Ausgabe 
17.8.1903 Erstes Blatt
 
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Habe man bisher Züchtungen, welche J.4 Tage früher blüten. L-er Referent ersucht die Kongreßteilnehmer um Zuwendung weiteren Materials. In Bonn und Geisenheim mache man eitere Versuche nach dieser Richtung hin.

Prof. Dr. Wortmann, Direktor der Königs. Lehr­anstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau in Geisenheim sprach überDas Bitterwerden der Rotweine und b i e V erhütungresp. Heilung dieser Krank­heit". Von der Krankheit werden Rotweine aller Gatt­ungen befallen. Ganz Heller, klarer Wein werde oft bitter, öfters schon nach dem Ablaß, oft erst nach Jahren, ja (agar auf der Flasche. Die eingehendsten Untersuchungen

Paquer gemacht, dem es gelungen sei, beim Estig- stich usw. als Krankheitserzeuger Mikroorganismen nach- zuwersen. Man vermeide die Krankheit am besten, wenn man keine faulen Beeren lese und rasch den Wein von der Hefe abbringe. Als Sgeihnittcl habe sich bis jetzt allein dre Umgahrung bewährt. Den Ausführungen des Prof. Dr. Wortmann schloß sich eine kurze Aussprache an.

Landesökonomierat C z 6 h, Direktor der König!. Preuß. Weinbau- und Kellereiverwaltung in Wiesbaden, sprach so- dann überDie Ergebnisse der in den Doma­nr a lw er n b e r g e n im R h e i n g a u d u r chg e f ü h r t e n Versuch e zur Bekämpfung des 5^eu- und u e r w u r m e s". Einem Eimvohner aus Bingen ge» bühre das Verdienst, zunächst auf die Betämpfungsmittel aufmerksam gemacht zu haben. Die Lehranstalt in Geisen­heim habe schon früher dankenswerte Betämpfungsoersuche angestellt, aber erst die Pfälzer Bernhard und Diesenhagen hätten mit chren Lampen und Klebfächern Erfolg gehabt. Im Steinberg habe man auch diese Versuche an­gestellt und nut den Lampen 16 977 und mit den Kleb­fächern 63 000 Motten gefangen. Mit dem Abkochen der Pfähle habe man ebenfalls gute Erfahrungen gemacht, weil dadurch zwei Generationen des Insekts vernichtet wurden. DaS Resultat der Bemühungen würde ein besseres sein, wenn gegen den Schädling gemeinsam vorgegangen würde; leider sei dies bisher nicht zu erreichen gewesen. Ein Redner aus Tyrol berichtet über den dort üblichen M o t t e n s a n g. Dort werden die Atvtten mit ausgespannten Regen­schirmen gefangen. Die Weinlauben werden abgetlopft und die Motten fallen in die aufgespannten Schirme. Erne Anzahl von Rednern beteiligte sich noch an der Diskussion und brachte sehr Lehrreiches zu Tage. Damit war der erste Kongreß erledigt.

Vermischtes.

* Berlin, 16. Aug. Ueber die schon am Samstag kurz gemeldete Eisenbahnkatastrophe hört man weiter: Der Schnellzug München-Berlin, der gestern morgen um 81/4 Uhr auf dem hiesigen Anhalter Bahnhofe eintreffen sollte, hatte eine Verspätung von H/2 Stunden. Um 93/4 Uhr fuhr er in der Nähe der Stadt Teltow dem Per­sonenzuge Berlin-Halle infolge falscher Weichenstellung in die Flanke. Der Zusammenstoß war äußerst heftig. 7 Per­sonen sind schwer verletzt. Drei von ihnen wurden in einem von Berlin abgelassenen Rettungszuge hierher befördert. Aerztliche Hilfe war sogleich zur Stelle. Auf dem Anhalter Bahnhofe herrschte große Aufregung unter dem Publikum. Der Schaden ist ziemlich beträchtlich. Nach einer weiteren Meldung giebt das Befinden der verletzten Personen zu keinen Befürchtungen Anlaß.

* Halberstadt, 16. Aug. Auf der Festlichkeit, welche frte dem hiesigen Bezirkskommando angehörigen Offiziere gestern auf der Isenburg veranstalteten, wurde beim Ab­brennen eines Feuerwerks durch Explosion aus der Zu­schauermenge ein Mann getötet, ein junges Mädchen erlitt lebensgefährliche Verwundungen, mehrere andere Personen wurden leichter verletzt.

