Ausgabe 
17.4.1903 Erstes Blatt
 
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Freitag 17. April 1V03

153. Jahrgang

(Erstes Blatt.

Nr. S9

rfdietnt tflflfl 4 auäer Souniaq«.

Tem Siebener *hn<etfler werden im Wechsel mit bem krsftschen Canfcrolrt die Älehencr Kamillen' blätter oiermal in der Worde beiqelegL

Woianoinbcud u. t<er- lag bei « ü b Ileben Unioett. Bricd- u Siem» b ruderet ('iliertd) lirben) vtedukiion. Esveduwa unö Drudetei:

Echutftrade 7.

Ubteiie rüi Tepeldien: «nzclger (Äiefjcn.

f^*Tniprr<l)anidilu6,J/r 61.

GlchenerAmelgerW

** General-Anzeiger «7 3=S£

v den poliL und aQgem,

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WWZ

V Mr » leiaentetl: Vans Ueck.

Krltanntmachung.

Betr.: Dorträge über Obstbau.

Herr Professor Reichelt au6 Friedberg wird am LamStag dem 18. d. Mts., abends 8 Uhr, in der Restaurationzur Bavaria' zu Gießen über

Kultur und Verwertung des BeerenobsleS' und übet

Die Beschickung der landwirtschaftlichen Ausstellung mit Cb|i'

je einen Vortrog halten. Die Mitglieder deS Vereins und sonstige Interessenten werden hiermit dazu eingeladen.

Gießen, den 9. April 1903.

Der Vorsitzende deS Vereinsbezirks Dießen des Oberhessischen Obstbauvereins.

Dr. Heinrichs.

gljoimcn im Strafrecht.

(Co cib ober iltacheib? Eirifuhrung der Berufung.)

Man schreibt uns aus Berlin, 15. April:

So wenig die Ocfsentlichleit erfährt über die Arbeiten der Kcmmiis.on zur Vorbereitung von Abänderungen der Strafp.ozeßordnung, so gibt doch selbst das dürftige Ma- terial an 'JJuüleuluu0en vielfach zu Erörterungen Anlag. Und e» sind nicht etiua nur Juristen, die sich zu den be» trefsen>en Fragen äußern, auch aus den Kreisen gebildeter Haien wird mandjer schätzenswerte Beitrag gelte।erL Die Ueberzcugung, daß unsere Üiechlspslege in nna-tigen Einzel» heuen jodlommciier und mehr nach dem Rechtsgefühl deS Volkes gestaltet werden lann, ist wert verbreitet, und fdon aus diesem Grunde ist die Geheimhaltung der Beratungen immer wieder zu bedauern. Der jüngste Ongen- stand ter Erörterung in der Kommission war die Bereiäig- ung Den Zeugen im Strafprozeß. Wir glauben nicht fehl» zugehen in der Annahme, daß die nad^ruglicbe Vereidigung, tatt des Voreides, eine Mehrheit von Befürwortern gr­ünden hat. GS ist fd>on jetzt Praxis manches Gerichis- vorsitzinden, zunächst den Zeugen darauf auimerljam zu mad-eis, daß die Aussage späterhin durch den Eid zu be» tiäuitfn fei, und daß der Zeuge demgemäß seine Worte genau überlegen soll. Zn vielen Fällen ist der Gerichtshof gar nicht in oer Lage, im voraus llar zu übersehen, ob der Zeuge zu vereidigen ist, oder ob die Vereidigung nach den Vor,d-ijten der Strafprozeßordnung unterbleiben muß, i. B. ki dem Verdad-t der Verhülfe, der Begünstigung re. ES koiimt aber noch ein anderes wichtiges Moment in Betrae-t: die Tatjad-e, daß vor beulfdjen Gerichten zu viel beschweren wird, ist geeignet, der Bedeutung des Eides Abbruch zu tun. Die Kommission hat sich auch damit bc- schajtiit, und es ist die Frage aufgeworfen worden, ob metü lei unerheb.ichen Auslagen von der Vereidigung Ab­stand zu nehmen sei, ebenso bei offenbar unglaubwürdigen

