Mainz, 15. April. Das neue Reichs-Fleisch- b'esch augesetz wurde in einer Versammlung der hiesigen Metzgerinnung, die sehr stark besucht war, von Vetertnär- arrt Knell eingehend behandelt. An diesen Vortrag schloß siich nachdem zuvor Schlachtbofdirektor Schüler noch die wichtigsten Punkte der in Aussicht stehenden hessischen Ausführungsbestimmungen zum Gesetze erläutert hatte, eine rege Diskussion an. Auch wurde bte Frage der Errichtung einer Schlachtviehversicherung ventiliert, aber beschlossen, von der Gründung einer solcher durch die Innung zunächst noch Abstand zu nehmen. Vor Schluß dieser Jnnungsversammlung betonte Obermeister Falk, daß der Deutsche Fleischerverband seit Jahren bei der Reichsregierung um eine allgemeine und gleichmäßige Fleischbeschau im ganzen Reiche petitioniert habe, daß dieses Gesetz nun bestehe und es Pflicht jedes einzelnen sei, es zu respektieren, wenn es auch grope Erschwerungen des Betriebes und neue Kosten für die Meister mit sich bringe. Mit Worten des Dankes für den Redner schloß der Obermeister die Versammlung.
ko. Mombach, 14. April. In einer hiesigen Wirtschaft kam eS in der vergangenen Nacht zwischen Zivilisten und Husaren zu Streitigkeiten, die später auf der Straße in Tätlichkeiten ausarteten. Dabei wurde der Husar Jurkat von der 5. Eskadron des 13. Husarenregiments durch Messerstiche in den Kopf tätlich verletzt. Als mutmaßliche Täter wurden noch in der Nacht die hiesigen Einwohner Georg Ballmert und Joseph Bopp ermittelt, auS den Betten geholt und in Untersuchungshaft nach Mainz abgeführt.
Marburg, 14. April. Die „Hess. Landeszeitung" schreibt: Am ersten Osterfeiertag fand zum siebenten mal das alljährliche Oster-Eiersuchen statt. Unter Führung der Schwestern beteiligten sich ca. 300 evangelische und katholische Kinder ärmerer Eltern daran. Sie nahmen auf dem Markt, zum Zuge geordnet, um 11 Uhr Aufstellung und zogen zum Stadtpark, wo sich auch ein zahlreiches Publikum eingefunden chatte, um dem Vergnügen der Kinder beizuwohnen. Hier waren Zuckerhasen, Zucker- und Chokolade-Eier sowie wirkliche Eier im ganzen Park herum unter den Gebüschen und im Gras oder in den Zweigen versteckt. Jauchzend zerstreuten sich die Kinder im Park, um die versteckten Eier zu sinden. Manche hatten ein besonderes Geschick darin, denn während sie 6—9 Stück zusammenbrachten, liefen andere von Busch zu Busch und fanden nichts. Sie waren eben zu spät gekommen. So lieferte das Eiersuchen ein kleines Abbild vom Kampf um die Güter dieser Erde: wer da nicht voran fein kann, bleibt hinten und bekommt dann eben — auch nichts. Es herrschte indessen bei dem Eiersuchen ein gerechtes Prinzip, denn die gefundenen Eier mußten abgeliefert werden und es erfolgte ihre Verteilung, sodaß Jedes sein Teil erhielt. Eine Anzahl von Polizeibeamten war übrigens an Ort und Stelle, um die Eier vor unberufenen Händen zu schützen.
Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Mainz wurde am ersten Osterfeiertag im Mcmsardenzimmer eines Dienstmädchens in der Packusstraße 5 eingebrochen und der Dieb auf der Flucht von einem Schutzmann verhaftet. Man vermutet, in ihm einen gefährlichen Einbrecher erwischt zu haben. — In Wiesbaden hat die Unsitte des Tragens von Ringen, Busennadeln und Uhrgehängen bei den Schülern auch der untersten Klasien in letzter Zeit so zugenommen, daß sich der Direktor des Realgymnasiums veranlaßt sah, die Eltern im Interesse der Erziehung, abgesehen von den Gefahren beim Turnen und Spielen, zu bitten, auf derlei Tand bei ihren Söhnen zu verzichten.