* Stuttgart, 15. Aug. Im Alter von 61 Jahren ist gestern abend der Geheime Kommerzienrat v. Dutten­hofer, ein hervorragender Industrieller Württembergs, gestorben. Duttenhoser war früher Besitzer der Rott­weiler Pulverfabrik, ferner Vorsitzender des Aussichtsrates der vereinigten Köln-Rottweiler Pulverfabrik, der Daimler- -schen Motorwagenfabrik und Mitglied des Aufsichtsrates der Diskontogesellschaft und der Geislinger Metallwaren­fabrik. Er gehörte 25 Jahre als Mitglied der Handels­kammer an.

* Stuttgart, 16. August. Heute nachmittag 4x/2 Uhr ist auf dem Hauptbahnhof die Maschinenhalle in Brand geraten. Das Feuer ist vermutlich unter dem Dach ausge­brochen. Das Fahrmaterial konnte gerettet werden. Kurz vor 5 Uhr flog das Dach mit starkem Knall in die Lust. Die Halle ist ganz ausgebrannt. Verletzungen sind nicht vorge- eommen, der Verkehr ist nicht nennenswert gestört.

* Regensburg, 16. Aug. Heute nachmittag ent­gleiste von dem Schnellzug Hof-München ur der Nähe von Regensburg der Tender bei der Einfahrt auf der Toriaubrücke, wo der Zug, da aus der Brücke sich ein Gleis in Reparatur befindet, das Gleise wechseln mußte Infolge Versagens der Lokomotivbremse fuhr der Zug iwt?T die Brücke weiter und beschädigte dre Gleise und den Brückenholzbelag. Der Heizer kletterte von der Lokomotive in einen Personenwagen und zog dre Notbrenrs«, worauf der Zug zum Stehen gebracht wurde, als er oererts halb über die Brücke gefahren war. Um V28 Uhr wurde der Tender wieder eingehoben und nach Regensburg ge­bracht. Auf der Brücke sind die eisernen Deckplatten zwischen den Schienen völlig verbogen und die Gleise von der Brücke nach der Station Walhalla nach der Straße hm auf <j00 Meter zerstört. Tie Verkehrsstörung durfte die Nacht über dauern. Die Reisenden kamen mit dreistündiger Verspätung '.n MünchenAug. Als gestern ein Ballon, worin sich drei Personen befanden, aufstieg, wurde er von einem Windstoß gegen ein Gebäude geschleudert, wobei der Ballon einen großen Riß bekam. Emer der In­sassen sprang auf das Dach eines Hau) es und rettete sich; ein anderer, der an einem Trapez hma, wurde durch em Fenster in ein Zimmer geschleudert und erlitt entert Arm­bruch sowie verschiedene Wunden am Kopse, wc brüte Insasse ein Student Namens Thibert, wurve, nachdem der Ballon durch die beiden Herausgeworfenen erleichtert wor­den war, in die Lüfte getragen. Man ^hegte anfangs fürchtungen über sein Schicksal. Abende 8 Uhr traf jedoch aus Bardenberg bei Aachen ein Telegramm ves L-ruoenten ein, worin er seine glückliche Landung anzeigte. _

* Paris 15. August. Die Kurzschlüsse aus der M-etropolitanbahn haben sich gestern wiederholt Eine Summe von zwei Millionen wird nötig fein, um die schaden wieder auszubessern und die Familien der Opfer zu unter- ftüfcen. Alicaate, 16. August. Gestern früh um 4 Uhr /ourde ein Erd b eb en 3 Sekunden hindurch verspürt. Menschen sind nicht zu Schaden gekomnien.

Neapel, 16. August. Die Tätigkeit des Vesuvs dauert fort. Die Lava ergießt sich uper große Strecken nach Nord­osten und Südwesten auf Ottajao und Pompeji zu.

* In eine Wirtschaft in Köln trat kürzlich ein Bauer ein.Bräng vier e Glas Beer, Männchen!" und fragte in einemwat hat ehr zu esse!" Darauf setzte ihm der Pikkolo eine Speisekarte vor.Och, ich Han nit vill Älppetit, bräng wer ae Teller Aehzezupp!" (Erbsensuppe). Wie er denselben verspeist hatte, wuchs sein Appetit und er bestellte hintereinander noch 13 Teller Suppe._______________

Univerlltüts-Uachrichlen.