Aussagen. Wir nwdjten beides für einen Fortschritt halten, wenn eS zur Einführung gelangt. Dadurch würde bann auch gleich die Frage, ob Vor- oder Nachcid, am einfachsten zu Gunsten deS letzteren beantwortet. Man hat gejagt, der Zeuge, der unter dem Eindruck des ihm abgenommenen Eides siehe, bleibe sich mehr der Verantwortlichkeit seiner Aussage bewußt. Das ist richtig, aber ebenso zutreffend ist die häufig in unseren GerichLssälen zu machende Be­obachtung, daß die Eidesabnahme in gewissem «inne auf den Zeugen lähmend wirkt. Er wird leid/t überängstlich in dem, was er sagt, und wenn sich gar der Staats­anwalt erhebt und dem Zeugen zuru|t:Sie stehen unter Ihrem Eide!", dann gerat mitunter der Zeuge in den Zu­stand völliger Hilflosigkeit. Ruhiger und logischer pflegt sich das Zeugenveihör bei dem Racheid zu entiuidcln. Tie Fragen des Vorsitzctiden an den Zeugen wecken nach und nach in diesem Vertrauen und Sicherheit, unb inenn sdzließ- lich der Vorsitzende die Hauptputitte der Aussage kurz zusammenfaßt, so wird dem Zeugen klar, worauf es aii» komnit, und er hat immer noch Gelegenheit, falls er sich mißverstanden glaubt oder sich mißverständlich ausgedrüdt hat, eine Hinzu|ügung zu machen. Man muß mit der nicht selten anzutrefienden Furcht manches Zeugen redjaien, der, vor seiner Aussage vereidigt, bei jedem ihm vorgehaltenen Widerspruch gleich die schiveren Strafen des MeitteideS kommen sieht und durch diese Angst unter Umständen ver­leitet wird, sid) auf Aenßeiungenfesizubeißen", um nicht in den schlimmen Verdaust zu geraten. Psya)vlogi|che» obad/tungen und Erwägungen solcher und äljnlidjcr Art sollten mehr in unseren Gerichts,ölen zur Geltung ge­langen.

Was nun denjenigen Reformpunkt des Skrafred-ts betrifjt, auf den schon so lange die Erwartung gerichtet ist: Die Einführung der Berufung gegen Straf- kammer urteile, so scheint hier die Erfüllung nodj in weitem Felde zu stehen. Die Bundesregierungen sitid unter sich uneinig, weicher Weg am zwedmaßigsten einzu» sd>lagen ist. So geht ein Jahr irach dem an bereu hin. Dem vom ödMi en genaht wegen leidjlerer Vergehen Abgeurteilten steht die Möglichkeit offen, vor einem anderen Gericht Milderung oder Anullierung der Strafe zu erlangen, dem von der Strafkammer Verurteilten, objdjon es sich meist um viel schiverere Ahndungen handelt, bleibt nur das un­sichere Mittel der vuwision beim Reichsgericht. Tas ist ja längst als in hohem Mage unzuträglich erkannt worden. Daß trotzdem die Sache nicht vom Fleck rückt, bleibt zu verwundern, nachdem die Vermutung zurückgelviesen worden ist, daß Bedenken über den Kosteiipunlt die Verzögerung erklären könnten.

Hccr und Flotte.

Berlin, 16. April. Ter Schlägerei zwischen deutschen und äslerreichlschen Soldaten in Peking mißt man hier wenig Bedeutung bei; man ist in­

