Ausgabe 
15.8.1903 Erstes Blatt
 
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MkPllch Her Stöüt uuh des KlklskS GWlt

Bestellungen auf da? Adreßbuch

ZUM Vorzugspreise von Hit 2.50

erben in unserer Geschäftsstelle und durch unsere Zeitungsträgcr entgegen genommen. - Wir weisen wiederholt darauf hm, daß unser

UreK-Adretz' ' -------------

und der sämtlichen Lan

Bekanntwac

Am 17., 20. und 21. d. Mts. werde- Hospual das dort befindliche 'Mobiliar C- Stuhle ufw.), Haus- und Küchengeräte, K Kinderzeug, Bettwerk, Reinigungsmittel dielend versteigert.

Gießen, den 10. August 1903.

Die Armen-Depulation der C Eurschmann.

DklWsevs-Kilü^ pro 31.

Aktiva.

jft $

Kaffenbestand

3849.91

Reserve,

Wertpapierebestand

2454.

Geschäft

Darlehen auf Schuld-

der (

scheine

63060.57

Anlehei

Hypotheken

19406.10

lichC

Kaufschillinge

38844.80

Voraus

Geschäftsmobiliar

Zmsc

und Utenfilien Zinsenresle, fällige

125.

Zmsen

5737.61

Ausstehende Gerichts

-

kosten

23.36

Summo

Summa der Aktiva 133501.35

Gesamt-Kassenumsatz in 1902 Die Zahl der Mitglieder betrug C Während 1902 gingen zu . . Während 1902 gingen ab . . Daher Stand der Mitglieder End Laubach, den 12. August 1903.

spar- unö Krckt-Vmill für Staut:

Eingetr. Genossensch. mit unbesi

August Jochem, Direktor. Lau.

H. Diehl, Kontrolle

Betr.: Die Besetzung der Stelle eines Die Stelle eines Kreisstraßenmeist einen der drei Bezirke des Kreises Scho zum 1. Oktober, zu besetzen.

Die Anstellung soll zunächst auf gegenseitiger emmonatlicher Kündigrn während des Probejahres 1800 Mark

Bewerber, welche die im Großh' . Bauaufieherprüsung bestanden haben Straßenbau Erfahrung besitzen, werde: ungen bis zum 1. September unter ) lauf und Zeugnissen bei uns einzureich<

Schotten, den 10. August 1903.

Großh. Kreisamt Schl Schönfeld.

Bringe meine im vorigen Jahre ne tomim Marburg deren Räume ich noch kürzlich durch s Wandmalereien ausstatten ließ, in em^

Zum Ausschank gelangen die anerfA Brauerei Jhring, Lich, sowie rema Firmen. Hochack

6147 EmiB

30

abwechselndi

Milch-Sekretion.

Tiere.

tzeht karus folgenden Zahlen hervor:

4

6

8

10

Woche

1

3

5

7

9

3,79

4,03

4,00

4,09 anderen,

aus den höheren Prozentischen Fettgehalt zurückzü, , Wie stark der Fettgehalt durch die Arbeit beeinslußt wird,

Woche Ruhe 2 4,12 pCt. Fett

Reineclauden.

Die Kuh als Zugtier.

Arbeit

4,31 pEt. Fett

4,35

4,25 ,, ,,

4,54

4,44

gendes zu beachten: , . , r s

Sämtliche Früchte werden, nachdem sie gereinigt smd, Zwetschen entsteint und halbiert, Aprikosen und Pfirsiche geschält, einfach in die Gläser gefüllt und zwar nur so weit, daß sie gerade ben unteren Rand der Schraube erreichen. Hierbei empsiehlt es sich, die Gläser während des Fullens leicht auf ein mehrfach zusammengefaltetes Handtuch <mf- zustoßen, damit sich das Obst, besonders Beerenobst fest aufeinandersetzt. . , , _ f

Hat man aus diese Weise die gerade emzumachende Obst- sorte in die einzelnen Gläser gefüllt, so gießt man eine