D i e Ausländer an den deutschen Universi­täten. Unter den 37 813 Studenten, die in dein eben abgeschlossenen Sommerhalbjahr an den 21 deutschen Universitäten immatrikuliert waren, befinden sich, wie dieStraßb. Post" mitteilt, 2731 Aus­länder, also 7,2 Prozent, gegen 2875 (7,9 Prozent) im verflosselien Winter und 2783 (7,6 Prozent) im vorigen Sommer. Vor zehn Jahren, un Sommer 1893, waren es 1924, gleich 6,8 Prozent; seitdem hat sich der Prozentiialaiiteil der Aiislander an der Ge­samtzahl der Studierenden also nicht nennenswert verändert. Er­heblich übertroffen wird diese durchschnittliche Beteiligung der Aus­länder nur in Berlin, Heidelberg und Leipzig, wo es 876 < 15,1 Prozent), 197 (11,8 Prozent) und 406 (11,3 Prozent, sind. Auch Halle mid Jena stehen nod) über dem allgemeinen Durchschnitt. Ungefähr bei dem letzteren finden wir Königsberg, Göttingen, Freiburg, Straßburg unb München. Weniger vertreten sind die Äus- länder in Bonn, Würzburg, Marburg, Gletzen, Breslau, Greifswald, Tübingen, Erlangen, Kiel, Rostock und Münster. Dem Fachstudium nack) gehören von den Ausländerii 628 den philologisch-chistorischen Disziplinen an, 616 der Medizin, 588 dem Studium der Mathe­matik und Natiirwissenschaften, 331 der Jurisprudenz; 199 studieren Staats- und Forstwiffellschaft, 146 Landwirtschaft, 124 evangelische Theologie, 29 Pharmazie, 25 Zahnheilkunde, 23 katholische, Theo­logie unb 2 (in Gießen) Tierheilkunbe. Den Räubern nach ist Ruß­land am stärksten vertreten mit 860 Studierenden; darauf folgen Oesterreich-Ungarn mit 536, Amerika mit 276, die Schweiz mit 253, Englaiid mit 149, Asien mit 133 (hauptsächlich Japan), Bul­garien mit 67, Rumänien mit 63, Griechenland mit 56,Italien, die Niederlande und Serbien mit je 45, die Türkei mit 36, Schweden und Norwegeti mit 32, Luxemburg mit 27. Im ganzen dämmen 2299 ausländische Studenten aus europäischen und 432 aus außer­europäischen Staaten. Bei dieser Statistik sirrd was besonders hervorgehoben werben muß die Ausländer, die nicht immatriku­liert, aber zum Hören von Vorlesungen zugelassen sind, nicht mit- gerechnel. Ihre Zahl ist, nach oberflächlicher Schätzung, mindestens so groß, wie die der immatrikulierten ausländischen Studenten.

Kunst und Missenschusl.

F r a ii k s u r t e r Opernhaus. Folgende Vorstellungen werden in dieser Woche stattfinden: Dienstag, abends 7 Uhr: Die Zauberflöte", Mittwoch, abends 7 Uhr:T a n n- Häuser" uni)D er Sängerkrieg auf Wartburg", Donnerstag, abends 7 Uhr: Neu einstudiert:Die beiden Schütze n", Freitag, abends 7 Uhr: Vorstellung bei kleinen Preisen,Fatinitz ä', Samstag, abends 6 Uhr:D i e M e i st e r s r n g e r von N ü r n b e r g", Sonntag, abends 7 Uhr:D i e A s r i k a n e r i n", Montag, den 24. Aiigilst, abends 7 Uhr: Vorstelluiig bei kleinen Preisen,D e r Obersteiger", Dienstag, den 25. August, abends 7 Uhr:Götz v o n Berlichinge n".

I 0 urnakistens chule. Ter Herausgeber derNew York World", Pulitzer, hat, wie aus Newyork gemeldet wird, der Eolumbia-Universität zwei Millionen Dollars zur Er­richtung einer Journalistenschule übergeben. Die Schule soll mit der Universität verbunden werden.

Spart.

Hunde-Sport. Auf der am 15. und 16. d. Mts. ab­gehaltenen Internationalen Hunde-Ausstellung zu Fürth i. Bayern wurden die Hunde nachfolgender Gießener Aussteller prämiirt: Glatthaariger PinscherSeckt", Besitzer A. Schwan, II. Preis; Dobermannpinscher-HündinHetti von Aprath", Besitzer Gärtner Karl Volk, zwei L und em II. Preis; rauhhaarige Pinscher-Hündin Meta", Besitzer Georg Forbach, I. unb Ehrenpreis.

