Frhr. v. Hammerstein, bet B^irkspräsibent Graf Zeppelin, I der Gouverneur von Metz, Exzellenz Stötzer, Generalleutnant | v. Hochwächter, Generalleutnant Wagner, Graf Holnstein aus Bayern, Hauptmann v. Treslow, Kommandant der Wacht- kornpagnie. Nach dem Frühstück fuhr der Kaiser um 3 Uhr mit militärischem Gefolge nach St. Barbe und Colligny und die Kaiserin um 3 Uhr 30 Min. nach Kürzel zum Besuch des neuen evangelischen Tiakonissenpensionats.
— Die „Köln. Volksztg." meldet aus Rom: Von zuverlässiger Seite wird die Nachricht dementiert, daß Berlin zum Sitz eines apostolischen Vikariats ausersehen sei. Es bestätigt sich iwer, 5aß Erzbischof Tr. Fischer in Köln beim nächsten Konsistorium zum Kardinal entoniu werden wird. Auch die „Nat.-Ztg." teilt mit, daß Erzbischof Dr. Fischer im nächsten Monat zum Kardinal ernannt werden toidx
— Tas „Militärwochenblatt"' meldet: Der Generalleutnant und Direktor des allgemeinen Kriegsdepartements, v. Einem, genannt v. Rothmaler, ist mit der Vertret- nng des Kriegsministers während dessen Beurlaubung beauftragt, der Generalleutnant und Direktor des Zentraldepartements im Kriegs Ministerium, v. Villaume, in Genehmigung seines Abschiedsgesuches zur Disposition gestellt worden.
— In der Elberfelder Tagung des Rheinischen Vereins gut Förderung des Arbeiterwohnungswesens gab Ministerialrat Braun-Darmstadt nach der „Köln. Ztg." in einem sehr lichtvollen Vortrage ein Bild der Ziele und Erfolge des hessischen WohnungsaufiichtSgesetzcs von 1893 und dies hessischen Wohnungsgesetzes von 1902. Oberregierunasrat Königs-Düsseldorf knüpfte an diesen Vortrag die Bemerkung: Zn einem Staate roie Hessen, wo die Verhältnisse homogener liegen als in Preußen, kann der Staat im Wohnungswesen energischer eingreifen und auch spezialisieren. Zn Preußen werden wir die Aufgabe haben, den gesetzlichen Rahmen zu geben für das Vorgehen, wie es den einzelnen Provinzen, Kreisen und Städten zu überlassen ist. Es hat sich als Hauptschaden ergeben, daß die gesetzlichen Unterlagen für ein energisches Vorgehen, fehlen. Es ist sehr oft vorgelommen, daß die Gerichte einer Baupolizeiverordnung die Giltigkeit absprachen.
Dessau, 15. Mai. Der hiesige Gemernderat beschloß in.seiner heutigen Sitzung, zwecks richtiger Aufstellung der Wählerlisten und um das Einsehen derselben zu ersparen, an sämtliche eingetragenen Wähler der Stadt Dessau Postkarten mit der Benachrichtigung über die Eintragung zu versenden. Zeder Wahlberechtigte, der bis zum jö. Mai nicht von seiner Eintragung in dieser Weise in Kenntnis gesetzt ist, hat diese Llntragung event. 'dfort zu veranlassen.
Ausland.
London, 15. Mau Premierminister Balfour empfing heute eine Abordnung von einflußreichen Persön- lick)leiten, welche wichtige politische und kommerzielle Interessen vertreten und die Aufrechterhaltung des Getreidezolles, sowie eine Ermäßigu ng des Theezolles verlangten. Balfour hielt eine Ansprache, in der er die geltend geviachten Argumente bestritt und ihren Wünschen in keiner Weise entgegenkam.