Wahl-Bewegung.
-k- Mainz, 14. April. Bei der bevorstehenden Reichstagswahl wird, wie wir erfahren, seitens der demokratischen Partei in dem Wahlkreis Mainz- Oppenheim wahrscheinlich kein eigener Kondidat aufgestellt werden und die Partei schon im ersten Wahlgang f ü r den sozialistischen Kandidaten Dr. David stimmen. Es entspricht dieses Verhallen dem Vorgehen der demokratischen Partei bei den jüngst verflossenen Landtagswahlen, bei welchen man demokratischerseits bekanntlich auch darauf verzichtet hat, eigene Kandidaten in Aiainz aufzustellen und sofort für Dr. David und Haas eingetreten ist. — In einer am zwellen Ostertag in Oppenheim stattgehabten Wertrauensmännerversammlung des Bundes der Landwirte wurde der Landtagsabgeordnete Wolf-Stadecken einstimmig als Kandidat das Kundes der Landwirte für den Wahlkreis Mainz-Oppenheim aufgestellt.
Vermischtes.
Köln, 14. April Auf dem Hauptpostamt wurde ein Postbeamter verhaftet, der feit längerer Zeit nicht deklarierte Briefe, die Wertsendungen enthielten, unters chlug.
* Eine Spion agemär kommt aus San Remo. Tie Polizei, heißt es, verhaftete dort einen früheren deutschen Genie-Offizier Namens Wessel, welcher von den deutschen Behörden schon lange wegen Spionage und Unterschlagung gesucht wird. Wessel soll Pläne von deutschen Festungen au fremde Nationen verkauft haben. Bei seiner Verhaftung rief er aus: -Lassen Sie mich, es handelt sich um politische Angelegenheiten." Als er in den Wagen gebracht wurde, mit dem er ins Gefängnis transportiert werden sollte, stieß er den Ruf aus: „Nieder mit Deutschland." — Eine weitere Meldung besagt: Tie Frau des Verhafteten erklärte einem Korrespondenten, chr Mann werde verfolgt, weil er zusammen mit dem in Leipzig inhaftierten Leutnant Wolf „gewichtige Enthüll- ungen" int Dreyfusprozeß machen könne, „die Deutschland kompromittierten". — Die Italic» nisch-offiziöse „Agenzia Stefani" teilt aber mit: Die Meldung betreffend die Verhaftung eines preußischen Offiziers in San Remo entbehrtjederBegründung.
• Feuersbrunst. Nach einem Telegramm der „Cöln. Ztg." aus Madrid dauert in Cadix ein ungeheurer Brand, der alle benachbarten Orte in dichten Rauch einhüllt, an. Der Verlust beläuft sich auf über eine Million.
Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Lagerhaus-Gesellschaft, Worms. Für 1902 ergab sich ein Reingewinn von 23 423 Mt. (i. V. 24 265 Mt.), nachdem die Stadl Worms vertragsgemäß die zur Verteilung einer 3,5 proz. Dividende fehlenden 9945 Alk. (i. V. 0) gezahlt hat. Das Aktienkapital beträgt 650000 Mk.
