Ausgabe 
17.2.1903 Zweites Blatt
 
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Nr. 40 Zweites Blatt.

153. Jahrgang

Dienstag 17.Februar ISOS

rlfietnt täglich autzei 6onntag*.

Dem «Lietzener Anzeiger »erden tm Wechsel mit dem Kesstschea Landwirt bu Siebener Kamillen- blätter viermal tn der Woche beigelegt.

Äoiaiionflörud u. Der- lag der Brühl 'scheu Ünivers.-Buch- u.icti»» b ruderet (Ptetlch Erben) Rebaftton, Lxveditwo und Druderet: Schul st ratze 7.

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^ernsprechan'chtubAr 51.

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger w

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

veza g»peet», monatlich7bPL viertel» iährlich M. 2.20, durch Abhole- u. ^iveigstelle« monatlich Go Bl., durch die PostDll . 8. otenet- läbrL ausichl Besiellg. Annahme von flnjetgee (h b>, iagr«nuniinet il vormittag« 10 Uhr.

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Iie heutige Kummer umfaßt 8 Seiten

Kclrannlmachung.

Die Grabenstraße wird wegen Vornahme von Kanali- sationSarbeiten von Mittwoch dem 18. l. Mts. bis auf weiteres für den Fuhrwerksverkehr gesperrt.

Gießen, den 17. Februar 1903.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen.

Hechler.

Bekanntmachung.

Heinrich Karpf scheidet aus dem Institut der Dienst- männer aus und hat die Aushändigung der von ihm hinter­legten Dienstkaution beantragt.

Wir fordern deshalb diejenigen, welche Ansprüche an diese Kaution aus der Eigenschaft des rc. Karpf als Dienst­mann erheben zu können glauben, auf, solche bei Meidung des Ausschlusses binnen acht Tagen bei uns vorzubringen.

Gießen, den 16. Februar 1903.

Großherzoglicues Polizeiamt Gießen.

Hechler.

Aer MttterwlnLel.

Mit dem Ausgang des Winters hat sich das Wetter­leuchten auf dem Balkan prompt eingestellt. Daß sich ein Frühjahrsgewitter daraus entwickele, siird die Balkan- wächter Oesterreich-Ungarn und Rußland an^ scheinend mit Erfolg zu behüten bestrebt. Der von ihnen der tatcnlustigen bulgarischen Regierung aufgelegte Dämpfer hat feine Wirkung getan. Die Balkan Wächter wer­den also selbst zu Guirsten der drangsalierten Bewohner Mazedoniens beim Sultan vorstellig, und an Versprech­ungen wird's Abdul Hamid auch diesmal schwerlich fehlen lassen. Mit anderen Worten: es bleibt alles, wie es war, wenigstens in der mazedonischen Frage. In der sonstigen politischen Konstellation auf dem Balkan ist eine kleine Ver­schiebung eingetreten, insofern nämlich, als König Alexander von Serbien den Milan schen Traditionen treu zu werden, d. h. aus der Gefolgschaft Rußlands in diejenige Oesterreich- Ungarns überzutreten sich anschickt. Der Serbenkönig fühlt sich verletzt, weil die ihm vor Jahr und Tag erteilte Zu­sage, er werde gemeinsam mit Königin Draga am Zarenhose empfangen weroen, bisher nicht eingelöst ist und hinsichtlich der Königin schwerlich je eingelöst werden wird, weil hier die Zarin eine Begegnung ablehnt.

General Zontschew ist wieoer in Drenowo inter­niert. Aitdere verhaftete Macedonier wurden in anderen Orten interniert. Eine von Maceoonien einberusene Ver­sammlung in Sofia verlief ohne Zwischenfall. Mauer-An- fchläge von Macedoniern fordern ine Deputierten auf, gegen die ungesetzlichen Verhaftungen zu protestieren.