sofern davon überrascht, als nach allen früheren Nachrichten die deutschen und österreichischen Soldaten sehr harmonierten. Sehr bedauerlich bleibt eS, daß in Gegenwart zahlreicher Chinesen sich solche unerquicklichen Vorgänge abspielten. Aon der deutschen reduzierten ostasiatischen BejatzungSbrigade (Kommandeur Generalmajor von Rohrscheidt in Tientsin) steht das 2. Bataillon des 2. ostasiatischen Infanterie-Regiments (Kommandeur Oberst Petzel) mit Ausnahme der 4. Kom­pagnie, die in Schanghai garnifonierl, in Peking. Komman­deur unserer Truppen m der chinesischen Hauptstadt ist Major Graf v. Niontgelas, der zugleich Atilitär-Attachö bei der Gesandtschaft in Peking ist. Unsere Truppen in Peking gelten alS musterhaft; Gras AiontgclaS gilt als ein Offizier, der mit Ruhe unb Freundlichkeit und, wenn eS sein muß, auch mit Strenge die Mannschaft in Zucht zu halten versteht. Wie gesagt, eS handelt sich um em beklagenswertes Ereignis, das aber jeglicher Bedeutung ermangelt und Schlüße auf die Disziplin unserer Truppen in keiner Weise gestattet.

Volilische Tagesschau.

Die deutsche ttronpriozessia

macht den Dänen und Engländern viel Kopfzerbrechen, ob­wohl von ihrer Existenz nochNiemand nichts weiß'. Jetzt meldet man auS Kopenhagen:

Wie bekannt, gebrauchte Kaiser Wilhelm in feinem Tanktelegramm an König Christian die Worte, er werde sich in der dänischen KönigSfamllie alsein Sohn im Hause' fühlen. Eigentlich ist es zu verwundern, daß man erst jetzt Veranlassung findet, diese Worte so auSzulegen, wie sie allenfalls ausgelegt werden könnten, nämlich daß eine Famllienverbindung zwischen den Häusern Glücksburg und Hohenzollern beeabsichtigt sei. Diese Auslegung der kaiser­lichen Worte hat nun soeben die Kopenhagener Zeitung Vort Land' öffentlich zu verbreiten sich bemüßigt gefunden. xj)lan wird also gut tun, sich darauf vorzuberelten, daß vor- läufig bis zum Dementi wieder einmal mit fürstlichen Heiratsplänen operiert werde. An welche spezielle Verbind­ung man dabei denkt, kommt vorläufig noch nicht zum Aus­druck. Die meisten sind hier einstweilen geneigt anzunehmen, daß Prinzejfin Thyra von Dänemark, die Tochter deS dänischen Kronprinzenpaares, deutsche Kaiserin werden solle. Den Dänen könnte eine solche Verbindung natürlich sehr recht sein und schon, um endlich die Prinzessin unter die Haube gebracht zu sehen. Wie manchem Prinzen hat man daS arme Mädchen nicht schon zugcdacht!'

Es scheint nach unserem Kronprinzen recht energischge­angelt zu werden.'

Feuilleton.