Wien, 15. Mai. Im Abgeordnetenhause wurde heute die Debatte über die Beantwortung der an den Unterrichtsminister gerichteten Interpellation über die Demonstrationen an den Wiener Hochschulen eröffnet. Ter Alldeutsche Berger wendet sich auf das schärfste gegen die katholischen Studenten, welche die Marionetten seien; die Drahtzieher seien Lueger und der schwarze Prinz Liechteiisiein, der Zlvnig der Denuiizianlen. (Großer Lärm.) Ter Alldeutsche Malik zieht unter stürmischer Heiterkeit des Hauses aus der Schublade einen Weih wedel, hält ihn den Klerikalen entgegen und ruft: Tas sollen die llerikalen Studenten tragen, aber nicht Degen und Schläger und Rapier.
Sofia, 15. Mai. Ministerpräsident Danew gab heute nachmittag, unerwartet für die Außenwelt, die Demission des Gesamtkabinetts. Direkten Anlaß bot die schlechte Behandlung des Unterrichtsministers Radew durch den Fürsten bei der heutigen Gratulationseour anläßlich des Namenstages des Thronfolgers. Ten Abendblättern zufolge hätte der Fürst Danew vorgeworfen, wie er ihm einen solchen Dlenschen wie Radew ins Haus bringen könne.
Petersburg, 15. Mai. Ter in Rußland äußerst populäre uni> auch beim Zaren sehr beliebte Priester Johann von Kronstadt veröffentlicht in der Petersburger „Nowosti" einen äußerst scharfen Artikel über das Jud en- Masaere in Ki schinew, worin es u. a. heißt: Tas Herz des Zaren, der für das allgemeine Wohl des Volkes besorgt ist, ist von den schrecklichen Greueln und Grausamkeiten in Kischinew mit großer Trauer erfüllt. — Russische Brüder! Warum habt Ihr Euch in Mörder verwandelt, warum habt Ihr eine solche Abschlachtung verübt? Ihr habt dadurch Eure Zugehörigkeit zum Christentum verloren. Ter Geist der Dlvrder und Plünderer ist der Geist des Teufels. Tas unschuldig vergossene Blut pieser Unglücklichen schreit gen Himmel.
Universität Gieße«.
Drittes Verzeichnis der neu eingeschriebenen Studierenden.
•. Theologische Fakultät.
F. Hille, Grünberg, Grünbergerilr. 48.
b. Juristische Fakultät.
W. Geißler Gießen, Vahnhofstr. 48.
H. Klein, Gießen, Lstanlage 37.
D. v. NathusiuS, Ludom, Grünbergerstr. 16.
H. Schollinayer, Seligenstadt, Bruchstr. 19.
Dr. P. Wagner, Darmstadt, Marburgerslr. 22.
c. Medizinische Fakultät.
H. Becker, Med., Styrum, Grünbergerstr. 43.
I. Franzen, Tierhlk., Laurensberg, Ludwigsplatz 6.
K. Frese, Tierhlk., Eorbach, Neustadt 12.
®. Hauber, Tierhlk„ Lindau, Kirchstr. 13.
H. Hillenbrand, Tierhlk., Ketsch, Franksurterstr. 81.
R. Horn, Med., Langen, Franksurterstr. 58.
L' Krieg, Med., Stockheim, Franksurterstr. 25.
M. Krug, Med., Stalliipönen, Westanlage 27.
P. Lenkers, Tierhlk., Nottuln, Bahnhosstr. 29.
C. Rieth, Med., Mainz, Crednerslr. 34.
F. Schweigert, Tierhlk., Inowrazlaw, Landgrasenstr. 5.
<L Philosophische Fakultät.
F. Finck, Naturw., Frankfurt a. M., Bismarckstr. 30.
E. Hesselmann, Ehenu, Trauma (Rum.), Bismarckstr. 17.
E. Heyer, Math., Krofdorf, in Krofdorf.
A. Kühnemund, N. Phil^ Bad-Nauheim, Goethestr. 29.
G. Matlawsky, Naturw., Wladislamowo (Rußland), Bahnhosstr. 7.
F. Padderatz, Philos., Wehlar, in Wehlar.
Ä. Schneider, Ehem., Weiterstadt. Löberslr. 17.
W. Stumps, Mgth., Lauterbach, Ludwigstr. 26.
Aus Stadt und Land.
Gießen, am 16. Mai 1903.
