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yn der edlen UnterrlchtSftunde am nächsten Sonntag von 4 bis 6 Uhr nachmittags in der Turnhalle der Stadtmädchenschute werden noch Beitrittserklärungen entgegengenommen
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Gieße /osteten: L 2 Lick. 00 yr.StcüO Ansen pr. l|30—l|8i 1,70-2,21 88-78 fleisch pi 80 Psg, 65—74 Stück 5 4,50—5, bis 02 i
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(Lietzener Freiwillige Feuerwehr beabsichtigt, der Samtätskolonne beizutreten und innerhalb des HorpS eine "Anzahl Leute auSbltden zu lassen. Zu diesem Zwecke fordert der Vorstand diejenigen Kameraden auf, welche die Absicht haben, an den demnächst beginnenden Vorträgen und praktischen Lieblingen teilzunehmen, sich Freitag den 20. d. sJ)lt£., abends halb 9 Uhr, im Restaurant Wiegand, Neuenweg, zu einer Besprechung emzufinden.
** Aus dem Bureau des Stadttheaters. Infolge des erschütternden Ereignisses, das in aller Munde ist, hat dre Direktion den Spielplan dahin abgeündert, datz in nächster Zeit nur ernste Stücke zur Ausführung gelangui werden. Es fällt demnach morgen, ILviinuvu), die grplaure Schülerv0t.stcllang nun WaticnsreuisLag^r und Mschlvistern ganz aus, die Freitag- v-orstellung, gelaugt eben,aus in Fortfall; der Donnerstag dagegen bringt ein Gastspiel der internationalen N a ch t a , y i-Lurnee Ar eia nie Dorny, die uns Gorkis sensationelles duichtasyl in eigener Dekoraiwn vor- uhren wird. Diese Vorstellung mug außer Abonnement irattsrnden. — Die Tournee, die am Hofryeaier in Braun- schweig ihre Liui|tleti)a;e Mission begann, wurde bisher überall begeistert vom Puburum und der Presse au,ge- nommen, die Darstellung des vielumstrittenen, auf Wiri- lichtett sich au|bauenDeu hervorragenden Wertes des genialen russischen Didiers wird niu)tergiltig, ja vorbildlich genannt Alan tonn cuso nut den größten Erwartungen dem Eastspiel der internationalen Tournee enigegentzhrn.
* * Besitzwechset Das Aiiwe,en der Witwe Bamberger, Sudanlage 20, ging für 56 OOO Ait. an die Eement- abrit von Sack & Iugyarot in Heuchelheim über.
♦* In der Generalversammlung der Freien Turnerschast Gießen am Sonntag berichtete der Vor- itzende über das abgetaujene erste Vereinsjahr, wonach die Mitgliederzahl auf 105 und 17 Zöglinge gestiegen ist. Deili Bericht des ersten Turnwarts ist zu entnehmen, daß an 101 Abenden geturnt wurde, und zwar waren Vorturnerstunden (zugleich Kürturnen) an 14 Abenden mit 247 Turnern, iRiegenturnen an 87 Abenden mit 2437 Turnern, also durchschnittlich 29 Turner pro Abend oder 24 Proz. der Mitglieder. In den Vorstand wurden gewählt: Gg. Baum, erster Vorsitzender; Gg. Schmidt, 2. Vorsitzender; Hch. Gerdes, Kassenwart; P. Scheibe, erster Schrislwart; W. Lenz, zweiter Schriftwart; A. Büttger, erster Lurnwart; W. Kaiweit, zweiter Lurnwart; Hch. Mitze und A. Guntrum als Zeugwarte, P. Niewijch und A. Hohmeier als Revisoren. Nach- dem der Vorsitzende noch aus unsere neue, uns von der Stadt bereitwillig zur Verfügung gestellte Turnhalle verwiesen hatte, wurde die Versammlung geschlossen.
* • Lo ntentia. Aus dem Winterfest des Vereins am Samstag konzertierte die Bauersche Zivilkapelle, nicht die Militärkapelle.
- f- Garbenteich, 16. Nov. Dem 9jährigen Töchterchen des Arbeckers Heinrich Schäfer hier wurde am Samstag von seiner bjährigen Spielkameradin mit einem Beile, das von dem Kinde m einem unbewachten Augenblicke ergriffen worden war, der kleine Finger der linken Hand ourchhauen. Das Mädchen wurde nach Gießen in die Klinck verbracht Ob der Finger erhalten bleibt, ist noch raglich.