2 Pfund Zucker aus 3 Liter Wasser zu. Diese Lösung genügt . zum Konservieren aller Früchte. ,

Tas Einsüllen der lauwarmen Lösung geschieht in der Weise, daß man dieselbe in dünnem Strahl und stets auf einer Stelle in die mit Obst gefüllten Gläser eiiilaufen läßt und zwar so lange, bis die Lösung gut einen Fingerbreit | über den Früchten steht. Nun werden die Ränder der Gläser nochmals mit einem reinen Tuch gut abgetrocknet und die Gummiringe aufgelegt, hieraus die Glasdeckel und alsdann die Schrauben, letztere aber ganz lose. Die so zuge­richteten Gläser werden nun in einem mit leichtem Lattenrost versehenen Kochtopf so aufgestellt, daß sie sich gegenseitig nicht berühren. Zu diesem Zwecke hüllt man sie leicht in Holzwolle ein. Auch Manschetten von Wellpappe, welche überall zu haben sind, sind sehr zu empfehlen. Diese letz­teren haben den Vorzug, daß sie leicht getrocknet und öfter wieder verwendet werden können. Nun beginnt das Kochen und zwar für alle nachverzeichneten Obstsorten 20 Minuten bei 100 Grad Celsius vom Eintritt dieser Temperatur ab, wobei darauf zu achten ist, daß dieselbe nicht überschritten wird. Das Wasser darf nicht kochen und wallen, sondern nur leicht sieden. Auch ist ein Entfernen des Deckels vom Kochgefäß während des Siedens unbedingt zu unterlassen. Nach Ablauf der Siedezeit nimmt man den Deckel vom Tops und läßt solchen samt Inhalt etwas abkühlen. Als­dann zieht man sämtliche Schrauben fest zu und nimmt die Gläser heraus. Sind die Gläser erkaltet, so nimmt man die Schrauben ab und prüft durch leichtes Heben an den Glasdeckeln, ob diese fest sitzen. Nur vereinzelt wird man Gläser finden, bei denen die Deckel nicht festsitzen, diese sind alsdann nochmals im Wasserbade zu kochen. Vorstehend beschriebene Methode belvährt sich bei Kirschen. Heidelbeeren, Birnen, Miygbellen, Aprikosen, Pfirsichen, Zwetschen und

In jedem Betriebe übt die Art der Spannviehhattung einen bedeutenden Einfluß auf die Rentabilität aus. Wie ! allbekannt, liefern die Pferde von allen unseren Zugtieren ' die teuerste Arbeit. Der hohe Ankaufspreis, der geringe Schlachtwert und vor allem das teure Futter bewirken, daß der Betrieb durch die Pferdehaltung sehr stark belastet wird. Günstiger verhält es sich in dieser Beziehung mit der Ochsenhaltung. Die Ankaufs- oder Aufzuchtskosten sind im Verhältnis zum Werte der ausgedienten gemästeten Tiere gering, und auch die Fittterung erfordert bedeutend ge­ringeren Aufwano. Die billigste Arbeit aber, schreibtTer rheinhessische Landwirt", liefert zweifellos die Kuh, da sie neben der Arbeitsleistung noch Milch liefert. Der Milch- erttag der arbeitleistenden Kuh ist natürlich nicht gleich hoch mit demjenigen der ruhenden Kuh; jedoch ist diese Beeinflussung, wenn die Tiere nicht zu stark angestrengt werden, eine geringe. Es hat sich z. B. gezeigt, daß, wenn Kühe 150 Tage im Jahre arbeiten, die Einbuße an Milch etwa 40 pCt. beträgt, bei 80 bis 100 Arbeitstagen war der Verlust nur etwa 10 pEt. Sehr starke Anstrengung hat allerdings eine stärkere Abnahme des Milchertraaes zur Folge. Aber nicht bloß quantitativ, sondern auch quali­tativ wird der Milchertrag durch die Arbeit beeinflußt. Neuere Untersuchungen haben ergeben, daß die Milch ar­beitender Kühe eine günstigere Zusammensetzung ausweiist, der Trockenmassegehqtt ist höher als der der Milch ruhender

Das Wesen der Milcherzeugung besteht in einerfettigen Degeneration" der Milch-Drüsen-Elemente, wie der Trer- physiologe sagt. Die Zellen- und Gewebsbestandtelle dev Euters des Muttertieres zerfallen und sondern eure au^ Eiweiß, Fett, Zllcker, Wasser und Salzen nsw. bestehende Flüssigkeit, die ihren Inhalt bildete, ab, die wir Milch nennen. Dieser Zerfall und die mit ihn, verbundene Ab- nny uu]iuviin, i souderuug ist eine natürliche Folge des Mburtsaktes. Sfre !ilch ruhender Entwicklung des Organismus hat die Notwendigkeit des Dieser "höher'e Trockenmassegehalt ist hauptsächlich spontane« Nutritts der Milchabsonderung ^^iltereNeix