Der amerikanische Tabaktrust iu Deutschland. Tie Berliner Handelskammer hat nach Anhörung des Fachausschusses für Tabak und Cigarren dem preuß. Handelsminister ein Gutachten erstattet, das sich mit den Operationen des amerikanischen Tabak- trustes beschäftigt. Wir geben aus dem Gutachten folgendes wieder: Der amerikanische Tabaktrnst hat, um seinen gesteigerten Bedarf an Cigarettentabaken zu decken, in einer geschickten und planvollen Weise die Produktion von Eigaretten-Rohlabaken sich zum großen Teil zu sichern gewußt und zwar durch Ankäufe an den Märkten der Produltionsländer wie an den Hauptstapelplätzen. Tie Lager sind z. Z. geräumt, die Preise für billige Sorten sind um 25 bis30 Prozent gestiegen. Jedoch kann man nicht annehmcn, daß die amerikanischen Ankäufe zum Zwecke der Spekulation oder der Beherrschung des Weltmarktes geschehen sind; sie erscheinen bei dem bedeutenden Bedarf des Trusts als reine Teckungskäufe. Für die deutsche Produktion wurden zumeist Mengen billigeren Materials erstanden, für die amerikanische wurden bessere Sorten bevorzugt. Wenn also auch kaum geplant ift, den deutschen Roh - tabakmarkt in eine Abhängigkeit zu bringen, so empfindet doch die einheimische Judustrie den Mangel und die Verteuerung des Rohmaterials sehr stark. Der Rohtabakmarkt für Cigarren hat weniger den Einfluß des Trusts zu spüren. Allerdings liegt die Verwertung von Haoanatabaken ganz in seinen Händen. Auf den deutschen Ciga- reltenfadrikatenmarkt trat der Trust zu Beginn des Jahres 1901, indem er die Firma Georg A. Jasmatzi in Dresden kaufte. Es ist ihm gelungen, in den zwei Jahren seines Betriebes den Absatz um reichlich 50 pCt. zu steigern. Um seinen Fabrikaten einen guten Absatz zu verschaffen, vertreibt der Trust diese mit hohen Rabatt- sätzen; doch liegt in dieser Geschästsgebahrung — abgesehen von dem Umstande, daß die Rabattsätze schon bei geringen Mengen gewährt werden — nichts geradezu Ungewöhnliches. Dagegen erscheint es nicht unbedenklich, daß der Trust bei einer Bestellung von 1000 Stück 1200 zu liefern pflegt. Ferner hat er ein Prä- miensystem heransgebildet, das in den Kreisen der deutschen Geschäftswelt mißbilligt wird. Auch verkauft der Trust billige Sorten, das heißt Fabrikate, die zu 1 Pfg. im Detail vertrieben werden, unter Herstellungspreis, wodurch er seine Firma einsühren und zu gleicher Zeit den Kauf besserer Sorten erzwingen will, die er zu annähernd normalen Preisen abgiebt. Die Qualität der von der Firma Jasmatzi hergestellten Waren ist übrigens durchgängig gut. Nach dem Ausgesührteii glauben wir, die Frage, ob der Trust beabsichtige, die Cigarettenproduktion in Deutschland in gewisser Beziehung von sich abhängig zu machen, bejahen zu sollen, dagegen liegt bisher kein Grund vor, der einen Erfolg dieses Versuches m nächster Zeit wahrscheinlich macht. Jedenfalls ist heute die große kapitalkrä'tige und technisch fortgeschrittene Cigarettenproduktion Deutschlands stark genug, um den Kamps mit dem Trust aufzunehmen.
gkui'ltr yirUuiujrii.
Originaldrahtmeldungcn des Gießener Anzeigers.
Berlin, 15. April. Der Zentral-Ausschuß der vereinigten Innungs-Verbände Deutschlands veröffentlicht einen Aufruf an die Handwerker in Stadt und Land mit der Mahnung, zu den bevorstehenden Re ichs-
tagSwahlen rechtzeitig Stellung zu nehmen. Als Forderung des Handwerkerstandes bezeichnet der Aufruf unter anderem: .Schutz seiner ehrlichen Arbeit gegen die lieber- macht eines ungezügelten KapftalismtiS und Schutz gegen den von gewiffenlosen Hetzern aufgestachelten blinden Gleichheits- Fanatismus, die in dem Handwerkerstand instinktiv ihren gefährlichsten Gegner sehen. Schutz endlich gegen die sozialpolitischen Experimente der Herren vom grünen Tisch. Tie Handwerker werden ausgefordert, die Wahlkandidaten um klare Stellungnahme gegenüber diesen Forderungen anzugehen.
Berlin, 15. April. Wie der ,Lok.-Anz." berichtet, ist im Ministerium des Innern eine Tenkschrift des Berliner Magistrats eingegangen, in welcher dargelegt wird, wie das Gerückt entstehen konnte, daß die Regierung ur- sprünglich den 17. Mai als Termin für die Reichstagswahlen in Aussicht genommen habe.