- j- Münzenberg, 16. Nov. Die Arbeiten an der neuen Bahnstrecke Lich — Butzbach sind soweit gediehen, daß jetzt die Materialzüge von Lich schon bis hierher und von Butzbach bis Griedel verkehren und Schienen und Schwellen zum Weckerbau bringen. Die Strecke wird bis 1. Januar fertiggestellt fein, da aber die Stationsgebäude noch sehr im Bau zurück sind, wckd die Eröffnung der Strecke kaum vor L April 1904 erfolgen können. Die Bahn wird in erster Linie der Landwirtschaft dienen, aber auch einige Industrie in die Gegend bringen. Bei Trais-Münzenberg ist bereits ein Basattsteinwerk entstanden und in der Gemarkung Eberstadt warten Braunkohlenlager und Salzquellen ihrer Ausnutzung.
t Feldkrücken, 16. Nov. Der Taglöhner Kaspar Lang von hier, der seck Vt Jahr vermißt wurde, wurde dieser Tage im Walde von Jägern erhängt aufgefunden. Als diesen Sommer sein beim Militär stehender Sohn auf Urlaub hier war, begleitete er ihn auf dem Rückwege über die Höhe. Seck dieser Zeck war er verschwunden. Unheilbares Leiden soll der Grund zur unseligen Tat gewesen fein.
h. Bad-Salzhausen, 16. Nov. Gegenwärtig werden an der vor zwei Jahren erbohrten Soolquelle wieder Pumpversuche vorgenommen. Man hofft immer noch, die so sehr ersehnte Kohlensäure aufzusinden. — Das von allen Seiten so sehr herbeigesehnte neue Badehaus scheint immer noch nicht gebaut werden zu sollen, dagegen wurde diesen Sommer eine neue Trinkhalle und eine neue sehr teure Kegelbahn für 7000 All. eingerichtet
Q Steinfurth, 16. Nov. Im hiesigen Kriegerverein hielt gestern abend Lehrer Volk aus Schadenberg einen Vortrag: „Ruhmreicher Anteil der Großh. Hessischen Division im Feldzug 1870/71". Er schilderte in einstündiger Rede die Verdienste der Hessen unter der heldenmütigen Führung des Prinzen Ludwig und führte den zahlreich erschienenen, Kameraden einzelne Episoden aus den Schlachten um Metz und Orleans vor Augen. Im Laufe des Abends wurde auf Veranlassung des Redners eine Sammlung zur Errichtung eines Roon-Denkmals veranstaltet, die den Betrag von 10 Mk. ergab.
Mainz, 16. Nov. Nach den „Neuest Nachr." stehen au der Kandidatenliste zur Bi schoss Wahl: Bistum-- verwejer Dr. Selbst Pfarrer Forfcyiner und Generalvikar Domkapitular Dr. Engelhardt Dompfarrer Goedecker, Pfarrer Körner und Dr. Steinberger zu St Gereon in Köln.
Marburg, 16. Nov. Nach der nunmehr beendeten endgiltigen Feststellung beträgt die Zahl der unsere Universität im gegenwärtigen Wintersemester besuchenden Studierenden 1150. Davon entfallen aus die theologische Fakultät 92, auf die juristische 315, auf die medizinische 149, auf die philosophische 594. — Einen Auszug veranstalteten heute morgen die Mitglieder der Studentenverbindung „Hasso- Guestphalia" durch mehrere Straßen der Stadt, indem sie
Ferner wird uns geschrieben: Auch die
Vermischtes.
* Bremen, 16. ^zttiche Rätsel Frl.
Meyer in Grambke ist gefiern nach 17jährigem Schlaf ohne jede Ursache erwacht.
* Kiel, lb. Nov. Die Matrosen Laupichler und Lemke übet fielen den Vorgesetzten Ooerbootsmannmaat Raap, der sie wegen Nicyrgr upens an genauen .jatte, und mißhandelten ihn. Tie Tarer sind verhaftet
* Güstr ow, 16. Nov. St eckbr ie s lich verfolgt wird der Amtsrichter Beselin wegen Veruntreuung ihm anvertrauter Erbpachtgelder. Tem Vernehmen nach handelt es sich um 30000 Mk.