** Anlagemusik findet morgen Sonntag mit folgendem Programm statt: 1. Hvchzeitsmarsch aus Mendelssohn. 2. Simplicius Quadrille, Millöcker. 3. Niederländer Volkslieder. 4. Finale a. d. Qp. Martha von Flotow.
chen!" bemerkte der joviale Herr; „Tu denkst am Tnoe gar. Tu bist der Fürst!" — „'Mer Hoheit^, stotterte der Diener. „Ra, schweig still", unterbrach ihn Serenissimus, „dumm genug bist Tu dazit!"__.
yniDrrjUät^yadjridjtjtH.
Die Deutsche Studentenschaft hat der Deutschen Burschenschaft folgende Vorschläge gemacht: Pistolen- duelle zwischen Studenten sind nur unter besonderen Umständen zuzulassen. Ihre Einschränkung wird durch die gemeinsame Anerkennung folgender Grundiäye gewahrlenlel: 1. Jede schwere Mensur, einschließlich des Pistolenduells, unterliegt der Genehmigung durch cm paritätisch zusammengesetztes Ehrengericht (Ehrenrat). 2. Bei Austragung von Ehreuangelegenheitm gilt die blanke Waffe als die ritterlichste und die Kaoalleriewaffe als der Eouleurwane ebenbürtig. 3. Von allen Ebrenangelegen- heiten, an denen Burschenschafter und Freie Etudeiiten beteiligt sind, ist dem Ehrengericht Anzeige zu erstatten. Tas Ehrengericht ist in allen Fallen berechtigt, einen Atisgleich vorzuschlagen. Zur Ausführung der vorstehenden Bestimmungen werden die Vertreter der Freien Studentenschaften rmd Burschenschaften an jeder Hochschule ermächtigt, dre näheren Vereinbarungen über die Besetzung der Ehrengerichte und über deren Verfahren sowie über eilt gleichmäßiges Verhalten gegenüber Verrufsoerhältnissen zu Irenen.
— Tabak. Im Laufe der Berichiswoche lag das Geschäft im allgemeinen sehr ruhig, es fmb uns Abschlüsse von Belang nicht bekannt geworden. Es wurden wohl Kleinigkeiten in 1900er und 1901er Emlagetabaken umgesetzt, aber in 1902er Zigarrentabaken konnte sich bis jetzt kein Geschäft entwickeln. Man hofft nach Be- endlgilng der Maifernientation auf einen lebhafteren Geschäftsverkehr, doch dürfte dies in Erster Linie von der Beschäftigung der Fabrikation abhängen, welch letztere immer noch sehr über äußerst schleppenden Geschäftsgang klagt. Lost 1901er entrippte Einlage ist immer sehr begehrt. Lose Pfälzer Rippen geschäftslos, lose seine 11 Mk., gebündelte 12 Mk.
— Petroleum. Bei andauernd fester Marktlage erhöhten sich die Notierungen seit letztem Bericht um 30 Psg. per 100 Kg. auf Mk. 23.—
** Bism ar ckturm auf dem Taufstein. Der Vogelsberger Höhen-Klub teilt in einem Inserat der heutigen Nummer unseres Blattes mit, daß nach neu eingelaufenen Beiträgen für die Errichtung des Bismarckturms nun eine Summe von 2187,15 Mark zur Verfügung steht.
Q Darmstadt, 15. Mai. Der 20. Berbandstag des Rhein-Main-Gastwirteverbandes, welcher am 19. und 20. d. M. in Darmstadts Mauern stattfindet, verbricht allen Voraussetzungen nadi sich glanzvoll zu ge- talten. Aus ganz Hessen werden Die Vertreter des Wirte- tandes herbeeilen, und in ernsten Beratungen, an denen owohl die Vertreter der staatl. und städt. Behörden als zahlreiche Gäste von außerhalb teilnehmen, hochwichtige Fragen über Wohl und Wehe des Standes erledigen. In diesen bedeutungsvollen Verhandlungen werden nicht nur Mißstände und Auswüchse im Gastwirtsgewerbe, sondern auch sehr viele allgemein interessierende Fragen, welche die durch mancherlei Verordnungen und Gesetzesvorschriften geradezu unhaltbar gewordenen Zustande berühren, von berufener Seite in gründlicher Weise beleuchtet werden. — Nach ernster Arbeit wird auch der Erholung hinreichende Zeit gewidmet. Empfangs-, Vergnugungs- und Wohnungsausschuß, durch das bereitwillige Entgegenkommen einer Anzahl hiesiger Firmen unterstützt, sind seit Wochen beschäftigt, den herbeieilenden Gästen den Aufenthalt in der Residenz so angenehm wie möglich zu machen. — Durch das erwähnte Entgegenkommen ist es dem Festausschuß möglich, die Festkarte, welche auch zu allen Vergnügen (incL Festessen) berechtigt, zu einem außerordentlich billigen Preis abzugeben.
