153. Jahrgang
Zweites Blatt.
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger v **
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
tlbrrfle lür tepdcben: Anzeiger «leben.
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Nr. 114
Erschetn« täglich außer Sonntag».
Dem «lebener Anzeiger werden irn Wechsel mit dem LMschea taabwirt die Gießener Familien Hitler viermal «n der
Woche betgelegL Rotationsdruck u. Ber- lag bei t5 x ü b liehen Uinverl.-Auch-u.6lein- b rudern (thctid)<trben) VUbofrion, Lxvedmoa unb Druckerei:
Samstag 16.9)^1903
Vezv gSpretS: monatlich 751'!., vtettel» jährlich Mk. 8JO; durch
Abhole- xl Zweigstelle« monatlich 65 Pl.; durch die Bost l'ik. L—viettel- luörL aualchl. Bellellg. Annahme von Anjeige» für die Tagesnurnmer bil oormuiagi 10 Uhr. ßeilenptet«. total 121U auflrodrt» 8V tilg.
veraalworlilch tüt den poltL unb aägem, teil. U Wltlko. kür „Stabt unb Vanb* und ,(ßrnd>tt|aale. August Gütz. tüi den 71 iv» teiqentett: Pan« Beck.
Pie heutige Kummer umfatzt 16 Seiten.
Bekanntmachung, betreffend: Abänderung der DarlehenSbcdingungen der Heff. ischen LandeShypothelenbank.
Die Hessische Land eS-Hy^ot hekenbank in Darm- ftadt. KarlSsttaße 97, hat die Darlehensbedingungen gültig für ihre Zusagen von heute an bi6 auf weiteres wie folgt festgesetzt:
Bei Hypothekar-Darlehen an Private beträgt die einmalige Vergütung für die mit der Geldbeschaffung für die Bank verbundenen Auslagen 1 i/t pEt. Diese Vergütung wird bet Auszahlung des Darlehens etnbehalten. Doch kann sie auch m der Form eines Zusatzdarlehens zur Verrechnung komme»:, losem die BcleihungSgrcnze der Bank damit nicht überschritten wird. Diese einmalige Vergütung kann auch dadurch geleistet werden, daß sofort bei der Auszahlung nur 1 pCt. vom Kapital in Abzug tummt und das restliche */> pCt. im Laufe des ersten Jahres an Stelle des Kapital-TilgungS- beilragS entrichtet wird. Bet 1/1 prozentigen TtlzungS-Dar- lehen würde die Tilgung sonach erst mit dem zweiten Jahr beginnen.
Bei Kommunal-Darlehen und solchen Darlehen die mit der Bürgschaft einer Gemeinde gewährt werden, beträgt die einmalige Kosten-Entschädigung 1 x/4 pCt. Hypo- thekbestcllung ist nicht erforderlich.
Der Zinsfuß für Hypothek-Darlehen auf städtischen wie auch auf ländlichen Grundbesitz und fürKommunal-Dar- lehen beträgt 8 8/4 pCt. Bei Kommunal-Darlehen von mindestens 600000 Mk., ebenso bei Darlehen an rein gemeinnützige Bauvereine 8,70 pCt.
Die Steigerung dcS Zinsfußes wird für die ganze Dauer deS DarlehenSoerhältniffeS ausgeschloffen.
Wollte man die einmalige Vergütung von 1 V, pCt. bezw. 1 l/4 pCt., statt solche von dem Darlehensbetrage bei der Auszahlung in Abzug zu bringen, auf die ganze Dar- lehenSdaucr durch Ziischlag zum laufenden Zinsfuß verteilen, so würde an Stelle des (wegfallenden) einmaligen Kapital- abzugeS (unter Annahme einer Jahrestilgung von 1/1 pCt.) der durchschnittliche Zinsfuß deS Darlehens sich nur wenig erhöhen, und zwar:
bciKommunalTarlehea unter 600 OOOMk. umO,O22auf3,772pCt.
von 600000 , ab, 0,022 , 3,772 „ bei Hypothekar Darlehen an Private , 0,026 , 3,776 , bei Darlehen an gemeinnützige Ban«
vereine (ohne Gemeinde-
Garantie) ....... , 0,026 , 3,726 ,
wenn man bei der Verteilung deS Kapitalabzugs die Zinses- zinsen berücksichtigen wollte, so würde die durchschnittliche Verzinsung betragen:
bei Kommnnal-Darlehen unter 600 000 Mk. 3,808 pCt.