London, 16. d/ov. dckich einer Meldung des Bureau Reuter aus Simla sind Lord Kitchener, als ihn ein Pferd mit großer Heftigkeit gegen die Tunnelwand warf, beide Unter,chenkelknochen eines Beines unmittelbar über dem Knöchel gebrochen. Kitchener wird einen Adonai in Simla bleiben müssen. Kitcheners Pserd scheute vor einem Kuli, der plötzlich im dunkeln Tunnel' auftauchte und dann davonlief. Andere Kulis kamen vom Bazar herbei, aber sie liefen entsetzt davon, als sie hörren, daß Lord Kitchener der Verunglückte jet So kam es, daß Kitchener eine halbe Stunde unter großen Schmerzen im Tunnel liegen mußte, bis zwei Kulis mit einer Rickshaw ihn holten. #
* Rom, 16. Nov. Der seit Wochen flüchtige Advokat Res ad a, der des Muttermordes verdächtig ist, stellte ich der Florentiner Polizei, __
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einem zu Karzer verurteilten Kommilitonen oas Geleit gaben. Dieser hatte mit langer Pfeife Platz auf einem Wägelchen genommen, während die übrigen per Leiterwagen folgten. Ein Student versah das Amt des Fuhrmannes. (Hess. Landesztg.)
Marburg, 15. Nov. Wie die hiesse Reichstagswahl und jetzt die Landtagswahl, wo Konservative und Bund der Landwirte sich schroff gegenüberstanden, so nehmen auch die Stadlverordneten-Eiganzungswahlen wegen einer besonderen Episode ein allgemeines Interesse in Anspruch. Ter Bürgerverein und die vereinigten Innungen hatten den Aiöbeltransporteur A. Keppe als Kandidaten ausgestellt, worauf die RalhauSpartei (eine Anzahl Stadtverordneter) deicyloß, ihn gleichfalls auf ihre Vorschlagsliste zu setzen, hieraus eriläne der Oberbürgermerster, wenn Keppe aus dem Rathauszetrel bleibe und gewählt werde, wurde er jein Amt niederlegen und die Stadt verlassen. Wenn Keppe vom Rathauszettel verschwinde, aber doch gewählt Wirde, würde er freilich auch jein Amt nieder- legen, aber wenigstens am -Lxi verbleiben. Es waren nun Anprengungen gemacht worden, Keppe zur Aufgabe seiner Kandidatur zu veranlassen, weil die Scadt sonst die eminente Arbeitsira,t des OberbürgermeijlerS verliere und einen neuen Oberbürgermeister nut Mindestens 10 000 Mk. Gehatt anstellen mu,,e, wahrend ,ie oem jetzigen seinen votten Gehait als Pension weiterzahien müsse. Keppe er- ,nu)ie deshalb jeine Anhänger, von ,einer Kandidatur ab- zu,ehen. Dennoch bejchlos,en d.e,e, ihn au,zustelten, weil man in dem Verfahren des Oberbürgermeisters eine Be- lujruiuung der rwaht, rech eit erbnctie. Ter Grund für das ru-iderstreben des ^ve^vurgermeisters gegen die Wahl Kep- oes liegt dann, dag Unterer niehriuars die öNsttiachtS- zett dazu benutzte, die Stadtverwaltung in allerdings etwas sehr urwua-siger Art aiizuutteu resp. zu per,i- flieren, wobei die Per,on des Dbei.b^rgermecjters moirett m Miiieioen,cha,t g-ezogen wuroe. Alan ijt auf den Aus- gang der Saa)>e ge,paniit.
Gerichtssaai.