Kopenhagen, 16. August. (Telegramm.) Der inter- nationaleRabfahrerkongreß hat einstimmig beschlossen, bas Weltmeisterfchaftsfahren 1904 gelegentlich der Weltausstellung in S t. L 0 u i s abzuhalten. Der Radfahrerkongreß, der im Februar 1904 m Paris Zusammentritt, wird entscheiden, ob das Weltmeister­schaftsfahren 1905 in Deutschland oder Englaiid abgehalten werden soll. Bei dem heutigen Radrennen über 100 Kilometer um die Weltmeisterschaft siegte der Holländer Tiekentmann mit 1 Stunde 26 Min. 28 Sek., Robl-Deutschland wurde Zweiter, Goenemann- Deutschlmid Dritter, der Franzose Contenet startete lächt.

Gerichtssaal.

Berlin, 16. Aug. Die Revifionsverhandlung gegen den F ä h n r i ch zur S e e H ü s s e n e r findet am 26. ds. vor dem Reichsmilitärgericht zu Berlin statt.

Paris, 16. Aug. Heute und morgen feiert das Schwur­gericht. Es sind in der Humbertsache noch 48 Zeugen zu vernehmen, und es ist zweifelhaft geworden, ob der Wahrspruch Donnerstag wird abgegeben werden können.

Arbeiterbewegung.

Zum Streik in den Lanz'fchen Fabriken in Mannheim. Die Direktion der Firma Heinrich Lanz erläßt nachstehende Erklärung:Es ist nmunehr zur bedauerlichen Tat­sache geworden, daß ein großer Teil der Arbeiter aus allen be­trieben der Firma ohne Kündigung die Arbeit niedergelegt hat. Die Fabrikleitung hat sich seither die größte Mühe gegeben, die Gesamtarbeiterschaft und bereit Angehörige vor den Folgen des unheilvollen Vorgehens der Schmiede so lange als möglich zu sck)ützen. Sie hat es an Aufklärung gegenüber den Arbeitern, an Ermutigung zur Weiterarbeit und an Mahnung zur Ruhe nicht fehlen laffem Sie hat trotz der unbegründeten Forderungen der Schmiede und ihres vertragswidrigen Verhaltens im Protokoll vom 31. Juli l. Js. das weitgehendste Entgegenkommen bekundet, indem sämtliche Schmiede wieder eingestellt und die etwa bean­standeten Akkorde nach Wiederaufnahme der Arbeit unter Zu­ziehung zweier Schmiede sachlich geprüft werden sollten, was je­doch abgelehnt wurde. Sie hat versucht, den Gesamtbetrieb burd) Bezug auswärtiger Schmiedearbeit ausrecht zu erhalten; indessen weigern sich die Arbeüer, diese von auswärts bezogenen und sogar die in der eigenen Fabrik seither noch angefertigten Schmiedeteile weiter zu verarbeiten, ja sie gehen so weit, die Weigerung als Vorwand zur kündigungslosen Arbeitsniederlegung zu benutzen und so die Firma schließlich znm Einstellen des ganzen Betriebes zu nötigen. Im Hinblick auf das namenlose Unglück, welches der Fabrikschluß im Gefolge haben wird und für dessen Entstehung die Fabrikleitung jede Verantwortung ablehnt, aud) gegenüber den unbegründeten Behauptungen in der Arbeiterpresse hinsichtlich der in der Firma bezahlten Hungerlohne, sieht sich die Fabrikleitung veranlaßt, mit einer in den nächsten Tagen erscheinenden druckschristlichen Dar­stellung der Sachlage an Hand der Akten, vor die Oeffentlichkeit zu treten."

Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Berliner Börse vom 15. August 1903.

(Mitgeteilt von der Bank für Handel unb Industrie, Gießen.)

Die hohen New-Porker Aleldungen, wie auch die guten Be­richte aus Oberschlesien, ließen eine recht feste Börse erwarten, und so setzte man auch auf allen Gebieten in gut behaupteter Tendenz ein. Ueberraschend wirkte jedoch die Aieldung des russischen Re­gierungsboten, derzufolge Rußland em Geschwader nach den

türkischen Gewässern entsende. Allgemein wurden Realisierungen vorgenommen, die eine größere Abschwächung mit sich brachten. In erster Reihe hatten Bankaktien unter dem Angebot zu leiden, aber auch Montanwerte erfuhren nennenswette Rückgänge. Auf dem Kaffainbuftriemarft war die Stimmung eine geteilte; während Montanwerte nachgaben, zeigte sich heute reges Interesse für elektrische Werte unb ganz besonders für Zink- und Zement-Aktien.