, , von 600 000 , ab 3,762 ,
bei Hypothekar-Darlehen.......3,814 ,
bei Darlehen an gemeinnützige Bauvereine
ohne Gemeinde-Garantie. .... 3,763 ,
Die Abhebung deS Darlehens wird für einen gewiffen Zeitraum auch in Raten zugestanden nut Berechnung der Zinsen von den Auszahlungßtagen an.
Auszahlungen können auch auf dem Postwege erfolgen, sofern die Schuldurkunden vorher der Bank übermittelt werden, was gleichfalls durch die Post geschehen kann. Die Auszahlung des Darlehens erfolgt in barem Geld ohne Provisionsabzug. Werden bestehende Hypotheken auf die Bank übertragen unter Umwandlung in Tilgungsdarlehen (mit jährlicher Abzahlung durch einen Zuschlag zum Zinsfuß), so ermäßigt sich der Stempel auf die Hälfte. Der Tilgungsbeitrag wird alljährlich vom Kapital abgeschrieben. Die Zinsen berechnet die Bank immer nur aus dem jeweiligen Kapitalrest. Was hiernach an Zinsen erspart wird, kommt gleichfalls zu Gunsten des Schuldners vom Kapital in Abzug.
Wenn das Darlehen etwa vor Ablauf der Tilgungs- dauer abgetragen werden soll, so ist selbstverständlich nur der jeweilige Kapitalwert zurückzuzahlen.
Die Darlehen sind seitens der Bank unkündbar.
Gießen, 16. Mai 1903.
Großherzr iiuje-.' Kreisamt Gießen.
___________Tr. Breid ert._____
" Bekanntmachung.
In der Zeit vom 9. Wlai bis 16. Mai 1903 wurden in hiesiger Stadt
gefunden: 1 Perlentasche mit Inhalt, 1 Manschette mit Knopf, 1 Lotterielos, 1 blaue Brille mit Futteral und 1 Pferdedecke;
verloren: 1 Orden (weißes Kreuz), 1 Kettenarmband mit Anhängsel (Herzchen), 1 kleines dunkelrotes Portemonnaie mit einem Zehnmarkstück und 1 schwarzseidener Damengürtel.
Entlaufen ist 1 gelber Pinscherhund mit der Steuermarke 275.
Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei un5 geltend zu machen.
Gießen, den 16. Mai 1903.
G ro ßyerzog:icy c vuii^eiaint Gießen.
Hehler.
Bekanntmachung.
Degen Vornahme von Pflasterungsarbeiten wird die nördliche Wcgerampe am Westende der in Verlängerung der Klinikstraße delegenen Brücke vom 18. L MtS. ab bi5 auf weiteres für den Fuhrwerksverkehr gesperrt.
Gießen, den 16. Mai 1903.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
Hechler.
Bekanntmachung.
B etr.: Die Ausführung des ReichSgesetzeS über die Ab- änderung der Gewerbeordnung vom 30. Juni 1900.
Wir bringen hiermit zur Kenntnis der Jntereffenten, daß am 20., sowie vorn 27. bis 30. Mai l. IS. die Vorschriften über die Mindestruhezeit und Mittagspause der Gehilfen, Lehr- linge und Arbeiter (§ 139 c rubrizirten Gesetzes) keine An- wendung zu sinden haben, und die Läden, sowie die offenen Verkaufsstellen an diesen Tagen bis 10 Uhr abends offen- gehalten werden können.
Gießen, den 16. Mai 1903.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen. _____________________Hechler.
Trusts.