Paris, 15. April. „Libre Parole" berichtet, daß für den frei gewordenen Posten des Generalgouverneurs von Algier Barthou oder Millerand in Aussicht genommen sei.
Madrid, 15. April. Unweit von Malaga ereignete sich ein schweres Unglück. Auf einem Wagen führten sechs Personen einen Glasballon mit Schwefelsäure mit, der unterwegs platzte. Alle sechs Personen erlitten so schwere Brandwunden, daß sie starben.
Rom, 15. April. Tie streikenden Schriftsetzer be» schlossen mit 1400 gegen 300 Stimmen die Fortsetzung des Streiks. Jedoch erwartet man die baldiye Beendig- ung desselben, da alle Hilfsmittel erschöpft sind.
Budapest, 15. April. Nachdem der Kongreß der ungarischen Sozialdemokraten das neue Partei-Programm, welches sich an das Erfurter Programm der deutschen Sozialdemokratie anlehnt, acceptiert und eine Resolution angenommen hatte, in der erklärt wird, daß die klaffenbewußte Arbeiterschaft Ungarns den Kampf gegen die Reaktion, die Wirtschaftspolitik des Klerus und gegen die kulturfeindlichen Bestrebungen auf der ganzen Lime unermüdlich fortfuhren werde, wurde der Kongreß mit einer schwungvollen Rede des Parteiführers Bokabyi geschlossen.
Budapest, 15. April. In Oedenburg ist eine Nonne des Klosters entflohen. Sie wurde von chr nacheilenden Schwestern gewaltsam ins Kloster zurückgebracht. Eine andere Nonne im Kloster der grauen Schwestern wollte sich erhängen, wurde aber hieran noch rechtzeitig verhindert.
Belgrad, 15. April. In Mitrowitza hat das Leichenbegängnis des ermordeten russischen Konsuls Schl er - b i n a stattgefunden. Um 6 Uhr früh begab sich der Leichenzug von dem nin'ifdjcn Konsulat nach dem Bahnhof in Mitrowitza. Priester, Konsuln und Deputationen von Serben aus Ueskueb und Mitrowitza sowie ein Militärdetachement von 30 Mann begleiteten den Leichnam nach Ueskueb, von wo er nach Saloniki befördert wird.
Saloniki, 15. April. Tie Leiche des russischen Konsuls Schterbina wird auf dem russischen StationSscyiff Donatz nach Sebastopol überführt. — Der Attentäter Ibra- h i m wurde in einer neuerlichen Verhandlung vor dem Kriegsgericht zum Tode verurteilt.
New York, 15. April. Ein Telegramm au# San Salvator berichtet, daß Präsident Arias, welcher vor General Siera zum Präsidenten der Republik Honduras proklamiert worden war, sich dem General Bonnia ergeben hat, dessen Streitkräfte gestern die Stadt Tagukigalpa an- gegriffen haben.
8l/a°/o Reiohsanieihe . . 102.80 8->/o do. ... 92.40 3>/,°/v Konsole .... 102.70 3 O/o do......92.45
3l/i% Hessen .... 101.25 8'/, 5» Oberhessen . . . 101.20 4% Oestorr. Goldrente . . 103.90 4* 8% Oesterr. Silberrente 101.20 4% Ungar. Goldrente . . 102.65 4°/u Italien. Rente , . . 103-20 4%% Portugiesen ... —.— 8°/u. Portugiesen.....31.75
1% C. Türken .... —— Türkenlose......131.00
4% Griech. Monopol.-Anl. 44.90 4*/,% äussere Argentiner —.—
8J/0 Mexikaner . . . 26.26 4,/i'7q Chinesen .... 93.05 Electric, öctuckert ... 97.50 Nordd. Lloyd . . . . 98 25
Kreditaktien.....213.20
Diskonto-Kommandit. . . 190.10 Darmstädter Bank . . . 141.20 Dresdener Bank .... 148.90 Beniner Handelsges. . . 158.20 Oesterr. Staatebahn . . . 148.40 Lombarden . . . . 14.25
Gott har dbahn ..... 190.70
Laurahütte......221.40
Bochum ... . . . . 188.7.»
