeitaltern eine vollständige Anscyauung.

Zur zuverlässigen Orientierung ant nächtlichenSternen Himmel leistet gute Dienste eine im Verlag von Otto Maier in Ravensburg erschienene Drehbare Sternkarte". Wer selbst ohne astrono- nnsche Vorkenntnisse an der Hand dieser Stertikarte bie Gestirne betrachtet, wird freudig überrascht sein, denn so einfach die Vorrichtung ist, mittelst welcher an jedem be- sttmmten Tag iuti) zu jeder Stunde der Nacht die jeweils sichtbaren Partien des Himmels dargestellt werden, so sicher gelingt selbst jedem Laien das sofortige Aussinoen der! einzelnen Sternbilder. TieDrehbare Sternkarte" kostet in kleiner Wand-Ausgabe, 18 : 18 Ctm. 50 Psg. Ein prak- tifches Textbüchlein hierzu (20 Pfg) klärt in leichtverständ- licher Sprache über die Vorgänge am Nachthintmel auf.

Volltische Tagesschau.

Die Abkühlung der deutsch-englischen Beziehungen.

Aus Berlin, 16. Tezenvber, wird uns geschrieben:

Dem Vorwurf derEugländerei", einer zu weit ge­triebenen Freundjchaft für England, ist im Gegensatz zu den Etatsdebatten früherer Jahre diesmal die Leltung un­serer auswärttgeu Politik nicht ausgesetzt gewesen. Ein

)t der gegen­wärtig antti'erende Minister Titloni, der am Dienstag in der römischen Kammer debütierte. Was er über die auswärtige Politik, speziell über die Stellung Italiens zum Dreibund sagte, ist im Wesentlichen eine Wleder- holung der Darlegungen des früheren Ministers Prinetti. Tittoni wird sich hoffentlich nicht der Täuschung hin­geben, daß der Treibund für Deutschland eine größere Notwendigkeit sei, als für Italien, eine Auffassung, die man bei den Besuchen König. Viktor Emanuels in Paris und London möglicherweise versucht hat, der italienischen Tiplomatte beizubringen. Der Minister wird sich hosfent- lrch im Gegenteil sagen, daß Italien zu keiner Zeit mehr Anlaß gehocht hat, zu Deutschland und Oesterreicy-Ungarn fteundliche Beziehungen zu unterhalten, als gegenwärtig, wo diese beiden Staaten mtt chren Zolltarifen gerüstet dastehen, während Italien mit seinen Handelsvertrags- Vorarbeiten noch im Rückstände ist. Italien mußte es sich gefallen lassen, daß die kleine Schweiz nur ihm Den Handelsvertrag kündigte, was sie Deutsch­land und Oesterreich-Ungarn gegenüber nicht tat. Anderer­seits sind die Aussichten nicht eben groß, daß der letztere Staat im neuen Handelsvertrag, mit Italien diesem wieder­um die taris^rische Vorzugsbehandlung italienischer Weine zugesteht. Wenn Minister Tritroni in richtiger Erkenntnis dieser Situation das treue Feschalten am Dreibund prokla­miert hat, dann bekunde er ein Verständnis für die realen Verhälttrisse des politischen Lebens, das auf seine Amts­führung nur günstig einwirken kann.

Am Dttttwoch hat er sich auch beretts zur Frage der Handelsverträge geäußert. Er sagte, er erkennen an, daß es nicht nützlich jein würde, jetzt schon einen General­tarif aufzustellen. Dre Regierung bringe aber eine Vor­lage ein, die sie für verschiedene Eventualitäten ermächtige, zum Schutze der italienischen Interessen entsprechende Maß­regeln zu treffen. Der Dttnister sagte Wetter, er freue sich, erklären zu können, daß die Verhandlungen mit Deutschland einen günstigen Fortgang nehmen und einen befriedigenden Abschluß erwarten ließen. Tie Verhandlungen mit der Schw eiz würden eifrig in An­griff genommen. Er könne aber nicht verhehlen, daß die Schwierigkeiten weder wenig zahlreich noch gering­fügig seien. Bezüglich der Verhandlungen mtt Oester? reich liege die Schwierigkeit in den Dingen selbst; aus beiden Setten sei aber der gute Wille groß. Attin müsje das Vertrauen haben, daß tuan im gemeinsamen Interesse zu einer Verständigung' gelange.

Deutsches Reich.

Berlin, 16. Dez. Der Kaiser hörte heute den Vor­trag des Chefs des Zivilkabinetts v. Lueanus und empfing den neuernannten brasilianischen Gesandten Ta Costa-Diotta.

König Christian und Prinz Waldemar von Tänemark trafen heute abend hier ein. Nach Empfang, durch den Kommandanten von Berlin, General v. Höpsner, begaben sie sich im Galawagen nach dem königlichen Schloß, wo sie Wohnung nahmen. Sie werden an der morgigen F-rühstückstafel beim Kaiserpaar im Neuen Palais in Pots­dam teilnehmen.

An den bevorstehenden königlichen Hosjagden in. Göhrde werden als Jagdgäste u. a. teilnehmen: Prinz Heinrich von Preußen, Isäinz Joachim Albrecht von Preußen, Großfürst Wladimir von Rußland, Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg, Herzog Friedrich Ferdinand von Schles-^ wig-Holstein, Prinz Albert von Schleswig-Holstettr, Haus- minister v. Wedel, Staatsminister v. Podbielski, Staats­minister Frhr. v. Hammerstein, Generalfeldmarschall Graf Waldersee, Staatsminister a. D Frhr. v. Hammerstei^ Loxten. . o

Wie verlautet, hat der Reichsichatzsekretar v. Stengel an einzelne große hiesige Banken und' Bankhäuser die Einladung ergehen lassen, an einer am 21. d. M. im Reichsschatzamt ftattsindenden Besprechung über die Novelle zum Neichsstempel-Ab gab egesetz teilzunehmen.

Bei dem Empfang des Reichstagspräsi­diums durch den Kaiser trug Graf Balleftrem die 5oostracht eines Wirklichen Geheimen 3iat, Graf Stolberg die mttitärische Paradeuniform der Gardes du Corps, Tr. Paasch e den bürgerlichen Frack. (Hof, Mttitär, Mrger- hmt Zentrum, Konservative, Liberalismus, eine passende Verttetung des Reichstags und des deutschen Volkes.)

Tie Generawei' ammlung des Zentralverban- des des deutschen Bank- und Bankier-Ge-

brePost Mk. 2.viertel- täbrl außlcbl Bettellg. Annahme von Anzeigen üi Die iaqeSnummex L>tS oorrnNiagS 10 Uhr, v,eilen pm8: total 12VÜ

General-Anzeiger

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MM