Mk.
4.
Gesamt-Verkehr:
Reichsbanknebenstelle Lauterbach.
Telephonischer Kursbericht.
3Vb% Reichsanleihe
Tendenz:
ruhig.
Bereinigung
5543
im Kaiserhof (Harnickel).
Der Vorstand.
Ntucllbliile 17
L. Stemhauser.
Kaufmann Knieriem die Bestätigung erteilt.
Der
deutschen Konsul Mohr besichtigte der Kaiser die Fontofkirche
deutschsprechender Verwandten vom Domherrn Matunczi
im Unterhause auf eine Interpellation über die eng
Im Im Im Im
18,5° C.
9,8° C.
Oest. Kredit. Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß .
3%
3V,%
3% 372% 37,%
Umsätze Wechselverkehr Lombardverkehr Giroverkehr diversen Verkehr
102.50
91.40
102.50
95.40
101.10
100.00
103.10
101.05
101.80
103.30
49.55
31.10
34 05
130.40
44.00
1901
863 288,20 Mk.
33 400,— „
3 416 485,79 „
159 636,80 „
1901
2 676 187,57
178 800,—
11187 286,49
206 939,15
1902
2 142 150,39 Mk.
97100,— „
6 311809,62 „
3 429 911,26 „
1902
3 038 505,18 Mk.
306 000,- „ 14 306 632,22 „ 6 040 966,31 „
do.
Konsole « do. . .
Hessen
Oberhessen
der 4 WohlLhätigkeits-Iereine
Freitag den 17. Juli, abends S Uhr beginnend
Gesamt-Bsrstandsfitzmrg
1. Gärtner in Bad Salzhausen, Friedrich Möser, ist auf sein Nachsuchen aus dem Dienste entlassen worden.
R o st o ck, 15. Juli. In dem Bauerndorfe Rethwisch brach Feuer ans, wodurch bei heftigem Winde binnen wenigen Stunden 24 Gebäude niederbrannten. Menschen kamen nicht zu schaden.
Bergen, 15. Juli. Der Kaiser empfing gestern an Bord der „Hohenzollern" den Hafenvogt Jversen, dem erden Kronenorden verlieh. Nach dem Frühstück beim
8^/q Mexikaner 4%% Chinesen . Electric, öchuckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandii Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges. Oesterr. Staats bahn Lombarden . , Gotthardbahn . . Laurahütte . . .
Bochum ...» Harpener . . .
Patronen zur Explosion gebracht. Niemand ist verletzt. Die starke Detonation, infolge welcher viele Fensterscheiben zertrümmert wurden, rief jedoch große Bestürzung hervor. Die Urheber des 'Anschlages find mutmaßlich einige und lehrte dann nach der „Hohenzollern" zurück. Gymnasiasten, die vor wenigen Tagen wegen Verhöhnuung
Anfangs-
. 208.60
. 210.50
. 136.25
. 173.70
Geschäfts - Empfehlungen
liefert billigst vkirhi'sche Universitäts-Druckerei, Gießen.
polizeilich bestraft wurden. Eine strenge Untersuchung über die Angelegenheit, welche keinerlei politischen Hintergrund hat,
. . 27.00 . . 92.30 . . 91.05 . . 98.00 . . 208.60 . . 186.80 . . 136.70 . . 147.30 . . 153.70 . . 143.50 . . 18.10 . . 191.50 . . 214.80 . . 173.80 . . 179.00
jb'rankiurc ». ja., 15. Juli 1903.
Neueste Meldungen.
Orrginaldrahtrneldnngen des Gießener Anzeigers.
R. B. Darmstadt, 15. Juli. (Original-Telegramm des Gieß. Anz.) Der Großherzog hat dem von der Stadtverordneten-Versamnrlung in Bad-Nauheim zum 1. Beigeordneten gewählten Ortsgerichtsvorsteher Heinrich Langsdorf und den zum 2. Beigeordneten gewählten
London, 15. Juli. Kriegs-Minister Brodricks erklärte
lischen Verluste und Abgänge im Som«-^- lande: Die Engländer hätten bisher 16 Offiziere und 2 weiße Soldaten verloren, an Eingeborenen 338. Krankheiten erlegen sind 1 Offizier, 4 weiße Soldaten, verwundet ein weißer und ein eingeborener Soldat. Die bisherigen Kosten des Feldzuges belaufen sich auf 450000 Pfund Sterling. Die augenblicklichen Ausgaben betragen monatlich 50000 Pfund.