Ter preußische Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben ist zurzeit auf einer Amerikareise begriffen. Er wird, wie uns „Herolds meldet, von seinem Vetter, dem amerikanischen Generalkonsul v. Versen in Zehlendorf sowie dem Kommerzienrat Moritz Boker zu Remscheid begleitet.
Es gilt in Berlin heute für guten Ton, daß man sich in dem neuen Wunderlande auf der anderen Seite des „großen TeicheS" ein wenig umgesehen hat, und es ist sicher, daß man „drüben" etwas lernen tarnt. Gantz be- Iandere Beachtung verdient in dem wirtschaftlichen Leben Amerikas die Entwicklung der Trusts.
Unter den älteren Trusts sind die wichtigsten der Zucker- und der Petroleum-Trust. In den letzten fünf Jahren ist die Errichtung derartiger Vereinigungen jo rasch vorgeschritten, daß der blasierte Europäer nur noch aufschaute, wenn es sich um Milliardengründungen handelte. Unter diesen haben am meisten von sich reden gemacht: der Stahltrust, der S chi f s a h r t s t r u st , der Northern Securities (Bahneu) -Trust, der Fleischtrust, der Ta b a k t r u st und der K u p f e r t r u st, alles Vereinigungen, die der Durchschnittseuropäer mit unbewaffnetem Auge gar nicht überbliarn kann. Amerika aber besitzt eine Fülle geschäftlicher Genies, die diese Mammuthgebllde moderner Volkswirtschaft mit Virtuosität dirigieren.
Das letzte Dort über die Trusts ist noch lange nicht gesprock)en; vor allem werden sie noch zu beweisen haben, dax sie auch den Stürmen kritischer Zeiten gewachsen sind. Als Inhaber, wenn auch nicht Rechtlicher, so doch tatsächlicher Monopole haben die Trusts die Schattenseiten aller Monopole, verstärkt noch durch ihre, an sich schon eminente Kapitalmacht. Indem sie in ihrer Hand fast die gesamte bezügliche Industrie des Landes vereinigen, können sie die Preise vorschreiben, wie es ihnen beliebt Wirklich haben sre zeitweise die Preise für Fertigfabrikate so niedrig angesetzt, daß sw die Konkurrenten, die das Halbzeug zu hohen Preisen von ihnen beziehen mußten, einfach erdrückten. Die Politik des Tabaktrusts wird z. B von unserer heimischen Zigarren-Jndustriemit gespanntester Aufmerksamkeit verfolgt, denn ihre Rentabilität könnte schließlich teilweise von den Preisen abhängen, die der Tabaktrust zu diktieren Lust hat. Der Petroleumtrust ist bekanntlich direkt in Deutschland und auch bei uns in Hessen eingedrungen.
Das führt uns nad) zu einer anderen Gefahr, die in dem Trustwesen liegt, der Angrifssgesahr. Die Trusts sind die Träger des wirtschaftlichen Imperialismus Amerikas. Die Amerikaner träumen von einer wirtschaftlichen Eroberung der Welt. Tie Bäume werden ja nun nirgends in den Himmel wachsen. Aber Tatsache ist, daß der Morgan- sche Schiffahrtstrust den Engländern die besten Teile ihrer Handelsflotte weggekauft hat, und daß unsere beiden größten Tampfergesellscl-asten es für zweckmäßig hielten, mit ihm eine gewisse Interessengemeinschaft einzugehen. Tatsache ist ferner, daß der amerikanische Tabaktrust seine Fanaarme nach England gestreckt und auch in Deutschland bereits versucht hat, die beftorganqierten Tabakgeschäfte zu erwerben.