Harpener......185.25
Tendenz: still.
GerichlssM.
Berlin, 14. April. Ter wegen Wuchers zu zweijährigem Gefängnis verurteilte Kaufmann Pariser verzichtete aus die Re- Vision und erklärte sich bereit, die Strafe an zu treten.
Telephonischer Kursbericht«
Krkanntmachung.
Die Waklthorstraße, zwischen Brand- und Braugaffe, 'wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbciten für den Fuhrwerks- und Fahrrad-Verkehr bis auf weiteres gesperrt.
Gießen, den 14. April 1903.
Großyerzogiiches Pottzeiamt Gießen.
I. V.: Roth.
Donnerstag, dm 16. April 1903, nachmittags 3 Uhr, wird auf hiesigem OrlSgerichr die Parzelle
Flur 32 Nr. 4-/„ — 2475 pm Ader auf den Sandkauter Weg am Heegstrauch
auf Ansteheu der Herren Karl Bieler und Adolf Bieler öffentlich meistbietend freiwillig versteigert werden. Bei annehmbarem Gebot wird Zuschlag sofort erteilt. Nähere Bedingungen werden im Termin bekannt getnacht.
Gießen, den 11. April 1903.
®r. OrtSgericht Gießen.
___________Gro».________3102
Versteigerung.
Donnerstag den 10. u. Freitag den 17. d. M., nachmittags 2 Uhr versteigere ich im Pfandlokale TeltcrSivcg 11 gegen Barzahlung : ' 2920
1 Wagen, 1 Fahrrad, 1 Kasien- schrank, Mähmaschinen,2Schreib- tische, verschiedene Kleiderschränke, Kommoden, VertikowS, SophaS, 1 Regulateur, 1 Klavier, 1 Billard, ISlehspiegel, iLederkofier, ILaden- rheke, 1 Korb mit Kordel u. v. m.
Gießen, den 4. April 1903.
Sier, stellv. Pfandmeister.
Ausschreiben.
Für die Provinzial-Siechen- anstatt werden nochWärterinnen gesucht. Anfangsgehalt bei freier Station 300 Bit. jährlich. Anmeldungen auf dem Vcr- waltungsbureau erbeten. [8108 Verwaltung der Provinzial-
Sicchenanstalt Oberhcffen.
Versteigerung.
Donnerstag vcn 16. April, nachmittags 3 Uhr sollen dahier Neuenweg 28 (im Löwen) 1. Hans- und Küchengeräte aller Art ^darunter 1 Büffet, ein Billard, ciu Derükow, mehrere Sophas u. Schränke, sowie ein Klavier),
2. Ein Warcnschrank und zwei M,ll. Zigarren,
3. Eine groneie Partie Schnh- warcn u. v. A.
gegen bar versteigert werden. Gießen, den 14. April 1903.
3163] Seipel, Gerichtsvollzieher.
€
6
Emilie Textor
geb. Malkomesius
Anton. Geissner
Verlobte.
Giessen Würzburg
15. April 1903. 01745
Donnerstag den 1<>. April d. I. nachmittags 2 llbc werden iu dem Laden Seltcrö- wcg 10 versteigert:
1 Theke, 3 Regale, 1 Erker, cinrlchtuug n. 175 Schweife. Versteigerung ganz bestimmt. 3143 weißler, 0>erictusvoll;icher
Ltbt»lit Llihrihtchtt, Karpfen, Baafifche, sowie alle Sorten Seefische stets zu haben. Goldfische in jeder Größe. Prompter Versand nach auswärts. M. öimon, ÄMcz 1. §
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Zur Uebernahme genügt eine Anzahlung von 6000 All. und bietet Sa» Geschäft einem strebsamen Kaufmann ein gesichertes Auskommen. Näheren Ausschluß erteilt der Generalbevollmächtigte: Fr. Heinzenberg, Wetzlar.