Die russische und östreich-ungarische Regierung wurden über die von ihren Botschaftern in Konstantinopel ausgear­beiteten Vorschläge zur Besserung der Verwaltung der euro­päischen Vilajets einig. Die beiden Botschafter erwarten telegraphische Ordre, um hierauf bezügliche Schritte bei der Pforte zu tun.

Aus Adrianopel wird gemeldet, daß vor einigen Tagen eine bulgarische Bande von 12 Mann int Dorfe Moratfchin, nördlich von Adrianopel, die männlichen bulgarischen Ein­wohner zusammenries und sie zwang, zu beschwören, daß sie dem Komitee beitreten uno dessen Tätigkeit unterstützen werden. Diejenigen, die den Schwur nicht leisten wollten, wurden m h a nd eit. Ferner wurde ein Einwohner da­mit betraut, Beiträge für das Komitee zu sammeln. Auch in zwei anderen Dörfern östlich von Adrianopel am Schwarzen Meer fanden ähnliche Bedrohungen der Ein­wohnerschaft statt. Seitens der türkischen Behörden wurden Maßnahmen zur Ueberwachung der Dörfer getroffen.

In der italienischen Kammer erklärte bei Beant­wortung einer Anfrage Minister Baccelli, die italienische Regierung habe niemals aufgehört, wachsam den Ereignissen auf dem Balkan zu folgen. Dabei kämen stets zwei Ge­sichtspunkte in Frage, erstens: Besserung der Sage der christ­lichen Völkerschaften in der europäischen Türkei und zwei­tens: Aufrechterhaltung des Status quo hinsichtlich des Territorialbesitzes der Balkanstaaten. Oesterreich-Ungarn und Italien hätten seit langem erkannt, daß die beider- Jeitigen Interessen in der Aufrechterhaltung des territo­rialen Status quo lägen.

Infolge Uebereinstimmung der Ansichten und des loyalen Zusammenwirkens von Italien und Oesterreich-Ungarn habe das Vorgehen des Grafen Lärnsdorsf, der mit seiner Reise nach Wien dasselbe Ziel wie Italien und Oesterreich-Ungarn verfolgte, von der italienischen Regierung nur mit lebhaf­tester Genugtuung aufgenommen werden können. Die Reise habe alle Zweifel und Befürchtungen besei­tigt und sei geeignet gewesen, die Forderungen öer Zivili­sation mit der Aufrechterhaltung des territorialen Status quo in Uebereinstimmung zu bringen. Wenn eine endgiltige Uebereinstimmung zwischen den Mächten, welche den Ber­liner Vertrag unterzeichnet hätten, erzielt würde, würde niemanb sich mehr freuen als die italienische Regierung, ba die beste Garantie, welche man gegenwärtig für die Aufrechterhaltung des Status quo und Durchführung bürgerlicher Reformen wünschen könne und welche geeignet seien, die Ruhe in diesen Staaten zu sichern, in der Ueber­einstimmung der Mächte, die den Berliner Vertrag unter­zeichneten, liege.

Die griechische Regierung traf umfassende Maßregeln, Damit sämtliche Provinzen aufs strengste überwacht und

VoliUsche Tagesschau.

Bitter.

Berliner und Posener Blattern zufolge hat der Ober- präsident von Posen, Tr. von Bitter, die Absicht kund ge­geben, von seinem Amte zurückzutreten. Man geht wohl nicht fehl, so bemerkt diePost", zu dieser Nach­richt, wenn man diesen Entschluß mit den vielfachen An­griffen, denen der Oberpräsident in leider Zeit in der Presse wie im Parlament ausgesetzt war, in Zusammen­hang bringt ?