Wir haben sonach allen Grund, die Ohren zu spitzen. Teshalb dürfte es auch für uns von Interesse fein, zu verfolgen, was in Amerika selbst mit den Trusts geschieht. In dieser Beziehung ist wohl zu beachten, daß seit dem Amtsantritt des Präsidenten Roosevelt em ziemlich scharfer Wind gegen die Trusts weht. Der Präsident hat selbst in zahlreia)en Reden die Trustfrage behandelt. Die volkswirtschaftliche Literatur hat ganze Berge von Schriften über das Problem an den EUiarlt gebracht. Vor allem hat sich die Rechtsprechung energischer als je geäußert. Sie hat in der letzten Zeit einen der mächtigsten Trusts, die Northern Securities Eo., die eine Zusammenfassung gewaltiger Eisenbahnsysteme darstellt, für ungesetzlich erklärt. Dieses Urteil hat den Trustmagnaten einen gewaltigen Schreck eingejagt Aber das dauerte nur einige Augenblicke. Denn alsbald machten sich die Herren daran, den alten Wein in neue Schläuche zu gießen. Lyne Zweifel wird es ihrer Verschlagenheit gelingen, ihren Pmnen eine Form zu geben, an der auch die Urteile der Gerichte ab prallen. Und daß unter der Löwenhaut, die Roosevl.it in feinem Auftreten gegen die Trusts angelegt hat, fein reißend Tier steckt, wissen die Herren von den TrustS ganz (tnau.
— 6 i n Tabak-Trust soll nun auch in der Hauptstadt Mexiko zustande kommen. ES sind ihm, wie bestimmt verlaute!, nicht nur die drei bedeutendsten Tabakftrmen der Stadt Mexiko, sondern auch zwei andere m Pueblo und Orizaba bei** getreten. T»e neue Unternehmung liegt in amerikanischen Händen, jedoch soll ein Teil des Kapitals englisch sein. Mü großer Genugtuung betont die Presse MerikoS, daß die Errichtung von ausländischen Jndusttie-Geicst'cha'ten in Mexiko noch vor 20 Jahren eine Seltenheit war und daß jetzt säst jeder Monat eine neue Unter- nehniung dringe trotz der unsicheren Geldverhäimisse.
Tie Balkan-Unruhen.
Aus Konstantinopel wird telegraphiert: 2 lange Eisen* bahnzüge trafen aus Saloniki, in der Räbe von San Stefano, ca. 23 Kilometer von Konstantinopel ein, wo die Eisenbahn den Strand des 'Marmarameeres berührt. Hier tagen mehrere Fahrzeuge bereit, und beide Züge bebar** fierten in diese eine große Anzahl türkischer, verwundeter Soldaten und Offiziere, welche direkt nach Beschicktasch und von dort nach Hildiz in die zur Zeit des griechischen Krieges errichteten Barackenhospitäler geschafft wurden. — Der „N. Fr. Pr." wird brieflich aus Saloniki gemeldet: Hier sind die Vorbereitungen zu einem neuen Dynamit-Attentat entdeckt, das nur durch einen Zufall vereitelt wurde. Bei einer genauen Durchsuchung des unterirdischen Ganges zur „Söanque de Salonich" wurde ein Seitengang gefunden, worin sich ein großes Gefäß mit Dynamitpatronen befand, die mehr als 1000 Gramm Dynamit enthielten. Tie Patronen waren mit Zündschnüren versehen, die bereits angebrannt, aber erloschen waren. Tie Explosion dieser Tynamitpatronen sollte unmittelbar nach der ersten Explosion unter der „Banque de Salonich" erfolgen. Sie hätte eine furchtbare Zerstörung bewirkt und sicher alle Menschen getötet, die sich angefammeüt hatten; mittels brennenden Petroleums waren Die Zündschnüre bereits entzündet, sie erloschen aber, als durch die erste Explosion der unterirdische Leitengang verschüttet und die Luft abgesperrt wurde.
Das italiemiche Geschwader ist von Saloniki abgedampft. Wie das „93erL Tgbl." wissen will, werden sich die französische und russische Flotte nicht nach Saloniki begeben. Die frantzösisä-e Flotte bleibt schon mit Rücksicht auf Rußland im Hafen von Syra.