Einzigartig illustriertes TierwerL Im Anschluß an die beifällig aufgenommene volkstümliche Völkerkunde von Dr. Kurt LampertDie Völker der Erde", die erste Abteilung des großen SammelwerkesDie Erde in Einzeldarstellungen", läßt die Teutsck)e Verlagsanstalt (DonnaLe Eduard Hallberger) in Stuttgart als zweite Ab­teilung eine populäre allgemeine Tierkunde unter dem TitelDie Tiere der Erde" ersck-cincn, die nach den­selben Grundsätzen bearbeitet und illustriert ist. Ter Der» fasser »des Textes, Professor Dr. W. Marshall, ist eutc anerkannte Autorität auf diesem Gebiet, und sein Name leistet Gewähr für den wissenschaftlichen Wert der Darstell­ung. Zugleich aber ist er ein Meister populärer Dar Stell­ung im besten Sinne des Wortes, die ein Haupterforder- NiS lilbet für ein Werk, das eine Tierkunde für jedermann jein und in anregender und unterhaltender Weise die Ergebnisse der Forick)ung den weitesten Kreisen Zugänglich machrn fotL Wie schon in denSoifern der Erde" wurde auch in diesem Werk ein ganz besonderer Wert auf den illustrativen Teil gelegt, der mehr a.s 1003 31luftratwnen, darunter 25 ganzseitige Farbendrucke in vollendeter Wieder- gäbe umfaßt, die sämtlich auf photographischen Abbild­ungen nach dem Leben beruhen. Es ist dadurch em in der Tat einzig dastehendes Jllustrationsmarerial von ur- kundlicher Treue gewonnen worden, wie es gleich zuver­lässig unb naturwahr lein anderes deutsches Werk auf» -uwiisen hat. Zudem sind alle Ausnahmen, soweit es überhaupt möglich war, an Ort und Stelle gemacht wor» den so daß sie mit den Tieren selbst auch b^e Umgebung, in 'bet sie leben unb sich bewegen, zur Darstellung briimen Wort und Bild wirken auf bas glücklichste zu» lammen unb die Unmittelbarkeit und Treue, die keine Zeichnung zu erreichen vermögen, verleihm diesem um- sasscnben Orbis pictu-3 der Tierwelt auch besonderen Wert für den Gelehrten, den Sportsman und nicht zuletzt für den Künstler, zumal den Maler der oft genug auf einem feiner Gemälde ein Tier dazu Zellen ^at, oljne baß |Ijm ein lebenbes Mobell dafür zur Verfügung steht. Jollen Namr- unb Tierfreunden aber wird h^rmtt ein oollötum- liches Prachlwert originellster Art und von bleibendem Derte geboten, das dem unsere Zeit b^h^rrfcheriden Stcebcn nach Erweiterung der naturwissenschasttichen kkenutnisse in muftergdäger Wesie entgegenfommt zaä erscheint zunäu-st, um bie Un|tvaifung jedermann zu ermöglichen, in 5U Lieferungen a uO v,g., bereu erste Acch jede Sortiments- oder Koepormge-Bu^handlulig zur Ar sicht LU erhalten ift

Theodor Roosevelt, der Präschcnt der Vereinig» ten Staaten von ddordamecila ift nunmehr aud) in Deutsch­land als Sd-riftstctter auf den Plan getreten. Unter dem TitelAmerikanismus" hat Dr. Paul Rachä eine Auswahl feiner Sieben unb Sd>rifteu veröffentlicht, bie soeben im Verlag von Hermann Seemann IKadjfolger zu Leipzig ersd>ienen ist. (Preis Mk. 1,.) Schon bie Kapitel» uberichristen: Dre Monroe-Lehre, Ter wahre Ametilanis- mus. Der amerilan.|'d>e Zunge, Tas do.le Leben usw. be- iveisen, daß in bem vorliegenden Buch die packendsten Themata zusammengesteilt sind. Präsident Roosevelt be­handelt darin Probleme, die für jeden für die moderne Zeitströmung Empfäliglid-en ton Znterejse sein müssen. 9todj nirgends wurden Wejen und Ziele amenkanisd-er Politil so drastisch klargelegt, wie in Präsident RooseveltsAme­rikanismus".

Wiesbaden, 16. April. Die hier im Nassauer Hof tagende internationale Konferenz für Tiefsee­forschungen wurde unter dem Vorsitz des Fürsten von Monaco eröffnet Sie ist von Geographie-Pro- sefsoren aus Deutjd)land, England, Frankreid), Norwegen und Sck)wcden besucht Die Kommis,ion, weldja in Dem 1899 stattgehabten internationalen Ee^graphenttngreß ein­gesetzt wurde, verhandelt die spezielle yrage der Erforsch­ung der Tiefen des Weltmeeres. Von der Konferenz wird heute eine für den nächsten internationalen Geographen- kongreß 1904 in Washington bestimmte Karte der Meercs- tiefen angefertigt Tie Wiesbadener Fe st vo r st e 11 - un gen sind nunmehr wie folgt festgesetzt: 4. Juni Oberon", 5. JuniDie weiße Dame", 6. JuniTie Afri- kanerin", 7. JuniArmide", sämtlich in Wiesbadener Neu­einrichtung. Der Kaiser wird sämtlichen Vorstellungen bei» wohnen und während der Zett im Wiesbadener Schloß Wohnung nehmen.