Nieder-Jngelheim, 15. SDiai. Heute morgen 5 Uhr durchfuhr der frühere Meisterschafts-Radfahrer Ingenieur Paul Albert, Sohn des Kommerzienrats Albert in Wiesbaden, in Begleitung eines Monteurs mit seinem Automobil in rasendem Tempo eine Talmulde. Infolge der übergroßen Schnelligkeit überschlug sich das Gefährt und die beiden Insassen wurden herauSgeschleudert. Sie erlitten schwere innerliche und äußere Verletzungen. Sie wurden nach dem Ludwigsslist in Rieder-Ingelheim gebracht, wo sie besinnungslos darniederliegen.
fc. Frankfurt a. M., 15. Mai. Im Heiliggeistspital starb die 28jährige Krankenpflegerin, die am Montag aus Liebeskummer Sublimat getrunken hatte.
Vermischtes.
* Fatale Bemerkung. Von einem verstorbenen thüringischen Fürsten, dem man viele Serenissimus-Geschich- ten in den Mund legt, wird folgende draflische Anekdote erzählt: Serenissimus hatte einen vertrauten Kammerdiener, der sich dem Fürsten gegenüber mehr herausnehmen durfte als manche hochgestellte Person. Eines Nachmittags, als Serenissimus einen Ausflua machte, überfiel den im Schlosse zurückbleibenden Kammerdiener die Müdigkeit dermaßen, daß er im Arbeitszimmer des regierenden Herrn sich in den Stuhl am Schreibtisch setzte und sanft einschlummerte. Er wachte erst auf, als der Fürst zurückkehrte und ins Zimmer trat. „Also hier auf meinem Sessel hältst Tu Dein Schläf
Neuclte Melau uarn.
Originaldrahtmcldungcn des Gießener Anzeigers.
Berlin, 16. Mai. Tie Wagner-Denkmal- Frage hat eine neue Wendung genommen. Tirektor Angelo Neumann in Prag har dem Komitee für die Ent- Enthüllungsfeier ein Programm unterbreitet, das an den maßgebenden Stellen sympathisches Verständnis gefunden habe. Auch Frau Cosima Wagner sowie Graf Hochberg, der Ehrenprisidenr des Tenkmal-Komitees, sind von diesem Programm, das dem Kaiser zur Genehmigung unterbreitet wird, verständigt worden. Tie Festwiese aus den Meistersingern soll den Kern für die Feier bilden. Unter freiem Himmel vor der Stätte, an der fixt) das Tenkmal erhebt, soll die Meister- singer-Schluß-Szene zur Ausführung gelangen unter Mitwirkung der bedeutendsten Wagner-Sänger uiid der Oberleitung von Hans Richter. Tie TiergartcniVerwaltung erklärt, sie tonne den dazu erforderlichen Platz vor dem Tenkmal nicht ohne Genehmigung des Kaisers freigeben. Bon der letzteren wird daher die Ausführung der Enthüllungsfeier abhängen. — Von einem Berliner wurde an den Magistrat der Antrag gerichtet, ihm auf dem Lützow-P^atz oen Bau eines neuen Theaters mit etwa 2000 Sitzplätzen, das auf dem Gebiete der Volksoper wirken soll, zu gestatten. Nach 25jährigem Betriebe roürb edas Theater der Stadt Berlin als freies Eigentum zufallen. Der Antrag ist aber vom Magistrat abgelehnt worden.