£. London, 15. Juli. Die Beamten des Marine- Departements in Washington sind dem „Daily Expreß" zufolge betroffen über den baufälligen Zu st and der amerikanischen Flotte. Kaum ein Schiff konnte an den diesjährigen Manövern teilnehmen, ohne eine vorherige Ausbesserung zu erfahren. Sieben der neuesten Schlachtschiffe erforderten Reparaturen, bevor sie nach ihren Stationen abgehen konnten. Gegen 15 Kreuzer und zahlreiche Torpedobootszcrstörer waren in seichtem Zustande. Tas Kriegsschiff „Kearsarge" mußte von der Europareise her renoviert werden. Das Schlachtschiff „Iowa" ist aus gleichem Grunde mehrere Monate außer Dienst gestellt worden. Fast das ganze Pacificgeschwader mußte in Dock gehen. Die Reparaturfonds sind beinahe aufgebraucht.
Paris, 15. Juli. In Nu eil explodierte anläßlich der Nationaiseier ein Böller. Ein weiterer Unfall ereignete jich in Marigny bei einer Festvorstellung. Ein Seil, an welchem eine Anzahl Darstellerinnen in der Luft 'hingen, riß. Die Frauen stürzten herunter und trugen sämtlich Verletzungen davon, darunter 13 schwer.
Nom, 15. Juli. Die erste ärztliche Autorität Italiens, Professor Eardarelli, wiederholt in einem öffentlichen Briefe die Behauptung, daß jeder Kliniker und wenn er nur die Bulletins gelesen hätte, die Diagnose der Papstärzte stark anzweifeln und eine ganz andere Krankheit annehmen müsse. Lapponi und Mazzoni erklärten, man müsse auf den Eintritt der Gehirnanämie gefaßt sein.
Rom, 15. Juli. Die letzte Nacht hat keine Veränderung in dem Zustande des Papstes mit sich gebracht. Der Patient befindet sich meist im Delirrum und muß geschüttelt werden, wenn man ihn wecken will. Hände und Füße sind geschwollen. Die fortschreitende Urämie ist erwiesen und (Die Atemnot in starker Zunahme begriffen. Der Patient wünscht beständig Sauerstoff. Die Jnjektier- ungen von Digitalis und Kampferöl in zunehmenden Dosen rufen wenig oder gar keine Reaktion mehr hervor. Es ist Diarrhoe eingetteten. Der Kranke vermag sich weder auszurichten noch umzudrehen. — Der Papst hat sich auch gestern den Anordnungen der Aerzte nicht gefügt. Man hatte ihm unbedingte Iiuhe anempfohlen. Er hat aber auch seinen Beichtvater und den spanischen Bischof Vivez empfangen, der ihm den Segen des Franziskaner-Ordens überbrachte, wofür der Papst dankte und über den Orden den pontifikaren Segen aussprach. Von Zeit zu Zeit erkennt er niemand, hat er sich aber wieder gesammelt, so knüpft er das unterbrochene Gespräch ruhig wieder an, ohne sich der vorübergehenden Störung des Gedächtnisses zu entsinnen. — Am Konklave dürften etwa 60 Kardinäle teilnehmen. Bei der Wahl dürfte es sich nach dem gegenwärttgen Stande nur um die Kardinäle Gotti und Vanutelli handeln.
Triest, 15. Juli. Der Ausbruch der Pest in Kiew hat die Regierung zu besonderen Schutzmaßregeln für sämtliche österreichisch-ungar csche Häfen veranlaßt.
Petersburg, 15. Julü Eine Feuersbrunst zerstörte in Tschau len 72 Wohnhäuser, darunter auch die Synagoge. Der Brand erregte unter der Einwohnerschaft eine furchtbare Panik. Mehrere llnglücksfälle sind zu verzeichnen.
Petersburg, 15. Juli. Die Gerüchte von einer bevorstehenden Reise des Zaren an den englische n H o f werden als erfunden bezeichnet.
Warschau, 15. Juli. Infolge eines Dammbruches aus der Strecke Mischkow-Porei entgleisteein Güterzug, der den Damm hinabstürzte. Drei Personen sind tot.
Ateteorotogische Beobachtungen
der Station Gießen.
3. Im Giroverkehr Im diversen Verkehr
14 249 213,21 Mk. 23 692 103,71 Mk.
1.
2.
3.
4.
Umsätze
1. Im Wechselverkehr
2. Im Lombardverkehr
Vermischtes.