Dr. v. Bitter hat sein Abschiedsgesuch natürlich mit dem Üblichen Hinweis auf seine erschütterte Gesundheit be­gründet. Durch die an die Namen Löhning und Willich sich knüpfenden Vorgänge der letzten Zeit ist auch der Ober­präsident in Mitleidenschaft gezogen worden. Im ganzen Reiche weiß man heutzutage, _ wie heiß der Boden in der Ostprovinz ist, und es dürste kaum ein hoher Staats­beamter Neigung verspüren, an Herrn v. Bitters Stelle zu treten. Die geeignetste Persönlichkeit für diesen Posten wäre wohl der Staatssekretär v. Posadowskt). Er kennt die Ostmark v-n Iugeno an uno ist ,p «stell mit den schwie­rigen Verhältnisien Posens durch eine vierjährige Tätig­keit als Landwirt und Landeshauptmann vertraut. Auch auf Grund feiner Vorurteilslosigkeit und Besonnenheit er­scheint er für die Regierungsleitung^ in Posen berufen, '.über man würde an maßgebender Stelle diese hervor­ragende Straft wohl nur schwer als Chef des Reichsamts des Innern, uno vielleicht am wenigsten gegenwärtig, missen wollen.

Dandenüberfälle sowie der Wasfenschmuggel nach der Türkei verhindert werde.

Infolge Intervention des armenischen Patriarchen hat der Sultan dem Attentäter Agoy und seinen Genossen die Todesstrafe nachgelassen.

Der russische Botschafter in Konstantinopel erhielt aus Minowitza die Meldung, daß die Albanesen ein Attentat gegen das Leben des dortigen russischen KonsulsTscher- b i n a s planen. Die Pforte gab die Zusicherung, daß die türkischen Behörden Befehl erteilen, den Konsul in jeder Beziehung zu schützen.

Ainezuila.

Dem Reichstage ging eine Denkschrift zu über die Beilegung der Äreitigkeiten zwischen Deutschland und Venezuela. Dieselbe führt aus: Nach Ablehnung der Forderungen des deutschen und britischen Ultimatums in Caracas verhängten Deutschland und Großbritannien die Blockade über die venezolanischen Häfen, der sich Italien anschloß. Auf Wunsch Venezuelas sanden darauf zur Bei­legung der Streitigkeiten Verhandlungen in Washington statt zwischen den Vertretern der drei beteiligten Mächte und Venezuela, welche am 13. Februar durch Unterzeich­nung des deutschen, englischen und italienischen Protokolls zum Abschlüsse gelangten. Die in dem deutschen Ulti­matum aufgestellten Forderungen sind nunmehr erfüllt. In ähnlicher Weise sind auch die Forderungen Englands und Italiens erledigt. Die Mächte werden daher unver­züglich die Blockade auf heben und die diplomatischen Beziehungen mit der venezolanischen Regie­rung wieder Herstellen. Hierauf folgt das deutsche Protokoll im Wortlaut.

DieNordd. Allg. Ztg." meldet vom 16. d. M.: Gestern mittag erhielt Kommodore Scheder den Befehl, die Blockade aufzuheben und die weggenommenen venezo­lanischen Kriegs- und Handelsschiffe, einschließ­lich desRestaurador", an die venezolanische Re­gierung rurückzugeben.

Aus allen venezolanischen Häfen mit Ausnahme von Coro und Higuerote wird durch Reuter aus Caracas ge­meldet, daß die Blockadeschiffe zurückgegangen sind. Sofort nach Eingang dieser Meldungen entsandte die Regierung nach allen Richtungen hin Truppen zur Unter­drückung des Aufstandes.

TieKöln. Ztg." me.det aus Washington: Venezolanische Primawechsel, welche zur Sicherung der an Deutsch­land zu leistenden Zahlungen dienen sollen, sind dem deutschen Gesandten bereits ausgehändigt worden.