Berlin, 16. Mai. Als Nachfolger v. Emerns in der Leitung des allgemeinen Kriegsdepartements i,t der Chef des Generalstabes des Garde-Korps, Generalmajor von Arnim, in Aussicht genommen.
Paris, 16. Mai. Bei Flugversuchen mit dem Leb a ud y'schen lnnlbaren Luftjchifs, das gegen starkenWind anzukämpfen hatte, wurde der Ventilator schadhaft. Gleichwohl erfolgte eine glatte Landung. Das Resultat war 12 Kilometer bei Gegenwind in 25 Minuten.
Moskau, 16. Mai. Graf Leo Tolstoi hat 15000 Rubel zum Besten Der 3üben in Kischinew gespendet. Auch die in Odessa wohnende Schivester des Finanzministers Witte hat einen größeren Betrag nach Kischinew gesandt.
Telephonischer Kursbericht,
3‘/i% Reichuanleihe . . 102.08 30/0 do. ... 92.15 3l/,% Konsole .... 102.04 3°/o do 92.25 3*/a% Heenen .... 101.03 3l/,% Oberheesen . . . 100.08 4-6 Oesterr. Goldrente . . 103.07 4* 6% Oesterr. bilberrente 100.08 456 Ungar. Goldrente . . 102.04 4% Italien. Heute . . . 103.07 41/, % Portugiesen . . . 51.01 3®/ Portugiesen 32.05 1% C. Türken .... 32 95 Türkenlose 132.04
4°/o Griech. Monopol.-Anl. 44.08 4' ,56 äussere Argontiner —.—
8% Mexikaner . . . 27.15 4*/t7o Chinesen .... 93.01 Electric. boLuckert . . . 97.03 Nordd. Lloyd . . . .103 05
Kreditaktien .... 210.05 Diskonto-Kommandlt. . . 189.04 Darmstädter Bank . . . 139.09 Dresdener Bank .... 149.05 Beniner Handelsges. . . 156.06 Oesterr. Staatebahn . . . 147.00 Lombarden 15.06
Gotthardbahn 190.07
Lanraiiütte ..... 219.05
Bochum ...... 179.05
Harpener 183.06
Tendenz: still.
§ tauft Antiquariat Marl Köhler
§ liefert Hohestraße 58, Leipzig. Geall
Arbeitsnachweis der Stadt Gießen
Vartenstratze 2 (BürgermeistereigebSude) Zimmer Nr. 14.
Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und
Arbeitnehmern («rbeiteru jeglicher Art, Dienstboten und
k cn> J?rün°en) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln.
An den Werktagen von 8 bis 1 llhr und von 3 bis 6 Uhr geöffnet.
Es können eingestellt werden:
Dtcustmadchcu für sofort und später gegen hohen
Lohn, 1 Haue-madchen, 2 Kindermädchen, 1 Köchin, 1 Kuweit- madchen, 5 Lauf- bczw. Putzfrauen, 2 Flickerinnen, 1 Bäcker, 2 «lcmhauer (auswärts), 1 Sattler (auswärts), 1 Wagner, 1 Küfer 4 schreiner, 2 Glaser (darunter 1 Bllderrahmenmacher), 2 Metall-
. (cmswartüj, 1 Metallschmelzer (auSwärtS), 1 Tachdccker,
2 Lveitzbmder und Lackierer, 3 Schneider (1 hier, 2 auswärts)
7 lanrwirtschaftliche Pferdeknechte, 1 landwirtschaftliche Arbeiter (auüwarts), 1 HauSburjche.
, n v . Ä , Lehrlinge:
1 Landwirt, 5 «chloffer, 1 Maler und Lackierer, 3 Schmiede (1 hier, 2 auswärts), 1 Wagner, 1 Spengler, 1 Schreiner (auswärts), 1 «chnetder, 2 Bäcker, 1 Schreiber.