In Ostmacedonien wurden alle besseren Elemente verhaftet. Der Rest ist in die Wälder geflohen. Die großen Dörfer Banslo und Belltza sind blokiert. Die Türken suchen angeblich versteckte Geschütze.- Der Viehauftrieb auf die Gebirgsweiden ist verboten. In Serres sind nur drei unverhaftete Bulgaren geblieben. Die Verhafteten werden unter großen Leiden zu Fuß nach Saloniki und Dscbumaja getrieben. Tie Grenze gegen Bulgarien ist vollstäntüg abgesperrt. Weitere Nachrichten meiden, Bischof Hilarion von Rewrokop werde unter Hausarrest gehalten und feine Geist- lidjen seien abgeführt. Alle diese Meldungen steigern die Erregung zusehends. Auch die Jugend der Hochschulen beginnt sich zu rühren.
Deutsches Reich.
B er lin, 15. '.utal lieber den Aufenthalt des Kaisers in Bitsch werden noch folgende Einzelheiten telegraphiert: Auf die Ansprache des Präsidenten des Lochringer Bezirksrates erwiderte der Monarch u. a., daß er die loyalen Gesinnungen der Lochringer kenne, daß er deshalb besonders gern nach Lochringen komme und ein warmes Herz für die Lothringer habe. Der Kaiser wendete sich dann an die anwesenden geistlichen Herren mit den Worten, es sei jetzt an ihnen, bic kommende Generation in den Eigenschaften zu erziehen, die das lothringische Land auszeichneten und Zucht und Ordnung zu erhalten in bürgerlicher wie in kirchlicher Beziehung. Ter Kaiser zeichnete dann den Reichstags-Abg. Baron de Schmid bursch eine Ansprache aus und wendete sich hierauf an den Vorstand der Kriegervereine des Saar- und Wasgau-Bezirks, indem er feine Freude darüber aussprach, daß die Kriegervereine in so großer Zabl erschienen seien und daß die alten französischen und deutschen Soldaten in den Vereinen so gute Kameradschaft hielten. Man solle die alten französischen Krieger immer aufnehmen, wenn sie sich meldeten, denn sie seien gute Leute. Zu einer Dame bemerkte Der Kaiser, es jei fein Wunsch, daß die hübsche Lothringer Haube wieder zu Ehren komme. Er würde sich freuen, wenn fein Besuch Veranlassung gebe, daß dies geschehe. — Aus Metz wird berichtet, daß der Kaiser sich mit dem päpstlichen Legaten, Kardinal K opp, in der Privat-Audienz, bei der er ihm persönlich das Großkreuz des Roten Adlerordens überreichte, über seinen Besuch beim Papste unterhielt, der ihn ausnehmend befriedigt habe. Auch bei der Xafel im Bezirks-Präsidium wurde Kardinal Kopp sehr bevorzugt. Nach dem Tiner beim Bezirkspräsidentcn verteilte der Kaiser an Die Anwesenden Medaillen, die er anläßlich der Einweihung des Christusporktls an der Kathedrale Unfertigen ließ. Tie Medaillen sind aus Bronze und haben einen Durchmesser von beinahe 7 Ctm. Sie zeigen auf der einen Seite das Profilbill) des Kaisers mit Dem Adlerhelm der Garde du Corps und der Inschrift: Guilelmus II. Imperator Ilex. Auf der anderen Seite befindet sich das sehr gut und scharf ausgeführte Dlld der Kathedrale mit dem neuen Portal und der Inschrift: Ecclesia cathedraliß metenbis in niemoiiam dedicaiionis portae principalis anno MDCCCCI11. Gestern abend waren die öffentlichen und die Privatgebäude teilweise prächtig illuminiert. Einen prachtvollen Eindruck gewährte die neue protestantische Kirche, an deren Entwurf der .Kaiser einen wesentlichen Anteil hat und deren edle Konturen in dem malerischen Lichte wirkungsvoll berDjrna.cn. An Der heutigen Früh- siuckstafel im Schlosse Urville nahmen als Gäste des Kaisers teil der Statujalier Fürst zu Hohenlohe-Lanaenburg, der Erzbischof von Köln, Bischof Benzler von Metz, Minister