Bei dem Diner des Newyorker Presse-Klubs am Sams­tag, zu dem der deutsche Gesandte Freiherr Speck von Sternburg eine Einladung angenommen hatte, ging ein Telegramm von ihm ein, in welchem er sein Be­dauern ausspricht, daß er trotz Erledigung der Venezuela- Frage noch zu sehr in Anspruch genommen fei, um zu dem Feste erscheinen zu können. Er höre mit Freuden, fügt der Gesandte hinzu, daß das getroffene Ueberein- lommen alle Beteiligte zufrieden stelle. Tie vier Herren hätten in Dohtommener Harmonie und voller Offenheit die Verhandlungen gepflogen und trennten sich jetzt mit besten FreundscbaftsgesInnungen. Wenn vier Männer sich zu verständigen vermöchten, so scheine kein Grund zu fein, warum vier Nationen sich nicht sollten verständigen können. Er fei überzeugt, das wäre sehr woyl möglich, in derselben Weise einander zu vertrauen und sich zu verstehen, wie es die Unterhändler einige Zeit hindurch zu tun wußten. Der deutsche Geschäftsträger- Graf Quadt hat, wie aus Washington berichtet wird, um Urlaub nachgesucht und wird Ende des Monats mit Familie nach Berlin reifen.

Tas venezolanische KriegsschiffMiranda", welches bisher in Maracaibo gelegen hat, ging mit 1200 Mann und 2 Millionen Patronen nach Tucacas ab, um der Regie­rung Verstärkungen zur Niederdrückung der Revolution zu­zuführen.

Deutsches Deich.

Berkin, 16. Febr. Von den durch den Kaiser für die Marine bestimmten farbigen Reproduktionen des BildesThe GcrmanS to the front" sind durch den Staatssekretär des Reichsmarineamts der Ostseestation 1376, der Nordseestation 2534 Exemplare zur Verteilung überwiesen. Davon sollen alle an der Seymour-Expedition beteiligt gewesenen Offiziere und Mannschaften (auch die in der Zwischenzeit entlassenen) je ein Exemplar erhalten; von den sonstigen Teilnehmern an der Chinaexpedition wird jedem Lstizier und durchschnittlich jedem vierten bis fünften Mann ein Bild zugewiesen werden.

Der Kaiser sprach heute wieder beim Reichs­kanzler vor und hörte später im königlichen Schloß den Vortrag des stellvertretenoen Chefs des Zivilkabinetts. Mittags empfing der Kaiser den Kommandanten des östrei- chischen Husaren-Regiments Kaiser Wilhelm IL, Obersten Grafen Zedtwitz, zur Meldung.

Tas preuß. Landes-Oekonomie-Kolle- g ium trat heute zu einer Tagung zusammen. Landwirk- fchaftsminister von Podbielski verbreitete sich in einer längeren Rede über einzelne Landwirtschaftsfragen. Er wies auf die Notwendigkeit hin, daß Die Landwirtschaft der Erteilung der Patente ihre Aufmerksamkeit zuwende, damit bei ungerechtfertigten Patenten, die den Landwirten sehr schaden können, rechtzeitig Einspruch erhoben wird. Weiter seien Einrichtungen nötig, um den kleinen Mann allenthalben von den Preisnotier ungen für (be­treibe und Fleisch zu unterrichten. Tas ländliche Schulwesen werde mit Recht als mangelhaft hingestellt. Tas ganze landwirtschaftliche Schulwesen müsse einheitlich ausgedaut werden. Die Landwirtschaftskammern sollten sich eingehender mit dieser Frage beschäftigen. Fortdauernd müsse an der Verbesserung der Beförderungsmittel ge­arbeitet und es dürfe dabei nicht zu ängstlich auf die Kosten gesehen werden. Zum Schluß betont der Minister die Wichtigkeit der Beschaffung besten Saatguts, das sich meist besser bezahlt mache, als alle möglichen Melio­rationen.