4 « ,,, „ suchen Arbeit:
4 Bauichloßer, 1 Maschinenschlosser, 1 Heizer, 1 Spengler,
1 Tapezierer, 7 «chremer, 1 Wagner, 1 Büderrahmenrnacher,
1 Zimmermann, 1 Backer, 1 Dachdecker, 1 Anstreicher, 1 Kellner,
1 Bureaudtener, 1 Steuer, 1 Ausläufer, 1 Kraickenwärter, 1 Erdarbeiter, 9 HattSburschen, 5 landwirtschaftliche Knechte, 3 Fuhr- knechte, 2 Kutscher, 8 Taglöhner, 2 Tienstnuidchen, 1 Zimmermädchen, 1 Kutderinädchett, 9 Lauf- bczw. Putzfrauen, 1 Waschfrau, 2 Wetßzeugnahertnuen, 1 Flickeria.
Lehrlinge:
1 Schlosser. 1 Schreiber. *015
Aadtischer Wohnungskalhmis 8ittzt«.
Garteustratze 2, zimmer Rr. 14.
(Geschäftsstunden von 8—1 und von 3—6 Uhr.)
Angebot:
21 Wohnungen von 1—7 Zimmern, 2 möblierte Zimmer.
Nachfrage:
9 Wohnungen von 1—5 Zunmern.
Die Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und zwar für eine Wohnung mit einem jährlichen Mietwert bis 300 Alk. einschließlich 0,20 Alk., von mehr als 300 Mk. bis 500 Alk. eui- schließlich 0,50 Mk., und von mehr als 5U0 2ck. 1,00 Alk.; außerdem ist für jede Wohnungsanmeldung 1,00 'Ulf. zu hinterlegen.
Zur die Wohnungsfuchenden erfolgt die Vermittelung un- enlgettlich. ^gl6
B c kän ntmachung,
die Reichstagswahl betreffend.
Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Lifte der bei der bevorstehenden ReichstagSwahl ^tinmiberechtigten von Dienstag, 19. rVai, bis Dienstag, 26. Mai 1903 ^'"fchlteßlich -auch am Himmelfahrttag und Sonntag ÜOrmutQfl6 von 9 bi5 12 Uhr und nachmittags von 2 bis o Ubr auf dem Bürgermeisterei-Bureau — Zimmer Nr. 14 — zu jedermanns Einsicht offenliegt und daß Einsprachen gegen die Nichtigkeit unb, Vollständ'gkett der t'ifte mnerhalb 8 Tagen nach ” C^UY1.i)cr L renlegung bei Vermeidung des Ausschlußes daselbst oorzubrmgen ,.nd.
Gießen, den 16. Mai 1903. 3990
Ter Oberbürgermeister.
Mecum.
Bekanntmachung.
Ich bringe hiermit rur allgemeinen Kenntnis, daß die Ge» meindefteuerzettel in den nächsten Tagen den Steuerpstichligen durch die Schutzmannschast zugeuellt werden.
Tiejenigen Einwohner, welche bi» zum 1. Juni keinen Gemeiuvesiencrzeliel erhalten haben, ihren Verhättniffen nach aber annehmen muffen, daß sie steuerpssichtig sind, werden hierinil aufgefordert, bieroon alsbald bei Meldung nachteiliger Folgen auf der Bürgermeisterei — Znnmer Nr. 15 — Aiizeige zu erstatten.
Gießen, 15. Mai 1903. 4005
Ter Oberbürgermeister.
Mecum.
Bekanntmachung.
Die Liften über die während der Zeit für 1903/04 für die Pflichtscnerwehr hcranzuziehenden Persoiien liegen vom Erscheinen dieser Belanntinachuiig ab wahrend 8 Tagen auf der Bürger- metftevei — Zimmer Nr. 15 — zu Jedermanns Einsicht offen. Es wird dies iiiiter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß während dieser Offenlcgungsfrist Eimvendungen gegen die Richtigkeit nnd Vollständlgkeu der Listen, foivie Befreiungsansprüche auf Grund der Orts'euerlofchordnung vom 12. Juli 1892, auch Wünsche hinsichtlich der Einteilung m eine bestimmte Abteilung der Pfuchtfeuerivehr mündlich oder jchnftlich bei mir vorgebracht werden können.
Großoii, den 15. Mai 1903. 4D17.
Der Oderbürgermerftt«
Mecum.