* Kiel, 14. Juli. Bei einer Feuersbrunst, die in einem Geschäft der Laubstraße ausbrach, erlitten fünf Bewohner schwere Brandwunden. Ein Brandmeister trug geringe Verletzungen davon.
* Paris, 14. Juli. Die 28jährige Comtesse de Mallespaille, geschiedene Gattin eines reichen Bankiers, die nach vielen Abenteuern bis in die Klasse der unteren Halbwelt hinabsank, wurde gestern abend in dem Augenblick verhaftet, als sie mit Hilfe von drei gedungenen Strolchen die Freundin ihres letzten Liebhabers, eine Verkäuferin, zu ermorden versuchte. Nach ihrer Verhaftung versuchte sie sich den Kopf an der Wand der Gefängniszelle zu zer- i schmettern. Ihr ganzes Wesen macht den Eindruck, als sei! sie geistig nicht normal. — Das „Journal" will erfahren haben, daß wahrscheinlich die auf den 8. August angesetzten Verhandlungen im Prozeß Humbert auf Antrag von Mme. Humbett, die bereits seit längerer Zeit die schwer Leidende spielt, für eine andere Schwurgerichtsperiode vertagt werden.
* Zürich, 14. Juli. Hiesige Blätter bringen ein Inserat, laut dessen Nerchstagsabg. Bebel seine unmittelbar am See gelegene Villa mit 50 Ar Land, 14 Zimmern, 2 Badezimmern, Verandas, Balkon, Bootshafen und ähnlichen! modernen Zubehör zu verkaufen beabsichtigt. Bebel pflegte übrigens seine Villa, in der er sich jedes Jahr einige Zeit aufhielt, zu vermieten, sich selbst nur eine kleine Mansardenwohnung vorbehaltend; die Gerechtigkeit verlangt die! Feststellung, daß ihn seine sämtlichen Mieter als das Muster eines Hausherrn priesen.
* Bern, 14. Juli. Der Kaufmann Salomon Meyer in Chaux-de-Fonds, Chef der Firma Meyer Sohn u. Co., wurde wegen Wechselfälfchungen im Betrage von 200 000 Frcs. verhaftet. Meyer, der sich bei seiner Ver- haftung zu vergiften suchte, ist geständig.
* Prag, 15. Juli. In Honnersdorf erstach ein tschechischer Knecht die Tochter seines Dienstherrn und tötete sich dann selbst.
"Agram, 14. Juli. Nachts wurden vor dem Hause des DomHerrn und Abg. Matunczi, ferner vor dem Hause des Bischofs Krabae und des Kanonikus Schwinder- mann, sowie im Gebäude der „Narodne Novine" Dynamit-
Gesamt-Verkehr: 4 472 810,79 Mk. 11 980 971,27 Mk.
Die hohen Sätze des neuen deutschen Zolltarifs für Chemikalien- und Gebrauchsartikel bedeuten für den Trogen- und Farbwarengroßhandel ebenfalls eine er- erhebliche Schädigung, und es ist daher zu wünschen, daß die Sätze bei den Handelsvertragsverhandlungen auf ein erträgliches Maß herabgesetzt werden.
b) D etailh and el.
Der Detailhandel mit medizinischen Drogen, Chemikalien, chemischen und pharmazeutischen Präparaten war im verflossenen Geschäftsjahre im allgemeinen zufrieden- stellend, wenn auch der Absatz in technischen Drogen und Chemikalien infolge der schlechten Geschäftslage in manchen Industriezweigen weniger groß und durch die hohen Preise einzelner Artikel wenig lohnend war. — Befürwortet wiro die Freigabe einiger unschädlicher, oft verlangter Heilmittel für die Drogengeschäfte, wie Brusttee, Brustpulver, Rhabarber, St. Germaintee n. cr, die auch von dem Rhemisch«-Westfälischen Drogisten-Berband beanttagt worden ist.
Buchdruckerei.
Gleichwie im Vorjahre hatte dieser Geschäftszweig auch! im Jahre 1902 unter der allgemeinen Geschäftskrise §u: leiden, die sich sowohl durch verminderte Aus-! träge, als auch durch vermehrtes Angebot der Druckereien, insbesondere auch der auswärtigen, unangenehm fühlbar machte. Infolgedessen konnte bei sehr vielen Aus- ttägen von einem Verdienst nicht mehr die Rede fein; man war, namentlich in den Sommermonaten, froh, Personal und Maschinen überhaupt beschäftigen zu können. — Auch in diesem Geschäftszweig wird nach einem Bericht aus Gießen geklagt, daß die angesehensten und größten Firmen in Gießen zum weitaus größten Teil ihren Bedarf au Drucksachen außerhalb decken, ohne sich! vorher von der Preiswürdigkeit und Leistun gs fähig keit d er einheimischen Firmen zu überzeugen.