Privat-Diskont 3% Prozent.

Anfangs- u. Schlußkurse.

Oest. Kredit.... 207.60 206.90

Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß .

212.10 212.00

136.40 136.20

181.75 181.90

Harpener Bergbau . . 179.50

Schluß-Tendenz: matt.

179.30

Grünberg, 15. August. Frachtmarkt. (Durck)schnitts- preis pro 100 Kilo.) Weizen 00.00 bis. Mk., Korn 14.00, dis 00.00 All., Gerste 00.00 bis 00.00 Hafer 14.00 bis 00.00 Mk., Erbsen 00.0000 Akk., Linsen 00.00 All., Lein 00.00 Akk., Wicken 00.00 Mark, Samen 21.50-00 Aik., Kartoffel» 8.00 bis 00.00 Mk.

ic. Frankfurt a. M., 17. August. (Orig.-Telegr. desGießern Anz.") Amtliche Notieruiigen der heutigen Fruchtmarktpreise: Weizen Alk. 17.0000.00, Kurhessischer Alk. 17.0000.00, La Plata All. 16.5017.75, Kansas All. 00.0000.00, Roggen (hiesiger) Mark 13.5013.75, Gerste (Wetterauer) Akk. 00.0000.00, Franken- felber Akk. 14,50] 5,50, Hafer Mk. 14.2515.25, Mais Mk. 12.7500.00, Weizenmehl 0 Akk. 25.7526.25, 2. Qualität Mk. 23.75

bis Akk. 24.25, 3. Qualität Akk. 21.7522.25, Roggenmehl 0 Mk. 21.7522.25, 1. Qualität Akk. 19.0020.00, Weizenkleie Mk. 9.00 bis Akk. 9.25, Roggenkleie Akk. 9.7510.25, Maiskeime Mk. 10.25 bis Akk. 00.00, Franken, Pfälzer, Ried All. 00.00000.0. Alles per 100 Kg. ab hier.

ic. Frankfurt a. M., 17. August. (Telegr. Orig.-Bericht des Gieß. Anz."). Amtlick)e 9lotierungen der heutigen Viehmarkt­preis e. Zinn Verkaufe standen: 498 Ochsen, 189 aus Oest­reich, 51 Bullen, 4 aus Oestreich, 875 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 00 aus Oestreich, 213 Kälber, 140 Schafe und Hümmel, 1468 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Lck)sen 1.Qualität 7072Akk., 2. Qual. 6769 Akk., 3. Qual. 64-66Akk.; Bullen l.Qual. 63 bis 65 Akk., 2. Qual. 5961 Akk.; Kühe 1. Qual. 6668 Mk., 2. Qual. 6465 Mk., 3. Qual. 5355 Mk, 4. Qual. 5052 Mk., 5. Qual. 0000 Mk. Kälber: 1. Qualität8284 Pfg., Lebendgewicht 5052 Pf., 2. Qual. 7880 Pfg., Lebendgewicht 4648 Pfg., Schlacht­gewicht 6164 Pfg., Schafe: 1. Qual. LAck)lachtgewicht 7073 Pfg., 2. Qual. 6669 Pfg., 3. Qual. 0000 Pfg.; Schweine 1. Qual. 62-00 Pfg., Lebendgew. 49 Pfg., 2. Qual. 61- 00 Pfg., Lebendgewicht 48-00 Pfg., 3. Qual. 5559 Pfg., Lebendgewicht 0000 Pfg. Geschäft: bei Hornvieh gut, fein lleberftanb, bei Kleinvieh Geschäft gut, kein Ueberstand.

Neueste Melouagea.

Berlin, 17. Aug. Reichskanzler Gras Bülow ist nach Norderney zurückgekehtt.

Berlin, 17. August. Der Unfall, den am Samstag die Manöverflotte während einer Hebung bei Helgoland erlitt und wobei das Torpedoboot G. 112 gegen das Linien­schiff Kaiser Friedrich anrannte unb der Ober-Matrose Stohr aus Stuttgart Quetschungen erlitt und seinen Verletzungen erlag, sck)eint doch ernster gewesen zu fein, als Anfangs an­genommen wurde. Ein Telegramm aus Wilhelmshaven be­sagt, daß nicht nur ein, sondern drei Torpedoboote ange­rannt wurden. Zwei der Boote sind Sonntag nachmittag zu Ausbesserungen in Wilhelmshaven eingelaufen.