Tas Tischtuch mit dem Bunde der Land- wirte hat der Dandwirtschaftsminister v. Podbielski be­kanntlich in der Landtagssitzuna am 29. Januar zer­schnitten. Nach einer Rede des Aog. Dr. Hahn erklärte der Minister:Nach solchen Ausführungen ist das Tischtuch mit mir absolut zerschnitten." Nun schreibt aber die Deutsche Volkswirtschaft!. Korresp.":In Regierungs- treifen ist in der Landwirtschaftlichen Woche von zer­schnittenen Tischtüchern nicht viel die Rede gewesen. Es soll in der Berliner Wilhelmstraße eine ganze Reihe von Diners mit der Zuziehung hervorragender Konservativer und Mitglieder des Bundes der Landwirte statt­gefunden haben, ohne daß ein übermäßiger Konsum von DamasttisuMchern stattgcfunden hat ober von einem Speisen an ungedeckten Tischen die Rede gewesen ist."

Im preuß. Abgevrdnetenhause war heute abend ein Festessen zur Feier des 80. Geburtstages des früheren Präsidenten von Köller, an dem Abgeordnete aller Parteien, zusammen 160 Personen, teilnahmen. Vize­präsident von Hecreman hielt die Festrede, feierte von Köller als Menschen und Patrioten und rühmte seine Ge­schicklichkeit und seinen Gerechtigkeitssinn in der Führung der Präsidialgeschäfte. Köller dankte und schloß mit einem Hoch auf das preußische Vaterland.

Ter sozialdemokratisckie Abg. v. Volkmar ist be­denklich erkrankt. Tie Aufregung über den Tod seiner Mutter soll seinen Zustand verschlimmert haben.

Gegenüber einer Blättermeldung, daß die Regie­rung beabsichtige, an Stelle des zuerst geplanten Em- schertal-Kanals die Kanalisierung der Lippe zur Ausführung zu bringen, bemerkt dieNordd. Allg. Ztg.", daß die starke Bebauung des Industriegebiets die Ausführung des Emschertalkanals von Jahr zu Jahr er­schwere und daß deshalb die Vorarbeiten für eine den veränderten Verhältnissen angepaßte Umgestaltung des Emschertalkanals notwendig geworden seien. Tie weiteren hieran geknüpften Schlußfolgerungen träfen nicht zu.

Sechzehn Millionen Briefumschläge für die be­vorstehenden Neichstagswahlen sind von ber Regie­rung zur Ausschreibung gebracht worden. Sie sollen aus festem weißen Papier gefertigt werden und auf der Innen­seite durch schwarzen Ueberdruck Lichtfestigkeit und völlige Undurchsichtigkeit erhalten. Um die Erlangung dieses Rie­senauftrages, wie er in diesem Umfang noch nie vergeben wurde, bewerben sich alle größeren Briefumschlagfabriken Deutschlands. Möglicherweise wird der Auftrag geteilt.

TieMagdeb. Ztg." bringt aus Berlin die Meldung, es würden sich die Parteien, welche an dem Zustande­kommen des Zolltarifs mitgeroirU haben, für die nächsten Wahlen ihren Besitzstand gegenseitig garantieren. (Besonders glaubwürdig klingt das nicht.-

Braunschweig, 16. Febr. Leutnant a. D. Bron - fort o. Schellendorfs hat gegen Dr. Peters die Beleidigungsklage wegen der gegen ihn erhobenen Beschuldigung der Fälschung des Tucker-Briefes angestrengt.

Dresden, 16. Febr. Der Zustand des zweiten Sohnes des Kronprinzen von Sachsen, des Prinzen Friedrich Christian, giebt aufs Neue zu großen Besorgimssen Anlaß. Gestern abend haben die Aerztc über eine Stunde an seinem Krankenbett geweilt. In der Nacht zum Sonntag ist die Temperatur wieder auf 39 Gr gestiegen und der Patient fühlte sich auch im Lause des gestrigen Tages recht schwach.

Leipzig, 16. ,;tur. ^ie Abteilung des Verbandes reisender Kaufleute Deutschlands beschloß, eine Massenagitation gegen die sächsische Perso-