Reichsbanknebenstelle Alsfeld.
«Das Wort,,Bibel" scheint eine fruchtbare Wirkung auf Stabrermbil düngen auszuüben: Babel — I Bibel, Bebel — Bibel usw. sind bereits Stichproben. Die „Frkf.Ztg." teilt als neueste Zusammenstellung mit:Blutwurst — Bibel. (Allerdings ein miserabler Stabreim, denn beginnt das eine Stabreimwort mit zwei Konsonanten, so muß das zweite mit denselben beiden beginnen. D. Red. des „Gieß. Anz.") Man schreibt dem Blatte: Daß em Fleischermeister aus religiösen Bedenken die Herstellung von Mutwurst emstellt und dies seinen Kunden unter Berufung auf eihige Bibelstellen mitteilt, ist wohl kein alltägliches Vorkommnis. Vor mir liegt eine Postkarte, die von einem Fleischermeister in Mülheim a. d. Ruhr an einen Kunden in der Nähe Dortmunds gerichtet ist und wortgetreu lautet: Herrn K. in M. Ich bitte freundlichst zu entschuldigen, daß ich keine Blutwurst mitgeschickt habe. Ich mache solche seit Februar des Jahres nicht mehr, | und zwar aus Grund von 1. Mose 9. 4. und Apstlg. 15, 20. [29. Vergaß selbiges auf der Postpaketadresse zu bemerken. Halte mich bestens empfohlen für die Zukunft. Mit srdl. Gruß L. Y. Die angeführten Bibelstellen lauten: „Alles, was sich reget und lebet, das sei eure Speise; wie das grüne Kraut habe ich es euch alles gegeben. Allein esset das Fleisch nicht, das noch lebet in seinem Blut". (1. Mose 9, 3. 4.) „Gott sind alle seine Werke bewußt von der Welt her. Darum beschließe ich, daß man denen, so aus den Heiden zu Gott sich bekehren, nicht Unrecht mache, sondern sckireibe ihnen, daß sie sich enthalten von Unsauberkeit der Abgötter, und vom Erstickten und vom Blut." (Apostelgesch. 15. 18. 19. 20.) „Denn es gefällt dem heiligen Geist und uns, euch keine Beschwerung mehr aufzulegen, denn nur diese nötigen Stücke, daß ihr euch enthaltet vom Götzenopfer, und vom Blut, und vom Erstickten; von welchen, so ihr euch enthaltet, tut ihr recht. (Apostelaesch. 15. 28, 29.)
* Die teuer ft e Zeitung der Welt ist die in Dawson City, der seit den Goldfunden am Klondykestrom erstandenen Stadt, erscheinende „KLondyke Morning Post", die im Abonnement jährlich 1500 Marr kostet und von der eine einzelne s)hintmer für 30 Mark zu haben ist. Der Preis für Anzeigen in diesem Blatt ist dementsprechend 300 Mark die Zeile.
Die ersten neuen
holl. Vollheringe
per Stuck Pfennig 5547
sind soeben in prachtvoller Ware eingetroffen.
u. Schlußkurse. 208.87 210.50 136.37 173.40 178.20
Fräulein Olga Thesss, Kreuzpl.10 empfiehlt sich zur Amertigung künstlicher Gebisse in Gold und Kautschuk, Kronen- und Brückeuarbetten, 03327 Kupfer, Cement und Porzellan! LchmcrziöicS MnMheH. Umarbeitung schlecht sitzender Gebisse; Reparaturen äußerst schnell u. billig. Schonendste Behandlung. Prompte Bedienung. Billige Preise. — Sprechstunden 9—12, 2—6. Von 12—2 für Unbemittelte umsonst. Sonntags nur gegen vorherige Anmeldung.
Gerichtssaal.
— Kriegsgericht. In Leipzig verutteilte das Ober- kriegsgericht den Kanonier Steinmüller wegen Fahnenflucht und schweren Diebstahls zu 15 Jahren Zuchthaus. — Das Kriegsgericht der ersten Marine-Inspektion in Kiel verurteilte den Matrosen Ohlisch wegen tätlichen Angriffs aus eine Infanterie-Patrouille zu einem Jahr und einer Woche Gefängnis.