Berlin, 17. Aug. Zu der gestrigen Mittagstafel beim Kaiser paar war Reichs tanz ler Graf Bülow und der Oberpräsident von Hessen-Nassau Graf Zedlitz ge­laden. Vormittag hat das Kaiserpaar dem Gottesdienst; in der Pfingst-Kapelle beigewohnt.

Berlin, 17. Aug. Der Reichskanzler hat derWelt am Montag", wie das Blatt mitteilr, aus ihren Protest gegen die Ausschließung vom Bahnhofsverkeyr gar keine Antwort gegeben. Das Eisenbahnministerium erklärte, die Maßregel entspreche den Intentionen des Ministeriums.

Metz, 17. Aug. Gestern wurde in dem Grenzort Ron- court die vom sächsischen Verein von Metz und Umgegend gestiftete Gedenktafel an dem Hause, in dem König Georg von Sachsen in der Nacht vom 18. auf 19. August 1870 gewohnt hat, feierlich eingeweiht.

Berlin, 17. August. Ter ehemalige Hofprediger Stöcker hat in Partenkrichen bei Garnisch ein Hospiz errichtet.

London, 17. Aug. Der Zustand Lord Salisburys hat sich etwas gebessert. Man faßt wieder Hoffnung auf Genesung.

Chemnitz, 17. Aug. Auf der Bahnstrecke Wilzschf- haus-Karlsfeld e n t g l e i |r e gestern abend in der zehntel: Stunde unweit der Station Rothenkirchen vom Personenzuge Nr. 3153 die Maschine und 8 Wagen. Hierbei wurden 5 Personen getötet und 30 ver­letzt. Der Materialschaden i st sehr b e d e u t e n d. Der Verkehr wird durch, Um st eigen aufrecht erhalten.

New-Port, 17. Aug. Die Direktoren des Departe­ments, welche die Aufsicht über die Verwaltung der In­dianer-Territorien ausüben, werden die Intervention des General-Prokürators verlangen zwecks Eröffnung einer Untersuchung über Ungesetzlichkeiten, welche sich hohe Beamte des Departements haben zu Schulden kommen lassen. Die­selben sollen 300000 Indianer von den Besitzungen, welche ihnen vom Staat zugeteilt waren, vertrieben haben. Darauf hätten sie dieses Gebiet für eine Gesamtsumme von zirka 700 Millionen Dollar nach und nach an ein Syndikat verkauft. Die Angelegenheit ruft große Aufregung hervor. Die Führer der republikanischen Partei befürchten, daß dieser Skandal bei der bevorstehenden Präsidentenwahl der Partei großen Schaden zufügen werde.

Telep^osiischer Kursbericht.

3/2o/o Reichsauleihe 30/0 do. . .

3/,% Konsols . -

8% do.....

8V2ti/o Hessen . . .

3/2% Oberhessen . .

4% Oesterr. Goldrente .

4i/6% Oesterr. Silberrente

4% Ungar. Goldrente .

4°/o Italien. Rente . .

41/2-6 Portugiesen . . hO/ Portugiesen. . . .

196 6. Türken . . .

Türkenlose.....

4% Griech. Monopol.-Anl.

4 ,% äussere Argenfinnr

. 101.55 i 3% Mexikaner

. 90.20 ! 4V2 /j Chinesen

. 101.60

. 90.20 . 100.70 . 100.20 . 102.90

Electric, öcbuckert .

Nordd. Lloyd . .

Kroditaktien . . , Diskonto-Komniandit. Darmstädter Bank .

100.90

100.95

103.25

49.50

31.10

34 95

129.00

44.00

41.20

Dresdener Bank . . Beniner Handelsges. Oesterr. Staatobahn . Lombarden . . . Gotthard bahn . . . Laurahütre .... Bochum .....

Harpunen ....

Tendenz: still

26.80 92.40

95.00 100.50 206.90 187.40 136.30 147.50 153.90 142 40

16.50 191.00 224.50 181.90 179.25

Liebling möchte jede Mutter gerne helfen, wenn 5EJHSH sie jhn an spröder, aufgesprungener Haut, Wunb- sein oder Hautaussck)lägen leiden sieht, und sie könnte es leid)t, wenn sie Oberrneyer's Herba-Seife dagegen anwendete. Z. h. 1. all. Apoth., Drog. u. Pari. 5956

(Hessen) zw. Darmstadt u. Heidelb'g. Hotel z. Krone. Pens. XlUUVUUJ v. Akk. 3.50 ab. Prospekt u. Führer gratis. G. Diesenback).