Lohnverhältnisse der Kellnerinnen. (Nach* druck verboten). Ein verrnchtendes Urteil über den Wirtschastsbe- trieb in manchen Annnirkneipen fällte das Landgericht Gießen am 24. Atärz d. Js. in Sachen des Gastwirts Weller von Gießen und dessen Ehefrau, die wegen Kuppelei zu Gefängnisstrafen von 15 Tagen bezw. 8 Monaten verurteilt wurden; auch wurde gegen beide auf je 150 Mark Geldstrafe erkannt. Die Angeklagten betreiben seck dem Jahre 1898 die Bier- und Weinwirtschaft zum „Schützenhof" in Gießen. Die Lokalitäten bestehen aus einer Wtrts- stube, einer besseren Wirtsstube und einem mit einem Sofa, zwei Tischen und mehreren Stühlen aus gestatteten Wemzimmer, alles in einer* Flucht gelegen. Das Wemzimmer, mit drei Zugängen versehen, wurde seit dem Sommer 1899, als Damenbedienung un Lokal eingeführt wurde, vielfach zu unzüchtigen Zwecken ausgenutzt, ohne daß der Betrieb von den Wirtsleuten je gestört worden wäre; die Kellnerinnen durften vielmehr
den Gästen auch außer dem Hause zu Willen sein.
Einmal hat zwar die Akigeklagte zu einem Mädchen gejagt, ihr Atann würde das Alädchen hrnauswerfen, wenn er erführe, was sie getan hätte —- er erfuhr es aber nie. Der billigste Wern zu einem Einkaufspreise von Mk. 1 bis 1.50 wurde zu WIL 3 big 3.50 verkauft und Sekt, der Alk. 2.50 bis Aik. 5 kostete, zu M. 6-10. — Die Kellnerinnen waren nur auf Prozente eingestellt und erhielten keinen Lohn, fodaß der Borderrichter konstatierte, sie feien fchon durch ihre Lohiiverhältnisse auf den Illizuchtsverkehr hinge- wiefen. In ihrer Revision gegen das Urteil rügten die Angeklagten, die Annahme, daß sie dem unzüchtigen Treiben der Kellnerinnen Vorschub geleistet hätten, fei zu Unrecht erfolgt, da in ihrer Haild- lungsroeife ein folches Aloment nicht liege. Vor allem fehle es an einer Feststellung, daß das Treiben der Kellnerinnen ihlien bekannt war; höchstens fei em fahrlässiges Verhalten erwiesen, das aber nicht den subjektiven Tatbestand ersetzen tonne. Auch seien Zeuginnen nach Schluß der Beweisaufnahme ohne Hinweis auf den früher geleistete,i Eid nochmals vernommen worden. Die R e v i s i o n beider Angeklagten wurde kostenfäUig verworfen.
Gingesandt.
(Für Form und Jnha.i .........- ^eser Rubrik stehenden
Artikel übernimmt die Reoanwn Dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Der neue „Kreisvereirr Gießen des Hessischen Landes» Verbandes des Deutschen Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke".* )
Was, schon wieder ein neuer Verein ? Ja, und dazu noch mit einem so schönen langen Namen. Und seit wann hat der denn feinen Einzug bei uns gehalten? Ja, seit wann? Als ich heute morgen meine Postfachen zur Hand nehme, fällt mir dabei natürlich zuerst ein langes Aktenkuvert in die Augen. Ich lese die Adresse: „An den Vorsitzenden des Kreisvereins Gießen gegen den Atißbrauch geistiger Getränke, Herrn Pfarrer D. Schlosser, Hochwürden in Gießen". Na, denke ich, was zu toll ist, ist doch zu toll. So meuchlings zum Vorsitzenden eines Vereins ernannt zu werden, das geht doch über den Spaß — und nota bene eines Vereins, der noch gar nicht existiert, der erst begründet werden muß, von dem aber, wie der Jnhatt des langen Kuverts ausweist, schleunigst bis zum 1. Dezember d. Js. allerlei Taten erwartet werden.' Und nun diese Begeisterung, die für diese neue Gründung erhofft werden darf!! Ich sehe schon im Geist die lieben Leute — es sind ja immer dieselben — w nn ihnen von Fr. Bickel wieder eine neue Liste rnck einem schönen Gruß von Herrn Pfarrer Schlosser vorgelegt würde. Ich zweifle ja nicht, daß eine ganze
* Infolge technischer Unrstände kann der Abdruck dieser Zuschrift erst heule erfolgen.
DcutschkS Reich.
Berlin, 16. §tt)v. Das Befinden des Kaiser- ist andauernd äußerst befriedigen 5, sodaß der Kaiser den Plan, bei der Vereidigung der Al ar ine- rekruten in Kiel zugegen zu sein, nicht hat aufgeben müssen. Die Vereidigung, die ursprunglich am sDumtag stattftnden sollte, ist infolgedessen verschoben worden, vorläufig bis zum Freitag. Ter Kaiser hörte heute den Vortrag des stellvertretenden Ehess dcö Zivilkabinetts.