Störungen der Gesundheit zur Folge haben, die Milche

spülen in klarem Wasser, wobei es sich empfiehlt, die Gesäße austropfen zu lassen, nicht auszutrocknen. i0. Tas Einkochen der Früchte selbst anlangend, ift fol-

Untersuchungen der Milch von ruhenden und arbeitenden Tieren eraaben ähnliche Re­sultate Der geringe Milchertrag wird, da das Fett der wertvollste Stoff der Milch ist, bei nicht anstrengender Arbeit ganz, bei intensiver Arbeitsleistung zum großen Ten durch die bessere Qualität ausgewogen. Der Gesundhetts- iustaud wird durch die Arbeit gesördert. Die Tiere Iverbeit; widerstaudsfähiger gegen Krankheiten und können bte Stall» vorder rureckit äemachte Zuckerlösüug im Verhältnis von I fütterung dauernd ohne Gesundheitsschädrguiig^vertragen. 2 Pfund Zucker aus 3 Liter Wasser zu. Diese Lösung genügt | rannen"bieS in

der Regel zu allen Arbeiten benutzt werden, sür gewrsse Ber- richtuugen eignen sie sich infolge ihres lebhaften Lempe- ramentes besser als die Ochsen, so z. B. zum Eggen. Es eignen sich selbstverständlich nicht alle Trere gleich yut zunr Zuge, die Arbeitstüchtigkeit ist Ivie die Mrlcherglebigkert üidividuelle Eigensehast. Daß einzelne Individuen eine »er* hältnismäßig sehr grosse Kraft zn entwickeln imstande smd, geht daraus hervor, daß bei den Zugproben der Deutschen Laudwirtschastsgesellschast zwei Kühe des badischen Smimen- Inter Schlages auf ebener Straße 400 Zentner zogen. Die Auswahl der richtigen Tiere ist deshalb sehr wichttg. Die guten Milcherinnen eignen sich gewöhnlich nccht für diesen Zweck, denii die große Milchergiebigkeit stt gewöhnlich mit feiner Konstittition verbunden; auch pflegt die Einbuße an Milch bei solchen Tieren verhältnismäßig großer zu sein. Am besten eignen sich Kühe mit kräftiger Muskulatur, starkem Knochengerüste und ausgiebigem Gange. Da nun die Kühe trotz der Arbeitsleistung eine gehaltreichere Milch absondern, so ist der Verbrauch an Nährstoffen nn Körper ein höherer, die Tiere müssen deshalb der doppelten Leist- stung entsprechend ernährt werden. Da das Wtederkuuen infolge der Arbeitsleistung häufig verttirzt wird, so müssen Kühe, die angestrengt arbetten, konzentrierter gksutterc werden. Lllleinige Heufütterung genügt Nicht und belastet die Verdauungsorgane stark, ohne der doppelten Letstungl entsprechend dem Körper genügend Nährstoffe zuzusuhren. Wo die ruhenden Tiere neben Heu Oelkuchen erhalten, empfiehlt es [i^ um den Gehalt an Kohlehydraten zu ! erhöhen, ohne gleichzeitig die Futtermasse erheblich zu ver- mehren, täglich je nach der Anstrengung V- bis 2 Kilogranmi gequetschten oder gequellten Mais zu verabfolgen. Haft» wäre natürlich besser, natürlich tenrer. Es können selbst­verständlich auch andere Krastsutternnttel mit Erfolg- gewcndct werden, wie z. B. getrockneteBievtreLeric. Wo die Fütterung eine zweckentsprechende ist, bleibeü die Kühe trotz der Arbeit in gutem Korperzustande und liefern ver­hältnismäßig viel Milch, Der Kuh kommt aus den an- geführten Gründen in den kleineren Betrieben als Zugtier weitaus die größte Bedeutung zu. Die Tarsache wird mancherorts viel zu wenig gewnrdigt. Mancher, der die vor kommende Gespannarbeit mit zwei Kühen ausfuhren konnte, hält sich ein Pferd, das ihm einen grogen Teil des Wirt- schqstsertrages wegfrißt. Es ist klar, daß die Kuh uichh unter alle« Lerhältnis,en dar, geergnetste Zngiler ist, rn größeren Betrieben ist die Haltung von Ochsen und Pferden mrvermeidlich. Wie and) überall da, wo m kurzer Zew größere Strecken znrückgelegt werden müssen, das Pferd das einzig in Frage kommende Zugtier

Eilt! In wenigen Tagen ! JLllt! | Garantiert Ziehung 22. August 1903

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