Sandel uni» Verkehr. Volkswirtschaft.
Berliner Börse vom 14. Juli 1903.
(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.)
Die kleine Aufbesserung der New-Yorker Börse genügte, um auch unserem Markt ein vollständig anderes Aussehen zu verleihen. Wenn die Umsätze sich auch nicht wesentlich gehoben haben, so zeigte doch unser Markt heute auf allen Gebieten eine kräftige Erholung, welche deutlich erkennen ließ, daß die allgemeine Börsenlage an unserem Platze eine günstigere Beurteilung findet. Renten, Bankaktien und Bahnen zeigten von Anfang an bessere Haltung und zogen im weiteren Verlauf, unterstützt durch festere Auslandsmeldungen, wie auch durch die Kurssteigerungen auf dem Kassaindustriemarkt, noch weiter an. Für Möntanwerte zeigte sich heute weniger Interesse, doch war die Tendenz im Einklang mit der Gesamtstimmung ebenfalls fest. Besorrders gute Meinung behielt man hier ä la longue für die Aktien der russischen Baukinstitute sowie für diejenige der großen Kohlenzechen.
Privat-Diskont 3 Prozent.
bem steigenden Umsätze. Wie schon früher betont wurde, können gerade die wichtigeren Artikel der Branche nur mit geringem Nutzen gehandelt werden, da die Konkurrenz n?immune* der kleineren Fabriken gegenüber dem Großhändler von ‘ J * Jahr zu Jahr schärfer wird. — Ein großer Nachteil ergiebt sich für den Großhandel durch die sich immer mehr ern- kärgernde Gewohnheit der Spezialitätenfabriken, dem Großhandel vertragsmäßig Preise festzuseßen, die mit Rücksicht auf die Geschäftsunkosten als viel zu niedrig bezeichnet werden müssen. Gelingt es nicht bald, die Großhandels- sirmen zusammenzufassen und sich gemeinsam gegen derartige Uebergrisfe der Fabrikanten zu wehren, dann ist zu befürchten, daß sich die angedeuteten Mißstände noch verschlimmern; die jetzt abgeschlossenen Verttäge lassen die Händler vielfach nur noch als Hörige einzelner großer Aktiengesellschaften erscheinen.
Im Interesse der Konsumenten und der Händler ist ferner eine Revision der Patentgesetzgebung dahin zu fordern, daß die Frist für Patente auf Arzneimittel erheblich herabgesetzt wird, denn jetzt wird mit einzelnen der durch Patente geschützten Medikamente angeblich großer Wucher betrieben.
Harpener Bergbau . . 178.00
Schluß-Tendenz: fest.
Frankfurter Börse. Die Zulassung zur Börse wurde für folgende Werte genehmigt. Für 20 Millionen auf die Inhaber lautende 4proz. Hypotheken-Oblrgationen Serie 43, 10 Millionen der gleichen 3,75proz. Obligationen Serie 44 und 15 Millionen der gleichen 3,50proz. Obligationen Serie 45 des FraMsurter Hypothekenkreditvereins, 5 Mill. 3,50proz. Anleihe der Stadt Freiburg i. Br. pro 1903, 4735600 3,50 abgestempelte Schuldverschreibungen. Der Stadt Mainz Lit. At. M. von 1891, 6 Millionen 4,50proz. Teilschuldverschreibungen der Aktiengesellschaft Zellstofffabrik Waldhof bei Pernau in Livland und 1 Million Aktien der Mannheimer Mtienbrauerei, Mannheim.
Höchste Temperatur am 13.—14. Juli
Niedrigste , „ 13.—14. „
4% Oesterr. Goldrente . . 41/ö% Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente, . . 40/0 Italien. Rente . . . 4%% Portugiesen . . . 3°/ Portugiesen.....
1% C. Türken . . . . Tüvkenlose......
4% Grieoh. Monopol.-Ank 41/, % äussere Argentiner
Juli 1903. ,
Barometer auf 0° reduziert
Temperatur der Liift
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Windrichtung
^rvstquM
Wetter
14.
225
747,7
18,2
6,8
44
E.
2
Sonnenschein
14.
935
748,5
13,6
8,6
74
NNE.
1
klarer Himmel
15.
735 1
748,7
12,2
8,1
76
ISE.
1
bew. Himniel