— Das preuß. Staatsmini st erium trat heute zu eitler Sitzung zusammen.
— Beim Minister der öffentlichen Ai b eiten Budde fand heute eine Konferenz statt, an der fänitiiuje Eisenbahndirek- trons-Prasidenten Preußens sowie der EisenbahndirekUo s Prüswent von Straßburg L E. teilnahmen. Der Zweu der Konferenz war eine mündliche Aus,p<aa)e über Eisenbahnangelegenheiten und ein gegenjeit.g r Meinungsaustausch über die Erfahrungen im Eisenbahnbetriebe.
— In einem Telegramm aus Metz wiro der „Voss. Zkg/' bestätigt, daß Leutnant Bilse Berufung eingelegt hat. Er sei aber gesonnen, sie zurückzuziehen, wenn der Gerickcksherr sich bei dem Krtegsgerich.surreil beruhigt. Bilse liegt krank im Lazarett.
— Die zweite Lefung der Verhandlungen zur Vorbereitung eines deutsch - russisch enHandelsvertrages hat heute hier begonnen.
— Wegen we 1 frfcher Agitation bei der letzten Reichstagswahl wurde der Striegeroerein in Maroors (Kreis Neustadt) aus dem Kreis-Kriegerverbande ausgeschlossen.
— Der „Reichsanzeiger" vcröffelitlichk eine Verfügung des Reichskanzlers vom 12. d. M. zur Ausführung des Abschnittes 9 der kaiserlichen Verordnung über die Enteignung von Grundeigentum in den Schutzgebieten Afrikas und der S ü d s e e vom 14. Februar 19o3.
— Ter „Reichs anzeig er" veros, entricht die zwijchen dem Reichs komm iss ar jur Die Weltausstellung in St. Louis und den Speditionsiirmen Rudert Homoueg, Heckemann-Bremen-Hamburg, VauMami cremen und Taniels- Düssewors am 15. November geschlossenen Verträge über die Beförderung der für die Wellausstellung bestimmten deutschen Güter von den Häfen Hamburg, Bremen, Rotterdam, Amsterdam und Antwerpen nach 6t Louis.
Rostock, 16. Nov. Ter Gro ßherzog traf heute mittag mit Gefolge hier ein und begab sich nach der Uni- verfrtät, an deren Portal er vom Rertor und den vier Dekanen empfangen wurde. Der Großherzog wurde dann in die Aula geleitet und überreichte nach einer Aiifprache des Rektors der Studentenschaft ein neuc- von ihm gestiftetes Banner, welches der Vorsitzende der Rostoaer Studentenschaft mit Worten des Dankes übernahm. Seine Ansprache schloß mit einem .Hoch auf den Großyerzog. In seiner Rede betonte der Großherzog das Interesse, welches feine Vorfahren und er der Universität entgegen geb rächt hätten. Er werde stets bemüht sein, die Universität aus ihrem heutigen Stand zu erhallen und weiter fornzubilden. D-ie BedeutungderUniversitätenseivonJahr zuLahrgestiegen,in noch höherem Maße aber auch die Verantwortung, die die Lehrer in der Ausübung ihres Amtes zu übernehmen hätten. Die größte Mehrzahl der zukünftigen Beamten und Staatsangesteltten erhielte den Abschluß ihrer Ausbildung auf den Universitäten. Was sie dort hören und sehen, ist maßgebend für ihre ferneren Lebensanfchamrngen. Er richte daher an die Professoren und Stuöenten die ernste Bitte, sich stets der verantwortungsvollen Ausgabe und der Endziele ihrer Lehren und Studien voll bewußt zu sein.________________
Keer unO AloUe.