Berlin, 16. April. Tas Ministerium der Vereinigten Staaten von Amerika l)at der hiesigen Gesellschaft für drahtlose Telegraphie eine Anzahl leidster fahr­barer Feldstationen für Funkentelegraph.e nach dem System von Prof. Braun und Siemens und Halske in Auftrag gegeben. Tie Lieferung muq bereits im Juli dieses Jahres erfolgen.

Die 13. Hauptversammlung des Allge­meinen Deutschen Sprachvereins findet am L unb 2. Juni in Breslau statt Tie öffentliche Fest­sitzung ist am 2. Juni, mittags 12 Uhr, in der Aula der Universität Nack) der Begrüßung durch die Behörden halten Fesworträge: Geh. yofrat Prof. Dr. Behaghel- GießenEin Reichsamt für deutsche Sprache" unu Geh. Justizrat Prof. Tr. Tahn-BreSrauTie ersten Fremd- Wörter im Germanischen". Prof. Dr. Paul P- ^ch-Berlrn

verkündet ein vom Allgemeinen Deutschen Sprack-verein zu erlassendes Preisausschreiben.

Wien, 16. April. Das Wiener Vaterland veröffentlicht einen Protest des Bischofs Bauer von Brünn gegen die in Aussicht genommene Aufführung des StückesM a ria von Magdal a" von Paul H e y s e. Der Bischof bezeichnet das Stück als ein dem christlichen Bewußtsein AergerniS erregendes und erklärt, an zuständigem Orte wegen der Nichtzulafsung be&jCiben Dorpcllig zu werden.

Vom Historiker-Kongreß in Rom wird ge­schrieben: Außerordentlich zahlreichen Besud)eS erfreuten ich die verschiedenen auf die Erklärung des Forums und der Ausgrabungsergebiiisse bezüglichen Veranstaltungen Bonis, teils im Sollcgio romano, tells an Ort und Stelle im Anblick der klassischen Monumentalzeugen, die Boni aus dem Schutt der Jahrtausende ans Licht gezogen hat. Er entwickelte bie Planimetrie des Forums und des an­grenzenden Palatins, deren rampenartig auf steigenden Ver­bindungsweg der Kongreß am Palmsonntag zu inaugurieren berufen war, besprach und erläuterte durch Protektions­bilder Via Sacra und bie prähistorischen, vielleicht bis ins d. Jahrhunbert vor Ehr. zurüareichenoen Begräbnisstätten, den Kaiserpaiast und S. Ilaria Antiqua usw. Im Zusam­menhang mit diesem Thema wird em Vortrag des Gie­ßener Pros. L. Holzapfel besonderes Interesse er­wecken. Wie Mommsen gezeigt hat, ist nach der ursprüng­lichen Ikbcil.efeiung Rom von Romulus allein gegründet unb ihm Remus erst später als Mitregent an die Seite gestellt worden, um das Toppelregirnent der beiden Kon­suln an eine alte Einrichtung anzuknüpfen. Nach Holz- apfels Ansicht war Rornulus nrdsts anderes als der legenbarifdje Stammvater der gens Romul^r oder Romilia. Tteses Geschlecht muß ein hohes Ansehen genossen haben, benn die nach ihm benannte Tribus Romulia nahm in der Reihenfolge der 31 ländlichen Tribus die erste Stelle ein. Ta em Geschlecht einen Einfluß auf die Gestaltung der Ueberlieferung nur in einer Zeit ausgeübt haben lann, da es selbst eine hervorragende Stellung entnahm, so muß die Tradition, welche den Stammvater der Romulii zum Gründer der Staot machte, spätestens im 5. Jahrhundert d. Chr. entstanden sein.

Von der Prinzessin Luise von Toskana er­scheinen demnach,t im Verlag von $yrmann Seemann Nach­folger zu Leipzig zwei Musikstücke, jie einen seltsamen Ein- blict in das Eefählsleben dieser F.au gestatten. Tie eine dieser Komposition ist eir *b mit bem TitelTu

allein", die anuete Hompoiition ist emdapric^elto" für ftiaoier zu zwei Händen, bejm schwermütig walzerartige Weise an ungar.s^e Musik anklingt.