Aus dem heutigen Militär-Wochenblatt:
Ewald, Hauptm. im Inf. Leib. Regt. Großherzogin (3. Großh. Hess.) dir. 117 zum Komp. Chef, Hofmann, Lt. im 1. Grotzh. Hess. Inf. (Leibgarde-) Regt. Nr. 115, Heinersdorf, Lt. im 5. Großh. Hess. Ins. Regt. Nc. 168, zu Oberlts. befördert — Zimpel, Lt. d. Landw. 1. Aufg^ kommandiert zur Dienstleistung beim 4. G-roßh. Hess. Inf. Regt (Prinz Karl) Nr. 118, als Lt mit Patent vom 2. März 1897 in diesem Regt, angestellt. — v. Geldern-Cris- p endor f, Major und Eskadr. Chef im 2. Großh. Hess. Trag. Regt (Leib-Trag.) Nr. 24, dem Regt, aggregiert — v. Ising, Oberlt. im Großh. Hess. Train-Bat Nr. 18, mit der gesetzt Pension zur Disp. geftellt und zum Bezirksoffizier beim Landw. Bez. Saargemünb ernannt —. Tie Fähnriche Her sing im Inf. Leib. Regt Großherzogin (3. Großh. Hess.) dir. 117, Bringmann im 4. Großh. Hess. Inf. R-gt. (Prinz Karl) Nr. 118, zu Lts. mit Pat vom 19. 10. 02 befördert — Andreae, Lt b. Res. b. 2. Großh. Hess. Trag. 9tegtS. (Leib-Trag.) dir. 24 (Neusatz a. O.), zum ' Oberlt beförbert. — Zu Lts. ber Res. befördert: ber Vizewachtmeister Tecke (L Breslau) bes 2. Großh. Hess. Felb- Art Regts. Nr. 61, bie Vizeselbwebel Strauch (Koblenz) bes 4. Großh. Hess. Inf. Regts. (Prinz Karl) Nr. 118, Frank (Lübeck) bes Inf. Regts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, Tietz (Mainz) bes Inf. Regts. von Horn (3. Rhein.) Nr. 29, Sauer (Viainz) des 8. Lothr. Ins. Regts. Nr. 159, bie Vizewachtmeister Schön (Aiainz) bes 2. Nass. Felbart. Regts. dir. 63 Frankfurt, Müller (Frieb- berg) bes Kur Hess. Train-Bots. dir. 11, Gustine (Stanau) des Großh. Hess. Train-Bats. dir. 18. — Zu Oberlts. beförbert Graeser, Lt b. Res. bes 2. Großh. Hesf. Trag. Regts. (Leib-Trag.) dir. 24 (Mühlhausen i. Ty.), Wenzel, Lt ber Lanbw. Kav. 1. Aufgeb. (Gießen), Jacobi (L Tarmstadt), Kaben (Aiainz), Lis. ber Lanbw. Felbart 1. Aufgeb. — Hensel, Oberlt b. Res. bes Inf. Lew-Regts. Großherzogin (3. Großh. tzejs.) dir. 117 (Hanau), zum Hauptm. beförbert. — Krause, Hauptm. und Komp. Eh es im Inf. Leib-Regt. Nr. 117, mit bet gefetzt Pension ausgejchieden. — Dr. Schultes, LberflavS- und Regts.-Arzt bes Drag. Regts. von Webel (Pornm.) dir. 11, zum 1. Gvoßh. Hess. Felbart Regt. Nr. 25 (Großh. Art. Korps) versetzt. — Dr. Bruno, OberstabS- unb Regts.-Arzt bes 1. Giwßh. Hess. Felbart Regts. dir. 25, unter Verleihung bes Eharakrets als Gew- Oberarzt ber Ab schieb bewilligt — Dr. Fischer (Meßen), Oberarzt ber Rej., als Oberarzt beim 1. dia>s. Ins. Regt. Nr. 87 angestellt. — Dr. Loeb (I. Darmstuvt-, Assist. Arzt der Res. zum Oberarzt, Marx (Metzen,, Dr. Waldea (Mainz), Unterärzte ber Res. zu Assist Aerzten befördert
Dr. Bach felb, Stabsarzt ber Landw. 2. Aufgeb. (I. Darmstadt), der Abschied mit Erlaubnis zum Tragen seiner bisherigen Uniform bewilligt
Aus Sluö! uni) iuuö.
Gießen, 17. November 1903.
•* Sanitätskolonne. Der AuSbckdungSkursus, der von Herrn Stabsarzt Dr. Ehrlich geleitet wird, umfaßt 24 Uebungsstunden, zweimal wöchentlich zu zwei Stunden.


